Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1924-07-15 · Heft 1945 (15.7.1924) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1945 (15.7.1924)
Date
1924-07-15
Page
Seite 6 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2979076-2980834-2981028--19706-3006874
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

,+~ « »» 4- X4I ' - - T, *■ *!p?7?W Serie 8 - Men, Dienstag Kühne und Kunst. Mt Prager WMMe Rationalop« ft* Öcr volksotzer. Empfang im Rathanse. — Mn Ständchen für Lr. Tetpel. Heute beginnt in der Volksoper das auf eine Woche berechnete Gastspiel der Präger Staatsoper. Die heutige Aufführung don „Die verkaufte Braut" findet ebenso, wie dies bei den folgenden Aufführungen der Fall sein wird, in jener Besetzung statt, in der die Oper in-Prag anläßlich der heurigen Smetana-Festspiele unter dem einmütigen Beifall der Pressevertreter der ganzen Welt stattgefunden hat. Das Stück wird in der altberühmten Fassung des Werkes, ohne jeden Strich, aufgeführt werden. Die Proben sind bereits seit Donnerstag im vollen Gange. . ‘; Es ist das erste Mal seit der Musik- und Theaterausstellung des Jahres 1893, daß «in Opernensemble des Prager Nationaltheaters in Wien gastiert. Damals wurde bekanntlich ■. Smetana für Wieü entdeckti Für das Publikum der BolkSoper bringt der Abend eine kleine Sensation, da Richard Äubla, der diesem Institute viele Jahre als besonderer Liebling des Publikums an gehört hat, den Hans, der zu seinen Glanzrollen zählt, zum ersten Mal« in Wien in tschechischer Sprache singt. Wegen eines Empfanges im Rathause wurden bereits die nötigen Vorkehrungen getroffen; die Mitglieder der Expedition — an hundert Personen — haben, tote wir hören, auch den Wunsch geäußert, dem.Bundeskanzler Seipel ein Ständchen zu bringen. ' ... ' Las GaWtel des tschechischen Rationaltheaters.' Das Lüstspielensemble des Prager Nationaltheaters hat wahrend seines Wiener Gastspiels zwei französische Komödien und das Lustspiel „Pygmalion" des irischen Dichters G. D. Shaw zur Aufführung gebracht und dadurch angedeutet, daß die künstlerische Orientierung des tschechischen Volkes dieselben Wege einschlagt wie die politische. Wenn man einen Rückblick auf den Gesamtstil dieser Darbietungen wirft, so muß man konstatieren, daß natürliche Hemmungen, geschichtliche Bindungen auch in der Kunst stärker sind als die intellektuelle Zielsetzung. Denn der Schwere des slawischen Blutes, der robusten Gesundheit dieses jungen Volkes, das seine besten Kräfte aus bäurischem Milieu bezieht, muß die Leichtigkeit der Sprache, der frische Konversationston erst abgerungen werden, ohne die ein Ensemblespiel in der Komödie Echt denkbar ist. Ein weibliches Genie hat den Ausgleich zwischen slawischer Gemütstiefe und westlicher Lebensfreude gefunden, der Star des Prager Nationaltheaters, Anna Sedlackova. Tief..in einem schmalen Bubenkopf sitzen zwei schelmische Augen, - von schwarzen, buschigen Brauen beschattet. Sie scheinen nur Blicke göttlicher Heiterkeit in die Welt zu senden und um die Liebe aller Lebewesen zu werben. Doch plötzlich verfinstert sich ihr Glanz. Das persönliche Liebesleid kündet sich an. Schmerzverklärt erstarrt das Licht dieser Augen, sie gehören einem stillen Einsiedler an, der aller Teilnahme am Weltgeschehen entsagt hat. Der Körper singt die Melodie vom jungen Schmerz weiter. Ist der Klang der Worte, die ihrem Munde entströmen, kein Pleonasmus, da jede Geste, jeder Nerv von der Seele aus regiert, feine deutliche