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Wiener Morgenzeitung · 1924-06-29 · Heft 1929 (29.6.1924) · p. Seite 13

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1929 (29.6.1924)
Date
1924-06-29
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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•) ' ' . ' ' 'J'VJ T "'"«' ' i-'. **' > ' ^-' ' ' * ' (' ' ‘v; Wien, Sonntag Menes Morgerrzertrmg. 29. Jum 1924' Seite 13 - ^o» Rohstoffen und aeweMichen Erzeugnissen, zur Hebung des lExwÄ Importes sich zeigen wird. Im -neuen großen Messe-!'haus Kristallpalast werden besonders die S Pie l w n r e » ffch«d Rauchreq-uisitenivdwstrie vereinigt. Die Radio-- Meffe,"wie auch die so instruktive■ Braunkohlenmesse! My> wesentlich vergrößert. Die 280.000 Quodratmeter Aust stellungsfläche ist bereits schon voll besetzt und sind ,vie An- ^meldungen, besonders aus dem nahen und fernen Ausland so lAMtckch, daß diekommende Herbstmesse'den Rekord der FvübisahrSmesse Mit ihren 176.000 Besuchern sicher überbieten wird. MuLrünste erteilt die chrenamtliche Generalvertretung für Desterreich: Friedrich Kotter u. Co.» Wien, 4. Bez., Argentimer-- ^stvaßtz 29. . , DaS Fraukenarrangemcnt. Das ^rankewarrangement per 'Emo. Juni nirmmt einen schr ojLnstrgen.Verlause Insyeßamt Wavenvon55 Tvillnethmern 20,016.358' svanz-ösische FvcmSen vn DGersnzen auf dm lUgwidationsWrs zu bezahlen. Abgesehen von dem Ausfall einer Firma miit 640.000 FrmEen, der bererts im RchartitionSvepfaihven ,4 WW), werden 38 Beziehern von Differenzen . ltthabungen per 30. d. vorlauisig mit 96 Prozent aUsoMtW. Am 30. d sind ferner 1,386.960 Dollar KabölzaWung Nsw-Kork zum KqüldatwnsArs von 17 - französische Franken pro Dollar m übernehmen. Dadurch, daß der LäquidatranAurs M.-ziM 1,78 staWUche HvarÄen tiefer als der . aeMüvävtiige Kurs ist, wird auch dieser zweite' 'Ml des AMUvgementS' voWnmnM Mt vsiLar^ Auslanüsschulden in Rumänien. (Eigendienst der „Wiener MovgeNßeÄun^.) Ueber die Frage der privaten Auslandsschulden RmnLmens 4M ,/Argus" mit, haß Ms Parlament demnächst daS mit den «italienischen und Schweizer Gläubigern getroffene -ÄbSpamnen ratifizieren werde. EZ verbleibe dann nur noch, ein Ginvevwchmen mit dm tschechoslowakischen Gläubigern, dar aber ebenfalls gesucht und. «gefunden werden müsse. Schafwollausfuhr aus Rumänien. Aus Bukarest wird un- «gemeldet: Die rumänischen Landwirte streben , die Schafsirna einer Organisation der Wollpvoduzenten an. Es wird auf die Notwendigkeit der einheitlichen Stellungnahme hingewiesen, da die HäMer und die Textilfabriken die ungünstige Lage der rumänischen Landwirte auszunützen beabsichtigen. Es werden alle möglichen Versuche eines Preisdruckes unternommen und die rumänischen Textilfabriken Laufen keine heimische Wolle, um so den Widerstand der Landwirte zu brechen. Es werden den Landwirten 40 Lei für Schafwolle geboten, doch sind sie nicht geneigt, um diesen Schleuderpreis ihre Vorräte abzugeben, obwohl vom vergangenen Jahre noch namhafte. Lager vorhanden sind. Die Landwrrte wollen bei der Regierung um die Bewilligung der Ausfuhr von Schafwolle emschreiten. Die Schafwollausfuhr Wurde mit Rücksicht auf -die Interessen der rumänischen Cextklindustrie