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Wiener Morgenzeitung · 1924-07-17 · Heft 1947 (17.7.1924) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1947 (17.7.1924)
Date
1924-07-17
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Gotte y - Wir«, Dmvrsrstag " Ler Bau Ver Hebräischen UniveMt. D« GrisaüntLosten des Baues der chemischen und mvkrodiÄogischen ÄaKor^ltorien m. Berge Sck-opus werden vom Komitee crtff 24.000 Pfd. 0t. geschätzt. Das schließt schon die Kasten. der Laboratorien-einrichtuing und die Befftellmng von Werkstätten, Gas, Elektrizität und Wasier mit ein. Falst .die Haliste dieses Betrages wurde schon ausgelegt, wahrend der Rest teils bar verfügbar ify teils in den im nächsten Jahre fälligen Zusagen des B a r o n s Edmund Rothschild per 6000 Pfid. St. und Herrn N. R. Zemirray per 20.000 Dollar Deckung findet. Fvemcke der Universität in Kanada haben weitere 15.0 0 0 Dollar zngosagt. Das Komitee der jüdischen Aergte aus Amerika hat sich evbötig gemacht, zum Budget dieser Laboratorien, das sich für 1924 auf 3400 Psd. St. stellt, 2000 Psd. St. öeizuiragen. Außerdem haben die amerikanischen Acrzte die volll'tändige Finanzierung des mikrobiologischen Laboratoriums aus sich genommen. Das Botanische Departement der Hebräischen Universität, das zeitweilig mit der landwirtschaftlichen Versuchsstation in Tel-Awiw unter Leitung des Herrn Prof. Otto Marburg verbunden ist, steht vor dem Beginn der Arbeit. Tie Erhaltung dieses Departements trägt der Keren Hajessod. Die 100.000 Dollar, die bekanntlich Herr Felix Marburg sogleich nach seiner R-iMchr aus Palästina gespendet hat, werden, nach Wunsch des Spenders, entweder so Verwendung finden, daß von dem Zinsen der Spende die lausenden Auslagen des Instituts sür jüdische Wissenchalsten gedeckt werden, oder daß das Kapital selbst zur Finanzierung der Institution dient. Das Institut hat auch eine Jahvessulbvention von 2 000 Psd. St. für fünf Jahre von Baron Edmund Rothschild zugesagt erhalten. Man -trifft ferner Vorbereitungen, Am dem hebräischen Dichter Bialik, der sich in Palästina niedergelassen hat, einen Ährstuhl in diesem Institut zu sichern. Am 2. Juli d. I. wurde der Grundstein für Dialiks Haus m der nach 'hm benannten Straße von Lel-Lvwiw gelegt. Ein Teil der Einkünfte für das Institut der jüdischen Wissenschaften wird aus den Zinsen der dem Keren Kajemeth angegliederten Gotz-Stiftung fließen. Laut Mitteilung des Keren Hajes fob hat dieser kürzlich als neue Zuwendungen für den Universitatsfonds von den Herren M'Greenfield in Chicago und S. Berliner in New-I)ork. je 8 000 Do l I a t erhalten. LebeusverficheruriüsmöglWeiken z«g««ftea Palästinas. Das Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds hat ütit der Lebensvecficherungsgesellschaft Phönix vor kurzem einen Begünst'-gungsvertrag abgeschlossen, welcher der Palästina-Sache manche Vorteile bringen kann, ohne den Verßcherungsnehmer irgendwie zu belasten. Dem Nationalfonds stießen gewisse Bonifikationen aus alten Versicherungsrbschlüssen zu, die unter Berufung auf den Begünstigungs- »ertrag mit Juden zunächst in Erez Israel, Aegypten, Oesterreich, Ungarn, Tschechoslowakei, Galizien, Jugoslawien, Bukovina, Transsylvanien, Süddeutschland, Belgien, Holl