Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1947 (17.7.1924)
- Date
- 1924-07-17
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 10 Wien. Donnerstag Wiener Holzbörse. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitnng".) Gleich wie im Auslande mfit auch hier das Plabr,efchäft iknd allseitig macht sich Stagnation bemerkbar. An der gestrigen Holzbörse wurden verkauft von 4t a d e l h o l z - Schnittmaterial Geiüstpfosten 50 Millimeter von 10 Zentimeter aufwärts zu 650.000 K. ab Wien. Zum öffentlichen Verkaufe gelangte laut Art. 343 des H.-G.-B. 1 Waggon Nuß-Schnittmaterial Boules 53 Millimeter 70/80/160 Millimeter zu 1,400.000 K, pro Kubikmeter ab Wien. Ausgeboten wurden von Nadelholz- Schnitt material Kistenware 18 Millimeter, 9/17 Zentimrter, 4 bis 6 Meter zu 400.000 K. ab Salzburg, Latten gebündelt 3 bis 8 Meter 26/60 zu 440.000 K. ab mederösterreichischer Station, Lärche Pfosten unbesäumt 80 Millimeter 20 Zentimeter aufwärts zu 750.000 K. ab Wien, von L a u L h o l z- Schnittmaterial jugoslawische Linde 27 Millinieter von 15 Zentimeter aufwärts zu 1650.000 K., jugoslawische Weißbuche 54 aufwärts 10*/- Seitenmaterial 27/27 zu 1,800.000 K. Wiener Warenbörse. (Eigenbericht der „Wiener Movgenzeitung") Zum öffentlichen Verkaufe gelangten laut Art. 311 bes H.-G.-B. 3 Autos zu 162,COO 090 K., sowie 50 Hektoliter Wein zu 8000 K. pro Liter. Jer Weimmrkt. Die „Wein-Zeitung" vom 16. d. schreibt: Der 5 st erreich i s ch e W e i n m a r k t steht noch immer im Zeichen der Stagnation, doch finden bereits seitens großer Weinfirnren Spekulationskäufe statt. Die kommende Lese wird in quantitativer Hinsicht sehr unbefriedigend ausfallen. Zene Wernhändler, die infolge der Geldknappheit nicht in der Lage sind, größere Einkäufe auf den österreichischen Produktionsgebieten heute schon zn tätigen, siben der Zukunft mit Sorge entgegen. Einerseits, dürsten gleich zu Beginn der Kampagne die Preise für heimische Weine steigen, andererseits ist mit Sicherheit anzunehmen, daß die kommende Lese auch einem reduzierten Konsum nicht genügen wird. Der österreichische Weinhandel wird kaum in der Lage sein, Einkäufe in Ungarn zn tätigen, weil die dortigen Preise keine EinkaufSkonvenienz bieten. Die EinkaufStätigkeit Oesterreichs dürfte sich auf Italien konzentrieren. Eine vollkommene Lösung für den Ausfall österreichischer Weine bietet aber die Einfuhr italienischer Weine nicht, weil der hiesige Konsument an Säure enthaltende Weine gewöhnt ist und der unverscbnittene extraktreiche Italiener-Wein seinem Geschmack nickt sehr zusagt. In Wien find derzeit aufgebesserte Weine sehr gesucht. Die Preise bewegen sich von 8560 bis 8600 K. pro Liter. In den niederösterreichischen Produktion s g e b i e t e n sind die Ernteaussichten sehr ungünstig. Die Produzenten, sofrrne sie nicht dringend Kassa benötigen, find sehr zurückhaltend. Ju M i st e l b a ch und Umgebung notieren 7°/-«ge Weine 6000 K., 8*/,ige 7000 K. pro Liter.. Zn Krems undUmgebung notieren 7'/,- bis 8%,!qe Weine 6000 bis 6200 K., 8 bis 8'/°»/,ige 6500 K. 9- M 16»/,ige 7000 bis 8060 K. pro Liter. Auch in Ungarn wird die kommende