Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1938 (8.7.1924)
- Date
- 1924-07-08
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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eeae 2 MILN, "--^'^!7" ^/,"^-<.w^7ji,*77^,!'7ip^'il^^'lf|?^7^^;ii'n,iirr7,ll17.11 •’^'f iCCTWw m^gawn»»wwgt ^enen denn bic Paraden am Schwarzenbergplatz, die Reden der hochgebietenden Obersten vom Ernstfall und . von dem Tag? Welcher Ernstfall, welcher Tag? 9lic*- mand srägk diese Maippemheioren nach dem Feind,.,an' den sie denken, btx doch nur die Republik, die Demo- kralle, das Judentum sein kann? Daß diese unsägliche Frechheit eines Tages zur Tat übergeht, daß , die Mittelschüler, die ihre TuruechundUredaille. mit''den - hakenkreuzförmig angeordneten vier F, i-m Knopfloch; tragen, die eingelernten Phrasen eiwnWin , hie Wirk- > lichreit übersetzen, das zu wissen Canrt. man schließlich mit Fug und Recht auch von einer ' Regierung.derlangen. Aber sie steht derart im Banne der chauvinistischen Pest, daß sie gar nicht anders kann als Versprechungen machen. Wird aus diesen Zusagen. Ernst, Hann öffnet sich in Steinhof eine Zelle. Mal der Ncüoofat, mol der Hedemgg. Diese Hükenkreuzler und diese Frontiänipser haben . vor vierzehn Tagen den kranken Gündeskanzker.im, Spital besucht und eine Kundgebung hinterlassen, die gegen die jüdische Mordhetze protestiert.-Daß,die Be-, stätiguug ihrer Weisheit so rasch kommen werde, darauf waren sie wohl nicht gesoßt. Wer - die'Regierung hätte sich doch einiges denken^ können, als der Monarchistenverein „Oesterreichs Zukunft" seine Flugblätter - verteilte, als die hnndertundzwanzig. Noüvvsat-Brigadisten hinter ihren Hakenkreuzfähnen hinaüsmarschier-, ten. Regieren heißt vorausseihen. In Oesterreich aber nicht. Und so werden in Bälde wieder unter den Klängen des schönen Liedes „Zerschlagt die Jüdenrepublik" : die Salven krochen. Herr Front wird heute eine Rede halten und er wird sie bald wieder herunteölesen können. Man wird natürlich wieder von der großen Not des deutschen Volkes schwätzen, das-durch den-Schaudfrieden in die Gefahr seelischer Verkümmerung geraten ist. Das ist, um es gleich zu sagen, frechster Schwindel. Nirgends besteht ein Anlaß, die Jugend mit Waffenpässen zu versehen oder sie ohne solche in.die Donauauen zuschicken. Nirgends besteht ein triftiger Grund für die Hakenkreuzeleien in den Hochschulen, ' in den Aemtern und in der Verwaltung. Aber auch aus der hierzulande so beliebten.Schlamperei lassen sich diese Dinge nicht' rechtfertigend Es äst ja wahr: das' Telephon funktioniert nicht, in den Rettungskasten ist kein' Verbandszeug, in Gloggnitz war bei den: Unglück kein leitender Beamter zur Stelle. Die Lenker der Gesellschaft habew eben anderes zu tun. Sie vertiefen sich in die Geheimnisse der Rassentheorie, und bekämpfen den Marxismus. Das Mördergesindel läuft jeden SöUntag ins Freie und ertüchtigt sich zu Disziplin und Respell vor dem Gesetz. -_ Die Wahlen ins Berliner Studentenparlament. Aus Berlin berichtet I.. T.- A.: Vom -1. bis 3. d. fanden die Wahlen in das. Berliner Studentenparlament, statt.. Das Skrntinium erbrachte das überraschende Resultat, daß. die bisherige, ' Zweidrittelmajorität der Rechts gruppen gebrochen ist. Abgegeben wurden 3771 Stimmen, davon 1359. für. die Linksgruppen. Es erhielten: Deutscher Studentenbund, 18 Mandate (vorher 18), v er ei nigt e jüdische, Gruppe . 