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Wiener Morgenzeitung · 1924-07-03 · Heft 1933 (3.7.1924) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1933 (3.7.1924)
Date
1924-07-03
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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—V GM B x,,, Wüen, BbEEatz 'Beit des Jahres Beschäftigung beim Tabak gegeben ist, muß ^qtt «och fite die kurze Zwischenzeit Arbeit, im Betrieb der MblorÄftM Mr in der eigenen BMnwtetschast gesunden;jhyrfyp,' f- Die lange« Bechandlnngen Kvkschen dem Merkas Haklai i WandarbeNerzentvale) und den Kolonien führten schließlich ^KMdMMuß «nes Mustervertrages,, der als Basis für weitere ^Verträge mst. den Kolonisten des unteren Galiläa dienen Pt ■ ' " }j - Die ekn-elrreu Bertragspunkte leurten: Der Kolonist -WevgM den Boden schm für die Anpflanzung vorbear-- Mfcket, Hm oMegt die Beistellung der Pflanzen, des zur WtoLfftrung notigen Wassers, der Arbeitsgeräte- und des Kr den Tabakbau erforderlichen Rohmaterrvls. Der jMerkaS Verpffvchtetsich dagegen, durch die Arbeiter alle nötige Müdoarbeit zur nArgen Zeit durchzuführen. Der Brirttojeswcü® wird folgend geteilt: Die Arbeiter erhalten 50,5 ProsWüt (dcürim.gehört 1 PvWNt als Beitrag der Gememschasts- KW.-Wid 49£> Prozent bekommt der Kolonist. Die Steuer swM'van beiden Teilen entrichtet. Als Avance echält der Mer- [9aS 4 P^uud fLr jeden bearbeiteten Dun am für Ae ganze. Pflanzungszeit. Wach Nnte^ertigung des Vertrages mit der Kolonistenveremtgung unterhandelte der Merkas mit den einzelnen Kolonfiten. Es würden nur beiläufig fünfzig Prozent des galllaflchen Bodens dem Merkas zur Bearbeitung übergeben. Im oberen und unteren Galiläa wurden bisher Vertrage Kr 16 50 Dunaur Boden abgeschlossen r einzelne Ko- . lowWm wollen blaß Kurzfristige Abkommen schließen. .Ja JMma und Samaria gestalteten sich die Verhandlungen kMWrtger «rL> zeitigten folgende Nesultate: In Sichron- ^ctu k oW wurden dem Merkas fünfzig Prozent des mit Tabak tM ^pflanzenden Bodens Lber-geben;' durch diesen Vertrag HEen/flch die Kolonisten zum ersten Male mit jüdi- 's ch-^er Ar b e i i v e r b u n d e n. In Ekron wurden hnndert- .stmtzig und in Gederah und Petach Tikwcch noch 70 Dunam .durch den Merkas übernommen. In Chederah, wo im .Winter gegen.250 Arbeiter. beschäftigt werden, gelang es nLch t, trotz wiederholter Borsprachen und trotz des warmen Eintretens einzelner Kolonisten für den Plan, zu einer Austva-gsübergäbe an den Mevkas zu kommen; es wurden aber an einzelne Arbeiter gegen 200 Dunam Boden zu etwas günstigeren Bedingungen vergeben, als die vom Merkas im allgemeinen erreichten, weshalb die dortige Arbeiterschaft den MerLas auch nicht unterstützte. > Folgende Tabelle veranschaulicht den Umfang der dem iDezßäs p0<n zur Bearbeitung übergebenen Bodenfläche: Bearbeitete Fläche . D e z i r.k «t* »©t» M is .S.S fl 1 Z 8 L S rr S 2,2 s **£ « ”8 8 a , s. «r 'q‘S‘ itLsres Galltäa. 150 1.660 1.800 630 38L Unteres . 250 2.750 3.000 1000 36.4 Samaria.... 150 , . 1.350 1.500 500 37 ArdÄr. . . . . 700 4.800 5.000 220 - 5.1 - Summe. . 1250 10.050 11.800 2350 23.4 ‘ Der von Juden bearbeitete Boden vergrößert sich noch ,M die Zahl der selbstarbeitenden Kolonisten und ihrer Fa- MiliemrritMeder. Auch sind dazu die im Tagnni> Monatslohn ftchenden Arbeiter zu rechnen, die jetzt 250 Personen zWea Md nach Ankunft der neuen Arbeiter sich auf 400 bis 456 erMhen werden. Mese.Arbeiter können nach 1500 Dnnam zn den vom Merkas übernommenen 2350 bearbeiten. Es erwies sich bald, daß der Merkas seinen Verpflichtungen bei dem jetzigen Arbeiterstand nicht Nachkommen können wird. In einer Besprechung