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Wiener Morgenzeitung · 1924-07-04 · Heft 1934 (4.7.1924) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1934 (4.7.1924)
Date
1924-07-04
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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'»e». TÄK RVMk- PÜMrVy ^__ , Begriffe ist, auf der ganzen Linie zu siegen. Die sogenannte Bibelkrttik, die seit Wellhrufen zu einem Dogma geworden ist, an dem niemand zu zweifeln wagte, ist im Rückzüge begriffen. Auch in Deutschland selbst, der Hochburg der Bibelkritik, hat der KönigSberger Professor Lö h r in einem Artikel der orientalistischen Literatuvzeitung die Wellhausensche Theorie öfftntlich preisgegeben. Der andere Forscher, den Jerusalem in diesen Tagen begrüßt hat, ist Max Leopold Margolis, der von der amerikanischen Regierung als „Gastprofessor" nach Palästina geschickt worden ist. Margolis ist Professor für Bibelwissenschaft am Dropsie College in Philadelphia und Verfasser einer großen Anzahl von Büchern philologischen und kritischen Inhalts. Zu seiner Begrüßung | versammelten sich im Hause von Dr. I. L. Magnes am i 23. Juni die auf dem Gebiete der Judaistik forschenden wissen-! schastl-ichen Arbeiter Jerusalems — etwa 26 —, und es war für sie eine angenehme Ueberraschung, als Margolis, der zum j ersten Male nach Palästina.gekommen ist, auf ihre deutschen . oder englischen Begrüßungen in einem fließenden Hebräisch antwortete. In der Ansprache, welche Margolis als Antwort! auf die Begrüßung des Hausherrn Dr. Magnes hielt, sprach er über die Probleme" der Jerusalemer Universität und betonte vor allem eines: Man möge sich davor hüten, die geisteswissenschaftliche Fakultät der Jerusalemer Universität auf ju-daistische Studien allein zu beschränken und aus ihr eine Art Rabbinerseminar nach dem Muster des Galnth zu machen. In Palästina müsse die Schranke zwischen „heiligt und „profan" fallen, dort sei jede wissenschaftliche Studie, ob sie den Naturwissenschaften oder irgend einer anderen Disziplin gelte, „heilig". In dieser Heiligung der profanen Studien, in der Heilung des Risses, der durch das Exil entstanden ist, liege die Mission der jüdischen Wissenschaft in Palästina. H. B. Ae Slvmvlfche» Spiele. Paris, 3. Juli. Florettfechten: Ettinger (Oesterreich) wurde im dritten Halbfinale von Osier (Dänemark) mit 8:2, von Ducret (Frankreich) mit 5:3, von Larraz (Argentinien) mit 8:8, von Vandamme (Belgien) mit 5:2 und von Degade (Spanien) mit 5:4 geschlagen. Ae Apositenbailk. Der gestrige Tag verlief in der Depositenbank in v o l lkommener Ruhe. Aus den Filialen wurden Beamte zur Unterstützung hevangezvgen, mn im Kaffensaale Anmeldungen von Forderungen entgegenzunehmen, dir «ach dem 6. Mai entstanden sind. Die Auszahlung der Guthaben wird mit großer Wahrscheinlichkeit schon für Ende der nächsten Woche in Aussicht gestellt. Ae Setmmfttcl. ' Weißkraut hat sich im Großhandel ermäßigt und kostete heute pro Schilling (80 Stück) 30.000 bis 40.000 K. Besonders reich sind die Ankünfte von Kartoffeln aus Niederösterreich. Weiße Kartoffeln notierten gestern auf dem Naschmarkt 1600 bis 1800 K., rote 1600 bis 1700 