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Wiener Morgenzeitung · 1924-07-06 · Heft 1936 (6.7.1924) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1936 (6.7.1924)
Date
1924-07-06
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Sette 10 Men, Sonntag Wiener MoV-MzettN«^ " Mitteilungen am dem Vublilum. Eeleßn63S-30Jene ’WtenXSauepnmarkii2^4 Keine Filialen m wieh! <&eppichhau$ OlZobelhaiis Ao&mstagea AtsA&ahd&geoffhel Ler 1893, Arad, Direktorsgattiir, 4. Bez., Johann Straußgaße 28. Fel l> b a u e r Max, geb. 8. Dezember 1883, LundenLura, Ober-Offizial, 7. Be»., Bandgaffe 41. Sch ö n Samuel, geo. 23..Mai 1868, Pardubitz, Kaufmann, 7. Bez., Nenstifttzafle 3. Beer Johann Dr.. geb. 3. Juli 1889, Gainfaru, Rechtsanwalt, , 7. Bez., Bur^jaffe 38:-'3 e l l i n e! Gustav, geh. 21. Juli 1855,! NeuhmrS, Efinann, 7. Bez., Zdlleraaffe 37. Een t r i ch Michael, geb^lS. Juli 1897, NovacS, Privatbeamter, 1k. Bez., Hagenzaffe 2. Diamant Marie Rosa, geb. 13. August 1898, Müglih, 15. Bez.. Turnergaffe 33. Diamant Leopold, geb. 3. April 1876, Habersdorf, Bückereileiter, 16. Bez., Turnewaffe Nr. 32. Diamant Hilda, geb. 24. September 1909, Wien, In. Dez., Turnergasse 32. Diamant Amalia, geb. 14. April 1908, Wien, 15. Bez., Turnergaffe 32. Zitt erer Hertha, geb. 23. Februar 1923, Wien, 15. Bez., Tellgasse 26. , (Nachfolgende Notizen bis zu der Rubrik „Vereine" sind .entgeltlich.) Var Gute bricht sich immer Bahrt —trotz Krise. Hilde Flieget Verlobte Wien, im Juli 1924 Adolf Gold Alma Finkeistein Max Rosen Verlobte Wien, im Juli 1924 Der Akad. Verein jüdischer Mediziner übermittelt seinem Verdienstvollen Obmanne, Herrn v Jakob Rosenblatt anlässlich seiner am 10. Juli 1. J. stattfindenden Promotion zum Doktor der gesamten Heilkunde die herzlichste Gratulation Ing. Josef Fischmann und Frau zeigen hiemit die Geburt ihres Sohnes Hans Otto Hermann an Möbelfabrik J. Spira Feine M. ill.. MtMW» 1—Z Wohnungseinrichtungen. (Eclce Karl Schweighotergasse Ausländer Exporteure Q kaufen am vorteilhaftesten sss ummimäntel erstklassige Gummierung und Ausführung bei R E 6 N| A N9 Gummimäntelfabrlk Wien, lli., Heumarkt 7, Beatrixgasse 28. Telephon 585 22 RESTAURANT 222 S. 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Bez., Geibelgaffe 15. Robitschek Jda, geb. 31. März 1895, Prag. 14. Bez., Dadlergasse 22. D e u t 1 ch Malvine,' geb. 3. April 1892, Opoesenh, 2. Bez., Taborstraße 52». Körner Berta, geb. 17. August 1881, Jezvw, 2. Bez., Nestro'ygasse Y. Körner Jakob, geb. 5. Februar 1864, Zerawitz, 2. Bez-, Nestroygasse 9. Z t 1111 Joses Doktor, geb. 4. August 1890, Czernowitz, Recktsmwalt, 3. Bez., Wterr WeiHgärberstraße 48. Spitzer Gisela, geb. 20. Novem» Beweis hiefürM die Verbreitung eines Artikels, der noch vor fünf Monaten inDesterreich unbekannt war. Es ist dies die holländische Berkel-Wage, eine automatische Schnellw'age von besonderen Eigenschaften! Heute ist die Berkel-Wage bereits in den meisten Delikatessengeschäften. bei den großen Selchwarengeschästen usw. ausgestellt, auf den Märkten findet sie Eingang, und Käufer und Verkäufer sind darüber einig: Die Berkel-Wage ist geradezu eine Wohltat, denn sie zeigt nicht uur genau, nein, sie beschleunigt das Geschäft, und vor allem, sie wirkt Unkosten sparend! Nun bringt der Berkel-Vertrieb. Wien, 1. Bez., Biberstraße 9, ein neues