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Wiener Morgenzeitung · 1924-07-06 · Heft 1936 (6.7.1924) · p. Seite 11

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1936 (6.7.1924)
Date
1924-07-06
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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•WcK%$ m im Mett, Dönntäg bezogest, die Kühnen in. Jerusalem und Tel-Awiw?ettts sprechend ausgerüstet. Der Nahmen.eines Briefes' gestattet 'mir nicht, Me Schwierigkeiten und Hindernisse/ alle Anstrengungen und Opfer aufzuzählen, die ein solches Merk : zu überwinden HM, um in eitlem, noch, halb unkultivterten Lande zu gelingen. Herr Golinkin überwand alles und die hebräische Oper entstand! .?Tnt 26. Juli vorigen. Jahres wurde „Traviata" in hebräischer Sprache zu in ersten Male aufgeführt.- Der Erfolg war sehr gross. Die Oper wurde in Jerusalam, Haifa und Tel-Awiw je drei bis viermal aufgeführt und stets mit jubelndem Applaus von Juden, Engländern und Arabern ausgenommen. Seither gingen mit großem Erfolg „Nigvletto", „Pagliacci"-, „Faust" und „Romeo und Julie" je zehn- bis zwölfmab in Szene. „Die Jüdin", „Aida" und „Der Troubadour" sind in Vorbereitung. Kürzlich, als ein Jahr verflossen war, seit Herr Golinkin ins Land kam, wurde ihm zu Ehren ein großes Fest veranstaltet, an dem auch der Oberkommissär Sir Herbert Samuel und andere Würdenträger teilnahmen. Die hebräische und englische Presse kann nicht genug Worte des Lobes für das Werk des, Herrn Golinkin finden, deraus nichts etwas'. Großes, hoffentlich auch Dauerndes, an Erez Israel geschaffen hat. Denn wir dürfen nicht vergesse^ daß außer, der - moralischen und geistig-kulturellen Bedeutung der hebräischen Oper in der jüdischen Hauptstadt dieses Unternehmen insgesamt über sechzig Familien, mit einer Gesamtgeldgebrrung von über 6000 Pfund,, den Lebensunterhalt gibt. Und wenn Arbeiter und Chaluzim lieber auf Brot als auf gute Musik verzichten und nach einer guten „Faust"- Aufführnng nächsten Morgen hungrig aber zufrieden und frohgemut zum Steineklopsen hinausgchen — so darf man ruhig und zuversichtlich hoffen, daß es unserem Volke gewiß gelingen wird, nicht bloß eine nationale Siedlung, sondern, auch ein schönes, die jüdische Seele erhebendes Heim m Erez Israel zu errichten. , ,! Aus den Theatern. Zrn Sch 8 ubrunnerSchloßt bester gelangt heute der Schwank „Unsere kleine Frau" zur Erstaufführung und wird Montag und Dienstag wiederholt. Anfang 8 Uhr abends. - Volks o per. Heute „Derlustige Krieg". Morgen „M arth a". Dienstag „M i g « an". , Jnr Deutsches Volkstheater beginnt -die Sommerspielzeit am 1. A u g u st mit einem Gastspiel der E x l- B L h-u e, das einen acht Abende umfassenden S ch 8 n h e r r- Zyklus Enthält. Am 16. August beginnt die regelmäßige Spielzeit des . Deutschen VolkStheaterS unter der Direktion Dr. Rudolf Beer mit der Erstaufführung von EichendoxffS romantischem Lustspiel „D i e F r e t e r". In den K a mmersp 1,0 l e n findet Mittwoch, 9. 