Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1940 (10.7.1924)
- Date
- 1924-07-10
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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SM 8 _Wien, Donnerstag__ Wiener Morgenzeitung. " " 10. rFuli 1924 Nr. 1940 Die HalMink-WandemnA. Die zionistische Exekutive in Jerusalem erhiolt eist Telegramm. des PalösiinEmtcs fi'ir Polen, in dem es heißt: 920 EhaKutzim'' und goschnlke Aribeffer liierten a-uif Bisen nach Palästina; zur späteren Abreise sind 420 geschulte Erdarbeiter, 617 Chcvlnzim und 250 Chaluzoth vorgemerkt; ferner warten 215 Weher auf die erste Gelegenheit, nach Palästina zu gehen. Abgeschen von den Rsgistr-ierten und Borgcmerktrn echielten 1200 Personen Rei'seer'aulnissc, welche ihre Visen schert früher erhallen halten. Es stcht zu erwarten, daß die Awsordermng aus Palästinavisen aus den europäischen Häfen, wo zahlreiche Emigranten infolge der amerikanischen Einwande-runMeschränkungen ftedcn geblieben sind, sehr groß werden wird. Ans ■ der vor kurzem abgehalle-nen Konferenz der Arbeiterpartei A ch d n t h H a a w o d a h' in Est Eharod wurde e i nstimmtg eine Resolution angenommen, in welcher mit allem Nachdruck die Forderung nach Abschaffung aller Cinwastdrrustgsbeschränj'nnge'.t für Palästina wiederholt wird, deren Last besonders aus den jüdischen Arbeiter falle. Die Dem.ändring der Negierung, welche ihre Maßnahmen mit dein Arbeitsmangel motiviert, wirb zurückgcwiesen. Es wird erklärt, daß die EiiitvanidernngAbaschränilMg den Zustand des Arbeilsmarktes nicht verbessern könne, umgekehrt schwäche diese Maßnahme die ökonomischen Möglichkeiten des Landes und drücke das Niveau der Arbeiter herab. Infolge der Regievnngsntaßnahmen fahle es an Arbeitern, die Zahl der Avboitereinwanderer sei verringert worden. Es wwd daraus himg-ewiesen, daß die Regierung für das Schicksal der Einwanderer und der Avöeitsilosen keine Berantworkl-ng trage, während sie Mist durch die Bergebun-g von L>ffcn 11 id>crt Arbeiten an Prioat-nnternehmer, die die Arbeiter unbegrenzt ausbeuten sowie Freuenun!d Kinderarbeit einsühren, die Ursache der Arbeitslosigkeit sei. Schließlich weist die Resolution darauf hin, daß die Einwandwu.ugsboschränifungen nicht aus ökonanlischen, sondern aus politischen Gründen erfolgt sind, nach den Maiunvuhen von 1921, um den Wunsch der Hetzer und Organisatoren jener Unruhen zu befriedigen. (Di« in der Resolution angeführten Argumente sind zweijsellos richtig. Aber auch sie zeigt unseres Erachtens nicht den Weg, wie die Einwanderung wirklich zu organisieren'oder zu regulieren wäre. Tic schweren Mängel der Eiitwanderungsibesti.mmun.gen der palästmeusi'chen Re,gier,urig sind allbekannt. Richtig ist auch, daß der Plötzlich ein,getretene Mangs! an. Arbeitskräften ihn zur Lost sollt. Es darf jedoch nicht aus den Augen verloren werden, daß eine unvorbereitet erfolgende Oesfnung der Grenzen das jüdische Aufbatliwer-k leicht schädigen könnte, namentlich im gegebenen Augenblick. Die Frage der Einwanderung darf unseres Erachtens nicht nur ideologisch, sondern auch real betrachtet werden. Jedenfalls gewinnt die Haltung der Mischen Arbeiterschaft, die nicht müde wird, die freie Eiuav-anderung, das heißt unter den heutigen Verhältnissen letzten Endes doch eine Verschärfung der Konkurrenz, zu fordern, die Bedeutung eines bezeichnenden menschlichen und für den Geist des neuen Palästina charakteristischen Dokuments!) . Unter den Einwanderern der letzten Zeit befinden sich zahlreiche Leute mit Kapitalien; eines der letzten Schiffe brachte unter 466 Einwanderern 235 Einwanderer der B-Kategorie mit zusammen 80.000 Pfund. Die dort der Re-gierung ausgegehenen 2400 Visa für die Zeit von April bis Ende September konnten nicht