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Wiener Morgenzeitung · 1924-07-06 · Heft 1936 (6.7.1924) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1936 (6.7.1924)
Date
1924-07-06
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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V&« --Srt/vvlCCCDtj Tagesbericht. Sie Beisetzung der Frau Sololow. London 4. Juli. (I. T. A.) Die Beisetzung der nach langer jkankheit verstorbenem Frau Regma Sok-olow, der Gattin je-.-Präsidenten der zionistischen Weltexekutive Herrn Nahum öokoilow, fand auf dem Friedhof von Willedden Green statt, stev. - G. Für st leitete die Be-gräLmszeremoui-e. Hinter dem Large schritten die Leidtragenden, Herr Nahum Sokolow, sein Aohn Md seine Töchter sowie zahlreiche Freunde der Familie vokolow. , Der Präsident der Zionistischer Organisation Dr. Ch. Wer zmann hielt in der Friedhosshalle eine Traueransparche, in der er ein Charakterbild der, Frau Sokolow gab, die ihrem Galten eine treue Genossin war. Unter den Anwesenden 'bemerkte man unter, anderen die Herren I. Naiditsch, Dr. G. Halpern, Dr. B. Feiwel, Dr. B. Jaeobsohn, Israel Cohen/ W.'Wokf, Direktor der Mischen Kolonialbank, Rabbiner- Hermann Gollanez, Dr. Gaster, KdlonÄ I. H. Patterson, Rabbiner Lazarus, die Beamtenschaft deS zionistischen Zentralbureaus und Vertreter der englischen zionistischen Föderation. Beileidstelegramme sind aus Jerusalem, Warschau, Berlin, Wien und anderen Städten eingetroffen. M SommermMMum '/Motto: Schließlich ist'8 in Wien auch schmr. Im Jänner lacheilten die Eheleute noch, wenn man sie nach den Som'mevplänen fragte. Heuer, o heuer, da würde die Sommerreffe einmal doch Wirklichkeit werden. In den letzten Jcchren war ja immer etwas ,-dazwischen gÄmnmen". Voriges Jahr hat die Mark gerade begonnen hinunter zu gleiten, während im Sommer. 1-922 ein tolles Klettern der Preise, ange-- hlchen hatte und vor drei oder vier Jahren 'waren -einem Mömkausmann, der. sich gerade nur von einem Tag auf den anderen forthalf, wahrhastig noch nicht solch ausschweifende Gelüste, wie eine Somererholung, in den Sinn gekommen. Mer Heuer sollte es. einmal Wahrheit -werden. Man beriet sich mit dem Hausarzt urch diskutierte mit Bekannten und Verwandten über die Vorzüge von Gebirge und See, man erkundigte sich nach dem. Umfang der Hakenkveuzlerei im Salzkammergut, nach den Verpflegsverhältnissen in Tirol und verglich aufs -sorgfältigste die' Presse in den italienischen Höhenorten mit' den Salzburger Sommerfrischen. .An «einem Abend entdeckte man, daß Grado im Grunde genoinmen spottbillig war, -am nächsten wußte ein' BÄannter zu erzählen, daß man in dalmatinischen Seebädern Wechaüpt alles geischeM' bekäur-e, am Montag war man am Achensee und Samstag langte man in'Biarritz an, wo die^ Leute überhaupt nicht wußten, was sie davausizahlen sollten, wenn mau ihre leerstehenden, höchst elvg!anten Appartements zu bezicheu. geruhte. Da sich auch die beiden ,-Großen" aus der Kinderschrr eifrig an Ider Beratung beteiligten und jeden Tag mit einer avvuen Tatarennachricht aus der Schule heimkchrten, kann man sich denken, daß die Diskussion sich lebhaft gestaltete. Nach dem FrarÄenkrach /lächelte mau noch immer dem Sommer entgegen —‘ an SheLllation hatte der kleine Geschäftsmann nicht «gedacht, - nun traf ihn auch der Schaden' nicht. So glaubte, er wenigstens bis vor kuryem. Man sprach zjwar nicht mehr, von einer Auslandsreise. Aber irgend eine bescheidene! Sommerfrische mit Wald, Berg und Wiese, die würde sich schon erzwingen lassen. Daun 'form die Krise. Befreundete