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Wiener Morgenzeitung · 1924-07-06 · Heft 1936 (6.7.1924) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1936 (6.7.1924)
Date
1924-07-06
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Hk. M _^ Wkm, /»eidlich, man kcms. es vor der Kenntnis der allgeMeine« Umttnde, die die S itzung des MionskomiteeS geben wird, nicht ^eurlellen, aber so viel ft schon heute Var, daß jedes Zionist wisse.» mutz, wie ungeheurr folgenschwer dieser .Weg ist Es gibt Lin Zurück auf dieser Kahn, wenn einmal die Agency in ihrer neuen Form definitiv konstituiert sein. wird. Der Charakter und das Wesen dessen, WaS bisher -hie 'Zionistische Organisation war, wird damit ei« für allemal geändert. Der größte Teil »msersr Arvfgaben nndKompetenzen geht sofort an diese neue Instanz über, von der wir noch nicht wissen, wie sie arbeiten wird. Ich glaube, daß es das mindeste ist, was man in dieser sehr schwierigen, ungchsuer verantwortungsvollen Situation von einem jeden Zionisten fordern muß, daß er sich der Folgenschwere und Verantwortung, des Entschlusses bewußt bleibt. Det Wille zam jüdischen PÄiistiua zwingt uns, die Grenze zu evloeitern und Len neuen Weg einer Zusammenarbeit mit den Nichtgionisten zu gehen. Aber eben dieser Wille zur BerwiEichung der Ideale, die den Sinn des Zionismus' ausmachcn, zwingt uns auch, wenigstens die ersten Schritte aus diesem Wege nicht übereilt zu tun, sondern die Sachlage und die gegebene Situation nach all ihren Seiten mit der ganzen Gründlichkeit und Vorsicht zu prüfe»», die aus dem Bewußtsein entspringt, daß aitd) nach aller Erweiterung mir schließlich die. Träger des Paläftina-GedanlenZ bleiben u»,d die Letzte Verantwortung für das, was Palästina wird, aus uns «hon bleibt. Die Ammdung de Haans. (Eigendienst der „Wiener Morgenzertung".) Jerusalem, 1. Juli. (Verspätet ei»igelai»Ht.) Der gegen de« Führer der a-ntiziomstlschen Orthodoxie in Pallästina Dr. LeHaa n verübte Anschlag, über den Ihnen Ihr Korrespondent bereits kurz berichtet hat, geschah gqtm <nm 80. Juni abends int Hofe des Mankenhmises des Dr. Wallach. De Haan hatte gerade die Synagoge des Kraui'kenhausss verlassen, wo er das Abendgebet verrichtet hatte, als plötzliich mehrere Schüsse krachten. De Haan wurde von drei Kugeln tödlich getroffen und verstarb nach wenigen Minuten. In der Panik, die durch das Attentat hervorgerusen wurde, gelang rS den T ä te-rn — es waren ihrer mehrere — z u entckommen und es ist bisher noch nicht gelungen,-Hve Spur zu entdecken. De H a a n sollte noch in disser Woche an der Spitze einer Deilegätion orthodoxer Inden nach London veisen, um dort im Koloniälamt im Muren der a gupistisch orientierten Orthodoxie Protest gegen die geplant« neue Gemeindeordnumg zu evhebew; es wird in Palästum von der Aiguda Isroel dieselbe T re nnungsip-olitiL betrieben wie anderwärts. Zu der Delegation,' deren Abreisetevmin »»»folge der Ermordung de Haans in Frkvge gestellt wurde, gehört auch Dr. Wallach, i« dessen Krankenhaust de Haian den Tod fand. PMftina im enalMm Unterhaus. London, 4. Juli. (I. T. A.) Irr der letzten Sitzung des Üntevhanses forderte Kolonel Williams das Koloniabsekretariiat.auf, die