Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1936 (6.7.1924)
- Date
- 1924-07-06
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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fette 18 Men, Sonntag Meirev MvvgenzertANg. tz. Juli 1901 Nr I960 Beefügung gestellt wecken, und alles eher denn kursstützrnd IQnWI OUIfSCU. i Me kranke» Marktexsstenzen sind noch nicht überwanden. Gerade i» bec BWooche der Besserung wurden wieder zwei - Mrmen infoilöentZ Einzelne ExÄuttonsverkäufe wurden getätigt. Die Gefechr ist noch nicht vorbei, daß nicht auch später noch manches vielleicht durch die'letzten Ereignisse morsch ge- ^wordene Firmeugebäude Zusammenbrechen könnte und daß seine Effckte» wicker'dtzn Markt belasten würden. Seit September vorigen Jahres, hat es oft den Anschein gchabt, als ob /der Markt nun wieder eine Wendung zum Besseren nehmen'wöllte. Einig« Tage war dann das Bvrsenwetter freundlich, .nachher verdüsterte sich regelmäßig der Horizont. Knapp nach dem 8. Mai wucke der Hoffnung Aus- Wck gegeben, daß nunmehr alles vorüber sei. Die falgen- Len Ereignisse haben bewiesen, daß diese Hoffnungen verfrüht waren. Welche Entwicklung die jetzige Erholung nehmen wick, ist momentan unmöglich vorauszusagen. Mag sein, daß sich wirklich die Mrsendämmerung ankündigt. Auf alle Fälle ist die Skepsis nach all den schlechten Erfahrungen der letzten Mdnake noch nicht'gebannt. Die Wiener Börse muß nunmehr durch die furchtbaren Schläge, die sie erhalten hat, gewitzigt fein- und nicht sofort' auf einen einzigen Sonnenstrahl mit Freud enjauchzen reagieren. -V Die gestrig? Versorgung gestaltete' sich sehr leicht bei einem Zinssatz von 0,623 Prozent. Der gestrige Privatverkehr von Bureau zu Bur-eou gestaltete sich, ausgehend von den ungarischen Wecken, die auf die vom Budqpester Platz vovgcksgenen höheren Notievmvgeu gefragt und höher waren, ziemlich. freuMich. Freigabe des Getrerdeverkehrs in Ungarn. Budapest, 5/ Jwü. (U. T. K?B). Wie die Blätter melden, hat der gestrige Mimstwrat eine Mgi-erungsveEduung genehmigt, durch die der Gstreidev.-erikehr völlig freigegeben, brMhungZweffe das bishsr bestehsndL System der Aussuhogeibühren atzgeschafft' wird. Insolvenzen. Der Kreditorenverein meldet: Tina Zacher, TextÄwaren, 'Wien, 3. Bez., Eckbergstraße S5; Hermann Rosnsr, Kaufmann,'Men, 2. Psz., Tabosstvaße 98; Moses Bernstein/ Pappenschenger, Wien, 20. Bez., Dammistraße 13; Frantz Gabriel, Kackffnann, St. .Polten; Josef Äackner u. Lo., Innsbruck; E. Noch, Luchtextilisn, Wien, 2. Bez., Glockengasse 31; „Darittis" Warenhandels-Gss. m. b. H., Wien, 1/ Bez., PsstallWilgasssse 6; „Jvcvg". Eisenun,d Metallwaten- «zeuMng' Mick u. La., Wien, 2. Bez., Schoilizgasfe 1. voraussichtliche Aushebung ' der deutschen Einfuhrverbote. Aus. Becknr wird uns geschrieben: Die vom ReichödmctschaftsminPeckunr seit langem verfolgte PMtik, .di« die Die-devLnkuüpfung der Beziehungen zwischen der deutschen und. der Weltwipschcht zmm Ziele hat, steht, wie wir.echchren, vor «irmn neuen entscheidenden Stadium. Das Mimsterium ist entschlossen, mit der