Firmen, die seit zwei Menschenaliern ehrbar und sicher ihre Geschäfte abwickelten, begannen^ mit - Zahlungssch!wieri>gke-itcn > zu kämpfen, zögernd fließen die Gelder -ein, die Gläubiger drängen auf rasche Begleichung der Rechnungen. Sorgen wachsen ruf allen Seiten. Mit einem Schlag verschwanden die Reiseführer, die Fchr- Mne. .die Prospekte. Berg, Meer, Wald ist in unerreichbare Ferne «gerückt. Gmunden Regt aus dem Mond. Wenn jemand' iru Jänner so ungeschickt war, die Frau Bankdirektor nach. ihren Sommevpllänen zu. fragen, dann lächelte sie/wohl, mir graziösem. Erstaunen und sagte nachlässig: „Ach, ich habe.noch nicht «so recht darüber nachgedacht. Erst gehen wir wohl wieder auf ein Paar Wochen nach- Gastein, das ist. mein. Manu nun «schon so gewohnt, daß er es nicht entbehren könnte. Und. dann werden wir.vermutlich eine Autotour machen — m die Pyrenäen oder in die Bretagne.. Vielleicht bleiben wir auch noch ein bißchen in Viareggio. Lido ist allßu besucht -und man trifft auf Schritt und Tritt Bekannte --" Die Frau Bankdirektor,spricht, heute nicht mehr von Diaveggio. Sie hat auch an Deauville vergessen. Dafür hat sie entdeckt, daß es in ,M«ien auch schön ist". Wenigstens behauptet sie es, da sie klug genug ist, .-sich, dem offiziellen Beileid entziehen zu wollen. Der Herr Regierungsrat hat Urlaub. Zu Neujahr schmunzelte er, wenn die.-Rode, darauf kam. «Sechs Wochen Urlaub. Sechs Wochen keinen Menstaub und keinen Merger schlucken, sein eigener Herr .sein, in den Tag hinein leben, faulenzen, angeln, ein Spielchen machen, auch ein paar Ausflüge unternehmen und jeden Tag anders verbringen als den Vorgänger. Große Reisen waren nicht geplant, aber doch da und dort ein Blick in die Schönheit der Welt. Dann brauchte die kranke Richte, das Zichkmd der Eheleute, .ein neues orthopädisches Mieder, «die täglichen Ausgaben stiegen ^erschreckend, von der Besoldungsreform wurde wohl viel gesprochen, aber sie war noch lange nicht Wirklichkeit.. Dafür.bestand.kein Zweifel,,-daß die Teuerung Wirklichkeit werden sollte. Ms der Juli heraurückie, hielt nran schon so weit, die Vorzüge von Ta-gesausflügen in die-nähere Umgebung'Kn. preisen. Bis der Urlaub beginnt, wird , man sicherlich stsistellen, daß man sich nirgends so -gut echolt, wie zu Hanse und daß die. buft, vom Klopfbalkon ans genossen, rein und «würzig ist. Besonders wenn. auf den vierzehn ' anderen Klopfbalkons des Hauses Teppiche, Kleider und Decken bearbeitet werden. Im neuen Jahr war die junge Ba-n-kbeamtin in -eine neue „Kategorie" vorgerückt, mii strahlendem Lächeln berichtete sie B, denn das hedvut-ete GchaltZ-eHöhung und W-aübAverlä-ntztz' "MorgenAv^r«n«. mamstm I sind Dr< Hoffbauers I E ratfett ungs tableiten I voa besterWirkung, angenehmen Geschmack, vollständig unschädlich. Kein | Diätzwang oder Aenderung der Lebensweise, prompte Gewichtsabnahme | Keine Schilddrüse 703 Kein AbfUhrmittel ^D^o^ÄpoHjeke^HjB^fer^ies^ljWollzeil^llS^1 rung. . Diese «beiden Vorteile -aber mündeten in einer seligen Vorstellung: Reise. Das junge Mädchen «gchört zu den.systematischen Naturen: Sie begann zu sparen. Da ein Theat-erbesuch, dort eine neue Bluse wurde auf dem Mtar der Sommerreise -geopfert, und jedesmal, -wenn di-e junge Beamtin die -Luftanwandelte, ein wenig Naschwetk, Putz, Jungmädchenkram zu -erstehen, hielt sie sich zurück: Dafür -würde sie in Paris eiinnal öfter ins Theater gehen, statt des Wolljäckchens wollte sie lieber einen Ausfl-ug nach Le Havre »unternchmen. Es kam ja nicht gerade viel auf diese Weise zusammen, aber mit de-m Urlaubsgeld würde -es