untersagt. KottvertievMgsMüejhe in Polen. Aus Warschau wird UNS' gemeldet: Am 1. September wird das polnische Finanzmiudfierrnm eine funsiproKentige Konvertierungsanleihe in den Verkehr, bringen, und zwar in Stücken zu se 10, 50 und 100 Zloty. Der AuLtaufch wird gegen die Anleihe des Staates aus dem. Jahre ML, gegen die fünfprotzmtigeu Obligationen aus dem Jahre IlgW und gegen die Prämienanleihe aus dem Jahve ,1$B0 erfolgen. Die polnische Zuckerindustvve. Die polnische Zucker-- indufirie macht derzeit ähnlich allen anderen Industriezweigen -eine schwere Krise durch. Da auf dem europäischen Zuckermarkte größere. Mengen Zucker deutscher, aber auch ruMcher Provenienz erschienen sind, sind die leichten Mfatzmöglichkeiten der Wh.even Jahve verschwunden, lim die Produktion auf -einer entsprechenden Höhe zu erhalten, benöHgt die Industrie HÄßeve Kredite, die sie aber bei der Regierung vorderhand nicht erhalten kann. Es besteht jedoch, die Möglichkeit, diese Anleihen im Ausland zu erhalten gegen, die Verpflichtung, dm vvoduzierten Zuckermervgen ins Ausland abzuliefern;' aus diesem Grunde hat sich die Vereinigung der Produzenten an die «Regierung uni der Bitte gewendet. 20.000 Waggon Zucker ans der diesjährigen Produktion ausfuhrfrei zu bekonrmen. Äutz-erdem verlangen die Produzenten die Abschaffung der Exportabgaben, die den Zucker nicht unbedeutend verteuern. Im abgelaufemn Jahre produzierte man in Polen 943 Dausnd Tonnen weißen Zucker, was eine Mchrleistung zu der vor zwei Jahren um 26 Prozent bedeutet. Bau eines Meferchlchnhofes iu Pole». Aus Warschau Wird uns gemeldet: Die polnische Regierung Hai einen Kredit in der Höhe von einer Million Zloty für den Bau eines großen Güterbahnhofes zwischen Chhb i und Zab rze-g bewilligt. Dev neue WMche Güterbcchnhos. der erst in ^wei Jahren fertig fein kann, wird der größte Bahnhof in Polen werden und wird den Verkehr zwischen dem Westen und dem Osten konzentrieren, um auf diese Werse einen klaglosen Transitverkehr wie auch. Linen klaglosen Verkehr von und nach Polen zu sichern. Lle WarmmSrtte. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Die Tendenz sprach sich gegen im Wochenlanfe etwas fester aus und die Preiszogen um je 1 Punkt an. Es notieren: Nr. 5/10 Bengalkops pro Juli-August —.78 Dollar, Nr. 16II r Surat-.86 Dollar, Nr. 20 —.90 Dollar, Nr. 16/24 Halb Amerika -.93 Dollar, Nr. 16/30 Rein Amerika 1.02 Dollar, Nr. 36/42 Mittel Amerika 1.16 Dollar, Nr, 42 1.18 Dollar pro Kilogramm Fabrik exklusive Packung. Bäumwollzwirne. Auch diese Gattungen sind um' 1 Punkt höher: Es notieren: Nr. 10)12 Bengal zwei- und dreifach pro Juli-Augnst —.82 Dollar, Nr. 16/2 Ila Surat. -.92 Dollar, Nr. 20/2 1.-Dollar, Nr. 20/2 Amerika 1.10 Dollar,. Nr. 30/2 1.21 Dollar, Nr. 40/2 Ia 1.38 Dollar pro Kilogramm ab Fabrik exklusive Packung (trocken, mittel, naßscharf 1 Kabel-Cent Aufschlag pro Kilogramm) mit 2'/» Skonto Spinnerkond. Rohe BamnwollgeweHe blieben.unverändert. Es notieren: 78 Zentimeter 14/14 20/20 pro August-September —.77 Schweizer Franken, 78 Zentimeter 16/14 —.80 Schweizer Franken, 87Zentimeter 21/2130/30 —.92Schweizer Franken, 80 Zentimeter 19/17 36/42 —.86 Schweizer Franken, 97 Zentimeter 19/21 86/42 —.69 