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Wiener Morgenzeitung · 1924-06-29 · Heft 1929 (29.6.1924) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1929 (29.6.1924)
Date
1924-06-29
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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f SK- » 7 F'-,'. -" Wien, SprnrW Wr SchravnelleOlofion Ui Bruü. e*» eww» »«ach. fc' Am 27. d. explodierte iw Zager Kaiserstern- Lxruch (Artillerie-SchieMuWrs) bei Bruck um 19 Uhr W-Minuten Leim Maden von GeschoßhMen und Geschah-- »prengstücken ein GranatsHra p ne llko P f, wodurch pjreii Soldaten schwer.und drei leicht verhetzt wurden. Die Schwerverletzten wurden mit dem ^SemM-anto nÄH Wen ins Allgemeine Krankenhaus abtransPoMevt. Die drei leichtverletzten SoHcken konnten M Arm Unteradteilungsn bebrffen werden, LAun-deÄnrnister Baugoin hat sofort nach Bekanntwerden des Unglücks den MGninsPektorder ArMevie toMsn Riedeil nach Kaisersteiubruch Hur Urrterder Ursache und des Herganges der Katastrophe, orüber noch kein« K lar H a i i bestecht, entsendet. . ' Aus Brmck wtch uns hiM gemeldet: Der Unglücks- Kall ereignete sich beim Auflösen von Gefchoßfprengstücken, MoW eine Spreugpatronille kommandisrt worden war. j®eF der Verladung sprang ei« Schrapnellk.o p f a L mck traf Ws SMaten. Die LisheHge Unter- ' lug hat echMen> -daß leine FahrlaMe-tt vorliegt, evn daß das Schrapnell durch eine WtzWe Erschütterung des Wagens^ aus lW es verladen wurde, ahgespWgen i st. im» M MiWeMmpf. ( PychMNg des Mozesses SttWk—^ttawer auf de« ' . ‘ ‘ 4M. Gestern hatte vor dem SWafbezvÄsgencht 1 die sc» biMrch sngckkürchigte Enthüllung des ObeWnwteK 'Stricker durch die um Bettauer erfolgen Men. Wer es geschah wieder nichts. Der Vertreter des Angeklagten hielt eine AMagerede, die, soweit sie sich auf die ErPressungZbeschuldigung bezog. eine gmnMsche Darstellung gab, .und im übrigen EvKäPurrgen enthielt, die nichts mit dem WMfaktum zu tun haben. Der Richter, LandeMrichtsvat Dr. Arie, trat so-, dann in das Btzweisverf<chren ei«. Da aber nur die von der geklagten Seite gefchrtM Zaugen -MMN waren, er- LLrt« es der Richter für «otwmdlg, die Hiwrernahme sämtlicher Zeugen, auch der ÄLgerischen, in 'einem Me durchzuführen. Er schlug die Fortsetzung der DechaMung ßür den 4. Juli vor. . x . - t - . Der Vertreter des Angeklagten Dr. Sch «epp die Vertagung auf Pen September. Herr Stricker wandte sich energisch:Hegen diesen Antrag. Es sei seine Ehre und das Ansehen der Monistischen Organisation engagiert, weshalb ein weiteres Hickrusziehen der AustBrurrg unmöglich Melassen werden könne. Die BerrchterstattUW m% den ersten Berhand- -luugstag in -er Meyer Presst sei derart beschaffen gewesen, daß sich die Gerüchtemacher«: verstärkte. Er müsse deHM auf der Du kürzesten Frist na des Wahrheitsbeweises m tzstMn und. könne keine Rücksick in der auf die In Berücksichtigung dieser AusWhrung beraumte der Wchter die Fortführung der BerhaMung auf den 4. Juli an. Mr Rest» Dagist eine Reihe von Zeugen vorgeladen, darunter - Präsident Bofeh dev Direktor der Länderbank 'H-rr.. Mer, und. mehrere RKütenre der ,Mener . In seinen Betvoisanträgen hat ^Herr Bettauer durch seinen Rechtsvertreter gestern plötzlich einen Zeugen beigebracht, der beweise« soll, daß die W r e n e r