Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1929 (29.6.1924)
- Date
- 1924-06-29
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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EigzenminsrKUOO um Abholen In der IL,Taborstr.l-3, oder iitoer Verschleisstelle (Tran monatl,. K 35.000 StraaPverkauf in Wien durePie Kolporteure der Find^oldsehmiedt, I. Bezn WoDzeile 11. ■ ., . Mit«tveraand für Wien u. Oe/rr. monatl. K 85.000 Tab e e ho-S I o wa k ei: K18.. Jugoslawien: .Dinar 60.?o! en'tMon. Zloty, Deutschland: . Goldmark 4, F r a n k r., felgien: Mon. Frcs. 12 Naflhsahlu a gaa -^-WW Praaerlioliaaran voibehallea SICHERN SIE SICH DIE WERDEN SIE JAHRES' ABONNENT Polen:poln.Hk.S50.000 Italien: Monatl. 12 Tire. Ru minien MonJ 150’Lei. Bulgarien Mon.80 Lewe. Schweiz und das übrige Ausland monatlich Frei. 4 Redaktion u. Administration Wien,!!„ Taborstrassei—’S Telephone: 44-0-38,43-3-19, ab 6 Uhr abds. 21 -102.25-282 IX. Unlversitälsstr. 6—8 (Druckerei Steinmann) WM. Sonntag. 29. Fmii 1924 Set Htm Sitftti« »ulelinis? 21c Auflösung der schwarzen Miliz «ndMÄMrbar. (Oigendirnstder „Wiener Morgsngeitu-ng".) Berlin, .88. Juni. Bon einer Mussolini persönlich sehr nahestehenden Seite hat der römische. Korrespondent des berliner Tageblattes" .. erfahren, daß Mussolini durch die letzten Erfahrungen sehr stark deprimiert ist, und daß er tatsächlich den Gedanken eines früheren oder späteren Rücktristtes erwägt. Ob Mussolini jedoch.bleibt, oder zurücktritt, in beiden Fällen ist seine Lage b e d e n k l i ch. Bleibt er, io ist er Gesungener seiner eigenen Partei, : die die. Auslosung der schwarzen Miliz niemals zugeben wird. TM er zurück, so veÄievt 'er seine Partei, die zur. Bedeutungslosigkeit herabsinkt, und er selbst vermutlich die Aussicht auf die' Rückkehr zur Macht. Jedensalls dürfte der Rücktritt nicht direkt bevorstehen. . Montag Demrssion der Ressovtrninister. Rom,- 28.. Juni. Die Blätter dementieren: das heute verbreitete - Gerüchts wonach 'Mussolini infolge der intransingenten Haltung der.'Opposition I die ^Jdee einer Umb istd-un g d,ewi R eg ierung ' ümtzegeven hätte, und eiiklär-M, d-aft die Minister. MussoLrNi 'chreiP^rte^ feuilles wah^cheinlich 'Montag Mr Verfügung ' stellen werden. .' ' . ..! .y. ,;;. . - ‘! Uiye nene SAexheiftuM ‘ Rom, '28;' Juni. Wie die- -Bsätter.-yt-elden^ ist: heute: in Mailand Hamlet . Po dero mo wegen.unmittelbarer Mitschuld an der Ermordung Matteottrs der h a f t e t worden. ' -. Ein- . toskanischer Hotelbediensteter namens Fiore'ntä, ' der vor einer Patrouille-die Flucht ergriff, wurde verhaftet und als' Freund Duminis' identifiziert^'Er ^gab an, daß. er 'in den Tagen des Attentates auf Mätteotti nicht in Rom gewesen. sei, es gelang ihm abest nichtz sein'Alibi nachzuweisem Fiotenti sagte aus, das; Attentat sei kein politisches gewesen, und in sechs Monaten Würde man alle Verhafteten entlassen und dafür andere- - y V r. . ■; " ‘=' .'; höhere Persönlichkeiten einsperren . ' müssen/ ' r.yr-i* . ■/" •* r ' Da' sämtliche. Advokaten- Roms sich bisher geweigert, haben, für Dumini' die Verteidigung' zu übernehmen, , ist. DumLnk "-'M^ eftlKMr'.AWeMaKer-chisher 'ohne' Rechts--; Vertretung.• \. ' ' ■ ■ ' 'Mye: roszisttsche ÜWoMe. f -Aus. HMEä n b '-wird' 'heAMß^dHdort heute nachts-einzelne- GrupMk^bvn"'Ärheistern^ -gestern" die Arbeitspause zum Ge de n ffff 'DkäMebst ti s gehcch, ten hatten-ybon-'- einer yF'ÜW$$$iW§t,Wppe - übe.r-, falle.» iund., mi hha np-elt worpen-seien. Der Tram-?' ÄH'nbedienMe:- Ätiilro Oldauft sei - heute früh an ^den^ Folgen'.-der ^rlittenÄr - Mißhandlungen.' gestorben. Es seien ' d r e i F a.