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Wiener Morgenzeitung · 1924-06-29 · Heft 1929 (29.6.1924) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1929 (29.6.1924)
Date
1924-06-29
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite 8 Men, Souniatz stellt, denen die kühnste Einbildungskraft der Chemie nicht gewachsen ist. Der Krieg ist eines, die Juden ein anderes. Die antisemitische FabuliW knüpft.sie zu- - sammen: die Juden haben den Krieg erzeugt. Sie lind so gescheit, daß sie ihn machen konnten, Mäufiß sv,. wie man in den Alpen das Wetter macht, und danw bereicherten sie sich an ihm. Da doch irgend jemarü» audem Unglück schuld sein muß, und das Volk in seinem naiven Wahrheitsdrang den Quell der Katastrophe sucht, so präsentiert sich ihm automatisch der Jude. Kein Jude ist im Krieg gewesen, keiner hat gehungert, alle sind reich. Es ist schwer, das dem einzelnen, der doch selbst Angen, Ohren und Gehirn besitzt, beizübringen. Die Masse macht es. Goethe hat einmal zu Eckermann gesagt, eine Versammlung aus lauter Humboldts würde sich von einer Versammlung von Schustern nur' durch das Niveau der Reden, nicht aber durch das Niveau der Beschlüsse unterscheiden. Die Behandlung des' Judenpunktes zeigt, wie richtig dies ist, und wie die Urteilsfähigkeit der Masse schwindet, wenn die ihr innewohnende, aus dunklen Quellen atavistischer Vererbung rauschende Antipathie zu sprechen beginnt. Amerikanischer Busineß-Tüchtigkeit war es Vorbehalten, für diese Brmmenvergistung das orgünisatvrische System zu schaffen. Henry Ford fand es eines Tages für angezeigt, aus allerlei Zeitungsartikeln, SpitzeVerichten und WeLttratsch ein Buch „Der inkernatiönüle Jude" zu'sammenbrauen zu lassen, Er setzte seinen Namen darauf und finanzierte die Expansion der Gemeinheit mit seinem nngehenerlickM-Vermögen, an dem gemessen der reichste Jud^ ein armes Hascherl ist. Nichts ist' in diesem Büch neu erfunden. Kein europäischer Lügner konnte eine Bereicherung seines Zettelkastens vornehmen. Aber die Großzügigkeit ergab sich ' dadurch, daß die Kukluxer nach Europa gingen und für eine verläßliche, unsentimentale Bedienung der Jauchenpumpe sorgten. Für die Katholiken fällt. auch etwas ab, dafür sorgt der wotanistisch eingestellte Flügel der Halenkreuzler. Und die römische Kirche, die den Rituallmord so sehr liebte, sicht nun mit schwerster Kümmernis, daß die Steine über das Synagogendach. hinweg in ihrem Bau die Fenster einschlagen. Keine ResiemMMse. Die Grotzdeutschrn bleiben in der Koalition.. . V Nach dem Lärm zu schließen, den die Großdmtschen schlagen ließen, hätte Wan annehmen-Müssen, daß die Zweite KnMonsparter die Gr unertvLOich Hörnenden Vorschläge des FinanzMUlsters Dr. 'KieUb ö solduWsreform mit der Zurückziehung ihrer beiden Ver treter in der Bundesregierung beautwortert werde. 