voll ausgenützt werden, da solche zum yuteit Teil an Unverheiratete abgegeben werden mußten, während es sich im Grunde um Visen für Familien handelte. Die genannte Ziffer verteilt sich folgender maßen: 900 für Arbeiter schlechthin (Tabak), 700 für landwitbchalst- 4ch Ausgebildete, 500 für Bauarbeiter, 300 für Mädchen. Die Arbeit des FLdifchen Nationalfonds. Wasseranlagen. Wie gemeldet, hat der Nationalionds beschlossen, dte Wasserversorgung von Tel- Adas in di.e Hand zu nehmen. Nach einem Abkominew mrt einer Haffaer jüdischen Firma müssen die Arbeiten binnen drei Monaten abgeichlossm sein. Das Wasser wrrd nßcht nur zur häuslichen Versorgung, sondern auch für die Gemüsegärten dienen. Der Natwnalfonds hat für diese Arbeit! 50 M P f u n d assigniert. Die Antimalaria-Käml-agne des Jüdischen Nationalfonds. Wie dre Erez-Jjrael-Korrespondenz meldet, hat das Direktorium des Jücnschen Natronalsonds beschlossen, die Arbeit der Su nt Pfaus trocknung auf den Böden im Emek und in Judäa aus ein Jahr den Siedlern selbst zu übertragew Sollten sie diese Probe bestehen, würden sie die gesamte! Arbett übertragen erhalten. Dr-e Austrocknung der Sümvfei stelll an den Jüdischen Natwnalsonds besondere Anforderungen und erfordert bedeutende Mittel, da d:>eses Mdrk einstete Instandhaltung erfordert. Da d:e Kolonisten bt^iia Arbetr unen'tgeltlich zu leisten beredt find, bedeutet'dies eme bedeutende Ersparnis, außerdem aber simd die Siedler anl einer gu en Arbeitsleistung selbst ain unmittelbarsten interessiert, da diese gnit dem .Kamps gegen dw Malaria zu-' janlntenfällt. Die hauptsächlichsten Antimal ar te-Arb,eiten werden aus Nationalfondsboden in Nahaläl, Nu vis und .Hulda vollführt. Tre Siedler der neuen auf National fondsboden gelegenen, Kolonie Jadjur, Juden aus Deutschland haben mit dem Natronalsonds em Abkommen, dte Austrocknung der Sümpfe betreffend, geschlossen. Der Nationalfonds hat für die Vorbeveitungsarbercken 1900 Pfund ausgeworfen. Man rechnet damit, daß diese auch den übrigen Kolonien nützen werdm, da der Seewm'o dre Malariaträger in diese verschleppt. Diese Arbeit soll den Anfang eiuiesl größeren Merkes, der Austrocknung des Kifchontales, bilden. Tw Arbeit m Jaojur wird von den Mitgliedern dev deutschen Kwuzoth unter fachntännischer Leitung selbst besorgt werden. : Mi Natronalsonds als reiner Bodenfonds. -Das Direktorium des Jüdischen Natiönalfonds hat beschlossen, baß der NativMlfonds femen gesamten Besitz an Häusern, landwirtfchäftlichem Inventar, Wafferinflallationsanlagcn ufic. abstoße imb lediglich als Bodenfonds ausgestaltet werde- Bekaivnltlich mußte der Nationalsonds als einziges Kolonisation sfwstrtimeN't der Zwnfftichen Organisation vor dem Kriege auch solche Erwerbungen machen; die Ausgaben hierfür beliefen sich in. die Zehntausende von Pfund. Infolge des'angeflihrW Beschlusses - mm werden - alle jene Besitztümer' in die Hände der Sre'dler übergehen, welche dieses nach Schätzung durch eine besondere Kommission auf ratenlveise Abzahlung erhalten. Auf gleiche Weise wird auch die Zionistische Exekutive in Palästina ihren Besitzen die Siedler übertragen. In Hinkunft wird sich der Okati-onalfonds also ausschließlich auf Bodmerwerb und Amelrorattonen konzentrieren, während dte anderen Tätigkeitsgebiete in den Rahnren des Keren Haiessod fallen. Die Entwicklung von Karkur. Eine „A ch n s a h"- Gcsellschaft in London kaufte vor dem Kriege 9000 Dult a ni Land, um daraus cme Kolonie zu gründen. Aus vor-» ich rede neu Gründen aber wurde der Beginn der Arbeit verzögert und die Geellsihaft ivar Nicht in der Lage, sich dort anzusiedeln. Gegenwärtig besardet sich eine Anzahl von Mitgliedern der Gesellschaft mit ihren Familien in Palästina und bereitet sich vor, das Land in