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Wiener Morgenzeitung · 1924-07-01 · Heft 1931 (1.7.1924) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1931 (1.7.1924)
Date
1924-07-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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10*2 iw M-m\/ ft/nnvmg KtrMgkeitm der olyWWn Fechter. (GigendWst -er „Wiener Morgertzeitung".) V«ri-, 30. JuM. Di« olympischen Wettkämpfe haben LerestK zu zwei Zwischmlifällen Anlaß gegeben. Gesier» würde im Florktft-mpf ein Italiener von einem ungarischen Merleutnant geschlagen, woraus dex Unterlegene mit der Behauptung protestierte, sei« Gegner sei keim Amateur, sondern ein B exufSfechter. Pie BerufungSkommistion hat-heute die Beschwerde abgewiesen. Gin neuer Zwischenfall ereignete sich heut« Vormittags, indem ein italienischer Fechter, der von dem französischen Champion Lucien Gand in geschlagen Wochen war, seine Niederlage nicht anerkennen wollte. Die ganze italienische Mannschaft protestiert^ gegen die Entscheidung deS Schiedsrichters und verließ das Fechtlokal unter Msingnng de« faszistischen Hymne. AlöWa in Wemblch. (Von unserem Wndonpp L,-Korrespondrntey.) . Der Baum, den Palästina auf der britischen Reich s- Ausstellung in Wembley bei London einnimmt, ist nur sehr gering» Der Palästina-Pavillon ist einer her kleinsten Pavillons, wie alle anderen, aus Eisenbeton erbaut. Üu!» Palästina nimmt darin nur die eine Hülste ein; die andere Hälfte gehört der Insel Cypern. Aber trotz der Kleinheit gehört der Palästina-Pavillon zu denen, die von jedem besucht werden. Her Engländer mag an Neuseeland oder Ostafrikg Vorbeigehen, aber er versäumt niemals, den Palästina-Pavillon zu besuchen. Zu allen Stunden herrscht in den engen Räumen ein unbeschreibliches Gedränge. Denn Palästina ist das Heisige Zand, und neun auch viele Teile des britischen Weltreiches den meisten Engländern kaum dem Namen nach bekannt sind, sosind sie doch von Jugend auf mit der Geschichte und Geographie Palästinas mehr oder weniger vertraut, Bieten die großen Pavillons von Australiöü oder Kanada Industrie, Technik unh Landwirtschaft, so weht von dem Palästina-Pavillon her Geist von Jahrhunderten, die für die Menschheitsgeschichte entscheidend waren. In einem Zubau sind drei Modelle untergebracht mit unendlicher, liebevoller Geduld und viel Wissen verfertigt. Das eine stellt die Stifts Hütte dar, das zweite den Salomonischen Tempel, das drifte den heutigen Temp el platz mit der wundervollen Omarm-oschee. Ater die Erzeugnisse des modernen Hebens, die den Palästina-Pavillon bietet, zeugen samt und sonders hpn den außerordentlichen Einfluß, den hie jüdische Einwauhrrung in Palästina ausgeübt hat. Denkt man sich diese weg, bleibt nichts übrig, als eine ferne, glorreiche Vergangenheit. Die Gegenwart selbst aber hätte wohl kaum etwas auszustellen, es seien denn Kuriositäten, einer in den übrigen Teilen des britischen Reiches längst überwundenen Zivilisationsstufe. In Landwirtschaft, Industrie und Kunstgewerbe gleicherweise beherrschen die jüdischen Erzeugnisse das Bild. Hier erst wird klar aufgezeigt, wie sehr eme zahlenmäßige Minorität für die Kulturentwicklung die Rolle der Majorität übernehmen kann. Palästina-Orqngen uich Palästina-Wein ays jüdischen Gärten und Kellereien, blicken dem Besucher überall entgegen NNd verlocken, von ihrer Süße zu kosten. Tabellen und