'Der' leere Thsa'terdonmr der Demissionsdrohuing wurde eigent-.. lich nirgends ernst genommen; wußte-man doch/daß die wackeren Nachfahren des selig ensichlafmen deMchen MtiotraGeriöaindes ein jedes Mas .auch anders Wunen, namentlich wenn aus ihre Entschließungen die Furcht vor Portefeuille- oder ALandatsverlUft eiriwiM, Die Großdeutschen müssen, ab sie nun wollen oder nicht, den in Gens vorHetzeichneten Weg -mit den ChrisMchsoZWen vereint gehen. Für die großdeutsche Partei, die . sich auf Genf ein für allemal seMelegt hat, mag das sehr-unbequem sein. Sie mag nicht mit Unrecht 'befürchten, daß sie sich in-der - AoMLion mit den GhuiMchsaKialen der-, bluten wird, daß die Ehristlichsozialen den-Ruhm der- Rettuing dieises Staates für sich in Anspruch nchmen und: daß' es den Großdeutschen wie dem Spi-nuenrnäu»nchener«: gehen werde, das schließlich von seiner eigenerr Lebens-, gvfährtin verzehrt wird. Mer -das ist ebendas Schicksal von Parteien, -daß' sie sich eines'-schöllen Tages opfern müssen. Cs war schon im Men Oesterreich so, daß eine nattonäl-bür-geMche Partei von der anderenmngeiLrachtwmde. Die De-utschtibeva'len -wurden von den BckWparteile-vn und SchdnerianemparyeNertt Die Schöne-' rrarwr wurden von den DeütschvaidNalen zersprengt und diesem lieWchen Spiel machte erst -der ZusaMnWbruch des Staates em Ende. Den sicheren Untergang vor - Augen, wird den großdeutschen Recken wohl nichts -anderes übrig', bleiben, als, dem Beispiel Hagen von Troujes folMd,- die Krnnkette ihrer Helme enger zu schließen. Um aber wieder aus das Sachliche zu kommen: die Groß-deutschen müssen ihre Wenden Anhänger unter de-x. Beamtenschaft beschwichtigen und wollen ihre Portefeuilles und-Mandate nicht verlieren. Altem Branche folgend, wird in solch drangvoller Enge ersaihrungstzeimäß immer ein Eommuniq u e verfaßt. Und so. geschi-eht es auch diesmal: / : ' / Es versammelte sich, gestern im Parlament die RelchSParteMtung der Großdeuischen unter dem Vorsitz. ihres Qbumnnes W o tawa und-faßte folgende Gntschließung: Die Reichsparteileiitung -der großdrutschen Dolkspavtei würdigt die verantwortungsvolle Pflicht der-Regierung, für die -dauernde Erhaltung des Gleichgewichtes nn .Staatshaushalt -Sorge zu tragen, unid auch das BeamtenproWmr im Rohmen der «durch Staa-tSemmchnnn gegebenen MögAchkeiten der Lösung zu^stchren. Sie ist sich dessen.bewuW daß die Verletzung dreser Wicht ün absehbare. Gefahr on für Volks- und Staats-w-irtschaft urch. damit für alle Stände hercmfbefchwören würde. Die Derlbesserrvnig der Lage -der SchaatNbewMnschcht wird Mch ftn ZuiSumst im gleichen Schritte mit der ' Verbesserung der Lage unserer Volks- und Staats-Wirtschaft evfEen Missen. ---Die Reichsparteileitung erwartet, daß me VeryaMunäm die BÄMnngLwfovm- -der aktiven Bnnldesangestellten ' M^G-OW.MtzMWW M Wiener MorgenzeriüW. ' scheu Negierung und Be-amienlschaft führen werden. Sie muß Mer . auch bei der-sovgsäNgsten Rücksichtnahme auf'. das Gleichgewicht im Staatshaushalt der von der' ÄeMvung, in Aussicht genommenen Zurücksetzung btt siionisiem die im Vertrauen -auf die de sich enden Gesetze in dm Ruhestand getreten? -sind/. vom Standpimkt der Bech-tsüMtmuÄät aus soziÄen Erwägungen die Zustim- Muüg v ers-agen. Die ReichsparteNeisimg eumtich« ' ttgt den Abgeochnetenverband, 'demeiNf>aM mi t dem Purt ei Vorstand,die letzte Cntsch«eidunjg zu t r essen. - -Aus dem Einerseits - und - Audsrerseits der Entschließung wind zur Evidenz klar, daß die Großdeutsche>n nicht aus der Regierung