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Wiener Morgenzeitung · 1924-07-17 · Heft 1947 (17.7.1924) · p. Seite 11

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1947 (17.7.1924)
Date
1924-07-17
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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i th. um.Mm, DMisW« Ammwollmartt. ^ew-Bork» 16. Juli. BamülvtMfuhrm in den' atlant. rmd GÄfhLfen, 8000,.. im, Innern 800.0. Ausfuhr nach, Großbtttaimieu 8000, »ach dem Kontinent 3000. ' - Lokalnmrkt mlöälwxr ,31.0k (letzt. Kurs 81.80). Tendenz Stett-..Genuiner.Juli 80.04. August. 26.46, September 38.36, Oktober 25.07, November —, Dezember 24.26, Jänner 24.11, Februar , März 24.30, April 24.86, Mai 24,42/ Zrvri die WlsenMe. Aff^ilch» '16. Juli. (Devisenkurse von .11.60 Uhr. .. Bon. der Schweizeckschen Kreditanstalt mitgeteilte Mittelkurse.) Berlin pro Milliarde Holland 207.25 (206.-), Nest-Uork 664 — (64460), London 28.96 (23.86), Paris 28.27 (28.30), Mailand 23.62 (28.54), Brüste! 26.- (24.95), Kopenhagen 88.25 (87.50), ' Stockholm 144.50 (144.50), Christianta 73.76 (73.-), Madrid 72.75 (72.62»/,), Buenos Aires 178.- Prag 16.25 (16.077,), Budapest 0.0V70 (0.0066), Bukarest 2.50 (3.40), Belgrad 6:45 (6.42'/,), Sofia 4.- (4.—), Warschau -.-), Wien 0.007750 (0.007675). Berlin, 16. Juli. (Devisenkurse.) (An Goldmark für IVO Einh'eiten mit Ausnahme von Buenos,Aew-Uork, London,Japan «Nb Rio für 1 Einheit, Wien und Budapest für 100.000 Einheiten.) Amsterdam 158.60 (158.40), Belgien 19 - (19.15), Christians 56,21 (56.21), Kopenhagen 67.58 (67.38), Stockholm 111.87 (111.42), Italien 18.- (18.06), London 18.275 (16.326),. Netv-York 4.19 (4.19), Paris 21.60 (21.75), Schweiz 76.41 (76.41), Spanien 55.61 (55.81), Wien 5.92 (6.92), Prag 12.38 (12.40), Budapest 6.04 (5.04), Sofia 8.01 (3.06), Belgrad 4.96 (4.94). ., Lvrlin, 16. Juli. (Ikotenkurse.) (In Goldmark für 100 Einheiten' mit Ausnahme von Dollar und Pfund für 1 Einheit, österreichische für 100.000 Einheiten und polnische für 100 Zlotv.) - Noten: Dollar 4.19 (4.19). Pfund 18.23 (18.29), Italienische 17.95 (18.05). Oesterreichische 5.98 (5.98), Polnische 77.26 (77.25), Tschechoslowakische 12.68 (ILM. Prog, 16.' Juli. (Devisenkurse. — Mitgeteilt vom Bankümte -des tschecho-slowakischen Finanzministeriums.) — Berlin*): 8.05. (8.02'/.),- Zürich 616.60 (618.60), Paris 176.50 (177.-), London 148.42»/, (148.42»/,), New-York 38^6 , (88.95),,. Belgrad . 40.25 (36^95), Bukarest 15.10 (15^.-—), Men 4.71*/, (4.71»/,),' Warschaus 655.- (655.-), Agram —— Budapest 3.92V, (3.90), Jugoslawische 40.60 (4st.12Vr), Oesterreichische gestempelte Krone 4.73'/, (4.73»/,), Polnische-f) 649(6öi.-), Ungarische 8.90 (8.82»/,). *) per Billio», si) Kr 100 polnische Gulden. B«'-apest, 16. .Stift; (Kurse der Devisenzentrale.) — Amsterdam 30.710 bis 31.210, Bukarest 370.— bis 390.—, Kopenhagen 18.070 bis 13.280,Christiania 10.930 bis 11.110, London 366.000 StS 866.600, Berlin bis —Italien 8600- bis 3570.-, Paris 4190.— MS 4290.-. Prag 2400,- bis 2460.-, Stockholm 21-660 bis 21.91», ZürichlL.820 bis 15.050, Wien 1,1485 bis 1,1675, Sofia 680.— bis 696.—,, Agram 955.— bis - 975.—, New-Aork 81200 6t8.82.500, Warschau —bis —Brüssel 3700.- btt.8770.