Bilder zeigen das landwirtschaftliche Werk, das aus den Mitteln des Keren H a j e s s o d, des zentralen jüdischen Jmmigrations- und Kolonisaiiousfonds finanziert wird. In Gläsern stehen Früchte au? den jüdischen Kolonien, die durchaus an das erinnern, was der Besucher kurz vorher in den Pavillons Australiens oder anderer großer Kolonien gesehen hat. Die wissenschaftlichen Arbeitsmethoden der großen landwirtschafilichG, chemischen und biologischen Versuchsstationen, die der Keren Hajessod erhält,. überraschen den uneingeweihten Betrachter. Ne;te Zweige der Zandwirtschaft, jpte der Tabakbau, werden von jüdische Pionieren erschlossen und aufgezeigt. - Vielleicht überraschender noch als in her Landwirtschaft wipkt ans den Beschauer der Fortschritt in der Industrialisierung dB Lundes, den di« letzten piep Jahre gebracht haben. Modern« Fabriken, moderne Maschinerie, moderne Arbeitsmethoden, und bi,es alles iw den Händen per jüdischen Zuwanderer. Neue Städte entstehen und die schonen, an der Wasch hängenden Pläne zeigen, wj« sehr dM nach den neuesten Meth-ben der StädtStbaukunst verfahren wird, wie nichts dem Zufall überlassen bleibt, sondern alles sich zu einem harmonischen Ganzen zusammenschließt. Diese städtebaulichen Pläne können sich dem Besten würdig an die Seite reihen, das die Regierung in ihrem großen Gebäude aufzeigt. Hie große Elektrizitätsgesellschaft Ruthenbexgs hat hier ausgestellt, und Stand neben Stand drängen sich die Erzeugnisse der neuan Industrie, van denen am leichtesten die Proben der palästinensischen Zuckerwerkskunst vom Besucher mitgenommen und verdaut werden können. r Die größte Verwunderung der Besucher aber erregt wohldas neue jüdische Kunstgewerbe, das in den Erzeugnissen des Bezalel und anderer Institutionen gezeigt wird. Vor allein di« Filigranarb eiten der j e in«Ni t i sch e n I u d« n> Hier verschmelzen alt?, orientalische. Traditionen, wi« si« vielleicht schon tzn alten Judäa vor vielen Jahrhunderte^, heimisch waren, mit moddeMer Technik. Hi«r findet man noch jenen märchenhaften Duft des fernen Orients, der ags beit wissenschaftlichen Laberatoxien und den elektrisch betriebenen Fabriken schott.verbannt ist. Aber gerade iw dieser Verbindung altchrwürdiger Traditionen, di« jedein lebendig sind, beüd-en Palästinas Pavillon in Wembley besucht, und unaufhaltsam vorwärts drängendest, sich reich entfultkiiden jungen Lebens, das die jüdische AnwandMng nach Palästina gebracht hat, liegt ier seltsam Reiz, dem sich kein Besucher de« Ausstellung Mtziehen kann- " Wiener Morgknreituqs. ***' ' —1 ' " t w im hi*?»,»,TMFV,r iwn« ^r* 111,1111 1— -——' s« «»mm. \ Eine Beichte von MpsHe Nadir. Ich nenne dies deshalb ejne Beichte, weil ich meinen Freund §)., dem ich einige Dollar schulde, erschrecken will. Ich will ihn au-s die Folter spannen. Mag er glauben, der Hund, daß ich mich schon ans- Sterben, mache. Ünd während ich dies schreibe, werde ich schläfrig und suche einen Platz, mich hinzulegen und mir einen langen, langen Schlummer zu gönnen. O, ich bin so schlafbedürftig, meine Freunde! Es ist Frühling i>m StMchrn. Dichter richten ihre Fchern her, der Natur Hymnen zu singen. Feuilletonisten - probieren die alten Sommerhüte, die Romanschriftsteller denken ans Haarschneiden mit Maschine Nummer 1, Und ich bin so schläfrig, daß sich Gott erbarme. Ach, wie schlafbedürftig ich bist! Ich habe eben einige Bücher