Schweizer Franken pro Meter ab Fabrik exklusive Packung, die letzten drei Posten ftauzö Wer Zoll. Kohle«. '! " f Englische Kohle hat bezüglich der. Preise einen derartigen Tiefstand erreicht, Laß weniger modern eingerichtete Gruben ihre Produktion nicht mehr zu den Gesteh ungsftsten absetzen könne«. Äts weitere Folge hiervon haben einzelne Minen ihren Betrieb g«lß eingestellt, andere wiederum - Feierschichten eingelegt. Bezeichnend ist, baß die Grubenbesitzer nicht zu bewegen sind, zu'den gegenwärtig niedrigen Preisen auf Termin zu verkaufen. In Hamburg wurde in der letzten Woche zu folgenden Preisen gehandelt: Schottische Steamkohle I 26 bis. 26 Schilling, schottische Dhsart-Main-Steamkohle 24 bis 25 Schilling, Durbam-Fördev kohle I 28'/, bis 29'/, Schilling, 1124'/, bis 26 Schilling. Yorks Wte^joritf 27'/, riS 29 Schilling und Yorkshire Slack 22'/, bis Selbstmordversuch des BankdirektorsHZick. Der Mrektor der Depositenbank, Gilbert Pick, hat gestern in seiner Wiener Wohnung einen Se-lbst'MorL)- v e r s n ch durch Einatmen von L e u ch g a s unternommen: Me Familie des Direktors'lebt derzeit in Baden bei Wien und die Aufraumarbtitett in der Wiener Wohnung weiden von - der Hausbesorgerin erledigt. Als diese heute-früh zur gewöhnlichen Zeit ihre Arbeit beginnen wollte, entdeckte sie den Bewußtlosen im Badezimmer und berief sofort die Rettungsgesellschaft, die Pick in ein Sanatorium brachte. Die Wiederbelebungsversuche waren von vollem Erfolg begleitet und man hofft, daß Direktor Pick in den nächsten Tagen bereits außer Gefahr sein wird. Direktor Pick stand seit längerer Zeit unter einer tiefen seelischen Depression, die es bereits im Jänner rötlich machte, lß er in einem Badener Sanatorium BchaMung suchte. Nach Wien zurückgekchrt, -haben die mii dem - Zusammenbruch der Depositenbank verbundenen Ereignisse aufs nette auf den kaum Erholten gewiM. Dazu kamnoch der Ausbruch einer schweren Krankheit seines- Kindes, - die offenbar die letzte Achache des Nervenzusammenbruches bildete. Verhandlungen mit den Natrynalbank. Zwischen dem Garautiesyndikat der Depositenbank und der Nntionalbank sollen Verhandlungen- Zwecks Regelung von Focherungen stattfinden, die während der letzten sieben Wochen Zwischen der Nationalbank und der Depositenbank eingegangen wurden. Es dürfte dabei zu einem Ausgleich kommen/ Me infolge des Zusammenbruches der Dchositettbank notleidenden' Industrien dürsten ebenfalls mit der Nationalbank in ' Verhandlungen treten. Bon der Geschäftsaufficht wurden die für die Wochenauszahstürg notwendigen Beträge den Industrien zur. Verfügung gestellt. Ebenso wurden äußerst, dringende Ersordermsse von Einlegern befriedigt. Es dürfte auch, 'bei entsprechenden Kassaeingangen, zur sukzessiven Auszahlung der Juligagen der Beamten kommen. Verhandlung mit einer englischen Gruppe. In finanziellen Kreisen verlautet, daß sich englisches K'a p ii a I für die Depositenbank i n t e r e s s i e r Es schweben auch bereits Vechandlungen.mit den Vertretern dieser Gruppe, -und man gibt sich, wie wir, ohne die Aussichten dieser Verhandlungen überprüfen zn können,' registrieren wollen, an manchen' Stellen'der Erwartung, hin, daß diese Verhandlungen vielleicht