M o r g e nzeitung" m erpvesterischer Absichteinen Artikel gegen di« „Stafa" veröffentlicht habe. Der Richter hat Herrn Bettauer darüber belehren müssen, daß es nicht angehe, Zchgen für Behauptungen zu führen, die mit hem Prozeß nichts zu tun haben. Wir müssen aber diesen Fall hervocheben, da di« Art, wie er von einigen Müttern in dem Berscht über die Ver« Handlung wredergeg Ken wird, für die Derckweise einer gewissen ,Press« in Wien charakteristisch ist. Seit die ,Wiener ÄoMWeitung" sich mit Bettauer befaßt Hat, wird aus einmal die Wiener Morgenzeitung", da sie eben einer gewissen Freundevleligue unangenehm ivuvde, „verdächtig gemacht. Daß ivgerch ein Artikel der ,Meüex Morgenzeitung" Aüm Zwecke der ErWingung. von Inseraten geschrieben f«sin kömüe, wird niemand glauben, der die Wiener MorgerHeffung" kennt. Am aber den berufsmäßigen Gerüchtemachern das Handwerk für weitere Verdächtigungen schon jetzt zu legen, sei festgestellt, daß an' dem, wrffür einDirektor Robert Loewh von der „Stüfa" als ,^Zeuge" geführt werden sollte, kein wahres Wort ist. , Wir haben am 2k). Wril 1934 einen Artikel bervffentlichi, der den 'Zweck hatte, darauf hinzuweisen, daß die ,Mrfa" unter Mißbrauch des Namens der StaatsangesteMUfüvsorge ein ganz' gewöhnliches GeschäftsunternehmeN -betreibt. Die Tatsache, daß ein Inseratewagent der ,Memr Morgenzeitung" einmal von irgend einem Ünternehlmen abgewiesett wurde, gibt niemandem einen Frei- Mrs darauf, in seinem Unternehmen zu tun, was er will, Uhne daß die Zeitung zur Verhütung einer Irreführung de§ PMikums -darü-ber schreiben dürste. Dre Inseratenagemett der ,,Mener Morgenzertung" besuchen Hunderte von FivmeU; von dem Ergebnis dieser Besuche weiß die RedlMö« NkchtS, kümmert sich nicht darum uUb' «hat auch WN-eü W dittüm. Hu Mmmem. Das ist die Gepflogeüheit der 'Redaktion der ,Wiener Mor^rtzeitung". Es -mag sein, ^daß diese 'Gepflogenheit anderen Re- Mtiomn unverständlich bWt und von ihnen a?S VeMchtig behandelt wivd5 Me RAellMsftMog lm ÄMesmMie«. depot. Zu» gestrigen TröffMNg. Gestern vormittags fand die- Eröffnung der Schau-' samwlung von Möbeln (Interieurs) aus dem ehemals kaiserlichen Besitz im Bundesmobiliendepoi, Mariohilstrstreße 86, statt. Zunächst wurde durch den SeVtivnSches Ing. Schneller die besondere. Bedeutung dieser Schau- Weibrn sollte. Wer im Laufe der Monate erhielten sie von Äußenstchrnden, dst sich für die Bibliothek interessierten, -immer wieder diesbezügliche Anfragen. Zunächst . kam ein Vertreter der ungarischen Regierung, der darauf hinwies, daß es ein schöner Beweis von Patriotismus wäre, wenn die Familie die BMothek dem Staate schenken würde; ein anderer Vorschlag, daß eine Gruppe reicher Juden die Biblioihsk für den Staat evcherben soll«, fand kein Gchör, denn die blutigen,Ausschreitungen gegen Juden in Budapest waren noch zu frisch in der Erinnerung Dann kam ein Vertreter der japanischen Regierung, der die Bibliothek für die Universität!in Tokio erwerben wollte, und ein Emissär der SoKonne sowie mchrere Amerikaner. Aber die Wichtigkeit der Bibliothek entging auch nicht den zionistischen Führern, die darin eine werwalle Bereicherung der jüdischen NationalbMothek in Palästina erblickten, und so wurde, nach meiner ersten flüchtigen Besichtigung, Herr Prof. A. Freimann