heraus wollen, dsnu die letzte -CntscheiduM hätte.die gejstrDe Reichs- PartelleitungsisitzMtg -wohl -selbst fällen können, wa>r doch der Abgeordnstenvevband und der Partsivörstaud in einem ZbMmer beisammen. - ' ' Man wird also i« den nächsten Tagen, von Demissionsabsichten der gwßdeukschen MmPer kaum Mehr etwas hörw,- -Wohl aber werden die Parwien des na'lrates die Vermittlung zwischen der Regierung und den Beamten,- die die '/VeHnMung mit^ .dem. chMnefts- . MMedern-' vSjgelbroche-n-" hiiÄe», -Werne^man-müssein. An Zwischenfall an der italienischen Innsbruck, 23. Juni. Die ,/Innsbrucker Nacheichkön"' veröffentlichen eine ihr vom Kommando des Alpenjäger r e g i m e n t s Nr. 12 zugekommene Darstellung eines Grenzzwischenfalles, der sich am Portjöchl ereignete, als eine Abteilung der Alpenjäger am 23. d. gelegentlich einer .mchrtägigen Hochgebivgsübmig längs der Grenze vom Höhen.Lorenzenberg, über das Saudjöchl und Grubensoch zum Portjöchl marschierten. Trotz dichte^ Nebels sei die Abt-ellung n i r g e N d s auf i t a l i.e n'i sch e s Gebiet abgeirrt. Auch, als sie gegen 1 Uhr ^mittags plötzlich a n g e s ch o s s e n wurde, befand sie sich auf ö st e r re t« chi s ch e m Boden. Es waren , s cha tfe Sch üsfe. Die Geschosse schlugen unmittelbar neben , den Jägern in den Boden ein. Ms sich der Nebel hob, sah man zw er. italienische Finanzsoldaten den Abhang nach Süden hinablaufen. Die Abteilung wurde überfallar tig ohne jedweden vorherigen Anruf auf öfterreichifchem Boden angeschossen. Die Beschießung wurde trotz vieler schriller. Pfiffe und Zurufe in italienischer. Sprache fortge«! setzt.' Das Fmer wurde von der österreichischen.Abteilung, nicht erwidert und die. flüchtenden Italiener wur^n auch nicht vevfM. B.-e,rLatzkmmxde nteman d. -.7 WWW; Bott vplserem Londoner Korrchwndemsn. Der Äßahlausgang in SüdafviÜa hat in allen pöll-» tischen Kreisen Englands einen sehr psinlichen Eindruck hevvörgerufen. - Gehört doch General SMuts, der seit dem Jahre 1A.0 in der RegiMtng ' GüdHEs sitzt, 'zu dey führenden'Slaatswännern des britischen Reiches, MÄ>, was für -'den Engländer noch viel wichtiger ist, zu den heißesten Verfechtern der Reichsidee. Als ein ausgesprochener.-Anhänger der Erhaltung der Einheit des Reiches widersetzte - er sich mit allen Kräften den nationa^listischen Tendenzen, die die vollständige Loslösumg Südafrikas vom Britischen'Reiche üllstvöben. Trotz der zwei Jahrzehnte, die seit dem Burenausitand verflossen sind,' kann mm näMch in' gewissen Kreisen des Freistaatesnoch immer nichts vergessen Es g-M noch eine ganze Reihe 'von fübafrikanischen PMikern, zur Zeit unter, der VMmg heL GeneM Herzog vereinigt, die auf vollstLndigs A«Mhängigkeit -rechnen und M die der -Name SmUts das größte Hindernis M Erreichung des politischen Zieles bedeutöt. ' ' ' - -? . " - . Dieser letzte Umstand ist so ziemlich der einzige, 'der den Nationalisten das eigeMH unnatürliche Bündnis mit'- der Arbeiterpartei ermöglichte. Das Bindende zwischen beiden Parteien ist die Feindschaft gegen SllwtS, dev ja die großen Streiks der ätzten Jahve gewaltsam niederdrückte. Aber damit hört eigenllich -die Jnteresfengemsmschast auf und