Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1939 (9.7.1924)
- Date
- 1924-07-09
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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(Von unserem Spezial-erichterstatter.) Wiener MoraenZettun^ Wien, Mittwoch Nr. 1939 rrn Einer nn-ftrer Berichterstatter hat gestern den Besuch der Presse bei den auf dem Wöllersdorfer T-orritovinm N-m entstandenen acht Industrien milgemacht. Er gibt die folgende Darstellung: Was die Wöllersdorfer Dachgesellschaft zuruckgelassen und nicht verkauft hat, Macht einen unbefriedigenden Eindruck. Nach Angaben von Mitgliedern der Wöllersdorfer Gesellschaft wurden 700 Waggons Eisenmaterial tatsächlich verkauft, ferner 38 Waggons Zink, Blei und Kupfer, die angeblich im Betriebe nicht vevwend- Lar waren. Der ganze Maschinenpark hatte im Oktolber 1919 einen Wert von 42 Milliarden. Daß das jetzt hinreichen würde, um den größten Teil der Schulden Oesterreichs an den Völkerbund zu zahlen, erscheint klar. Es wird Hwtt der Wöllersdorfer Gesellschaft abgestritten, daß 18.000 Maschinen dort vorhanden waren, und bloß die Existenz von 11.000 zugegeben, von denen >2000 Maschinen im Wege der Sachdemobilisierung verkauft wurden. Bon dem Reist wiv!r ein Drittel als unverwendbare Maschinen bezeichnet. Dagegen wird von Mitarbeitern der neuen Industrien mitgeteilt, daß tatsächlich 18.000 Maschinen vorhanden waren, von denen 4000 den neuen Unternehmungen überlassen wurden, während die übrigen 14.000 Maschinen noch in den Lager räumen-der Wöllersdorfer Gesellschaft liegen sollen. In Wirklichkeit aiber ist der Hauptteil dieser Maschinen unauffindbar und was die Wöllersdorfer Dachgesellschaft an Maschinen an ihren Lagerräumen zeigen kann, ist nur ein Bruchteil dieser Zahl. Man sieht nur Ueberlbleibfel und es werden Reste -gezeigt, die wie Potemkinische Dörfer auf den Glanz hergerichtet sind. Man sieht ein« Unzahl von Objekten, mehr als 500, die entweder leer oder unbenutzt stehen. Manch Wertvolles hat sich die Wöllersdorfer A>G. noch behalten, zum Beispiel diegroße elektrische Zentrale, die große Krananlage, alle Transporteinrichtungen, elektrische Lokomotiven und Waggons und die Dampft-entra.le. Das Hauptlager, das gezeigt wurde, gehört gar nicht mehr der Wöllersdorfer Gesellschaft, sondern ist größtenteils bei der Metallum «M. ' verpfändet, die ein« Forderung, von 35 Milliarden hat. Zu beachten ist eines. Die ■ Tochtergesellschaft der Wöllersdorfer Gesellschaft ist die Iron MeLallgs'ellschaft, die ein Unternehmen der Metallumgesellschaft ist. Diese Gefellscha'ft hat sich mit dem Verkauf des angeblich unbrauchbaren Materials zu beschäftigen und ist jenes Unt-erne-hmen, das von-der Wöllersdorfer Gesellschaft zu Schleuderpreisen das Material erhielt. Die neuen acht U u t e r n e h m u n g? n auf dem Gebiete-von Wöllersdorf sind vollkomnien selbständige Unternehmungen, sind keine Tochtergesellschaften der Wöllersdorfer Gesellschaft und Halen mit ihr nur die Verbindung, daß die Wöllersdorfer A.