Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1926 (26.6.1924)
- Date
- 1924-06-26
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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•, m - ' ry^» V r ■>* r— 1 SM 8 " Wen, DMneiLkag Ci .. 08.40% Bi .......1.19°/» SO. . . ... . 0.41% 100.00«/. Wie Bereits gesagt, ändert sich die Zusammensetzung des MeerwafserS ganz besonders in vertikaler Richtung; so würden in 800 Meter Tiefe gefunden: Gl.. ... . . 17.50% Br ,,,,,,,,, . . 0.71% SO ... * *. . . 0.05% S® .»»»»».., . . 1.43% K. . . 0.44% Ca. Mg. . . 4.14°/» Summe der Salze, , . .27.81% Nach den eben gemachten Angaben wurde demnach das Wasser der Toten Meeres als eine verdünnte natürliche (erdmuriatifche) Mutterlauge bezeichnet werden können, die durch ausgesprochenes Vorherrschen von K a lz i u m ch l o r i d und eine mittlere Menge von Kochsalz Lei auffallend hohem Bromgehalte charakterisiert ist, in dem letzterer, sogar im Oberflachenwasser, Über lO Aeguivalentprozent beträgt^). Die tiefsten Wafserschichten'sind salzgesättigt; ja, man meint sog« und ich trete dieser Ansicht bei — daß der Xa Ci-Gehalt der Loten Meeres deshalb (insbesonderS im Vergleich zum Mg Ok,-Gehakt) so niedrig ist, weil große Mengen Kochsalz bereits am Meeresgrund abgeschieden find. * ES liegt ncche^ anzunehmen, daß im Laufe von Jahrtausenden das Tote Meer und ebenso -das Kaspische Meer g-anz analoge Salzlager bilden werden, wie -wiv heute solche bei Staßfurt -besitzen. Bekanntlich gilt als Erklärung für das Entstehen dieser mächtigen Staßfurter Ablagerungen die B in n e n seetheori e, der zufolge Norddeutschland vor Jahrtausenden von einem großen Binnenmeer überdeckt war, das im Verlaufe von für unsere Begriffe fast unermeßlichen Zeiträumen emtrocknete. Der -Restfee befand sich bei Staßfurt. Sem Salzgehalt stietz immer nrehr an, das heißt, die Sole wurde immer konzentrierter und begann, entsprechend der verschiedenen Löslichkeit ihrer Salze, diese abzuscheiden. Im Toten Meerefinden sich so ziemlich die gleichen Elemente und Verbind u tt ge» wie i m Staßfurt.er Lager; wir dürfen darum mit einiger Gewißheit sagen, daß auch hier die gleiche Reihenfolge in der Ablagerung der einzelnen Salze zutresfen wird. Wenn biSnun das Kochsalz in größeren'Quantitate» MSgeschiedeu wurde— und, wie wir wissen, fällt es in einer derartigen Salzlösung .zuerst aus — fo ist es auch verständlich,' daß im Toten Meer der Ra Cl-Gehalt ein relativ gerin ger ist!; .• Das Tote - Meer,macht heute eben das Stadium durch, in welchem sich da» Staßfurter Salzlager vor vielen Jahrtausenden befand'). SÜmmru aus Amerika. Das offizielle Organ der amerikanischen Zionisten „Dos Und dis che Folk" äußert sich in bemerkenswerter Weise Aber die Reförmvorschlcige des amerikanischen Mitgliedes der Zionistischen Ezeckutive Lipsky, welcher nach längerem Aufenthalt in London wach Amerika zurückgekehrt ist, um die Verbreiterung der amerikanisch-zionistischen Organisation zu betrüben und die demnächst statffindende Konferenz der amerikanischen Zionisten vorzubereiten. Lipsky hat, so schreibt das Matt, nach seiner Rückkehr nicht bloß die Forderung nach Ue'berführung der Zionistischen Exekutive von London nach Jerusalem proklamiert, sondern gleichzeitig erklärt,- daß Hand in Hand damit, was nicht minder wichtig sei/ eine völlige Re V ision des gesamten zionistischen Wirtschaftssystems in Palästina erfolgen müsse.. Im Anschluß daran übt daS Blatt an der Führung der Arbeit in Palästina Kritik; eine-Kritik, der aber die klare Konkretisierung fehlt, welche hier besonders erwünscht wäre. Es