Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1926 (26.6.1924)
- Date
- 1924-06-26
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Kt V9X Men. BMM-ickg Wiener Monftenzeltuns. 26. FM im Seile - Der Zusammenbruch der Depositenbank! bildete gestern den Gesprächsstoff in allen Finanzkreisen. Wenn auch derAwsicht Ausdruck verliehen wurde, daß schon lange Zeit vorher in Form von Gerüchten die ungünstige Sitüa.iion der Depositenbank bekannt war, so war dennoch nicht die Meinung über dieses Bankinstitut so schlecht, daß tatsächlich die Katastrophe hätte befürchtet wenden können. Es wurden ungünstige Folgen für die Börse und auch auf das Ausland befürchtet. Es ist zweifellos, daß die Verhängung der Gefchäftsaufticht über eine Wiener Großbank zur Folge haben wird, daß die Börsenkrise, die nun schon ein halbes Jahr andauert, wahrscheinlich auch weiterhin keine A b s ch w a ch u n.g erfahren dürfte. Es werden sogar V e rsch arfu ngen gefürchtet, da das Schicksal einer Reihe von Konzernpapieren der insolventen Bank vorläufig noch ungewiß ist. . Bon überängstlichen Gemütern wunde sogar gafnrchtet, daß. die D ö r s e geschlossen werden würde. Ein Blatt hat sogar eine dahin gehende Meldung gebracht. Nun wurde durch ein offizielles C o mm uni q u e der Börse verlautbart, daß' sie gar nicht daran denke, auch nur vorübergehend die Bö r s ezuschließe n und es werden alle dahingehenden . Meldungen entschieden dementiert. Dies ist als Zeichen zu werten, daß die Börsenkammer, trotzdem sie sich der Schwere der.Situation vollkommen bewußt ist, dennoch alles verhindern möchte, um die Panik weiter reifen zu laffen. Es wurde gestern tatsächlich die Verhängung der Geschäft sau fsi ch t b ew i lli gt. Ms Ausgleichsdepwalter würde Herr Julius Semelis, der Direktor der Koutrollbank, der Advokat Dr. Hans Adler als Vertreter der Interessen der Großbanken und der Direktor der Wiener Handelsakademie ProfessorBarta bestimmt. Dieses Komitee wird nun versuchen, halbwegs einen Ueberblick über den Status der Bank in der nächsten Zeit zu gewinnen. Vorläufig kann über das weitere Schicksal derselben nichts gesagt werden, zumal noch hinter den Kulissen verschiedene Verhandlungen schweben, deren Resultat vollkommen ungewiß ist. - Ganz ungewiß ist natürlich auch das Schicksal der Angestellten. Da die Depositenbank über zirka 1500 Beamte verfügt, ist die Gefahr groß, daß diese in kurzer Zeit brotlos werden. Der Betriebsrat der-BanL hat nun die notwendigen Schritte eingeleitet, um die Rechte der Bankbeamten zu wahren. Sre dürften an erster Stelle mit ihren Forderü.nge.n rangieren. Zweifellos werden alle Angestellten gekündi gt werden.,.Es dürfte ihnen Wohl eine Abfertigung gesichert sein, doch werden sie wahrscheinlich nicht mehr auf ihrem Platz bleiben. Da die Fragen der Beamtenschaft sehr kompliziert sind, begab sich gestern eine A b o r d n u n g der' Beamten zum I u st i zm in ist er Dr. Frank, um in dieser Angelegenheit vorzusprechen und die Wahrung der Interessen der Angestellten zu fordern. Unruhe bei den Einlegern. Sehr gedrückt ist d i e S t i m m u n g b e i den Einlegern der Depositenbank. Ein Großteil von ihnen sammelte sich schon in den ersten Morgenstunden vor der Bank, und versuchte in die Bank hereinzukommen. Natürlich wurde ihnen der Eintritt verwehrt und nur die Bankangestellten fanden Einlaß. Hingegen