zw Ende gelesen über das Lebensziel, über dm Krieg, über geschändete Frauen, habe gegähnt und die Glieder gereckt. Pfui, wie langweilig das Leben doch ist! Ich entsinne mich: Ich machte einst eine Reise durch die Schweiz, erklomm den Gipfel eines ämßerst hohen Berges, stellte mich ganz oben hin und gähnte laut gen Himmel, so daß Go ft erschrak und mit seinem Gedonner zu poltern anfing. Ich muß gestehen, daß ich ein wenig anWevi war, als der Donner mir ins Ohr krachte und der Witz ins Auge kroch. Wer kaum daß ich wieder zur Ebene gelangte, überwältigte mich von neuem das Gähnen und ich war fürstlich gelangweilt. Ich war seit jeher ein schlaftrunkener Mensch, Freund Isaschar! Ich erinnere mich, daß ich einmal, als ich in eine Dame (kein Mädchen) verliebt war, während Liebeserklärungen den Kopf zur Seite neigte und wie ein Hühnchen einnickte. Und als ich erwachte, sagte ich zn ihr: „Madame! Ich kann ohne Sie nicht eine Minute leben!" Und schlief wieder ein auf der harten Bank, die gewöhnlich im -Parke stand. Erklärung: Ich bin meiner eigenen Witze schon längst müde geworden, meine eigene Gesellschaft interessiert mich nicht mehr, mein eigener Humor kitzeltnicht mehr meinen . ^Gaumen. Mich schläfert, Bruder Arbeiter! Ich sehe, es scheint eine lichte Sonne, es ergrünen Bäume, es singen Vögel, es stinken die Automobile und Mir ist äst dies ganz gleichgültig. Ich bin schläfrig. Ich möchte mich tüchtig ansschlafen, ausruhen -und mich wieder schlafen legen. Denn was kann mich in eurer M-eft noch interessieren? Tragödien rühren mich nicht — halbe dieselben schon so oft gesehen. Komödien sind so banal und aus Erfolg berechnet. Frauen —.st« habe ich bereits zu sehr hon der Mhe kennen gelernt. Kunst 1ist-mir lediglich ein schönes Wort, -das ich in Gesellschaft von Damen und jungen Dichtern gebrauche. Wissenschaft — hat sich mir bereits in -die Knochen eingefressen wie Rhewma, Und ihr selbst? — Darf ich es euch sagen, geschätzte Leser, daß . . . daß ich euch für ganz liebe Esel halte, die sich Mter hem Schweife' kitzeln lassen und -dazu i—a, i—a machen? Ich bin doch so schlafbedürftig! Einst reiste ich, vagabundierte -wie ein Zigeuner umher und langweilte mich in verschiedenen Weltteilen. So zum Beispiel langweilte ich mich in Berlin und in London zu Tode, strich schläfrig in Zürich umher, gähnte mir in Rom die Fauste voll, wandelte wie im Traum in Wien umher und verging fast vor Einsamkeit zwischen den übernächtigen Pariser Mädchen. j Ich bin also, wie ihr hier aus meinen- Prahlereien ersehen könnt, sozusagen ein ziemlich -belesener und 'weitgereister, aber schläfriger Mann. Glück, Liebe, Menschlichkeit Zivilisation **■ ach was! Hab' das schon so oft gehört! Das Trommelfell schmerzt mich bereits von dem abgenützten Klang. ,Knd irgendwo behauptest du, Isaschar singt die Nachtigall." Laß sie einhalten, Isaschvr, ich Lin so schläfrig! , . , (Aus dem Jüdischen von A. P.) Die 8«de, in AeOpten. Von Dr. Joequeß Adlex. Dr. Adler, durch seine schätzenswerte Mitarbeit in der „Wiener Morgenzeitung" unseren Lesern begannt, entwirft. in seinen in der „Leipziger Mb-, Zeitung" erscheinenden Schilderungen einer Orientreise ein gut gesehenes Bild der ägyptischen Judenheit, etitS dem wir im folgenden die markantesten Stellen wiedergeÄrv: Ein fast zweiwöchiger Aufenthalt in Kairo, dessen Zweck im wesentlichen die Erinittlu-ng wirtschaftlicher