Bearbeitung zu nehmen. Da aber für den Anfang eme größere Anzahl von Arbeitern nötig ist, ist die Gesellschaft mit dem Jüdischen Nationalfonds in Verhandlung getreten, welcher sich bereit erklärt hat, 2060 Dunam zu übernehmen., falls 20 'Familien durth das Kvlonisationsdepartement der Zionistischen Exekutive angesiedelt werden, während der Natrmalfonds zu den Kosten der Ameliorierung beiträgt. Di-e Mitglieder der ,,Achufah" tollen gleichzeitig ihr eigenes Land besiedeln. Mit der Arbeit! soll rm nächsten Jahre begonnen werden. Der Boden von Karkur ist von guter Oualität, der Ort liegt nahe der Eisenbahn der Ausban der Wasserversorgung stcht vor der Vollendung. Die Zufamme'.'>arbe:t privater Landgesellschaften mtt den öffentlichen lüdi'chen Jnstitntivnen könnte der landwirtfchaftlichen Kolonisation neue begrüßenswerte P-ersepktliven eröffnen. Lelk 8eker kesli Ibri Haifa Hebräische Realschule in Haifa Mittelsciiu! erzielrong in Verbindung mit technischer Vorbereitung (Metallarbeit, Tischlerei, Buchbinderei für Knaben, Hauswirtschaft für Mädchen) Internat für Knaben und Mädchen Körperliche Ausbildung ° Gesundes Kiima Sport Anfragen sind zu richten an den Leiter der Schule Dr. Artur Biram, Haifa, P. O. B. 202 Ser Seamlennöktt in PalWna — eine Benachteiligung der Fuden, Der Beamtenabbau in den Regierüngsämtc'rtt erstreckt sich ganz besonders auf ö:c; üoifchen, und nicht nur aus die hohen (vorr den Abterlungschess verblieb lediglich der Justizchef. H. Bent wtsch auf seinem Posten), sondern auch auf die mittleren und niedrigeren Beamten. In nianchen Institutionen und Acmtern gibt es keinen einzigen Inden mehr, und da die meistlon Beamten Araber sind, so ist es nur zu felbstoerständlich, daß m diesen Aemte.ru die hetz r ä i l ch e Sprache vollständig, verdrängt wilrde und dort nur arabisch, tzezlehu>n.gswelse en-Mch, gesprochen wird. So gibt es zum BeifplÄ m keinem der Regierung sä nrter von Afa, Hebron^ Beer-Seba und Umgebung auch nuv einen e.n-z'igen jüdischen Beamten, weshalb die Äesuckie von Inden, die weder englisch noch arabisch können, ebenso wie die 'diesbezüglichen Antworten immer den Umweg über das Zentralützersetzmigsbureau in Jerusalem machen müssen. Achnlich (st es in Jaffa. In Haifa gibt es bei 8000 jüdischen Einwohnern leinen sildlschen Richter und anscheinend iiicht emmal Beamte beim Friedensgericht. Bei den Agrargerichten gibt es überhaupt weder unter den Rlchterii noch unter dm Beamten Juden und es wird demgemäß nur arabisch gefprochen. Beim Zollamt in Haifa sind, obwohl die allerimeifijen Wamv von, oder für Juden sind, alle lüdischen Beaniten entlasstn worden und 'dw Interventionen der dortigen jüdischen Handelskammer blieben erfolglos: der oberste'Leiter des Zollwefens in Jerusalem ist ein christlicher Araber und in Haifa wurde auch em solcher angestettb Auch beim handelsstati-stischsn Amt in.Jerusalem, lvuroen die zwei Juden, der eine war der Leiter, entlassen, obwohl! dieses Amt hauptsächlich yon jüdischen Aktiengesellschaften beuützr wird unb von diesen monatlch gegen taufend Pfund» emgehen. In der Kduserenz dier Ach du th H aawo da m Ejncharod kam die Frage einer'Intervention bek'der englischen Labour Party wegen solcher Schmälerungen der jüdischen Rechte dtirch die palästinensische Regierung zur Sprache und itt der Oefsentltchkeit wurde auch schon das Verlangen gestellt deswegen beim Völkerbund vorstellig zu lverden. Die jüdische Siedlung in Beth-Schan. Mit der Entwicklung der jüdischen Siedlungetl in Emek Jsreel kam reges Lebeit auch in diesen Winkel Palästinas. Der Berichterstatter des „Haavez" teilt mit, das; Bech-Schan das a.dm i n istr a t i v e Zentrum eines wichtigen Teiles des Jsreel- und Jordantales ist. Bis nun war Beth-Schan als Mälariaherd