Lese ein quantitativ minderes Ergebnis zeitigen. Die Weinpreise sind unverändert. Trotz beS Geldmangels übertrifft die Rückfrage daS Angebot der Produzenten. Die italienischen ProdnktionSgebiete rechnen mit einer Mittel ernte. Der Weinmarkt ist rußig, vollständige Stagnation herrscht in Süditalien, ebenso in Sizilien. Der gegenwärtige Stand der Weingärten in Frankreich berechtigt zu der Hoffnung auf eine gute Mittelernte. Die Preise sind schwach, der Handel verhält sich im Einkäufe reserviert. Auf dem Weinmarkte m Deuts chl a n d hindert der große Geldmangel jedes Geschäft. Aber nicht nur im freihändigen Geschäft, sondern auch mit den Versteigerungen ist es rudiger geworden. Der Stand der Weingärten ist allgemein günstig. Die Preise sind unverändert. Sie Warmmörve. (Eigenbericht der „Wiener Movgenzeitung") Rohseide. Auf dem Mailänder Rohseidenmarkte blieb die Tendenz fest. Die Kokonmärkte sind nun zu Ende. Bis zum letzten Tage wurd en vollste Preise .bezahlt. Man rechnet mit einer normalen Ernte, doch fehlen noch offizielle Ziffern. Trockene Kokons wurden reichlich von der Spekulation unterhandelt. Besonders bevorzugt waren feine Zwirngregen 9,11 und beste Exquis WebgrSgen, die sämtlich einen weiteren Aufschlag zu verzeichnen haben. Lyon interessierte sich auch stark' für feine Zwirngrögen sowie für Grägen auf Lieferung. Die Seidenfabriken beginnen sich auch nach und nach einzudecken. ES lagen viele Nachfragen auch auf spätere Lieferungen bis November, namentlich von der Schweiz, vor. Die meisten Spinner wollen aber auf so lange Lieferung hin sich nicht verpflichten. Canton ist sehr fest, ebenso Yokohama. New-Dork hat immer noch Interesse hauptsächlich für Iapanseiden und beste Chine filatures. Gummi. Auf dem Amsterdamer Markte hädcn V.t Pre''e bei sehr fester Stimmung angezogen, aber die Kauflust und der llvisotz blieben beschrankt: auf Lieferung lob Indien in den späteren Monaten dieses Jahres kamen einige Umsätze zustande. Es herrschte andauernd ziemlich viel Angebot von Loko und schwimmender Ware Crepe uno Sheets, wofür die Kauflust gering war und -die Preise bei der allgemeinen Steigerung etwas zuckickb lieben. Im Terminmarkt verhielten sich sowohl Käufer als Verkäufer gleichgültig. Es notieren r Hevea crepe 0.58 Franken, Sbeets 0.57'/, Franken loko und 6.61 pro Oktober-Dezember sowie 0.62'/, Franken pro Jänner-März. Zucker. . Auf dem hiesigen Platze blieb die Ten! r> -llr'ch wie in der Vorwoche auf unverändertem Stande. Es notirren: Kristall'3.90 tschech. K., Würfel 4.12V, tchech. K. in Ganzwaggons ab Grenze sowie 11.500 K., respektive 12.000 K. ab Lager Wien. Neue Ware notiert: Kristall 2.85 tschech. K. nnd Würfel 3.10 tschech. K. pro Oktober-Dezember in Ganzwaggons ab Grenze. Im Anslande konnte sich durchwegeine beffere Stimmung durchsetzen. In Deutschland eraöhten die Raffinerien und Weißzucke^fabriken ihre Preiss, so daß für Weißzucker zirka 19 Mark ohne Steuer gezahlt wurde. Infolge des Mehrverbrauches an Zucker für die Einmachzeit nnd durch die notwendige Auffüllung der außerordentlich zusammengeschrumpften Lager dürfte auch die Nachftage nach promptem