-G. und die Metallumgesellschaft infolge des eingebrachten Materials beteiligt sind. Diese acht Unternehmungen arbeiten bereits oder haben die Arbeiten begonnen. Jenes Unternehmen, das den stärksten Betrieb hat und ausgezeichnet geht, ist die H o n fe l-Aluminium- und .Metallwerkegesellschaft, au der die Metallumgesellschaft mit 58 Prozent und die Wöllersdorfer Gesellschaft mit 20 Prozent beteiligt ist, .während der Nest auf die Hon-fel-Ges-ellfchaft entfällt. Nach ihr kommt die N e g e d l Y-Werke A.-G., di« 1,5 Milliarden bar eingebracht hat. Die Metallum ist mit 40-Prozent, die Wöllersdorfer mit 10 Prozent und die Firmen Ne-gedly und Kohom mit 50 Prozent beteiligt. Der Staat ist mit-10 Prozent am Gewinn beteiligt. An der D o n a ulä nd i s ch en Mafchi n e nfa b r i k s g e se >ll s cha f t, die 8,5 Milliarden investiert hat und eben eine mode tue Gießerei errichtet, ist die Wöllersdorfer Gesellschaft mit 60 Prozent beteiligt, der Staat mit 10 Prozent Ge-; winnanteil. An der österreichischen Massalbriksgefellschaft, die über hundert Arbeiter beschäftigt und 40.000 Glühlampen täglich hechustellen vermag, sind die Wöllersdorfer Gesellschaft mit 30 Prozent, die Metallumgesellschaft mit 10 Prozent und die Firma Florenz u. Cie. mit 60 Prozent beteiligt. Die Gesellschaft hat 1,7 Milliarden investiert. An der Elektro A.-G und an der Nieberösterreichischen Holgwerke A*('.> welche 'letztere 2,5 Milliarden investiert hat, ist die Wouersdorfer mit je 50 Proz. beteiligt. (T v.t sieht b-outtirt ' acht Gesellschaften bemüht 'ind, tu arbeiten, dasirovch der ülilcchtc Ruf, sen die Wöllersdorfer Dachgesellschaft genießt, ihnen enorm sck'adet. So ha t die N«g e d l y - Gesellschaft einen Sluftrag in der Höhe von 15 Milliarden n i ch t durchführen können, weil sie nicht die Versicherung abgaben konnte/ daß Ser Betrieb auf keinen Fall eingestellt werde. # Aus der Besprechung der Pressevertreter mit den. Vertretern der Gesellschaften ist manche mteressänte Tatsache hervorzuheben, so besonders, daß nur die Wöllersdorfer A.-G. es war, die mit der Stillegung der Betriebe drohte. Die acht Unternehmungen haben sich nie mit der Dachgesellschaft identifiziert und denken nicht an eine Stilllegung. Generaldirektor Oberbaurat Wunderer von der Ne wag versicherte, daß die Gesellschaften nicht aufhöven, sondern auch in Zukunft die Löhne weiterzahlen wollen. Ein« .ruhige Arbeit sei allerdings nur dann mögilch, wenn Güter nicht verschleudert werden. Der Betriebsrat der Arbeiter, Popp, schilderte, wie der Konflikt nur durch die Forderungen der Pochwadt- Alder-Gruppe entstanden fei. Nur jene Maschinen seien außerhalb Wöllersdorf gekommen, die zuAlder nach Oberlaa befördert wurden, der sie unter dem Vorwände, eine Munitionsfabrik in Oberlaa zu errichten, erhielt. Die Verschleuderung der Maschinen will er dcchin erklären, daß Maschinen, die früher der Wöllersdorfer A.