Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1933 (3.7.1924)
- Date
- 1924-07-03
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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AVfvmi .;pyv /- t» i .,**«. 0rm Mm, _ KMrstlechcntS. Die 46f, JahveSauSslellung -er Genossen« Hast der bildenden Künstler Wiens und die 9. R-ePräsentative Kunstausstellung öleiben Äs inklusive EwnNtag den ,W. . ■ Musikalische' Skotizen. Der ' verÄhnite Bafffft Keodor Schal jaPi« ist in Paris erkrankt. Er mußte seine GastMele -in BorisGvdunow und Kovantschina Magen. In der Stockholmer Oper erlebte die zweiaktige Oder des sehr begabten schwedischen Kökrponisten Kurt Atterverg, „Härivard Havpolekare", ihre erfolgreiche Uraufführung. — Eine finveressante. DevösfentÜchuna ist in Prag erfolgt: Bon Friedlich Smetana wurden seine „Jugendlieder" und die (ton Jahre 1649 für Klavier geschriebenen „Hochzeitsiszenen" zum ersten Male gedruckt. Zum Rektor des ßprager staatlichen tschechischen iKons ervat oviums wurde der ang^chette ^Komponist Professor Josef Suk gewählt. — Am Kasseler StadtHsater fand die Gfftauf« fiihrung her Over „Die he ilige En t e" des jungen Wiener Komponisten Hans Gal unter Leitung von Robert Lau gs sehr beifällige Aufnahme. Stratzenliirm als musikalische Anremmg. In Londoner Künstlerkreisen ist der italienische Vilianvirtuos-e Alfredo bkardi, der sich trotz seiner Blindheit in den Londoner Straßen wie ein Sehender zurechtfindet, eine allbe-ante Erscheinung. Anläßlich eines Konzertes. «in dessen Verlauf auch rrnige 'Kompositionen von. Nardi zu Gehör kaMN.wurde er mm dem Redakteur eines Londoner Blattes interviewt. Der Komponist, der gern tont der Frmndschcckt spricht, di« Ähn mit Sitzt, Massenei und Dschaikowskh verband, erklärte dem Jour- Misten, daß «r nirgends bester Meile, als wenn er in den deÄchrsreichften Straßen von London herumspaziere. „Dabei Sh mir die schönsten musikalischen Einfälle gekommen. ^Jch and mich eines Tages im Pieöadilly-'Zirkus neben der Statt der Untergrundbahn. Der Lärm und das ohrenbetäubende Ueräusch klang an mein Ohr wie ein Hymnus deS brausenden Lebens und gab mir büß Grundmotiv für die Komfpo-fition, die ich unter dem Titel „Die Stadt Londons habe, erscheinen lassen." tzerichtssaal. Ser Zberfte Serichtchok gegen die Peeistreiber. Die Vielen Freisprüche wegen PreistrMeM werden aufgehoben > werben. - Gin bemerkenswertes Urteil fällte jüngst -der Oberste Gerichtshof Über eine von'der Generalstaatsanwaltschaft erhobene N ichtigkeissbeschwerde zur Wahrung des Gesetzes. Die eigenartige Fafstmg deS tz Z, Zahl 8, deS geltenden Preistreibeveftzesetzes, in welcher von der Ausnützung des durch den Gü'termangel verringerten Angebotes die Rede ist, hat p einer Reihe von richterlichen Eu-tscheldungen geführt, in denen die Ansicht dertreten war, daß P r e i 8 t r e i ber ei nicht vor!i«.ge, wenn zur kritischen Zeit genügendes Angebot. an- Waren, heZichuingsiweise Bedarfsleistungen vorhanden war. Solche Prozesse endeten regelmäßig mit 'dem Fveispruche der ÄngMagten. kÄe Genevabprokuratur hat Mn einige solche Fälle zum Gegenstand einer Nichtigikeitsbeschwende zur Wahrung des Gesetzes gemacht und der Oberste Gerichtshof hat ausgesprochen, daß eine deravtitze Auslegung deS tz 8 des Preistreibeveitzesetzes das Gesetz verletze.;■ In der Begründung wird ausgeführt:. Das Preistrsibeveigeisetz. will verhindern, daß. der.Veräußerer