doch ein -ganz nettes Sümmchen ergeben. Am 15. Juni hatte das junge Mädchen die Kündigung in der Tasche. Fontainebleau, -der Louvre, das Berner Oberland ist versunken. Ihre freie Zeit verbringt -die Ab gebaute auf.der StellemsaA«. Hie und da rüstet ■ sie ein Viertelstündchen in einem. Park oder auf einer Bank in staubigen Anlagen mit.graugrünen'Bäumen. An: Sonntag macht sie mitunter einen Ausflug, fährt in überfüllten Wagen, raust um Platz, in Gaschausgarten, hastet heimwärts, um. die letzte Straßenbahn nicht zu versäumen, und sagt tapfer: ,-Wenn.ich nur.wüßte,, was im Herbst werden -wird. Die -Arlaubsreife — na, schließlich ist's in.Wien auch schon." Und zwei Tränlein schleichen sich über die blassen Wangen. ' ' Klara Mautner. (Nachdruck verboten.) A «sch«. Reiseskizze von T. P. O'Cormor, M. P. (London). Ob der Anspruch der großen moslemitischen Hochschule W Aschar zu Kairo, die älteste aller Universitäten zu sein, begründet ist oder nicht, weiß ich nicht. Sicher aber ist, daß sie schon 976 n. Chr. im Voll-betrieöe stand. Doch spielt dieser Punkt keine Rolle, denn El Aschar weist so vieles andere Bemerkenswerte auf, daß wir uns nicht bei seinem Alter aufzuhalten. brauchen. Es gchört zu jenen Sehenswürdigkeiten dieser altberühmten Stadt, die sicherlich nicht sehr viele' FrenÄe zu Gesicht bekommen und auch gar nicht für schenswert -halten. Für mich aber'bildet -diese Anstalt bei weitem' das Wichtigste, Bcheutendste und Malerischeste, was es hierzu sehen gibt, denn sie zeigt in einem Mikrokosmos den gan-' zeu breiten Wstaud zwischen Ost und West. Der Gegensatz zwischen dieser hervorragendsten Universität des -Orients' und . irgend einer europäischen Alma Mater ist so außerordentlich groß, daß man sich nur schwer dazm versteht, für beide den gleichen Namen gelten.zu.lassen, sowiq.zH glauben, daß-so verschiedene Völker dm 'gserchvN' Planetenbewohnen können. In den Riesenhösen von-El Aschar, -größtenteils unter dem offenen, tiefblauen, regenlosen Firmament, versammeln, sich Unmengen menschlicher Wesen. Bis zu zehntausend -Hörer in einem Jahre weisen die Bücher auf.. -Keineswegs bloß Aegypter; vielmchr ist El Aschar die Haupt Universität des ganzen Islam. Dort studieren auch Zöglinge aus Marokko und Algerien, aus Arabien und der Türkei. Dies kann als Sinnbild der -allgemeinen Verbrüderung der Mufekmanenwelt gelten. Daß jede Nationalität Hren eigenen Hof hat, bedeutet keinerlei Unterscheidung, geschieht vi-elmchr ^lediglich ans praktischen Bequemlichkeitsgründen. - Alle Studenten sitzen mit unterschlagenen Gemen auf dem Marmorboden: nur der Professor benützt den kleinen, niedrigen Stuhl, uns dem er in derselben Weife sitzt, wie die - Verkäufer von Kaffee, Juwelen oder Tabak in den Basaren , sitzen. Di? demokratische Gleichheit, die im Islam' herrscht,' zeig? sich hier augenfällig; sie ist so vollkommen, daß man es. nicht für möglich halten würde, es gebe anderswo auf Erden - Klassenunterschiede. Alle sozialen Schichten hocken da durch- - auschne- Unterschied nebeneinander — einerlei, ob Pascha oder -Fellahkind, ob reich oder arm. -Auch tragen-alle die Keiche Kleidung von äußerster, alles Uebevflüssige ängUich vermeidender Einfachheit. Das einzige -vorhandene- Unter- - scheidungsmerkmal ist religiöser, nicht sozialer Natur: - die Nachkommen des Propheten und -die Hadschis (Mekkapi-lger) tragen grüne Turbane statt der roten. In der Nahrung herrscht dieselbe erstaunliche Einfachheit und Gleichheit. Die Mahl-'- zetten aller Studenten bestehen in der Regel aus Gemüse-, suppe, grobem Schwarzbrot und einer