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Wiener Morgenzeitung · 1924-07-05 · Heft 1935 (5.7.1924) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1935 (5.7.1924)
Date
1924-07-05
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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i Skfct 4 . Men, GamStzag ■ . - - - r 1 r -rr ■■ - - .-r- -..r .1 *1.1'- l,LJ-f"|'Vr Die ,Mmer Morgenyoitung" ist, wie Mannt,^ M von Juden gsl-esenes Md stark unter den Juden verbreitetes Blatt. Sie dürften eine Tlhmmg halben, daß eS in Rumänien, Polen mid in ibn Tschecho-SlÄoakei viele xü' disHe Personen gibt, die den Werdegang und das Au-sstchgen Boiels stark beobachten. Infolgedessen interessiert sie seme Entwicklung. Gin mal war er König der Inflation. Jetzt steht er auf dem MyNsnrboden und daß er dabei . schwer lädiert t wurde, hat auch der „Abe>n-b" bewiesen, der von Steuerexetut ionen gesprochen hat. Der „Ocsterreichischa Volkswirt, hat, seit 29s März angefangen, in jeder Nrmnner die Verkaufe Boselsan der Börlse besprochen. Di. Plaschke s: Ich Mte uns zu folgert, ob Sie den Nanten' Bbsel erst in dm SlrtMn vom 1. mH 13. April erwähnt haben oder schon früher. Zeuge: Jawohl. Ich halbe ihn schon früher erwähnt, ich halbe hiev Men ArtckÄ vom 5. Dezember 1923 über einen Vorfall, der in der ganzen Presse nicht behandelt wurde: ,/Basel in London", «und von dem man nicht sagen Tann, daß er arimos Mschriebrn wäre. ' Redakteur Dr. Siegfried Schmitz. * v Dorf.: Es sind gegen Herrn Basel ArtÄel erfchrmen. 'Dr. Rosenlb-erg hat sich als' Verfasser der ArtWl bekannt. Wissen Sie auf welche Weise die Ar-Mel zum Druck befördert wurden? ■ < Zeuge: Er hat mir einen oder den anderen ArtA-el, da ich damals die Schlußredaktion des Wattes -innchatte, mitgetM. Ich habe die Artikel zum Druck befördert und weiter darüber mit ihm nicht gerodet. Vors.: Ist Ihnen bekannt, ob Stricker - von diesen Artikeln je irgendwelche Kenntnis erlangt hat? Zeuge: Darüber weiß ich nichts. Dorf.: Ich -bitte den Herrn Bett an er, näher zu kommen. Wir hoben sozusagen den größten Teil des Beweisversahrens erledigt. Aber Sie werden nach den bisherigen Ergebnissen des Beweilsverfahrens bei Ihrem Bildungsgrade zweifellos i n der Lage fein,, sich eine Meinung zu bilden, wie die Sache st-cht und nun möchte ich Ihnen in Ihrem Interesse Mchlftehendes sagen: Falls Sie zur llebevzeugunig gelaugt sein sollten, daß Sie mtt Ihrer Aeußerring dam PrivaMäger Unrecht getan haben, dann würde ich und wie ich glaube Jvdermiann nichts daran auszufttzen finden, wenn Sie wie ein aufrechter Mann und das geziemt sich sagcu: Ich habe einen Fehler»begangen, ziehe die Konsegnenzen urch entschuldige mich, wie es Sache eines aufrechten, geraden und anständigen Mannes -st. Ich will Ihnen sagen, daß ich Sie durch diese Andeutungen zü keinem Entschluß verleiten will. Die Entschließung liegt bei Ihnen. Wenn ich Ihnen das sage, hat es nur den Zweck, etwa vorhandene Mßhelligkeiten zu reduzieren und, wenn es mir gelänge — ich wäre sehr froh darüber — zu beeidigen. Ich würde es begrüßen, wenn ich Sie und Ihren Gegnern nicht mit einem Urteil, sondern mit einem Vergleich, wie es. unter Männern üblich und zulässig ist, den Sam verlassen