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Wiener Morgenzeitung · 1924-07-19 · Heft 1949 (19.7.1924) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1949 (19.7.1924)
Date
1924-07-19
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Sk. 1949 Men, Samstag 6in Hitler-Kumpan wegenFaifcheiS verfolgt. München, 18. Juli. Der Strafsenat des Oberlandesaevrchtes München Kt, wie der ,IMfche KuE meldet, t»er Beschwerde des Juftizrates Schramm, als der Vertreter der Mutter des erschaffenen Leutnants Caselli, stattgehoben und beschlossen, gegen den Neichswechvoberlmtnant B r a u n ein Verfahren wegen fahrlässigen Falscheides zu eröffnen. Es handelt sich hiebei um eine Auslage Brauns im Hitler-Prozeß. «eWennigte Behandlung der deutsche» und jüdischen Mrnderheitsgesetze. Eine bemerkenswerte polnische Stimme. (Eigendienst der ,Mener Morgenzeituiig".) Warschau, 18. Juli. Die dem Ministerpräsidenten nahestehende politische Zeitschrift „Drogi Polski" veräfstntlicht einen bemerkenswerten Artikel über die Forderungen der nationalen Minderheiten unter besonderer Berücksichtigung der Juden. Der .scheinbar van Grabski inspirierte Artikelschreiber weist darauf hin, daß die Juden in Polen stets ein loyales Staatseilement sind. Der von mancher Seite erhobene Vorwurf, daß die Inden die Polen hassen, sei grundfalsch. Die nationalen Forderungen der Juden widersprechen keinesfalls den polnischen Staatsinteresfen. Es sei Pflicht der Staatsorgane, zweifelsohne festzustellen, daß der sogenannte jüdische Separatismus und sein' nati anal-zionistisches Programm keineswegs gegen den Staat gerichtet sei. Das nationale Bewußtsein der Juden dürfe bei Polen keine beängstigenden Gefühle Hervorrufen, weil die jüdischen Forderungen mit den Staatsintevessen in Einklang gebracht werden können. Der Artikelschreiber analysiert die Judenftage, wobei, er sämtliche Strömungen innerhalb der polnischen Juden bespricht und zum Schluss« gelangt, daß/ es im Interesse des Staates liege, den Juden eine ausgesprochene kulturelle Autonomie zu gewähren. In wirtschaftlicher Hinsicht müsse her Staat dem jüdischen Proletariat einen besonderen sozial-wirtschaftlichen Schutz angedeihen lassen und die jüdische B e v öl k e r u n g zum W i e d e r a u f b a u d e 's W i r t s ch a f t s l e be n s heranziehen. Eine jüdische Autonomie werde n i e irgendwie dem Staatsorganismus schaden können, im Hkg enteil, Hand in Hand mit einer Gleichberechtigung würde sie die Juden zu einem wertvollen Element für den Ausbau des Staates machen. Wie Ihr Berichterstatter erfährt, soll bereits in den nächsten Tagen eine von der Regierung eingesetzte Sonderkommission einen Gesetzentwurf zur Regelung'der jüdischen und deutschen Minderheitsiragen gebildet werden. Die bevorstehenden Veränderungen im KabinettGrabski. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Warschau, 18. Juli. Mußenministet Zamojsk i halt seine Demission, welche, wie bereits berichtet, nicht angenommen wurde, aufrecht. Wiein hiesigen politischen Kreisen verlautet, kommen als feine .Nachfolger der jetzige Vertreter beim Völkerbund Skrzhns kr und der polnische Vertreter bei. den in Wien stattfindenden deutschpolnischen Verhandlungen Olszewski in Betracht. Ebenso wird in den Couloirs von einer eventuellen Ernennung des jetzigen Kriegsminift^s Sikorski zum Außenminister gesprochen. Mit der bevorstehenden Aenderung des Außenministeriums soll auch eine Neubesetzung bet polnischen Gesandtschaft'sposten in London und Paris erfolgen. Die Lemberger Attentäter iuftWeü. Lemberg, 18. Juli. (Del. d. „Wiener Morgenzeitung".) Mittwoch mittags wurde gegen die Urheber des Dhnamitattenlates auf die Lemberger Munitionsdepots das Urteil verkündet. Die beiden Angeklagten Dietrich und S o l on i e n k o wurden zum Tode durch Erschießen verurteilt. Das Urteil wurde, bereits nachmittagsvoll st re ck t. Das Standgericht hat es abgelehnt, das Ansuchen der Verteidigung, die Verurteilten der Gnade des Staatspräsidenten zu empfehlen, weiterz-uleiten. Die polnische Flotte. (Eigendieust der „Wiener Morgenzeitung".) Warschau, 18. Juli. Kriegsminister Sikorski hat dem Verteidigungsausschuß des Sejm das erste Polnisch e F l o t t e n p r o g r a mm vorgelegt. Im Lause von zwölf Jahren sollen drei Kreuzer, sechs Zerstörer, zwölf Torpedoboote, zwölf Unterseeboote und 30 kleine Einheiten gebaut werden. Das Erfordernis stellt sich auf 600 Millionen-Goldfranken. Das 'detaillierte Programm soll im Herbst vorgelegt werden. Der Abgeordnete Dombrowski beantragte den sofortigen Beginn des Flottenbaues. Der Berte idigungsausschuß nahm den Antrag einstimmig an» v Neuwahlen In den polnisch-schlesischen Städte«. Breslau, 18. Juli. (Tel. b. „Wiener Morgenkzeitung") Wie im Katt » witzer städtischen Verwaltungsaus schuß rnitgeteilt wurde, wird die polnische Negierung in nächster Zeit die Magistrate der oberschlesischen Städte, die noch aus den Mahlen unter deutscher Hoheit hervorgegangen sind, auflösen. Bekanntlich sind bereits vor längerer Zeit di? Stadtverordnetenversammlungen aufgelöst worden. rmener rvrorgenzettLrng. (Radiodienst der „Wien er Morgenzeitung".) London, 18. Juli. Die Börse war widerstaudsfiihig, wenn auch ohne nennenswerte Umsätze. Brasilianer waren weiterhin erholt, südafrikanische Milten dagegen vernachlässigt und schwächer. Kriegsanleihe 101,25. heimische Bahnen unverändert, Argentinische leicht erholt. Sao Paulo fest. Oesterreichische Anleihe gebessert, ungarische % Prozent Disagio. Rubber-Aktien schwächer, weil der Rubber-Preis um IV U Pence pro Pfund zurückgegangen ist. Oelaktien lagen schwach, lediglich Shells waren um eine Kleinigkeit erholt. Diamons widerstandsfähig. Wechselkurse: New-York 4,36,75, Paris 85,85, Brüssel 96,875, Berlin 18'/, Billionen, Wien 810.500, Prag 147V» Amsterdam 11,53,25, Christiania 32,55, Stockholm 16,43, Kopenhagen 27,10, Schweiz 24, Finnland 174,75, Rom 101,50, Warschau 62,675, Athen 257, Sofia 600, Bukarest 980, Konstantinopel 861, Budapest 340.000 bis 370.000, Riga 22,63. Oesterreichische^ Anleihe 90.25, tschechische 98,50, deutsche 3%ige 22,6, Prager 90, Skoda 87. Bankverein 7,9, Bodenkredit 17,6, Centralmining 10,75, Generalmining 11,9, Deveers 11, Diamons 16,6, Rio Tinto 33,25, Royal Dutch 28,76, Shells 4. Metallmarkt Kupfer Standard prompt 61,2,6 bis 61,6, dreimonatig 62 dis 62,2.6, Elektrolyt 65 bis 65,10, Zinn > Standard prompt 231,12,6 bis 231,1,5, dreimonatig 233 bis 7^.5, Blei englisches 34, ausländisches 32,16,9 bis 30,12,6, Messing ausländisches 31,18,9 bis 31,15. B anmw o ll er Liverpool, Fnllmiddling 17,38, amerikanische Terminware anfangs 16 bis 24 Punkte höher. Juli 16,93, August 16,18, Oktober 15.17, Jänner 14.69, März 14,59. 