Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1942 (12.7.1924)
- Date
- 1924-07-12
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Befte 8 Mett, Srm'SkaiA - Wiener MorgenzeitE^? Alle Arten von Kommandlte der Kroatischen Eskomptebank, Agram Kredituna Bankgeschäften Wien, 9. SeitX®8*gaSSe 4 (ESÄbS)aM Warengeschäfte t Telephone - 60-4-82, 60-4*93, 63-4-85, 64-4-42, 68-4-78. 69-4-82 ■■iiiniwwBMwrimwTiwwwTOBnilw-TpffiwTiriTOiT-wBrr 10465 Telegrammadresse, Frapobank Bolkslvirt. Bankhaftung. Von Dr. Heinrich Schreiber. Kein Tag vergeht, ohne -aß den Banken und ihren Leilern die Leviten gelesen weroen.-Die Strafpredigten prasseln hageldicht auf sie nieder und die Moralpauken wirbeln, wie mit tollen Schlegeln bearbeitet, lärmend dazwischen, daß den Zuhörern nur so angst und bange wird. Kein Wunder! Tie öffentliche Meinung ist störrisch und erregt. Unabsehbar sind - die Massen, die unter der Börsenkrise leiden und ihr Geld verlieren und schmerzlich ist das Weh, unter dem große und kleine Bankunternehmungen eingegangen und gestürzt sind. Es ist müßig und auch zu spät, leidigen Reminiszenzen nachzuhängen, da zur Zeit, wo alle Knospen der Spekulation sprangen, jede Warnung überhört und eitel in den Wind geschlagen wurde. Es wäre auch ein bitteres Unrecht, darob seinen Tadel zu verschwenden; denn was blieb in der überlangen Periode der Inflation und des Geldstuvzes anderes übrig, als auf der eiligen Flucht vor der entblätterten Krone sich der Aktie in die Ann? zu werfen, sich ihr auf Gande und Ungnade zu ergeben. Dje Inflation war der Nährboden und — man-darf eS ja sagen —' der Sumpfboden, aus welchem die Spielleidenschaft ihre krankhaften Säfte zog, die in der Siedehitze der Spekulation Miasmen erzeugte, welche das Blut des Marktes verdarben. Auch die Bankgeschäfte, die wie die Pilze aus diesem Boden schössen, sind in diesem Taumel nicht durchwegs immun geblieben; sie wurden von der allgemeinen Lust angesteckt, wurden mrtgerisfen und waren dem Spielteufel verfallen. Sie sind denn auch — wie konnte es anders sein — von dem durch die ^Eindämmung der Inflation bewirkten Rückschläge der Haussewelle mit hineingerissen worden. War der hastige, überschnelle Anstieg eine abnormale, unnatürliche Erscheinung, so ist es der überstürzte Abstieg nicht; er ist begreiflich drd nicht aufzuhalten, weil mit der Rückkehr regulärer Verhältnisse die irregulären Uebertreibungen von selbst fortfallen und in sich zusammensirrken. Und wie find sie zusammengebrochen! So stark und heftig, daß bei einzelnen Banken von sellbst die Schalter zuflogen, die von Scharen leidtragender Einleger und Depotgläubiger umlagert und bestürmt werden. Da hörte sich denn alle Gemütlichkeit auf und für jene Kreise, denen die Banken an sich ein Dorn im Auge sind, war es ein gefundenes Essen, bei dem ihnen die gebratene Taube des Bankenkontrollgesetzes in den Mund flog, der sich breit und ausladend öffnet, um das Bankwesen mit Haut und Haaren zu verschlingen. Pardon wird nicht gegeben! Alle durch die Bank sind sie hautschlecht