7 Uhr abeüdS, die deutsche UrauMrung von Georges Bf e y.d eä u s Schwant „B e t L e o nie i st was l o' 8" UVe -°-^1 6 $ s 1 -e v » v a n c s^ .statd Zugleich mit. FeydeastS! Schrvank wird Egon- Erwin Kisch' - Groteske - „D t. e G a lu e n t o n l (D t e Him m c l f a h r t. derGalgent o n tt") wieder in'den Spielplatt ausgenommen. Im T h e a t e r in d e r I ose f st a d t findet Mottos, V»8 Uhr abends,. eine W o h l t ä t r g k e i t s v orst e l l u n g zugunsten der Hinterbliebenen der verunglückten Bergleute von Gloggnitz statt. Es gelangt die Komödie Alt kelch e lt hat g e t räum t" zur Aufführung. Die Rolle der Marja Alexandrowna spielt znm ersten Male Frau Hertha Hagen.. ^Jm Carl-Theater wird durch das amerikanischjudische Kunsttheater-Ensemble heute und nwrgrst „T e w j e, der M i l ch m a it it" von Schalom Alej ch e m aufgeführt. Dienstag gelaugt zum e r st e u M a l e die Tragödie „D i e s i e b e n Geh äugte n vott Leottid Andrejew zur Darstellung. L n st s p i e l t h e a t e r, Heute, 4 Uhr nachmittags, bei ermäßigten Preisen der Schwan! „D er keusche Lebemann", abends wie täglich die Novität.„Der kühne S ch w j m m e r" mit Karl Knan ck als Gast. Kollektivausstellung Urrel Birnbaum. Die von der Wiener Zeitknwst vera-ttstaltet-e dritte KollektiveussteMurg Urtel Birnbaum i-m Saäle des Muen FrauMMs, 1. BaZ., - Tuchlanben 11, die «an 80. Jmwi hätte geischloffm werden sollen, wurde zufolge «des lebhas-tein Interesses, dem sie begegnet, bis zum 15. d. Vertäu-g-ert. Besuchszeit täglich von 9 bis 6 Uhr, Sonntags von 10 As 1 Uhr. Dlrektionswechsel im Badener Stadttheater. Die Direktion Karl Inh as z und Albert Hu gelm a n n haben die Leitung des Badener Stadttberters sowie der Arena übernommen und die Sommerspielzeit mit einer sehr gut einstudierten AufsiihrMg des „B e t t e lstiud e n t e n" eingelettet. Das zum großen Teile tleue Ensemble war mit sichtlicher Spielfreude bemüht, einen Beweis zu liefern, daß auch auf einer 'Provinzbühne wertvolle künstlerische Arbeit geleistet werden kann. Besonders gut war Stinrme und Spiel des neuen Tenors Fritz -Rober t iIanicki); Direktor Hu g elma nn gab den Ollendorf. mit köstlicher Komik; auch Thia Klein, (Laura) gefiel sehr, in den höheren Lagen bedarf die Stimme-je>doch noch einer Weiterbildring. Voller Frische waren Regie (Robert Wolf) und die musikalische Leitmtg (Karl Wiesmann) Das bis zum letzten Plätzchen gefüllte Haus, (ein in Baden selten .gewordenes Bild) spendete überreichen Beifall. 'Wenn es der neuen Direktion gelingt, das' Niveau ihrer Eröffnungsvorstellung zu halten, ist der Badener'Bühne-die beste Prognose zu stellen. . Dr, W. Das Prager tschechische NaUonaltheater im /Modernen Theater. Wie w'ir von der DbrertiM. ldes Modernen Ahea-t-er-Z evfähran, wurde durch- De-Mtmunig ' der KonzevErekttion Kuta ein V,e-rtva>g gchhwffen, dem-ujÄige -a>m 11.; Iß. und 13. d.' im Modernen Dbeateo ein EMiMe. votr SchanMaleM des iijch.echifchen N-aiionaltih>ewter8, .unter. FHru»i.g des OiberveglssvuW Mllos Ncwy gastiert. Im MbtalipwM des CtlistmAes, das.sick^- ausjschKeWch aus den ersten KvÜften zn!s>amtnen!setzt^ steht die lyervorragendy tfchechüsche.Schauspielerin Anna SedillacEova, die auchgn Paris i>n fvantzöstsche.« -Sprache mit fenssationellem- Erfolg - -rvuiMrxlen , ist. Dies-ist das evste tschechische ProsaigaWiell und dos -wüste Gastspiel des Pvager NqtvoMtlhe.aher8.in. Wien..! Morris Winschewsky in Moskau. Wie wir - ^vaitsge Kurde:..dvr.. MisGV7.AMttEOdr(MovrsS. Y von.' SMet'vWWM.aKrgelMitH WW iLcMisäoerid'in' Rußland zu hevbriwM. Wmfchewsst)^ tifaf 'mrt «seiner Gattin am Ä. Juni i-n M o 's k a u ein. WiEv MorgWzMung. riijiwaiiiiMift Ifiir«yiflir7- Alle Arten von rvumiridfiuiiB ubi rMuaii^urivii caiwiiipivuaniv.nyrani Ktetifl- Mtzo Bankgeschäften Wien, I. Seitzerdaff« 4 Telephörie? 