Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1932 (2.7.1924)
- Date
- 1924-07-02
- Page
- Seite 6 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Mett, MMoch Wiener Morgeriz'eiknn'S« §. IM IM ' E. 1V8S Bühne und KM. gahresemte. - kWchtlgenraß Hst der Reiferent während der HaupMel- Ht H^«L JahveS hundevte von Eindriücken geschluckt. Die WömcheM jatzten emander und den KvitAer von. einer No- Et ln die andere. Welche Eindrücke Meiden Hüften? Gn AuigeMick der Besinnung läßt doch die ergreifendsten, hellsten uÄd amüsantesten auftauchen. Was in der Erinnerung!MMg wird, fest feistgehalten. Manches geriet wohl im Bersserchvit, wurde Von größeren AugeEicken verschüttet, was der wachfoßgenden lösen Aneinanderreihung fehlt und gewiß de- DermerikenS wert wäre. Mer dieses rein subjektive Mevk- Vlatt soll doch nur das vsyzeichnen, was am LelbsMgsten blich. Die stärkste in der Reihe schwankender Gesbalten, welche 'intzer Erirmevung wieder ncchckkonvmen und es Lestjimmt auch Lest Anhäufunjg weiterer Dheatereindvücke bleiben werden, ist Palllenlb-ergs Inhaber eines Devsatzamtles in Georg Kaisers „Nebeneinander", das man im Raimund-Lhaater. spielte. Dieser alte Mann ohne Harm, ohne jede Aktivität, in gütiger Bescheidenheit und rastlosem Miß seinem armsellilgen DatzewerE ergeben, durch ein Erlebnis aufgewühlt, zu gewalikvgem Heldentum befähigt und mit meckernder, häßlicher, gebrochener Stimme in der Haupjsyene des Dramas die furchtbarste Anklage gegen die Gesellschaft ousstoßend — es war -für mich der größte und ble-ibsnbste Eindruck in der Flucht der diesjährigen DhoateraufiMrungen und es war, s-o scheint es Mir, ein Gipfel schauspielerischen Gestaltens. ' Große Freude, nämlich rührende, bereitete Trude Wessely in einer elmmaÄgen Aufführung von Goethes ,?Urfnuäft" (dm Modernen Theater) als Gvetchen. Echt bis in die Fingerspitzen, lebensvoll und ver-chrunlgswüMg schön war dieses Grstchen der jungen Künstlerin. ■ Ich reiche ihr den Lorbeer vor allen Grotchen-iGsstalten, denen ich je begegnete. Auf der Bühne und im Leben. Warum zieht an diese Erinnerung jene au Jda Rolands „Schwester" nach? Iw Hans Kaltneckers Drama, dessen Uraufführung die Renaissanoebühne brachte. Bielleitcht, weil die Roland diesmal nicht die große Viotuosin war, sondern nichts als Künstlerin und das Schicksal leidender Menschheit mit dieser Figur des unglücklichen perversen Mädchens mit unerhörter Prägnanz verkörperte. Männliche Anmut und vornehme Einfachheit im der Darstellung, Qualitäten, denen der Seltenheitswert zukommt, erwies An-ion Edthoser in dem Lustspiel „Charly", das man 05 der Neuen Wiener Bühne sah. Lächelnd rekapituliert man dr^Sizene, da dem jungen ahnuugs-lojsen Maler von der Gattin ftmes besten Freundes nachgewielsen wird, daß er lieben muß. Er stxMd in diesem Aulgenblick wirklich Wer seiner ■ Rolle, der tveWche Herr Gdthofep, und diese Viertelstu rrde eines nachdenklich amüsanten, tMs gesprochenen, teils sehr eindringlich verschwiegenen Dialoges bllieb haften. Er spendete damals ein Lächeln, für das man auch später dankt. Einem anderen Künstler ist ein köstlicher Augenblick abgrundtiefen Lachens zu danken: Herrn May er Hofe r vom Burgtheaier, als er im neu evöff rieten Schönbrunner Schloßchsater dsn