Politik der' Einisuhckerbote.zu brechen, da diese Politik der Mederantnüpsung .WÄtwickschchtlicher Be- ^Hungen. entgegenstcht, und es beabsichtigt, diese Politik durch, tzollpolciische Maßnahmen zu ersetzen. Aus diesem Grunde, und weA das Ermächtigungsgesetz zur Geiwährung von Zollerlckchte- Mwgeni am Ende des-Monats abläuft, hatte das Reichswirtfchastsmiüistevmm den wirsschiistspoliUchen' Ausschuß -des Äteichswvrsschaftsvates den Entwurf einer Bewvdmmig vor- °tzelegt, der zur Anpassung an die seit 1902 sehr erheblich veränderte .Situatio.n a-ns dem Wvltwarenmarkt und zur Er- .«eichung cknes Ersatzes für die aMzuhobenden Emfuhrderlbote teilweise ziemlich erhäbliche Zollerhöhungsn vors-ah. Der w-irttschastspolitische , Ausschuß faßte zu diesem Antrag den.folgenden Beschluß: „Unter Ablehnung der' Regierungsvorlage er-. Tonnt der wirtschchtsPoMsche Ausschuß ihren Grundgodanten' Ms richtig -an, durch Schaffung eines Instruments für die Dommenden Handelsvert^svechaMungM die Voraussetzung «einer Beseitigung der Einfuhrverbote zu schaffen. Der Reichstzoirsschastsrat empfiehlt daher die rechtzeitige Emeuerung des ErmächtigungsMetzes (für vorübergehende Zollerleichterung) auf eine ausreichende Dauer." Wie wir weiter Horen, beclb- Pchtigt das Reichswirffchaftsumvilstevmm jetzt auf dem ihm Vom Ausschuß, gewiesenen Wege.dorzuigchen. Die Jrümstrickrise in Oberschlesien. Aus Warschau wird uns gemeldet» Die'Lage hat sich nicht geändert und.ist. wach wie vor schr schwierig. Die RegierungUoimmissicm hat Wrzlich «E den Vertretern.der Großindustrie die Wirtschaftslage, bespwchen. Die letzteren erklärten, sie könnten chre Fdcke-mn>gen «n die Arbeiter.nicht hevarbifetzev, nachdem die Produktion in .Polen durch.die /deutsche, und durch', die sschechoHlowaUche 'Kmckurrenz sehr gehemmt, ja gercch-M fasst unmöglich ist. Die Wemndilstrke '.beziehe den Rohstoff zum Teil aus der Schweiz/ tzum Tckl.aus Deutschland,.'den Koks aus der. Dschrcho-Slvwcotei «Md.aus..Deutschland. Außerdem sei.der Wsatz in Menwaren in-Polen .schrmying. Aus'diesen Gründen müssen dte.ArberterlähM, -umbilliger -produzieren zu können/'heralbgesetzt Wörden.- Die Kohllienindustrie arbeite' bereits jetzt , mit DesM. -7 'Infolge der.- steigenden Arbeitslosigkeit herrscht seit. ckniigm -Tagen ehe .vermehrte .AuNvondemnig nach Frankreich. KürAich find 1306. Acheiter.na.ch Frankreichs ousgewandert.' In emigM. Lägen Verlässenwieder 800'Arbeiter Oberschtesisn. um nach. Frankreich.aiMreisen. '. - - Diskonterhöhung in England? Aus London wick Ms geschriebsir: Das.-Dirsktovium der Bank von EnMnd soll über die Anregung-aus Cithkroisen schlüssig wetzdm, den Diskont um mmdestchls' I ProMt zu erhöhen, we-il sich neuerd-mgs Zeichen' von Kreditbedarf gezeigt haben sollen, u-vber.dte Gestaltung des englischen Diskonts^ ist man in London, schon aus den. widechpvechenden Melödnngen der letzten Zeit M urteilen, sehr getMer ' Mvinung. - Angesichts der .Wussigksii des enMchen.Geldmarktes — tägliches Geld bedingt demeit zmn Beispiel 1/78 bis'2.