Handvoll «Knoblauch oder Datteln. Eine Essenszeit ist nicht vorgeschrieben; «ein-jeder - „speiste, wann er Hunger verspürt oder wann / er sockst- Lust hat. Wer schlafbeidürftig ist,, streckt sich einfach auf den Boden/ hm, bedeckt das Haupt mit einem Zipfel des kärglichen Gewandes und läßt sich durch keinerlei Lärm in seinem Schlummer stören.. Eigenartig berühren die großen Verschredercheiten - im Wer der Studenten. Vom kleinen Knaben bis zum Grrnkopf mit wallendem Bart und tiefen Runzeln ist jedes Mannesalter vertreten; vom weiblichen Geschlecht haben nur kleine Mädchen Zutritt, denn die erwachsene Mohammedanerin darf bekanntlich sich in Aegypten noch nicht in Gegenwart von Männern öffentlich zeigen. Es wird sogar, sehr ungern'gesehen, wem: abendländische Frauen chre oder andere- Männer bei der- Besichtigung der Universität begleiten. Rei». zend ist der Anblick der ihre Aufgaben auf Zimitafeln schreibenden Kinder, rührend^ der der Greise, die unter Vernach-, lässigung ihrer materiellen Interessen noch im Mer nach.' Gelehrsamkeit streben. Recht interessant und -eigenartig ist -die finanzielle Seite der Sache. Jeder Student, ohne Ausnahme, erhält Unterricht, ILohnuM nutz Kerpflstznng MentAeltliK. Dje Ae^ex __Seite v und Professoren bekomme» kein Gehalt, wohl aber Kost nck Wohnung; bezahlt werden sie nur für die im Nebenamte ev Mten kirchlichen Obliegenheiten. El Aschar lebt von den be. trächtli-chen Spenden reicher Moslrms -auf der ganzen Erd« und von der Bezchlnng. bezw. den Ueberzchlungeu, - welch« wohlhabende Studenten leisten. Der Geist der Einfachheit und Freigebigkeit, der hier herrscht, ist ein edler, schöner Geist und scheint mir von guter Vorbedeutung zu sein für die Zukunft des Islam. Ich empfehle jedem Besucher Kairos, sich das Leben von El Aschar anIusehen. Las Ghetto der Schwmzen. Der Mfche Lehrer an der Regerschule. New-York, der große Versammlungsort aller Völker um Rassen, wird, wie ein amerikanischer Schriftsteller einmal schrieb, in zwei von einander grundverschiedene Welten geteilt, in die Ostseite und die Westseite. Die Westseite ist die Well der Luxus, der Bequemlichkeit, man könnte fast sagen der modernen Zivilisation, während die Oftseite die Welt der Ghetti der verschiedenen Völler und Rassen ist. Dem Völlerpsychalogen bietet die Ostseite mit ihren «geheimnisvollen, voneinander streng abgegrenzten Stadtteilen in viel ersprießlicheres Forschungsgebiet als die Westseite, dieein potenziertes Europa darstellt. Zu den interessantesten Vierteln.der Ostseite gehört unstreitig das Ne-gervi rtetl. ' - ' ' Man kennt die -große Verachtung, der . die Neger' in Amerika ausgesetzt sind, und es ist .kein Wunder, ' wenn sich diese Schwarzhäutigen in ihrem: engen Viertel unter de» gesimdheitswidr-igften Verhältnissen zusammeirschließen, um r«r untereinander bleiben zu können und nicht dem Hatz der Weißen aus-gesetzt zu sein. In diesem Negerghetto befürdet sich aus der Lenex-Menue an der Ecke der M... Straße di« öffentliche Schul Nummer 89. In dieser Schule erhalten diefarbigen Kinder der Ostsoite ihren Schulunterricht. Von den 2700 Schülern sind 98 Prozent farbige Kinder. Der Rest gehört einem halben Durchschnitt verschiedener Rassen an. Man findet unter ihnen irläckdffche, jüdische, spanische, polnische, italienische und einige chinesische Kinder, Bei dem Lelh-ÄVrper dieser Schule ist das Verhältnis umgekehrt. Der größte Teil der 75 Lehrer und Lehrerinnen besteht aus Juden. Diese Schule stand noch vor verhältnismäßig kurzer Zeit auf sehr tiefem Niveau. Es hatte den Anschein, als hätte -sichdie allgemeine Wersion der Amerikaner gegen die Nger auch ans die Lehrkräfte der Negerschulen übertra-gen. Deshalb war dieser von der- New-Iorker Schulbehörde errichtete öffentliche Negevschule auch nnter den Negern selbst wenig beliebt. Erst als an die Spitze der Negerschule der jüdische Pädagog Dr.