K., Me 2400 bis 2600 K., Kipfler 4000 K. Pro Kilogramm. Auch Pilze waren in ziemlichen Mengen auf den Markten. Der Preis für Herrenpilze betrug, je nach Qualität, 10.000 bis 20.000 K., für Eierschlwämme 10.000 K., pro Kilogramm. Unter dem günstigen Obstangebot befanden sich Ribisel zu 10.000 K. bis 12.000 K., Himbeeren zu 20.000 bis 22.000 K., Kirschen zu 10.008 bis 14.000 K., mindere Ware zu 6000 bis-10.000 K. pro Kilogramm.! Vas Wetter. Gestern gab es bereits einen ausgesprochenen Hundstag. In ganz Oesterreich war das Wetter heiß. Für heute ist starke Bewölkung mit Gewitterneigung angekündigt. Erdb-ebemneldungen. Potsdam, 3. Juli. Die Apparate der Erdbebenwarte des preußischen geodätischen Institutes in Potsdam verzeichneten heute morgens ein ziemlich schweres Erdbeben. Der Herd des Erdbebens ist 6000 Kilometer entfernt. Die ersten Vorläufer wurden um 6 Uhr 56 Min. 35 Sek., die Hauptmaxima um 6 Uhr 30 Min. verzeichnet. Das Beben dauerte fast zwei Stunden. Die Periode der Hauptwellen war ausfallend kurz. Die Erdbebenbilder erinnern sehr stark an das Beben im Himalaya. Die Erdbebenwarten von Tiutin, Faenza und Bologna verzeichneten ebenfalls ein mehr als einstündigeS Erdbeben, in besten Verlauf die Federn der Apparate aus den Feldern sprangen. Die Entfernung dürfte ungefähr 6000 Kilometer betragen, wahrscheinlich Türke st an oder Indien. W i e v, 4. Juli. * Der neue Oberkontor des Leopoldstädter Tempels. In der letzten Sitzung des Vorstandes der Wiener Kultusgemeinde wurde die Wähl eines Oberkantors der Kultusgememde mit der Funktionszuwersung für die Leopobdstaidt vorgenommen. Bon den Bewerbern, die in den vergangenen Wochen Probe- Vorträge hielten, kamen vier in die engere Wahl. Gewählt wurde schließlich der Oberkantor der Neupester Gemeinde, Herr Heinrich Fischer. Oberkantor Fischer bat die Mittelschule^ dann das Konservatorium absolviert, gerwß die kantorale Ausbrldnng bei Chormeister Emannel Gottlieb und Stimmbildung bei Professor Michael Makay in Budapest. Mit 19 Jahren wirkte er als Oberkantor in der Wiener „Fugbachschul" (jetzt Tempel in der Pazmamtengasse), war dann Oberkantor in Debreezm und bekleidet seit zwei Jahren die gleiche Stellein Neupest, Fischer hat einen sehr sympathischen Tenorbariton. Die Mitt-ellage erinnert an den so früh verstorbenen Oberkantor B«la Guttma-irn. ' * Todesfall. Der städtische Bürgerschullehrer in Pension und Religionslehrer der israelitischen Kultusgemeinde, Herr- Abraham Jan kl, ist vorgestern im Alber von 67 Jahren Tgmeire? Mkvrgenzrnirns. Mitteilungen aus dem Publikum. Telephon 61.198 Telephon 61.198 Bernhard Schimmermann Salon für feine Herrenkleidung nach Mass Laufende Instandhaltung der Kundengarderobe -WIEN, I. «704 Graben 29, Trattnerhof 2, Mezzanin 72-74 Parfümerie „LORR/1IN Savonnerie Eau de Cologne Russe Eau de Cologne Chypre Creme Lorignon Creme Lorignon-Chypre Lorrain-Tolletteseife, Badeseife, Speikseife Alleinerzenger der CRasierseifen in Stangen bestbekannten .