blieben die einzelnen Einle girr lange Zeit vor dem Gebäude stehen und d eb attie*rt cn erregt. Es ist zu hoffen, daß den Einlegern ihre Ansprüche voll erfüllt und sie auch in ihrer Gänze befriedigt werden. Natürlich bleiben die S ch alter der Zentrale und aller Filialen bis auf weiteres geschlossen. ,. Die erste Sorge der Bank besteht darin, die am 1. Iuli fälligen Gehälter auszuzahlen. Woher die Mittel verschafft werden f o l l e n, ist vorläufig völlig unklar; es dürften wohl 2 0 Milliarden vorhanden sein, doch ist es fraglich, ob tatsächlich damit das Auslangen gefunden werden kann, um alle momentanen Bedürfnisse zu befriedigen. Abwartende Haltung der Wirtschaftspolizei. Vorläufig ist noch keine Anzeige beider Wirt s ch a s t s p o l i z e i eingelangt, infolgedessen hätte auch diese keine Gelegenheit, sich mit der Depositenbank zu befassen, bezichungsweise mit ihrer Untersuchung zu beginnen Es ist aber wahrscheinlich, Paß sie in den allernächsten Tagen auf Grund der Gerüchte doch spontan die Geschäftsführung der Bank einer gründlichen Untersuchung unterziehen wird. Die Einflußnahme des Finanzministeriums hat vollkommen aufgchört, da durch die Eröffnung des Aus g l e i ch sv er f ah r e ns nunmehr die G e ri ch t sb eh ö rd e n alle Agenden der Bant zu beaufsichtigen haben. Das Schicksal der Konzermmternehnmngen. In den letzten Tagen .wurde die Situation der der Bank <tngeschlossenen Konzernunternehmungen sehr triste beurteilt, was zur Folge hatte, daß die meisten dieser an der Börse gehandelten Papiere fast gar keinen Kurs auszuweisen hatten und die betreffenden Kursfelder nur Strichs aufwiesen. Auch hier sind Neuregelungen notwendig, wahr scheinlich dürfte auch in der nächsten Zeit ein Großteil dieser Konzernpapiere keinen Kurs zu verzeichnen haben. Eine Gefahr entsteht nur für die Angestellten d e r U n i e r n eh m u n g en, da für diese in der nächsten' Zeit die Pflicht zur Lohnauszahlung besteht und es vorläufig noch nicht feststeiht, woher die Mittel für di« Lohnbeschaffurvg aufgebracht werden sollen- Sroße Aufregung in Fssmizkreisen. - Die GeschSftsnnfficht bewilligt. - Ins Schicksal der Angestellten. — Anielgen bei der Wmschaftspolkzel. Die Wirkung im gestrigen Privatverkehr. Im außerbörslichen P rivatve rk eh r bildete der Zusammenbruch der Depositenbank den ausschließlichen Gesprächsstoff. Es wurden die Chancen der Papiere lebhaft besprochen, doch kam es zu keinem Geschäft. Die Tendenz war sehr schwach. Auch in Prag, wo gestern Börse abgehalten wurde, unterlagen sämtliche der Depositenbank nahestehenden Papiere starken 'Kurs abschwächungen. Die Notierung der Depositenbank- Aktien an der Prager Börse wurden gestrichen. Sperrung der Grazer Filiale. Die Grazer Filialeder Allgemeine n Depoi t e nb a n k hat gestern früh ihre Schalter geschlossen. Von den Schwierigkeiten, in die die Depositenbank geraten ist, werden in Steiermark nur einige Industrien betroffen, die zum Konzern dieser Bank gehören. Einberufung -er Bankenkommission. Abg. Dr. Ellenbogen hat für Freitag eine Sitzung der Bankenkommiffion einbevufen, uin aus Anlaß der Verhängung der Ge sch äst saufficht über die Depoitenbank Beschlüsse über die Haftung-der leitenden Personen in den Banken zu fassen. Vieh- und Fleischmarktkafse. Amtlich wird verlautbart: Die Fortführung der Wiener Vieh- und Fleischmarktkasse