60-4-82, «0-4-93; 63-4*85, Ö4>442, 6Q-4-78, 69-4-82 Telegrammadresse s Prapobank KW Beleidigung durch? Telephon - nicht ^Entgegender bisherigen durch. Entscheidungen . des Kassationshofes-' gebilligten Judikatur, daß telephonische Beleidigungen als öffentlich anzusehen sind,., hat gestern .beim Strafbezirksgerichth 1,. Lande^gerich'tsrat -Dr. Frieda.- in-einem Urteile" ausgesprochen, daß Ä-errsserüngen' durchs T e l e p.h-o ir nicht als o f fe n t l-i ch, an z u s e h e n, daher ' eine Beleidigung durchs - Telephon .-nicht, den Tatbestand einer Ehrelcheleid-i-gürig beinhalte. Gegenstand' der Verhandlirng bildetd ' eine - E'Ehrenbeleidlgungsklatze, die - der ' Kaufmaün H.' gegen' einen 'Geschäftsführer'eines Kinos, eiugebracht hatte.' Nach Inhalt, der Klage.soll der Beschuldigte im Verlause eines telephonischen Gespräches dem Kläger den Ausdruck „Falot" -zngerufen haben. Der Angeklagte erklärte, daß er'von seinem IelWonzimmer aus den Kläger ängerufen, ihn wegen eines Brieses'zur Rede gestellt und, durch eine Bemerkung des Klägers gereizt, diesem im' Berlaufe des Gespräches' durchs Telephon zugerusen habe: „Sie benehmen sich wie ein Falot." Der ÄngekbagtL erklärte, d!aß' zur Zeit des Gespräches im Telephonzimmer,-welches, nur für feine Angehörigen und für Angestellte des Geschäftes zugänglich sei, niemand anwesend war,' - da er vorher feine Telephonistin aus dem.-Zimmer weggeschickt habe. - Der' Richter lehnte mehrere von beiden Parteienvertretern gestellte 'Belveisanträge als überflüssig ab und sprach den AngeklaFten str e i.-Jn-der Urteils'begr-nndung führte der Richter. aus, daß' das' Gericht der Ent,sche'id-u.-ng d es. Kafs atiotts-H of.es,. wo.-stach .TeldHh on.gesp'r äch e / -^l.ß ' 8ffetttlich get.'ane . Ae uß er-u-ngen-- anzufehe n. sind,' nicht beipflüchten k!ödime,,dqß nach Ansicht drS> Gerichtes Telephongespräche nicht den Gharäkter von öffentlichen Aeußerungen haben. Es sei allerdings nichtig, daß die. Organe -der TelePhonMtrale, die . übrigens zur Aintsverschwiegenheit verpflichtet 'find,', das Zustandekommen oder die Führung von Gesprächen zu. MerwWen Haben Urld dass'sie so' rn die Lage - von Gesprächen Kt Haren. Es mag ferner richM 'sein,-'daß (M'(Mchchvnein^' vichtnngett mituttter infolge WM '-Mängeln' bei/ der - .Bed-enuNg' oder' in technischen MnStionen" es mit 'ffch(bringen,(daß Mch( fremde Teilnehmer ein-Gespräch Mthörelr, -insbesondere -ist es Möglich, daß in der Hauszentrale des PrivatanWgers das Gespräch von der. Telephonistin hatte behorcht „ .werden .können. Aber derartige Zufälligfeiteu, die' mü dem -Wesen des -Telephons,i den Verkehr von' Person zu Person mit Ausschlussvon Zwischenträgern zu emiöglichen, eigentlich im Widerspruche stehen, können nicht ausreicheu, den Tclephongesprächen den Charakter-einer' öffentzich.-geführten Überredung zn verleihen. Der Vertreter der Privalllage meldete die Berufung an. Prozeß gegenantlsemitWe Azedentenia Bukarest', 5. .JuR. (Tel.-Komp.)' Gestern im ftlaotfeti'Wte vov d^m dörWn Kriegsgericht -dr Prozeß «egen 'drei Un-lversitätsHörer LmWfültzÄ, die anseklergt waren>, sie die Auslagen -mchrerer j ü d it ch er Ge | chä f t e z ertr ü m m et t mb vm der Mvatze aus mehrere Red olvers'chüisse m die WohMdn>g. des . Rektors -der Klausendrirger Unlverliiat, Jakoboviei, abgefeuert ihaben, ohne jeidöch den Rektor zn treffet Düs Kriegsgericht vevurtertte 'die drei Rngeklagten zu je 16 Tagen Arrest. Me BemrksMn legten, gegen das Urteil B>vvu<fung ein. ' ./ ~ ' ' Mlchpantschereien in.den westlichen Be-itten. In, -der letzten Zeit haben sich die Strafrichter des BSKiMgevvch'tes FunfhüUs