von der Frankfurter Stadtbibliothek beauftragt, eine eingehende Prüfung vorzunchmen. Aus Grund seines Berichtes wurde ich dann beauftragt, die Bibliothek, insgesamt KM Bande umfasset, zu erwerben, und deren Transport nach Palästina zu überwachen. Vor dem Kriege wäre dies eine verhältnismäßig einfache Aufgabe gewesen^ doch die NachkciegSznstände in Ungarn gestalteten es zu einem sehr schwierigen PrMem, da erst eine Exportbewilligung von der Rsgieruuz eingcholt werden mußte, deren Gewährung sehr zweifelhast erschien. Meine Budapester Freunde schüttele len alle fchr skeptisch den Kopf, und sagten mir voraus, daß meine Versuche umsonst sein würden. Aber dank den Vorstellungen, die beim englischen Colonial Office gemacht wurden, und den Instruktionen, die der britische Gesandte in Budapest erhielt, wurde das Gesuch, das der letztere im Namen der Zionistischen Or^anisatim an den Minister des Aeußern richtete, günstig beantwortet. Ich wurde aufgefordert, beim Direktor des NajionalmuseumS in Budapest vorzufprechen, der mir mitteilte, d'vg, sobald er fünf Kopien des KatalogeS und einen auf dem taxlerirn Wert der BMothek basierten Betrag echcrlten habe, die Erportbewilligung erteilt werhen würde. ,'Um die erforderlichen Kopien so schnell als möglich fertig zu, stellen, ließ ich *>.><, einzigen vochandenen Katalog in sechs sTejle teilen, und rndem ich sechs Stenotypistinnen zwei volle L(tge beschäftigte, gelang es mir, dem Direktor die Kopien frühe; zu überreichen als er sie erwartet hatte. Inzwischen hatte ich auch bei einer Speditionsf-irnra die für tzen Transport der Bücher, benötigten Kisten bestellt. Aber das schnelle Tempo dieser Vorbereitungen beunruhigte tzie alte Frau Goldziher sehr. Nun sich die Stunde näherte, wo sie sich von den Schätzen ihres verstorbenen Mannes trennen sollte, zeigte sie ein zunehmendes Widerstreben. Wohl war die Bibliochek während der letzten zwei Jahre verschlossen gewesen, aber sie hatte doch niemals gedacht,-daß man sie so plötzlich wegschaffen tonirbe. Sie bat mich eindringlich, den bösen Augenblick um einige Monate zu verschieben, nnd hielt mich siir schrecklich harcherzig, als ich die Vorbereitungen trotzdem fortsetzte. Dann wollte sie über" das Schicksal der Bücher beruhigt werden; würden sie ein würdiges Heim finden und würde von ihnen der richtige Gebrauch gemacht werden? Und erst als ich ihr evzählte, daß die Bücher in einem neuen Gebäude in der heiligen Stadt untergobracht würden, von wo ans der Blick über die Stätte des alten Tempels und die Berge von Juda schweiff, und daß Schüler und Lernende von allen "'Weltteilen herbeistromen würden, um aus den Werken geistige Nahrung zu schöpfen, wurden ihre Bedenken zum Schweigen gebracht. Am folgenden Tag erschienen zwei Beamte des Nationalmuseums mit der Exportbewilli« gung und blieben, um «das Packen zu überwachen. Prof. Karl Goldziher, der einzige Sohn des großen Gelchrten, reichte den Arbeitern die einzelnen Bände, die sie in große^Hoilzksten verstauten. Ab und zu untersuchten die Beamten einen Band, aber sie hinderten den Verlauf der Arbeit beinahe gar nicht. Frau Goldziher schaute schweren Herzens und mit Tranen in den Augen zu: „Sie wissen nicht, was diese Bücher für mich bedeuten, und besonders die Widmungen", sagte