«OnOrtailrl und Würfeln Telephon Nr. 424-65 jJp. J, VHKALSEB5TRAS5B TELEPHON 32-4-62 501o ermäßigte Preise Große Okkation Somm e r Kostümen undMänteln Sie SchMMs« in Sesterreich. Zionisten! Die Schekelaiktion hat bereits begonnen. Die Bezirkssektionen, SoniderveMnde und die einzelnen Zionisten werden ausgefordert, sich in den Dienst der Mion zu stellen. Es gilt im gegenwärtigen Augenblick, den Beweis der Schlags rtrgkeit unserer Organisation zu erbringen. Daher ist es Pflicht eines jeden Zionisten, nicht nur in seinem Be-Hmntenkreise, sondern bei allen Juden, die sich zmn Baseler Programm bekennen, Schekel einzuzieheu. Nur durch eine Arbeit von Mann zu Mann kann unser Drive den erwünschten Erfolg bringen. Unsere Führer, Dr. Weizwann und Mhum So ko low, haben vor einigen Tagen im Hau-ptorgan der Exekutive, „Haolam", an sämtliche Zionisten die Aufforderung gerichtet, des Schekels zu gedenken. Es ist Pflicht eines jeden organisierten Zionisten, sich dessen bewußt zu machen, daß der Schekel die G rund läge u n se re r Organisation bildet, von der unser politischer und moralischer Einfluß auf die Iudenheit abhängig ist. Von der Stärkung unserer Organisation allein hängt auch die Lösung^ der Je w ish Agency-Frage ab. Durch eine intenisive und arbeitswillige Tätigkeit unserer Gesinnungsgenoffen wird es ein leichtes sein, das für unsere Landesorganisation vorgeschriebene Schekelkontingent aufzubrilngen. Daher Gesinnung sgenossm: Auf zur Werbrarbeit für den Schekel! Das Präsidium des Zionistischen LandeSkomitees. vlötzlich verfchioden. Das Leichenbegängnis findet heute um oreiviertel 19 Uhr vormittags vom neuen Friedhof aus (3. Tor) statt. (3. Tor) statt. * Selbstmord im Donaukanal. Der Wsährige Johann Burgat stürzt^ sich in den Donaukanal und ertrank. Die Leiche konnte bisher nicht geborgen werden. * Die Lohnbewegung in den städtische« Gas- und Elektrizitätswerken. Die Vertrauensmänner der städtischen Gasarbeiter.' welche die Ueberstundenleistungen eingestellt und ihre Arbeit durch eine Stunde eingestellt hatten, haben beschloffen, die Arbeit airkunehmen, und im Hinblick auf die gestern begonnenen Verhandlungen die Ueberstuuden weiter zu leisten. * Neuerliche Herabsetzung der Finanzierungsgebühr im Dorotheum. Das Kuratorium des Dorotheums hat eine neuerliche Herabsetzung der Pfänderge'bühren beschlossen. Ab 1. August wird für Darlehen bis zn einer Million Kronen statt wie bisher eine Finanzierungsgebühr von 2 Prozent nur eine solche von einem halben Prozent eingehoben werden. * Dalmatieneittinie. Wie wir aus Triest erfahren, wird die Dalmatieneillmie des Lloyd Triestine während der Zeit vom 2. Juli bis Ende August d. I. zweimal wöchentlich bis Gravosa verkehren, und zwar ab Triest Sonntag und Mittwoch um 8 Uhr. * Der Mörder des Johann Pollak verhaftet. Ans Budapest wird berichtet: Es ist gelungen, den Mörder des Ministerialbeamten Franz Pollak zu verhaften. Es ist der 21jährige beschäftigungslose Georg Cfapo, der auch die Tat eingestanden hat. Er hat Pollak, mit dem er durch dessen widernatürliche Veranlagung in nähere Beziehung gekommen war, bei cimrn Rendezvous im Stadlwäldchen mit einem Küchenmesser erstochen, da er sich sein Geld und seine Wertgegenstände aneignen wollte. * Sawmkows Pogromisten. Aus R i g a meldet I. T. A.: DaS revolutionäre Tribunal in Leningrad hat neun Mitglieder der