sähe. Ich mache gu diesem Zwecke e i n e P a u s e von 10 Minuten. Nach Wiedereröffnung der Verhandlung gibt der Vertreter des Angeklagten die eben mitge teilte' EltAärung im Namen des Angeklagten ab. Der Vorsitzende deMndet hierauf den Freispruch der A-ugeLlagten. Aue Lex Heinzr in England. London, 3. Juli (Reuter.) Im Obevhatl.se wurde in zweiter Lesung mit 162 gegen 20 Stimmen ein Gesetzentwurf angenommen, wonach jeder, der aufrührerisch! e und gotteslä st erliche Theorien verbreitet sowie jeder, der umstüvzlerifche Publikationen Kindern unter 16 Jahren liefert, mit Gefängnis bestraft wird. Matinee des amerikanisch-jüdischen Kunsttheaters. Carl-Theater. — „Tewje, der Milchmann." Em> gsladenes Publikum ausgewählter, tunsiverstäntchger Gaste hat gestern die jüdischen Schauspieler aus New-Dork, welche unter Leitung von Morris Sch w a r tz ein Wiener Gastspiel eröffnen, mit stürmischem Beifall bedankt. Das Ensemble hat glänzend bestanden. Cs ist eine Gemeinschaft von Künstlern. Wir stellen dies vorweg fest. Wenn das jüdische Publikum diese Börstell'ungen nicht so frequentiert, wie es der Fall sein müßte, stellt es sich ei« Armutszeugnis aus. Man spielte eine Tragikomödie, na ch - Ucholeim Alejche.m von Maximilian Hur Witz arbeitet. Scholem Wejchem schuf ibe-kanntlich eine berühmte Gestalt, „Tewje, den Milchiger". Er ließ diesen unsterblich gewor- 'denen Juden eine Reihe von Briefen an sich „Neb Scholem Aläjcheur", schreiben, und die Zusammenfassung dieser Briefe zu einem Werke ergab ein köstliches, vielleicht das '.stranjuivel der jüdischen Liieratur. Die Gestalten, die in diesen Briefen höchst lebendig geschildert sind, der Milchiger selbst, feht Weib, seine Töchter, etliche Schwiegersöhne und manche Gpisodensigur-en, sind volkstümlich geworden, und es lag -nahe, etliche von ihnen aus den Brettern agieren zu 'lassen. Begreiflich, daß bei dieser Umwandlung viel, mitunter bedenklich diel von Scholem Alejchem verloren geht, und manches hmzukommt, tvas wohl denr göttlichen Humoristen Stoff zu einem neuen Werke gegeben hätte. Hurwitz nahm jenen Brief Tewjes an Re-b Schalem Alejchem zum Stoff seines Dramas, welchen der Milchiger mit der Bitte schließt: ,^JHr sollt schweigen. Ich meine, daraus, was ich Cuch ida: erzählte. kein .Buch machen; und wenn es sich schon treffen soll, das; Ihr ein Buch schreibt, Red Schalem Alejchem, so schreibt über wem andern und nicht über mich. Es ist ans.mit Tewje, den Milchiger!" — Tatsächlich ist dieser- Gpief, in welchem er von dem Verlust einer Tochter erzählt, die einen Christen- 'heiratet, der zarteste und erschütterndste von allen Briefen, die gottlob Tewje der Milchiger, an Scholem Mj-chem schrieb, und wir wollen es Wiener 6. 0aS Mt 9be.im Ae Amordung Matteoü». (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Die Reichrtagsnachwahlen in Lberschlefie«. Rostr, 4. Juli. Der Direktor des Gefängnisses Regina CoeH hat von der Anklagebehyrde -den Auftrag erhalten, idie Mbevwachung der Irchcüftierteu zu verstärken. Diese Anordnung dürste mit dem Erscheinen eines WugMges im ZufatNMdnhcmg stehen, das gestern über einer Bievdelftunde lang Mer dem GesängniS kreiste. Es lausen Gerüchte uvb daß eine Gruppe von Faszisten, die