-Prozent — halten weite Kreise etrte DiSkoncheiabtjetznng für zweckmäßiger. Trotzdem sich 'dve neuerliche Absicht der Diskontechöhu.ng auf Zeichen von Kveditlbedcnff gründet, dürfte sie doch mehr auf wäihruugspoNische Gründe Mrül^usühren sein; Mgeachtet der.'Lage auf dem GelldmaM teeyt .es im Bestechen der City, durch ein Anziehen dev DrskMschvautbe den Pfundkurs der Goldparnät allmählich wieder aWchassen.^ «: Der Saatenstand in Rußland. Wie ein Telegramm aus Moskau meldet, teilt-das statistische Zentralamt der S. S. S. P,.'amt, daß sich der.Saatenstattd.in der R. S. F. S. R. inr be -letztem Tagen vetschlechtert hat. In dm Raudgebietm blieb or - unverändert. An Brotgetreide wick in diesem Jahre das Moi'che Quantum wie im Borjahre, das ist mugefäyr drei AMiackeri Pud, tzeerrrtet wecken.-Dev Stand der Kartoffsbr itzl ganzen .Gebiete der S. S. S. R. ist im allgemeinen befrie- Bedrohliche Lage des polnischen Kohlenexports. Wadschau, .5. Juli. (Tes.-Komp.) Ein Teil der polnißchen Presse befürchtet van der jüngsten politischen Entwicklung in Fxankveich eine Bedrohung des polnischen Kohlenexpocks. 'Der. „Kurier .Palski" .meint, >daß. n-ach" Ä TWebUW der französischen Okkupatim über das Ruhrgehiet die pollnischchberschlestsche Kohle, die gegenwärtig den ganzen MddenWen 'MaMt beherrsche und im Transit sogar nach der Schweiz' <;che, ihre, neuen Absatzgebiete wieder an die Ruhvkohle verlieren wecke. Me WarevmMte. > (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Oele und Fette. Technische Oele und Fette hatten mäßiges Geschäft Md am Ende der Berichtswoche notieren Kokosöl Ceylon 16.800 K., holl. Leinöl In 15.400 K.. Rüböl doppelt raffiniert 15.200 K., Elam saß. 97/98 16.900 K., Kerntalg 1» 12.600 K., Änochenfett 38° 97-98«/. 11.600 K, ftanr. Rizinusöl erster Pressung 22.700 K. Speisetafelöl (Agmi) befestigte sich um 100 K. auf 17.0W K. Auf dem Berliner Markte machte die Knappheit in Butter weitere Fortschritte. Die Zufuhren genügen nicht zur Deckung der sehr lebhaften Nachftage und mußte aus . das Ausland zurückgegriffen werden. Holland fordert 2.15 Gulden pro Kilo-. gramm. In Schmalz zeigen die amerikanischen Markte unter Schwankungen eine steigende Tendenz, besonders für die späteren Ternsine. Die'Nachfrage am Platze leidet unter der herrschenden Warme, ist aber'noch-als befriedigend zu. bezeichnen, . - V Gtetoiitge. Die Tendenz erfuhr in der abgelaufenen Derichtswoche keine Veränderung. Auf dem Markte , wurden offeriert; Cassta .lignea zu «46.800 K., Kümmel zu 27.000 K., Pfeffer Singapore schwarz zu 36.000 K., Piment zu 29.600 K. und Vanille Bourbon zu 1,830.000 K., alles ah Wien. Auf dem H a m b u r g e v Markte kamen Notangebote' fortdauernd heraus, ohne daß von diesen immer Gebrauch gemacht werden konnte. Es stellten sich die Preise pro 80 Mograurm nnverzollte Ware für Original-Piment auf 226 Schilling, für weißen Muntock-Pfeffer auf 74i Schilling, für weißen Singapore-Pfeffer auf 72»/, Schilling, für gefickten Tellicherry-Pfeffer auf 47 Schilling, für schwarzen Singapore-Pfeffer. auf 48 Schilling, für hochfeine braun- Madagaskar-Nelken auf 110 Schilling, für