vereinbarten Hilfsg elde r für das 'laufende Fiumtzjahr an Palästina zu zahlen. Der Kolonialsekretär T h o >m a s erwiderte, daß für das lausende Finanzjahr.zum Zwecke der Erhaltung der Polizei Hilfsgekder in der Höhe von 265.000 Pftund vorgesehen feie»». Williams fragte, ob auch an T r a n s j o r d a u i e n wähveud des laufenden, Jahres Hilfsgelder zu zahlen seien. Schake! mit eingebautem „VSIAQN"»6ümmi-^VsLtr Mr. Thomas verneinte dies, ebenso wie die Frage, ob die palästinensische Regierung Mfsgel^der an TranKjordamen zu leisten .hätte. ' Sir Thonms Jnskip fragte, ob das KolomaMretaviat davon unterrichtet fei, daß die palaftinienftsche Ri^ gierung in der Palästina-Berordnuttg die frühere Verordnung "über die bürgerliche-Gerichtsbarkeit aufgehoben >habe; es sei von mehr als dreißig Wohlsahrt^institutioneir in Jemsoile-m tzegev eine solche Maßnahme protestiert und ihre Widerrufung verlangt worden, da diese Institutionen den Mvgevlichen Gerichten mehr Vertrau-ru. entgegenbrächten als den RaMnatsgestchten. Der KolomaMretär evividerte, er sei der Meinung, daß 'betreffs der jüdischen Gemeinschaft in Palästina eine Ausnahme zulässig fei und stehe wegen dieser Angelegenheit mit dem Oberkoinrnissör Sir Herbert S a mu ei in Bevbmdung. (Die Proteste, auf welche Sir JnsÜp hinwies, geherr von den Orthodoxen gegen.di« religiösen Gerichte. — DieRed.) Die gemäßigten Arnverparleien nehmen am arabischen Kongreß nicht teil. Jerusalem, 30. Juni.. (I. T. A.) Die arabische gemäßigte Partei und die palästinensifch-arstbische Bauern p artet . haben nach mehrwöchiger, Beratung cubgüliig beschlossen-,' an dem von der PaUstinech'tscharabischen Exekutive für den 20. d. eiübe-rusenerr siebenten arabische»! Kongreß nicht te-ilzu nehme n;' sie wollen am gleichen Tage einen eigenen Kongreß abhalten. - In T e l - I o f e p h hatten das Mitglied der Zionistischen Exekutive, Kolon,Ä Kish', sowie Herbert Kalvar i s k y eine Zuisamureukunft «mit den A ra b e r >s ch e i ch s aus dem Bezirk B e i f a %. Die -Zusamntenkunft trug überaus freundschaftlichen E-havakteiv, die Scheichs drückten den Wunsch aus, mit den Iuden Palästinas in guten Beziehungen zu bleiben und erklärten sich bereit, die Politik der in Hebron neu konstituierten arabischen Bauernpar.t.-ci zu unterstützen. Verhaftung eines extremen palästinensischarabischen Führers. Jerusalem^ 1. Juli. (I. T. A.) Äin 29. Juni ist einer der Führer der extremnatioirMstischen arabischen Partei, Abdul SaVin Rachman, in TrÄeram verhaftet worden; die Polizei hat währendeiner bei ihm vorgL»»o>»»»mei»Ln Haussuchung Dokmmnte gefunden, die auf feine Beteil-igmtg an retzievu»»gsfeiMichen> Unternchnmngen -schließe lassen. Ne letzten Kurse. Radiodienst der „Wiener Morgenzeirung".' London, 8. Juli. D e v i s e n s H l u ß k r» r » e, Wien 307.600, Prag 148.