Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1929 (29.6.1924)
- Date
- 1924-06-29
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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St 1929' M«», ©eimlag Jbött 80 Mark MEwrt. DerRechtsötzistand Hennings Hatte davcmfW' AnrtsgeivichlßvLt FrisÄcinder wegen Befangenheit ab^lehnt und diesen Antrag begründet. Di« «HWdeM Instanz des Landgerichtes 3 hat jetzt dem Antvag des Rechtsvertreters, jtattgegeben und AmtsgeÄchtSvät Frtedländer in dieser Prozeßsache «ls befangen erklärt. Dieser Bescheid wird dadurch begründet, daß aus dem Vexhandlungsprötokoll nicht zu ersahen ist, in welcher Kor m und in welcher Weise Henning das' Hakenkreuz getragen hat. Würde er dies in auffälliger und. ostsukMor. Weise getragen haben, so konnte der BoHtzende anordnen, daß das Abzeichen als der Würde des Gerichts Nicht entsprechend, abzülegen sei. Der abgelehnte Richter Hat aber an seine Anordnung leidenschaftliche politische Ausstihrngen geknüpft, wodurch er seine Be- Langenhoit davgetan hat. Stnrmszenrn im Horttztz-Parlamevt. Das Bndgetprovisorinm .licht erledigt. (Sigend reust der „Wiener Morgenzeitung".) Budapest, 28. Juni. Irr der heutigen Sitzung 'der Ztationalversammlung kam es wahrend der Rode -des sozialdemokratischen Abgeordneten Franz Szeder zur Jndemnitätsvorlage zu riesigen S k a n d a l s z e n e n. 'Szeder Leschä-siigte sich unter anderem mit der Frage der 'Religion .und führte aus, daß zwischen den offiziellen Kirchen und dem echten Christentum rin großer Unterschied bestehe. Die Kirche habe sich auf die Seite der Reichen und -Mächtigen gestellt. Bei diesen Worten brachen zahlreiche Abgeordnete der Regierungspartei in stürmische Protestrufe ttius. Die Sozialisten antworteten in demselben Tone, die ischwersten Beleidigungen flogen hin imd her. Da der ungeheure Lärm bereits mehrere Minuüm andauerte, suspendierte der Vorsitzende die Sitzung, nachdem er sich vergebens bemüht hatte, die Ruhe wieder herzustellen. Szeder setzte seine Rede fort und erklärte unter anderem, die Sozialisten bekennen sich, zu dem wirklichen biblischen Glauben und 'halten unter anderem das Gebot hoch: „Du sollst nicht töten!" Nach dieser: Worten entstand neuerlich ein Sturm. Der extreme Rassenschützler Lendvah ruft: „AuchFritz Adler ist dieser Meinung?" Der Sozialdemokrat Alexander PropPer ruft: ,Hier bleiben aber die Attentäter unbestraft!" Josef Szabo: „Auch Fritz Adler geht frei herum!" Pro-pper (zu der Rechten gewendet): „Franz S ch u h m e i e r wurde von euren Genossen meuchlings ermordet!" Josef Szabo: „Das. ist nicht wahr! Lüge!" Unter fortwährendem Lärm nimmt der Skandal schließlich ein Ende. Da's B u d g e t p r o v i s o r i u m konnte in der heutigen Sitzung nicht erledigt werden. Da Montag keine- Sitzung statistndet, tritt am 1. Juli der Sx-lex-Zustand ein. _. Der Wirtschaftsrat bei« volulschea Finanz. miniftrrinm. (Eigenjdienft der „Wiener Morgenzertuug".) Warschau, 28. Juni. Dem Wirtschaftsrat beim Finanzministerium, der vor kurzem gebildet wurde, werden jetzt im Hinblick ans die Bedeutung der Juden im Handel und JlMstrie Polens auch jüdische Vertreter beigezogen Wte^eöNovsetttzeriuns. «-28L $wu 1924 .1. Schuhe! mit eingebautem ..Börsosi*fi«Gummi-At>saiz Nie letzten Kadiodienst der „Wiener MorgenzeilUN.q".