Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1934 (4.7.1924)
- Date
- 1924-07-04
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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M.M MW, «EMkyM- % gun m A jA. Sette 9 rJ Klürung in der MeisterschMrtabelle. Slovan verbleibt in der ersten Klasse. . DaL mit großer Spannung erlwartete Treffen zwischen der Hakoah und dem Sportklub Slovan brachte mit dem Sieg der Tschechen auch die lange ausstehende Klärung in der Abstiegsfrage, Außer Ostmark und W. A. F. erscheint nunmehr Hertha'. als dritter MsttegAandidat.. Glövan—Hakoah 4 r L (2 r 2). Die Hakoah bricht nach der Pause znsammen. >Hakoah-Platz. 5000 Zuschauer. Schiedsrichter Retschury. . Slovan: Roth; Blitzenez, Pojar 1; Popel, Klepetka, Parbak; ELI, Hanel, Ptaeek, Buuq, Llstopa-d. . H akoah: Duldig; Grünfeld, Trümmer; Pollok. Mit' mann, Fried; Heß Schwarz. Grüttwald, Häusler^ Neufeld. -.Die Hakocch hat mit chrem gestrigen Spiel vielleicht die «r. Erfolgen ärmste Frühjahrsfaison seit ihrer Zugehörigkeit zur. ersten Klasse beendet. Sie Unterlag in emem jämmerlichen Spiel dem - Sportklub Slovan. Obwohl die Kvieauer eme elende Leistung boten, machen wir -er Mannschaft weniger Vorwürfe als der Leitung der Sektion. Die Fußballer wurden von Spiel zu Spiel gehetzt, wobei an sie im vergangenen Halbjahr mehr Anforderungen als sonst in einem ganzen Jahr gestellt wurden. Dieser Raubbau, der mit den Spielern getrieben. wurde, rächte sich bitter.. Die Hcckoah war gestern, bevor sie noch antrat, geschlagen. Grünfeld, Guttmcmn und Heß find krank. Grüuwalo und Neufeld leiden an alten Verletzungen. Die Krieauer stellten demgemäß gestern nur. eine Wbe Mannschaft ins Fesd und es ist kein Wunder, wenn dieses Wrack keine besondere Kampfkraft entwickeln konnte. Wir haben schon einmal darauf hingewiefen, daß-bei der Hakoah die richtige sportliche Leitung fehlt. Wenn es in dieser Beziehung nicht besser-wird, dann muß die jüdische Mannschaft gewärtigen, daß sie im kommenden Jahr um das Verbleiben m der ersten Klasse schwer zu kämpfen haben wird. Bon allen elf Spielern boten nur Duldig und Häusler annehmbare Leistungen, Alle anderen spielten unter jeder Kritik. Der Sportklub Slovan spielte vor der Pause wohl infolge der großen Hitze sehr lässig, so daß der Kampf trotz '-er minderwertigen Leistung der Hakoah. als offen bezeichnet werden, konnte. Nach Seitenwechsel entwickelten die Tschechen weit Möhr Energie als vorher, die Hakoohner hingegen brachen vollkommen zusammen, was nicht zuletzt darauf zurückzuführen war; daß Guttmann nicht mchr weiter konnte itttfo mit Heß Platz tauschte, Grünfeld trat überdies heim Stande 4:2 wegen erstes schmerzhaften Furunkels gm Oberschenkel ab. Srer 20. Minute erzielt Grünwald das erst« Tor, doch a bereits zwei Minuten später den Ausgleich her. Die Hakoah kommt in der 26. Minute durch Schwarz neuerlich in-die Führung. Hanel gelingt «8 aber, in der 31. Minute wieder zu egalisieren. Nach Seitenwechsel tritt die Hakocch in fänderter Aufstellung an. Guttman.n bezieht den linken ügelstürmerposten, während sich Heß als Mittelläufer vercht. Schon in der dritten Minute erzielt Bulla aus einer Abseitsteuung für die Wiener Tschechen das dritte Tor. In der 2V. Minute begeht Grünfeld einen schweren Fehler, sodaß Bulla das Endresultat Herstellen kann. Grunfeld scheidet aus und nun flaut das Spiel gänzlich ab. ' Amateure—W. A. F. 5 r 1 (2 r V). Wüste Radauszenen und Schlägereien. W. A. F.