die allgemeine wirtschaftliche Notlage zu seinen Gunsten auSb-eutst. Diese all g emeiNsMo t ist aber heute noch vorhanden. MsperrMaßregeln einzelner Staaten, Verbote anderer Art, erschwerendie Ei-n- und Ausfuhr und hindern M EntwiMung des freien We-ttbelwerbes. Daraus, daß ein GewerbMann vi>ellvlHt' zu angeweffsnen Preisen eine Leistung , ausführt, kann -einem gew-mu-süchtigen Veräußerer kein Röcht - erwachsen, übechnäß-ltze Pidi.se zu verlangen. Die Urteile mußten stch auch mit der Frage beifass-eü, ob alle jene Beschränkungen, welche die Produktion,-die Ein- und Ausfuhr, die VewegungsifWihrit, den steien Wettbewerb ers-chdveren, ün!d welche hah er auch eine Ausnützung dieser sozialen Zustände mWich Machen, schon wöggefallen sind. Diese Fragen sind -albere völlig unberücksichtigt gMieben. Die UMke haben vielmehr den augÄblichen Wegfall der aLgem-Anen, Rot einseitig nur daraus erschlossen, daß es genügend Gtjwsrb-etrieibende derselben Art gibt und Rohmatewal ausreichend vorhanden sei. . 1; Me Klernrentnersorderungen tun» Streß« Gerichtshöfe abßMefeil. . Eitle merkwüchrge NsgrünSmng. Gestern, ist das von den Kloinretnern lang erwartete. -Urteil des Obersten Gerichtshofes in der Balorisi-erungsfrage hevabgelangt. Der Oberste Gerichtslhof hat in UedeDLmstimmungmit-denMterinstanzen die Ma-ge ab-geiw ies-e n und m der Begründung darauf hmgüwiesen, daß bei Erfüllung , der B-alorisierungssoUderungen der Kleinvent-ner auch die Mietzinse v.alorrsiert werden -müßten, und zwar^tm weit mehr als um das 14.400fache. Es handelte sich um die Mage der . Kleinrentner Karl und. WilhÄmiue R. auf Valorisierung ihrer, in einer Hypothek angelegiei.l Ersparnisse von 34.000 F r i e d a n s k r o n e n, für - die . von den GMagtcn ebensov.iöle .sPaPierkronen angeboten und--bei Gericht hinterlegt wurden/während, die Kläger die Valorisierung mit mindestens 100 Millionen Kro-n-ein verlangten. -- -- - Der Oberst« Gerichtshof Dovsitzewde-r SenatsprPden-t D^.- -Fisch'bö ck) hat die gegm die ablweifMe Entschuldung des-Oberlandesgerichtes eingchrachte Bwußung/abgewiesen, und m der sehr umsangreicheir Begründung -unter anderem hwvorgchoben: - Die proz-eßontscheidende Fragie ist. durch G e* setzeshesehlebeantwort-eN Ein öslfeMich-rechMcher: Gesetzcs'öefchl ist es, der «den Gläubiger einer reinen- Geldforderung aus östeirrei-chisch-ttngarische Kronen a-nweist, dessen Zahlung durch beit gleichen Nennbetrag vnvtfchösterretchiWr MtemipWer Kronen entge-genzunchMen. Z.um Schlüsse wird düväuf hin- Mwies-en, daß im Mieten g es etz vom 7. Dezvmbev 1928'. vom Iahreszins von 1914 -die Rede ist; der Mieter hat darnach die Halste des JahrcL'iui'es und das IM^ache desselben zu Mietrev MoegMzetturrs« 8. Mi IM Ge iie S «iüäaannBa Alle Arien von Bankgeschäften Kommandfte der Kroatischen Eskomptebank, Agram Wien, LSeitzergane 4 Krecfttum Warengeschäfte Y Telephone i 6Ö-4-82, )60-4*93, 63-4*85, 64442, 684-78, 694-82 10465 Telegramrtiadresse i Frapobamk | bezahlen. Där,e die klägemsche Auffassung Mer die rechtlichen WMmnMerkhältiniW «in Oester-wich die richtiige, dann müßten Ae Mieter das 14.400><M =:2/160.000fache f-eneS MietzinseS in döntschösterreichilschen Kronen bezahlen, welchen sie im iJnhre 1014 «in östervetchisch-. UnZ-avischen Kronen zu zahlen verpflichtet waren; wer damals «ins Wchnung um 2000 K jährlich gemietet hatte, müßte!