könne keine normale Erscheinung sein, wenn man in Palästina eine Vielheit sührend er In stanzen sehe, die entweder gegeneinander oder im besten Falle jede für sich arbeiten. Die Vereinheitlichung der zionistischen Institutionen sei darum dringendst anz ust red en, wenn nicht die gesamte Arbeit gefährdet werden solle. Lipsky beabsichtigt, der Konferenz der amerikanischen Zionisten entsprechende Vorschläge zu unterbreiten. Im inneren Zusammenhang mit dieser Enunziation steht «in „Statement", welches der amerikanische Zionistenführer Ab. Goldberg nach seiner Rückkehr aus Palästina veröffentlicht. Darm wird zunächst zum Ausdruck geibracht, daß die Arbeit in Palästina sehr bedeut-emde Fortschritte auf verschiedenen Gebieten gezeitigt habe. Man dürfe jedoch damit nicht zufrieden sein und müsse sich in erster Reihe mit dem Bewußtsein erfüllen, daß das Palästina-Werk zu langsam fortschreite. Der Aufbau des jüdischen Palästina dürfte nicht als Ewigkeitswerk angesehen werden, er sei eine Aufgabe, die vielleicht in zwanzig Jahren zu realisieren sei. Um ein solches Ziel zu erreichen, müsse eine Aendevung des ganzen Wirtschaftssystems der Palästina-Arbeit Platz greifen. ,Mr müssen uns entschließen, Dinge z« «vidieren, die wir bisher als „bewiesen" und als zweifellose „Fakten" angesehen hckien. Bis jetzt zum Beispiel zalt es als „Faktum", daß es in Palästina keinen Handel gibt. Um nur einen Punkt hervorzuheben: Es ist wichtig zu wissen, , daß Heuer allein die Araber um Jaffa an den Orangen aus ' den Mischen Pflanzungen, welche sie gekauft und in den Handel'gebracht -haben, über eine Million Dollar verdient halben." Es zeige sich zu wenig Initiative im Land, um jüdische Industrien zu schaffen, bestehende Unternehmungen leiden unter dem *) Schroetter. *) Allerdings : die M e n g e n v e r h a l t n i s s e dieser Verbindungen sind Im?-,, r.irfu Ue gleichen. Wiener Movgenzeitung. ___ Mangel an Kleinkredit, welchem hie Zionistische Organisation abhelfen könnte. Auch mit der Führung des Kolonisationswerkes ist Goldbevg nicht zufrieden. Es sei notwendig, anerkannte Fachleute und Spezialisten ins Land zu bringen und zur Schaffung der nötigen Autorität die Zionistische Exekutive nach Palästina überzusirhren. Kur Frage der Bodenspekulation. Im Organ des palästinensischen „H a p o e I H a z a i r" wird gegen die BodenspÄulanten Stellung genommen, die jetzt wiederum, ebenso wie knapp vor Ausbruch des Weltkrieges, in allen nur denkbaren Fornren und unter dem Deckmantel des Idealismus eigennützige Spekulationen mit dem Boden betreiben. Die Kolonien und Dörfer seien zwar bisher von diesem Bodenwucher unberührt geblieben, da die bemittelten Einwanderer zurzeit keine Neigung zeigten, Ackerbaugrundstücke zu erwerben; dafür gedacht aber derselbe um so mehr in den Städten. Während Tausende von leeren. Bauplätzen in Tel - Awiw und in Haifa sich in den Händen von allechand Bodenspekulanten befinden, fließen noch immer unerhörte Riesenfummen in die Taschen der Nachbarn für Sandhaufen und hügeligen und steinigen Grund. Es ist nunmehr kein Geheimnis — meint der „Hapoel Hazair" weiter —, daß die Angriffe des „Doar- Hajo m" auf Dr. RupPin nichts anderes seien, als ein Manöver im Interesse der amerikanischen Bodeneinkaufsg e s e l l s ch a f t. Zur Zeit der Balfour-Deklaration und der großen Ereignisse im Judentum war es für jeden Zionisten selbstverständlich, daß die Erlösung des Bodens nicht als Geschäft für Spekulanten zu betrachten sei, und daß sich diese nicht an jenes Gebiet herauwagen dürsten. Nun aber, infolge einer zeitweiligen Erschlaffung, sei es für