sie. Sie hielt mir einen großen Band zum Anschen hin. Es war ei« Wörterbuch technischer Ausdrücke, die in'der mohammedanischen Wissenschaft gebraucht werden, im Jahre 1862 von der Asiatischen Gesellschaft in Bengal veröffentlicht und mit einer Widmung von Arminius Vamberh an Goldziher anläßlich seiner Heirat, bei der er als Unterführer anwesl^nd war. Gin anderer Vaud, auf den sie mich aufmerksam machte, war: „The Episode of the Bab" von Prof. E. G. Browne, mit der Mdmung (übersetzt): „Als Erinnerung an seinen Besuch in Cambridge im Schtember 1892, widme ich ihm dies mein erstes Werk als Tribut der Dankbarkeit für seine Güte und Bewullderuirg seines großen Wissens." Dann betrachtete sie das historische Werk voy Dr. Snouck-Hurgronje „Mekka" .. M. IM M ~ stellüng .für die Erweckurrg des Verständnisses des großen Publikmns, für die ausgezeichnete Sammlung der Stilinübel des 18. und 19. iJahrhunderts hervorgehoben und.der Wert»!dieser Objekte als Mustechersphl und Anreguntzseilelneni für das österreichische Kunstmöbelgewerbe betont. Der Redner LMahnte ferner, daß nur durch die «tatkräftige Initiative des Bnnde8-> ministerz Dr. Schürff die reichen Schatze vo,r.Zerreißung, Zerstörung und Vevschleuderung bewahrt wurden,- so d-h es nunmehr möglich geworden sei, diese Schaustellung ^ohne Belastung der Bundesfinanzen zu schaffen und sie-dauernd zu erhalten. ' "• BunideS^inister Dr. S ch ü r i; hob in seiner Rede die außerordentlich große Leistung-des Leiters des BundeSmohMen* dcxois, Hofrats Strohmayer, u^'.d semer Mitarbeiter hervor und bemerkte, daß die AuSstellunig besonderen Wert erhalte als Ergänzung der Möbelausstellung des MussumS für Kunst und Industrie, dessen Leitung insbesondere Hofrat Prof. Leisching und Regierungsrat Schestag die Arbeiten zur Aufftellung der neu eröffnecken Schausammlung aufs gewissenhafteste unterstützt habe. Herauf erklärte der Bundesmin-ister die Ausstellung für eröffnet. Unter den Honoratraren waren Stadtrat Br ei t n er, der Vorsitzende des BwndesdenkmÄamteS S ch u b e r i - S o ld a in und der Leiter deS Kunftg'wrrbemufeums Hbfrcf Prof. Leisching an-, wesende Interessant ist >dre Geschichte 'der Neugestaltung und Verwertung des BundeSmoMeudepots. Es wurde seinerzeit zu dem Zweck errichtet, um die in >den verschiedenen kaiserlichen Schlössern uns-achgemäß und in verwahrlostem Zustand vorhandenen Möbel zu sammeln, hevzurichten und wieder gebrauchsfähig %\x machen. Im übrigen waren viele Möbel des Hofes ganz aus der Mode und außer Gebrauch gekommen rind durch Möbel neueren Stils ersetzt worden. Durch -den Umsturz fiel der Hauptzweck des Depots, nämlich den Bedürfnissen der Hofhaltung eines reichen Kaisechauses zu dienen, weg, die zur Aufrechterhaltnntz des Betriebes nötigen Mittel waren nicht vochanden, und nun ging die Aufgabe der R-epMik dchrn, die Werte in einer den gegenwärtigen Verhältnissen entsprechenden Weife für die Allgemeinheit nutzbar zu m-achen. Ein großer Teil der in kunstgeschichtlicher und kunstgewerblicher Hinsicht besonders wertvollen Bestände an Möbeln, Teppichen und Stoffen wurde dem österreichischen Museum für Kunst und Jndnstvie übergeben, wo er sich in einer geschloffenen Sammlung 'darbietet. Wertvolle, Gegenstände dieser Art wurden für - andere staatliche oder