6 (4), Jugendbewegung 7 . (5), Kommunisten 3 (1), Fmkenschaft 3V (28), Korporationen 12 .(17), Berliner Waffenring 23 (22). Die drei letzten Rechtsgruppen bilden also noch immer die Mehrheit,, jedoch, statt früher mit 87 jetzt mit 66 Stimmen. Der Wahlkampf wurde mit einer an der Universität noch nie .beobachteten Heftigkeit geführt.' Der. Studenten-. ausschuß hat bei-der Erteilung der Wahllegitimationen von. den Auslandsstudenten ein Religionsbekenntnis gefordert. Dagegen protestierten die Miuderhei.tsg r u P-st2 nmit der Begründung, daßdiese Forderung eine krasse Verletzung der Reichsverfassung bedeutet. Uuidersitätsrat Ma.rkart gab dieser Beschwerde stall, so daß am dritten Wahltage von der erwähnten Forderung abgesehen worden ist. Inzwischen sind auf diese Weise dieleausländische - jüdische Studenten Ihres Stimmrechtes beraub t worden. , i Latzerierememoire«. s Hitler Politisch abgesägt? " München, 7. Juli. (S. K.-B.) Im „Völkischen Küriet" . keilt Adolf H itler aus seiner Haft in Landsberg am Lech mit, daß er die Führung d-er nationalsozialistischen Bewegung niedergelegt hübe und sich auf die Dauer seiner Hast jeder politischen Tätigkeit enthalte. Wie das Blatt meldet, liegt der Grund für diesen Entschluß darin, daß Hitler zurzeit an einem umfangreichen Buche arbeite, Wie das Blatt weiter mitteilt, . hat General Lude-ndorff den völkischen Abgeordneten Straßer von der ehemaligen nationalsozialistischen Arbeiterpartei für die Dauer der Jnhasthaltung Hitlers in die Reichsführerschaft berufen. Die Reichsführerschaft der gemeinsamen nallonalsozialistffchen Bewegung besteht nunmehr aus Luden do r ff, Stra ß e r und. &. r äse. Der Proreß gegen Hermann. Berlin, 7. Juli. -Im .Prozeß gegen den svüherien k h ü r i n g i s ch e n I n n e u m i n i st e r H e r m ä n n und seine Mitangeklagten ist heute das Urteil "'veMndet worden. Mnister .Hermann -wurde wegen falscher Beurkundung zu einer Geldstrafe von 1000 Goldm a r k verurteilt. Hinsichtlich dss Zweiten Teiles der klage, in welchem gegen den früheren Minister Hermann «der Boywurs der Menbeftitigung erhoben wurde,'erfolgte, vollständige Freisprechüng. Diee<nuerhielte» /ebenfalls hohe Geldstrafen.* n , . IieSonntygrschlacht amtlicher Berich/, den' die uivdeMetreichische DMeSregrerung gestern "lpMizieren' ließ, versucht die SchreckenHzeMN. vom Sonntagabend ' in - Klosterneuburg. a«S; -er 'KäZemöeMssHettE'tÄrjüsME ' 4 Dartach marschierte' a'm Sonntag gegen 6 Wr nachmittags ' „eine- Abteilung HakenkreüLers M-a 90 Mann, unter Wh- -- ' runa ' .... . V, -’.v'; des" Privatbeamten Mx Harand ans Wieg durch die rkDonauaueu gegen den Bcchnhof Älosterneühuvg'-tKi-erling. -B.Ä.»dem' in-, nächster Nähe des bezeichneten Bahnhofes befind'llchen Sportplatz der iostaldemolr-aw ischen Partei -bemerkten angeblich die Hakenkreuzler, daß sich dort Angehörige der Arbeiterwehr in-Uniform befanden,. von denen vermutet würde, 'daß.qie üepen die - aumarschierenden Hakenlreuzler Stellung .. nehmen werden. .Mts. .-.diesem. Wunde, und. Mn seine Leute ' zu sammeln,. lleßi d'er. Kommandant H a -l t u nb /F -r o n t l m.a ch e n; während guch auf dem Spörtpklatz das IS a m m e l- '-IsngaUl ertönte.' . ' '-i' ' 7 \ .;• Nach längere in Parlamesttieren einigten sich beide Par- . leien dahin,..daß'die Häkenkrejrgler ihre. Ovei Fahnen'-cinrollen--u-nd dann abmärschieren. Tatsächlich m-avschierte:' bie, ' ölbtzeilung Häkenkreuzler gegen den BähnhohKterliNg ckb.