Kesselflicker in Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung" ga!b. Seine Erwachenszene im Pvunköett des Lords, diese Perlenkette köstlicher Beobachtungen, im stummen Spick! mit erquicklichster Komik den Theater-gästen mitgeteilt, war einer von den unvergeßlichen Eindrücken dieser Dheatechiaisan. Eine neue Begegnung, die auch den Gewitzigten, Abgebrühten auifhorchen ließ und mit Dank für eine ungewöhnliche Gäbe erfüllte: Blanche Dergan in Kaisers ,-Flucht nach Venedig", einer Vorstellung des Modernen Theaters, die unter Renato Mördos Leitung in Sgene Mg und uns die stilvollste dieser Spielzeit zu sein schien. Das kläglich mißbrauchte Wort „Ausdvuckskunst" — bei dieser Darstellung der George Sand ward es Ereignis. » Mcht minder bemerkenswert ein Abend, der den Referenten ve-ranlaßte, m sich zn gchen und ein Fchluvteil zu berichtigen. Klitsch spielte Tollers Hinksmann. Er hielt Klitsch durch Dökl.aniakionssucht und Routine ruiniert. Hier war er Gestalter mit lautersten, einfachsten Kuntstmittelln und schuf einen Menschen. Er-ne Hcrndvoll Eindrücke. Nicht aus der Registratur geholt oder nach sorglichem Abwägen heranszchübeu, sondern so wwdergegüben, wie sie aus dem Wust der im Tag-ewerst (viel, mehr Abendwerk) zu,geströmten schauspielerischen Darbietungen von selbst aujisteigen und als seelische Bereicherung in die Zu» kunft rmtgetragen werden. . . O. A. Abschied ßrlk Schmedes' vom Sverntheater. Als Evangrlimann in Kienzls gleichnamiger Bol'tsoper jar sich Kammersänger Erik Schmedes von der Staat soper, volcher tx als eines de: bedeutendsten und pflichteifrigsten Mitglieder augehövk, verabschiedet. Hum — vorläufig — letzten Male leuchtete seine Riesenstimme, die freilich im Lause der Jahre matter und schärfer geworden war, im Hause auf, losender Beifall umbrauste den großen Künstler und setzte sich nach dem letzten Sinken des eisernen Vorhanges auf der Ltr-aße fort. Er wurde mit Blumen überschüttet, durch riesige Lopbeerkränze «geehrt und dankte tränenvollen'Auges, mit vor tiefster Erregung Mernder Stimme für aste DÄveis« der Liebe. und Anhänglichkeit. . Fast ist es unS, LlS ob mit Schmedes' Wschied ein großer, glanzvoller Abschnitt der Wiener Staat soper erst enldgWig zu Grabe getragen würde. Der stets begeisterte und begeisternde Säuger paßte nicht mehr recht auf unsere nüchterne Geschäfts- ■ bühne mir ihrem Starsvstem und ihrer hemmungslosen Sehnsucht nach Tollarien, er war noch ein treuer Diener des Kunstwerkes. für das und in dem er sich hingab, er glaubte noch an heilige Kunstideale und an die Würde des Opernhctüses, das seine zweite Heimat geworden war. Sein Idealismus und die strenge Lauterkeit seines Charakters häben ihn in seiner Kunst innerlich jung erhalten und so spielte er, wenn er gerade glücklich disponiert war, bis in die letzten Jahre seinen Siegmuwd, Siegfried, Lohengrin, Parsifak, Tristan, Loge, kurz, alle Heldengestalten Richard Waders, in denen bei ihm Wort und Ton, Sprechgejsaug und große plastische Wagner» Geste zu vorbildlicher Einheitlichkeit verschmolzen, mit jenem kernigen Naturburschen:-.,m — umweht von jenem Naturhauch von Naivität — aus das sich keiner in unserer Staatsoper.so verstand wie. er. Wie er am Blasebalg die Schmiedelieder schmetterte, wie