-Platz. 3000 Zuschauer. Schiedsrichter Professor Schmieger. - Amate u re: Lohrmann; Dandler, Poppovich;- Hilth Jenö, Geyer; Wieser, Swatosch, Schaffer, Cutti. Hierländer' W. A. F.: Grifftner; Matouschek. Wind; Schlichtinger, Kremser, Rot; Bachinayer, Powolny, Jany, Klein. Schmidt. ' Das anfangs' äußerst fair und langweilig durchgeführte Spiel fand eine unliebsame Unterbrechung, als 14 Minuten vor Schluß Matouschek infolge einer ihm'von Schaffer beigebrachteir ' .. ' ■ ‘ : "jte. Es gab Pvü- »enso wie Matou- . . . seinen Teil abbekam. Auch nach dem Spielbildeten sich'laute Gruppen, die sowohl.-gegen. SchiedLrichterals gegan' die Amateur-Spieler Stellung nahmen. ' '/ ' Das Spiöl War eine ziemlich harmlose Angelegenheit Beim W. A. F. wären lediglich die Verteidigung sowie Klein' und Jany lobend zu erwähnen. Die Amateure „spielten-sich", bas sagt wohl alles. - Die Tore schoflen: Schaffer. Swatosch (Elfer), Swatosch <4. Minute) nach groben Fchler Matouscheks, Swatosch (2L Minute) nn Alleingang nach vorbildlichem^ Zuspiel Schaffers, Hierländer (41. Minute)- für Amateure; Powolny' (40. Minute) schoß den Ehrentreffer für den W. A. F. Matouschek wurde auch ausgeschlossen, da er, nach Angabe Prof. Schmliegers, Schaffer' nachigeischlaigen haben soll. Die Verletzung Matouscheks ist wohl schmerzhaft, doch nach Aussage des Dozenten Haudek nicht besorgniserregend. Erste Masse. . . L 2 Tore Vereine §° s V 8 rr Z s ■ Z 1 Pimtte Amateure . . . . . 22 16 4 2 ß3 19 88 Vienna ...... 21 14 3 4 BO 27 81 Sportklub ..... 22 11 8 3 40 17 80 Rapid.. . 22 11 6 6 55 48 27 Simmering. 21 8 7 6 44 31 23 Hakoah . . ... . 22 8 6 8 41 34 22 Admira ...... 21 7 7 7 35 32 21 Wacker ... 23 6 8 8 - 30 33 20 Slovan . , . i . . 22 7 4 11 36 46 18 Hertha ...... 21 4 8 9; 20 31 16 Ostmark ...... 22 2 --6 15 17 64 9 W. A. F. ... . . . 22 1 ' ö 16 26 63 :.7, Hakoahner bei der Pariser Olympiade. Oesterreich ist nur in wenigen Sportdisziplinen bei der Pariser Olympiade vertreten und auch die Zahl der Sportler, die unser Heimatland m die 'französische Hauptstadt entsandt hat, ist sehr gering. Es -barst.uns deshalb -doppelt mit Ge- - nugtrmng erfüllen, daß sich unter den wenigen, die die Reise -.nach Paris angetreten haben, -auch mehrere Hakoahner befinden. Im Fechtsport wurde Gottfried die .Ehre zuteil,-Oester.! reichs Farben im Wettbewerb her Nationen zu vertreten. Unter ' den Leichtathletikern finden wir Dr. Friedmann und unter den Funktionären, die beim internationalen Kongreß für Oesterreich erscheinen werden, - sind die Hakoahner Bruder Unterberg. Die Leichiaihletirer HMN vorgestern um 11 Uhr abends gemeinsam mit den RiMkvn mit,der Westbahn die Reise nach- Paris augetreten. Wch W Ringerexpedition