des Merkas mit der Zionistischen Lertrrrtg wurden daher noch mindestens 2500 neue 'Einwanderer angefcwdert. Es hätten auch 600 Arbeiter aus den Palastinen- -Hcheu .Städten herangMgen werden sollen. Doch mit ihnen gab -es üble Erfahrungen, da die meisten sich aus psychologffchen Gründen in den Kolonien nicht einleben konnten. Letztens verschärfte sich die Lage, weil zu wenig E i nwanderer kamen; infolgedessen mußte der Merkas einzelne Aöbeitsstelteu schwächer mit Arbeitern beteilen und einige Orte konnten überhaupt nicht mit Arbeitern versorgt'werden. Die Lag« sei schwierig, denn der Mangel an Arbeits- Händen wüÄe sich in der herannahenden Zeit des Pflückens «och verschärfen. Me Beschickung der Arbeitsplätze, Arbeitseinteilung, Schlichtung' von eventuellen Differenzen sowie die Lohnauszahlung wird zentral durch den Merkas Hckklai geleitet, doch tragen die einzelnen Gruppen für ihre Arbeit selbst die Verantwortung. Vor etwaigen Schäden schützt sie eine Erntev ers i ch e r u n g, Kr welche 6 Prozent dom Lohne abgezogen wird. Die Versorgung mit den Bedarfsgegenständen geschieht, wo es möglich ist — leider nicht überall —, durch den Mvschlnr (Konsumgenossenschaft); in einzelnen Kolonien werde» auch Gemeinschaftsküchen und Bäckereien baldigst errichtet werden. Mit der Ankunft größerer Arbeitergruppen stiegen gewöhnlich Kr kurze Zeit auch die Lebensmittelpreise in den Kolonien; jetzt kann ein Arbeiter schon wieder mit fünf bis sieben Piastern im Tag fein Auslangen finden. > —.— Eine iLallenrsch-judische Kolonie in Palästina? Nach einer ln Jerusalem -'verbreiteten Meldung fall die italienische Negierung die Möglichkeit der Errichtung einer italienisch-Kdischen Kolonie in Palästina erwägen. Wve es ferner heißt, sollen Italiener in PaläsLma sich bemühen, in einen näheren Kontakt mit der kulturellen jüdischen Arbeit M gelangen. Unter anderem wurde der Vorschlag gemacht, daß palästinensische Studenten an,italienischen Universitäten einen Teil ihrer Studien absolvieren. (Jta.) ISmtt Lodzer Kooperative. In Lodz wurde eine GeseWHaft .Adas Ieschurun" gegründet, welche in Palästina auf kooperativer B«sis kolonisieren will. Besonders soll der Mittelstand Berückst Hi igung finden. - Me n e « MseMMNÄW. 3. Mi KK ük. 1938 Sie »Srobenmg^ der landwirtschaftliche» Arbeit. (Brief cmr PaWiMK) Jerusalem, 16. Juni 1934. Anfang Junl jährte sich zum vierten Mal der Tag, seit die ersten größeren Massen von EinworÄerern 8er dritten Mjah Palästinas Boden betrüerr haben. Wenn wir auf die Geschichte dieser vier Jahre zurückblicken, so finden wir die Einwanderer in den ersten eineinhalb Jahren bei dm Straßenarbeiten beschäftigt, dann durch eineinhalb Jahre mit' Häuserbau in den Städten. Im Winter 1923/24 war die Baubewegung ins Stocken geraten und eine schwere Arbeitslosigkeit drückte auf das Land Md auf die Einwanderung. ' i 1 i Hatte bis dahin die industriale Arbeit beim Straßen- und Häuserbau die Einwanderer beschäftigt und war dadurch die Hauptlast der Einwanderung, soweit die eigenen Organisationen der Einwanderer in «Betracht kämm, «uf der Kooperative der Bauarbeiter (die jetzt Solelboneh heißt) gelegen, so. schien im Winter 1923/24 kein anderer Weg zur Beschäftigung dedr Arbeitslosen als baß noch einmal der Versuch gemacht wird, sie in den Kolonien. unterzubriiigen, wo viele tausende arabischer Arbeiter von Juden, beschäftigt waren. i; . . Bekanntlich ist dieser Versuch, jüdische Arbeiter m Bett Kolonien unterzubringen, wiederholt gemacht worden. Seitdem vor nun fast 20 Jahren der Häpoel Hazair das Schlagwort von der Eroberung der Arbeit (Kibusch Haawodah) schuf, haben immer wi^er Arbeiter versucht, in