über den Matteotti'Mord besonders empört find, ins Gefängnis einzudringen beabsichtigen, um a^n den Inhaftierten eine fumlmarische Justiz zu üben. lieber' den tu Ae Matteotti-Asstire verwickelten österreichisch-tussischen Spion liegen jetzt der Mklagebehövde genaue Angaben vor. MaMotti wurde in der Straße, in der er wohnte, mehrere Abende vor dem Morde von einem Faszisten beobachtet urtd auch angespro^chen. Der Faszist evMrte, einen Auftrag VM der Polizei zu haben, und zeigte auch einen Ausweis der Generaldiroktion für öffentliche Sicherheit vor. Ae italienische Kammer bleibt vertagt. Mgendienist der „Wiener M-orgenAeitung".) Rom, 4- Juli. M ussolini hat den Ministerpräsidenten- R o c e o empfa ngen u nd mit ihm die politische Lage, hauptsächlich was die Kammer betrifft, befpro-chen. Cs ist beschlossen worben, falls nicht außerordentliche Vorkommnisse es erheischen werden, daß die Kammer nicht vor dem Mvnate November zusammen-trettzn soll. Kamulerprästdent R o c c o ist heute nach Venedig abgereist, wo er feine ^Sommerferien verbringen wird. Die Nachricht von der Vertagung der Kamurer bis ztrm Novewber bildet 'den Stoff der heutigen Kommentare. -Ein-ige Vertreter der parlamentarischen Mehrheit behaupten, daß Mussolini mit dieser Maßnahme der Opposition Zeit lassen wolle, um über ihre anti,Parlamentarische Haltung nachzudenken. _ Palästina in der Welttelegravhen-llnion. Rom, l. Juli. (Schweizerische Depescheucvgentur.) Palästina ist der Welttelegraphenmriyn bvigetreten. Re Hochverratsanklage gegen Radir. Agram, -4. Juli. Die Staatsanwaltschaft erhebt gegen Radic uvd acht seiner Parteigänger, die im PMameut sitzen, Anklage wegen Hochverrates, Aufwiegelung des Militärs und Unterhaltung von Beziehungen zu feindlichen Staaten. Die Auslieferung Radic' und von acht Radie-Abgeordneten wird bei der Skupschtina beantragt werben. _ kngland «nb Mexiko. Miaendienft der ,-Wiener Morgenzeitung".') >' London/ Mi. Während im Untwhause offiziell erklärt wurde/ daß der gewesene britische, Agent im Mexiko, C u rnim i nl; über New-Vork umnittelbar nach London heimkehren werde, um Mac Donald Bericht zu erstatten, trifft jetzt aus New-Dovk die Meldung ein, C-umMms habe seine Passage auf der Mauretauia" annulliert und das britische Konsulat verweigere hierüber jede 2lsiskunisl. (Eigendienst der „Wiener Movgenzeitultg".) Berlin, 4. Juli. Die Reichsratswahlen in O b e v s ch l e s i e n wurden auf den 14. September festgesetzt. Des späte Tennin wurde mit Rücksicht ans die Ernte gewählt -;-, Das Aorkamlked. Berlin, 4. IM. Vor einiger Zeit erregte es beträcht« liches Aufsehen, daß Lurch.das Amtsgericht in Aurich eine einstweilige Verfügung gegen den Negierungspräsidew ten in Anrich Landgrafen Kemden und das KreiSamt in Borkum erlassen wurde, in der diesen Behörden auf jeden Fall untersagt wurde, das Spielen des ,M o r >k u >rw> l i e d e s" zu verhindern. Es ist dies ein antisemitisches Lied. Ter Badedirektor erwirkte nun die erwähnte Verfügung des Amtsgerichtes irr Aurich. Nun wurde aber von feiten -der beteiligten Bchövde sofort der Komf^tenzikonftikt erhoben, so daß das Verbot des Liedes nach wie vor zu Recht besteht. Außerdem ist der B a d e d i r e it o r wegen