and, Bulgarien, Griechenland, Türkei und Triest zustande kommen. Die Gesellschaft vird eine eigene Abteilung für Keren Kajemeth-Versicherungen einrichten, und die Polizze wird einen vermerk tragen, der ausdrücklich,auf den Begünstigungs- »ertrag hinweist. Der vom Phönix dem Keren Kajemeth als kinnahme garantierte Betrag wird in den ersten zwei Jahren je 3000 Pfd. St. und voraussichtlich in den folgenden acht Jahren eine noch höhere Summe betragen. Lin gewisser Teil der Prämien aus den auf Grund des Begünsti'gungsvertcages abgeschlossenen Versicherungen verpflichtet sich der Phönix, in Pul äst in a zum Zweck des jüdischen Aufbauwerkes zu investieren. Die Arbeit des Solelboireh. ( Ierusalem, 2. Juli 1924. Die Bau-Cooperative Solelbonch schloß dieser Tage folgende Bauverträge ab: mit zirka engl. Pfund Bau eines Hauses der Spar- und Darlehenskasse in Jerusalem.. 2500 Bau einer Schule für die „Alliance" in Jaffa.... 2000 Internat für die Realschule in Haifa.. . . 8500 Wohnhaus von Ch. N. Bialik in Tel-Awiw .... 2000 Zwei Privatwohnhäuser in Tel-Awiw. 4000 Dieser Tage wurde das Gebäude der Grenzgenbarmerie in Rosch-Pinah fertiggestellt. Dieses Gebäude wurde im Austrage des Amtes für öffentliche Arbeiten der palästinensischen Regierung erbaut. Das -technische Bureau des Solelbonch übergab der Abteilung für landwirtschaftliche Kolonisation der Zionistischen Organisation den Entwurf eines neuen billigen Häusertypus für Wirtschaftsgebäude tu den landwirtschaftlichen Siedlungen. Laut den zwischen Solelbonch und dem Keren Hajessod getroffenen Vereinbarungen anläßlich der Teilnahme des Keren Hajessod an dem Gründungskapital der Gesellschaft, wurde jetzt Dr. F e lix N o s e n b llr t h als Vertreter der Zionistischen Organisation in die Leitung von Solelbonch entsandt. D« Arbeiterorgaursatton Palästinas und die Inter-, IlMonnle Arbeits-Erziehuugskonferenz. W'e die Paläst itwijV sche Telegravheir-Äyen'tur meldet .entsendet die Bereinigte palästinensische Arbe ck^rorgcmffa!tort Vertreter zu der Internationalen Arbe lts-Erz rehunqskonferenH, Wiener Morgenzeitung. "_ die um August rn.Oxf v rd trgew wird. Die Herren Den t Gurion und Sbertvk werden'! die Delegierten der Hchadruth auf dieser Konfevenz sevu. Die Hetze des „T-ar Hajom" gegen Dr. Rupi«. In der letzten Zeit Huben gewisie Zeitungen in Palästina gemeldet, daß de Zieme zum Leiter «der Palästina-Arbeit ausersehen ist. Wie das zionistische Zentralorgan „Haolam" schreibt, rst es nicht unbekannt, daß während des letzten Kongresses in Karlsbad de Lieme zum Leiter der Palästina-Arbeit ausersehen ist. Wie der, um endlich die Zustimmung zu seinem Rücktritt erlangen und sein immer wieder hienauSgeschob-enes Bedürfnis nach Ruhe befriedigen zu können, einen Nachfolger für sich suchte. De Lieme behielt |td) eine Stellungnahme brs nach einer von ihm geplanten Reis-! nach Palästina vor. Ein Resultat wurde also nicht erzielt und Ruppin ist auf dringendes Ersuchen der Präsidenten der Zionistischen Organisation im Amte geblichen. Heute wird in Palästina «ine beispiellose Kampagne gegen Rupin geführt. Die Gegner sind in der Wahl ihrer Mittel nicht wählerisch, sie verwenden vergiftete Waffen und entstellen die Wahrheit. Laut „Haolam" ist