Kochin-Jngber geschält auf 124'/« Schilling, für Cassia lignea, seleeted, Packen von zirka 30 Kilogramm DnrchschnittStara auf 36 Schilling, für Cassia Bruch extra seleeted Packen von zirka 100 Alograyrm auf 27'/« Schilling. Wolle. Die Rohwollpreise in den Vereinigten Staaten sind auf ihrem tiefsten Stande angelangt. Man beobachtet auf dem New-Zorker Markte eine starke Zurückhaltung der Verkäufer, die in Erwartung einer neuen Hauffe ihre Lager nicht, gerne <chstoßen wollen. Auch die nordamerikanische Wollindustrie besinnet sich in einer ähnlichen Krise. Eine Reihe von Wollspinnereien in Nen-England und Massachusetts haben eine neue' Arbettsz'eüverkürzung vornehmen müssen, und zwar in der Form, daß' die Betriebe jede zweite Woche geschloffen bleiben und daß auch in der Arbeitswoche lediglich vier Tage hindurch gearbeitet wick. Smaragjd. . Auf Grund eines Berichtes des Smaragdsyndikates, mit dem die kolumbianische Regi er u n g 1923 Änen Vertrag über den Smaragdverkauf abgeschlossen hat, entschloß sich die Regierung, einen größeren Posten der wertvolle» Stellte, die aus der Re'gierungsgrube von Muzo stammen, nach Emvpa zum Verkauf zu senden. Nach vorherachender -' sorgfältiger Auswchl uud Abschätzung ^wurden 24 kleine Kisten ' mit Steinen im Gesamtwert von zirka 800.000 Dollars nach Paris gesendet, wo sie ans dem Markt erwartet werde». < Hülfe fit landwirtschaftliche Prodave.;. Me-.Tendenz des Wiener Marktes gewann neueckings an. Festigkeit, zumal die Nachfrage für Weizen eine wesentliche Vermehrung erfahre» hat. Nicht nur -durch die gesteigerte Kaufnachfrage des Lokalkonsums, vielmehr noch durch den kräftigen Begehr der seitens der verschiedensten Länder, wie Italiens, Griechenlands, der Türkei und der westeuropäischen Hafen gezeigt wird. Weizen wucke in der zweiten Wochenhalfte zu täglich steigenden' Preisen aus dem Markte genommen. Es wickelte sich in alter wie in neuer Ware ein ziemlich belangreicher Umsatz ab. In Roggen ist dar Geschäft dem Umfänge nach wesentlich gecknaer, das Geschäft wickelt fich ebenso wie in Hafer zu unveranoerten Pressen ab. Dagegen konnten in Malz neuerdings höhere Presse durchgesetzt wecken. Naturgemäß ist auch im Mehlhandel eine leise Besserung der Absatzverhältnisse eingetreten, bte sich allerdings in erster Reihe auf. doppelgrifflge Mehle beschränkt. Nach wie vor spielt dre zweite Hand eine Nolle im Geschäft, so daß die derzeitigen Gckroidepresse in Leu Mehlpressen nicht voll zur Auswirkung gelangen können. ES notteren pro Kilogramm ab Wien inklusive der Warennmsatzsteuerr Weizen mlLndischer 8050 M 3100. K,. ungarischer Theiß 3326 bis 8376 K., ungarischer - 3160 bis 3260 K., jugoslawischer 79/80 Kilogramm 3326.. mS-3975: K., Manitoba. 