den Kolonim beschäftigt zu werden. Nach den Exzessm von 1921 schien eS in der Tat, daß für Hunderte von Arbeitern in den Kolomm Platz geschaffen worden ist, aber es dauerte nicht lange und b-ie billige arabische Arbeit verdrängte wieder den jüdischen Arbeiter. Daß dies nicht nur eine ökonomische, sondern auch eine politische. Frage Kr uns ist, ist selbstveHändlich. Nicht nur, daß m den Zeiten der Hauptarbeitsfatfoit, wenn Weinbeeren und Mandeln gepflückt wevdM, Tausende von arabischen Arbeitern die Kolonim überflutm — die Araber siedeln sich auch , in unseren Kolonien an, die Kolonim erhalten das Bild von arabischen Dörfern. Si-e werdm auf die Dauer ihren arabischen Einwohnern auch nicht politische Rechte vyrmthölten können und es ist durchaus nicht ausgeschlossen, daß im Laufe der Zeiten die politischen Vertretrmgm der jüdischm Kolonien —- Waad arabische Mehrheit erhalten. Es hat keine« Sinn, dieser -Erscheinung gegenüber den Kolonisten Moral zu predigen. Die ökonomische Lage der Kolonim ist schwach und der jüdische .Arbeiter b'edmtet für bm einzelnen Kolonisten eine Belastung seines Budgets. Vielmehr müssen wir Wege finden, wie wir dem jüdischen Arbeiter trotz des geringen Taglohns in dm Kolonien das Eindringen dorthin ermöglichen können. : In diesem Jahre ist nun durch die.landwirtschaftliche Zentrale der Arbeiterfchaft ein Berfilch gemacht worden, der auf neuen Prinzipierr aufgeüäut ist und unsere Beachtung verdient. Man hat eingefthm, daß der einzelne Arbeiter der billigen Konkurrenz und auch der sozusagen Psychologischen Konkurrenz des arabischen Arbeiters, der sich eher in das Schicksal eiires niedrigen Lohnarbeiters Kgt, nicht standhalten kann. Die landwirtschaftliche Arbeiterorganisation versuchte es dennoch mit organisierten Gruppm. Diese organisierten Gruppetr sollten — und das ist die zweite Neuerung — Arbeiten auf eigene Verantwortung in Pacht übernehmen. So wie der Arbeiter in der Stadt gelernt hatte, einm Hausbau auf eigene Verantwortung zu übernehmm, so sollten sie die Bearbeitung eines gewissen Landstückes aus eigene Verantwortung übernehmen. In den Kolonien gibt es genügend Grundstücke, die heute an Araber verpachtet werden, sei es, weil ihre Besitzer das Land verlassen haben, sei es, weil sie einer Gesellschaft gehören, welche nicht das nötige Betriebskapital hat nsw. Um deren Werpachtmrg an. jüdische Arbeitergruppm bemühte sich die landwirtschaftliche Arbeiterzentrale. Die dritte Neuerung^ welche der Merkas Challäi, die landwirtschaftliche Arbeiter-' zentrale einKhrte, war, daß für Hiese organisierten Gruppen eine kleine eigene Wirtschaft geschaffen werde» sollte: Arbeitstiere, Milchkühe, Geflügel, Bienen, ein Gemüsegarten, eventuell eine kleine Fläche für Futteranbau. Diese kleine Wirtschaft sollte dm Arbeitern die Sicherung ihrer Existenz erleichtern, Zeiten von Arbeitslosigkeit oder vermindetLr Arbeitsmöglichkeiten überwinden helfen, die landwirtschaftliche Eignung erhöhm und. den Arbeiter auch mehr mit dem Orte seiner Arbeit verbinden. Dadurch würde auch das Vertrauen zu der Gruppe, von seiten des .Verpachters oder Arbeitsgebers steigen. > > Mit diesen drei Nmerungm — organisierte Gruppen, Arbeit auf Pacht und kleine eigene Wirtschaft — ist in diesem Jahre in einigen Orten, vor altem in Petach Tikwcch der Versuch einer neuerlichen „Eroberung der Arbeit^ gemacht worden. Seine Resultate lassen sich derzeit noch nicht übersehen. . « i i Eine Konferenz des Hnschomer Hazair:. Nus Jerusalem wird uns geschrieben; Letztms fand eine Korrsermz der vielm im Lande verstreuten Mitglieder des Haschvmer Hazair statt. Die vor nicht ganz zwei Jahrm in Beth