aus irgend einer dunklen Quelle das unsinnige Gerücht in Umlauf gesetzt worden, daß der Präsident, der Zionistischen Organisation in irgend einer Weise mit dieser Kampagne verbunden ist. Die Hinweise in der Presse wurden immer deutlicher und zuletzt hatten erniye prominente landwirtschaftliche Arbeiter einen offenen Brief an Weidmann gerichtet, in dem sie ihm aufforderten, zu diesen schädlichen, die Atmosphäre vergiftenden Gerüchten Stellung zu nehmen. Es sei vielleicht doch nicht überflüssig zu sagen, daß das erwähnte Gerücht absurd ist. Ruppin ist-auf ausdrückliches Verlangen Weizmanns im Amte geblieben. Es sei kein Geheimnis, daß Ruppin seit Jahren seinen Posten zu verlassen wünscht, um wenigstens für einige Jahre wissenschaftlich arbeiten zu können. Aber zwischen diesen Absichten und der Kampagne des „Doar Hajom" bestehe kein Zusammenhang. Der Versuch, Mischen Kollegen in dev Zionistischen Exekutive von außen einen Keil zu treiben, werde nicht gelingen. Die türkischen Juden und Palästina. Hunderte jüdischer Kaufleute und Handwerker aus der Türkei fordern seit letzter Zeit die Zulassung nach Palästina. Viele andere bemühen sich, Informationen über die wirtschaftlichen Möglichkeiten Palä-' stinas zu erlangen. Das Palästina-Amt Konstäntinopel hat daher beschlossen, zu Sukkvth für eine große Zahl von Touristen, durchwegs in der Türkei wohnhafte Juden, eine Palästina- Fahrt zu veranstalten. Eine Delegation der Juden aus Adrianopel wandte sich kürzlich an das Palästina-Ämt um die Bewilligung für die sofortig« Einreise von 3 0 Familien nach Palästina. Es handelt sich meist um Handwerker und Kleinkaufleute. Die meisten Bewerber stellen natürlich die Juden Konstantinopels selbst. Die ganze jüdische Bevölkerung von S i l i v r i a, einige Dutzend Familien, verlangten vom Palästina-Amt solche Bewilligungen. Ein gleiches Ansnchen kam von der Judenfchaft in T s ch o r l u, die -erklärte, bei der ersten Gelegenheit nach Palästina gehen Zu wollen. Diese Strömung ist nicht nur den kräftigen zionistischen Impulsen zuzuschreiben, sondern auch den wirtschaftlichen Verhältnissen und dem politischen Druck, den die Juden von den Behörden zu fühlen bekommen. Ein Teil der in Rußland verurteilten Zionisten bereits nach Palästina abgereist. Wie gemeldet, hat die russische Regierung den von ihr zur Verbannung nach Sibirien verurteilten Zionisten die Auswanderung nach Palästina gestattet. Nach neueren Berichten ist die erste Gruppe dieser Zionisten auf dem Wege nach Palästina bereits in Konstäntinopel einge- : troffen. Die türkische Regierung, hat ihnen trotz der Durchreisevisa das Betreten des Landes in Konstantinopel verboten, so daß sie dort sogleich von dem.aus Rußland kommenden Dampfer auf ein nach Palästina gehendes Schiff mngebootet werden mußten. Die Gruppe besteht aus 5b Personen, 41 ausgewiesenen Zionisten und 15 Familienangehörigen. Die Handelsbeziehlinsen zwischen Palästina und Rußland. In Palästina weilt seit kurzem ein sowjetistischer Handelsvertreter namenS Law Ir ow, um die Ausnahm» von Handelsbeziehnn-gen Mischen Rußland und palästinensischen Firmen vorzubereiten. Aus diesem Anlaß Hai die Zeitschrift für Industrie und Handel „Mischar Wetaassia" eine Rußland-Sondernummer