4000 M 4050 K., Roggen inländischer 2776 bi» 2826-K., ungarsscher 2675 bis 2725 K., rumänischer '2450 bis 2560 ft.; Gerste inländische 2975 bis 3175 K, sschechssslowakische 3200 bis 3400 K., Mais 2675 bis 2675 K.. Cinqnantt» 3150 bis 3250 K., Hafer inliwdsscher oder ungarischer 2750 bis 2850'K., rumänischer'2575 bis 2675 K., Weizenarieß inländischer 5800 bis 5900 K., Weizenmehl Rnller inländisches 6600-bis 5700 K., wgarsscheS Loppelgttffig 6250 bis 5550 St... griffig 5050 - bis 5450 fi., amerikanisches Vollpatent 5900 bis 6800 s., Kochmehl II» mlöndifches 4700 dis 4900 K., Brotmehl inläsfe discheS In 9800 bis 4000 K., Futtermehl I» 2600 bis 2700 S.. Roggenmehl inländische? I» 4400 bis 4600 K., Schwarzroggen 2700 bis 2800 K., Kleie 1780 bis 1800- K. mBS3333Bsmmsa& ssssa Nachdruck vordrhalten. 6. Fortsrtzmi-. LierMenterse. Zürich, 5. Juli. (Devssenkurse von 12.15 Uhr. V der Schweizerischen Krrdttanstalt mitgeteitte Mittelkurse;) -Berlin pro Mlliacke —Hollonb 211.50 (211.45), Netv-Nock 560.50 (561.25), London 24.25 (24.31). Paris 28.10 (28.52), Mailand 23.85 (24.05), Brüssel 25.20 (25.25), Kopenhagen .89.26 (89.—), Stockholm 148.60 (149.-), Christiania 76.- (76.25), - Madrid 74.- (74.-), Buenos Aires 181.50 (181.60). Prag 16.35 (16.50), Budapest V.0V68 (0.0068), Bukarest 2.20 (2.2Ö), Belgrad 6.7^/, M^Sofia 4.07 (4.07), W«sch« -,-), Wien 0.007912 (0.007912). Ludapett, 6. Juli. (Kurse der Devssenzentrale.) — Amsterdam 31.200 bis 31.700, Bukarest 825.— bis 846.—, Kopen« «tJLVi**" 919 * WiPlUflllOl 21.910 bis 22.260,Aürich14^Wl4.99y, Wie» 1,1680 Mt$m, Sofia 595.- bis 610.-, Agram 980.- bis 1000,-, New-Nork um, SSa^ou bis Bckifel 3720.- biS 9790.—. Richack Marx, der Sch» ' Mck pGtzMch verarmten Speckuilauten, der' Mfoilige der KranLunA über dicke Verluste eftitem Schlaganstckl erlag, stcht mittellos da. Der. junge Mann ist sin ausgezeichneter Fußballer und ensschließt sich, auf Vorschlag seines . Mh>e,ren TvwmerS Johnny Bell, .Hwftffimval zu Wecken. Eine Empfehluug wesst' Richack Marr zu ckincku Provinzstadtklub nam-vns Hollywood., Dort angelarvgL, tessist er den Manager drS Bere-ines, mtt dem er in dessen' Kianzlöl verhandelt. Mchack ' Marx'macht -den Vorschlag, daß man ihn in einem -Prchchsssl prMfen möge Der Manager . geht darauf ein und fuhrt Richack in den Um- . kleideranm zum Trainer Sage. „KÄmnere dich nicht Lamm, was er sagt!" flüsterte der Trainer vertraMch Richack zu und führte den neue» Rekmten durch die neugierig blickenden Spicker zu einem Schrank. ,Mm gehört zu den bestm . in diesem Geschäft, wiMch, nur sst er immer schlecht aufgelegt. Er hat schwer mit seiner Verdauung zu An und behauptet/ -daß er in seinem Leiben noch wie etwas gegess>e>n hat,, ohne daß es ihm schlecht Lekkommen wäre.. Ist es da ein Wunder, daß er jedem am liebsten den Kopf ^Meißen mochte? Aber wie ich schon gesagt Haide, du darfst keine Notiz nehmen von dem, was er sagt. Komisch sst Lei Sam HMfter, daß er immer sehr dick redet, wenn ihm etwas besonders gut gefällt. Auch wenn er bdkt flucht. Du mußt ihm gut gefallen, sonst wurde er nicht so viele Worte verlieren! Nun viel Glück, mein Junge! Wie du gehört hast, brauchen wir einen Mttckstüvmer, sonst kommen wir aus keinen grünen Zweig. Hier ist dein Schrank; La findest 'im alles, war du brauchst." Der freu-Miche Trainer ließ Hn allein, vm zu seiner Massage zumchulkchren, und Mirr hatte Gelegenheit, während er sich umzog, die