-. Belgrad» 16. Juki. (Devisenkurse.) London 370.12 fite>-.TS Paris 439.- bis New-York 84.32 bis , Genf 1535.- btt'—.—, Saloniki bis-.-, Mailand 368.40 bis Prag. 249.87»/, bis Berlin -.— bis 'Wien 0.1191,. bis —Bukarest 38— bis Sofia Budapest 0.106 M —Brüste! —- bis —, Amstecham 3206.— bis —.—. Warschau — bis — «VMM, 18.; JE (Devisen.) Wie» Ö.11903 bis BerÜ« —bis —, Budapest 0.103, Bukarest- — big—Italien 864.— bis —London 370.15 bis New-Bork 84.6» bis —, Paris 487.60 bis —, 'Prag 260.25 biS Sofia bis Schweiz 1539.- bis Brüssel -.- bis -.-. Warschau -.- bis Amsterdam 8210,— bis , Stockholm —his —.—. Warfcha«, 16. Juli. (Devisen.) Berlin —bis —London 22.62 bis 22.74. New-York 6.16 bis 5.21, Prag 15.28 bis 15.43, Wien 7.28 bis 7.84. 89! ettfc* DkorgenMktÜrs. Tr. IJM IMS E««e ft Die Kn überlegener Sieg l« Irohobtzrz. (Drahtbtticht der „Wiener Msrgenzeitnng".) . Die Hakoah spielte am Dienstag in Drohobycz gegenden Jüdischen Turnverein.- We Wiener begeistertendie 9500Mpfige Zuschaurrmerv.qe durch ihre glänzenden Leistungen. Zn Halbzeit befanden sie sich' bereits mit 3 :0 Toren in der Führung. Als -der Schlußpfiff ertönte, hatte die Hakoah einen 11:8-iSivg errungen. In die Törehren. teilten sich Eisenhoffer (6),' Häusler (2), Grmtwald (2) und Fried. Die beiden Spiele in KemVertz. Von «Tektionslerter Artur Boar. Am Samstag trugen wir das erste Spiel gegen Hasnwnea aus und siegten vor 4000 Zuschauern 3:1 (3:1). Folgende Marmschasien traten einander entgegen:, Hakoah: - Fabian; Scheuer, Voglsänger; Pollak, GrnmeD. Fried; Heß, Eiseuhoffer, Grünwaw, Schwarz, Häusler. HaS mo nea: Weißmann; Birnbach 1, Redler; Schnewer, Gottesdiener, Schreier; Birnbach 2. Hoch, Steuer-. ' m-ann, Werter. Migiel. Das was in diesem Tveffen geboten wurde, war kein Provagandaspiel für den Sport im allgemeinew, am allerwenigsten aber für den jüdischen Sport. Es wurde derb, zeitweise sogar brutal gespielt. Die Hasmo-nea-Mcmnschast hatte den falschen Ehrgeiz, untev jeder Bedingung gut abMch-neiden. Ziffernmäßig gelang es ihr auch, aber in jeder anderen Hinsicht erlitt sie eine schwere Rieh-erlage. Schade, es hätte anders kommen können! Die Hakoah-Dlannschaft befand sich diesmal in guter Verfassung. Sie erzielte nach schönem Spiel mühsloS drei Treffer, dann setzte die derbe Gangart ein, womit der sportliche Teil .erledigt, war. Däbei können die Hüsmonea- L-Lute etwas. Sie haben, seitdem sie in Kerrs Händen sind, ' sehr viel gelernt. Kerr hat in der kurzen Zeit-, in der er in Lemberg tätig ist, ganz Bedeutendes geleistet. Nun wird es seine Aufgabe sein, mit der-Erziehungsarbeit zu begm-nen. Es. mag sein, daß die von seiner Mannschaft eingeschlagene Gangart bei lokalen Spielen landesüblich und zweckmäßig ist. aber gegen Hakoäh war sie nicht-am Platz. Daß einige Hakoahner mit gleicher Münze zurückzahlten, ist verständlich, wenn auch b<edauexlich. ' Das Treffen begann rnit halbstündiger Verspälung.. Vorerst wurde dem HasM-onea-SPieler Schreier - anläßlich feines zehnjährige« Spieleffubiläums' von der Vereinsleit-nng der Hasmoma eine Medaille überreicht. Grünfeld gratulierte dem Jubilar -im Namen der Hako-ah. Dre Gäste batten das Los gewonnen.. Sie spielten demgemäß mit der Sonne und dem Wind im Rücken. Die Einheimischen würden'gleich zurückgedrängt. Zuerst hatte der gegnerische