- Lo«doa, 28. Juni. D' ö v i s e i sch lußk u r i et Wien 807,500, Prag 146.50, -New-Wrk-4,3SV„ Paris 81,875, Brüssel 93,876, Rom. 100,125, Zürich 24,86, Madrid 32,22, Amsterdam 11,4925, Kovenhagen 26,075, Christlaniä 82,055, Stockholm 16,275, HelsintzförS 173, Berlin 18,125 -Billionen. Athen 250. . , Aem-Bork, 28. Juni. (Radio.) D ev is t nsch.lwß kNt I e: Taggeld nominell, Wechsel auf London 4.32,82, 6V Tage-Wechsel 4,29,62, Paris 5,29, Amst'rrdarit 37,54, Prag 2,95, Berliner SchlußkÄS-Stzt,. Ui 24,. Silber 65'/.. ' . . Paris, 28. Juni Im heutigen Privatverkehre wurden, folgende Devisennotierungen verzeichnet v London 81,90, New- Jork 18,95, Wien. 26,625, Prag 55,80, -Bukarest 8s1O. .!ü ZeNträlherein dev jüdischen.Kaufleuch uü. Polen hat dem 'Mmisterprasidenreü üH Finanzminifter Grabski als Kandidaten für den Wittschaftrat dü Senatoren Scher'eschewski, Trüsker und Rotenstreich, den Deputierten \Wtschlitzksi. ‘ Direktor S eide inan n und Han-delsrichier R eu feld nominiert. (Ci-gendienst der „Wiener Mor.g2nzeftpug".X. Warschau, W. Juni. Die As-simAanten. haben bekanntlich bei den jetzt stattgefnndsnen jchdWen Gem-sin'dewahlen überall schwere Niederlagen erlitten, und auch-das Wa hl ka r t e Il mit ,der orthodoxen Ogudas Jisroel, lvelches sie in mehreren Gemeinden Oft- und Westgaliziens eingingeu, hat ihnen nichts genützt. ,Den schwersten 'Schlag erhielten sie in Warschau,-wo sievon fast 25.000 abgegebenen Stimmen kaum 300 Stim me n aufbrachten. Um jedoch ihre so lange Zeit zu völlig nnjüdischen und vielfach unsauberen Zivecken mißbrauchte. Wiachtposition . nicht ausgeben zu müssen, haben sich die Polen mosaischer Konfession entschlossen, beim KulMsministerium die Erlaubnis , zu erwir^n, sich von den K-i bischen Ge-meinden loszulöse n und' e ige ne G emein d e o r gä'n i s a t i o ne n zu. bilden,., die sie unter dem Namen „Polen jüdischen Glaubens" in ganz Polen gründen wollten. Das Ministerium, welches an dem Ausfall der Wahlen erkannte,- daß hier keine Notwendigkeit vorliege, "sondern nur der Versuch gemacht werde, politische Klüngelei zir begünstigen, hatÄs Gesuch der Afsimilanten a bge l e h n t. * ■ -r ‘ ■■■• Diese Tvennungspolitik ist nicht neu; sie ist m Ungarn zum Schaden der Judenheit praktiziert worden; diesen Schaden haben die ursprünglichen Propagaioren der ungarisch-jüdischen Tvennungsidee, die sogenannten „Fortschrittler", bereits eingesthen und wären bereit, die Verschmelzung der beiden getrennten jüdischen Kultusorganisationen wiederherzustelün, doch sind es die Qrtho- ^eite A.. boxen, welche. ' {il,,., . .. . . „ . _ . Bei dieser GslegerW^ sei übrigens daraus erinnert, daß: hie-Mutzah, Jrfroel, deren Polnisiher^ Flügel jetzt eben mik! den!MvmiwnWcha.ktiert^^hat, in WM und Oesterreich — wohl aus ähnlichen Motiven, wie die Affimiilamen m Po-s len — für die Loslösung aus dem organisatorischen Pe^ 'baG der Kultusgemei-nde einkritt. Die