Äso jetzt 4.634,400.000 K. bezahlen. ' Die Gerichtö sind zu einer Aufwertung von Hypochekarstovdevungen rechtlich nur berufen, wenn sich im Gswärrde her iHypothekarforberung e!« -UinterhMSanfpvuch birgt."' Die Au-ff-asfung des Herrn Dr. Fischhöck betzüAch der Mötzinse ist daS hir-niriWte, lwas bisher ein Richter sich in lOesterveich gel-eistet hat. Man^ rann die Forderungen der Kleinrentner albweisen, weil bisher keine gesetzlichen Grundlagen bestchen, aber man darf in der Begründuwg eines Urt eilS, das wohldurchdacht werden muß, nicht derart unffinnige BehaNstkUNgöN äufstöllem Der IMif-ache Mietzins stellt ja bereits eine teilw-eise,.wenn auch Nicht Vollständig genügende Balorisation des kM4er Mietzinses dar, und wurde ja nm deshalb gesetzlich verfüg, weil eine vollständige B-alorifat-ion die Mieter rwiniereri «müßte. Diese 180 fache «Erhöhung ist weiters auch deshalb erfolgt, weil im Gesetz die osterreichisch-ungavischen Kronen den KroNen des Dezember 1988 gleichgestellt sind, was M ungerecht angesehen wird. Daraus jedoch zu folgern, daß dieser 180f>ache, also, wie erwähnt, bereits teilweise valörisierte MietzinS noch mit 14400 multipliziert werden muß, so daß für einen Miettzins -des J>ahres 1914 von 2000 K. mm über vier MMarden zu zahlen wären, konnte nur dem Gehirn eines bur eau trat i sch en F u r i st e n entspringen. Di che Begründung der Mietziuserhöhung gehört in die Witzblätter und wird dort sicherlich dis gebührende Würdigung finden. SefÄschte SpvrtberWe. Am 29. Juni gelangte das Polizeikommisiaricrt Landstraße zur Kenntnis, daß sich in einem Kaffechause im 3. Bezirk eine Wmklelsportblattredaktion etabliert habe, die mit Hektographen und^ TMndruüevtt feit mehreren Wochen Sportblätter mit falschen Sportresultaten verkaufe. Die Erhebungen des Polizeikommissariats Landstraße, in dem Kommissär Doktor Hüttl die Amtshandlung führte, ergaben zunächst, daß bereits m der letzten Zeit allgemeine Klagen gegen den Unfug laut f-worden waren. Dr. Hüttl führte nun gemeinsam mit dem riminalbeamten Weigmann eine genaue Ueberwachung - des betreffenden Kaffechausts durch und es gelang schließlich am Sonntag abends, den Eigentümer und Verleger der Schwindelherichte in der Person des angMichen „ZeitUngsverlegerS" Alois Beer. Belvedevegasse 30. 21 Jahre alt, samt drei Kolporteuren 'beim Verlassen des Kasfechausts fchtznn-chmen. Obwohl zur Zeit dev Verhaftüng, um viertel 7 Uhr a-bendL, die Stzi-ele noch' im Gange-waren,-hatte Beer m feinem Sportbericht die Resultate mit der Typendruck-erei und Stampiglie fertiggestellt, die vollständig aus der Luft gegriffen waren. Sie Nuteten: ÄMat eure-Hertha 4:2 (richtig 8:1), Ostmark— Mnnira 0:0 (richtig 2:2), Rapid—W. A. F. 1:-1 (richtig 8:2), Wacker—Ha ko äh 1:2 (richtig 3:1) und Vienna—Simmering 3:1 (richtig 2:1), Da Beer ohnehin eine Arrest-strafe wegen Beruntreuung beim Stvasbezirksgericht 1 anhängig hat, wurde er diesem Gerichte übergeben. Die Abteilung für gerichtliche Preßpolizei wurde verständigt. Ein Ve-rlagsrechtsstreit. Zwischen Dr. Peter Reinhold, dem ^Inhaber des Reuen Geist-Verlag in Dsipzia, jetzt aktivem sächsis-chan Finanzminister, und dem Schriftsteller Doktor R. R. C o u d e Nh o v e - K a l e r.g i «schwebt fest mehr als 'einem Jahre ein Rechisstvr«lt, weil dem Schriftsteller für eitzene Werbe s-Mie für daS Werk seines Vaters „Das Wesen des AMsemi-tiSmus" -vom V-eTag bisher insgesamt 60 Dollar g-ezvW. wurden. Dia