Tormann einen Freistoß Frieds abzuwehren'. Im der sechsten. Minute erzielte Eistnhoffer nach schönem Zusammenspiel mit Schwarz den Führung bringenden Treffer. Ein Prachtvoller-KornbinationsM-g Eisen-; hosfeEriüWwald-Schbvark brachte durch den letzteren das zweite Tor (19. Minute). Dann gab es mehrere Fehlschüsse des Innentrios. In der 30. Mi-Mte, brachte Eisenhoffer den Stand aus Z : 0. Da HaSmonva „off ffde" reklamierte (übrigens ganz-'unbegründet!), wurde das Spiel auf einige Zeit unterbrochen. In der Folge'unterliefen dem Schiedsrichter zahlreiche Fchlentischeidungen, Lurch die vor allem die H-akoah benachteiligt wurde. Ein Hands Boglfängers wurde mit einem Frei' stoß von der Strafraumgrenze bestraft, den Steuermann. mtt scharfem, aber haltbarem Schuß verwandelte (3 :1). Nach Seitenwechsel artete das Spiel immer mchr ans. Der Schiedsrichter hatte jede Autorität verloren. Wiederholte grobe Fouls, die gegen Grünwald im Strafraum begangen wurden, blieben ungeahndet. Von nicht zu übertretender Derb- ’fjeit war Redler,, aber, auch Steuermann stand ihm nicht viel nach. Pollak, Grünfeld und Grünwald zahlten des öfteren mit gleicher Münze zurück. Der Schlußpfiff^ war eine Erlösung. Auf Seite der Hakoah boten Pollak, Eisenhoffer und Grünwaid die besten Einzelleistungen. Das Innentvio, für welches EHsenhoffer eine ganz . bedeutende Verstärkung ist/ zeigte einige sehr schöne Züge. Grünfeld stand als Miltellaufer das Spiel gut durch. In der VerteMgung war-Voglfänger vor der Pause, nachher Scheuer der Bessere. Bei Hakmonea spielte die ganze Mannschaft mit grenzenloser Auf« opsemng, mit einer Erbitterung, die eiwer besseren Sache würdig gewesen wäre. Die besten Spieler waren Steuernrann Birnbach 2, Gottesdiener und Schneider. Das zweite Spiel gegen Hasmonea. Das Retourspiel fand am. Sonirtag elbenfasts auf dem Hasmoma-Platz,' und zwar vor 4000 Zuschauern, statt. Diesmal siegte die Hakoah 6:1 (3:0). Nachstehend die Mann-, sch aftsaufftellun gen: Hakoah: Fabian; Scheuer. Trümer; Pollak./ Grünfel'd, Wortmann 1; Weiß, Eisenhoffer, Häusler, Schwarz, Fried. Ha s mo nea stellte die gleiche Mannschaft wie am Vortag. War das erste ZusaMmentreffen der beiden jüdischen Vereine alles -eher als schön gewesen, so , mußte, das zweite jeden ^Sportfreund befriedigen. Hasmonea spielte f a i r ünd gab eine würdige Staffage für ein durch die Hakoah vorgeführt-es Exhibitionsspiel ab. Die Hakoah-Clf hatte einen güten Dag. Vornehmlich der Angriff war in glänzender Verfassung. Dir Hauptarbeite erledigte das Innentrio, das sich glänzend verstand, aber auch.die FlügelMrmer operierten erfolgreich. In' der Deckung' fiel 'Wortmann 1 durch -gediegenes Spiel auf. Die Verteidigungbot eine ungleichmäßige Leistung, konnte aber befriedigem Fabian zeigte zwei schöne Paraden, ansonsten . bekam er wenig zu tun. . e ... Hasmonea zeigte die gleichen Vorzüige wie am Vorrag, wie gn.t.e Kondition und Aufopferung, ohne in den Fchler der- Infa-irweß zu verfallen. Sehr gut war wieder Steuermann, der einige Bombenschüsse vom Stapel ließ. Außer--ihm zeichneten.' sich Redler, Birnbach und Guttesdiener besonders aus. Schwach war der Tormann Weißmann, der nach der Pause durch Goldersetzt -wurde. " Hakoah beginnt das Spiel gegen Mnd und Sonne. Trotzdem