er als Lohmgrin aus Glanz und Wonine herkam, als Parsifal völlig reiuer Tor war und andererseits als Palcstrina oder als Evanaelimaun für den müden, gebrochenen Manu erschütternde Töne fand, so wird der große Gestalter von Meuschenschicksassen, der strahlende Held der Aera Gustav Mahler an der Staatsoper, im Herzen seiner Getreuen weiterleben, ein Riese an Stimme und Erscheinung und zugleich ein Kind mit kindlichem Herzen. Die Nachwelt flicht ja dem Mimen keine Kränze, und auch die Mitwelt vergiß: gar leicht, was ihr gestern noch lieft und teuer war. Mit 56 Jahren scheidet Schmiedes von der Sraatsoper. der er durch mehr als ein Vierteilfcchchundert angehörte und seine Irgend und Manneskraft hingab. Wir können cs nicht glauben, daß die Staatstheatervierwaltung dem Künstler eine angemessene Pension verweigert, weil er nicht rechtzeitig die vsterverchiscbe Staatsbürgerschaft erworben hat, und daß ein derart beschränkter Bureaukratismus den Lebensabend ^es Künstlers mir bitterster Not bedrohen soll. Wir wollen auch nicht glauben daß Schmedes endgültig die Künstlerlausbahn aufgib: und sa^irlunen wir von ihm nicht Abischield, sondern Kossen auf ein Wiedersehen mit ihm und seiner stimmbegabten Tochter Dagmar, welche in diesem Sommer, getreu dem Väüevlichen Vorbild, die Baireuiher Weihen empfangen wird. Erwin Felder. Aaoul Aslan über Sonnenthal und das Bmgtheater. In Budapest gastiert jetzt das Mitglied des B'argtheaters Raoul Aslan und erntet dort große Triumphe. In einem Gespräch mit einem Journalisten erzählte Aslan: „Ich war das Lieblingskind Sonnenthals, ich war es. er ist von uns gegangen, Vtein bester Freund. In seinem Hause bin ich aufgewachsen, seine Tochter H e r m i n e war meine mütterliche Freundin. Sonnenthal war mein Lehrer, er hat mich entdeckt und meine künstlerische Erziehung in seinem eigenen Heim weitergeführt. Hermine Sonnenthal war die Muse des großen Sonuenthal, sie hat den Unvergeßlichen betreut, beschirmt, ohne sie wäre er nicht Sonnenthal geworden und meine bescheidenen Talente hätten sich - ohne diese feine Seele kaum so ensalten können, wie dies in der Atmosphäre des Sonnenthal-Hauses geschchen ist. Die Hausgötter des Burgtheaters, Emmerich Robert, Sonnenthal und Kainz, beurteilten einst meine Leistungen auf den Generalproben int Burgtheater, darum bin ich auch heute noch aufgeregt, wenn ich Neues spielen soll. Das Burgtheater! Könnte ich doch das Gefühl des innigsten. Verschmelzens analysieren, das mich mit dem Burgtheater verbindet'. Reinhardt versucht bereits seit zwei Jahren mit allen materiellen Und moralischen Verführungskünsten, mich dean Bnrgtheater zu entfremden. Vergebens! Ich verehre und bewundere den genialen Reinhardt, wie kaum ein zweiter in der Kunstwelt. Wenn er aber mit mir zusammenarbeiten will, muß e-r ins Bnrgtheater kommen. Stanislawsky in Moskau, Reinhardt in Berlin, die Comedie Francaise in Paris und das Burgtheater in Wien sind die Leitsterne meines künstlerischen Wirkens. Es wäre alles so schön," schloß der Künstler, „wenn ich nur nicht so furchtbar an „Kleinheitswahn" leiden würde. (Dieses Wort hat Kainz l für mich geprägt.) Wem kein Größenwahn gegeben ist, der muß San Kleinheitswahn leiden und den Dornenweg der Knust weiterschreiten." Aus