holländisches Modell, das sich um zirka ein Drittel billiger stellt, als das bisher geführte große Modell A. Hiedurch können auch die kleineren Geschäfte, ferner die Zuckerwarengeschäfte, alle Restaurationsbetriebe, kurz, alle jene Geschäfte, bei denen Wägprozeduren vorgenommen ^werden, Berkel - Wagen aufstellen. Der Berkel-Vertrieb bewilligt weitgehendste Zahlungserleichterungen! Interessenten mögen sich an diesen wenden. Es ist, wie bereits erwähnt, demselben gelungen, trotz Krise die Barkel - Wage in großem Maße zu vertreiben. Ist es ein Wunder? In vier bis sechs Wochen macht sich btc. Wage bezahlt! * Josefine Weiß gibt bekannt, daß sie ihr streng 'VffD unter Aufsicht des Adaas Israel. Schiffschul, stehendes Selchwarengeschäft und Frühstücksstube eröffnet hat, wo stets frische, ausgezeichnet schmackhafte Ware zum Verkauf gelangt. * Sonderangebot des Warenhauses Brüder Schiffmann, 2. Bez., Taborstraße 48. Prima Regenmäntel 175.000 K., fvanzöistzsche Wasch-Voile pro Meter 17.900 K., Modell-Boll- Etamine, große Auswahl aparter Muster, pro Meter 39.000 K., Eponge für Kleider und Kostüme pro Meter 39.000 K., Schweizer Etamine in allen Farben Pro Meter 39.000 Ä., Covercoats, 130 Ztm. breit, pro Meter 98.000 St Reichhaltiges Lager in Damen- und Herrenwäsche, Lemenwaren, Vorhängen, Teppichen ustv. zu bekannt billigen Preisen bei vorzüglicher Qualität. Ein Besuch überzeugt. * Die Firma Boriher, 6. Beg., Marrahilfersttaße 105, teilt uns mit, daß sie den Lesern der „Wiener Morgenzeitung" Möbel aller Art und in jeder Preislage gegen bequeme Zahlung zu Kassapreisen abgibt. Scherelzahler haben besondere Preisnachlässe. * Aus. Teilzahlung Luxus- und Stvapazschuhe, Strümpfe, Socken. SchühhauS Haverman«, 1. Bez., Rauhenfimngasie 10, Mezzanin. Tel. 77-6-36. * Eine herrliche Wohnung können Sie sich leicht erwerben, wenn Sie Möbel in feinster Ausführung und zu kulanten Pretzen kaufen. Besichtigen Sie vor Einkauf daS reichhaltige Läger der bestrenormnrerten MöbÄfirma I. Wühl, L Bez, Schlerfmühlgasse 3. * Das Schuhhiuir Dorn, 3. Bez., Tabovstraße 8 a, hat die Berckaufsstelle der berühmten Schweizer Macke „B allh" im 2. Bezick Äber-nonvmen und dadurch sein bekannt großes Lager in feinsten, handrohmengenahten Schrchen durch eine neue Spezialität vergrößert. . Berede, Bmtrtzge «ud Bersammltmgea. Lese- und Redehalle jüdischer Hochs ch L l e r. Morgen, 8 Uhr abends, spricht Herr Karl Glaser, Sekretär des Haichtbureaus des Keren Kajemech llZsrael in Jerusalem, Wert o«istis ch eBo de«p o litik der letztenJahr «".Zionistische Gäste willkommen. Mm und Kunst. Hebräische Kunst in strez Nrael. Bon Dr. Jakob Mibaschau. Jerusalem, Ende Mai 1984. I« de» fetzten Monaten haben wir so viLl Geltenheit, Kunst zu genießen, wie dies wolhl seit der Begründung des neuen Jifchuw «och nicht der F^l gewesen ist. Bildende Kunst — Bildhauerei, Malerei, Graphik — und Musik haben jetzt ein überraschend hohes Niveau erreicht. Und wenn das Anwachsen der Zahl von Siedlungen uns mit Recht erfreut, ökonomisch und politisch sehr wichtig ist, so erfüllt uns das Aufblühen der jüdischen Kunst im Lande der Bibel mit Stolz. Die diesjährige Frühjahrsausstellung des BezalÄ hat alle bisherigen in den Schatten gestellt. Professor Schatz, der Vater des Bezalel, hat in dieser Ausstellung den ganzen Reichtum des