-G. gehörten und zum großen Teil unbenützt dastanden (weil nämlich die Wöllersdorfer Gesellschaft nicht viel arbeiten ließ — Anm. d. Red.), an die einzelnen Unternehmungen a l s E i n l a g e für die Beteiligung weitergab. Allerdings sei es richtig, daß man Maschinen günstiger verwerten konnte. Die Arbeiter haben die Abverkäufe bei der Melallumgefell-schaft nicht gehindert, weil sie sahen, daß di« neuen Unternehmer willens feien, produktive Arbeit zu leisten. Die Herren der Metallumgesellschaft waren gute Kaufleute, sie haben es v e r st a n b e n, ihren V o r t e i l z u wa h r e n. Pochwadt — nebenbei bemerkt, ein Führer der Weimarer Hakenkreuzler und Herausgeber eines derartigen Sudelblattes —hatte goldene Berge im Falle der Beteiligung versprochen und glauben gemacht, daß hervorragende Kapitalisten hinter ihm stehen. Bald stellte sich heraus, daß niemand hinter ihm stand. Sklarz und die Metallumgesellschaft haben der Regierung eine Kaution von 100.000 Pfund Sterling erlegt. Auf verschiedene Zwischenrufe müssen die anwesenden Vertreter der Wöllersdorfer A.-G. zugeben, daß dieser Betrag verrechnet, d. h. zurück-gegeben wurde. Aus den weiteren Ausführungen Popps ging hervor, daß Pochwadt infolge feines Konfliktes mit Sklarz eine Zeitungskampagne eröffnete, weil Sklarz infolge seiner - Habgier ihn nicht so viele Milliarden aus -Wöllersdorf herausholen ließ, wie er zu gewinnen geglaubt hatte. Die , Arbeiterschaft hatte am 3. April eine Eingabe an den Handelsminister gerichtet mit der Bitte, Ordnung zu machen. Die Regierung könne politisch schwer über die Affäre hinweg. Spaltung im eigenen Lager, Erschütterung der Koalition, ein oder der andere Minister wackelt, Mitglieder der R-eglerungsvartei als Losgeher, das sind die Folgen der ganzen Affäre. Das Ergebnis der Untersuchung sei niemandem bekannt. Aus der Untersuchung vor der Wirtschaftspolizei werde wohl nichts herauskommen, es werde nach der altösterreichischen Maxime: Verschieben wir die Sache gearbeitet. Nötig, sei, daß man endlich zur ruhigen Arbeit komme. Zu erwähnen ist noch, daß der größte Teil aller Maschinen (gegen 45 Prozent) sich in den Händen der Kommerz-Munitionsfabrik vefindet. d. h. j e n e s A l d e r s ch e n Unternehmens, das errichtet werden sollte, aber bisher nur auf dem Papier steht. Die Regierung antwortet. Auf die Anfrage der christlichsozialen Abgeordneten G r u b e r und Genossen liegt eine schriftliche Beantwortung des Handelsministers vor, worin zugegeben wird, daß dem Vorstand der Wöllersdorfer Werke Verschuldung der Gesellschaft, enormer Regieaufwand und Provisionsleistungen an den Met-allum-Kv-nzern vorgeworfen wird und daß die Regierung die Materialabverkäufe sistierte Bei der Gründung der Tochtergesellschaften habe die Wöllersdorfer A.-G. zu niedrig bewertete Apports eingebracht, so daß sie als Hanptaktionärin nicht voll zur Geltung kam. Nach Ansicht der Sachverständigen seien die Materialverkäufe zu allzu niedrigen Preisen an die Jron-Metallgesellschaft erfolgt. Die Regierung wollte im Interesse der Arbeiter mit der Metallum A.-G. einen Ausgleich treffen, doch haben sich Bedenken ergeben, ob ein weiteres Zusammenbleiben mit der Metallumgruppe überhaupt möglich sei, da die Eventualität der Wiederholung einer für die Wöllersdorfer Werke gefahrdrohenden Situation; verhindert werden muß. Deshalb habe nunmehr die Wirtschastspolizei die Tätigkeit der Geschäftsleitung der Wöllersdorfer Werke-A.