mit zahlreichen Fällen vvn Milchverdväisferuaig zu befassen. In der letzten Woche allettN fanden meh-b als'v'tevzig/'derartttge Verhaimd^' lnn-geu statt. Die- Richter (onMierten dinistinmwiia, 'daß' die van der Staatsauwaltischalft erboibenen AMitgen. Mewals -in dieif-enl ÜnvfaUg -das Gericht beschäfttgt halben - wie jetzt. Jnsibchonder-e sind es die Prole.da,vi.eMnder, die dadurch am meisten leiden -Von den vier BHiriken, die dev Ge-richts-- barkeit des B-eMsgevtchtes' FünHau^ unteristchen, stellte, m der letzten Woche Ottalrina das Höchstikontittgsnt mit 18 -Angcklaigben, Hernals mit 13, .FüNfihcvuS 8 Md Rrvbolssheim mit«. Fast alle Anigelklagten gaben aü, die Mich schon gÄväsiert oder ettivaihmt echalten zu haibeu. Gst oiWitzek, und.MaV der 6-ljähvige Äeolpold' Gtoi-Ma, geistauid fr-eimiWiN: ,,Ja fveM, Herr Richter, Hab' -t .a Wasser .zwgösseu, aber - netviel. Schmn S', Herr Richter, i halb' stckben Küh', die >geben iibe-r achttziig Mer täglich, aibe.r.für diä Kürwoche wm's halt Ml zu iweinig lmd'- da yab' ich halt- .nachgchoisfM, .Mr net — R i ch t-e r: Sie wissen doch, daß .so etivas veribotün 'ist. Uebvigens muß ich der Wahrheit gemäß konltati-even, daß Sie der erste und viuWe- Milchpa-ntMr sind, .der amr bisher untHMkolmnen ist, bk, Kug-M, dass -er die MW gewässert Mt. Mt Rücksicht -auf ^das MtändniS-—-400.000 K. GHfwaist. — Gine a-ngeklagtL - MmWfMWöMaiiinwu-rde fverigchpwchött. Bdr Freude öffnet fiei-W 'GMtaschs, W «klW f50.000 Kvoaen-Nme -auf den - GertchtsMchi u-nld sagt M zitternder Stianw.e: ,Wr die RettungWelsellfchÄst." Der Richter be-merku lächelst: „Das ist heute schon die zweite. Ja, ia> -das böse Gewissen,!" ,,,. Börsendilmmerung? M«ig Ware. — Deckungen der Kontermine.Retardierende Momente. — Die gebotene Vorsicht. J In der vergangenen Woche hatte es den Anschein, als ob nunmehr der Tiefstand der Krise überwunden wäre und die' Kurse einen Anlauf zur Vessernng nchmen, wollten.. Als am: Dienstag'auf den Tafeln einzelne Werte mit Plus aufgezogeni. wurden und auch in der Kulisse die Effekten höhere Taxierun-' gen aufwiesen, und als sich diese Vewegung am Donnerstag fortsetzte, da wurde von vielen.behauptet, nun sei die Wen-' düng da. Es sei -der Anbruch einer neuen Bewegung, die all die klaffenden Wunden, welche -die Bövsenderoute bisher ge-, schlagen,, endlich: schließen-werde. . ' 4 Es spricht gar manches für die kommende Besserung. Der Frankenclearing ist vorbei. Ztvar hat der Juni-Clearing nicht! den glatten Verlauf genommen, der allgemein eÄv-artetl' wurde, und einige Pendenzen sind nur schwer bereinigt, worden. Doch es kann ruhig gesagt werden, daß nunmehr dix Epi-s sode'der Frankenspekulation den Markt nicht mehr tangieren , dürfte. Die Kurse haben auch 'ein äußerst niedriges Niveau! erreicht, viel tiefer als es dem tatsächlichen Werte entspricht. >’ Es ist schon Raum für eine Besserung vorhanden. ' Dazu kommt noch, düs; das Jnterventivnskomitee in. ber letzten Zeit das meiste Material ausgenommen hat und jetzt mit der Herausgabe dieses Materials ziemlich zögernd vor-! geht. Es verfolgt damit einerseits den Zweck, die Kontermine j emzuzwicken, andererseits darf, nicht vergessen werden, daß das! . Komitee' die meisten Effekten bei weichenden Kursen äüfge-^. inommen hat .und daß diese viel höher ware-n als.die'jetzt! ^geltenden. Das Jnterventionskomitee müfete also effektiv^ der-s - lieren, wenn .es' jedes vorn Markt gewünschte Quantum-'selbst! zu besseren Kursen abgeben würde, weil diese Kurse noch lauge!, nicht den damaligen Stützttttgsiursen entsprechen. Die Wekten-1 mengen, die zu den niedrigsten Kursen ausgenommen wursten,) sind ziemlich gering. So kann auch rein technisch vom Inter-! ventionskomitee nichtverlangt werden, daß esmit 'größeren^ -Ubgäben.