und es wird nach dem Ausnahmezustand gerufen oder, wie sich ein Abgeordneter, der vormals : selbst Finanzminister war, nicht sehr geschmackvoll und blutrünstig hören ließ, nach dem Standgericht, das die Banken samt und sonders und ohne Verhör zu Pulver und Blei verdammt und, wenn es nottut, das hochnotpeinliche Urteil an ihnen gleich vollstreckt. In Wirklichkeit ist denn auch der Entwurf des Bankengesetzes, welchen die Bankenkontrollkommission ausgearbeitet hat. und an dessen Strang die'Sozialdemokraten und Großdeutschen in sonst nicht geübter Eintracht gemeinsam ziehen, ein solches Ausnahmsgesetz, das durch eine weitgesponnene Kasuistik ein dichtmaschiges Netz von Haftpflichten über die ahnungslosen Köpfe'der Geschäftsführer und Angestellten wirft, in dem sie sich wie in einem Lasso verfangen, das sie leicht zur Strecke bringt. Es ift eine Erfolghastung, die bereits in die Rinne einer Zufallshaftung mündet mck dem Betrieb einer Bankunternehmung eine Soro'alt auferlegt, die jene eines ordentlichen Kaufmannes, wie sie dem Handelsgeschäfte zur Richtschnur dient, verschiedentlich derart überspannt, daß die Gewissenhaftigkeit -.n Pedanterie streift und eine empfindlichere Drligeng verlangt als -füglich selbst bei sorgsamster Pflege der'Interessen ausgewewdet wevdeu kann. Der Gesetzentwurf läßt sich nicht spotten; er setzt furchtbar ernste Mienen auf und belauert die Bankgeschäfte auf Schritt und Tritt und bis in ihre geheimsten Falten, um sie für jede Unterlassung voll verantwortlich und ersatzpflichtig zu machen: gegenüber der Bank und ihren Aktionären sowie gegenüber ihren Kommittenten. Die Krise hat eben ihre Reaktion ausgelöst und diese sucht sich .durch die strengere Anspannung der Kontrollgesetze durchznsetzen, so zwar, daß das Bankhaftungsgesetz als eminentes Krisengesetz einzuschätzen und einzuordnen ist. Ob man Wirtschaftskrisen dutch Gesetze beheben und bessern kann, ist eine Frage'für sich und gehört auf ein eigenes Blatt. Gesetze allein tun es aber gewiß nicht und mögen sie noch so straff und strenge angespannt fein. Es kommt nicht bloß auf das Behagen und die Annehmlichkeiten des Kommittenten an, sondern auch auf die gedeihliche und fruchtbare Arbeit des Geschäftes, das aber darunter leidet, wenn ihm Schranken in dar freien Betätigung gezogen, werden, die das übliche Maß solcher Verhaltungsmaßregeln übersteigen, und die vor allem abschreckend wirken, also gerade jene Elemente und Faktoren abstoßen, die gewohnt sind, sich in ihrem Pflichtenkreis getreulich zu benehmeu. Die Beruhigung des Kommittenten darf nicht zur ständigen Bedrohung des Kommissionärs führen, jene nicht durch diese erkauft werden und gerade darin tut der Entwurf zu wenig oder,, wenn man will, er tut zu viel; er läßt nur die Bank schuldig werden, den Kommittenten faßt er mit weichen, zarten Handschuhen an; ihm geschieht alles zuliebe und nichts zuleide; er darf fordern und belangen und die Bank muß fügsam und gehorsam parieren und wachsam habtacht stehen. Doch auch die Erwägung spielt dabei eine