Sprache redet? Da plötzlich tollt wieder ein Lausbub über die Bühne, fängt Läuse im Haar, lutscht mit Hilfe der Finger Bonbons, ist Leben, unverwüstliches Leben, vollgesogen mit allem Erdgeruch, der böhmischem Boden entströmt. Di« Fülle und der Reichtum von Ausdrucksnuancen, die die Darstellung dieser Künstlerin auszeichnen, wirken um so beglückender, als der Grurrdzng des slawischen Charakters, die Güte, nicht verborgen bleibt. „I a q u e l i n e", ein Lustspiel von G r e s a c und C r o i ss e t, ist in Wien unter dem Titel „Die Notbrücke" bereits aufgeführt worden. Sein dürftiger Inhalt ist durch ein allzu langsames Tempo in der Gesamtdarstellung noch krasser in Erscheinung getreten. Die Komödie „Der Schattenfischer" von Jean Sarment wirkte durch den larmoyanten,. halb weinerlichen, halb singenden Ton aller Darsteller, der, während des ganzen Stückes festgehalten wurde, ermüdend. Selbst die Studie über einen pathologischen Charakter, der durch die Brille eines Ibsen gesehen wurde, kann sprachlich gegliedert und dynamisch abgestust sein, wenn das Ohr des Regisseurs feinhörig ist. Aber da siegte Routine über die Erfordernisse der modernen Dühnenkunst. An allen Abenden gab es starken Beifall einer spärlichen Zuschauermenge. Alfred Sondt. Stadtthraler. ,Ä n>. n r im 9. i rt o", Wiener Posse von Karl Kneidinger und Heinz Ortner. Auch für das, was im Juli dem Theaterbesucher zuge- .nutet werden darf, gibt es schließlich Grenzen. Sie wurden in diesem Falle, alle Milderungsgründe des Wienertnms, der Bodenständigkeit usw. eingerechnet, doch beträchtlich überschritten. Ter eine der Autoren ließ am Morgen der Erstaufiührung durch einige Zeitungen sein Unbeteiligtsein an dem Attentat bekanntgeben. Schon nach - dem ersten Akt versteht man diese, immerhin Angewöhnliche Maßnahme. Daß Herr Kart Kneid inger ein guter Schauspieler ist, weiß man zur Genüge, er müßte sich nicht Rollen mühselig zusammenkleistern. Auch Frau Burg verwendete viel Geschicklichkeit und Witz auf die Gestalt der männersüchtigen, alten Jungfer. Aber über alles übrige spricht man besser nicht. Es fehlte nicht an Beifall. Wann wäre in Wien auch der Beifall ausgeblreben? K. M. __Wiener Morgenzeitunq.^ —_ SrlMne. „Hahn im Darf." ." BauerttkMMe/von Hermann Kiemz/l./ . . / Im letzten Satz WM betont, daß wir allesamtschwach«. Menschen sind/uttd ,,bissel a Qkab'" brauchen, Es• mScft: vielleicht nicht übel gewesen, diese Bemerkung an-qn Anfang , des Stückes zu placieren. Immerhin — es ist Juli und die Sommerlüfte machen' den. Sinn milde. So fand die heitere. Novität freundliche Aufnahme bei einem wohlgelaunt«» Publikum, daS an dem 'oberbayrischen Paprika'.viel Gefallen zu finden schien. Da. ausdrücklich versichert'wird, daß" das Stück im'<Ämmek -1923 spielt, muß man es wohl' glauben. Ohne diDs Vorzeichen wäre die Vermutung: Botkrieg kaum abzuweisey gewesen. Herr Köck, stellte eine prächtige Karikatur, au) die Bühne, die Damen Popi G fölln er, C xl, wie die Herren Exl, Aster und in einer Hargenrolle Herr Friedrich'hotan ausf. gezeichnete Leistungen. Das Zusammenspiol war -vortrefflich, eine lärmende Kartenpartie würde viel belacht. .Dem wurde Gelegenheit geboten, sich mehrmals dankend zü perneigen. _ K. M. Irr fünfzigjährige Wilhelm v. Scholz. . Am fünfzigsten Geburtstag des Wilhelm chsy.lzwird eine unverhalnismäßig kleine Grupps von Mensche», nur eine platonisch verbundene Gemeinde, den deutschen Dichter feiern. Denn er selbst mischte sich nie unter