diejenigen, die es verstehen, Dollar zu verdienen, sehr leicht, dieses gesellschaftliche Verbot zu umgehen. Man werfe einfach Schmutz auf die Kolonifierungsgesellschaft P. L. D. C., erwecke Mißtrauen gegen deren Leiter — und von heute auf morgen fei alles erlaubt. So habe man kürzlich gesehen, daß einige Mitglieder des Zionistischen Aktionskomitees, wie Ab. Goldberg und Dr. Kkumel, der unsauberen Maklerschast in'die Falle gegangen seien und so unwissentlich mit geholfen hätten, das Recht der Zionistischen Organisation auf alleinige Erlösung des Bodens zu untergraben. Allerdings seien die diesbezüglichen Vorbereitungen hinreichend gewesen, um ehrliche Männer irroführen zu können. Es wird nun Sache der nächsten zionfftffchen Jahreskonferenz sein, die weitesten Möglichkeiten zur Bodenerwerbung ausfindig zu machen und das erste Mittel hierzu sei — der hartnäckige Kampf gegen die Bodenspekulation in allen ihren Erscheinungen. Fortschritte der Herzlia-Kampagne ln Amerika. Auf einer in New-Bork siattgchabten Versammlung, an der über 100 Landerwerber der neuen, amerikanischen Kolonie und Gartenstadt Herzlia terlnahmen, wurde berichtet, daß bisher Böden für 340.000 Dollar veÄaust wurden. Spätestens bis zum Jahresende dürfte der Boden der ganzen Kolonie abgesetzt sein. Judge Rosenblatt wies an Hand von Zahlen nach, welch glänzende Gelegenheit jetzt geboten werde, in Palästina Land auszulösen unö dabei noch ein gutes Geschäft zu machen. Ae neue Jerusalemer Borstadt Rechawka. Auf Böden des Nalionalfonds und der, P. L. D. C. wird jetzt im Westen von Jerusalem in der Nähe der Bezalel-Kunstschule eine neue Jerusalemer Vorstadt errichtet. 70 Grundstücke für Gebäude sind bereits verkauft worden. Auch daS Gebäude des Arbeiterinstitutes ist bereits im Bau. Des ferneren sollen hier das hebräische Gymnasium, das Msvachi-Seminar und daS Hauptbureau des Nationalfoiids erbaut werden. Die Gründer wollen aus dieser neuen Vorstadt die schönste aller kürzlich um Jerusalem entstandenen Viertel machen. Sie hat auch den Vorzug, ganz nahe an der neuen King George-Avenue zu liegen, die verlängert werden soll, so daß sie die neue Vorstadt durchschneidet und schließlich auf den Jerusalemer Bahnhof mündet. Dadurch wird Rechawia gerade in der Mitte dieser neuen Verkehrsftraße liegen, die schon jetzt der breiteste und beftgelegene Weg im alten und neuen Jerusalem fft. Ae Konzeffio« für die Ausnützung der palst- Meustschen Wasterkrstfte vor dem internationalen Gerichtshof. Wie bereits gemeldet, hat die griechische Regierung England vor den internationalen Gerichtshof im Haag in Sachen der Veryetkmng der Konzession zur Ausnützung der pcklästmensijsHen Wasserkräfte (Rucheniberig-iUnternehmen) mit einer Schadenersatzforderung an den Griechen Mavromatis zitiert, welchem die türkische Verwaltung vor idem Kriege eine diesbezügliche Konzession erteilt hatte. Bei der -PeiHaMung vor dem internationalen Gerichtshof erklärte der Präsident, daß England gegen die/Zuständigkeit des Gerichts einen Einwand erhoben hätte, worauf der griechische Vertreter eine Erwiderung seiner Regierung im Aussicht stellte. Das Gericht beschloß, die griechische Antwort am 15. Juli entgegenzunchmen. Ueiber die Vorgeschichte weiß I. T. A. mi-tMteilen: Während des Krieges hatten >dre Engländer Mavromatis' Pläne zum Teil verwirklicht. M8 die zionistische Organisation ins Land kam, sprach sie dem Wunsch aus, daß ihr die Konzession des Herrn Mavromatis übertragen würde. Letzterer wandte sich, um eine Albst andssarmm« zu erhalten) an die-britische Regierung im Palästina und an die Zionisten. Als