Rolle: Es wird immer davon gesprochen, daß die Wiedererweckung des Interesses und Vertrauens beim Auslandskapital eine wesentliche Vorbedingung für die Verbesserung der Finanzlage bedeutet und es wird ganz daran vergessen, daß zwei mächtige Großbanken als- Konvertiten zum Anslaudskapital iibergetreten sind und. allen Grund und jede Gelegenheit haben, sich dieser Mission wirksam zu widmen. Diesen Niederlassungen steht nun, und gewiß mit Recht, bevor, mit dem gleichen Maß gemessen, in dasselbe Prokrustesbett des Ausnahmezustandes, gezwängt und der gleichen Schärfe und Strenge der Kontrolle und ihrer Rechtsfolgen ausgeliefert zu werden. Wird nicht gerade das Auslandskapital darob verstimmt sein und sich in seinen Ilnternehmerinteressen gekränkt fühlen? Ein Mittel, es zu kaptivieren, ist gewiß das neue Kontrollverfahren nicht und es muß daher auch von dieser Seite auf seine Triftigkeit, und Schlagfertigkeit feinfühlig abgetastet werden. Der Wiener Platz hat eine wunderbare Expansion hinter sich dank der Organisation und der geschäftlichen Technik, die sich in den Geleisen der herrschenden Rechtsordnung bewegte. Es ist wahr, sie ist umgekippt und hat^umgeschlagen und hat mannigfach auch über die Schnüre geschlagen; allein die Zeichen trügen nicht: das Aergste ist scheinbar Überstunden und der Prozeß der Fortbildung nimmt einen neuen Anlauf im alten Rahmen und im Schoße, der die geltenden Gesetze birgt. Und noch'eines: So verdienstlich es ist, die Kundschaft zu schützen und vor mißbräuchlicher Uebervorteilung zu behüten, so ist es nicht minder wichtig, den Schutz und die Förderung-der Aktionäre, als der Teilhaber der Unternehmungen, nicht außer acht zu lassen und sie nicht der Moralschnüffelei zum Opfer zu bringen. Wird das Bankunternehmen in seiner ungehemmten Entwicklung eingeschnürt, drückt die enge Fessel auf den Aktionär, gleichermaßen ob er als Großaktionär ganze Pakete in seinen Händen zusammengerafft hat oder als Kleinaktionär über weniger Stücke gebietet. Zwar hat sich der Gesetzentwurf die Larve vorgebunden, beide Parteien in seine Obhut zn nehmen; indessen „Schöne Maske, ich kenne dich!" Sie will ja doch nur mit dem Kundenschutz kokettieren und sie denkt, dir Zeche des Flirts werden schon die Banken irnd die Aktionäre zahlen, bis sie ausgesackt und wie die Schale einer ausgepreßten Zitrone fortgeworfen werden. Ta heißt es acht geben und wie ein Haftelmacher aufpassen, wie die Bankhaftung eingefädelt wird. LeSerreWsche Rstiourlbaok. Weitere Zunahme des EskoMpteportefeuilles und Barschaßes. — Eventuelle neuerliche Erhöhung der Bankrate. — Eine offizielle Liquidationsstelle für insolvente Banken. Die vorgestern unter dem Vorsitz des Präsidenten, Bundesminister a. D. Dr. Richard Reisch, abgehaltene regelmäßige Monatssitzung des Generalrates der OesterveichischLw Nationalbank wurde wie gewöhnlich durch den Geschäftsbericht des Generaldirektors eingeleilet. Im Rahmen, dieses Berichtes wuvhen auch die Ziffern des noch nicht publizierten Wochenausweises der Bank vom 