Alsa angelegte Siedlung — am selben Ort befindet sich bekanntlich auch die zum großen Teil aus Deutschen rmd Tschecho-Slcüvaken bestehende Siedlung Chefzibah — ist die einzige, die bisher aus den Kreisen öer galizischL» Jugendbewegnng Haschomer Hazair hervorgegangen ist. Eine Anzahl von Kwuzoth des Haschomer Hazair, die heute ur Nahalal im Emck, in Dilb bei Jerusalem uud in anderen Orten bei öffentlichm Arbeiteit beschäftigt sind, warten auf Anfiedlung, außerdem leben in verschiedenen Orten d^s Landes verstreut einzelne Mitglieder dxs Hascho-iner Hazair, \ die an der Konferenz teilnehmen. Bor wmigm Wochm erll find aus Polen und Rußland Mitglieder der Organisation Hpfchomer Hazair ncch Beth Mfa gekommen, die nun bei der Konferenz über den Stand der Bewegung in 'ihren Ländern berichteten. Die Konferenz «örterte den Zusammmhang zwischen dm in der Diaspora bestehendm Jugendorganisationen undd dm Gruppen in Palästina, welche an dem Leben des palästinensischen Arbeiters teilhaben und die Probleme, welche sich aus dem Uebergang von der Jugendbewegung zum Lebm eines Arbeiters ergeben. Besonderen Raum nahmm in dm Erörterungen der Konferenz die Fragm einer wirtschaftlichm Föderierung aller Gruppen des Haschomer Hazair undeiner eventuell^ wirtschaftlichen Föderierung mÄ der großen Kommune des Gdud Haawodah ein. -!! i ' , Aus allm jüdischm Orten von Galiläa und mts viele« Orten von Samaria und Judäa laufm Nachrichten Über das ftrsch pulsierende Leben em, das durch die Einstellung neuer Arbeiter im Zusammenhang mit dem Tabakbau entstanden ist. „Es scheint^ — schreibt ein Korrespondent des „Hapvel Hazair" —, „daß die Zeit der Straßenbauten, der Kwischrm, wieder gekommen ist. Wiederum sieht man weithin weißglänzetrd die Zeltlager der Arbeiter, die Straße» von Oberg Maa find voll von Chaluzim, die zur Arbeit oder von der Arbeit gefjett. Die Anwesenheit so öielerj Arbeiter hat einm Stempel auf das Lebm der Kolonien gedrückt. Die Kolonisten fanden einen Markt für ihre Pvoduktion. Man kann jetzt in dm Kolonien kein Glas Milch, kein Ei imd kein Gemüse erhalten, alles wird an die jü-' dischm Arbeiter verkauft.. > > \; Die meisten Gruppen, die zur Tabäkarb'eik gegangen sind, hoffm, daß dies nur eine Vorstuft ihrer Ansiedlung auf NationalfondsVodm sein wird. Leider ist es ganz unsicher, wann sich diese Hoffnung «Kllen wirb. Der Natiowalsonds hat ftit langem keine neuen Bodenkäufe mehr vornehmen können, obzwar im Lande von allen Seiten Land angetragen wird. Bon allen Seiten ertönt der Rrrf tta# neuern Land. : Minister Thomas, General Stores und Baron Edmonl Rothschild besuchen den Palästina-Pavillon ans der Britische« Reichsaussteüung. Am 20. Inns stattete der englische Kolonial, minister Thomas der Britischen Reichsausstellung in Wem. bley einen zweiten offiziellen Besuch ab. wobei er in Grlell- schast von Sir Ronald S t o r r s, Gouverneur von Jerusalem, auch den Palästina-Pavillon besuchte. Die beiden. Gäste wurden dort vom Mitglied der. Zionistischen Exekutive Mr. Josef C o w e n und dem politischen Sekretär Mr. Leon« hard Stein empfangen. Mr. Thomas erkundigte sich ei», gehendst über die Fortschritte der jüdischen Kolonisation und gab seine.:' Befriedigung Wer die zunehmende Gnttvick. lnng derftlben Ausdruck. Auch Baron CdmoNd Rothschild der für kume Zeit nach London gekommen ist, wo er auch mehrere wichtige Besprechungen mit Dr. We i zmann hatte, stattete.dem Palästina-Pavillon einen längeren Besuch ab. Die palästinensischen Agudiftev wollen unabhängig von den jüdischen Stadtverwaltungen sei«. Die Agudas Jiftoe! in Palästina hat unter der' Mhrerschast . von Rabbiner S a nensrld der