öffentliche museale Sammlungen ob-, gegeben, so insbesondere für das Barockmussum, bi«. Staatsgalerie, die Schauräume in her Hofburg und für das Schloß Schönbrunn. Eine beträchtliche Mengevon Möbeln, die vom kunstgelverblichen Standpunkte aus bermrkenswert sind, wurde im Bundesmobiliendepot zu einer Gchmlsammlmlg vereinigt, hie nunmehr der Deffentlich-keit in einer sinnreichen Nenanfftellung zugänglich . gemacht ' wör-- den ist. . , . I. Die Kunstmöbelsirma August Ungethüm, Mien» 6. Be-., Obere AmtShauSgasse 27, hat Sine vertraglich sestgelegte alleinige Berechtigung erwirkt, die im Hofmobilirndepot ausgestellten Gegenstände kopieren zu dürfen. Die fertiggcstellten Kopien werden von einer Fachkommission begutachtet und Mit dem Stempel des Hofmobiliendepots versehen. Reflektanten werden ettrge-laden, sich mit der geua nuten Firma in Verbindung zu setzen. (Entgeltlich.) in zwei Bänibsn, worin dieser seinen Aufenchallt als erster Europäer in Jedidah und Mekka in den Jahren 1681—1885 beschreibt. „Ml diese Bücher sind Verbindungen mit der Vergangenheit," sagte sie, „und nun sollen dieselben plötzlich -abigefchnitteu werden." Nachdem die Bücher in 82 Kisten verpackt worden waren, wurden sie erst von den ungarischen und dann von einem Beamten der englischen Gesandtschaft versiegelt. Ich glaubte, daß nun alle Schwierigkeiten zu Ende seien und daß die Kisten ohne weiteres versandt werden könnten. Mer die Spediteure wiesen darauf hiu, daß noch eine Bewilligung der Devisenzeutrale notwendig sei. Die Beschaffung dieses Dokumentes drohte sich weitaus schwieriger zu gestalten als die Erlangung der Ausfuhrbeiwilligung, aber auch hier wurden, dank der bereitwilligen Intervention der -englischen Gesandtschaft, alle Schwierigkeiten schnell behoben. Es blieb nur noch eine Formalität zu erledigen, nämlich ein halbes Prozent des taxierten Wertes der Bibliothek an den Horthh-Fonds — der für wohltätige Zwecke bestimmt sein soll — abzuführen, dann konnten die Pücher ihren vorgezeichuetrn Weggehen. Die Aiveiundgwanzig Kisten waren in der Bibliothek uni in den anstoßerchPl Zimmern in zwei Reihen ausgestellt worben, durch die Ile gebrechliche Witwe langsam .hindurchschritt, jede Kiste im Vorbeigchen mit der Hand streifend, als ob sie bis zum letzten Augenblick den Kontakt mit den Besitztnmerv ihres Mannes bewahren wollte. Als die Kisten danrr herausgetragen wurden, wag es. ihr wohl erschienen sein, ÄlS oib Särge hinausgetragen würden, und der Schmerz, der ihnen folgte, war wahrlich nicht geringer als das Leid, das manch wirkliche Bahre begleitet. Eivdlich waren alle hinweggeschaffi und sie warf einen gedankenvollen Blick auf die Bibliothek, nunmehr kahl und leer. „Jchabod — der Glanz ist geschivlm> den," sagte sie, „und ich habe für nichts mchr zu leben." „Der Glarrz ist von hier geischwunden," erwiderte ich, „um im heiligen Land in erhöhter Pracht aufzugchen mrd dort mannigfaltigen Segen zu stiften, indem er Juden und Araber - einigen wird in friedlichem, gemeinsaurem Lernen, uttb so den Weg ebner: wird zur Anbahnung einer freuMichen BeMrchi' gung zwischen beiden Rassen." Am folgenden Tag wurde die Goldziher-BNiothek uack Triest geschafft, von wo sie nach Palästina verschifft wuch».

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