gehören zwei Hakoahner. und zwc»r'Markus und Bergmänm Man sieht also, daß sich die Hakocch auf.allen Gebreten des Sportes in Oesterreich einen aKtungsgeAetenden Namen zu verschaffen gewußt hat. ' , Rapid-Red Star 4:0 (1:0).. Das Resultat entspricht nicht ganz dem Spielverlauf. Die Unterlegenen-gaben beson-, ders noch Halbzeit einen völlig Ebenbürtigen Gegner ab und hätten bei etwas mehr Glück dcks Resultat anders' gestaltest können. Bei Rapid gefielen Urivil und du gesamte Lawesreihe. Die Unterlegenen spielten sehr brav und hatten in Zimmermann einen hervorragenden Tormann. Schrei war die Verteidigung. Der gefährlichste Mann, der Unteviegenen war. der Rechtsautzenstürmer. Tottchätzen KrrbeS (2), Wagner und Wesselyk. Slavia (Prag) in Krakau. Die Prager Slavia spielt morgen Samstag in Krakau gegen Makkabr, Sonntag gegen Wisla. ' Hirzer und Obiß haben in . Mel Wohnsitz genommen undwerden für Holstein tätig sein. ' l Jüdischer Sport in Agvam. Her zweiten Klasse Ä^ehören fünf Vereine an. Unter diesen besrndet sich auch der Agramer Makkabi. Die Herbstserie der Meisterschaft ist boe-Aet und der jüdische Verein 'hm die Spitzenstellung erobert. Mattaba hat in vier Spielen sieben Wrrkte he: emem Torvechalttris.'von 14:4 erreicht. An zweiter Stelle vsfindet sich der 'S. K. Znraj mit fünf Punkten. - - > Alsergrund-Hakadur 4:2 $*2). Hakkadrir konnte den Viertklassigen, die mit zweiErsatzstuten antraten, einen ebenbürtigen Gegner aibg-eben. Die Wische Mannschaft spielte sehr aufopfernd und hätte dem,.SpselvrZMf «ach- MWest^a Unentschieden verdient. AlsergrimV.Mt zün den stärksten,Vereinen dir vierten Klasse und istdreseS Resultat für. Hakadur sehr ehrenvoll. Hakadur: Eiglerr ^attner 1,^ Rosmann; Schattner 2. Müller/ Heller; Kreisel. Panter,. Jchn/'Schaprra, Kleiner. Hakadur spielt anfangs M nervös und schon, m der 10. Minute erzielt Wferarund Pas erste Dor Ber -emem Drcrchbruch wird Kleiner mt Sträfvaum zu Fall gebracht,, den Elfer schießt Rosmann unhaltbar ein.Bald darauf nutzt Kleiner einen Fehler der gegnerischen Verterdigimg und erringt für Hakadur die Führung. Eme Minute vor..Halbzeit gelingt Alsergrund der Ausgleich. Jn^der Zweiten Halste-be. wegt sich das Spiel zumeist iw Mittelfeld. Ern herrlicher Schuß Panzers wird vom TormMH«Lbgewehrt. Ber einem Gegenvorstoß kommt Alsergrund durch leinen. Rechtsaußen m die Führimg. Durch einen Fehler der Verteidigung begünstigt, vergrößert Alsergrund den Vorsprung und kann dieses. Re. Mat bis zum Schluß halten. Der Hakadur-ToMan.w. Eigler hatte diesmal einen sehr schlechten -von den wer Treffern wären zwei zu vermeiden gewest^'?e bAten Leute, bei .Ha. kadur waren Heller, Schattner 2 und Müller. hei Alsergrund Muck und Steininger. Schiedsrichter Tuschak. Müßdorf). Wrismüller in Paris. Beim Training im -olympischen Bassin erreichte Weismüller (Awercka) ' »ber 100 - Meter d« glänzende Zeit von 59,2 Sek. : r- ' -- Die Meisterschaften von Oesterreich ich MwimWn. wer. den morgen Samstag und NermyvAen Sonntag^ttr^Uüstraguna gebracht. Da-an diesen Kämpfen d« HMn^SWMWrM Schwimmerinnen von Wien, Graz und St. Posten-tellneymen, ist mit Rekordleistungen- - M Im Mtlitarbad W< Donau beginnen die Kämpfe Sarstst-a^ um halb.5. Mr. Du Fortsetzung findet Sonntag um 4 Uhr rm Schönbrunner Mil:- tärbad' statt. Der WasseÄallMrcherLcmchf WMn Ungar» und Oesterreich blldet den Mchlüß der Meifterschasten^ WU N.