Tatsachen war, hat mich auch in mehrfache Berührung mit jüdischen Kreisen gebracht. Ich habe interessante Eindrücke gewonnen, die ich hier wiedergeben möchte. sirfter den 42,718.255 Einwohnern Aegyptens waren im Jahre 1917 genau 59.581 Juden, davon 39.207 in Kairo und 24.858 in -Alexandrien. Die Juden Aegyptens sind keine Einheit, weder kulturell noch sprachlich noch gesellschaftlich. Man unterscheidet Mi Gruppen: ägyptische Juden Md europäische Juden. Di« ,,ägyptischen« Juden bilden die überwiegende Majorität der Judenheit des Landes. Sie zerfallen wiederum in zwei Gruppen, die arabischen Juden, di§ eitren besonders jüdischen Dialekt des Arabischen sprechen und die äste st e jüdische Siedl un g im. Lande bilden, die aus eine mehr als tausendjährige Geschichte ' zurückblickt, und andrerseits die spani0lischeft Juden, die das 'I.MlM .. e«tl -r- ———T*'' |-J' i-’- rv.t --T-li--"-' '-'V ^prnrollsche, den jüdischen Dialekt -des Spanischen, spreche« und vor etwa 400 Jahren nach der AuLtretbung aus Spanien hierher gekommen sind. Beide Gruppen werden als „Sephardim" zgsammengefaßt. Sie sind -aufs engste mit dem politischen, ftzialen und wirtschaftlichen Leben Aegyptens verbunden, sind von einem zahlenmäßig ganz geringen Proletariat abgesthen oft außerordentlich reich, durchweg jedenfalls schr wohlhabend und gehören der besten ägyptischen Gesellschaft an. Die viel kleinere Gruppe der europäischem Juden ist sehr verschiedenartig zusammengesetzt. Da gibt sitalienische, >gr-iechische, französische und österreichische Juden und seit einigen Jahren auch «ine fteim oft jüdische Gruppe, die man speziell als „Aschtenasim" Le» zftchnet und die Jüdisch spricht. Im Verkehr und im Geschäftsleben sprechen dr-e Juden hjer, wie jedermann, die allgemeine Landessprache, das Arabische; im Familienleben ihren jeweiligen jüdischen Dialekt Jüdisch-Arabisch, Spaniolisch, Jüdisch — oderdie Sprache ihres Herkunftslandes; im GesellschaftsleLe-n -meisten- Französisch. In Kairo gibt es noch zwei Ghetti; das eine, die ,,^)arb al Jchudi", bewohnen die -arabischen Juden, daS .agdere, die „Oarb al Barabra", die Ostju-den. Beide zum Teil iv sehr elendem Zustande, und zwar nicht immer auS Armut, sondern oft -mehr aus geringem hygienischen Verständnis, daS diese jüdischen Kreise genau so charakterisiert, wie >den einsache-n Araber. Modern zivilisierte Familien wohnen selbstverständlich in den sehr gut g-chaljenen europäischen Stadt-, vierteln, Kairo hat zahlreiche Synagogen- Die schönste ist di« in nM«rer Zeit erbaute sephardische Synagoge in der Straße ,M Maghru'by". Sehr interessante altertümliche Synagogen finden sich im alten arabischen Judenviert-ft. Das geistigr Lehender hiesigen Judenheit ist in reiner Meise bemerkenswert. Das stimmt mit der allgemeinen Signatur Kairos überein. In der Hauptsache liegt djer am Klima. Man kennt nur Arbeit und Geschäft, starken Lebensgenuß, Spiel und örschausiches Nichtstun. Bücher werden sehr wenig gelesen. Dagegen ist die Presse stark -ausgebreitet. So gibt es in Kairo zwei jüdische Wochenblätter; das eine, „Ksrgel", französisch und jüdisch-arabisch, das -andere, „Murore", französisch. Beide sind jüdischnational, wie sibvrhaupt die meisten ägyptischen Juden zionistisch sind. Die- «, klärt sich teils daraus, daß die Juden hier an sich eine hesoMre nationale Gruppe mit eigenen Sprachen sind und ein ganz natürliches