bekannt, aber die Juden trockneten im Laufe der letzten Jahre mehrere Sümpfe in der Umgebung dieses Ortes aus, so daß sich seither das Klima um vieles gebessert hat. Beth-Schan ist nämlich reich an Wasserquellen, die Jahrhunderte hindurch die ungesunden Sümpfe bildeten, nun aber wird dank der jüdischen Kolonisierung an diesem Orte von jenen Quellen Nutzen gezogen. In Betlz-Schan wohnen jetzt 15 jüdische Familien aus Kurdist.in, die sich hauptsächlich mit Klein handle! befassen. Die Frauen und Kinder halten sich zum großen Teil in Liberias auf, da es in Beth-Schan weder eine Schule noch e'inett Kindergarten gibt. In jüngster Zeit wurde auf Forderung der Talin jassen eine jüdischer Beamter als Seckretär der Regierung dorthin geschickt. Vor einigen Monaten wurde von der HadaNa nach Beth-Schan eiu jüdischer Arzt entsandt, der auch arabische Patientett unentgeltlich behandelt. Die Juden Beth-Schans streben eine Vergrößerung der jüdischen SiMerschaft an diesem Orte an, was ihnen die Existenz in dieser Umgebung erleichtern loiirde. Die Siedlung Ksar Jecheskel im Emek hat eine Bevölkerrlng von 195 Personen, darunter 122 arbeitende, der Rest sind Kinder. Das Dorf zählt 60 Farmen, die Pflanzungen erstrecken sich auf 540 Dunam. Angebaut sind Eukalyptus. Wein Orangen, Feigen und Aprikosen. Es sind bereits 148 Kühe vorhanden. Interessant ist, daß eine Kuh durchschnittlich im Jahre 2500 Liter Mich gibt, während sich die entsprechende Zisifer der arabischen Kühe auf 600 Liter stellt. Jede Farm hat ihren Gemüsegarten, der durch eine Anlage des jüdischen Nationalfonds be». wässert wird. Jedes Siedlerhaus versü-gt über Me>i Zimmer und eine Küche. Die Kadoorie-Siedltlng aus dem Scopusberge. Es ist?ndgültig beschlossen worden, die von dem verstorbenen Millionär aus Schanghai E. K. Kadoorie zur Erinnerung an seine Gattin Laura gestiftete Siedlung auf dem Berge Scopus nahe der hcbräischett Universität auzülegett. In der Kolonie sollen Professoren und Sttldentett der Universität wohnen. Der lüdffche Nationalfonds, der den Grund beistellt, hat den Architekten Richard Kaufmann damit betraut, eine Bauskizze der Siedlung zu entwerfen. Zur Verbesserung des Touristenverkehrs im kommenden Jahre soll gemeinsam mit der palästinensischen Zionistischen Exekutive und dem Nationalfonds in Jerusalem ein eigeates Touristen burc au eröffnet werden, welches den Touristen bei der Vorbereitung und Durchführung ihrer Palästina-Reisen behilflich sein soll. Das Bnrean soll sobald als möglich eröffnet werden. — Bekanntlich wurde über das Vevhalten der nichtjüdischen Tonristenbureaus von jüdischer Seite vielfach Klage geführt. Sanitäre Arbeit in Palästina. Auf der vor kurzem abgehaltenen Konferenz des Waad Habräuth (Sanitätskommission) der palästinensischen Zionistischen Exekutive, die eine Bpezialkommijsion zur Vereinheitlichung der medzinischen Tätigkeit der Hadassa und der Aroeiterlrankenkasse emsetzte, wurde ltzeschlossen, die Schüler - der Talmudthoräschulen ' der ärztlichen Behandlung und Kontrolle zu unterziehen., wie dies bei den vom Erziehungsdetachement der Zionisti'schelt Exekutive erhaltenen Schulen der Fall ist. S>ic Konferenz hat ausgesprochen, daß im Interesse der sanitären Entwicklung des. Landes das Verbot a b g e f ch a f s t werden müßte, welches Aerzten in Diensten sanitärer Organisationen die Privatpraxis verbietet. Die .Konferenz hat das für das künftige Ja.br vorgeschlagene Sanitätsbudget von 95.000 Psuird, .wovon der Keren, Hajessod 16.000 Pfnnd. den Rest die Hadassa zu. tragen hals gutgeyns-ell. Beschlüsse des Waard Leumi. Anfangs Juni tagte in Jerusalem eine Sitzung bei Waad Leumi, die folgende Beschlüsse faßte: 1. Sollte im Zionistischen Aktionskomitee in London die Frage der Beteiligung von Vertretern des Waad Leumi an der zionistischen Leitung augeregt werden, so würde sich der Bevollmächtigte des Waad Leumi. H. Bellin, damit einverstanden erklären unter der Bedingung, daß bis zum vierzehttten Kongreß der frühere Z u ft and weiter destehe, nämlich daß die Vertreter des Waad Leumi in der Leitung des S tf m m r e ch t haben. 