7. d. mitgeteilt. Hiernach ist das EÄomplePortefeuille der Bank auch in der ersten Juli wo che um den recht beachtenswerten Betrag v o n' 110 Milliarden gestiegen. Ein erfreuliches Moment bildet die Zunahme des Barschatzes um rund 65 Milliarden. Der effektive Notenumlauf hat um ungefähr 11 Milliardien abgenommen, wahrend die sofort fälligen Beribindli-chkeiten der Bank um zirka 203 Milliarden gestiegen sind. Anschließend all die Tatsache der weiterem Inanspruchnahme der Bank im Eskompte nach dem Ultimo wurde die Frage einer Erhöhung der Bankrate eingehend erörtert, wobei die Anschauung zum Ausdruck kam, daß diese Maßnahme dermalen zu unterbleiben hätte, daß sie aber in dem Falle, als die Ansprüche an das Not-eninstitut auch in den nächsten Wochen eine Steigerung erfahren sollten, in Aussicht genommen werden müsse. In -der über den Geschäftsbericht abgesührten Debatte schloß sich Generalrat Hofrat Stern den Darlegungen des Geschäftsberichtes im allgemeinen an, betonte jedoch die Notwendigkeit, durch geeignete Maßnahmen auf eine rasche Bereinigung der anhängigeu Fälle von Zahlungsstockungen bei Kreditinstituten Einfluß zu nehmen. Präsident Doktor Reisch pflichtete diesen Ausführungen mit dem Hinweis darauf bei, daß er schon seit langem bemüht sei, ein Organ zur Liquidierung solcher Fälle zu schaffen, um den bei solchen Kreditinstituten ana^schlosfenen Industrien und Gewerben die Möglichkeit des weiteren Betriebes zu sichern. Eine solche . Institution müßte jedoch mit dem entsprechenden Kapital ausgerüstet werden, welches ohne Zusammenwirken aller kapitalskraftigen Faktoren und ssxz-iell ohne Mitwirkung der Staatsverwaltung kaum.aufzubring-e-n sein dürfte. Es wäre gewiß sehr zu begrüßen, tvenn sich das Parlament mit einer solchen äufbauenden Erledigung der gegenwärtigen Krise beschäftigen wollte _12. Mi 1924 -k. 1945 Devisen- und Valutenkurse. (Mitgeteilt von der Oesterreichlschen Nationalbank.) «n^ig - 11« lull j -10. Juli ... . ■ VlSta Geld Ware O-ld Tiare Amsterdam f. 1 holl. Qulden 26850. 2659o._?6fci , - Asrram 1 juor. Kronen . . . - 827.50 831.50 (Oh. -. 829.- Pe-tm-ad 1 Dinar ^-7.5» '"31.50 ^,5.- °29.- n>*ri|n» 1 deutsche Reichsmark ' 16851,. 16950.- 16930.— 17030«- B-’"«el 1 hexische Franc* . 323».- 3445.- 3184.- 3193.- ,:>'<1aoes1** 1 ungarische Kronen 84.zo 86.80 84.50 8fi.5 Bukarest 1 Lei.• 30,.- 303,- -86.- 287.- oiirlsklanla 1 nnrwen. Kronen 928\— 9320,— 9180.— 9220— Kocenhnnen 1 «Illnlsohe Kronof 11290,-, 1,320.— 10950.— 11020.- Lordon t Pfund Sterling . . 3C92 °._ 3t02"0.- 3C8200.- 309200.- Marffld 1 Peseta«.- 9230.- 0270.- 9220.- 9270- Mallsnd 1 Lire.- 3n34,_ 3046.- 3032.- 3044.- New Yorlf 1 nollar.- 7n935,_ 7,,85.- 70936.- 7,185- Parls 1 Franca. 2627. _ 3643.- 3627,- 3643- Pra<r 1 tschectio«slöw. Kronen 2t95,— 2105.— 2091.— 2101— Solln 1 Lewa . 6-8.- 512.- .508,- 6,0- Stockholm 1 schwedladieKronor 18720.- ,3780.- i»72o.- 18780- Warschau*** , nolnlsche Mark 13660.- 13650.- 13550.- 13650- ZUtlch 1 schweizerische Francs . . 12835.- 12885.- 12795.