verlegt sie Len KainpWäh bald ist'dle dMerffche Hälfte.' In der -17. Minute übernimmt -Schlwauz einen Zentevball von lrnts volley und. sendet .ein. Zwei Treffer erzewat/Eisenhoffer, der einen Paß Frieds unhaltbar eiwsenvet (20 Mrnutie). Hakoah'- spielt prächtig. Einmal „tankt" Häusler durch und ta, an den: aus dem Tore gelaufenen Weißmawst vorbei, em (35. Minute). Nach der Pause bringt schon in der sechsten Minute-Eisenhoffer den Stand auf 4 :0. Diesem Treffer war Copyright; Nachdruck.verboten. Jüdisch«: Verlag, Berlin. 44. Fortsetzung. , SawdÄoh und Zapfenstreich. Von Sawmy Gronemann. Ich woihinL in, Wa-riaimpöli und chamideil mit Stoffen. Nun mußte ich in. Kowno neue Ware kaufen und habe nie einen Reiseschein bekommen. Jetzt: habe ich. mich Fum L-chverßurs Kemebdet, bin so i nach Kowwo gekommen, .eingeLaüft habe ich und. morgens fahre. ich zurück." Da eS sich, i^rmrSstellte, daß so ziemlich sämtliche Teilnehmer des jKuffus alls ähnlichen. Motiven sich gemeldet hatten, fand der Kmsüs' ein' vorzeitiges schnelles Ende und das.. Experiment wurde' nicht mehr toiebevholt. . So ist es gekommen, daß bis §uan heutigen Tage die Küdischen Kinder Litauens ohne systematischen: Reffgionsunterricht geblieben sind und die-Geschichte von Abraham jund'-den Engeln iminew noch nicht nach der verfeinerten MethAe'des Westens dort vovgetvagen wird. ' ' od ellsa'gd. ' S-truck kam nüt den Lentnairtsachselstüchen von der Front Mtrück und wurde zum Nöferenten für- Wische Ungelegenheiten snr Petz.!vk Oberost bestellt. Das war ein tzryM--Fortschritt- und, wie sich bald.."'- herausstellte, ein wcchiveS Glück für die Wdische BevAkeru-ng wie für dit .deutsche Verwaltung. Mn war doch wenigstens' ein Mann -da, -der die Bevölkerung, ihre Bedürfnisse und auch die -Grauzen ihrer LeisLungsfähiAkLlt .kannte uud dessen Wort bei der Behörde wie bei den Juden sstZ Gewicht siel. Wr mich lvar Strucks- Rückkehr natürlich eine besondere Freude. Es lmtrde nun auch der seinerzeit noch iin Kowno begonrwne Zeichenunterricht ausgenomnren iund ichkompromWere. ihn hiermit öffentlich, indem ich, alsseinen Schiffer, in. ..der'- Zeicheu5unst .bekenne. Meist' künstlwischer-''-BMtiMugOrvngi-.!LNÄud.sich chaillpt« Wirklich nur sein Bild ans das Papier kam. Und noch,'bvi>A nm MiXW sachlich aber nach einer anderen Richtung. Ich würde sein Treiber aus der Modelljagd. Wenn er auf der Straße etwa eilte« interessanten Kopf sah, den er gerne in seiner Skr-Kzenma4>pe gehabt hätte, mußte ich mich an die betreffende Person hera-npirscherr und versuchen, sie in mein. Zvnlmer oder sein Atelier «zu locken. — Die Verhandlungen waren nicht iminer ganz einfach und Struck in seiner LeutnantKunif-orm — sie sah ziemlich- -phantastisch, aus - — konnte sich.dem Risiko solcher DevhaMm.ngen aus offener^ Straße nicht gut a-uZsetzest-.' Ich'ging dann mit meiyem Opfer iplalu.dernd voraus -stnh er,-folgte in sechs Schritttzn Abstand. Da fing ich zum Beispel etwa den Mann mit der Sammelbüchse ein. Der grüg emsig mit seiner.sehr respektabel ausscheride-n Büchse von Lokal , zu Lokal und sammelte. Eines Tages fiel es mir ein, i>hn zu fragen, für welche Zwecke er eigentlich sammle. Er war gai^ erstaunt! Für -welchen Zweck? Nun natürlich doch für sich und seinei Kinder! Mso dieser Mann schien ein. geeigneite's Modelt^ — man findet ihn in Strucks schönem Album „Das oft- - jüdische Antlitz", -;p. dem Arnold Zweig den. ausgezeichne-ten Text gesüstet hat — und ich'bugsierte ihn nach meiner Wohnung. Anterwegs wollte er «in-paar.,Mal ausreißen.