Burschen ringsum zu studieren, die seine zMnftigen Gefährten sein würden«, wenn er die Probe bestehen sollte. Es war eine Msame Zusammenstellungvon jungen und älteren Leuten. Die Jugend herrschte vor, aber «8 waren wenigstens zwar , Leute m der Gruppe, die nach Marrs Schätzung beimhe 40 Jahve alt sein mühten, also vom Standpunkt des Prosessionasspickers' bereits die Grenze des zMsiigen FuHballalters Merschritten haben — während drei andere ämgesAhr Mtte der . dreißig waren« Unter ton Rest waren sämtliche Altersstufen von einundzwanzig bis achtunWwanßig vertreten. Aus der andere» Seite-des Raumes stand der. Manager im GssPväch mit dem' Trainer und einsm kleinem vierschrötigen Mann i» einer roten WoHacke. Marr bemeMe, wie der Manager aus ihn hirvwies und der Mann in der roten-Wolljacke zustimmend mit dem Kopfe nickte. Der letztere, einer der beiden biierzWkhvige« Veteranen, trat unter die Gruppe der Spicker und ries fröhlich wie ein Schuhunge: ,fertig, Jungens? dann Vnnen wir ja ansangen." Später Härte Marr, daß Be» Mavvmer, der den Spitznamen der ^führte, obwM rr MmM Jahren als PvosesiioM Mg-war, nebst seiner KmMe noch immer kein anderes Interesse im Leben chatte als dar Fußballfpick. Er hatte sich in zahlreichen' iinternationale» Gefechten ausgezeichnet und doch rieb er sich jetzt fveudestvahlvnd die Hände be>i der Aussicht eines' Tvaimngmatch^ mit teeren Sitzsn.^^Aber WarvinerS ChMssiaSmnS ebenso wie seine geradezu übevnatüMche Gmrgte waren schon lange sprichwörtlich geworden. Als die decken Dramingsmanuschasten aufgesteW waven, bemerkte Dick Marr, der im Zentrum der ,Mauen"- Stürmer stand, daß der kleine Vierschrötige Spicker, den es bei Nennung seines Namens sofort als einen berühmte» alte» Jnternationaten erkannt hatte, gegm ihn als Zentevhalf ausgestellt war. Jetzt verstand er, was das Geispväch zwsschen dem Manager uted Warmner bedeutet hatte: er sollte einer harte» Probe' nntevworsien werden! Diese Aussicht schreckte ihn teicht, - im GegenteU, sie' diente ihm als Anspom. , Marr erinnerte sich' später nur ganz ungenau an dieses VerisuchSjlpbck. Das -einzige, was ihm nachher noch gewärtig Web,-war bloß, daß er sich vom Aitfang brS zum Ende nicht geschont hatte. Er wußte, daß er eine Reihe harter, aber fairer Zweikampfe mit dem kleinen, aber ungemein tüchtigen Trainer hatte, der eine wunderbare SchnelligKsit und Agilität E einer Gute fchlossvnhsit verband, die feWst seine eigene in: den Schatten stellte. Manchmal machte Dick Fchler,;; dann erhaschte Marriner den Ball und hatte ihn auch schon seinem Angriff Vovgckegt, bevor Dick sich besinnen konnte; doch es gelang ihm, seinen zähen Gegner hinter sich zu lassen und sich gegen das Goal zudurchzuaribcktett. Das Muck war mit ihm bei solchen Gelegenheiten, Vev«. suchte er sich einzurcke», sonst wäre er nichts imstande gewese», über ckuen Mann zu tviunWere«. der, obgleich er nicht zu den Jüngsten zühlte, noch immer einer der bssten Eenterhalfs im Lande war. Der Gedanke an das, was von diesem Besssuchsmatch abhing, hatte Marr bescheiden ge- Mrssetzung sckgt.)