Zucker in der nächsten Zeit weiter anhalten. Auf Grund der neuesten deutschen Ausfuhrfreigabe, wurden die Auslandsmärkte, vor allem England, vorübergehend etwas beeinflußt und die Preise gaben dort zirka 6 Schilling pro Clv?. nach, was jedoch in den letzten Taaen wieder eingeholt wurde. Ans New-Aork wird eine ständige Besserung der Lage gemeldet. Die Ausfuhren aus Kuba sind verhältnismäßig leicht.. Die Ankünfte in den a t l a n t i s ch e n H ä f e n sind .um 28.706 Tonnen kleiner als die Einschmelzungen und di« Nachftage nach Raffinaden. Kuba gibt nur vereinzelt ab, was den Grund für einen langsam steigenden Markt bildet. Die durch das _Wiener Modenzeitung._ .statistische, Nerchsamt verbreiteten Zistern über die driit.'chrn Bestände Ende Mai werden, mit 5,709.407 (.RöhzuckeNvrrt) gegen daS Vorjahr (5,856.085'! angegeben. Metall (Ausland). Die letzte Festigkeit des KnplermarktrS bat eine Kleinigkeit nachgelassen,. ohne daß jedoch wesentliche Rückgänge eingeireren wären. Auch war der Kupfermarkt ziemlich frei von stärkeren Schwankungen. Die Nachftage nach Messingschraubenspänen hat etwas nachgelassen. Z i n n ist leicht zurückaegangrn von 225 bis 222 Pfund 10 Schilling. Blei und Zink haben keine Veränderungen erfahren. Das ganze Geschäft ist durchgehend rußig und ohne jede Anregung, so daß ciuck in den Altmetallpreisen eine Aenberung nicht eingetreten ist. Tie Industrie ist mit ihren Käufen weiterhin zurückhaltend und es werden nur Posten in kleinen Mengen ausgenommen, wie sie unbedingt zur Aufrechterhnltung ber_ Betriebe benötigt werden. Aiuminiummater-alien haben mäßig angezogen. Die Preise haben etwas angezogen. Börse M landwirtschaftliche Produkte. Die Tendenz des Wiener Platzes ' sprach sich in den letzten Tagen sehr fest ans, da einerseits die AuSlan-dSmeldun-gen stimulierten. ander-crseitS das Weizen« ffert solocchl in alter wie in neuer Ware sich als kaum ausreichend, erivi es. Aus letzterem Grunde .und wohl auch infolge der berr5chenden schwieriasn Geldverhältnisse.konnte eine größere Ausd.-Huung des Geschäftes nicht du.rhgreffen, .die Preise haben sich von Tag zu Tag erhöht. #en'io wie Abschlüsse nur bei Bewill'.-ssiing der zum Teil erheblich erhsth-en Forderungen perf.ckbuiert werden konnten. Rogoen hatte ruhigen Vcrkebr bei vollft behaupteten Preisen. Die vercin-elten Nc-cstug-lerauschassunaen in Gerste vollrrgen sich gleichfalls zu höheren Preisen. In Hafer ist das Offert in rumänischer Ware knovver geworden, so daß auch in diesem Artikel V« steigende Bewegung der Preise -beobachtet werden konnte. Mais ha: sich heute etwas ruhilger gestaltet, ba aus Amerika billigere Breis-e g?meDet werden. Die freundliche Tendenz in Getreide hat sich naturgemäß auch aut den Mlllmarkt überwageu. Im Vordergründe des Interesses stehen dop-elgriffiae Marken, in denen die Vorräteetwas gelichtet scheinen. Noa-senmchle haben normalen - Matz, ebenso Futtermehle, für Kleieteigt sich neuerdings günstiger Bedarf, besonders für Herbstlief.'rimg. ES notieren pro Kilogramm ab Wien inklusive der Warenumsatzsteuer: Weizen inländischer 8300 bis 3466 K., ungarischer Theiß 3606 bis 3706 