- Di-e Sache kam ihm nicht geheuer vor — erst meine merkwürdige Frage — und danm der Offizier, der uns dicht auf. /den Fersen folgte! Aber schließlich- 'hatte ich iihn in meinem Zimmer und er .harrte nun ängstlich .' der.^^ Exe-- kution, die Mn mit ihm 'vornehmen wollte. Die Vorbereitungen waren nicht ermutigend: Er sollte sich an den Ofen stellen, die Büchse .in >der Hand, und -sich nicht Mhrem /Der Offizier aber fetzte sich ihm gegenüber hin, nahm Block mvd Stift gur Hand und sah ihn stumm und durchbohrend an. Das hielt er nicht lange aus und begann zu parlaMen-.. tveren. iFH suchte ihm..die Sache begveislich zu machen und winkte mit -dem Lohne. Sein Mißtrauen ließ sich nicht beseitigen!! Ausgerechnet von ihm wolste ,-der Daitsch" ein Btlh haben und noch dafür Geld Fahlen. -MmWich sah 'er' ja, daß aus der Sache ernst wurde, aber immer wieder suchte er riäher zn,'kommen,, um sich zu überseugen, ob Weggehen, das reichliche Entgelt in der Büchse, fragte er mich ängstlich und mißtrauisch, ob-auch ganz bestimmt ', ihm nichts Schlimmes daraus erwachsen werde. Bei soW verrücktem Daitsch -soll man wissen! - ' . Gin weit verständigeres Modell wat rmein kleiner Freund, der Straßenjunge, den ich schon erwähnte. Stzvuck hat ihn wundervoll gefaßt, wie er auf dem Boden meines Zimmers hockte und seine Ansichten über die verschiedenen Feldrabbjner, die nacheinander 'in BiaWok' gsweilt' hatien,' zum - festen gab. 'Erstaunt täuschten" wir unsere' MÄej.7 . wenn der Bengel absolut -treffficher das Bild dieser Herren ize'ichnete,'wie er nach seinen, doch nur ganz gelegentlichen Beobachtungen auf der Straße es ansg-efäßt hatte. Vielleicht macht es' Dr. Winter in Lübeck und Dr..' Artur ' Lewy in Berlin Spaß, zu hören, 'daß sie voll und ganz Made in 'den Augen des kleinen KriMrs gefunden hatten, während er andere Herren mit weniger Liebe abkonterfeite. Galt es aber, sinweibliches Wesen mit denr Stift ' sestM-halten/ lvar «meine-'Ausgabe eine andere. Dann -hatte--, ich der betreffenden Dame während der gairzen Sitzung, die gewöhnlich ffn Stvuckschen Atelier stattfand, ununterbrochen auf Tod und Leben -den Hof zu machen. Obwohl ■ es sich nun für gswohnlich uw sehr liebreizende und an- .. genehnw Objekts handelte man -betrachte nur etltzain i dem genannten, Werl das Mädchen mit .dem - klastischen - Profil die' Äache also nicht ungsfähtlich erschien, folgte ich. ,mit echt preußischem Wichteifer dem dienstlichenDesthl des Herrn Leutnants und erschöpfte mich tu Uebenswürdig-? keit und 'Galautevi-e. Darauf dürfte es zurückzusühren 'se'in, daß 'die Fvarren in Strucks Sammelwevken einen solch" ttb^ - weisenden sind. mißvergnügten GÄstchtsausdruck zvigen. ' Eistige allerdings sehen sehr angeregt, heiter und bes^edigt. i aus; die'hat Struck aber , ohne meine Assisteny geKWnetz 'i und -ich lehne f-itt solche Fälle jede küusÄerisch« -oder ürfimib eine sonstige MffvsraNtivortung ausdrücklich ab. J ■ - -. - - (Fortsetzung folgt.) -

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