herausgegeben. Arabische Distriktsofsiziere an Stelle von englischen. AuS Jerusalem meldet I. T. A.: Bor kurzem ist eine Anzahl Araber zu Distviktsofftzieren für solche Stellen ernannt -worden, die früher von englischen Offizieren besetzt waren. „Il I as ir a" äußert sich mißbilligend über diese Ernennungen. Es gibt keine nationale arabische Regierung, sagt die Zeitung; die arabischen Beamten werden als Werkzeuge für die Errichtung eines Mischen Nationalhenns sowie für die Erhaltung oes Mandats gebraucht. Araber bemühen sich «m jüdische Tabakarbeiter. Eine Reihe arabischer Großgrundbesitzer, die sich in letzter Zeit dem Tabakbau zugewandt haben, bemühen sich, jüdische Arbeitskräfte zu engagieren, da Jilden für den große Sorgfalt benötigenden Tabakbau in höherem Maße geeignet sind, als die arabischen Arbeiter. Es ist dies das erste Mal, daß arabische Arbeitgeber jüdffche Arbeiter beschäftigen. Textilarbeiter für Palästina. Im Zusammenhang mit der Gründung der neuen A.-G. für Textilindustrie, von der wir ber-eits berichteten, hat .die Zionistische Palästina-Exekutive Zertifikate für 215 Ehaluzirn, die qnälffizievte Textilarbeiter sind, erhalten. Der Schiffsverkehr zwischen Rumänien (Konstanza) und Palästina, der bisher in Fristen zu je 20 Tagen erfolgte, soll, wie man uns meldet, von nächster Zeit an verstärkt werden, so Mar, daß allezehn Tage ein Schiff -gehen soll. Die Gotz-Stiftung des Jüdischen Nationalfonds. Die erste Sitzung des Verwaltungsrates der -bekannten Gotz-Stiftnna hat kürzlich in Jerusalem stattgefunden. Nunmehr wird an oen Keren Kajemeth ein Betrag von 12.000 Pfund Sterling als Teilzahlrlng überwiesen. Be.kanntl-ich hat der verstorbene Herr Rafael Gotz 25 Prozent seines Bermöaenz dem Fonds mit der Bestimmung hinterlasfen, daraus die der jüdischen Wissenschaft gewidmeten Institutionen Palästinas zu fördern. Neuer Nationalsondsdoden für eine MLdcheufarm. Trotz des hoheir Preises für Boden in der Nachbarschaft von Tel- Awiw hat hier der Keren Kajemeth weitere 50 Dun am gekauft, um damit die Bodenstäche der von der Zicmfftffchen Exekutive erhaltenen Mädchenfarm <hn Borochow-Viertdl zu vergrößern. Dieser Beschluß wurde in Wüvdigung der, ganz besonderen Wichtigkeit gefaßt, welcher dieser Farm für die Ausbildung der Ghalnzoty zukommt. Die Farm kann schon auf «Hgcne Einnahmen Hinweisen, die, dank dem Forffchntt im Gemüsebau, aus dem Verkauf der Produkte in Del-Awiw erzielt werden. Eine neue MiArachi-Kotonie. Am 10. b. wurde der Grundstein zu der 'neuen Misrachi-Kolonie „Kfar Jvrj" gelegt. Die Mittel zur Gründung der Kolonie sind von Herrn David Sh nur, einem am-erikamschen Misrachisten, 'be-igestellt worden. Ansprachen hielt<n Sir G'ilbert Clahton, der stellvertretende High Commissioner vml Palästina, Rabbmer M«ir Berlin äuS New-Nork u. a. *7. KE IKAi flfcl®*I Eine BtclitzBr MhuW. We MS Bielitz gemeldet wird, hat sich dort eme Beremigmvg gebildet, welche wif bereits gekauftem Boden in PMstima rn nächster Zeit 20 Familien -aidsted-eln will. Die Bewafferun von Dagama. In Daganw B wird die S . . . . ... zr men, da die Bewässerung durch die Nähe des Jordan sehr erleichtert wird. Das subtropische Klima Daganias ermöglicht es, Gemüse und mannigfache Fruchtarten zu ernten, die