- 12845- Noten Amerikan, Noten v. 5 Dollar awtw. 70460.- 70860.— 70460.— 70860— , . kleinere . . , 70360.- 70760.- 70360.- 70760- BeleilsChe Noten 100 Franc« ... , 3,90.- 3220,— 3140.— 3170— Bulgarische Noten zu 1000 Leva , 490,— 498,— 488.— 496— . „ „ 100 . « kleinere. . . 470.- 478.- 468.- 476- DRulsche Noten 100 Kroner . . 11150.- 11230.- 10850.- 10930- DetiIsche Noten*..165"0.- 16620.— 16500,— 16620.- . , 100 . . . „ , kleinere* . . . 16400.- 16520.— 16400.— 16520.- Engl. Noten von 6 Llvrest. aufw. 307400.- 309000.- 306400.- 3WM0.- - . . kleinere . . . 307200.- 308*00.- 3062(.f).- 30780O- Franznslsche Neten 100 Francs . 3505.- 3635.- 3605.- 3635- Ho'”Jndlsche Noten 100 Gulden . 26550.- 26750.- 26500.- 26700llo I« 'sehe Noten v. 100 Lire aufw. ‘ 30'45.- 306'.- 3045.- 3065- , kleinere . . . 3015.- 3035.- 3015.- 3035- JurosI. Noten ungest. zu 1000 Dinar 827.— 833.— 816.— 825— , . . , 100 . . . kleinere , . «'7.- 828.- 801.— 815- Norweglsche Noten 100 Kroner . °1V).— 9240.— 9160.— 9140— Polnische Noten ..... 1353».- 13670.— 13430.- 13570n . kleinere** . . 13330.- 13470.- 13230.- 13370- RumHnlsche Noten zu 1000u.500Lei 296.- 300.- 284.- 288— * . kleinere . . . 286.- 29-.- 274.- 278.- Russ. Noten (Roman.)zu500 Rubel ——•** . , , kleinere. . —. —.— ——— Schwedische Noten ,00 Kronor . ,85,0.— 18610,— 18510,— 18610— Schweizerische Noten ,00 Francs. 12840.- 12920.— 12795.— 12875— Spanische Noten 100 Pesetas . . 91,0.- 9190.- 9110.- 9,90.- Tscliecho-slow. Not. v.1000aufw. 2077.- 2093.— 2083.- 2o99— . kleinere . . '»072.- 2083.- 2078.- 2094.- Türkische Pfund-Noten ..... 34103.— 34900,— 34100.— 34900.- Ungar, Noten** (n. Ein.) zu lOOOKr, 83.— 86.— 83.— 86.- . . zu 10.000 Kr. . . . . kleinere . . . . . 78.- 81.— 78.- 81 — * Für eine Billion Mark. ** für 100 ungarische Kronen *** für 1 Zloty aufwärts. Der FrankenelearinK für den Inlitermin. Die Wienei Borsenkammer hat beschlossen, zur Abwicklung der pro Ultimi Juli 1924 schwebenden Schlüsse in Kabelzaylung New-Iort gegen Zahlung Paris Vas gleiche Arrangementverfahrep durchzufuhren / das sich bereits pro ultimo April. Mai utit Juni vollkommen bewährt hat. Es wnden folgenoe Termin« angeordnet: Schluß der Arranaementperiode; 19. Juli. Ausgabe Montag den 21. d.. bis. längstens 12 Uhr mittags, bei der Wiener Dörsenkammer, zu Händen des Sekretärs. Doktor Hugo Huitegger, Börsenqebäude, Halbstock, Schiedsgerichtzkanzlei. Zahlung der Differenzen in französischen Franken: 25. d., bis längstens \2 Ur)r mittags, bei der Banqu^ des Paps de l'EuroPe Centrale in Paris.' 12- Ru-? de Castiglione, aus das Konto den Oesterre:chi>'ckun Rationalbank, Wien. Die eingegangenen Diffevenzb-tträge weben an die zum Bezüge Berechtigten am 31. d. in Varis^ telegraphisch ansbrzahlt. Lieferung der pro Saldo anzwchaüen.den Beträge in Kabelzablnno New-Bork: 31. d.. bis längstens 12 Uhr mittags, bei der National City Pank of New-Aork in Nsw-Aork auf das Konto der Oesterr. Nationalbank. Wien. Lieferung der von den Beziehern von Kabelzahlut'g Ne-wDork als Gegenwert zum stquidationsknrse zu entriih^ndrn