-^z.i st e-n v er h a f te tworden: -? - ' . . an. Die Rote nach Paris abgeWngen. Berlin, 28.. Juni. Die Antw o r t der deutschen Regierung.auf' die' Militärkontrollüote der Botschafterkonferenz vorn 29. Mai wird heüte aibends nach P ati 8 übermittelt und :äch u Montag .mistt-ags veröffentlicht werden. Da der Wortlaut der Note vor dem Eintreffen in Parisaus ° gewichtigen- - Gründen nicht vepöffenNcht.; wird, ^entsprechen alle Mitteilungen über Einzelheiten.des, Inhaltes m i ch t' der. Wahvheit. So viÄ. steht jedenfalls fest, .daß -die'-^sichsxegierung' der Forderung der Bötschastetkonferenz ''nach.'. einer . nochmaligen G e ne.rsa l re v i si o n; nachkommt. Gleichzeitig wird die Reichsregierunb. bestrecht, .sei«,/ zu erwirken, daß diese Generalremsiön' r.a s ch u n d reibungslos durchgeführt werde..; , Neuerliches Vertrauensvotum für Herttot. Das Budgetprovisorinm angenommen. >- Frankreich beteiligt sich nicht an der ungarischen/ Anleihe. Paris^ 28. -Jnm. .(Havas,)/Jn dex;Kammer --erklärte bei Verhandlung des fünfmonatigem- P.roviso-. riü'm's der auf Rechnung 'des-Wredestaustba.ub. u.d g e t Z. zu bewerkstelligenden Ausgaben Finanzminister C l.e m e n t e l, essei n i ch t richtig, daß Frankreich sich, gegenüber den Verei n rgte n^ Staaten'.verpflichtet' habe,;keine Anleihen mehr zu gestatten,.- Wir sind,- sagte 'der Minister, durchaus frei, wir wollen, aber kei-. nerlei Operation in Angriff nehmen, die stur'Las Budgetgileichgewicht, schWich wäre. Deshalb, mußten, wir zu.unserem großen. Bedauern davon A b st a n d nehmen, uns an der u ngarischen W iedera ufbananlei he zu beteiligen. Wir werden;bie S1 ahi.lisierung'des Fra n.k e n und die E r s p a r u n g s a k t io nfortsehen und dann oiue. große K o n s o l üb tc i u n g 's.a n l e i h e.> ins Auge fassen. -. -. V-7 - - Die -Mimmer hat die R'stk Hst k r,e d i t.e Mit 466. g.e-' g e n 26 'S't'i m nre n v 0 t i e x t: Ministerpraisidew H e rri 0 t hatte die 'Vertrauensfrage gestellt.... Die S o z i a-' l-i st t-nstimmten •' st ii r die Kredite. ' Auch das. Büdg etpro v istor-ium wurde, nachdem Mimsterpräsident H er.riot die Vertrauensfrage gestellt' hatte, mit 'N9. gegen 26.Sstimme.n angenommen.... 7 ( .; ' . ■ 2ct!3cUri« Amerilar zum Voller- Vorschlag der Demokraten auf Volksabstimmung.; Rew^dorf, W. Juni. .Das .mit dex Ausarbeitung der Wah.-l'küch'd^e.'bustlgbetraute Komitee .des dem0k'rä t i scheu Konvents hat .den Antrag auf Ber-anstaltung einer B-olksäbsti'm.mun-g.-.überden Be it'ritt der VereinigIst.«. .Staatstx zum Bölk.e.'rbu n - angenommen.' Dieser Antrag ist ein Teil des von. O'wen; A0üngausgearbeiteten Abschnittes des Wahlprogstämms - über .die 'auswärtige' Politik, der für eine Z usam-me'narbeit Amerikas. - nftt-den and'ere'n Nationest'-. M Äufrechterhaltung, des eintritt. ' '' ' ' ' - - -;; - Oer Sudan syr Aegytzten. London, 29. Juni.' ' Wie das Reutersche Bureau aus K a i .'r 0. meldet,' . haben gestern größere' Massen' vor - den auswärtigen. Konsulaten und Vertretungen' mit dem Rufe ,/D.'e.r Sudan:füir .Äe.gystt en!". demonstriert. Die Demvnstration,'. die vor dem Parlament ihr Errde fand, verlief - im allgemeinen r u-h i g.? - Das Befinden des Bundeskanzlers. Die. -amtliche .Nachrichtenstelle .'berichtete^ gestern um halb. 8 Uhr. abends über da's Befinden, des Bundeskanzlers: Der^> PüüdeSkänzjer'verbtachte ' heutestine -B i e r t e-lft»de: aufseiner Ba n k -im '.Garten. Das.: BesiMn. ift am'h-a l te-nwg ün sti.g. i Oesterreiohisehes postspv hassen - Konto dir, 150.698 6. Jahrgang Am dem Inhalt der hentigen Ramm«: und Mrtfchastskris«. Do« Dr. Mt - ' Suff an. . ' . Die;Goldziher-Bibliothek. Bon Israel Cohen. . Herostratos. Von Wilhelm Zoltau. Gefälschte „echte" Bilder. Silber. Von Perez Hirsch dein. Der Rhythmus der Charaktere. Bon Lola L a n d a u. Der Ku-Klux m Cmova, —yi e n. 29. Juni. Es gibt in Europa Exposituren des .Du-K/ux-Mar^ der amerikanischen Geheimibruhe'rschaft, die unter 'einem seltsamen Zeremoniell Todesurteile . gegen mißliebige Personen fällt und ausführt.. Diese Pevsonen gehören bestimmten Schichten der Bevölkerung an.