K., ungarischer 3400 bis 3500 K.. Normen inländischer 2775 bis 2825 K., ungarischer 2750 bi« °775 K, Mai8 2750 bis 2850 K.. Haler inländischer 2900 bis 2 5<! $b„ ungarischer 2850 b!8 2950 K., rumänischer 2700 bis 2800 K. Weizengrieß inländischer 6100 bis 6206 K., ungarischer 5900 bis 6000 K., Weizenn ebl Nuller inländisches 5960 bis 6066 K., unocirrtcheS dovpclgriffig 5500 bis 5860 K.. griffig 5206 bis 5600 K., Brotmehl inländisches I» 3960 bis 4100 K.. Futtermebl In 2800 bis 2900 1.1., Raggenmehl ln- 4'('0 l-iS 4500 K., Schwarzroggen 2700 bis 2500 K., Kleie 1775 bis 1825 K. Trümer BZrse. Berlin, 16. Juli. Obwohl keine Anzeichen für eine Bcsftru.ng der wirtschaftlichen Lage bemerkbar warm übertrug sich die gestrige freundliche Tendenz auch auf den heutigen Deg'-nn der Effektenbörse. Namentlich aus der Provinz lagen größere Kaufaufträge vor. Montanwerte wem hieraus dm meisten Nutzm. Auch auf den anderen Gebieten waren vorwiegurd Kursbesiernngen zu verzeichnen. Erst in der zweiten Börsrnstunde stellte sich eine leichte Ermattung infolge drückender Geschäftsstille ein. Die freundliche Auffassung der gegenwärtigen Lage konnte sich aber im allgemeinem behaupten, so daß Abschwachungen nur ganz vereinzelt waren. Bank- und Schisffahrtswktien erfuhren fast keine Veränd-rnnaen. In ausiärwischen Renten stockte so ziemlich das Geschäft. (Alles m Billionen von Mark.', Sch lnß kur jer Türkische Lose 20.1, Oestrrr. Staatsbalm 24.75, Nvrbd. Llovd 3.8, ' 2?er. Elbelchifsahrt 1.75, Berliner HandelSgelellschaft 20.25, Kominerz. Privatbank 3.5; Tarmstädter Bank 6 1, Deutsche Dank 7.1, DiSkouto- Komniandit 7.9. Dresdner Bank 4.25, Nationallrank für Deutschland —, Oeslerr. Kredit 0.3, Oesterr. Länderbank —. ReichSbank 32.5, Wiener Bankverein 0.225. Wr. Union- .bank 0.225; Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft 8.8, Bochumer Gußstahl 41.—, Daimler Motoren 1.6. Deutsch-Luxemburger 48.5, Deutsche Maschinen 4.—, Dvnamit S'obel 4,7; Felten u. Guilleaume 15.76, Gelsenkirchener Berg. 43.375, Th. Goldschmidt 8.—, Harpeuer Bergbau 46.—. Hirsch Kuvier 14.75. Höchster Farben 6.1, Hobenlohe-Werke 13.—, Lrural'ütte 3.875, ManneSmeunröhren 21.75, Phönix Bergbau 22.75, Schuckert u. Co. 27.1, Siemens n. Halske 36.625^ Telerbon Drrliuer 3.625, Goldanleihe4 2. Dollarschatzauweisungen 81.—. Prager Börse. Prag, 16. Juli. Unerwartete Deckungen, die sich diesmal in der Mitte der Woche einstellten, hatten sowohl in der Ku- - lisse als auch im Schranken eine leichta Erholung zur Folge. Das Geschäft aber hatte einen ruhigen Verlauf und die Kursgewinne gingen i.n.keinein F.rll über 1 Prozent hinaus. V-erkehrswerte lagen unregelmäßig. Heimische Banken bchaupt-rtan ihren Kursstand, von Wiener Banken tendierten Banwerrin und Merkur schwächer. Der Anlagemarkt hatte wieder unier Realisationen zu leiden. Staatspatpiere fanden nur bei mäß-g' reduzierten Kursen Aufnahme. Auf dem Exotenmarkt stellte sich nach dem letzten Rüüg-ang eine Beruhigung ein, doch kam es zu keinen Kurssteigerungen. Der Schluß war bchauptet. S ck l u ß I u r i e: Türk. Eiieilbahn-Antelk« 400 Frauken —, Böhm. Nrsionbank 392.—. Böhm. ESkomptebank 389.