^von. dem--nachdEängenbe«b'Ärheiterpukblirümibegleitet.' . " ----- '-.-Hiebei -.sielen Pfui- und Schmähruse..und es entstand . M-.der^Dueue'Mischend den'..goguerischev ^Parteien .M-e Schlägerei.. Iluterdessonwar der Iug bei der Krevlin-ger Brmße^ ahgelangt, wo Mchüsft. fielen. . Wer die Schüsse ab- ' gkg^ven.hätte-, .roMte bisher > . : . , . nicht erirtvandfrei sichergestellt werden. . ,.Die. H-ak e u k-re uzl,-e"r -.flü.-ch t-cie lt durch ■ -die : Parkanlagen längs des Bahnhofts/Kierling in der Richtungnach Men. Hinter dem Bahnhof-Kftrling mündet der KrerllnMch. inden' sogenSnnftrr Durchstich (Donaukanevl) sin. Weber den Bach führt - . ' - - - ein schmaler Holzsteg. . Dorl-stäute-lsich die Menge. 'Als> dft Hakenkreuzler den Bach. ichevsetzt hatten, , nahm..eine , aus mehreren Hakenkreuzlern -<dror,oder vier) bGehenide . . - Nachhut. . Stellung und f euer te m e h r e r e S ch ü s s e auf ihre Bra'- -fotger:. Später nahm diese Nachhut noch einmal Stellung und; fair er te.abernrals Schü sse ab.' Sodann übersetzten sieiKrln'ächst zu dem Wächterhaus die Bahnstrecke und slü ch- - te t« u auf der parallelführenden Wiener Straße biszum sHause--Mr. 8 und von dort durch einen, rückwärtigen Ein- -Mnq i'n.die Pi.on i-erkNiser ne. Ein Teil hatte sich zerstre-ut und.dürfte die Flucht nach Wien fortgesetzt haben. In der Kaserne selbst wurden . ' M Hakenkrmzter, teilweise durch die Gendarmerie gelsammelt, in vorlä-ustge ..Be rw ah r u ngs'-hä f t genommen. Dortiselbst wurde von der Gendarmerie anffämtttchen HakenTreuzlern e i n e P e rfou^.bes'chreib wvig. vovgeuomMen, wobtzi mehrere .Piftöken und Revoäver sowie Stich- 'und M.e-b'w a f f e n vörgefunden -uüd. - abgetwmmsn - würden. r Ein (Seif der Wgsftnträger war - ' - .- - - - - 7 tzürch^Wafftnpässe lgödeüv. dft 'ebenffaM äbgenoMmen würden. 7 Später traf, von Tulln kommend, eine.Abte il-u-n g ArHe'i te.rwehr am Bahnhof KieMna ein und marschierte geschlossen in Begleitung emer. großen Menschenmenge, v' o r . -.d'i e Pio n ie r kas er ne. Sieverlanigte. 'die Herausgabe . der Hcckenkreuzler,. um an.ihnen- L y nch s u stt z zu üben. ' Rach längeren Verhandlungen gvlang es,, die Volls- MLNge zum Ausemäudergehen zu bewegen. -. Diese Schilderung ist. so. gehalten, Äs wäre das Marschieren. Kommandleren und Sign-äMaftn eine ftlbstberständ-- liche Angelegenheit in einem Staate,'der 'doch schlftßlich Militär-'urtd Oollzeigewalt ausübt. Nochschöner aber ist die Mitteilung, daß die Hakenkreuzler einen Angriff -vermuteten". Was hatten sie denn mit ihren Fahnen vor dein Sportplatz der Arbeiter zu tun? -Dieser amtliche Bericht ^bestätigt ja gerMzu-'die''Äch'i'ch't der Provokation. Ünglaübjwürdig ' ist die Drohung mit der LhuMusllz,"Meshalbs Mt'der Bericht hier rechts Genaueres an? . , .. In der Umgebrmg von Klosterneuburg hatten am Sonntag,-wie es Heuer schon w^rholt der FaÜ.gÄveftn war,, m i> lä t a r i s ch e U e b u n g e n der Hakenkrenzler statt gefunden'. Auf dem gegenüberliegenden Donauüfer bei iKörnlenbiilr.g waren solche Uebüngen sogar die ganze Nachtim G#art-ge. Die Hakenkreuzler waren militärisch Ausgerüstet, viele'trugen - ' ' ' bajonettallige Messer. Wie, sich später herausstellte, waren auch vftlebon ihnen mit Sch l!' ß w-affe n ausgerüstet. In dem Zuge, der.sich gegen dceiviertel 6 U'hr dem Sportplatz näherte und etwa ISO Mann stark war, werden zwei große, mit dem Hakenkreuz geischmückft F a h n e n mitgeführt. llumittelbar vor dem Eingang zum Sportplatz konk« .mandierte der Führer-dr Abteilung: „Hakt! Links Front!" . 