hier ein ^aar Wochen früher reifen als anderwärts. So lassen sich für ie Produkte von Dagania hohe Preise erzielen. In bxiden Dalarua, A und B, wachsen Waisermelonen mit bemerkenswertem rrfolg und weüden nicht nur in Palästina, sondern auch in Damaskus zu sehr befriedigenden Preisen abgesetzt. Auch die Anpflanzung von Bananen wird von der Zionistischen Exekutive in den beiden Dagania >vi>e auch in hem am Südwestnfer des Tib'eriasees gelegenen Kinereth ermutigt. In diesem Jahre wurde die erste Lananenernle irr Haifa vünstig abgasetzt. Der Keren Hajeffod als Förderer des . alten Jischuw. Söhnen der ersten Siedler von G ed evo soll nun zur Ansiehlung in dieser Kolonie durch die Zionistische Exekutive in Palä- . stin-a verholfen wevden, wie dies aus einem. Berichte des Land- Wirtschafts- und Kolonffationsdepartements hervor geht. Danach rst ein Vertrag mit 16 Sichlern für den Bau einzelner Ställe abgeschlossen. Die Mehrheit dieser Siedler sind Söhn« jener „B i 1 n", die als die hebräischen Pilgewäter ote Wiederbesiedlung Erez Israels anfangs der Achtzigerjahre begoniren haben. In R i s ch o n l e Zion wurden kürzlich 10 Häuser für e m e n i t i s ch e Kolonisten vollendet uud in Petach Tikwah -eine Baracke für die dortige Mädchenfarm. Schafzucht. Aus Jerusa>lenr wird gemeldet: Die neueste Erscheinung auf dem Geb'.ete der lüdisthen Arbeit sind dis Viehzüchter, welche sich in Gruppen, zusammengeschlossen und aus für Schafzuicht geeigneten Böden angesredelt haben, wo es bisher keine lüdische Sredlung gegeben hat. Unter. den Neue in Wanderern ze:gr stch lebhaftes Interesse für dies« Beschäftigung, was aus den zahlre:chm Anmeldungen^ erjlchtuch wird. Dve Zionüstffche. Exekutive hat 400 Pfund zunr Ankauf weiterer 1000 Schafe für Kfar G-ilerdi bewilligt, wo bereits seit längerer Zeit eine Sck)afzüchtergrupp< besteht. Der palästinensische Orangenmarkt. Uelber dr-e Entwick-. Luna der palästinenUichen Orangenpro!d>Mian berichtet das Bull-etiin der palDinenstschen Zionistischen Excilnt-ive: Der Export von Orangen aus Jaffa hat vor bereits 50 Jahren begönnen. Hanpt-abn-chmer war stets England, un>d danach kamen Konstantiuvpol. Aegypten, Ruiman-iLN, Rußland, Deuffchland und Oösterreich. In der Vovkriegspericide 1916-14 erreichte der Export von Orangen aus Jaffa die Zahl von ande-rchallb Millionen Kisten. Während des Kvie-ges litten die Orangenan lagen s-ch-r stavk umer der Plage der Heuschrecken, deM Mangel an Avbeitskapital. und unter den dürikischrn Zerstörungen, so daß der Export im Jahre 191849 auf 360.000 Kifften -gesunken ist. Seit dicher Zeit ist die Produktion wiederum dm Steigen. Die epzi-elten günstigen Pveffe ermöglichen den Züchtern die notigen Investitionen, so daß iott Jahve 1922-28 der Export bereits auf 1,400,000 Kisten stieg wnd der Ewort während der jetzigen Saffon, die ihrem, Ende «ntgvgenycht, diese Zahl noch ütbevtraffen wird. Dve Jafsaer Orange ist, laut Ausseöge aller Kenner, die schönste und beste aller Oranigen der Welt und gewinnt von Tag zu Lag. einen größeren Mtsatzmarkt, vor allem in England. Der -erzielte Durchschnittspreis für eine Kiste — der Rohertrag für die Fvücht-e auf dem Baume — betrug im Jahre 1928-24 gegen fünf Schilling, die Preise der