—, Böhm. Zndnstrialbank 416.—, ZivuostenSka Banka 399.—, Anglobank 90.—, Cefterr. Kredit 69.50, Wiener Unionban? 68.—, Wiener Bankverein 62.75, Bnscbtiehrader Eisenbahn Lit. A —. Lit. B —. Ferdinands-Nordbahn 5500.—, Prag-D uxer 161.—, Ansiig-Tevlitzer Eisenbahn —, Nestonritzer Znckerindnstrke 1390.—, Vereinigte Elektrizität Wien 104.75, Brosche 1680.—, Koliner SviritnS 998.—, KönigShofer Zement 926.—. Breitfeld-Tauek 472.—, . Ringboffer 676.—, Simrncringer 91.50, Rotl'kosteletz^ Textil 307.—. Alpine Montan 177—. ^oldihütte 295.—, Prager Etseu660.—. Oesterr. Berg n. Hutten 2195.—, Skoda 596.—, Jnwald 2-10.—. Budaprster Börse. Budapest, 16. ^sttli. Die heutige Börft perl hrtr im Zeichen völliger Geschästsstrlle. doch neigte die Grundstimmung eher zur Besserung. Es ergaben sich aber infolge jeglicher Anregnung keine nennenswerten Kursverschiebungeu. Im allgemeinen schlossen die Kurse 8 bis 3 Prozent über ihrem letzten Niveau. Der Schluß war behauvlet ohne Verkehr. Wochengeld notierte offiziell 0,36 bis 0,75 Prozent. (Alles in Tanienden von Kronen.) S ch l u ß k u r s e: Britisch-Ung. Bank 49.6, Ung. Kredit 572, Oesterr. Kredit 164, Saloo Kohlen 575, Rimamurauyer 189,Cüdbahn 63.—.Stamsbahn 535.—, Anglobank —.—. Gran- CzaSzvarer 855, Obenmss. Berg-Hütten 460.—, Dräsche- Ziegel 205, Ung. allg. Kohlen 3140, lirlkanh Kohlen 1640, Koburz 43, Cpobinm 156, Elotilde chent. Fabrik 65.—. llna. Eisendahnverkehr 200, Verein. Holz 22.—, Adria 1660.—. 17. Juli 1924 1947 «L3L Nachdruü vorLeda'ten. 17. s?ortletz»na. Doch der Zufall wollte es, daß das Mädchen ftlßst Marrs schwache Hoffnung zerstörte. „Mr. Stopford mußte ja wissen, daß ich heute beim Match war," sagte sie trotzig, wahre: Id sie an ei-nem Stückchen Toast knabberte. „Mr. Stopsord ist nämlich der Herr, der das Geld für den Hollywoodklub hevgibt," fügte sie, sich zu Dick wendend hinzu, -der tapfer lächelte, als sie ihm dt'.sen Dolchstich versetzte. „Ja, ich habe dovon gehört. Ben Warriner hat mir erzählt, wie freigebig er den Klub unterstützt," antwortete Marx mechanisch. . „Das. erinnert mich gerade, daß Sie mir noch nicht erzählt haben, wie es eigentlich kommt, Haß Sie für die Hollywood spielen," sagte Margerh. ,^Jch dachte, Sie wären noch an der Universität.^ Bon draußen drang das Geräusch eines vorfahrenden Automobils t\t den Raum. Mrs. Horrells Gesicht drückte Spannung aus und auf ihren dünnen Lippen lag ein Lächeln des Triumphs. Bevor Margery noch vollenden konnte, hörte man ein leises, diskretes Klopsen an der Tür. „Mr. Fairfax Stopsord!" meldete das Stubenmädchen. Ein riesengroßer, ziemlich fetter Mann trat ins Zimmer. Trotzdem er Peinlich gepflegt aussa-h und tadellos elegant angezogen war, machte er einen groben, gemeinen Eindruck. Nichavd Marr empfand, als er den Mann anblickte, ein lebhaftes Gefühl der Abneigung gegen ihn. Die kleinen Augen des Besuchers blickten mißtrauisch aus-den Fettpolstern seines Gesichtes auf Marr, während er mit ausgestreckter Hand die Damen begrüßte. „Ah!" sagte Stopsord, reichte seinen Automobilmantel dem warter.'den Stubenmädchen und ließ se irren schweren Körper in euren Armstuhl