-, New-York 4,32V», Paris 85,95, Brüssel 97,125, Rom 101,1875, Zürich 24,276, Madrid 32,90, Amsterdam 11,4875, Kopenhagen 27,225, Chststimna 32,325, Stockholm 16,335, HelsingforS 172,875, Berlin 18,1 Billionen. #fe «menpche Zrage. ' <!Eig«Mej»ist'der „Wiener MorMnzeituNg^.l Kouftemtinöpel, Z. Juli. Nach - «t: Meldu>»»g auS . Sflxtwt beabsichtögiLN die Fwanzofen Te' Besiedlung der syrisch'-tü vk!ifchen> G-r e « ztz'e-b'i-e.t'eMrch' armenische Flüchtlinge wnd die BMirng. - einer a m to- . «omen armenischen- Pufferzone. We Armenier häben stit langer Zeit. M ^wahres MarchMM durchzwymchen. Eine traurige, BMhmcheit halben die A r m e n i e t Ma ffakers erlangt,; welche - dev Kirkische Sultan Albdül-Hamit d und —'während de's Welt- ' k^geL stnter stillschweigender Duldung, .ja- PatW-ntmz^dor Deutschen— '.die tuMfchen Generales En der Pascha und Ds che mal Pascha veranstalten'ließ. Die Leiden der Armenier ha-ben auch jetzt nicht ihr ^Ettde-gefunden; dieses ünglüMche VEfyjt auch jetzt ßettch'ronis chen Pogrom zu erdulden. Nur c'ittc Lösliösung des armenischen Gebietes von der Dürkei Md fern« Neutralisierung konnte 'das armenische Volk endlich von '.seimn türkischen Peinigern befreien; das Gebiet müßteschon' vorn Standi« pirnkte .MRschilichVeit aM volkertechtiKch -geschützt werden. Der obenäügeführte französische Plan; der nur kolomalstrütegifcherr Zwecken dient, ist keine Lösung der Armenierfrage. Er würde Zwairgsanstedln-ngen der Armenier . Hervorrufen und was diese, von den-TürkenMsgeführ-t, bedeuten, fofcg läßt sich am besten. aus dem; Beispi-el der ZwangsübersiMungen^ der Griechen in Klelinafien erkennen, die gemäß dem griechisch-türkischen Frieden erfolgen. Im ührdgen-, sei daran erinnert, daß einer:>der' -wenigen, die sich der. Armenier an-nahmmv, der ehemavige amerikanische Bl^fchafter M de-r -Türkei, Henri M o r gam-L h a-u, .,war; er machte .den Morschlag,-die Armenier. M ihrer Gesamtheit auf Schiffen nach Amerika zu tttmspor-ti-eren> und dort 'antzusi-edeln. Me amerikanische Regierung! wollte diesen Plan dürchsühren, doch scheiterte er am türk-ffchen und deutschen Mdeifland/ Movgeniihan ist Iude^) - - 'A Sie amerikanische PrWentschaftswahl. (Eigendienst 'der „Wiener Morgertzeitung".) New.-Dork/- 5.-,Juli.. Der de m oE ru t i f ch e. -Parteikonvrnt Mt bereits bei -der siebzigsten Abstimmung über den PrM-derMchaftsik-andidatrrr. Mae Udo o ha-t.528, Smith W8 Stmlmen erhalten. 'Angesichts -der Mrnög-. lichkoit, daß einer der beiden Kaudidaen die erfördeÄiche .Awchidrittelimch-oritat von 750 Stimmen erlangt/wurde der Antrag erngebra-cht, beide zur Zurückziehung d ep' Kan d i d a t n r a»rfzufovdev»r. - ' < - / ' ' Da Foltette — fortschrittlicher Kandidat. Der in Clev.eland tagende- Par-te ikonvent d er F. o r t s ch r i t t l i ch e n hat - den - Senator La F o llette.zum' PMi-denEchasts§rM>datert nbMniert. Lv Follette.hat die Kmch-Äatür' a -n g e n o m m e n. Dem Wunsche 'La Follettes, entsprechend,, unteri b leibt'd i e G.r ü nduug'e i ne r e ige.n en Pavtei. Ebenso' dürfte, die. Anfftellung eines detaMevten W lp r ö i r a m m s u n t e r b l e i b e n, obwohl-' gewisse Richtpuirkie bereits bekannt sind. Die Idee ist offenbar die, daß, wenn La FÄlette siegt, sich um seine Person, als 9Mtolstunlte eine n e u e G r n p p i e r u n g ergeben wird, der sich sowohl rePuWkanische wie >deMokratische Mitglieder des Kongresses artschließen. könne»:. . . 