am Zentralviehmarkt St. Marx ist durch die Geschästsaufsicht der Allgemeinen Depositenbank nicht beeinflußt. Es.werden daher die dieser Kaste obliegenden Geschäfte wie bisher abgewickelt. Uebrigens werden diese Geschäfte gesondert von denen fcet Allgemeinen Depositenbank geführt. Die Bankangestellten Mer die Bankenkrise. In einer gestern abgehaltenen Konferenz der Bertiebsräte der Bankangestellten erstattete Präsident Epstein des Reichsvereines ein ausführliches Referat über die Krise im Bankgewerbe. Er erklärte unter anderem, an der jetzigen Situation tragen vor allem die Banken schuld, die immer mehr abgerückt sind von ihrer"' ursprünglichen Mission, und sich immer mhr angeglichen haben den Methoden der Winkelhawken der Vorkriegszeit, das Bankgeschäft sank ^um Börsenjobber geschäft herab. Schuld an dieser Krise ist auch die Regierung, welche es Wahl- und skrupellos zugegeben hat, daß sich Aktienbanken ohne jegliche Notwendigkeit gründeten: Es ist zu konstatieren, daß die Bankdirektoren den Zusammenbruch vorher ge sehen haben. Dort, wo wir den Niedergang eines Instituts betrauern, sind es immer nur die verbrecherischen Manipulationen einzelner, die zum Ruine führten. Dort, wo die Betriebsräte darauf Hin- Wiesen, daß dieses System verderblich sein müste, wurde ihnen bedeutet, daß die Beamtenschaft nichts dreinzureden habe. Hätte es denn sonst Vorkommen können, daß einzelne Direktoren bei Syndikatsgefchäften einen Gewinn von 50, bie Bank einen solchen von fünf Prozent erzielen konnten? Für uns stt nun das Problem zu lösen, wie wir uns der bis MO arbeitslos gewordenen Bankangestellten annehmen sollen. Die großen Banken haben die Reserven so hoch aufgetürmt, daß sie auf lange Zeit hinaus vor jeder Gefahr gefeit sind, sie dürfen nicht auf Kosten der Existenzen der Augestellten aus'der Situation Nutzen ziehen, sondern sie müssen zur Linderung des Elends beisteuern. Nach längerer Debatte wurde eine Entschließung angenommen, in der es heißt: Zum nicht geringen Teile ist der Zusammenbruch in einigen Instituten auf verbrecherische Bereicherungen einzelner Funktionäre und Cliquen zurückzuführen. Angesichts' des Umstandes, daß Hunger, Not und Glend das Schicksal tausender Existenzen sein wird, fordert die Betriebsrätekonferenz von der Regierung die Ergreifung strengster> Maßnahmen, um die Schuldigen, ohne Rücksicht aus Rang, Würde und Vermögen, sicher zu stellen, und dafür Sorge zu tragen, daß unrechtmäßige Aneignungen den notleidend gewordenen Instituten wieder zugeführt werden. Nach den Vormerkungen, die in der Berufsorganisation geführt werden, ist für die nächsten Wochen mit einer Arbeitslosenziffer von 2000 bis 3000 Personen aus jenen Unternehmungen, die notleidend geworden sind, zu rechnen. Dazu kommt noch, daß die Privatbankunternehmnngen sich der Angestellten zu den gesetzlichen Kündigungsterminen entledigen. Es ist also nicht übertrieben, wenn wir für die nächste Zeit mit einem Stande von 8000 bis 4000 Arbeitslosen zu rechnen haben werden. In einer solchen Zeit'müßte es wohl als aus geschlossen gelten, daß auch die wohl- und altsundierten Groß banken darangehen, ihre Personalstände so verringern. Nichts destoweniger besteht die Gefahr, daß, ungeachtet aller dieser Momente, auch die Großbanken sich a-nschicken, die begonnenen Personalentlassungen fortzusetzen. Die Konferenz richtet