'Die Truppe stand mjt.dem Gejsicht zu-m.Eingang.in.den ü-nd fang fortwährend ein Münchner Lied: 44 ,p| j'jH^ »Zerschlast die JüdenrepMik!" Der Sportplatz, und nameMich das Ein-gangsto.p, war . von den u ni formierten Ordnern des republikanischen Schutzbündes flankiert. Hier führte'das Kommando der-Kassier des Schutzbundes, H o n z a k,' der aus den Kommandan ten - der Nationalsozialisten, den 29jährigen Mediziner Erujst L-a n g.e r, gutrat und.diesen ersu chte.,seine 'Abt-eilung weitermavschieren zu ,lgsftn, da sich sonst leicht ein KonMt -ergeben'könnte. Besduders dringend Lat .Honzak, daß die'Hakenkreüzlerfchnen eingerollt werden, die weithin sichtbar allen^ Festteilnehmern bie-^»t^ wesenhe'it einer hakewlreu-lerischert Formation verraten. Di-e>se i Aufforderü-ng sührte zu. ejtter l ä n ge re n A u 8 e i n a n d e %* se tzü-Ntz.. Tatsache ist, daß plWich auf seiten der Hakenk^echftr. das. Kommando ertötzte: ' i st'- E. «S^wärmlinie bilden," -; -v%af diefts Pitznästbeiwegft sich ein Teil der Hakeiftreuzler übev^je-Maße zut Brücke ' und von da.' zu dein -zur Donau in Klostemeudmg. fuhrenidcu Weg,.von wo gerade mehrere Gruppen, öo« -- Bade > - ä st in heräufkamen.. Eine. zweite Abteilung von Hakenkreuzlern - -lief über. Me Brücke und besetzte den B r ück enk o p f auf der gsgenüberliegenden Seite. Ein dristker Trupp endlichging in Schwarmlinie gegen den Sportplatz - selbst vor, wo zunächst die Arbeiterortdner umringt wurden. Nun war der Lärm bereits so groß geworden, daß auch die weitere Umgebung in die Panik himingezogen wurde. Das. Schauturnen auf.dein Sportplatz war längst. abgebrochen. worden, ' Frauen und Kinder drängten sich jchMend in der Mitte zusammen, die anwesenden Männer bildeten einen Kreis um sie, um sie zu schützen. Aber Ebensolches Schreien und ängstliches Zusan;nlendvänge« > konnte man unter den heim-kchrmiiden Badegästen" bemerken,' denn schon hatte der erste Schuß gekracht. Die Äusregu-ng wuchs von Minute zu. Minütei V e r-'' gebens warfen sich die Arbeiterordner den. Hake n k r e uz lern en t g e g e u. Diesen gelang es, d ä s Tor des Sportplatzes zu stürmen und schießend in diesen eiuzudringen. Es herrschte ein unbeschreibliches Ge-, dränge. Mair muß es geradezu als einen Mickssall bezeichnen, daß tu dem herrschenden Getümmel den vielen . anwesenden,. Kindern nichts Aergeres widerfahren ist. In dem Luinult wurde den Hakenkwuzlern eine ihrer Fahnen . entrissen und zersetzt. Nach Behauptungen der Artbeiterordner hätten die Hakenkr euzler an hundert Schüsse abgegeben. Aber auch die beiden anderen Abteilungen der HakenkreuKer an den beiden Enden der Brücke machten von. ihren S ch u ß w ci f f e n Gebra u ch und bei den ' heim- ■ kehrenden Badegäsftn herrschte womöglich eine noch größere Panik als auf dem Sportplatz. Diese Situation mag etwa.', eine Viertelstunde gedauert haben. Sei cs, daß es den Avbeiterordnern doch gelungen war, den