11 Uhr: 20 bis 17 Punkte höher, mittags: 10 Punkte höher. 1 Uhr 1b Min. 12 fctS-10 Punkte höher, 2 Uhr 15 Min. 10 bis 15 Punkte höher, Juli 16.89, August 16.07, Oktober 15,07, Jänner 14,84, März 14,53, Umsatz 3000 Ballen. Aegyptische Baumwolle 6 vis 3 Punkte niedriger. Baumwolle: Baumwollbörse schloß 2 bis 6 Punkte höher. Juli 16,77, Oktober 14,94. Jänner 14,59. Marz 14,47. Aegyptische Baumwolle 5 Punkte höher. New-Iork erösfnete 7 bis 39 Punkte niedriger. New Orleans 40 Punkte niedriger. Zucker in London unverändert dei geringen Umsätzen. Terminnotierungen unverändert ruhig. August 22,7h,, September 20,7'/r, Oktober 19,1'/,, November-Dezember 19,3. London, 18. Juli. D e v i s e n s ch l u ß k u r s e: Prag 147-/4, New-York 4,36"/,«, Paris 85,70. Brüssel 96,12'/,. Rom 101,56'/*, Zürich 24,02'/,. Madrid 32.97'/,, Amsterdam 11,635/b, Kopenhagen 27,14'/«, Chrtstiania 32,54‘/„ HelsingsorS 174V*, Wien 311.500, Berlin 18,35 Billionen, Bukarest 68,5. Paris, 18. Juli. Die Börse. war heute viel lebhafter als an den vorangegangenen Tagen. Die Spannung am Devisenmärkte und insbesondere des englischen Pfund, das vorbörslich bis aüf 86 bis 87 gestiegen ist, um mit 85,95 aus dem Markte zu gehen, trug wesentlich dazu bei. Alle Valutapapiere waren gesucht, während im allgemeinen französische Werte ihr gestriges Niveau behaupteten. Petroleumwerte waren ebenfalls gesucht. In der Hauptsache war Festigkeit vorherrschend, besonders bei Goldminen Schell und Royal Dutch. Letztere trennen heute einen Kupon von 250 Gulden ab, was natürlich in kurzer Zeit zum Ausdruck kam. Aew-Voek, 18. Juli. E f f e t t c tt b ö r f r. Canadian Pazisic 148, Union Pazific 136,75, Union SteelS 100, Royal Dutch 48, Atchinson 105, Baltimore 65,50, Eary 30,875, Milwaukee 15,50, Ckieaseveake 85,125, Greatb Northern 64,625, Northern Commen 64, Southern Pacific 94,50. - Aen»-Dorkr, 18. Juli. (Radio.) Devisenschlußkurse: Daggeld 2°/0, Wechsel auf London 4,37,37, 60 Tage-Wechiel 4,34,37, Parts 5,11. Amsterdam 37,88, Berliner Schlntzkurs 23V, bis 24, Silber 67, Prag 2.96. Hungersgefahr in Rußland? Freigabe der Strafgefangenen für Erntearbeiten. Moskau, 18. Juli. (Offiziöser Sowjet-Fu^nkdienst.) Das Zentralsiatistische Amt der Sowjetunion gibt bekannt, daß man zum 1. d. den Erntestand auf dem Gesanitgebiet der Sowjetunion nach den lokalen Informationen mit 2,5 bezeichnen kann (1 bedeutet schlecht, 2 nicht be friedigend, 3 befriedigend, 4 gut, 5 sehr gut). Zum 15. d. hat sich der Saaten st and verschlechtert. Der Ertrag der Ernte in diesem Jahre wird auf 2.500,000.000 Pud geschätzt. Das Präsidium des ZentralvollzugZausschiuffes der Sowjetunion verfügte, den roten Soldaten und Bauern, die sich i m Gefängnis befinden, in der Erntezeit für den Fall Urlaub zu erteilen, daß keine Befürchtung