so rechnet man auch, daß mit dem Tage -er Niederlage General Smuts der Bund aufhovm wird und die paÄamentarische Situation in Güdasvika eigentlich diel Aöhn'lichkeit mit derjenigen im Mutterlande haben wird, da keine der drei Parteien eine absolute Majorität errungen 'hat und man daher nur mit einer -Mnorrtätsregierung des General Herzog rechnet, die v o n d e r Gnade der Arbeiterpart'ei leben wird. Darin liegt für die vielen auch wirtschaftlich in Südafrika interessierwn Engländer die erste Beruhigung. Bon einer Aus-» Ahnung der Pläne der NatioMliften, die auf eine Äs- Lösung vom Imperium hinstreben, kann im Augenblicke gar keine Rede sein. Die fast nur aus englischen Arbeitern bestehende Labour Party stellte schon -beirn Wschlutz des Wahlpaktes die Bedingung, daß die Nati-onalisten wahrender ganzen Dauer, ihrer Regierung Mf jede Loslösungs« telldenz verzichtzen sollen. Dmult aber Mt der wichMte Programmpunkt der nationalistischen Partei wM. In die-ser Richtung ist also für die nächste Zeit nichts zu hefürchten. Die Nationalismen werden wahrscheinlich ihre iReg-ierungszett dazu benützen, um die Differenzen innerhalb der holländischen Bevölkerung zu schlich-ten und womöglich die bisherigen buvischen Anhänger General Smuts auf ihre Seite zu ziehen, was ihnen die Hilfe der Arbeiter entbehrlich nrachen würde. . Sollte dieser Plan gelingen,' dann, birgt er in sich natürlich große Gefahren, für -die Zukunft denn die Nationalisten sind fei M MO.WMG'''' " -7--- ' 29. Jumi MÄt §DaS wich rmn Smuts tun?. Die ^emen '-f er würde nach England kommen, um'in Oxford iö üfrkka, vielleicht auch über bm Völkerbund KU M ^Nn- 'dere tvieder sehen ihn an der Spitze der sÜdafvi^chan. Partei seine bisherige Politik fortsetzen, wenn auc veränderten Umständen. Es ist natürlich fut einen tantt, der seit 14 Jahren an exponiertester Stelle deS stoischen Lebens steht, schwer, umzusatteln. WahrschvinliWW Gumts in kurzer Zeit eine große Reise Über die Dc deS britischen Reiches nnteruehmen, -um für Südhika Sympathien zu werben. Jedenfalls gehört SMnts ni den Atännem, die sticht aus der Sphäre der iveichen. - Zer Kongreß der BMerbundlig^ Paris, 83. Juni. In Lyon wurde >gestern der Kongß der Völlevbundligen eröfstret. Delegierte fast sämtlicher eur pärschen Staaten nehmen daran.teil. Oesterreich,. ist duv Mensdorff vertreten; der Vertreter der Jüdisch ei Völkerlbundliga für Oesterreich ist Dr. Jsido^ M-argulie s. Deutschland hat den Grafen Bern st-o r f \ als Delegierten entsendet. Von außereuropäischen Staaten ueh-^ Men Argentinien, Chile, Kanda,- die Vereinigten Staaten anl der Tagung teil. . l Am Eröffnungstage fanden ebenso wie heute nur Koml missionsberatunge-n statt. Die wirtschaftliche Kom-- t m i ss i o n beschäftigte sich mit der Reparationsfrage und faßte l eine Entschließung, in der die Durchführung des DawesscheN- SachverstäMgenPlanes empfohlen und der Wunsch ausgesprochen wird, -daß Deutschland > ehestens in den -Völkerbund eintrete. - Die -AbriPnngsko'mmffsion Prüfte verlchiedene. Vorschläge betzüglich wechselseitiger BüNdnisgarantie und . nahmeinen dieslbezü-MHen enWschen Vorschlag an. Die Komnrisfwn '' zur Prüfung der rechtlichen St-eÄmg dev''ÄnMtistr bestßtlb sich mit der Ausw anderüngsfrage. Die juristische Komimifsion erörterte einen Vorschlag beMglichder internationalen Bersöhnuin«g.