die Menge und seine Schöpfungen waren nie vom Beifall eines großen Kreises begleitet: eine Dichternatur, die nur sich und ihrem Werke lebte und erst spät auch die Dichtungen anderer auf der Bühne formen half. Wilhelm v. Scholz gab sein Bestes als Erg ru nder der Myst ik, sein Bollendüstes als Schöpfer sprachlich reiner, rundgeforinter Bühnendichtungen. Bor fast 20 Iah re i erschwer seine Tragödie „Der Jude von K, nst a n z". vo dre' Jrh-en sein „W e 111 auf mit d em Schatte n". Zw schen d'e^en zwei Werken st»ht seine Lyr'k „Der Spiegel", „Neil« Gedichte", die Bühnenwerke „Gesährl-che Lebe", „Das Herzwunder", die Prosaschriften „Deutsche Mystiker". ..Sommertage", „Der Dichter" und ene 5'ehe d'L.natur-is'er Blat'er un-'> Beerbe trmgen, von reuen „Tröilus und K essidcch. der französishe Minnesang und die Droste-Hülrho'fi'.nd Hebbel-Forschungen in weitere Kreise gedrungen sind.' Ter in Berlin geborene Dichter ist seit längerer Zeit als Dramaturg am Stuttgarter Hoftheater tätig. Ater seine tiefste und innigst'. Liebe gehört dem eigenen Schaffen, dem er sich während des Sommers in Seeheim bei Konstanz hingibt. Tie Höhe seiner Kunst bürgt dafür, daß ec in Deutschland nicht populär wird. Krieg ttttb Fazzband-MWmilr in der modernen MM. Ein Gespräch mit Maurice Ravel. Der'französische Komponist Maurice Ravel hat einige Tage in Madrid verbracht, wo «r sich aus Einladung der . dortigen philharmonischen Vereinigung als Pianist und Dirigent vorftellte. Im Hause des/Dirigenten L as a ll« hatte der" Musikdirektor La Vez eine Unterredung mit dem französischen Tondichter. Er fragte Ravel, ob der Krieg ihm keinen Stoff geliefert hat. „Nein," erwiderte er, „nie habe ich den Wunsch gefühlt, die Gewalt und das Chaos-des Kampfes iy Notenschrift niederzulegen. Bloß einmal empfand ich den poetischen Zwang:. Die Gleichgültigkeit der Natur gegenüber diesem nie gesehenen Schauspiel, gegenüber diesem Vulkan, diesem Erdbeben. Ich saß in einem tiefen Granattrichter. Rund um mich herum, irrt ■ Bereich meiner Hände, blühten die Veilchen mit dem ruhigen Lächeln ihrer Farben und ein Vogel schickte die schmeichelnden Töne seiner hellen Stimme in die Lust. Die Umgebung war von Tod und Verderben erfüllt. „Der gleichmütige Vogel" hätte ein dankbares Thema für das Klavierzimbel sein können, das gut in „Le Tombeau de Couperin" gepaßt hätte und von dem niemand vermutet haben könnte, daß es seine Entstehung einem so stürmischen Moment verdankte. Ich schrieb es nicht, aber vielleicht tue ich es noch. Gegenwärtig bin ich mit einer Sonate für Geige und Klavier beschäftigt. Ich arbeite, schon einem Jahr daran und ich habe mich entschlossen, einen Rhythmus hineinzunehmen, der die wilde und leidenschaftliche Bewegung der Jazzbandmusik charakterisiert. Nein, der Mann, der das Gegenwärtige, das Lebende verachtet, kann kein Künstler sein. Wie können wir uns von der Welt los machen und auf sie nicht reagieren? Mozart, Haydn, sie bedienten sich der Tänze ihrer Zeit und jener, die sie für ihren Zweck brauchten. Leben ist Aktualität und Bewegung. Die Aufgabe der Kunst besteht nicht darin, die Aktivität in die Vergangenheit zu verlangen. Wer das Leben nicht liebt, soll sich nicht der Kunst hingeben, welche die nächste Aeußerung der Freude über das Leben ist. Darum fühle ich mich den Ströme» meines Gefühlslebens unterworfen. Ich kenne die Arbeitsmethode des Bureaukraten nicht, der alle Gefühlsäußerungen diszipliniert. Und nichtsdestoweniger schaffe ich in meiner