tschechische Handelrbllrmz aktiv.! (ElgeMenst der „Wiener Morgeirzeitung".) s Prag, 28. ,Juui. Das Mtvum der 'tsche cho -sloi. w a k i s che n. H' a n d e l s b i l a n z im Monat Mai betrug 24,8 Millionen Krösien und in der Zeit vom Jänner bis Mai 471,4 Millionen. Kronen. Das kleine. Mtivunr :m Piai erklärt sich aus der sehr großen Einfuhr, die im Mai 151'8' Millionen Krönen gegen 1274 Millionen Kronen im April.erreichte.. . : c (Eigendienst der „Wiener Morgenzeiiüng".) Prag^ 28. Jmi. Dr. Sv« tek wurde heute. vormi^ tags gegen eine Kü üki on von 100.000.A-,.-Bahwm.il.Bert o n i gegen eine Kaution von 200.0LB Äauf f r e i e» Fu-'ßgesetzt. LKo Kolben soll durch seinen Rechtsdertxeter^ -eine'Mutipn^'ww '25Y.VV0 '&.■ erlegHr,-.. 2er Bund der Sffenüichen Angestellten. Gestern fand eine BertmnensMäNrlerbersamnllung! des.Bundes der öffenilichen Angestelltem staft) die sich mit dem Abbruche der Verhandlungen dess Fünfundzwanzigerausschusses beschäftigte. Es wuvde über! die Abhaltung', der montägigen Bundesangestellten- Versammlung beraten, an der auch die städtischem Beamte n teilnehmen werden. Die weitere Taktik der Bundes'beamten wird, von der Haltung der^ großdeutschen^ Regierungsmitglieder' abhängig fein. In' der Versarmw! lpng . wurde erklärt, falls die Großdeütschen die Beamtem im Stiche lasten sollten, würde sich die Beamtenschaft aller' politischen Richtungen ' genötigt - sehen,, v om d e n . sch ä r.fsten gew er k.-schaft li ch en Mrllll e l x rück-' sicht § los 'Gebrau ch zu m a che n. ■ •. 2et ©BBersDotfet SlRJJÖnl. - Amtlich wird berichtet: 'Die, MrhaMUwgeW^,zw'rschM den ' Bertret-ern /des Bundes .'. und deZ MÄällumkÄnzerns haben noch zu kein e m'. ah schließende n E r g e Lnis geführt. Es wvlwe vereinbart, daß f^ür die ZeiL eines.Monats., für die Fortführung dev W ö l l e r s d o r f e r Betriebe Vvrsopg'e getroffen! wird. Die. Metällumgrnppe hat sich -vorhehalten. iunerhaW dieser Zeit zu.-den bisherigen Ergebnissen'^ der Uober- Prüfung Stellung zu nehmen. Nach dieser Stellungnahme und der zu erwartenden Klarstellung wird die endgültige Regelung der Verhältnisse der Wöllersddrfer' Werke A. G. Die Gvldziher-Mliolhek. Don Israel Cohen. Im Herzen des Budapester Jildenviertels, in einem Hause in der Nähe der großen, imposanten Synagoge in der Tabakgasse, lebte . Und schaffte über vier Jahrzehnte einer der grüßten Orientalisten des Zeitalters. Die Gasse, in der dieses Haus stcht, heißt Hollo-utca und ist eine lange, öde, enge Durchfahrt, auf beiden Seiten von hohen, düsteren Häusern flankiert, nur belebt Lurch ein Kernes, bescheidenes Bethaus und ein Vevwahrlostes, koscheres Gaschaus. Inmitten einer Stadt von vollendeter Schönheit, durchflossen von dem mase-- stätischen Donaustrom, bietet die Hollo-ntca ein Bild trostloser Verlassenheit, und der Beschauer fragt sich, wer sich wohl aus freier Wähl hier niederlassen würde; da aber das Haus Nr. 4 der jüdischen Gemenrtze gehört, haben hier stets einige deren Angestellte gewohnt. Im Jahre 1869 erbaut, diente das hohe vierstöckige Gebäude ursprünglich als Waisenhaus. Auf den jüdischen Charakter des