^ Der. Orden mit dem gurgelnden Namen-hat die Bekämpfung der. Juden, Katholiken und Neger zum Ziele, zieht demnach den Rahmen seiner. Wirksamkeitweiter als seine europärschen Parallelorgamsatwnen. Er ist auch, da er doch ein politisches Shftem.'darstellen Müll, von. d'em Bedürfnis der Expansion böseelt. Ämprikä' .ist zu kleM für seinen .Tastendranft In dem.' Lgnh.' per größten.. Seen,, der 'Nettesten Brücken. und ' der. WUenkratzerst rstr.^ALßten^.^ ^rrMgen'stlrw--dev^MeiWsM ^Ehüritas" fMistlNärr^ulle"" ^MgestMbßMi'g. an. Propaganda' .der Eätchlljch.'hä MrstPd',.Wis.E.ü^ü'Gchi-Äwi-slrMch uust. diesem,'.stich als 'zü ' schwach mnd' stchlapp ' erweist,- sto kommt - Amerika, das." Tochterland/.der -.Mutter gernezu - Hilfe.- Nicht-nüt Ideen,' denn schbießlich -hatman in' Europa, was. den Mord und steine Dstgayisatton'.' artbelangt,'- immerhin einiges gekeW.„'WrHl' -aber. mit' SGvu-ng,- mit. Literatur, mit jngeWrischÄn El-an. Hauptsächlich aber mit Geld. , ' Herr Hopwood, ein amerikanischer- BühnendiMer, hat. darüber einiges . Bemerkenswertes . erzählt. Er konnte Agenturen des KuMux-Man in. Wien und in Warschau feststellen. ' Der Widerspruch, -der zwischen dem Bestand dieser Vertretungen und dem dreiteiligen Programm der Weltbeglü'cküng Made in'll. S/Ä. liegt, ist nur ein scheinbarer. Män widmet sich der'Aufgabe, die als die zunächst zu erreichende scheint, uM> vermeidet Kraftberschwettdung. In- Europa 'gibt es keine Negerfräge. Gut, scheiden wir' sie Uus. In Europa läßt sich nicht an allen Punkten' Mit der gewünschten Energie gegen den römischen Katholizismus Vorgehen. Gut, da entscheiden oben die Msichtspunkte'^ der.'Opportunität. Die-Juden ^' das ist ein ganz.'anderer Fall. Hier kann man an alte,, geheiligte Traditionen arcknüpfen^ sinhet. das Terrain schon gm. .beackert..vor und hat nur .nötig,, die Methode der' AmeristaWerung, der unausgesetzten suggestiven Einwirkung uns. Phantasie, auf- Vorliebe für wichttge Gehettntuerei, in-Anwendung zu bringen. Es sind tausendfach erprobte Rezepte der- - Mammuthrstklüme. Eine neue ^Schuhwichse, eine Dame-ohne Ünterleib, - eine politische-Idee, das wirdin Amerika immer mit der gleichen .Unbefangenheit und Gewissenhaftigkeit - propagiert. Es liegt-. nahe, diese Systematik auch .in dem geistig verarmten Europa zu versuchen -und hie Judenfrage. ist dafiir.ein. .geeigneter Angriffspunkt. Oie-ist-mit allen Vorbedingungen, geziert, mit. der Leichtgläubigkeit, der Jgnöranz.vnd'der' Massenhypnose. Jede Lüge, wie dumm immer, sie. sein -mag, findet, ihr Publikum,das sie unter'Benützung aller Regeln geometrischer Progression, weiterträgt...,. .. Es. istinteressant, hierbei zu beobachten, wie sich diese. Märchenverbreitung immer, irgendwie an das SchitldbewUßts-ein' -anknüpft,'' das in dem diurklen Empfinden der.,Masse vorhanden, ist. Den Krieg, den Ociegswucher, die.Krieg'slüge, den Hochverrat an., der - Menschheit haben alle gemeinsam, gchuldet und verschuldet.-In der Propaganda Mt-alles auf die Juden. Sie stehen —-^ ob mit Recht. oder Unrecht, bleibe hier außer Betracht '— sin '-dem'.Rnfe,--ä^Mwge-mit kühler, ver- ' siaiwesmäßiger.'ErMul^ '.dessen, was. ist, anzugohen. i Da-werden .nun. merkwürdige * Verleumdungen herge- -engtische Stoffe, Herren- und Damenr |i|SfO||> , was'che,; LeinenTeppiche, Vorharige ■ 11 etc. bllllgst itn:_ « II. Taborstraße 48 Telention 47**t-79. En groi En detail