den Appell an dle Direktionen der Großbanken, die ungeheure s o z i a l e G e f a h r, die durch die plötzliche Arbeitslosigkeit tausender JntellÄktueller . gegeben ist, nicht dadurch zu verschärfe n, daß zum gleichen Zeitpunkt durch Maßnahmen jener Institute, deren materielle Fundierung einen Aufschub von Entlastungen gestatten würde, die Situation ms Ungemestene verschärft wird. In der Debaite teilte Lazarowich mit, daß seitens der Berkehrsbank 40V Beamte entlasten werden, eine Intervention zu ihren Gunsten blieb erfolg» los. Er regte an, daß die Bankenkommiffion. sich nicht bloß mit dem Einblick in die Bücher begnüge, sondern Hand in Hand mit den Betriebsräten in die Gebarung. hineinleuchten solle. Nationalrat Allina besprach die Taktik der Gewerkschaft, für welche biejetzt mit unheimlicher Kraft hereingebrochene Krise auch recht bedenklich sei. ©Ine jüdische bmigrationskonferenz in London. Aus London wird uns berichtet: Die amwkamschjüdische Delegation der jüdischen Emwandererhilfsgesellschast „Hias", über deren Entsendung wir berichteten, ist in London angekommen und sofort mit den Vertretern der Hilfsgesellschast für die Juden in der Ukraine in Verhandlung getreten. In London ist eine große Zahl jüdischer Emigranten aus der Ukraine auf dem Weg nach Amerika stecken geblieben, da sie nach dem neuen Ernwanderungsgefstz wenig Aussicht hat, in Amerika heremgelasfen zu werden. In den Beratungen der Vertreter der. beiden Gesellschaften wurde eine Einigung über einen Hilfsplan erzielt. Em.auS Delegierten beider Gesellschaften gebildetes Komitee hat sich bereits mit den Regierungen verschiedener Länder in- Verbindung gesetzt, um für diejenigen Emigranten, die nicht nach Amerika gebracht werden können, die Einreisebewilligung zu erwirken. Mit der englischen Regierung sind Unterhandlungen im Zuge, um die Witwen, nüd Waisen, unter den Auswanderern, deren Lage am schwierigsten ist, vor- Ausweisungen zu schützen. Die amerikanische Delegation be-' suchte auch Liverpool, wo eine Konferenz mit den Vertretern aller in Betracht kommenden Schiffahrtsgesellschaften stattfand. Ebenso sollen auch andere englische Hafenstädte 6^ sucht werden. . Wien, 26. Juni. . * Nernst — 60 Jahre alt. Gestern feierte der großes deutsche Chemiker und Physiker Walter N e r n st seinen 60. Geburtstag. Die ganze Welt verehrt in ihm einen der Schöpfer der heutigen praktischen und theoretischen Elektro?- cherme, den Entdecker des dritten Wärmesatzes, des Nernstschen Theorems und zahlreicher anderer bahnbrechender Aufschlüsse. Sein Lehrbuch der theoretischen Chemie, zurzeit in der zehnten Auflage, rst den physikalischen Chemikern unmtbehruch. In den letzten Jahren hat sich Nernst hauptsächlich, mit' kosmischen und astronomischen Problemen befaßt, mit der Chemie und Energetik der Fixsterne und der Entstehung von Himmelskörpern, ohne jedoch dabei sein altes Forschungsgebiet zu vernachlasirgen. * Internationaler Stenographenkongreß in Lausanne: In der Zeit vom 28. Juli bis 1. August findet in L a u s a n n e der 13. internationale Stenoigraphenkongreß statt. Dazu sind die Stenographen aller Länder eingLladen worden, mit von der amtlichen Einladung fremder Negierungen ist mit Rücksicht auf die Zeitumstände abgesehen worden Die unversöhnliche Richtung der Franzosen, die die Deutschen ansschlreßen wollten, ist so nicht