Musik nach der Strenge der klassischen Komposition. Nur den Water«. K a m m e r s p! e l ei Ab morgen,' 8 Uhr, „W a S Frauen, trau m e n" als Abendvorstellung. lCarl-TH ea l er. . Heute und .morgen „Des Schmiedes Töchter" von Perecz Hirjchbein. Donnerstag bringt das amer'ckaniisch-,jüd-ische Kunsttheater einer alten Tradition gemäß einen Buntest AbenD zur Durchführung, nn dem die Damen Ab ra >m ow i ts ch. und. G e rst e>n sowie die Herren Direktor Morris Schwantz, ÄGar Fried, Tenneuholz Md Kaschier sowohl in Dolovortragen Äs auch in einer einaktigen Komödiei Landsleute" von Per ko vite;, ■ " 15, Qfulf 1921’ - Nr. 1945 — - -> .. i. ...i ■ —.-»T-. - Theater in. der Josesstadt. Heute um haG 8 Uhr zum letzten Male „Mr. Pi« will nicht stören*. Mittwoch „Onk-elch>en hat geträumt". Donnerstag um halb 8 Uhr abenids Erstausführung der Einakter „Mutterli.elbe", Schauspiel von StrtindLertz, . ,/Dsk Spieler", Komödie von. Gogol, „Ein Hai rat Samt ra g", ein Scherz von Tschechow. Eine Vaudeville-Bühne in Wie». Det' Komponist Robert Stolz hat, wie wir erfahren, die Direktion des Etablissements Max und Moritz übernommen daS am. 1. Oktober mit einem für Wien ganz neuen Genre eEyet wird. — Robert Stolz gedenkt, in seinem Theater baS, Bastdeville zu pflegen. Der Umbau des ZuschauerrnumeS, ' her. Mpviert und mit Sesselreihen ausgestattet wird, hat bereits begonnen. Auch der Orchesterraum wird ausgestaltet. ■ DaS Theater wird den Namen Robert Stolz-Bühne führen. ■ Die jüdischen Kommunisten gegen die^Habimah". Wie I. T. A. aus Moskau berichtet, haben die jüdischen Kommunisten im Volkskommissariat für Bildung in Abwesenheit Luna t.'s ch a r S k kö, der sich zur.Kur. nach dem Kaukasus fipnelipi» ^ic prüfen soll " das Recht hat,' i führen. Sollte . , ,, , . so würde dieser Bühne die MsW sehr. ersHKN fein^ weil sie dann von dem Wohlwollen, bezw. der Laune der untergeordneten Behörden abhängig sein würde. Berliner Kunstausstellungen. In der Galerie Ca S P er Wurde hje Sommerausstellung von Pastellen und Aquarellen Wyn moyernßn Meistern- ^darunter Pechstein, Kainer, Corinth, - GlevogtLundiwielest. andären eröffnet. — Die Künstlerhilfe der Internationalen Arbeiterhilfe eröffnete eine Ausstellung von Kriegsradierungen des Otto D i x, dessen großes Krregsbrld in der gegenwärtigen Ausstellung der Berliner Sezession, neben .den Merken. Kokoschkas Aufsehen. erregt. Das New-Aarker Verbot von Asch'. „Gott der Rache". Das. New-Aorker Appellationsgericht hat' das Urteil der ersten Instanz,. ...laut .welchem, die öffentliche Aufführung von Schalom Asch' Drama „Gott der Räche" verboten ist, bestätigt. Wie bekannt, wurden Harry Weinberg und. Pudolf Schild kraut zu einer Geldstrafe von je 200 Dollar verurteilt, weil sie in dem Stück mitgewirkt hatten. (I. T. A.) Babylonische Musik. An der Berliner Aka^emre der Wissenschaften ist dieser Tage' ein Vorbericht von Professor Tr. Kurt Sachs, dem Musikhistoriker an. der Berliner Universität, vorgelegt worden, dem es gelungen ist, zum ersten Male eine dabhlo.nische Notenschrift zu entziffern. Diese Notenschrift besteht aus Keil-Ideogrammen um S.ilbenbedeutung, die sich' aus einer Tontafel aus Mur h» Berliner Museum neben einer sumerischen Dichtung uno ihrer assyrischen Ueberfetzung fanden. Die Musik, ' die wohl dem zweit en J.ahrtausend.v. Chr. entstammt, ist großstufigherb und sehr entwickelt. Sie meidet den Halbtonsohritt, verwendet aber * vier, ineinandergeschachtelteFunftonlertern. Die begleitende achtzehnsaitige Harfe benutzt rerchlich.Doppelgriffe. . In seiner-ganzen Art erinnert das Stück auffallendian.