> Alle Beraiungsgegenstände gelangen in der morgen stattfiMttlden'Bolliv-ev'! sammlung zur Besprechung.; Ueber Die MmmvertrSge wird nicht w»> himdelt. Paris, 27. Juni. Dst'Agenoe iHavvs melbet: Die 'Kä» ' binette von Brüs.se$ und Pä t iS 'halten die'von' der deutschen Reichsregierung verlangten'Berhamdlün-' gen, zwischen den Regierungen beMgltch' der Mie-umve-rträge für nnnütz, d-a sie nur die Durchführung^ des - Expertenplanes, die die- Londoner'KöNstveng in kürzester Frist ins Werk setzen wird, verzögert könnten. Es stegt an Deutschland, die zur Durchführung.' geeigneten Maßnahmen zu treffen, indem es insbesondere die iim Sachve^tändig-enbericht e-mpfthstnen gese tzgiberischen Verfügungen trifft. Die belgische Regierung hat am 26. d. dem deutschen GesaMen eine Rot e überwicht, worin gefordert wird, daß.die VeHaMungen betreffend die Erneuernng der Mieumvertrage wie gewöhnlich.direkt zwffchen den deutschen Indnstriellen und der' Mienm stattftnden. Die Note ist im gemeinsamen Einvernehmen Mit der-fvanzösis-chem' Regierung abgefatzt worden. , Die Berhandlüngen.. >wev8en <m 39. d. .fmchgesetzt, sobald den deutschen Vertretern die Gutachten der deutsckrn RegierMg der 'JndnMe zugegangen .sein >werden. . . Las neue Mcksche MlaisteM«. München, 28. AM« De« 'bayrische Landtag trai Wke vormittags zur WM des Mnisstrprüsidenten zu«. säMMSU. Mt' 68 v0« 167 rögegeLenen Stirnmen Mrde der Führer dev bayrischen. Vottsparter, Ge« hetmrat Dr. H e l d, zmn Mmifterprasidenten gewählt.' .Wr die Wahl des neuen Mrnsterprästdenten stimmten die bayrische Bslkshartei, die Deutschnationalen -und die, deutsche Bolkspartei, der Bauernbund und das 'Zentrum . sowie der Mg-. KraM. Der völkische Block, die Demokraten und die SvKkMeMlflvaten gaben leklre A-t i m-mzettel ab. -; , Die 'ZufammensttzUW des Wbinetts ist foltzeM: Dr. Keld: MmisberpräMnt und Minister des Aeußern; Dr. 'Stützekr 'Minister des Innern; Dr. Matt.:' Kultusministers Gurtner: JuWminister; , Doktor Krautneck: Dnänzmirtister; ' Dr. v. Weinel:, HandelSrninister; Königsbauer r Gozralminiftev;^ Dr. F eh t r Landwirffchastsminffter. ';! i Der neue Ministerpräsident. wird Mstwoch um. 9 Uhr vormittags das neugebildete Kabinett deM.Äandtag vobstelten und daS Regierungsprogramm entw'ickelu.^Er, begibt sich dann zwecks Teilnahme an der Konferenz der, MUrstechräMenten Nach Berlin« ‘;!• | -a;' .-: Kn -Wer der das Hakewkren» derbketet» wird als befangen erllSrt. BeoliU, 27* Juni. (I. L.' Ä.) AmtsgeÄchtsM Fri e di^ Länder, vom Charlottenburger AmtSgevM hatte" vöv« einigen Tagen den völkischen Abgeordneten M-jör Hen-' ni ng, der als Kläger mit einem riesigen Hakeü-- kreuz auf der Brust vor Gericht evschiemn ivar, aM^ fordert, das HaLenkroriz zu entfernen, da das Tragen foe8-, HarenkveuzLS' von-anderen als eine ProbokütipH aufgefatzi werden kann. MS sich Henning, weigerte, bm ■ jffnlfjTirf||fliii|)f|i fiMntjn mui Ifjrffluiiy ihiiiiwtfia1 lUftivif. LdtBufcn

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