weißrussiischen Banden Boris Sawinkows zum Tode und 22 andere zu verschiedenen Gefängnisstrafen verurteilt. Die Anklage lautete teils auf Mord, teils auf Plünderungen. Die meisten der Opfer dieser Banden - Waren Juden. ™W7~ IM 19Z4;r ~ gfeffe 9 Der. „KartoffelkLnig" gestorben. Wie wir h Londons Blattern leien, ist dieser Tage in Kirten, England, William Dennrs rm Alter von 83 Jahren gestorben. Dennis gal! als der der größte Kartoffelzüchter der Welt und war nicht wmrg stolz darauf, daß er in England unter dem Namen „Kartoffelkvnrg" bekannt war. Er begann seine Laufbahn all einfacher Landarbeiter auf Erdäpfelfeldern. Von seinen Er. sparnissen kaufte er sich jedesmal ein Stück Kartoffelacker, dal ex selbst bearbeitete; nebstbei stand er noch weiter bei anderen Bauern, im Taglohn. Im Jahre 1870 begann er auf sieben Acres eigenen Grundes selbständig und auf eigene Rechnung sich mit Erdäpfelzüchterei zu befassen. 30 Jahre später war e, Eigentümer von 3000 Acres Kartoffelland, kommandierte ein Heer von 7000 Arbeitern, stieg bis zu dem Titel Kartoffelkonig" empor und war in der Tat der größte Karloffelzüchter der Welt. * Ein katholischer Kirchendistrikt gegen den christlichnationalen Kurs. Ans Budapest wird uns berichtet: Vorige Woche fand, hier im, Chvistinenstädtcr Kirchendistrikt die Wahl eines weltlichen Präsidenten statt. Der Vorsitzende, Abtpfarrer Wilhelm Zeliger, empfahl den Generaldirektor der Budapsster Gaswerke Franz Ripka als Kandidaten für dieses Ehrenamt, wobei er hinzufügte, daß der Kandidat einer der verdienstvollste«, glaubenstreuesten katholischen Männer des Sprenge'ls sei. Der Führer der christlichnationalen Partei. Abgeordneter Wolfs, mobilisierte seinen ganzen Anhang, um Ripka zu Fall zu bringen und seinen eigenen Kandidaten, einen bekannten Rassenschützler, durchzusetzen. Bei der Wahl, die in. geheimer Abstimmung erfolgte, wurde Ripka mit über-. wiegender Majorität zum Präsidenten des Kirchendistriktes gewählt, tvähxend der Kandidat der Wolff-Partei insgesamt 13 Stimmen erhielt. In seiner Einführungsrede erklärte Ripka, daß, er alles anfwenden wolle, damit die parteipolitische und nationale Gehässigkeit nicht in das konfessionelle Leben eingesührt werde und die Katholiken sich mit aller Entschiedenheit vom Christentum der Schlagworte abwenden. Dieser Wahlausgang ist um so bedeutsamer, als die Christinenstadt iu Budapest bisher als die festeste Burg der christlichnationalen extremen Neaktion galt. * Vom Jüdischen Nationalfonds (Keren Kajemeth l'Jsrael). Der Jüdische Nationalfonhs wird seine Werbetätiakeit in.nächster Zeit in allen Kur- und Badeorten Oesterreichs aufs uachdrücklichstc. aufnehmen. Es handelt sich darum, an jeden Kreis heranzukommen, der nur irgend unseren Zielen zu gewinnen ist. Das Wiener Bureau (2. Be,z., Zirkusgasse 33) glaubt, daß es hier auf die tatbereite Unterstützung aller Gesinnungsgenossen rechnen darf, und bittet jeden, der unserer Sache dienen will und den Sommer in irgend einem Kurort verbringt, so rasch als möglich — das heißt sofort — Namen und Aufenthaltsort bekanntzugeben. Die hohe Verpflichtung, die wir Usffschkin gegenüber auf uns genommen haben, und dst