-Hine- ' fische Musik. Seine besondere Bedeutung liegt bÄin, daß es nicht nur die erste Kunde von babylonischer. Tonkunst'gibt, sondern überhaup't von der Musik eines nichtgriechffchen Altertumsvolkes und einer vorgriechischen Zert^ Musikalische Neuerscheinuugen. Eugen d'A. l bert bat eine Orchester-Suite tn fünf Sätzen fertiggestellt, betitelt: „Aschenputt.eI". —. Waldemar v. Baußnern weröffeuüicht zwei neue . Werke, eine. „M: o t e 11 e" für kleinen gemischten Chor, kleinen Fcauenchor, Kindexstimmen, Doli (Alt und Sopran'), Soloviolrne," Soloviola, zwei Flöte»,' Oboe und Orgel (oder Klavier), Streicher, sowie eine „Symphonische' Legende, „D i e h i m m l i s ch e Orgel", nach dem Märchen von Richard Volk mann (Leander), für Bariton (oder Alt), kleines Orchester und Orgel. Ihre Aufführung wird unter Knappertsbusch in München erfolgen. Don dem Berliner Komponisten Hermann Wunsch erscheinen „Vier Gesänge^' für eiüe Singstimme mit Orchester oder Pianöförie' begleituu^ nach hexten aus dem „Stündenbuch" von Rainer Maria R r l k e. ' Kleine Musiknotizen. Für Mitte Okober bereitet die Dresdner Oper die Erstausführung der heiteren Oper „£ erx e s" von H a e n d e l in der Bearbeitung von Oskar Hagen vor. Generalintendant Dr. Reucker, der der Uraufführung des Werkes anläßlich der Göttinger. Haendel-Festspiele beiwohnte, erwarb das Crstaufführungsrecht «ach Tot» tingen und wird selbst die Inszenierung dreser Oper leiten. Die musikalische Einstudierung liegt in den Händen von Hermann Kutzschbach. Jacques Dalcroze veranstaltet im nächsten Winter in Paris Fachkurse und pädagogische Vorträge für.Musiker, Lehrer und Theatersachleute. Glicenstein-Stiche im Brktffchen Museum. Da- Londoner Britische Museum hat eine größere AnKahl von! Kupferstichen des berühmten Mvschen BildhaiwerS Professor Henry Gl-icenstein «uwor-ben. Mcenstein hat sich neuerdings viel der. Kupferstecherei gewidmet. Fün'fz-chn seiner neuen Kupferstiche wu-riden am 7. Juli im Britischen MnsetM ausgestellt. Der Rest der Sammlung wird wäbreud dar Herbstzeit ausgestellt werden. (I. T. A.) Der ZÄumentenrallb in der nnsarlk.M Gesandtschaft. Die ungarische Regierung will österreichische Gerichte für ihrt Zwecke gebrauchen. Seit mehr als zwei.Jahren schwebt beim hiesigen Zivillandesgerichte eine Klage/ welihz'der ungarische Staat gegen den semerzeitigen wirtschaftlichen Volksbeauftragten Ungarns in Wien Andor Fenyö angestrengt hatte. Andöit- Fenyö hatte als wirtschaftlicher Exponent von der Regierung Bela Kun einen Betrag von 20g M i.l'l tonen K r om e n er» weißen Regierung -in das -.Wiener. Gcsandtschastsgebäude und Bankgasse verwahrt, in welchem sich auch das Verr-echnungsbuch über di« ausgelegten Beträge befand. Anläßlich d,es Sturzes , der Bela Kun-Regierung drangen Anhänger. per weißen Regierung in das Wiener Gesnadlschastsgebäude. und. konsiszjerten dort den Koffer samt Inhalt. Fenyö und andere Personen der ungqrrschen Gesandtschaft wurden wie erinnerlich damals rm Franziskanerftoste'r von den. Weißgardisten' gefangen gehalten. Bei der Abrechnung soll nun angeblich ein.relativ kleiner 'Betrag von zwei bis drei Milli on en,Kronen gefehlt haben, welcher voyi ungarischen T!"v'Vv: o:--! irrder' vorherob das MoskqM hebräische'Theater ^»abimäh den Titel Staatlichesf AkadeHrischeS Theater z:

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.