-G., beziehungsweise der Metallumgruppe zu Prüfen. Aus dieser V sehr gewundenen AnfraaeHeantwortuug geht jedenfalls schon jetzt hervor, daß alle Angriffe gegen Slmrz und Pachwadt usw. ihre volle Begründung haben und die acht Gesellschaften, die dort i"tzt arbeiten wollen, nur ein Bestreben haben müssen: auch nach außen hin von der Dachgesellschaft loszulommm. selbst auf die Gefahr eines un-rü intern norm N-ertra-'e?- 9. Juli 1924 Gerte 3 Die letzten Kurse. Radiodienst der „Wiener Morgenzeitung".' London, 8. Juli. (Radio.) Da» das Geld wieder reurn wurde, erfolgte eine Abschwächung der Staatsanleihen, besonders der ausländischen. Aber auch englische Jndustricpapiere und Obligationen waren schwächer. Die ungarisch, Anleihe wies heute am zweiten Notierungstag ein Viertel- Prozent Agio auf. Französische Werte unregelmäßig, fünfprozentige Anleihe steigend auf 24. Vierprozentige fallen an 19; Deulsche dreiprozenttge 23. Tcrbakvapüre fester. Teeaktier weiter steigend, Petroleumwerte still. Die Kurse bröckelten mi' Rücksich r auf sie erst morgen erfolgte Klärung der "vlrtifcher Lage ab. ' Wechselkurse: Rew-Dork 4,33,62,5, Paris 8435 Brüssel 95,75, Berlin 18,125 Billionen, Wien 306,500, Prac 147,75, Amsterdam 114,875, Christian! a 32,45, Stockholm 16,33 Kopenhagen 27,325, Schweiz 242,75, Finnland 17 32, Ron. 101,60, Madrid 32,67,5, Warschau 22,55, Athen 252, Sofia 600 Bukarest 10,67, Konstantinopel 6,67. Budapest 340.000 bis 370.000, Riga 22,46. Oefterreichifche Anleihe 68,75, tschechisch« 98, Prag 69,60, Skoda 88, Bankverein 7,9, Bodenkredit 18 Centremiuning 109,25, Debeers 12,25, DiamonS 16.6, General, minning 12,6, Rio Tinto 33, Royal Dutch 30,50. Shell 4.18,75 Metallmarkt notierte l Kupfer Standard Kasse 60.12.6 bis 60,15, dreimonatige 61712,6 bis 61,15, Elektrolyt 64,10 bis 65, Zinn Standard prompt 2,25 bis 225,5,0,. dreimonatige 2,26 bis 226,5,0, Blei englisches 33,10,0, ausländisch 32.2.6 bis 29,17,6, Messing ausländisches 31,15,0 bis 31,10. Baumwolle: Liverpool: Fullmiddling 16,62, amerikanische Terminware anfangs 3 bis 8 Punkte.höher. Juli 16,07, Oktober 14,13, Jänner 13,70. März 13,60. 11 Ubr: 2 bis 7 Punkt« höher. Mittags 3 bis 6 Punkte höher. Jnli 16,7 August 15,27, Oktober 14,12, Jänner 13,70, März 13,59. Derkauft 5000 Ballen. Aegyptische unverändert. Baumwolle: Juli 16,20, Oktober 14,26, Jqnner 13,84, März 13,95. Ägyptische 10 Punkte höher. New-OrleanS eröffnete 12 Punkte höher. London, 8. Juli. Deviienscklußk u r s e: Wien 307.500, Prag 147'/., Rew-Uork 4,33»,,, Pari? 64/5, Brüssel 95.87'/,, Rom 101'/,. Zürich 24.29'/,. Madrid 32.66»',. Amsterdam 11,48%, Kopenhagen 27,32'/,. Christiania 32,42'/,, Stockholm 16.32'/,, HelsingforS 173'/<, Berlin 18,12'/, Billionen, Bukarest 1062. Paris, 8. Juli. Die Börse zeigte heute dieselbe Verfassung wie gestern. Die Abschlüsse waren verhältniSmöstig gering, die Kurs« jedoch im allgemeinen behauptet mit Ausnahme der internationalen Werte, welche infolge der Abschwächung des Pfundes etwas nachgegeben haben. Das Publikum enthalt sich noch immer größerer Käufe. Französische Renten waren still, während französische Eisenbahnen leichte Kursfortschritte. zu verzeichnen hatten. Ebenfalls fest waren französische Bankenwerte, während der russische Markt schwach war und wesentlich an KurS'^einbüßte. Es zeigten sich gegen Schluß der Börse Industriewerte etwas gebessert. In der Kulisse ist ebenfalls Festigkeit der vorherrschende Ton. Dennoch waren manche Kurse ein klein wenig tiefer als gestern. Paris, 8. Juli. (Radio.) Effektenschlußkurfe: Banque de France Pragobanka 410.