beiden Gtrei-tteile hatten sich auf -den österreichischen Rechtsgelehrten Pro«f. Dr. Hans Kelsen als Sch-r-edsr-ich'te-r geeinig!. Da jedoch Dr. Reinhold am Dag vor der Sch-iedsgerichtsverhandlung mittrilte. daß M sich dem Schiedsspruch nicht unterwerfe, tst Pros. Dr. Kelsen von.dem Schiedsricht-eramte z u r ü ck<ge t r et« n.. Der.gefährdete Johann Strttuß-Thqatvr-BMeb. Der abgevaute Bankdeamte und nunmehrige Holz- Und Kohlenhändler Walter Spitzer hatte dem Direktor des Johann Strauß-Theaters, Erich Müller, der ein Magazin im 10. Bezirk gemietet hatte, unter dem Titel des dringenden Eigenbedarfes gekündigt. In der gestrigen Verhandlung erklärte der Vertreter des Direktors, dieser müßte bei Aufrechterhaltung der Kündigung den Betrieb d e s - T h e a t e r 8 sperren, da in dem Magazin sämtliche Kulissen deponiert seien. Der Richter h o b die Kündigung als rechtsuuwirksam mit der Begründlmg a u f, daß ein Grsatzlokal dem Gekündigten schon in der Kündigungsfrist hätte angeboten werden müssen und mindestens bei der Verhandlung ein fertiagestelltes Lokal hätte vorhanden fein müssen, da das Gesetz die Beschaffung eines Ersatzlokales anordne. Wegen Verbrechens gegen das keimende Leben und bewert Krrtdesmordes verurteilt. Gestern hatte sich eine 98)ährige Haus.qchilfin vor. dem GDvurgerichts we-M KinbesmordeS und Bechrech«ens gegen daS keimende Leben emwrstm. Im Jahre 1928 habe «sie ein Kind zup WÄt gebrach und erwürgt. Die AnMagte war im ersten Jallv g'e st ä n d ig, im zweiten. -I-e u gnete sie -die Moödabisicht und ver -antwortete sich damit, in ihve«r, großen Aufr-egung sich, über Ä,r Tat Nicht klar «wesen.zu sein. Die Geschworenen -betsahten -di' Frä-ge -auf KiMe-smovd mit neun ,ge«q>en drei Stimmen. M mm auf.Verbrochen gegen das reimende Le'ben einstimmig Die AnMagte wurde »u z w v i -e i n h a 1 «b I a h i e t schworen KerkerL. verschärft durch ein hartes La-ger an -jeden Jahrestag der Tat, v-evurteilt. Die U-ntersuchnngshast fett de«« 17- DeünusL d. I. tDiirfeÄ Gänre i« bkMMe Polnischer MrtschaftsberW. Kursverluste und Bankenfustone». — Herabsetzung der Kohlensteuer. Die Abwärtsbewegung der Kurse aus den polnischen Börsen, die in Sen letzten Tagen ein wenig aussetzte, wurde durch die rege Tätigkeit der Spekulation und durch die Vorgänge aus dem Wiener Platze -aufgerüttelt, und setzte vmder. mit voller Stärke M. Die - Effekten der größten Unternehmungen haben einen gang lächerlichen Kiirswert, jedoch die Spekulation tut alles, üm die Effekten auf ein noch tieferes' Kursniveau zu bringen und aus diese Weise schon zu ganz minimalen Rotterungen ihre Engagements einzudecken. - Da der große Bargeldmangel andauert, -werden alle Geschäfte der Spekulation bargeldlos ab-gewickelt. Aber auch die Dtvidendenpostttk der Gesellschaften trägt viel zu dieser tristen Stimmung bei.^ Das Publikum hat schon zu den- Unternehmungen ihr Bertvauen vollkommen verloren. Man darf sich auch nicht- Wundern. Eines der größten metallurgischen Konzerne weist einen Reingewinn von 2 Milliarden Mark (!) aus und zahlt seinem. Devwaltungsrate nur 18 mal soviel, das sind 36 Milliarden (!!), an Tantiemen aus. Solche Zustände sind auf die Dauer unhaltbar. Die hohen Börsensteuern halten viele, die eventuell noch Geld hätten, VM Ankäufe von Mtten ab, da sie bei kleinen Papieren sogar bis zu 16 Prozent betragen. Die ' Verhandlungen verschiedener Banken, zuletzt auch der