Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1947 (17.7.1924)
- Date
- 1924-07-17
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1947 ... Wien, DonnerStsg . - Wlerrev MonaemekküttA. 17. JE vm Vem V Berbreche« und BolMrtfchast. feie amerikanische amtliche Statistik über die GeldschNden durch Verbrechen. In New-York wurde vor kurzem, wie der ,-Pester Lloyd" lberichte-t, eine eigenartiige amtliche Statiiftik veröffentlicht, deren Daten Wer die wechselseitigen Beziehungen des Verbrechertums zur Volkswirtschaft Amerikas höchst interessante AuMMsse geben/ Der hervorragende Stattstrker Mr. Edward H. Smith hat errechnet, daß der alljährlich in den Vereinigten Staaten durch Verbrechen aller Art direkt oder indirekt verursachte GxMchaden eine Höhe von etwa zehn Milliarden Dollar erreicht. Diese riesige Summe entspricht dem dreifachen Betrage des amerikanischen Nationalbudgets für das Jahr 1923-24 und dem Siebentel des Gesamteinkommens der BevöMrung der Vereinigten Staaten. Zur Deranschaulichung der allein durch Diebstahl, Defraudation, Raub ufw. aWerichteten enormen Schäden in Amerika mögen folgende Einzelheiten aus der eingangs zitierten Statistik herdorgeholben werden. Waren und Wertsachen im Werte von 800 bis 600 Millionen Dollar, also etwa ein Zwanzigstel der alljährlich durch Verbrechen entstehenden Verlustfumme von 10 Milliarden Dollar, werden durch die mannigfachsten Typen lichtscheuen Gesindels und repräsen'tabelsten Hochstapler entwendet und «in er zweiten „Armee" von prvfessivnsmäßigen Hchlern und Wstdenverkanfern zum Weitervertrich an das kaufende Publikum übermittelt. In "gewissen.Branchen, Wie beispielsweise. im BeklMungs- und Lebensmi-ttetgewerbe, ist der Vertrieb gestohlener Waren ein wahrer Krebsschaden des reellen Harchels geworden. In Philadelphia konnte ein angesehener SerdenstrNmpssabri'lant jahrelang nicht begreifen, wiest er in seinen eigenen Fabrikaten im Preise unterboten wurde. Es stellte sich schließlich heraus, daß ein ganzer Trupp von Kreditschwindlern Waren aus seiner Fabrik ausschließlich zu dem Zwecke bezog, um sie zu bedeutend bMgeren Preisen abtzusetzen. Es besttzhi ein regulärer Handel in gestohlenen Waren durch besondere Firmen", die etwa 35 Prozent, des Engrospreises der betreffenden Güter den Dieben und Defraudanten bezahlen, die Waren zu Spottpreisen auf den Markt bringen und dennoch einen riesigen Profit machen. Noch größer als der Schaden durch Raub von Waren und Wertsachen sind die durch die gesetzwidrige Tätigkeit von Börfenkormniffionären, Maklern und sonstigen dunklen Finantzmännern entstehenden Verluste, die sich auf -eine Milliarde Dollar belaufen. Die durch Einbrüche verursachte Scha-denziffer beträgt 926 Millionen, die. Defraudationen von Angestellten und sonstigen Personen erreichen die Höhe von 125 Millionen Dollar. Auf das Konto der frcmdulvsen Dankerotte sind 400, auf das der Fälschungen 100 Millioneü.Htsetzen. An,göfälsch td n Sch eck s werden jährlich 100 Millionen an den Mann gebracht, während uneinbringliche Schulden „en gros und en detail" sich auf 150 Millionen belaufen. Bestechungen, politische Betrügereien und fonstrge Benachteiligungen der Behörden betragen 300 Millionen Dollar, eine.Ziffer, die von Sachverständigen noch als viel zu niedrig'bezeichnet wird, da sehr viele derartige Manipulationen urraufgedeckt bleiben. Indessen muß berücksichtigt, werden, daß alle diese Ziffern nur den „Rohschaben" crusmachen. Die Institutionen, die