seiner Widersetzlichkeit seines Amtes enthoben worden. Die Polizei wurde angewieisen, strenge darauf zu achten, daß das verbotene Lied nicht gespielt werde. Vergifteter Kaviar. (Wgenibericht der „Wiener Movgenzeitung".) London, 4. Juli. (Tel. der „Wiener Morgenzesiung".) Ueber eine Vergiftung de^ russischest Delegierten an der englisch-russischen Konferenz berichiet! die „Morningpost": Die Delegierten waren von einer hohen Persönlichkeit, die noch vor -kurzem Sowjetrußland in einem benachbarten Staate vertrat, zum Essen eingeladen worden. Bei allen Eingeladenen zeigten sich kurz dau>ach Vergiftungserscheinungen, so daß sie ms Spital gebracht werden mußten. Man glaubt, daß die Vergistuna auf den Genuß von K a v i a r zurüchuführen ist. Die zuftände in Bulgarien. Bukarest, 4. Juili. (Tel. der „Wiener Movgenzeitnng") Die Blätter melden aus Sofia, daß vor idem dortigen Gerichtshöfe der Prozeß gegen den gewesenen Generaldirektor der bulgarischen Staatspolizei Vrsegradskst begonnen hat. Visegradsky wird beschuldigt, die Ermo rdu ntz eines mazedonischen BandenHefs und^ eines Polizeragenttzn ungeordnet zu haben. Der Staaksanwält beantragte die T-odes'ftrafe. Der Prozeß erregt große AUismerksam-. keit, da man senfationeille EnchüllmMn erwartet. Nach einer anderen Sofioter lMel'duntz wurde der Polizeichef von Burgas Dumitvu Statow in Burga s ermordet. Ungarische Nattonalbank. Budapest, 4 .IM. (Ung. Del.--Korr.-Vnr.)' Mt Rück, sicht auf die massenlhaften Leiangebote übernimmt die ungarische Nationailbank bis auf weiteres nur einmal täglich zn dem Mittags festgesetzten Kurs Bukarester Auszahlung am- Lei. Die Bank «hat heute verfügt, daß die ungarischen Kronenforderungen der -Ausländer auzumelden und m Evidenz zu führen smd, wodurch jedoch das UMingeschväMe BerfÄgungsrecht der fremden Gläubiger nicht im Mindesten beeinträchtigt wird. Herrn Hurwih nicht übelnehnken, wenn fein Opus dem Vergleich nsit dem Original nicht standhält. Vickles von -dem, was -§ewje in -diesmn Briefe se-inom Re.b Scholem Aletjchem mitteilte, ist ja doch in die Szenenreihe aufgeuom- -rnen; einig? -stimmungsvolle Bilder aus dem jüdischen Voliksleiben (Sabbatanisgaug, „Schiwe-Sitzen" und manches mehr) koniwen hinzu — und so entstand immerhin ein taugliches Kolksstück, welches den Vorzug «hat, ein Wpfelchen -und mehr als ein Zipfelchen' von Scholem Altes chems Genius blicken zu lassen. Der letzte Brief in jenem Bündell von Briefen Tewjes, die sein- Schöpfer veröfftnitlichte, handelt davon, wie -der Milchiger -dazu kam, nach Palästina auszuwandevn: Ein reicher Schwiegersohst (unerhört, wie plastisch Scholem Mtejchem diesen feisten, wohll-ebenden und ununterbrochen plappernden Ba-uunternehrner geformt hat) bittet bm Alten zu sich und -will ihnveranlassen, das Geschäft eines Milchigers aufzugeiben und irgend etwas „Besseres" zu unterrnftßtm, damit sich der Herr Schwiegersohn nicht -des Schwiegervaters schämen müsse. Na, 'Ihr, kennt Euch denken, was Towje, der Milchiger, antivortet: Der Schwieger-- fohn aber lässt nicht locker, bietet ihm Geld an, nach Aanerila zu gehen, >und da auch dies nicht verfängt, spielt er den letzten Trumps aus: „Hier ist Geld, fahr' nach Palästina." Dieser Gedanke -setzt sich im Hirn Tewjes „wie ein eiserner Nagel" fest. Tew.fr überlegt: „Vielleicht ist es ein-p gute Idee! Vielleicht ist es sogar besser, nach Eriez Israel zu foihreu, als von seinen Kindern soviel Freude zu haben, wie du sie hast? Rindvieh! Mas riskierst du dabei, «und wen läßt duhier zurück . . .?" Und da der Milchigernatürlich auch sonst das Bedürfnis -hat, -den Lebensabend auf jettet teuerem Erde zu verbringen, errtschli-eßt er sich dazu und wandert aus. Aus diesem bitter - humorvollen SchluHikapitel hat der drautaiische Bearbeiter in löblicher Tendenz eitle durch Judenausweisung und Pogromdrohnng erzivungene Palästina-AuKwanderu-itg der reMchen Fam'Äe und ihres Oberhauptes geformt. Cha>we, die geta-ufte Tochter, kehrt reuig in den Schoß der Familie zurück und wandert mit. Dieser Schluß-alt -ist ganz .und gar nicht von Scholem Mchcheni-, ftk£ er ist bühnenwirksam und dem Publikum willkom-men. Das erste Wort der Bewundernrng -muß -der J-niszenesetzung gelten. Durchaus realistischer Stil, Statrislawski- Schule, aber herzhaft, gofchmackvoll und — die Hauptsache — wundervoll wesentlich. Wenn -der Pope zum Milchiger spricht und der Alte mit in vielsagendem Schweigen pausi-evt, -eine kräftige Antwort besinnend; üvetvn die Töchter nach Hause z-nrückfchleicht und ihr erster Blick auf die Jahrzeittabelle der inAwischen verstorbenen Mutt?:: fällt; wenn m einer früheren Szene das Mädchen — man lernt es äks ein starkes, auf sich sckbst gestelltes^ Di u; kennen — in kindliches, fassungAlosis Weinen ausbvicht, weil es soeben den geehrten Vater belog; wenn Tewjes Gattin und ältere Tochter vor seinem Cintrete-n rasch die Tratten trocknen und he-i-ter zu erscheinen - trachten —- ist man in solchen Augenblicken und noch in manchen anderen -Zeuge und Genießer jener BülMM-nst, wie sie sich aus jüdischer Eigenart hochgezüchtet hat. Ich glaulbe, eine U-eberraschung für alle, die das Ostjudentum nicht kennen, wird es ferner sein, wenn sie an dieser V.o-rstellu-ng (und bestimnit auch an fpä-teren) erfahret!, wie weitab ostjüdifches Menschetltum von falscher, degenerierter S-eutimentalität lebt, und daß es reich ist an starken, ursprünglichen Gefühlen — und be-wundermswert arm an butterweicher, jamm-etvoller Schwäche. Zu tragen, was ihnen a-uferlegt ist, mit elastischer Kraft der Entscheidung den -Wog zu gehen, der gegangen werden muß, aber auch loszubrechenin erschütterndes Schreien, wie antike Menschen — an dieser höchstlebendig-m Vorstellung ist es zu erkennen, dieses Ostjudentuin der Väter itu-ö Mütter. Die Schan-spieler dieses Abends mögen es bc-nt N-eferenten nicht verdenken (und er hofft, sie werden es billigen), daß er, anläßlich der ersten Begennug unt ihnen, dies zu sagen, sich gedrängt fühlt, und ihre persönil-iche Kunst vertmchläßigt. Cs scheint ihnen ja höchste Ausgäbe zu seit!-, als Gent ein s-cha ft zu wivketr. So war solche Betrachluug doch auch höchstes Lob für -die eiuz-eiln-en. Morris Schwartz, der Spi-Äleiier und Charakterdarsteller, Bine Abranrow i tsch, seine Partnerin, Anna Appel und Berta G e t ft ent, die Darstellerinnen! der Töchter, Umrendie Prominenten der Aufführung. Otto Abc he s

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