bnrchgedrnngen. Die Tagung umfaßt fünf Abteilungen: Geschichte und Theorie, Unterricht,. Anwendung in Parlament und Gericht, Kausmannsstenographic und Schreibmaschine, Verschiedenes. Den Vorsitz des Ehrenausschusses hat der frühere Bundespräsident Sch ult Heß übernommen, während an der Spitze des Arbeitsausschusses Professor Mors, ver bekannte Romanist an der Universität Lausanne, steht. Als Kongreßsprachen sind die drei amtlichen Sprachen oer Schweiz zugelassen: Deutsch, FranziMch und Italienisch. Neben den. Sitzungen und Vorträgen des Kon-, grelles werden Ausflüge nach den Rochers de Nahe und Schloß Chillon und Fahrten nach Zermatt und dem Gornergrat unternommen. ' * Verhaftung eines Scheckfälschers. Vor längerer Zeit erregte eine Schecksälscherbande großes Aussehen, der ein ge-, wisser Tolnay. der bekannte Professor Wetz und der berüchtigte Scheckfabscher Melchior Horvath angehörten und die sich mit der Fälschung von Schecks der Rio de la Platabank befaßte. Wie damals auch durch die Kriminalbeamten erhöhen wurde, war in diese Angelegenheit auch ein gewisser Dr. Wilhelm S n ga r verwickelt, der nunmehr in'Prag verhaftet wurde, wo er sich unter falschem Namen aufhrelt. ^hm.- wurden auch in Prag und anderen Orten der Tschecho-Slo- . wakei zahlreiche Scheckbetrügereien uachgewiesen, deren Schaden in die vielen Millionen geht. Bei ihm wurde eine - ganze Falscherwerkstätte. hauptsächlich Stampiglien und eine Tvpen» drnckerei vorgefunden. * Kein Abbau des Piaristenghmnasiums. Deo Stadtschulrat für Wien teilt mit, daß die Gerüchte , von einem beabsichtigten Abbau des Bundesgy m n a s i« m s Wem VIII, (ehemaliges Piaristengymnasinm) vollständig u it B e* r ü n det sind. * Absperrung eines Teiles der Währingerstratze für den Fuhrwerksverkehr. Mit Rücksicht auf die Durchführung der Holzstöckelpflasterung in der W ä h r i n g e r st r a ß e im 8. Bezirk wird diese Straße in der Strecke von der Schwarzs p a n i e rft r a ß e bis zur L a ck i e r e r g a s s e für den Fuhrwerksdurchzugsverkehr vom 30. d. abgesperrt. * Eine neue Lungenheilstätte für BundesMgestellte. Am 2. Juli wird in Hochzirl in Tirol die größte Lungenheilstätte Oesterreichs uno Mitteleuropas eröffnet.. Sie gehört der K r a n k e n v e r s i ch e r u n g 8 a n st a l t der Bundesangestellten und hat Raum für 350 Kranke. * Der neue Dekan der philosophischen Faknltat. Zum Dekan der philosophischen Fakultät der Wiener U.niyersitä: für -das Studienrahr 1924-26 wurde der Professor der Äe-- schi6)te Osteuropas Dr. Hans U ebersberg er gewählt.- * Stundenhonorar für Privatunterricht. Die Privatlehrergewerkschaft Oesterreichs hat folgende Unterichtsbedingurrgen festgesetzt: Das Mindesthonorar beträgt, für den Unter«' richt im Hause des Lehrers 10 Schillinge pro Wochenstünde im Monat; für den Unterricht im Hause des Schülers 16 Schillinge. Bei Ansgeben des Unterrichts, was einen Monat vorher -bekanntzugeben ist, gebührt das Honorar für einen Monat vom Tag« der Bekanntgabc an. * DemonstrationSversammlnng der Hausbesitzer!. Sonnta-g den, 39. d., 16 Uhr vormittags, findet in der Volkshalle des Wiener Rathauses eine D e m o n st r a t i o n s v.e r« f a m m l u n g der gesamten Hausbesitzerschaft Oesterreichs statt. Sprechen werden Redner des Alpenländischen Haus, und Grundbositzerbundes sowie des Zentralverbandes der LauSbkinNerverern« in Wien.