schon in der - kommenden Woche zu einem, befriedigenden ErgebnH sühven werden. Das Aktionskomitee btt Gläubiger. Der Neue Wiener Kreditorenverein teilt uns mit, daß sich bei ihm bereits eine größere An za h l Einleger, Gläubiger und Aktionäre der Allgemeinen Depositenbank gemeldet haben, aus deren Mitte bereits ein Aktions kamst t e e gewählt wurde. In erster Linie ist das Ziel des Komitees, den Einlegern die zur Forfführuug ihrer Betriebe erfordere lichen Gelder flüssig zu machen. Mit Rücksicht .aus die große Anzahl der in Betracht kommenden Interessenten fordert das Gläubigerkomitee die Beteiligten hiedurch auf, ihre Forderungen getrennt nach Einlagen und sonstigen Ansprüchen zur einheitlichen Vertretung ihrer Interessen ehestens -anzumelden. Sicherstellung der Einlagen nach dem 5. Mai. Me G es ch äs ts a uss icht der Allgemeinen Depositenbank teilt mit: Kommittenten der Allgemeinen Depositenbank, welche in der Zeit vom 6. Mni d, I. bis zur Verhängung der Geschästsaussicht über diese Bank auf neu eröffnete Konü. bezw. gegen.neu ausgegebene Emlage-- bücher Einlagen geleistet haben/ und solche Kommitenten, dereen Einlageftand gegen Einlagebücher oder auf Emlagekonto nach dem Stande vom 26. Juni d. I. gegenüber dem Stande vom 6. Mai d. I. eine Erhöhung erfahren hat, werden ein geladen, unter Vorlage der bezüglichen Belege sich bei der von der: fünf intervenierenden Banken im Kassensaale der Allgemeinen Depositenbank, 1. Bez., Schottengasse 1, geschaffenen Stelle ab Mittwoch den 2. Juli d. I., zwischen 10 und 12 Uhr vormittags, zu melden. Hiezu wird uns von informierter Seite mitgeteili: . Die intervenierenden Banken haben, schon bei Einstellung der Stützungsoktron für die Allgemeine Depositenbank in Aussicht genommen, die Einleger, welche ab 6. Mai d. I. bei der Allgemeinen Depositenbank Einlagen g-eleistet haben, vor Verlusten zu -schützen. Sie haben daher beschlossen, un- Präjudizievlich ihrem Rechtsstandpnnkte und ohne abzuwarten, ob und inwieweit Kommittenten der Allgemeinen Depositenbank einen Ausfall an solchen Einlagen erleiden werden, schon je tz t derartige Einlagen, insoweit sie fällig sind, nach Prüfung des Einzelf-alles zu b e v 0 r s ch u s s e n und in berü cksich tigu ngswüvd ige-n Fallen /auch zur Gänze flüssig zu machen. Hierbei kommen'nur'diejenigen Beträge der seit dem 6. Max d. I.- gemachten neuen Einlagen und bei Nächlagen jene Beträge in Betracht, um die sich der Ernlagestand im Zeitpunkte der Verhängung der GefchäftsaUfficht gegenüber dem Stande vom 6. Mai d. I. erhöht hat, zuzüglich usancemäßiger Zinsen. Häute, Leder, Schuhe. Die letzten deutschen Versteigerungen haben zwar die weitere Entwicklung in der Preisgestaltung noch nicht deutlich erkennen lassen, doch zeigte sich seitens der Käufer eine wesentlich, regere Kauflust und vereiuzelt konnten gegen die Vorauktionen sogar etwas bessere Preise erzielt werden. Im allgemeinen aber hielt der allgemeine Preisrückgang infolge der schlechten Wirtschaftslage und der. anhaltenden Geldknappheit weiter an, doch bofft man, daß nunmehr doch der Tiefstand erreicht ist. Andererseits aber wird man an eine Aufwartsbewegnug nicht denken können, zumal die schlechte Wirtschaftslage hierzu gewiß keine VerMassung hietet uud die Kaufkraft der Verbraucher noch viel zu schwach ist. \ ' Am Ledermarkt sieht es etwas freundlicher aus, wenn auch von Umsätzen nicht gesprochen werden taut.