—, Credit,. Lyonais 15.85, Suez 14,330, Platine 786. Dabrowa 779, Banque Ottomane 785, Central Mining 974, Rio Tinto 28,— Le Napbto Russe 416, Suceerie d'Egypte 1116, Bakou 26,80, Cautchoncs, firi 156.50, Chartere!, 49,75, DebeerS ordin. 10,59. GoldfieldS 81.25 HuanchakaS 343, Jägers Fontain 261.—, Malaeea ordin. 149,—] Maltzoff 459, Mexican Eagle 81.—, Padrmq 365,—, Rand Fontain 82.—, Randmine 256,—, Silva plana 176,—. Tanganyika 161.50, Tubice foie 638.—, Utah Copper 1444, Shell 354.—, Royal Dutch 26,200, Burmah —.—. Rew-Dork» 8. Juli. Effektenbörse. Canadian Pazific 142,25, Union Pazific 137,25, Union Steels 100,375, Royal Dutch 50, Atchinson 104,25, Baltimore 60,25, Earh 29, Milwaukee 14,75, Chaespeake 83,50, Gread Northern 64, Southern Pacific 83. N>rw-?yorst» 8. Jnli. (Nadio.> Devisenschlnßknrse. Taggeld 21/,°/0, Wechsel auf London 4,33,75, 60 Tage-Wechlel 4,30,76, Paris 5,12, Amsterdam 37,70, Berliner Schlußkurs 23'/, Prag 2,83'/, Silber 66'/,. Toller aus der Haft entlassen. , (EigenVierrst -der „Wiener Morgenzeitung".) Berlin, 8. Juli. Wie eine Korrespondenz erfährt, ist Ernst Toller, der wogen seiner Teilnahme an der Lahrischen Räteregierung zu sechs Jahren Festungshaft verurteilt worden war, heute nach Verbüßung seiner Strafe aus der Festungshaft entlass-, worden. Prosessor Willftlltter geht nach Heidelberg. -Professor Willstätters Verzicht auf den Münchener Lehrstuhl für Chemie wegen des antisemitischen Verhaltens -des Professorenkollegi-u-ms der Münchener Universität bildet noch immer Gegenstand der Diskussion in fast der gesamten deutschen Presse. Wie I. T.-A.' aus München berichtet, lbeabsichtigt der Mathema-tiker P r i n gs h e i in. sich dem Protest Willstätters-am,zuschließen und auf seinen Lehrstuhl zu verzichten. In einer Besprechung des Falles Willstätters erinnert die ^Frankfurter Zeitung" daran, daß auch -der bedeutendst« Biochemiker der Gegenwart. Pros. D-r. Jacques L o e b, ein deutscher Jude ist, der Teub'chland wegen a n t if e ntt t üsche r Anfeindungen verlassen hat, und daß die amerikanische chemische Jndsturie sich heute schon zu einer beachtenswerten Konkurrenz für die deutsche entwickelt hat. Die Ze-it-ung schließt: „D e r w i s s e n s ch östlich e A n t i s e m i t i s m n s ist d e r a l l e r g e f ä h rlichste, denn er schädigt Deutschland wissenschaftlich, wirtschaftlich und moralisch in der ganzen Welt aufs allerschwerst-e," Wie aus Heidelberg gemeldet wird, hat Prof. Millstätter einem Ruf der Universität Heidelberg zur Übernahme des L-chrstuhls der Chemie Folge geleistet. Die Einladung des preußischen Kn-lt-usministe rs, bdr ihm eine freie Forscherstelle «in Berlin an der Kaiser WilMm- Akadomie angeboten -hatte, hat Prof. Willstätter n i ch t a & g e n n 'v m e -n-