einer Ducht der Sträflinge besteht. Im Gouvernement Podolien beginnt bereits die arme Bauernschaft, in den von der Hungersnot betroffenen Bezirken, ihr Vieh zu verkaufen, was ein. Sinken der Viehpreise zur Folge hat. In dem Bestreben, die arme Bauernschaft vor Spekulanten zu. schützen, gewähren die Genossenschaften den Bauern gegen Verpfändung von Vieh Darlehen. Die Kommission für die Gewährung von Hilfe der Bevölkerung in den von der Mißernte betroffenen Gebieten hat eine Reihe Maßnahmen für die Lieferung von Saatgut für die Herbstsaat, für die Versorgung der Bevölkerung nn-d die Erhaltung des Viehstawdes getroffen. Die Kommiffion hat beschlossen, in die betroffenen Gegenden neun Millionen Pud Getreide ausschließlich für die Herbstsaat zu senden. Eine Million Pud Getreide bat das Volkskommissariat zur Versorgung von acht M il l i o tt e n Me n s ch e n in ihren Lagern. Ter Getreidcankauf durch die E'mkaussörgauisationen wird angcordnet. Für die Bedürfnisse der Bevölkerung in den von der Mißernte am meisten betroffenen Gebieten werden 400.000 Pud Getreide gesendet. Die Kommission hat bisher Darlehen im Betrage von acht Millionen Goldrubel gegen Verpfändung von Vieh gewährt. Die Kommiffion beschloß ferner, di« Hilfe in erster Reihe Landwirtschaften, bk höchstens zwei Pferde und zwei Kühe haben, angedeihen zu lassen. Ter Rat der Volkskommissare beschloß) die Bauern von den r ü ck st ä n d i g e n G e b ii h r e n (Naturalsteuern usw.) ans der Zeit vom Jahre 1921 bis 1. August 1923 zu befreien. Die wegen Nichtbezahlung dieser Gebübren bestraften Personen werden auf freien Fuß gesetzt ^.r,. :tyuu i»s« eetfc a Die Leistungen der amerikanischen gioniften. Dem der Pittsburger Konvention vorgelegten Jahresbericht entnehmen wir folgende Ziffern über die Tätigkeit der amerikanischen Zionistischen Organisatioir während des verflossenen Jahres. 1..Keren Haje sso d. In diesem Jahre wurde zum dritten Male die Keren Hajessod-Kampagne erfolgreich durchgeführt mit Ergebnissen, die denen des vorigen Jahres eben-, bürtig sind, obgleich noch ein paar Drives in einer Reihe von wichtigen Städten aus lokalen Gründe:: bis zum Herbst, verschoben werden mußten. Seit Gründung des Keren Hajessod in den Bereinigten Staaten hat er nunmehr in bar 5,800.000 Dollar eingebracht. 2. National so nds. In den acht. Monaten, endend mit dem 31. Mai 1924, hat der Nationaljonds 120,144.18 Dollar eingenommen, gegenüber nur 91,847.99 Dollar in der gleichen Zeit 1922-23. 3. American Zion Commonwealth. Vom. November vorigen Jahres bis zur Berichtszeit wurden 450.000 Dollar für B o d e n k a u f in der H e r z l i a- Kolonie, dieser zweiten Kolonie der amerikanischen Zionisten, eingenommen. 4. H a da ss ah - Organisation. Im Laufe des Jahres hat die Hadassah, die ein Teil der amerikanischen Ziouistischen Organisation ist, für. Zwecke der Bereinigung 145.669.49 Dollar sowie für Zwecke der medizinische n Organisation in Palästina 38.471.99 Dollar gesammelt und hat des weiteren Zuschüsse im Betrage von 47.300.93 Dollar nach Palästina überwiesen. 