Hauses deutet ein buntes Glassenster mit einem „Magen David" über dem Haupteingeng, und das gleiche Zeichen, mit hebräischem Datum, über der Jnneutür, die in. einen schmutzigen Hof Mrt. Zehn Jahre später wurden die Waisenkinder' in einem anderen Gebäude untergebracht, und da8 Hans wurde in Privatwohnnngen umgewandclt.'Die. ersten Bewohner waren der Rabbiner und der Sekretär. Der Rabbiner tvar Dr. Samnel Kahn, der sich am Orte einer gewiffen Berühmtheit als Prediger und Schriftsteller erfreute; der Sekretär'war Prof. Ignaz Goldziher, der einen internationalen Ruf als Autorität auf dem Gebiete der Ortentkunde erlangte. Aber die roton Marmortafeln, die an beiden Seiten des Portales angebracht sind, sind von gleicher Größe und zollen dem> Andenken beider Männer den gleichen Tribut. Es kommt wohl, selten vor, daß der Sekretär einer jüdischen Gemeinde, mag er seiner Sache auch noch so gawissenhaft dienen und ein.noch so tüchtiger Gelehrter sein, eine prominertte Stellung auf dem Gebiete der. Wissenschaft erreicht; aber Goldziher füllte diesen Posten 30 Jahre lang, und während er seinen ' Pflichten mit mustergültiger .Hingabe nachkam, entwickelte er.gleichzeitig eine solche Meisterschaft in jüdischem Wiffen, daß chm die dankbare Anerkemurng jedes geistigen Zentrums der Welt zuteil wurde. Sein Hauptfach war die arabische Wissenschaft, deren sämtliche Zweige von Sprache und Literatur. MLüwLie M MlgfoMe^ Mchichte und Theologie, Wissenschaft und. Mystik, Tradition, Folklore uuiv Jurisprudenz bis zur Auslegung des Korans ihm gleich geläufig waren. Den Grundstein zu seinem Wissen legte, er Äs junger Mann, während eines Aufenthaltes in Syrien, Palästina und Aegypten, wo er einige Zeit an per Azhar Mrschee in Kairo studierte. Ms er nach Budapch zurückkchrte, setzte er seine Arbeiten mit solchem Erfolge fort, daß seine Schriften bald Aufsehen erregten und er als begnadeter Lchrmeist-er begrüßt wurde. Aber nicht nur die arabische, sondern auch die hebräische, türkische und persische Bolkskunde bildeten den Gegenstand seiner kritischen und literarischen Tätigkeit, uerd feine Autorität auf diesem Gebiete der Wissenschaft erreichte eine solche Hohe, daß er nicht nur zum Mitglied aller gelchrten GeseUschaft.cn und 5llrdeulien von New-Aork bis Damaskus und von Aberdeen bis' Holländi!sch--Jndien ernannt würbe, sondern auch Berufungen an verschieden r Universitäten erhielt. Er würbe eingeladen, als Nachfolger Robertson Smiths nach Cambridge und als Nachfolger von Noeldeke nach Straßburg zu kommen; er wurde auch nach Leipzig und an das. College de France - berufen. Aber alle diese lockenden Einladungen ließen Goldziher kalt. Er zog es vor, in Budapest zu bleiben und in seinem Heime in der dunK-cn Hollo-utea weiter gu arbeiten. Was fesselte ihn an dieses düstere Heim, toenn ihm die Welt, offenstand und verführerische und gewinnreiche Aussichten ihm vorgespiegelt wurden? Als ich fern Heim , im Augllst 1923 das erste Mal besuchte, und die dunklen Steintreppen hiuanfftieg und von der Balustrade, die;n seiner Tür führte, auf die schmutzigen. Handwagen pnd Kehrichthaufen in dem