*- AD E ««ASS*-"*. tHefan N» Copyright Jüdisch» Äorlag, Berlin. Nachdruck verboten. 3S. Yortsetznng- Hawdoloh und Zapsenstreich. Bon Groyewynn. U-bbrigenS Hot das day-tsche Theater rn Kow-no relattv gute Leistungen, Werth hielt auf em anständi-gLs Repertoire und suchte trotz aller' obrigSertstchen Schikanen das Niveau zu wahren. Die Schaufpiewr gatten auch als „Mannschclsten", hatten nicht nur Appelle und derartige Scherze zu erledigen, sondern wuchm gelegentlich zu allerhand Arbeiten, -wie Holchacken usw., kommandiert, die Damen konnten ja nun nicht eingezogen wenden, a>her ganz ,MMtärfrei" waren auch Nicht alle. Es wurde auch bei d^m Theater auf militärische Zucht gohatten. Zwei nette Episoden -mögen hier eingsschattet sein. Der Herr Platz- Major, der den Nan-g eines Hanptmannes Übte, erschien unvermutet bei einer ProHe. -- > „Ich hin der nene Platzmajer", stellte er ^ftch vor. „Was spielen Sie da?" ' " ,Hchmetterling.sschlgchti Herr mebdsbe Werth m strammer Haltung, ' ,/HaUPtinann", verbesserte der gsstveitge Herr. ,Merze ihüng, Sudermann, Herr Mrjpr." Mn-anderes Mal kam der Plqtzmajor zu ermr Probe eines Stückes von Herbert Gulenbe-vg. Mißfällig bemerkte ex einen scheinbar uMMfWen Landftu-vmMnn, im Parkett und winkte rhn heran. _ ,Ag^'Mchen -M- 'tow . „Ich An der -Verfasstr t>eg Stückes, Herr HaWinann." " „Wie heißen Sie?" ' i ^Herbött Eulenbevg."^ ' . ' ,Mas sind Sie in Ahvvm Zivtlb-eruf?" lFch zwinge mich zu m-einom^DPma znWf-denn die LhMterMehdatzn sind unerschöMch. ' i -Durch meine lichönKwüchkgen jungtzn -FVKWdinnen -.ikimt- M 'jcht'^ichk^g^in' -hey -ex-, jMschSn Gesellschaft' WhWhrl MdsuHltr -' ich" mich' dMgeradezu Hsttmsch. Wie mir, ging es sti ielßn «Beven dsv MW'G- BchtMischen KamerMn/ldie gleichMittg oder lduMMW- Anschluß sandsn. Ich Am in ziomstischö und afsimilatorrfche, orthodoxe und m-ologe Häuser, überall herrschte jene geistige Atmosphäre und jene ungezwungene herzliche Geselligkeit, wie man-sie nur im Osten kennt. Glücklicher-' -weise hatte.auch jene Äei-dsnschaft für das veMhden-de Kartenspiel, durch das jedes geistige Cl-oment verdrängt -wird, und die in vielen Wischen Kreisen,- etwa Petersburgs, herrscht, hier nirgends Eingang gefunden. Auch die törichte Sitte westttcher GeMigkeit, nach d^r man den Gästen „etwas bieten" muß, so haß. man vor lauter künstlerischen Darbietungen nicht zu einer verizünftigen Untergattung kommt, hatte «sich erfreuGcherweise dort nicht eingebürgert. Kunst wurde uns eigeEch nur im 'Ha'uifi der schönen Frau Karn-o geboten — jener ge-mWichen- Bohemienwirtschaft, m der sich auch die deutzsche Orthodoxie heimisch fühlte —, aher erfreulicherweise geräuschlose Kunst. Die Danw des Hauses zeichnetenttt viel Talent und das ist ent-« schieden Wrriger angpeiseud für die Besucher als