Regierung eine Bittschrift überreicht, in der gesagt wird, daß 3000 orthodoxe Juden gegen den augenblicklich vom Kolonialamt gaprüften Gesetzentwurf bezüglich der C$e* nceindeverwaltungen protestieren. Sie ersuchen darin, daß eine besondere Klausel zu ihren Gunsten eingefügt werden soll, die ihnen, volle Freiheit bezüglich alter orthodoxen Institutes zubilligt und ihnen die Unabhängigkeit von den jüdischen Behörden, die sie als zionistisch orientiert anschen, garantiert. Es ist ein besonderer Bettag angesetzt worden, daß die Bittschrift Erfolg habe. . Erfolgreicher Versuch mit Melonenanpslcmzuug im Emek. Bisher herrschte in den landivirischatlichen Kreisen von Palästina immer die Meinung, daß die Melone, die dort eine sehr gesuchte Frucht ist, nur auf weicher Erde und in mit reichlicher Feuchtigkeit versehenen Gegenden, wie in Samaria (Chedera und Umgegend) gedeihen kann. Das Jordantal mit seiner Hitze und Trockenheit wurde demgemäß ( als Melonengegend gar nicht in Betracht gezogen. Vor zwei Jahren, indes hatte die blühende .qenossenschasüiche Gruppe D a g a n i in Galiläa (am Jordan) in ganz kleinem Maßstab einen Versuch mit Melonenkultiviernng gemacht. Das Ergebnis war vortrefflich. Der eigene Bedarf'der Stedluug an Früchten war genügend gedeckt, während die vevkanfte übrige. Ernte .die Kosten deckte. Im darauffolgenden Jahr wurde ein größeres Stück Land. 4,5 Acres, bepflanzt und 40 Tonnen Meilonen von auffallender Schmackhaftigkeit und Gvöße Ke 16 Kilogramm) geerntet. Diese wurde nach Damaskus versandt und als zuerst aus dem Markt erscheinend mit 3 Pfund pro Tonne zum Verkauf gebracht. In diesem Jahre ist das iPflauzungsgebiet auf 7ch Acres vergrößert worden. Auch Dagania .D" und K in ere th haben 6,5 Acres bebaut. Die Frucht reift bereit- und wird wiederum als erste aus dem Markt erscheinen. Ein Beth Am auf dem Karmel. Die neue Vorstadt Hadar Hakarmel hat beschlossen, ein Landstück ihres Besitzes von ' 31-14 Quadratmeter im Werte von 1400 Pfund zu „nationalisieren" und es dem Jüdischen Nationalfonds als Grundstück für ein Beth Am (Volkshaus) zu spenden. Die Handwerkerschule in Jerusalem, im Johre 1>892 vom Verein Kol Iisroel Chawerim gegründet, wird gegenwärtig von 128 Schülern, -darunter 30 Waisen, besucht. In der Schule werden Sprachen, wissenlchaftliche und technische Fächer, diese auch praktisch, gelehrt. tDie Schule führt für vre : Stadtverwaltung, für Kolonien und Private verschiedene technische Arbeiten ans. Die vor zwei Jahren nach der Zerstörunig des Krieges ueuerrichtete Gießerei entwickelt sich desonders zufriedenstellend. Hebron hat in letzter Zeit jüdischen Zuwachs durch Zu-- wcnrderung zu vorzeichnen, welche den Fortschritt der Stadt zu fördern geeignet ist. Es wird dort eine Reihe kleiner Unternehmungen gegründet, wie Gerberei, Sodawasserfabrik, 'eine Mühle wsw. Die jüdische Arbeiterorganisatimr für den Keren Hajesiod, Die jüdische Arbeiterorganisation Palästinas hat beschlossen, einen Tag im Monat Ab als Keren Haje ssod-Ta g zu bestimmen und von sämtlichen Arbettern Palästinas einen T a g e s l o h n emzuheben. , Die Standard Oil Company hat der BankKoperative „Solelboneh" einen Ba»-auftrag auf 1000 ,Mcnd gegeben. Bei dieser Arbeit sollen 100 Chaluzim durch'sechz Monate Arbeit finden. Dmcksehler. Im ersten Teil unseres Artikels „Die cheins* sche Industrie und ihre Möglichkeiten am Toten Meere" (26. Juni) soll es auf S. 6, Zeile 33 von lmte» richtig heißen K, S04 (statt K SO*), orttf S. 6, Zeile 3 und 10 von oben 80* (statt 80). —• Die Fortsetzung folgt infolge Raummangels erst m n ä ch st er IV« AM

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