kleinen Hof herabsah, und auf die hohe, gegonüber austteigende Waud,. hi«;, jeden Sonnenstrahl und den Blick auf den blauen Himmel auszuschließen schien, konnte ich nicht umhin, mir -diese' Frage "p.' stellen:' WaS. hat di-efeu weitberirhmten He-l lehrten' beivoUu. vom ' frühen Männesalfer bis . zu feinem' Tode als 72jähriger Greis sich'mit diesem bescheidenen. Hnm' leben! „Solches ist. die "Tho r a, und solches ist ihr Lohü." Aber als ich von der freundlichen, grauhaarigen Witwe empfangen und in sein Zimmer geführt wurve, löste sich das Rärscl; drn-l hier besti.d sich die wund:rdare' Biblirchek, die K.äO.tz von unten hjA oM b.cheüt Mt Müden Mer Müden, die er sorgfältig und'mühsam in allen Regionen des nahen Orients gesammelt hatte und in denen er Tag und Nacht fovschte, auf der Suche nach neuen Wahphritem Es war .seine leidenschaftliche Liebe xu dieser Bibli-ochek, in der und fiir die allein er lebte, die ihm alle glänzenden Angebote aus anderen Städten mit ihrer Verheißung von Wohlstand-und Behaglichkeit als Phantasiegebilde erscheinen ließen, und die Uebersuhrung der BMothek erschien ihm ganz undenkbar. Hier farchen sich abgegriffene Bände in hebräischer Sprache, teilweise von chm erworben, teilweise Schenkimgen der Verfasser oder akademischer Gesellschaften. Alle Werke, von den Verfassern selbst geschenkt, enthalten eine Widmung in huldigenden und dankbaren Worten, und jÄ>er Orientalist hielt es für seine Wicht uni) Ehrensache, ihm das erste Exemplar eines -neuen WeÄes zu schicken. Viele der Bücher sind selten, und die von mohammedanischen Gelehrten geschenkten sind vielleicht t>ie einzigen Exemplare, die auf dem Kontinent zu finden sind. Goldziher bereicherte die meisten Werke mit Notizen und Bemerkungen in seiner eigenen Handschrift, am Rande und auf eiwgefügten losen Papierstreifen. Diese bilden eine -Fundgrube von Belehrungen für jene, die sich in sie vertiefen/Ferner'sind vollständige Sammlungen aller Zeitschriften Europas und Amerikas, die sich mit arientalistischer Folklore beschäftigen, vorhanden, viele dieser Zeitschriften wurden ihnc noch monatelang nach seinem Ableben zngeschickt. In der Mitte des Zimmers steht ein Eichentisch, an dem der Meister gearbeitet, bedeutende Fragen mit anderen Gelehrten erörtert oder Vorlesungen au Schüler gehalten hat, die von fernen Ländern — von Aegypren bis Amerika — herbeiströmten. Wo die Wände nicht mit Büchern' bedeckt waren, hingen die Bilder derjenigen Freunde, die sie verfaßt hatten — Mommsen und Noeldekc, Wellhausen und Budde, Browne (in persischem Gewand) und Snouck- Hurgronje, der bis nach Mekka vorgcdruugeu War; es fiel ferner der hebräische Text ins Auge: „Ich hab/'dett Herrn vor mich gesetzt fiir ewig", von den geschickten Fingern seiner Lebensgefährtin zur Ausschmückung seines Arbeitszimmers gestickt. . . ' '; Kaum daß Ignaz Goldziher zu Grabe getragen war, wurde schon über das Schicksal der Bibliothek gesprochen.^ Witwe und Sohn wichen den Fragen aus; denn sie wünschten, daß der Inhalt des Raumes, der für-sie eine geliebte Seelg zr-ntz unendlich .viele .Erinnerung bewahrte, unberührt