Jnduftrieb-an-k in Lemberg und der MalopolSkibank in Krakau, über Fusionen, werden von der Regierung . u n t e r st ü tz t, und von maßgebenden , Finrnzkreisen lebhaft, verfolgt. Dies wäre auch zu wünschen, da dadurch eine Erleichterung in der Kveditfrage gebracht werden kann und eine Konzentration der Banken außerdem einen günstigen Anfluß auf die Höhe des Zinsfußes ausüben könnte. Im Vordergründe der Kursverluste standen Kohlen, Montan, metallurgische Werte, wie auch Arbitragewerte, da die Nachrichten aus Wien über den Zusammenbruch der Depositenbank und den neuerlichen Kurssturz auf der Wiener Börse nicht ohne Einfluß bleiben konnte, da ja Polen in reger Verbindung mit dem Wiener Platze stcht. Auch Petroleum- .Papiere machten den Rückzug der Kurse mit, da auch diese Industrie in den letzten Wochen schwere Stunden durchmacht. Die folgende Bergleichstabelle der Kurse von Ultimo Mai und Juni zeigt, daß die Effekteu trotz der früheren großen Kursverluste neuerlich bis zu 60 Prozent ihres Wertes verloren haben.. ZU bemerken wjire noch, daß in diesem Monat, die B.a-lutenkurfe ohne Aenderüng «waren und von dieser Seite.-waren die Efsektenplätze in keiner Weise beeinträchtigt. ' 31. Mai 80. Juni Hypothekenbank . . ...... 0.72 ' N44 Gazh. .13.60 - MalopolSkibank . . .0.90 •^.55 Rakszawa . . . »»»«»» 2.76 ’ 1.80 ZieleniewSki . . . . .... .10.- ' 0.30 Lemberger Brau. . .7.30 6.60 . Chodorow . . . ...... 4.70 3.75 Galizische Montan. .»»»». 5.40 4.— . Tepege...... .... . . 2.30 2.80 Infolge der schweren Krise, die die K o h l e n r -n d w st r ie durchmacht, mußte das Finanzministerium die Kohleusteuer hevabsetzen. Me Steuern der oberschlesischen Kohlenindustrie wurden auf 6 Prozent, die der Dabrower Kohle auf 8 Prozent ermäßigt. Für Kohlen aus dem Krakauer R-> vier werden keine Stenern gvahll. Aus diesem Grunde muß man für die nächste Zeit, mi.' einer durchschnittlichen Verbilligung der Kohlenpre-ise um 6 Prozent rechnen. Me Krakauer B-örse nahm die Notierung der Pfan>° - briefe der Lemberger B-o-denkr-editanstalt wieder aus. Die VierproMti-M Tausendkronenstücke notieren 1.20, die viereinhalbprozentigen 1.27 Zloty. Auch im Auslonde macht sich für polnische Pfandbrief/ reges Interesse bemerkbar und so erhielt die Warschauer Boden kr e-di tan stalt ein Angebot auf Uebernahm? eines Paketes Pfandbriefe :-m 16 Millionen Dollar. Der Proponent ist ein Wiener Bankkensortium, welches öiefe zu einem Kurf? von 91 für 100 übernchnrm möchte. Diese Anleihe soll für Abzahlung 5>et ^«mö.gmv abgabe dienen, wochi die B'Lenkreditanst.nt di: fälligen Beträge einzichen würde, dagegen das Kons-uüium für die Beträge Getreide und Aaren ^'portieren toitrt.'- m. j. ser internationale Äalutenmartt. Bedeutender Rückgang des französischen Franken. Der französische Franke», der einige Wochen hindurch keine bemerkenswerten Schwankungen auf beir interna lionalen Valnteumärkten zeigte, hat gestern einen bedeutenden Rückschlag erlitten. Die Kontermine wurde zu neuen Angriffen durch die finanzpolitischen Debatte» im französische» Senat angeregt. In dieser Sitzung wurde Über die enorme Schuld der nationalen Verteidigung, die ungefähr 60 Milliarden Franken beträgt, gesprochen. Diese Eröffnungzugleich Mit de» Aufkäufen von Dollar und Pfund von seiten der Getteideimpvrteure in Paris, senkten, sofort den Frankenkurs. Parallel mit der tieferen Kursbewertung des 8985199579685975 9