Staat .und .Gesellschaft zur Verhütung, Verfolgung und' Bestrafung s llcher und ähnlckter Verbrechen unterhalten muffen, erreichen eine ungeahnte Höhe. Allein die polizeilichen Organisationen in Amerika sind mit einem Kostenaustvande von mindestens einer Milliarde Dollar zu . veranschlagen. Rechnet man hiezu noch die Kosten der Gerichtshöfe, der Gefängnisse, Zuchthäuser und Besserungsanstalten, der Verpflegung und Bekleidung ihrer Insassen, so wird es jedermann einleuchteir, daß die Summe von zehn Milliarden Dollar pro Jahr keine Unwahrscheinlichkeit ist selbst wenn sie nicht statistisch beweisbar wäre. Angesichts dieser vielsagenden Ziffern. erhebt sich die Forderung nach einer zweckmäßigen Sozialpolitik des Staates zur Verhinderung der Uebtthandnalhme des Verbrechertums mit gebietevischer Notwendigkeit. Da handelt es sich vor allem um das noch im'ntet viel zu locniig beachtete Ehesch ließü ngsproblent.^ Wenn der Staat dir Ehe moralisch und physisch minderwertiger Miettschen durch stretrge Gesetze Verhindern könnte, würde die Zahl der Diebe, Raubmörder und anderer Verbrecher in beträchtlicher Weise abnehmen. Andererseits könnte durch eine bedeutende Verschärfung der Strafen für einfache Vergehet:, Dokumentenfälschung, Unterschlagung, Hehlerei nsw. der Versuchung zu diesen Gesetzwidrigkeiten ein viel wirksamerer Riegel vorgeschoben werden, als dies bei den derzeitigen Strafgesetzen in den verschiedenen Ländern der Fall ist. Haarmann als Polizeispitzel. (Eigendien-st der „Wiener Morgenzeitung") , Berlin, 16. Juli. Im preußischen L a n d t a g haben ckle Kommunisten, zum Fall Haarmann eine sogenannte große Anfrage eingebracht, in der es .heißt: 1. Wie erklärt das Staatsministerinm die Tatsache, daß der Massenmörder Haarmann seine Tätigkeit als politischer Spitzel und fein verbrecherisches Privatleben ohne Kontrolle führen konnte? . , 2. Welche Nachrichten hat der Massenmörder Haarmanu als Spitzel gegen die kommunistische Partei der Polizei geliefert? 3. Ist es richtig, daß der Spitzel und Massenmörder Haarniann mit. einer Anzahl Komplicen nicht nur in seiner Wohnung, sondern auf verschiedenen Plätzen der Stadt verbrechttisch tätig war? 4. Wie ist es möglich, daß der Massenmörder Haarmann jahrelang ein öffentliches D c t ck 1 i v i uft i t u t bc* EißiCiL-WAGES KP Ob BHl il&iraaHa l Million im Gebrauch Sie ist Erlösung und Wohltat für Beftäuser und Konsumenten. Sie beschleunigt, kontroUkert, spart und koktet nach 8 Wochen Gebranch nicht» I Jedem Mieter Geschäftsmann wird ans »Tag« unverbindlich und gratis über Verlange» eine Wage zur Probe znr Berfiignng gestellt BERKEL-Vertrieb, Wien, 1. Biberstr. 9 treiben und mit Kleidungsstücken der Ermordeten und mit Menschenfleifch handeln konnte? 5. Haben die Beziehungen Haarmanns zur Polizei und die-Tatsache, daß er Polizeibeamte freigehalten und traktiert hat, zur Verdunkelung der Verbrechen beigetragen, 6. Ist es richtig, daß der Selbstmord einesH il fsbeamten der Staatsanwaltschaft mit der Entlarvung des verbrecherischen Treibens Haarmanns im Zusammenhang steht? 7. Ist es richtig, daß die Verhaftung des Spitzels und Massenmörders Haarmann trotz mehrfacher Strafanzeigen erst gezwungen durch die drohende Selbsthilfe der Vevölkernng Hannovers erfolgte? 8. Weshalb trifft die Staatsregierung nicht sofort Maßnahmen, um die Justizbeamten, die mit Haarmann zusammen» gearbeitet haben oder sich von ihm haben traktieren lassen sowie deren unmittelbare Vorgesetzten Beamten, den Polizeipräsidenten, den Regierungspräsidenten, den. Oberpräsidenten ihres Amtes zu entheben? 