den Aeatern. V o l k 8 o p e r. Heute, „Die Boheme." Morgen, „Der l u st i g e K r i e g". Schönbrunner Schiloßtheater. Morgen, halb 8 Uhr, ,-Die Kinder". Die E x l b ü h n e bringt im Raimund-Theater morgen zum ersten Male Schönh errs Drama „Sonnw e n d t a g" zur Aufführung. Die finanziellen Schwierigkeiten der Rmaissancebühne. Die Mitglieder dieses Theaters hoibeu am 30. Juni das letzke Drittel der Junigage nicht erhalten. Dir. Rckbert hat seinerzeit auf Verlangen des Deütschösterreichiischen Bnhnenivereins zur Auszahlun.g der Küusilevgagen eine Kaution in der Höhe von 800 Millionen Kronen zu Händen der Pplizeidivefttion in Wier, erl-e'gt. Diese Kaution dürfte für di.e bis heute nicht gezahlten Bezüge der Mitglie>der verwendet w'evdeit. Ueber das we'iere Schicksal der Renaissancebühne ist vorläufig nichts bekannt, doch wird sie jedenfalls bis Erde August geschlossen bleiben. Die Aerjtevrovisioue« Vor dem Verwaltung» gerlchtshose. Aerzteprovisionen find nicht steuerabzugssahige Ausgaben. Die in der Affäre Hochenegg fo vielfach genannten Provisionen an Aerzte für das Zubringen von Patienten beschäftigten zum ersten Male den Verwaltungsgerichtshof, der in der Steuersache eines Arztes über die Frage zu entscheiden hatte, ob diese Aerzteprovisionen — in einem amtlichen Schriftstück werden sie auch Geschenke an Aerzte" genannt — eine Steuerabzugspost für -den Arzt, der sie hergibt, bilden. Dem Frauenarzt Dr. Oskar Bwurde von der Steuerbehörde der Vorhalt gemacht, daß die in seinen Steuerbekenntnissen angegebenen Ziffern zu Niedrig erscheinen, weil Frauenärzte jetzt in Mode seien und er als sehr gesuchter und bekannter Frauenarzt sich eines regen Zuspruches von Patientinnen erfreue. Zugleich mit diesem Lobe wurde er aufgefordert, seine Einnahmen rrnd Ausgaben ziffernmäßig anzugeben. Der Fatent tat das. Unter den Ausgaben führte Dr. B. unter anderem auch die Provisionen an Aerzte an. Die Steuerbehörde erachtete dies nicht als ausreichende Vorhaltbeantwortuug und ging mit der Einkommensteuerbemessuug auf Grund der eigenen Behelfe vor. Die Provisionen an Aerzte wurden nicht alz st euerabzugsfähige Ausgaben anerkannt, weil nach der von der Steuerbehörde -eiugeholten Aeußerung der Wiemr Acrztekamrner solche Provisionen unzulässig seien. Ueber den Fatenten wurde ein Zuschlag von je 20.000 K für die Steuerjahre 1916 bis 1920 verhängt, weil offenkundig unr i ch t i g e A n g a b e n im Zuge des Verfahrens vorgebracht worden seren. Gegen diese von der Berufungskommissron bestätigte Entscheidung brachte Dr. B. die Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof ein. In dem Referat wurden auch die Namen der Aerzte, welche von Dr. B. Provisionen erhalten hatten, einzeln vorgeführt, doch verlas der Referent bloß die Anfangsbuchstaben der Namen dieser Aerzte. Auch die von der Steuerbehörde eingeholten Gutachten dreier Frauenärzte wurden vorgelesen. Dieselben sind nicht gleichlautend. Während der erste Sachverständige nicht nur den Fatenten, sondern auch sein Einkommen hoch schätzte — der Beschwerdeführer bezeichnete dies als „Angabe der Konkurrenz" —, gab der zweit« an, kein Arzt könne über das Einkommen eines Kollegen genau unterrichtet sein; das Honorar des Fatenten könne nicht groß sein, weil