- JakÄ M. R oß, der sich schon früher an anderen Lchransftllten «als Schulleiter -e- .wähnt hatte, berufen wurde, rückte die Negerschule in die Reche der anges-chenstm Evziahungsrnstalten von New-Nork vor und gewann auch unter den Negern au Popularität.- Dr. Roß -hat ick den vier Jahren seiner Tätigkett aus dieser Schule eine Musteranstalt gemacht. Die Negerkmder erhalten hier eine» iudivi- - duellen Unterricht. Dr. Roß hat SpeziaÄaflen für ZurückgebKechene und Sonderklassen für besonders -Talentierte eingerichtet. Die Negerbinder wenden unter der Lettung des Dr. Roß je nach ihrer individuellen Eignung für die verfchisdensteü manuellen Berufe vorgebildet. Die Eltern der meisten dieser Negerschüler sind arme Leute ohne sicheren Berus und sie verehren den Mischen Schulmeister wie einen Heiligen, Werl er chre Müder einträglichen Berufen zuführt und sich um sie auch später, nachdem: sie seine Schule verlassenhaben, kümmert. Durch die Errichtung von SchulMwrn in seimr Anstalt und durch verschiedene ärztliche und hygienische Maßnahmen hat Dr. Rotz auch auf das Familie-nhenn seiner Schüler zivilisatorisch eingewirkt. Jetzt soll Dr. Roß diese Schule verlassen und in Anerkemmng seiner erfolgreichen pädagogischen TätiMt auf einen höheren Posten befördert werden. Diese Nachricht hat, wie -wir in New-Yorker Blättern lesen, unter den Farbigen von Nsw-Aork 'große Bestürzang hervorgerufen. Sämtliche Negerorgamsationen und vor allem die Gesellschaft M Forderung der farbigen Rasse - unternehmen alle denkbare» SchMe, um den jüdischen-Schulmeister der Negerschule z» erhalte«. In langen Artikeln Wirddarauf hingewiesen-, daß Doktor Roß, dar Prototyp der für die Böller- und RassenversöhMng kämpfenden jüdischen Rasse,- den nachahmenswerten Weg weist, wie das Negerproblem / gelöst werdm solüe- Re WeWkerdme«. Der Besuch des Ras Taffar«. Gegenwärtig unteMrwmt der Regent von Abessimm, der sich stolz einen Abkömmling des KSni-gS Saloms - nennt, eine Europareffe; der Prnnk, mit dem der Wessimsrfürst austritt, hat.sogar in dem an exotische FürstenaufzLge gewöhnten Paris Auffchen erregt. Der abessinische Regent und sein Gefolge sind von einer' Reihe von Frauen bereitet, 'Mw Paris, das für Fvauenschönheit viel übrig hat, bewundert die Abessiuierinnen. ' - Cs sei bei dieser Gelegenheit darauf aufmerksam gemacht, daß in Messimen das weibliche Geschlecht kein hinter Mauern abgeschlossenes Leben führt wie etwa die Insassinnen eines orientalffchen Harems. Im GegervteÄ haben Frauen oft eine große Rolle in der Geschichte des Landes gespielt. Was Schönheit und Anmut betrifft, nimmt die Messinierin einen hervorragenden Platz unter Hren Geschlechtsgonoffinnm aller . Länder ein. Meist besitzt sie eine hochgöwachstne, schlmlle Gestatt von wunderbar harmonischem Gliederban. Sie zeichnet sich besonders durch kleine, schmale Hwivde -und Füße wie durch Me natürliche G^ztz-der Bewegungen aus. Auch hat sie ein angeborenes Anstandsempfmden und Feingefühl. Das Haar der Abessrnierinnen umriugelt im natürliche» Zustand Stivu und Nacken in leicht gekräuselten Locken. Doch leider sieht man eSnur so, wenn eine Frau ein «langes Krankenlager hinter-sich IM ist uW MaM A. dze MZeWiebene runstteiKe

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