Frentenbiträge: 31. d.. bis längstens 12 Uhr euittags, be: der Brnque des Pays^ de l'Europe Centrale in Paris auf das Konto der Oesterreichischen Nationalbank, Wien. Der Liqu-dananr-liirs wird am 19. d. in den Tageszeitungen bekanntgrgebm werden. Die sich ergebenden Frankenldifferenzen und Üieferungs-, bezw. Bezugssaldi hinsichtlich Kabelzahlung New-Aork werden den Arrangemencteilnehmern nach Durchrechnung der Aufgabebogen am 22. d. schriftlich bekanntgegeben werden. D!e Abserlkgungen bei Konkurse«. Der Instizausschuß hat gestern den Antrag Pick betreffend die Erhöhung einiger Wertgrenzen im Konkurs, und Alisaleichsverfahren in Verhandlung gezogen und beschlossen, die Wertgrenze für die Einreihung der ans dem D i e n st v e r h ä I t n i s s e entspringenden Forderungen in die erste Klasse der Gläubiger mit 2 4 Millionen (Antrag Pick: 34 Millionen) festzusetzen. Das Gesetz tritt am 1. A u g u st 1924 in Kraft, es sei denn, daß. die Prnfungsverhandlung abgeschlossen oder der Ausgleich angenommen ist. ' Nostrisizierungsverhandlungen mit Oesterreich. Im Bundesministerium für Finanzen verhandelten gegen Ende deS vorigen Monats die Vertreter des tschecho-slowakischen Finanz- und des Handelsministeriums über die weitere Regelung des Verhältnisses jener Gesellschaften, die vor dem Umstürze auf bem Gebiete beider Staaten Betriebsstätten besaßen und die nun nach dem interstaatlichen Uebereinkommen vom Jahre 1920 genötigt sind, zu einer Teilung zu schreiten. In ">en Verhandlungen' wurde zu Beginn dieses Monats in Pragfortgeschritten. Die Vertreter beider Staaten sind über te Richtlinien übereingekommen, nach denen in jedem besonder'., Falle vorAegangen werden wird. Es steht zu erwarten, daß die ganze Aktion in Kürze beendet werden wird. ' Die Insolvenz der Aktiengesellschaft für internationalen Warenhandel. Die vor einigen Wochen erklärte Insolvenz der Aktiengesellschaft für internationalen Warenhandel hat, wie die „Wiener Bank- und Börsenzeitung" meldet, vorläufig noch nicht zur Einleitung des Ausgleichsverfahrens geführt, da Aussicht besteht, daß ein außergerichtlicher Ausgleich znstawde kommt. Den Passiven von 63 Milliariden stehen an Außenständen 4 Milliarden gegenüber, weiters ober an verschiedenen Stellen lombardierte Waren. Außerdem besitzt die Gesellschaft auch noch drei Realitäten in Wien, Grünangergrsse 4 u. 6 und Domgasse 6. Dann hat sie auch noch die Aktienmehrheit der österreichischen Hypothekenbank im Portefeuille. Aber auch sonst verfügt die Gesellschaft über einen ziemliche Besitz an verschiedenen Beteiligungen, teils in Aktienpaketen, teils in Kommanditeinlagen, deren Wert als gut bezeichnet werden kanm Insbesondere besitzt die Gesellschaft 30 Prozent der Tobelbad-Akrieu, weiters 160.000 Akdien einer Dampfmühte, 13.080 Stück der Petroleumgesellschaft „Stella", dazu kommt die Komman-diteinlage bei der Firma Miuerbi, die 175.000 Lire /beträgt; schließlich z-wvi Berliner Häuser in der Uhlandwnd Lutz-Straße sowie die Geschäitseinrichtuna in der Grün- 3988399519688985