er keinen Professoren- oder Dozententitel habe. Der dritte Sachverständige bezeichnete das Einkommen des Steuerpflichtigen als „untermittelgut". Der Verwaltuugsgerichtshof wies die Beschwerde als unbegründet ab. Nun hinsichtlich deS Zuschlages wegen „offtnkundig unrichtiger Angaben" wurde die angefochtene Entscheidung. ausgehoben. Revision im Prozeß LSwinsohn. Wie die I. T. A. berichtet, haben die Verteidiger des wegen Ermordung de.v Frau Fanny Förster zum Tode verurteilten Samuel'Löwin sohn, die Rechtsanwälte Dr. Fritz Simon und Dr. Lelewer, gegen das Urteil des Schwurgerichtes R e v i s i o n bei dem R e i ch s g e r i ch t zu Leipzig e'ingereicht. In der deutschen Presse setzt sich die Diskussion über das Urteil über Löwinsohn fort, woraus zu ersehen ist, daß sich das öffentliche Gewissen noch nicht beruhigt hat. Es wird geltend gemacht, daß verschiedene Motive, wie pathologischer Haß oder zurückgedrongte Liebe oder gar beides zusammen, bei dem schwer belasteten Intellekt des Berurleilten für die Tat weit eher geltend gemacht werden können als Raubäbsicht. In der Wirklichkeit hat Löwinsch-u nichts geraubt. „Ja, wenn er bei Gericht Protektion hat." Die Sodawassererzeugerin J-anlkia M. war wegen B e l eidig-uwg des E x e >k u t >i o n s g e r i ch t e s als einer Behörde an« geklagt. Die Beschüldigte hatte mit bm Kaufmann Joisef der sie ihrer Angabe nach durch einen irrchülhrmden Vertrag an dm Be-tit-elstab gdbvacht hatte, m der letzten Zeit eine Reihe von Prozessen. Im Zulsammenhaug damit war ihr in omeim Beschlüsse des ExKu-tionsgerichtes die Stellung einer Kautimr von fünf Millionen Kronen auferlegt worden. Sie , echolb wegen dieses Beschlusses bei dem RUchter des ^ExekntionAge-. richtes Vorstellung mit dem Bemevkeu. daß sie fünf Millionen Kronen nicht halbe, zumal Herr H. ihr alles gepfäirdet habe. Aus die Enlige,gnunig des Richters, daß sie das Gsld zahlen müsse., enlfernte sich Frau M. mit dom Bemerken: ,J>a, toeiwt der H. bei Gericht Protektiou hat." Weigen dieser Aeußeruu^ wurde die Aükkage erhöben. Die BeschuMgte gab bei Gerich-t o'hne-weiters zu, die Aeußerun>a in chrer Aufregung gemacht zu halben, und erklärte, daß sie Grund zur Annahme hätte, daß H. bei Gerich-t Protektion habe, da er ihr selber saizte, er halbe einen bekannten Landesgevichtsrat, der ihm schon helfen werde. Der alls Zeuge berinommene Bstsirksrichter Dr. Schalfsner erklärte, daß die Belschulldigt« ihm geigeuülber die inkviminierte Aeußerung gemacht halbe^ die seiner Ansicht nach allgemein ge hatte n war. Der Verteidiger hob hervor, daß seine Klientin in dc-r letzten Zmt nicht weniger als 26 Prozesse mit Herrn H. hatte und daß sie buchstäbtich durch diesen um ihre Existenz gebracht wurde. Der Richter sprach die AnMagte frei. In der UrteillAbvgvündung sührte er aus, daß die Sbaatsairwalsschast die Aukbalge weigen Beleidigung einer Behörde echcben halbe und wicht W e gen Am t s>e h r e nbet e ilbi g u n g. Da_ sich im konlkreten Falle die Ae-uße.ruu>g der Angeklagten nicht gegen das Gericht cvls Behörde, sondern gclgen den Richter wende, sei der von der Staatsanwa'ltlscha'ft unter Anklage gestellte Tatbestand der Beleidigung einer Behörde nichll gegdben, weshallb der Freispmch erifolgen müsse. . Ht 7ÜZS5^ wmmm