fallen, den ihm Mrs. Horrell zurechtgerückt hatte, „ich freue mich, daß ich zu>m Tee noch zurechtgekommen bin. Darf ich auch um eine Tasse bitten?" „Gewiß, antwortete die seit der Ankunft des Besuch-ers wie umgewandelte Witwe eifrig. Sie gab dem Mädchen die notwendigen Anweisungen und wandte sich dann an Stopsord. „Vlargery bedauert es so unendlich, daß sie Sie vorhin nicht angetrofsen hat, Mr. Stojrford," sagte sie, ohne Marr dem anderen vorzustellen. „Wahrscheinlich hat das Match heute etwas länger gedauert als sonst. Wer sie hat' sich so gefreut, daß Sie noch einmal wiederkommen würden, nicht wahr, mein Liebling?" „Natürlich, Tantchen! Ich wollte nämlich — was du scheinbar ganz vergessen hast — Mr. Marr dem Mr. Stopsord vorstellen. Das ist" — Richard erhob sich widerstrebend, denn ihm graute davor, die fette Hand des anderen zu schütteln — „der beste Freund meines Bruders Stanley. Sie waren zusammen in Oxford." Stopsord streckte Dick, wie dieser befürchtet hatte, die große, fette Hand entgegen. „Und was bringt Sie in diese Gegend, Mr. — eh —?" ■ „Marr ist mein Name," sagte Dick kurz. „Nun, Mr. Marr," wiederholte Stopsord, „was bringt Sie in diese Gegend?" „Oh, ich habe ganz vergessen, Ihnen zu erzählen!" rief' Margery, deren Augen vor froher Erregung blitzten.- „Denken Sie sich bloß diesen entzückenden Zufall! Mr. Marr ist hierhergekommen, um für Hollywood Fußball zu spielen! Heute hat ex das erstemal gespielt und war einfach wunderbar! Ihm danken wir es, daß wir die Wanderer geschlagen haben." „Ein lieber mensch also?" Stopsords Ton klang absichtlich höhnisch. ,Menn Sie so eine Fußbattgröße sind, warum spielen Sie dann nicht für die Corinthians oder einen ähnlichen Klub? ^Fch dachte, das waren die Teams für wohlhabende Aniateure!" Der Mann war offensichtlich durch die Anwesenheit des jungen Fußballers in diesem Hanse erbittert und in einer gefährlichen Stimmung; auch fühlte er sich -seiner Pcsrtion hier stcher genug, um rücksichtslos unhöflich sein zu Wunen. Doch Marr blickte unbeirrt in die kalten, höhmschen Augen des Maim.es, von dem er nun wußte, daß er sein erbittertster Feind war. Dann warf er seine Bombe. „Ich bin zufällig nicht reich", sagte er fest, ohne Zögern. „Ich ikanm es mir nicht mehr leisten, als Amaleur zu spielen; ich spiele jetzt, -um meinen Lebensunterhalt damit zu verdienen! Das, Mr. Stopsord, da Sie es nun einmal für notwendig gehalten haben, sich um weine Privatangel-Len'heitem zu ikirw-inern, ist der. Grund meiner Anwesenheit in Hollywood!" „Was, Sie sind wiMich Professional?" rief Margery KirWy überrascht und begeistert aus. „Ich bin noch nicht definitiv bei Hollywood geworden, aber — ich bin Professional. Mr. Hollister, der Manager, hat wich agf euren Probemonat engagiert; ho-ffentlich itzberlebe ich die Zeit." ,,£% wie prächtig!" rief das junge Mädchem „Der Mittelstürmer war seit zwei Saisonen der schwache Punkt der Mannschaft, aber jetzt werden Sie wohl jede Woche spielen und 'kirnt geht's aufwärts. Me kant es aber, 'daß. . Margery Kivkbh Errötete plötzlich vor Verwirrung und ließ den Satz unvollendet. (Fortsetzung folgt.) wrsr.n-.v’ri