Bezalel-Mufeums, gn« guten Teil ausländische Werke, zur Schau gestellt. Da sah, man eine große Sammlung van Geschenken der Pariser Gesellschaft „Pro Bezalel", die Prof. Schatz von seiner Eurvparei.se mitgebracht hat. Bemerkenswert ist eine Bronzereliefkarbe Erez Israels, mit Edelsteinen besetzt, rM Werte von mehreren hundert Pfund, ein Werk R o.choumov sk y s, ferner Kunstwerke von Bernstein, Epstein, Struck, Antok-ylsky, Humbert (Mitglied des Institut de France). Sehr.wertvoll sind 46 Pogrombilder von AbÄ Pann und seine Bibelillustrationen, ein monumentales Werk, das von Nichtjuden. wie senden belvundert wird. Pon, orientalischer Phantasie und Schönheit^ sind die Illustrationen zum „Hohen Sieb" boit Rabban. Ben David hat eine Inzahl prachtvoller -Teppiche mrd Kunststickereien ausgestellt und seine Megilla (Rolle) Esther fand Beifall. Auch die Porträts von Gur Arjeh sind vielversprechend. Ailbe-Migr«^ Keramik M '_ sh.im mutter- und HolzarLeiten, die oft tzewürdigt«n Schöpfung«, der Bezalel-Schüler, werben in dieser AusMung unter beit vielen tausenden „Olej Regel" (Wallfahrer) und, dM Publikum für das Mische Kunstgeiverbe.) i , J! * | 'i”H“’prjri^|i' Vor einigen Tagen wurde die Ausstellung jüdischen Künstler geschlossen, welche einen Monat Lang in Jerusalem geöffnet war und dem Publikum«r waren dies mehr als 7000 Besucher aller Nationen, Sprachen urÄ Glaubensbekenntnisse — schönere und interessantere Weptzi als jede frühere Ausstellung in Erez Israel zeigte, was die hiesige hebräische und englische Presse einstimmig würdigt. Es dürfte von Interesse sein, hier einiges über die „Agudcktz Ha'amanim Haiwrim" (Verein Mischer Mnstler) zu sagen» welche nach Kriegsende (1918) durch Bildhauer Melnikv w, einen gewesenen amerikanisch-jüdischen Legionär aus Ehikago, gegründet wurde. Die 'meisten jüdischen Künstler hier, gewesene Jünger des Bezalel, stehen unter dem Einflüsse dieser ältesten Kunstinstitution unseres Landes. Aber —- sagte Melnikow bei der Schaffung des Vereines — Künstler sind ksine Handwerker, die nach ein- und demselben Modell oder nach dem einzigen Losungswort: ,Hebräische originelle Kunst" arbeiten sollten. Die mdividnÄleN künstlerischen Bestrebungen unterscheidein sich oft himmelweit voneinander. Auch ist hebräische originale Kunst nicht von einem Manne, und wäre er Phidias oder Michelchte gelo, auch nicht in einer Generation, und wäre es disjenrge des Perikles, zu schaffen. Daher die neue Losung: „Los vom ^ezalel!" die dieser Vereinbeziehungsweise sein Gründer, ausgegeben hat. Der Verein will und' wird neue Bahnen öffnen. Statt jüdische K u nst zu schaffest, ein Ziel, das erst nach Generationen und nur allmählich; erreicht werden kann, wird der „Verein jüdischer Künstle in den Arbeiten seiner Mitglieder den jüdischen Geist zw wahren trachten, nicht fanatisch nationalistisch u«d einseitig! sein, jedoch den internationalen, beziehungsweise enropätfchkvi billigen Kitsch und Schund nach Möglichkeit auSschaltv». Die ersten zwei Kunstausstellungen dieses BerenM, die in den Jahren 1930 und 1922 abgehalten wurdsz, waren schöne Anfänge; die dritte jür^ste, Äe sich ßho« durch! den Ausstellungsraum auszelchnete -- sie wurde im Migdick Dawid (König Davids Zitadelle in der Altstadt) abgchaltnr —^ bleutet einen erheblichen Fortschritt. 