9. Glaubt die Staatsregierung, daß die von ihr e.ngcleitete Untersuchung intter Belastung der verschieden.nt Beamten im Dienste irgend ein Ergebnis haben wird? . Ein Mitschuldigem: Haarmanns. ' Wie aus Hannover gemeldet wird, hat der Massenmörder Haarmann bei seinen letzten Aussagen seinen Mitschuldigen Grat s so schwer bciostet, daß dessen Mittäterschaft an den Verbrechen nicht mehr in Frage steht. Gratts hat gewußt, daß Haarmomr die jungen Leute in seiner Wohmtug umbrachte. Dessen uitge achtet hat er dein Massenmörder immer neue Opfer zu'geführt, um in den Besitz der Kleidungsstücke zu kommen, die er nach jedem Morde veräußerte. Haormann hat im übrigen seine bisherigen Geständnisse dahin erweitert, daß er zwölf Morde zugibt. Dic Knochen, die kürzlich beim Abstichen des Flußbettes der. Leine gesunden wurden, stammen nach ärztlicher Fcststettung von 24 M e n s ch e n. Gans zum Herzl-Grabe. Das zionistische Landeskomitee gibt bekannt: Wie bereits angekündigt findet Sonntag den 20. d. um 9 Uhr vormittags ein Niassengang zum Herzl-Grabe stakt. Um eine rage Propaganda für die Massinteilnahmen zu vntfalien, haben hie Bezirkssektiomn in ihren Bszirken Flugzettel zu verteilen, in denen die Mdenschaft zur Ehrung des 20. Todestages unseres Führers ansgefordert wird. Diese'Flugzeltel können im Bttre.au des Landeskontitees, 2. Bez., Ta'bvrstraße.LOa, täglich zwischen 10 und 12 Uhr vormittags und 4 bis 7 Uhr nachmittags abgeholt werden. Wir fordern die Dezirssektionen aus, umgehend die Abholung der Flugzettel zu veranlassen und eine entsprechende systematische Verteilung in ihren Bezirken zu organisieren. Für den Ordnerdienst während des Ganges zum Herzl- Grabe hat jede Sektion zehn Ordner aus ihrett Jugendlichen berzustellen, deren Namen dem Landeskotmiee ehestens bekanntzugeben sind. Jede Sektion, Sonderverband und Föderation hat beim Herzl-Grabgang mit einer Aufschriftta.se l zu erscheinen. Diese Tafeln können im Landcskomitee im Laufe dieser Woche (2. Bez., Taborstraße 20 a) abgeholt werden. Jas Wetter. Gestern war er sonnig und heiter. Die Voraussage kündigt für hetrte eine V e r s ch l e ch t e r tl n g durch Temperatnrabnahme und z e i t lo e i s e R e g e n an. Ueberschwemmung in Ehin«. Now-Jork, 16. Juli. Eine Ueberfchwcmmungska t ast roph e von uupcheurem Umfang hat, nach einer Meldttng aus P k t u a, in den chinesischett Provinzen H onab, Hunan und Evangsi um sich gvgrisfen unfurchtbare Verwüstungen anigorichtet. Der Jaugho trat infolge lang anhaltenider Regenfälle über die Ufer, riß die Dämme eit: und übcrslulete das größte Handelszentrum Chinas im Norden von Peking. Hunderte D ö rsie r sind z e rstör't worden, die Zahl der Opfer gcht in die Tausende. Neue Evdbeven in Jafian. Ans Tokio werden neue E r d beben ge nt elde t: Montag vormittags ereigneten sich 30 Meilen nordwestlich von Hioto vier aufeinanderfolgende schwere Erdstöße, deren'stärkster acht Minuten darterie. Die Bevölkerung wurde vcn panischem Schrecken ergriffen. Zwanzigster Todestag Harzls am 20. Tamus 1924 Det 20. Todestag Herzls bringt einen Massenbesuch des Henl-Qraöos Jeder Jude hat an diesem besonderen Gedenktag das Bedürfnis, den grossen Führer zu ehren Baut mit an dem Ehrenmal des jüdischen Volkes für Theodor Herzl dem HerzR-w'aBd in Palästina Spendet für den Ker®« Ka|emetSl| den Jüdisehen Nationalfonds Bureau: II. £?r!