- Die geringen Bedarfskäufe bringen das seit vielen Wochen ruhende Geschäft nicht-in Gang. Immerhin aber war das Interesse der Käufer doch reger als in den Vorwochen und sobald am Häutemarkt eine Befestigung eiUtrift, ist auch mit einer Belebung des Ledermarktes zu rechnen, zumal' buch das Herbstgeschäft bald einsetzen wird. Die Zufuhren . waren,'klein'^AUd ttotzdöm man zu weiter ermäßigten Preisen lai£? Lot, wnrde doch nur für den dringenden Bedarf gekauft. In. der S ch u h i n d u st r i e werden die Absatzmöglichkeiten immer schwieriger und die Lagerbestände häufen sich immer mehr, da bestellte Waren nicht abgenommen werden. Berückstchttgt maU deü schärfin Preisrückgang am Häute- und auch ain Ledermarkt, und vergleicht man die Friedenspreise am Häute-, Leder- und Schuhmarkt mit denen von heute, so ergibt sich, daß die Schuhpreise heute im allgemeinen viel zu hoch sind, und eine Herabsetzung der Schuhpreise würde auch bessere Absatzmöglichkeiten zur-Folge haben. - - 3 Textilindustrie (Chemnitz). Der Geschäftsgang läßt seit langem viel zu wünschen übrig. Täglich werben Aufträge annulliert und neue Aufträge gehen nur spärlich ein. In der Spezialität „Strumpfwaren" liegen zwar noch viele Bestellungen vor, aber sie kommen meistens nicht zur. Ausführung, weil die Kunden auf die von den Lieferanten gestellte» Zahlungsbedingungen nicht etngehen. Die Geldknapphett und das damit verbundene Mißtrauen gegen den Besteller veranlaßt he»' größten Teil der Textilfabrikanteu von den Kunden die Vorauszahlung der Wären zu verlangen. Die Folge hievon ist, daß sehr oft die Bestellungen rückgängig gemacht werden, die Lager sammeln sich hiedurch an. Viele Fabrikanten entschließen sich am Ende) die Waren zu niedrigen Preisen loszuschlagen. In der Handschuhindustrie ist diä Lage wesientlich besser, dank der Aufträge aus England und Amerika. Vor allem ist die Nachfrage groß nach Schlupf-und DMethandschuheu und nach gestrickten Handschuhen. Diese Waren werden meist, um den Zoll zu sparen, unäppretiert und nicht entölt, roh versandt. Aufträge von deutschen Kunden werden entweder nicht angenommen oder durch die Zahlungsbedingungen unmöglich gemacht. ' - Jute. : /' Zn Kalkutta ist der Rohjutemarkt ruhig. Von den Spinnern wurden größere Einkäufe neuer Ernte getätttzt. Ditz Zufuhrw aus dein Innern haben nachgelassen. In D undee wurden wenig Käufe abgefchlossen. Nach GeweLsn und Säcken herrschte eine äußerst lebhafte Nachftage, dagegen waren Garne kaum geftagt. - - ■ Wildwaren. . Die Versteigerung in Leipzig tendierte ruhig." S mäßigem -Besuch hielt sich die Kcnlstätigkeir in engen Grenzen. Füchse, wärest g'e^en die VoraUktivn etwas abgeschwächt. Iltisse, Untersorten. vernachlässigt, bessere Sorten im Preis behauptet. Steinmarder, Baummarder und Ottern blieben ,im wesentlichen unveränikert. Wiesel gedriickt. Eichhörnchen zienllich stark geftagt bei leicht anziehenden Preisen. Dachse nicht wesentlich geändert. Börse für landwirtschaWche Produkte. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".). Der Geschäftsv-erk-s'hr auf -dem Wiener ^Platze zeigt einiW Belebung. Im Vordergründe des Interesses stand .Weizen, der sawchl in alter wie 'hauptsächlich neuer Ware mehrfach zum - Umsätze gelangte. . Roggen wurde gleichfalls in..neuer. Wäre allerdings nur in kleineren Mengen gehandelt. Mes rumänisches Korn, reichlich offeriert, ist vernachlässigt. - In '-Braugerste erfolgten wieder einige Anschaffungen in ungarilscher Mrdösterreichischer Ware zu Preisen, die sich mit letztgemMeter Notiz decken, Hafer und Mais begegnen günstigerer. Konsmwnachftage.. Kleine Mehrf-orderuugen werden' hie und' dä zugestynden. Im Mchlhandel überwiegt wohl das An-gchot die Nachftage doch zeigen die Bestände in doppelgrisfigen Marken eine erhebliche. Abnahme, da die Tschecho-Dlawakei in solchen wieder bessere Ankäufe besorgte. Futtermehl ist ziemlich ruhig, Kleie wird zn unveränderten Preisen-aus dem Markte genommen. Es notieren pro Kilogramm ab Wien . inklusive der Warenumsatzsteuer: Weizen inländischer. 3050 bis 3100 K-, ungarischer Theiß 3275 bis 3325 K., ungarischer. 3180 bis 3200 K., jugoslawischer 79/80 Kilogramm 3175 bis 3225 K., Manitoba Ia 4000 bis 4050 K., Roggen inländischer 2800 bis 2860 K., ungarischer 2675 bis 2725. K., rumänischer. 2505 bis 2600 K., Gerste inländische 2975 bis 3025 K., tschecho-slowakische 3200 bis 3400 K., Futtergerste 2500 bis 2600 K., Mais 2660 bis 2650 K., Cinquantln 3150 bis 3250 K., Hafer inländischer 2750 bis 2850 K., run'.änischer 2525 bis . 2625 K., Weizen- Meß inländischer 5700 bis 5800 K., ungarischer 5500 bis 5600 K., Weizenmehl Nuller inländisches 5650 bis 5650 K., ungarisches doppelgriffig 5200 bis 5500 K'., griffig 6000 bis 5400 K., amerikanisches Vollpatent 5800 bis 6100 K., Kochmehl Ha inländisches 4700 bis 4900 K., Brotnrehl inländisches I» 3800 bis 4000 K., Futtermehl Ia 2600 bis 2700 K., Ila 2450 bis 2550 K., Roggenmehl inländisches Ia 4400 bis 4500 K., Kleie 1750 bis 1800 K. Die Devisenkurse. Zürich» 28. Juni. (Devisenkurse von 12.10 Uhr. Von der Schweizerischen Kreditanstalt mitgeteilte Mittelkurse.)' Berlin pro Milliarde (-.-). Holland 212.- (212.—). New-Uork 563.25 (663.25), London 24.35 (24.41), Paris 29.80 (29.88), -Mailand 24.30 (24.35), Brüssel 25.60 (26.—), Kopenhagen '93.30 (94.12), Stockholm 149.60 (160.-), Ehristiania 76.- (76.40), Madrid 75.75 (75.80), Buenos Aires 188.- (182.50), Prag 16.63'/, (16.63V«), Budapest 0.0069 (0.0069), Bukarest 2.42 (2.42), Belgrad 6.40 (6.40), Sofia 4.10 (4.10), Warschau -.— Wien 0.0079V« (0.07937). Budapest» 28. Znni. (Kurse der Devisenzentrale.) — Amsterdam 31.000 bis 81.660, Bukarest 335.- bis 370.-, Kopenhagenl3.b50biSl3.S60Zhristiania 11.100 bis 11.S60.LondünW.400 6{8|86&90O;. »erlitt -.- bis —Italien 3550 - bis 8650.-, Paris 4250.- bis 4450.-, Prag 2420.- bis 2490.-. Stockholm 21.870 bis 22.970, Zürich 14.630 bis 14.930, Wien 1,1645 bis 1,1890, Msta 690.- bis 62v.-, Agram 900.— bi» $60.-> New-Aor! 82.500 bis 84.200, Warschau - - bis Brüffel 3800.- bis 3890.-. Wavschmt» 28. Juni. (Devisen.) Berlin —.— bis —London 22.27 bis 22.49, New-Aork5.16 bis 5.21, Prag 15.22 bis 15.37, Wien 7.27 bis 7.32.

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