22 Künstler beteiligt« sich diesmal mit 165 Werken; es waren Malers Bildhauerei, Graphik und Kunststickerei vertreten. Bemerke»^ wert lst, daß die modernste» Richtungen in Evez Jsvaek Anhänger gefunden haben, und so gibt e§ bei unS Symbolisten, Impressionisten, Expressionsten und Futuristen, weit mehr sogar als Anhänger der,^ltmodischen^ und realistischen Mcllerei. > j. Die Zahl der Besucher während Äer vier Muhe» überstieg 7000, twtzdem gerade um diese Zeit viele andere Ausstellungen und Vergnügungen dem Jerusalemer Publikum anläßlich d«r Pesfach-Feiertage geboten waren. Der Oberkommissär kaufte mehrere Werke an, darunter den „Minian^ von Litwinowsky, einem jungen hoffnungsvollen Maler. Schmidt, sin vielversprechender Künstler, hat eine größer^! Zahl wertvoller Porträts von rührercker. Schönheit ausgestellt. Acht Porträtpalästinensischer, persischer uufr arabischer Juden von Hirsch seid falle» durch Farbenfrische auf. Bemerkenswert die Arbeiten von G.ur-Arieh, Zivevni, Feldmann, Lewh und andere». Mel uikowS „Moderne Frau" erregte Auffchett und seine „Doppelte Seele^ ist ein ganz hervorragercker Holzschnitt. Dieser kaum 30 Jahre alte Mdhauer, hat schon vor vier Jahren das wertvolle Mlenby-Denkmal in Beer-Scheba geschaffen. > » > i i Der Jüdische Rationalfonds hatte kürzlich einen Wettbewerb zwecks Erlangung eines Modells Mr den Umschlag d«S dritte» Bandes des Goldenen Buches ausgef schrieben. Um den künstlerischen Eifer in Erez Jsrael «tzur«gen, wurden prinzipiell nur landansässige KüWer zur Teilnahme zngelasfen. Es liefen vierzchn Pläne ein. Der erst« Preis siel dem jungen Graphiker und Architekten Ben-Or Kalter zu, einem gMrtrgen Oesterreicher. Sei« Modell ^ist von lapidarer Einfachheit. Das Mosiv und die Abstimmung der Farbe» sind überaus geschmackvoll. Es ist übrigens bekannt, daß Herr Kalter im Winter dieses Jahres am Wettbewerb zur Erlangung von Modellen für Post!- marken, den die hiesige Regierung ausgeschrieben hatte, im ersten, zweiten und einige weitere Preise davontrug. De» zweite» Preis erhielt der Bezalel-Maler Gur°-Arjeh, den dritten Maler Rabban, der im Winter dieses Jahves die Illustrationen zum Hohen Lied herausgegeben hatte. Sämtliche 14 Modelle, unter denen sich mehrere wirklich! schöne, phantastische, jüdische und orientalische Motive 6efircken, waren im Landwirtschaftlichen und Naturhistorischen Mu seum zu Jerusalem ausgestellt. (Ueber das genannte Museum, eines der wichtigsten. und hervorragendsten Institute, die die Zionistische Organisation m Erez Israel geschaffen hat, in einem nächsten Brief.)! l? * 1 Zum Schlüsse einige Worte über die hebräische Oper, dieses Kunstunilltm Palästinas. Schon lange war! hier der Mangel einer guten musikalischen Bühne empfunden worden. Im Vorjahre versuchte Prof. Harmelach mit! Hilfe einiger anderer Kräfte eine Oper hrs Lebe» zu rufe». Ms M. Gvlinkin ins Land kam (Mai 1023), machte» diese Versuche ernste Fortschritte. Herr Gölinkin ist der richtige Mann am richtigen Platz; als der cheinalige Onhesterdirigent am briserlichen Konserpatorium zu Petersburg und Odessa, hatte «die Tatkraft und Eignung, eine hebräische Oper in Jerusalem zu schaffen. Es gÄang ihm> ein großes Opernkomitee zu bilden und bald war der Betrag für di e ersten Anschaffungen aufgebracht. Kräfte aus Ntt wfe Moni* Mrdm MWMyW

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