{iisgasse Nr. 33, Tel.45*OC6 Pos'sp.rlvn 'seiikonto 100.203 W i e n; 17. Juli. * Unbedingt bedingt. Die Schießübungen der Haken» krcmzler gefährde-u das Leben der Wiener, die. am Spnntag ein wenig frische Lust in der Umgebung atmen wollen. Welche Erklärung hat die hohe niederösterreichische Landesregiernttg dafür? Die jungen Herren, müssen rein die Pollizeiverordnung vom Jahre 1852 vergessen haben. Es wird daher diese Berordmln^ nachdriickliHst in Erinnerung gebracht; wenn nächstens wieder so etwas vorkommt, hat di» ganze Hakenkrcuzklasse die Verordnung fünfmal abzuschreiben. Und wenn dann noch einige Schießbüben aus UnSrnntnis der Vrrord»Wng' ihre Revolver lostnallen, so iwerden — unglaublich, -aber wahr, nicht wahr? — „un bed i ng t verläßliche Tdlophonveribindungen", für die die Landesregierung. Sorge tragen wird, vorhanden fein, nm Ordnung vu schassen Der Bergländerdundesbürger liest's und saßt sich an den Kops: unbedingt verläßliche Telephonvcrbindunriei\? Bei uns >n Oesterreich? Die Welt steht aus feinen Fall mehr lange! Hilfe! Das ist das Eitde Oesterreichs! In diesem Lande hat es nie das Wort ,,unbedingt" gegeben. Dem österreichischen Wesen. cnt- , spricht die Bedingtheit. Im Amtsstil wird sie durch das schöne Wort „gegebeuensalls" ansgedrückt, das schon in seinem Klang die Relativität aller Phcmomvne ztun Ausdruck brinak. Eincnt ans die arterhalten'dcn Tendenzen der Regierung eingLschwornen Bergländler darf man also nicht mit dem Wort „unbedingt" kommen. Darum hat omclj das seriösere der beiden Rvgicrnngsblätter bei der Wiedergabe des Telepb-on- Passus in der Landesregieri'ngsmabnting. dos Wort ,,»wbedingt" durch „bedingt" ersel-t und er lautet dort, das; die Landesrogievung für „b e to ingt verläßliche T e l e- P h on ve rb i ndn ng e y" Sorge tragen wende. So ist's recht! Die Revolitlion, die auch bodiitgt war. ist längst voaübtt; warum mit einem gevaidezn bolschowikischen „nitbedingt" neue Unruhe in die Gemüter tvagen? Dagegen sträubt sich sogar die Setzmaschine. Wir in Oeisterreich sind unbedingt nur für das Bedingte. Kann man überhanipt van einem Telephon fagen,^ es sei unbedingt verläßlich? Nein, ebensowenig, wie man ihm vorwerisen kann, es sei unbediMt ttnverläßlich. Es ist ebenso beidingt nnverläßlich wie verläßlich. Besonders bei Schießereien. Bleibvn wir datbei. Der Oesterreicher liebt ferne Bedingtheit und hat auch alle Urs ach', sie zu lieibeu. Tenn cs kann ihrn ntx goscheh'n. * Milien Vukobrankvvir wieder im Jnqnisitertspitol. Mif-icc Bukybrankovic, die vor etwa drei Wochen zum Strasantcnr . verhalteit und ans dem Jnquisitenspital in das Landesgericht 2 für Strafsachen gebracht worden war, muhte wieder ins S p i* tat zurückbefördert werden, weil ihr nervöses Magenleiden sich verschlechtert hat. Infolge der guten Verpflegung, welche der Patientin im Jnquisitenspital zuteil wurde, hat sich ihr Zustand nunmehr bedeutend gebessert; sie sieht voller aus als se zuvor. Die Aerzte des Jnquisitenispitals sind ver Patientin, welche den Wunsch nach schriftstellerischer Betätigung äußerte, auch in dieser Richtung aufs weiteste entaegengekommen. indem sie ihr eine Einzelzelle .einräumten und ihr Papier/ Tinte und Schreibmaterial bereitwilligst zur Verfiignnq stellten. Milica Bukobrankavie erklärte darauf, daß sie mit ihrer gegenwärtigen Lage vollkommen zufrieden sei. * Ei» Ueberfall auf den schlafenden Untermieter, Gestern vormittags hat der Ingenieur Iwan Peßler, Reubaugaisr Nr. 