^ jetzt vorgche. . Da abep auch sonst memarch - jetzt abgeben will^ ist^es! - kein WMder, Haß .die Wäre a u f d em MwM-t.e ^Ka-e'm-- lich rar ist. Unter solchen Besthältniffen ist MKfellvs^Raum! für Steigerungen vorhanden. - ' . , '^- Es dürfen aber bei' ruhiger, Beobachtungnicht diejem-gen | Umstänb-e übersehen werden, welche gegen eine rapide Steigerung, derzeit sprechen. Es ist wohl richtig, daß keine.Ware! da ist, es ist aber ebenso richtig, daß keine'.Ä-ä-u-f^wIvor^ Händen sind. Das' Publikum hält sich zurück. Einige Blätter wußten von Käufen des Auslandes zu berichten. Es . kann ruhig behauptet werden, daß das U'usland nach Wic.n leider noch lange nicht den Weg.gefunden hat. Wenn von der einen oder anderen Bankaktie kleinere Posten von New-Uork oder London angekauft wurden, st> heißt. das noch nicht, daß w-irkllch das .Ausland aK Käufer aufgetveterr ist. Tatsächlich herrscht für österreichische Werte weder don noch in.Paris noch in New-Uork derzeit ein Msseres^Ju-1 teresse. In den dort geharldelten österreichischen-,Effekten wiÄ nur selten ein Schluß getätigt^ geschweige den«,.daß Sehnsucht! noch nur in Wien.gehärtdelten SftirrreWschen ).WM«n vor-'; Händen wäre. Dieser-Umstand darf wicht au-ßser ach t ,g,r^ laffeu werden, wenn auf ei-ate balbi-gelGes.nn-- dungdes Marktes g ehofft wird. # Auch tut Inlands sind nicht die KäufeMichten; den, dje für eine Regenerierung 'des Mackkes u-nbchitzgt' notwendig wären. Es muß hier offen erklärt Merden, 'daß die, Käufe der letzten Zeit in erster ReHe D eckunstsMu^'e! der Kontermitt-e waren. Die Präger, BMwipester wnd^ Wiener Kontermrn«, welche in, den letzten Momrten so)große. Erfolge aufzuweisen gehabt, ist jetzt, zu , RückdeckUngen ge*) schritten. Dies hat selbstverstäMich, eine D^ftrung des^Ni-' veaus hervorgerttfen. Run darf aber nicht vergessen werden)! daß es dem Wesen der Kontermrne enffpr-rcht, daß sie näclp stärkeren Ädrstoßen -immer Deckungen vorwimmt,- um erst' später -mit weiteren Aktionen borzugehen. So Pit Ke- Konter-' mi-tte immer bei. den DoviseNspekulationengehandelt und nicht anders gcht sie auch jetzt bei den österreichischen Effektenspekulationen vor. Die Gefahr, daß sie nicht wlÄ>er>mit stär-' kerer Agilität auf dem Wiener Platze auftreten würde, ist nicht .gebannt. Dies ist ein Gefahrenmoment, welches-auf keinen Fall übersehen werden darf. Nun Knute wohl di^e'Kontermine' dürch die Kauflust des Publikums förmlich. Merrannt werden. Dies war bekaUntlich zu den Zoiten der Hausseperiode des Vorjahres der Fall, wo sich die Kontermntes-pekulation re-' gelmäßig blutige Köpfe geholt hat. Der Sturm des Publikums hat. sie-einfach hiMeggefegt. Ein solcher Sturm des. Publikums ist in avschbarer- Zeit nicht zu erwarten. M fiiw nUr vereinzelte Schwalben, die sich -in üett Wrsencomptoirs mit Kaufaufträgen vinftnden. Me große Masse ist bisher Msgebliebesi.' Dazu kommt noch die Gefahr stärkerer Verkäufe, die dadurch verursacht wird, daß die Effektendepots der irn Uusgleichsver-> fahren befindlichen Depositen- und Lombarbbank, welche in Kürze ausgesolgt werden dürften, ebenfalls dem Markte zur 8978299819285971

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