'Senator Iohnston, der Präsident der Union der Wtaschinisten, eMärte bei Eröffnung des fortschrittlichen Konvents, die Reipub'Mner und die Demokraten seien Puppen in den Händen der Reakti o na r e. Er ver- Mo. Von Lola Landau. Die Geiget streng in hellen, harten Quinte»tsp»Ä»tge»» wie bm Stein zu Stein aufwärts, während das Kl-avier .die Begleitung. eines Wassers murmelte und das Cello noch tiefer M eiirem schwarzen Brausen miffang. Die Mitstk der drei wandernden Stj»»Änen Mg, klomm atemkos den Gipfel des DreWangs zu, wo eine große Rlche schwebte. PWtzAch riß der Geiger mitten im'Takt ,den Woge»: herunter. eilst ".rief er.seiner Frau am Klavier zu. ,Marum diese Hast?" Dabei verzog sich sein schmales, blondes Gesicht fast zur Schärfe. Die tote Stille der Panse, das Zimmer ohne Musik peinigte ihn plötzlich. Die Hän>de der jungen. Frau flöge»» wie aufgerscheuchte Vögel von den Tasten aus. „Hier ist Eile," rief sie. „Alles drängt vortoärts. Letzter Lauf vor der Begegnung, das Z-ielbeflügMe, das Beinah. Das Hingerissene vor dem entscheiden>den Mord. Was meinen Sie, Herr Doktor?" ' Der Cellist sah auf sei« Jriftrument, so daß seine Stirn unter dein schwärzen Haar in breiter Wölbung hewortrat. „Ja-.' In jeder Erwartung liegt rasende Beschleunigung- AVer ebenso das Memholen, die Stockung. Man költnie die Stelle auch sehr langsam spielen." Der Hausherr lachte ein knappes Lachen- ,Ks geht aber nicht, daß wir die Musik Nach drei verschiede»ten Auiffassuagen -»»Scinanderzerren.-Ich dirigiere jetzt. Bitte!" Sie spielten, wieder. Die Sti»»m»en rauschte»» z»»sammen. Die Frau a»n Klavier bewegte lautlos beim Zählen die Lippen. Der Cellist sah in ihr Gesicht, als wollte er den,Takt von ihre»n -M»»nde' abhore»». Jnnner sah er mitten in dieses Gesicht, wo für ihn der Pulsschläg aller Musik bebte. Sagte es nicht «och leisere Dinge für ihn, wehte nicht vom Flaum ihres Mundes ll»»hörbares, Unerhörtes an Seligkeiten? Gas m»r er hörte nrit dem feinsten Gehör seiner Sinne. Waren diese Zahlen, die sie eben fliiste-rte, nicht gest-ämn»elte Gchemtworte einer tauben Sprache Wischen HM 'WM?. Mr das Wvmilostr jimt'lvst Zählen nicht Tanz von Stern-fnnken -aus ihrem urreMi-chen Arttlitz? Plötzlich merkte er, daß sein Cello un>d die Klavierbegleitu»»g einen TM vora-usgeeilt waren, während die Geigenmelodie .z»»rückblieb. Es klang kreischend. Die Melodie hinkte- »»ach. . Wüstes Getzänk von Dissonanzen schlug ge>genemar»der. Sie brachen ab. Wieder peinigte den Geiger das starre Zimmer ohne Musik. ,Mir sin-d l-eute alle unausmerVsam," sagte er.. ^Wollen - wir nicht aufhören?" 'Die anderen widersprachen heftig und vcrl-ä»»gten, daß das Trio zu -Ende gespielt würde. Jetzt ltauchte eine ganz neue Melodie empor. Die Instrumente warf sie sich hiut cr einander zu wie einen leuchtenden Ball. Die Geige strich sie hin in glücklich schwelgende»»» Gefühl »md reichte sie dem Klavier, das sie zaghaft und etwas gläsern nachspielte und dann dem Cello zuschle»»derte. Dort ging die Melodie in Moll über und wurde traurige Geige und Klavier hatten zu schweigen. Die tiefe Sti»nme sang allein. Der Cellist führte de»» Bogen so -breit auf und nieder, daß es auSs-ah, «IS »nufaßie >cr mit seine»« Arm iden ganzen Raum, als hebe er das Zimmer hoch mit dem Flügel, mst der Frau, dem Gesicht/' das er liebte. Dieses Gesicht unter dep» hellgrünen Licht der Klavierl-ampe, es -stieg,- es wirchs »rn-te-r dsm wachsHndeu grünen Licht eines Wa-ldbaum-es, es schwebte. »mtrr dem M)orn mit' huschenden Blättern. So dicht zitterte es vor ihm wie damals bei,jenem seltsamen Spaziergang, wo er sie nicht mit dom geringsten WM verfolgt hatte u«d dochbei»», Hmtdedruck, in der Nmarnmng ihrer Fm-ger ganz von ihr Besitz ergriff. Die Frau vor dem Klavier hatte la«!sche»»d. den Kopf grse»»kt. Da traf ihr derkrvchener Blick. de»r Geigenbogen ihres Ällannes, wie' er ihn zählend .hin, und Her büwögtH und daOr m>it dem F»»ß taktierte, um den Eirrsatz nicht zu versäumen, lind , jetzt, wie sie wegsah, spürte sie entsetzt, -daß der Mann «nt einer. Pe'Hchedurch die Luft hieb und mit den Hacken aufstorMfte, um seine- Wut auszurafen., Er chute alles. Aus dem WMerschien ihr ein grollend duulpfes Gewitter a>»M'd»aöhnen und sie nch beide Mämrer zu zersch»üettevn. Endlich -7das Zusammenspial setzte wieder ein. Die. Stimmen rauschten Husammen. Das ' Trio war bemdet. ' ' Der Freund des Hauses verabschiedete si^ sofort.. Er kömre diesmal leider nicht bleiben. Die Eniveetür LbaMe. Me junge Frau legte die Noten zusa-Mn»en und bückte sich, uv» ein " loses Blatt aufzrche.be»». Da war der Ma»m schm» hinter ihr nn-d riß sie zu sich herum. Seine Züge wärest'»nesieuschavs vor Schmerz. „Glaubst d»», ich hörte'nichts! Sei»» schamloses Sptel, das alles erklärt: eure Beglückungen, Umär»»»ungen. Dazu dte.se Seelenorgien, wo ihr eure Gefühle , .noch vor mir emsspeit!" Ihre Augen wurden ganz grau und ' groß. ,Mieser Mann hat mir nicht einmal die Hand geUßt" Sie stieß ihn »nit ihrem Blick 'ans dem Ziuvmer. Dann fiel sie um, auf den Knien kroch sie vor das Cello -und vor dem' bra-mtgoldenen Instrunrent blieb sie liegen wie eine Tödlichtraue»mde vor einem Sarg. BerschAtet, vergraben, war dort, alles Wnen der letzten 'Stunden und Tage. Dam» hob sie sich schwer ■ aus und ging hinulrZ. Die Instrumente lagen unbedeckt auf den Möbeln. Das Klavier stand offen, so daß die Tastenweiß in lder Dämmerung gvinsten. Das Zimmer war plötzlich ganz starr »»nd leer, ein Zimmer -ohne Musik. Spaziergang durch Genua. Bmr Egon Diettichstem. Als ich daL letztem«! in Genua war, schien es, als würde die hrsto-rische Zeit wiederkehre»»: Genua war die Konferen-zstadt. Erinnert man sich heute noch daran? Aus der Zeit des Fie^o und des Doria ragen noch Paläste auf. Was Web von der Konferenz? Genua ist nun wieder das, was es war: die Hafenstadt. Alles gehört zum Hasen, zum Ddeere. Bor allem natürlich die Hafeustratze Via Carlo Alberto. In den ewig mehr als haWunklen GeEben ist der-Basar aüfgeschlägen: Schenke an.Schenke, gefüllt von einem Volksge- . »rstsch/aller G:dtyle: : N'eger, Inder, Chistesirt feiern Land-, ankunft wie die europäischen Matrosen. Zwischen den' ^Schenken: Pstden, Lcchen, fliegende 'Körbe, Eßwaren, aber das Wort ist viel zu trocke»», um wiederzügeben, ivas hier, asies verkauft wird: exotische Früchte, hunbert Arten von^ Fischen, hundert Arten von Backwerk, Liköre, Limonaden.' Frnchtsäfte, Gawürze, die überreiche tropische Landschaft blüht und treibt für die Händler. Ui»ds die Tierwelt: Der . Me ö« i» M«e M-MtsaAlgAe WM ist

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