ernste Lage in Palästina sondern gesteigertes Verantwortlichkeitsgefühl und gesteigerte Hingabe an unsere Alltagsarbeit für Erez Israel. (Nachfolgende Notizen bis zu der Rubrik „Vereine" find entgeltlich.) * Tanzinstitut Hermann Braun, 14. Bez.» Reindorfgasie 48. * Die Sommerstisch« kostet Millionen sowie viel Zeit «nd Mühe. Ohne viel Scherereien und UnbeguenAichkeiten erholen Sie sich bei einem Aufenthalt im Schwrizevhaus (Prater). Die beste Wiener Gesellschaft unterhält sich da im Freien bei vorzüglicher warmer und kalter Küche. Erstklassige Getränke. Täglich Konzert des berühmten Deutschmeister-Orchesters Wacek. Abwechselnd dirigiert vom jungen und alten Wac«. Vereine. Vorträge «nd Bersanmluvgen. BukowinaerZentralverband. Sonntag de» 6. d., 9 Uhr vormittags, Monats-Hauptberscmwlung im Hotel Stephanie, 2. Bez., Taborstraße 12, 4 Uhr nachmittags gesellige Zusammenkunft nn I. Kaffeehaus (Prater Hauptallee, Veranda rechts). Bühne nnd Kauft. „Der kühne Schwimmer." Lnstspieltheater. — Gastspiel Knaack. Schwanknovität, Type Berlin, Nummer 26.854, zumr stark gebraucht, aber immer iwch gut erhalten. Die Witze, Mißverständnisse, komischen Situationen, Verwicklungen nnd Zötchen ausMhmslos erprobt und von chrwürdigem Alter. Ein guter Teil der sogenannten Witzigkeit wird durch die Ausschrotung des Gegensatzes Nord und Süd oder Saupreiß und Boar bestritten, der uns hier, ebenso wie der ganze, ungewöhnlich vorkriagsmaßige Schwank der Herren Arnold und Bach, nicht im mindesten bekümmert. Die sogenannte Handlung zu erzählen ist überflüssig. Man erfährt schon im ersten M, daß der kühne Lebensretter gar nicht schwimmen kann, und ist daher im dritten nicht allzu überrascht, daß er statt der (nicht von ihm) geretteten Tochter die Mutter heiratet, an welche Verlobung sich gleich noch^ drei andere schließen. Aber es wird gelacht und das ist, im Juli wenigstens, die Hauptsache. In dieser Schwankwüste erfreut ein köstlicher Naturbursche des Herrn Hörbiger, der es verstand, trotz der abgebrauchten Motive eine wirklich eigenartige Gestalt zn schaffen. Der Gast, Herr Knaack, ist gewiß ein guter Komiker Mit ausdrucksvollem MieNenspiel und einer ans Groteske streifenden Beweglichkeit. Aber er fand — vielleicht durch Schuld' des Stückes — keine Gelegenheit zn einer Leistung jenseits der Schablone und des Hergebrachten. Frau Pfeiffer angenehm in Spiel und Erscheinung. . K. M. K« merkwürdiger zensurverdat der hMstineuMen Regierung. Die Aufführung der Oper „Die Jüdin" von Halevtz untersagt» Heber Einspruch des Kardinals Georg!. Wie I. T. A. aus I e r u >s a >l e m meldet, hat die Regierung die weitere Aufführung der Oper „Die Jüdin" von Halevy, welche von der palästinensischen hebräischen Operngesellschaft kürzlich in Jerusalem in Szene gefetzt wurde, v c r« boten. Das Verbot ist ans die Voiftellu-ngen des Kardinals Georgi, des päpstlichen Legaten in Palästina, zurückzusnhren. Kardinal Georgi machte geltond, daß die Rolle des Kardinals in der Oper eine Herabsetzung der katholischen Kirche wäre. Das Einschreiten -der Reqderung geschal) ans Grund des .Artikels 9 des PalästinaMan-

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