50 wohnhaft, der im Hause Neustiftgafse 122 an den 4bjäbrigen Kaffeesieder Heinrich Gerstl einen Teil der Wohnung in Untermiete gegeben hat, einen Ueberfall verübt. Gerstl Tag noch im Bette und schlief, als Ingenieur Peßler plötzlich in sein Zimmer drang und dem Gerstl.mit einem K a v a l l e r i säbel mehrere wuchtige Hiebe gegen den Kopf uuv in die Schläfengegend versetzte. Gerstl erwachte, sprang aus dem Bett und rief um Hilfe, worauf der Ingenieur sofort die Flucht ergriff. Gerstl wurde leicht verletzt. Die Ursache des Uebevfalles dürsten Wohnungsstreitigkeiten gewesen sein. * Eine vereitelte Hakenkreuzlerversammlu ug. Tie nationalsoz i al ist lisch e I ug endg r u ppe Me ivlinig hatte für gestern abends in Ansts Gasthaus in der Meidlinger Hauptstraße eine Versammlung em'bevufett. Vor Beginn der Versammlnng besetzten, zahlreiche Kommunisten den Saal und vevwöhtten' den Hakenkreuzlern den Eintritt. Sie hielten dann eiwe eigene Versammlung ab, mußten aber, da die Polizei dem Saal räu>mte, gleichfalls abtziohen. * Freie Arztstelle. In der Abteilung der Aerzte der Heiltmd Humanitätsanstalteir der Gemeinde Wietl wird die Stelle eines Primararztes als Vorstand der Tuberkttloseabteilimg im städtischen Dersorgungsheim in Lainz neu besetzt. Gesuche, in denen die ö st e r r e i ch i s ch e Staatsbürgerschaft, das Doktorat der gesamtett Heilkunde, die Unbescholtenheit und die spezialistilsche Ausibildung und Verweitditng itatTv* gewiesen werden müssen, sind bis 1. September d. I. au die Kanzlei der Vertvaltungsgrirppe für Personalangelcgenheiten im Neuen Wietter Rathaus zn seudeu. * Sonntagsruhe im Lebensmittelhandel. Der Magistrat hat die volle ganzfährige Sonntagsruhe für den Löbensmittelkleinhandel verfüglt. Ausnahmen bestehen Kr den A! i l chv e rs ch le i ß, der in der Zeit vom 15. April bis zum 14. Oktober von 7 bis 9 Uhr vormittags, bei strenger Ausschlaltung attderec Artilkcl, stattfinden darf, für die Zttckerbacker, Kuchenbäcker, Mattdolettibäcker und Leibzeit er tuw siir Znckeribäckerwaren- und Znckerivarenvcrschleißer, die an Sonntagen wie m Wochentagen oftett halten dürfen, sich aber -streng au die ansgenommenen Waren zu hatten haben. Eine Ansnahme besieht mtch für den Straßenhandel .mit Le bettsmittel, der wie bisher von 8 bis 10 Uhr vormittags, im Gebiet des Praters von 2 Uhr nachnvittags bis 10 Uhr abends gestattet ist. Die Verordnung wird am 1. Augm't wirksam. * Ei» Bolkshairs für die Juden in der Slowakei. Das Präsidium des Volksverbandes der Juden in der. Slowakei veröffentlicht einen Aufruf an die Jndetrschaft der Slowakei, daß sie michelfen möge, in der Hauptstadt der Slowake^ Bratislava, ein jüdisches Volkshans zu schassen, welches ein Kulturzentrum der slowakischen Iudcnschaft werden soll. Es werden Anteilscheine zu 500 ttnd 20Q tschechoslowakischen Kronen ausgegeben. Re Wiener Haufmamsta! l., SchMarzenbergplatz 1, VI., Marlatz lferstratze 75, 1., Äotenlmmstraße 20, verzinst Spareinlagen auf Einlagebücher unter derHaftung der in d e n K u n d m a ch u n g e n angeführte »Verwaltung 8 rate als Bürgen und Za hlerzur un geteilte uHatrd wie folgt: Täglich frei verfügbar. .... €% p. a. Bei 8tägiger Kündigung .... 10"/o p. a. , 14 „ , .... 12*/, p. a. „ Imonatiger Kündizung . . 14*/, p. a. 2 „ „ . 16°/,. x. a. Bei l ä n g e r c r Bindung Zinsen nackt Verein« b a r u n g. S ä ui t l i ch e Z i u s s ä tz e v e r st e lt e n i i ck u e t t a o h n e j e d e n A b z u g. ^Entgeltlich.)