die HervoWing'ÜW MUsMjschsr GeMsche. Wem wtt im dm Oownver PWtGusern Wechaupt KiemAch' MWsichsv. war, so ist das vWeichk zum Deik auch das BeMenst stnsersv mMtärischen Behörden gewesen. Diese hatten uÜMch ditz >lyei!sten hrMchibaren KlEiere für Offiziers- und U-Nttzt«' oftizierskastny's, für Krankenhäuser, Soldatenbeime Md andere Anstalten requiriett- Die oft gehörte Behauptung-, daß die Klaviere zum'großen Teil später nach Deutschland mitgenommen Mpen, glaube ich nicht. Gs ist begreiflich, daß W Mgentünier/ soMtW W«'' IDpMieMsnM b§ka>MN^ ans yjne -solche 'BerflvutMg Mieten,, a-W westn ein 'FlüM Jahre hindurch dw Mruhestung m eimm Msino ausgesetzt gewesen war, lohnte sich sein Dmnsport^ wirklich nicht m-shr, Arnch der Wügel, den wir nach Aia-' lysto'k mitführten, als unser Stab im iJänuer 1917' horthin pe-chtzt wurde, ist'wohl Möhr kW Pietät .und des'Prinzips wegen schließlich gab öS auch in Bralyftok Klaviere genüg — mitgenommen worden; übrigens brachten wir, glK wir im Herbst 1917 wieder nach Kowno'dirigievk wurden, ,^)prchtkMMöde" mit allen übrigen im Jänchr mHe« führten, in Kowno requirierten MWoln wiäer in unstre ".Wch E WWge WMi .. ' M Ko-wliosr aber sagten: „Diö Dsütschen find doch chrttchy Leuts, sie bringen mehr zurück als sie mitgenommen haben." 1 Nach Bialhstok. ' Ms im IäMer 1917 der Befehl zur PeMgung'-del Presseabt-eilung nach Bialystok kam, herrschte 'bei uns Heulen und Zähnellappern. WiV hätten uns alle so wundervoll in Kowno' emgelebt, taß 'wir richtig ein Stück 'Heimatgefühl empfanden. Manch braven Ehenwun mögen auch, zarte Bande 'gefesselt habeg. Andere fürchteten ein Stocken des' so hübsch 'organisierten Paketdienstes nach Deutschland, durch den die Liebeä daheim in^ ihrer ErnÄhruug stchertzestLllt wurden und b^i nicht wenigen hatte sich die Beziehungen zu einzelnen MmMen so innig gestattet, daß die Abreise einer Katastrophe nahekam. Ich kenne ver^ einzelte Fälle, in denen deutsche Landstuvmleute.sich in Vevtvettt'Ng des in Rußland zstrückgehattenen Familienvaters der Geschäfte ihrer QuartierleM angenommen hatkn mch iso hatten sich pst idyllisch steundttche BerMt- ' Am schwersten trug in unsrem Kreise den Mschich Hans GoKlar. Die Versetzung ftiver Abteilung erfolgte erst einige"Wochen später und als er mit seiner Formation in Bialysto? emmarschierte, stand ich aus dem Balkon meiner Wohnung in der Lindenstraße m-tt einem halben Dutzend recht angenahm anzllschauenden jungen Damen und wjr beretteten ihm M TüchepfchjyerEen ünh Blumenwevsen eine WM MiW j^vWpn. Ach Mß Mich hwr endlich einmal für die Enttäuschung rachen, die er mir daimails bereitet hat. Ichhatte die jungen Kamen, samt >u-nd ^ondech Zahnärztinmn,' darauf vorhereiiet, daß sie einest sehr charmanten und lieberrswürdlgen Verehrer der oftjüdischest .Frau keNiNLulernen «würden, der stgW in einer bemerkenswerten kleimst Schrift, den Gedanken prohagitzrt hatte, die nach dem 'Osten verschlagenen, -nnverhr-iräteteu jüdischest Soldaten, Wiest sich von dort ohne Rücksicht auf die te» Bprurjeil-e ihrer FamOe ,-Fvcmest holest. Mast :&■ r-'-’l c 91939^