Nationalempfmden haben, teils auch aus der unmittelbaren Nachbarschaft Palästinas, wo namentlich die sephardischen Juden zahlreiche Verwandte besitzen, weshalb sie am Gedeihen der jüdischen Siedlung auch persönlich lebhaft interessiert sind. Die Beziehungen letzt- MNannter Art wirken auch fördernd auf di« Beschäftigung Äst de^ hebräischen SP rache.ein. Denn man will sich doch verständigen können, wenn man seine Verwandten und Bekannten in Tel - Awiw oder in Haifa besucht, war ja nur rige kurze Gelegenheitsreise wie von 'Leipzig nach Frankfurt a. Mist. Die Juden leben in Aegypten in bester Beziehung zur UMelt. Irgend welcher Antisemitismus ist nicht zu verzeichnen. Der Aeghpter kennt dergleichen sibechaupt nicht; für Hn ist de:' sephardische Jude ein Aeghpter jüdischen Ä-a-MMs unh Glaubens und gleichberechtigter Mitbürger in jeder Beziehnng, und der europäische JBe ein Europäer wie andere Europäer. Die Gleichberechtigung aller ist hier ein fester Glaubenssatz he« öffentlichen Meinung, wie sie in der arabischen und in der französisch und eng-lifch geschriebenen Tagespresse zum Ansdmck koMt. Dex Antisemitismus in Europa gilt hier ass ejn Beweis moralischer Verkommenheit und Dekadenz. Die dentschvöftrschen, die polnischen, ma, gygr-ischen, rumänischen Antisemiten schaden hierdurch -ihren Länder außerordentlich, Die berufliche und -soziale Schichtung der ägyptischen Juden ist sehr g n n st i g. Bon den -sephachischen Juden bekleiden viele hohe und höchste Staatsämter, gehören zur Hofgesellschaft und sind durch die Titel „Pascha" oder ,/Pei" als Mitglieder der ägyptischen Aristokratie gekennzeichnet. Auch hervorrageude Gelehrte gibt es unter ihnen. Familiesl, wie die C a t t a u i, genießen großes Ansehen im Sande. Eige brefte jüdische Schichte beschäftigt sich mit Bankwesen, G^pßLandel, Industrie und Warenhausb e t r i e b, wie in Kairo die Eicurel und die Ehemla. Sie-werden ebenfalls hochgeachtet und sind Träger sehr wichtiger Wirtschsftsinitiative. Die jüdische Unterschichte besteht hauptsächlich cm$ fleißigen, geschickten Handwerkern. Jüdische Klein- Händler trifft man nur selten an. Neuerdings hat sich, vor allem aus italienischen und gpi-?chischen Juden ein sehr schätzenswerter jüdischer Mittelstand tzon technischen Facharbeitern, Angestellten und Beamten gebildet, So gibt es zahlreiche jüdische W e rkmeister indes Fabriken, Maschinenschlosser, Lokomotivführer, Chauffeure, Straßenbahner, Buchdrucker, und alle in guten Verhält-. nisten. , Die Vertiefung des jüdischen Geisteslebens, die eine Mi« maierielle Basis fände, ist psychologisch vor alsem eine Frauenfrage- Die Mische Frau im Orient ist in allen Zügen Orientalin, liebenswürdig und gutmütig, aber auch Putzsüchtig, oberflächlich und vor allem sehr phlegmatisch. Auch in einfächeren Haushaltungen isf die Küche Sache des arabische». Dieners. Im Jahre 1921/22 besuchten 2989 jüdische Knaben und 226ö jüdische Mädchen ägPYtische Schulen und 2999 jüdische KnBeu und 2924 jüdische Mädchen europäische Schulen, und zwar in der Hauptsache srauzösische („Alliance"), nämlich 23yg Kllaben und 2199 Mädchen. Gut oxganiisiert ist die Wohlfahrtpflege. So Kaiw ein schönes eigenes jüdisches Krankenhaus. Aegypten ist das^ Nachbarland Palästinas.- Die Juden Aegyptens sind gute Juden- Das jiid^che Siedluugsn'.ert hat ihre volle Sympathie.

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