er mit der Zionistischem Organisation nicht einig wurde, wandte er sich an die Londoner Regierung, die im Oktober 1932 nach Monate währendem Verhandlungen eine Entsche-'idung zugunsten der Zionisten traf. Daraufhin rief die griechische Regierung die Entscheidung des Haager Gerichtshofes herbei. ' 88. Juni 1924_. Nr. 1M8 Die Tabakproduttion in Palästina tiiach einem ©etijk der Regierung). Bevor die Engländer nach Palästina vameng war der Tabakbau Monopol der ottomanifchen Taba-kregie, mn» wurde nur in einigen -Orten in der Umgebung Akkos^g^tqttet) Während des Weltkrieges wurde wohl auch in einigen Gegenlden im Norden Palästinas Tabak zu pflanzen erlaubt, aber der größte Teil davon war für den Bedarf .des türkischen Militärs bestimmt. Im Jänner 1921 wurde das Tabakmonopol durch die -Engländer aufgehoben. Die Steuev lbetrug zur Zeit der Türken 4 Pfund für je ein Dunam türkischen und 2 Pfund für fe -ein Dunam einheimischen Tabak. Die englische Regierung-ermäßigt« dieselbe auf 2 Pfund. Dieses Steuergesetz wurde für -die Dauer von ztvei Jahrenhe rausgegeben. Der , Tabakbau vergrößert sich mit'-jedem Jahr: -im Jahre '1931 wurde auf 1779 Dunam, im Jahre 1922 aus 4832 Dunam,< im Jahre 1923 auf 5122 Dunam und heuer auf mehr als 20.0<)0 Dunam Tabak gepflanzt. Die durchschnittliche Tabakernte in Palästina betrag, pro Dunam zirka 70 Kilogramm der türkt-, scheu oder 120 Kilogramm der einheimischen Sorte. Der Verbrauch von gebeiztem Tabak für Palästina wird sich im Jahre 1924 voraussichtlichauf 300 Tonnen aller türkischen Tabaksorten belaufen und auf zirka 800 Tonnen -ungebeizten türkischen sowie einheimischen Tabaks für die Fellachen, demnach wird vermutlich ein Quantum von 805 Tonnen türkischen und 60 Tonnen einheimischen Tabaks für den Export übrigblekben. Die jüdische Arbeit i« Palästina als Vorbild. Der Leiter der Regierungsabteilung für Landwirtschaft und Fischerei erklärt im offiziellen Handelsbulletin der -palästinensischen Regierung, daß der Zionistischen Organisation davolle Lob gebühre, n eü e B earbeitungsweis.eu für die Landwirtschaft eingeführt zu haben, wodurch das Land einer vielversprechenden Zukunft zu geführt wird. In eingehender Besprechung würdigt er die Vorzüge der Arbeitsmethode der Chalnzim-Kolonien gegenüber >der primitiven Araberwtlrtfch-aft und lobt insbesondere die Erfolge der landwirtschaftlichen Versuchsanstalten -der Zionisten. Besonders erwähnt en die durch die Jca geförderte Wein- und Kognak- Produktion sowie auch, daß sich die palästinensischen Orangenplantagen auf der ganzen Welt Absatzmärkte erworben haben. Im Gymnasium Hprzliah in Tel-Awiw fanden nach Pessach für das dritte Drittel des Lehrjahres 35 neue Schüler Aufnahme,- die meistere aus Polen, Litauen, Deutschland uni einige aus Amerika. Fast alle sprechen hebräisch. Die Eltern von einigen dieser Kinder kehrten ins Ausland zurück, beabsichtigen aber, nachdem sie dort ihre Geschäfte abgewickelt haben werden, wieder herzukommen und sich hier ansässig zu machen. Die Tatsache der Ankunft einer so'großen Zahl Schüler ins Gymnasium mitten im Lehrjahre zeugt von einer Zunähme der Einwanderung der bemittelten Gesellschaftsklasse^ und das Gymnasium beginnt neuerlich, wie schon vor dem Kniege, für die iKonzentüation dieser Einwanderer in Tel- Awiw ein wichtiger Faktor zu werden. In jüngster Zeit ließen sich einige arabische Schüler, die die städtische Re. gierungsschule beendet haben, ins Gymnasium einschreiben; und kämmen demnächst zur Prüfung. Es ist -bemerkenswert, daß diese sich im Hebräischen -bereits fnei verständigen können. Das Gymnasium in