jetzigen Saison sind noch viel besser, so daß man auf einen iDnrchschn'iltSer'trag v on sechs bis sieben Schilling rechnet. Icker mit Ovarmen bspftanzte Dnnam _ .. . n am gibt, sofern er aut gspfleat ffi. i-m allgsmei-nen 80 bis 120 Kisten, sä ein kleiner Te.il von Oranigettplairtagen wirrst sogar biS 300 Kfften pro Dim-am alb. Die Arlbe i tSkosten betragen pro Dunam von stoben bis mAf Pfund, je nach der Güte der Arbeit, der Größe der Anlagen u>nd der Eignung der ArLeüter. Bon den Oron-genpflanjzungen in PalMna gehören nngefäh r ein D rittel de« Jude« und gegen zwei Drittel den Arabern. Die jährAche Produktion der im ^Packeß" vereinigte« Züchter beträgt gegen 400.000 Kfften. Bor der jüdffchen Kolonffation waren die Orangenplan- . tagen in Palästina sehr gering und konzentrierten sich in der Umgebung Jaffas auf einer Fläche.von zwei- bis drkitaiffend Dunam. Mit der Begründung der jüdischen Kolonien wurden' kultivierte Pstanzspste-me, Artewwahl, neue Bewäsfernngs- Methoden «sw. eingeführt. Besonders begann sich der Qrangenbau in Petach-Tikwah zu konMtrieren, wo sich derselbe auf einer Fläche von 6000 Dunam er-streckt. Außer Petach-Tikwah gibt es noch OranaengÜrten iü Nes-Zionah, Rischon-le-Zion, Ehedercch, Rechowoty und Sichron-Jakob. In allen Kolonien Judäas insgesamt 9600 Dunam, in Samaria 1400 Dunam» in Galiläa 230 Dunam, zusammen 11.230 Dunam. Um die Entwicklung dieses WirtfchaftLMeiaes zu verdeutlichen, dienen folgende Zahlen: Im Jahre 1694—1885 wurden aus Palästina ausgefilhrt 106.000 Kisten für 26.500 Pfund, im Jahr« 1894—1895 260.000 Kisten für 65.000 Pfund und im Jahre 1922—1923 1,464.588 Kfften für 374.798 Pfund. Unter den Abnehmern der palästinensischen Orangen nimmt England den ersten Platz ein (866.706 Kfften), den Meiten Aegypten (558.431 Kfften) und der Rest wird in di« übrigen Länder importiert. Großer Erfolg der Jaffa-Orangen im Palästina-Pavillon zu Wembley. Me I. T. A. meldet, bilden die Jaffa- Orangen einen sehr starken Anziehungspunkt im Palästina- Pavillon zu Wembley. An einem der letzten Tage sind 7000 Orangen an Leute verkauft worden, die in den Pavillon strömten. Die „P a r de ß"-Ccmrvauy, welche diese Orangen nach London sendet, hat die Absicht, einen regelmaßi-gen Export zu organffieren und in London einen Kühlraum emzurichten. Auch palästinensischer Wein, Perlmutter, Seise und Töpferwaren werden in großen Mengen im Pavillon verkauft. EngroSaufträge gehen zahlreich ein.. Taufenlde von Palästina- SoulverrirS weiden in den Buden verkauft. Südafrika hat eine Weizenorder gegeben. Engländer sowie Kausleute des Kontinents haben große Aufträge für Silbevfiligranarbeit erteilt. Beigelegter Streik der Chauffeure uni» Fuhrwerksbefitzer in Jerusalem. Me -gemeldet, streikten in Jerusalem die Automvbil- und Wagenbesitzer, als Demonstration gegen die f"> schlossene Erhöhung der Lizenzgebühr auf Autos und Fn-Hkwerke, wie auch als Protest -gegen die hohen. Benzinzölle. Die wurde. Hadassah-Arbeit i« AmerEa. Die Zuweisungen der ame. irilanischen sanitären Ges-cllschaft Havaffah nach Palästina betrugen pro Mai 8330 Dollar siirs mediziuffche Werk, 883 für die Kinderabteilung, 200 für den K'indevfrühftückssonds. f

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