6. Mitgliederzahl der Zionistischen Organisation. Gegenüber 37.328 zur Zeit der vorjährigen Konferenz zählt die Organisation jetzt 46.516, Mitglieder. Sie Handelsvertraprverhandlungeu mit bei Lschecho-Slowakei. Die Haudelsvertragsvenhandlungen mit der Tschecho- Slowa kei, die seit einiger Zeit in Prag staitfinden, nachdem sie vorher in Wien ausgenommen worden sind, haben, wie das „Prager Tagbbatt" meldet, in den meisten Fragen eine Einigung gezeitigt. Es sind aber nach einige strittige Fragen offen geblieben, in denen Besprechungen mit den Interessenten geipflogen und die zur, endgültiigen Regelung beiden Regierungen zur Entscheidung vorgelegt werden müssen. Die bisher fertigen Teile des Vertrages werden n'unmchr paraphiert, worauf anfangs, September die strittigen Fmgen in einer kurzen Tagung definitiv erledigt werden sollen. Sonntag refft die österreichische Abordnung aus Prag a>b. Der Leiter' Sektionschef S ch üller begibt sich nach Paris, um einige handelspolitlsche Besprechungen mit der svantzöfffchen Regie- ' rung zu pflegen. ___ Re Abgeordnete« erhöhen sich die DMen. Nach den Bestimmungen der Gesetzsverlage über die, Mitglieder des Nationalrates, die gestern nach i>em neuen Besoldungsgie-setz im Nationalrat angenommen wurde, erhält jedes Mitzstied des Bundesrates 3,1, des Oiationalrates 6,2 und des ONiuisteriums 12 A^llionen' Kronen monatlich. Für den Bundeskanzler sind 130 .Prozent der niedrigsten Stufe der ersten Rangskmsse angesetzt, was ungefähr einem Gehalt dorr 18 Millionen Kronen entspricht. __ Die HoMMarmnern. Im Nationalrat haben gestern die sozialdemokratischen Abgeordneten einen Antrag betreffend die Schaffung von Hochschulkammern eingebracht. Danach sei an jeder Hochschule ein Hochscbüleransschn.ß zu bilden, der 'jedoch nur von Hochschülern österreichischer Bundesbürgerschast gewählt'werden darf. Damit aszePtierLn nun auch die internationalen Sozialdemokraten das völkisch-antisemitische Prinzip der Bodenständigkeit. Sie haben es weit gebrackst... _ SchnlMsniffe für knseffignMr KMer. - Im Nationalrat interpellierte gestern der soüäldemo« kratische Abgeordnete S ck> n c i d rn a d l den Unterrifstts- M'nister wegen eines Erlasses -des nstderö'terreichischen Landesschulrates, in dem augerrdnet wird, daß konfessionslose Kinder inwlge Nichtbesuchas des Religionsunterrichtes keine Ncligiousnote erkialten können und ihnen daher auch keine S ch u l n a ch r i ch t, beziehungsweise kein Zeugnis ansrufrlgen ist. Die Eltern seien lediglich über. Fortgang und Verhalten dieser Schüst'r „zu verständigen". Weiter wird verfügt, daß über die Frage, ob solche Schüler in die nächst höhere .Basic zu versetzen sind, der Bezirksschn-lvat „i n st a n z e n mä ß i g";u entscheiden hat. Tatsächlich haben die »meisten Schulleitunaen in Ni"derösterreich mit Ende dieses Schuljahres den konfessionslosen Kindern die Schulnachrichten verweigert und den Eltern lediglich „Vevstän-digungen" übermittelt, ans denen zumeist nicht einmal evsichtlich ist, welche Klaffe die Schüler besucht haben. Kansessionslose Kinder, die heuer aus der Sck-.nle getreten sind, haben kein Abgangszeugnis, sondern ebenfalls nur ein« solche „Verständigung" ausgesolgt erhalten.

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