Uebersall abzuwehren, . oder daß die Nationalsozialisten, dem Befehl ihres Äom- Mandanten folgend, sich gegen das St ad tinnere zurück- ' zuzichen begannen, lösten die Kämpfenden sich etwas von einander los. Damit war die Schlacht aber-nicht zu Errde, denn den gegen die Pionierkaserne sich znrückz'ichenden Na- -tionaffoziälisten drängten die Arbeiter nach, dabei hörte man immer wieder Schußdetonationen, cs wurde von - ' - Stöcken, Messern und Schlagringen 'st Gebrauch gemacht, Steine flogen, man hörte das . angstvolle'' Kreischen von Frauen und Kindern und anderen unbeteiligt' in diese gefahrdrohende-Situation Geratenen. Schließlich waren die Nationalsozialistenalle im Hof der Pionierkaserne. iÖrtS-1 pvlizei, Gendarmerie und die militärische Kaftrnwache schlvsken- -die Tore und Mgannen mit. der - -.st^- - Entwaffming der Nationalsozialisten. - Vor dein Tore aber drängten sich bis in die. Mtert Nachtstunden - eine dielhundertkopsige aufgeregte Menge.' Die Maßnahmen -er Regierung. ' Noch imt Lauft der Nacht aus Montaig hätte sich Untere ' .suchun!gsr-ichter Dr. W e i ß w a s s er vom - Vandesgericht 8 nach Klostevn-eubung begelben, mn dort an Ort und Stelle die- - Untenfu-chung einznlviten. Ihm waren zur dtssistenz Poligei- - Tommissär Dr.-Lew i \\ ch vom Wiener Sicherheitsbuveau und -eine Anzahl von Kriiimmalbeamten bvigeigelbön. Der Nuterisuchungs-rllchter tvalf in der Pianierskalseme in Klosterneulbmg 5 6 National sog iialisteu an-, die dort unter Bewachung - der inzwischen zusammengezogenen Bahn-gendchrme tie ' standen. Unter ihnen besanden sich Hochs-chiüleirF Graveure, Schlossser,. Tischler und andere Handwerker. In ihrem Beisitz fand man an Waffen: sechs Revolver und Patronen, einen Schlagring, zwei Bajonette, sieben Dolchmesftr, einigle Gummikniittel, eine Hnudspeitsche und vier gefüllte Revolverinagazine. Sämtliche Angchaltenen wurlden geistern um 6 Uhr srüh , mit Lastautos nach Mengebracht nnd dem Landesg^icht Wien 2 Äbevgeben. Wahrend der Fahrt kam es wiedechol/vor, - daß politisch t Gesgu icr, als der ArvfftantentvaMor-t - voMersuhr, Steine gegen die Mtos. wavftrt und in Schmäl - rche a-uGrachen. . - Wie es gemaW Mrdst ' In dem Wiener TaMatt der Halkenkveuzler. erläßt det Qbnrann der Wiener Alldeutschen am Sonntag den folgenden Auisrus: - - - Alldeüische Mens und Umgeblmg! Auf znm zweiten Kreistumfest nach Memr-NMstadt! - In dev Zeit vom 18. bis 20. d. (die Haupttagung ist Sonntag den 20. d.) findet .in Wiener-Neustad t ' das .Zweite Kreistuvnfest des Deutschen TnrneMmdes (1919) statt. Bon MarxlstiIscher Sei-te Iso ll.en Störunigen -g e plant Isein. - In Ansehung der Dass e u Ib r iü d z rschast, die uns mit dem Deutschen Tur nerbu ud verbindet, hoffen wir'aus einen zahlreichem Besuch aus dvn Reihen des Landesverbandes Wien und UmMung des Alldeutschen Berbaudes. Für die LatckesveEandsleitung:' ' > Do. U r s.i n, d>zt. Obmann. Das kann demnach eine laute Belnnidwng bei .brstderschaft werden! 'l' Ä>rr Stahlhelm. Weimar, 7. Juli. (Del.-Komp.) In Gera kam 'gestern zu 'einer blutigen Schlägerei zwischen rechtsradikalm . S t ä hl hel m - Le inten und KommunisMr, wvbei eine. Hrößere Zahl von Perlsonen verletzt wurden. Um die erbltternd- :.Känchftndvn zu trennen:, mutzten größere PoHmabtEungen eingreiftn, die mehrere Verhaftvu'aen Vornahmen. /