2. Der Bevollmächtigte des Waad Leumi im Aktionskomitee muß auf der Fordern>rg 'beharren, daß dieses der organisierten Judenheii den ihr a>ls palästinenlsischer Einheit gebührenden Platz zuweise, ungeachtet der in Palästina als Zionisten gewählten Mit Fli eder. Z. Der nächsten Versammlung des Waad Leumi sei der Beschluß vorzulegen, daß, falls es das Zionistische Aktionskomitee für richtig erachten sollte, das Erziehungswesen in die Hände des Waad Leumi zu legen, der Bevollmächtigte des Waad Leumi im Mtionskomitee sich damit einverstanden erkläre, unter der Bedingung, daß sich die Zionistische Organisation bereit erkläre, .das Defizit im Erzichungsbndget in den nächsten Jahren zu decken, bis es dem Waad Leumi möglich sein wird, die nötigen Summen zur Erhaltung des Erziehungswesens aus anderweitigen Quellen aufzubringen. 4. Der Wo ad Leumi geht demnächst an die Errichttlng eines RcpräsentationshaUses, und ist bereit, auch andere Institutionen, wie zum Beispiel den Stadtrat der Juden Jerusalems, den „Mißrad-Harabbannth" ustv., daratt teilnchmen zu lassen, falls diese Institutionen einverstanideu wären. Die neue Exekutive des Waad Leumi. Aus Jerttsalem . ntoldet I. T. A.: Im Hinblick auf die dlbreise des Präsidenten des Waad Leunni, Herrn David Nellrn, nach London wurde eine neue Exekutive gewählt, die sich aus den folgenden Herren zusammensetzt: Kalvarisky, Dr. Thon, Ben-,Zcvi, Rabbiner Usiel und Disengoff. Herr Sellin wurde von dem Waad Leumi beauftragt, bei dem Großen Aktionskomitee dafür e.inzntreten, daß der p al8stinensischen Judcnheit eine be sondere Vertretung in der Jewish Agency eingeraumt werden solle. Aufhebung -es Mieterschutzes in Pulästinu. Die palästmensische Regierung hat das bisherige M i e t e r s ch u tzges e tz a n n u l l i e r 1 und den Hausibesitzern frei,gestellt, den Mietern zu' Mmdi.geit oder den Miettzins nach' Belieben zu erhöhen. Darüber herrscht in der DevölLerung große Erbitte r u n g. Es organisiert sich ein großer Sellbstschntz der Wohnung- und Ladenmieter. Besonders ist die jüdische Bevölkevung von Jerusalem durch diese Maßnahime getroffen, von der man die n-achteililgsten Folgen besiüvchte-t. Auf jüdischer Seite fordert man eine Intervention bei der Regierung in London. Jnternatio-nale Feier in Amerika zugunsten der Palästina« Arbeiter. In Chicago fand Ende Juni eine internationale Festveranstaltung zugunsten der Arbeiterschaft Palästinas im Zusammenhang mit der Aktion der indlschen Berussvereinigungen zur Schaffung eines 200.000 Dollar-Fonds für Palästina statt. Es nahmen teil: Italiener, Schweden, Chinesen, Russen, Japaner, Franzosen, Bulgaren, Indier und andere Nattona'litäten. Mehrere führende Persönlichkeiten der amerikanischen Arbeiterschaft hielten warme Ansprachen ztcgunsten des Aufbaues Palästinas durch chie. Arbeiterschaft (I. T. A.) Die Frage des Hafenbaues in Palästina. Am 29. Juni ist in Jaffa eine Delegation aus Vertretern der arabischen und ter jüdischen Handelskammer ernannt worden, die sich nach London begeben soll, um dem K o.l o n i a l a nt t den Wunsch der Jaffaer Bevölkerung, den palästineusischen Hasen in Jaffa statt in Haifa zu erbauen, kund zu geben. Die, Delegation hat die Vollmacht erhalten, im Namen der Bevölkerung von Jaffa zu sprechen und deren Bereitschaft zu er» klären, zur Deckung der Kosten'für den Bäu des Hafens in Jaffa Kapital anstzubringem (I. T. All