Tel-Awiw bringt, bisher als einzige Erziehungsinstituüon durch Schulgelder beinoche 70 Prozent deZ ganzen Budgets auf. Die - Einnahmen durch Schulgelder steigerten sich von 1500 Pfund im Jahre 1919 auf 5100 Pfund im Jahre 1923. Zusammen mit den Schulgeldern der VorbeveitungSklassen besieftn sich die Gesamteinnahmen des vergangenen Jahres auf beinahe 6500 Pfund.' f Eine orthodoxe Mädchenschule in Tiberias. In Tibcrias wurde die erste Klasse einer orth oxen Mädchenschu le eröffnet, zu deren Erhaltung die Mgudas Jisroel beiträgt. Eine Fabrik zur Erzeugung von Kochmaschinen und Lampen in Tel-Awiw. Vor kurzem wanderte ein Fabrikant^ der sich in Rußland Mt der Erzeugung von Pvimuskochern, Lampen und gewundenen Leuchtern beschäftigte, in Palästina ein und errichtete mit seinen mitgebrachten Maschinen in Tel- Awiw ein« Fabrik für die Erzeugung derselben Produkte. Der Fabrikant belieferte früher Rußland, Sibirien, Aegypten, die Türkei, Persien usw. mit seinen Erzeugnissen, von welchen manche auf ccitSländischen Ausstellungen mit goldenen Medaillen ausgezeichnet wurden. Der Betrieb wird vom Besitzer selbst geleitet, er hat schon Lieferungsverträge aus dem fernen Osten, Litauen usw., erhalten. Er beschäftigt nwmentcm bloß acht Arbeiter,^ hofft jedoch, die Arbeiterzahl bis auf 50 Personen zu vergrößern. Die Rahmatexialien für, die Erzeugnisse werden zu 60 Prozent im Lande selbst gewonnen, der Rest (Kupferblech un-d Röhren) wird aus Deutschland einaeführt. Monatlich können 1000 Stück Kocher und einige taufend Brenner erzeugt werden. Mn« tägliche Arbeiterzeitung in Palästina. Der Ausschuß der allgemeinen sirdischeu Arbeiterorganisation in Palästina (Histadrnth Klalrth) hat Herrn Katznelfon zum Herausgeber einer Tageszeitung bestimmt, die als daS Organ der Hista-druch Ende September dieses Jahres erscheinen soll. (I. T. A.) Orthodoxe Juden in Palästina fordern den Rücktritt Dr. Halperns und van Vvieslands. In Jerusalem, Tel-Awiw, Haifa und Petach-Dilwah fanden Protestversammluugen orthodoxer Juden gegen -den Schatzmeffter der palästinensischen Exekutive van Briesland und gegen-den leitenden Direktor der -jüdischen Kolonialbank. Dr. Halpern statt, die sich bei ihrem Aufenthalt in Haifa eine öffentliche Verletzung der Sabbat ruhe und -der Spersegeseh-e hätten zuschulden kommen lassen sollen. Es wurden Resolutionen -angenommen, in welchen die Entlassung van Vrieslands und Dr. Halperns gefordert werden. T. A.) Für eine „Weltjeschiwah" in Jerusalem. Die Vereinigung der orthodoxen Ra-bbi-ner von Amerika mvd Kanada hat auf ihrer vor kurzem -beendeten Konferenz beschlossen, die Drrichtunss einer Weltjeschiwah in Jerusalem'vorzubereiten. Oberrabbiner iKook aus Jerusalem machte den Vorschlag, daß das Oberwabbinat von Palästina, das osfisiell von der britischen Regierung anerkannt ist, so ausgestaltet werde, daß es die größten lebenden jüdischen Gelehrten in der ganzen Welt um sich versammle und auf diese Weise die geistige Autorität für die Weltjudenheit werde. Der Vorschlag wurde von der Konferenz angenommen. Erez JsraelMerkbuch. Soeben ist die fünifte Auflage des Zionistischen Merkbuches unter dem Namen ,/Lvez Jsr-ael- Mevkbuch", redigiert von Dr. Schachtel in Breslau, vom Keren H-ajesiod. Abteilung für Zentraleur-opa, herausgegebeil worden. DaS Merkchen bringt, -dicht gedrängt auf 144 Seiten, in'Kleindruck ein außerordentlich reichhaltiges Material über alles Wissenswerte in Palästina und bildet-ein geradezu unentbehrliches Hilfsmittel Jür jeden, der sich mit den verschiedenen Palästina berührenden Fragen befaßt. Die ungemein zahlreichen statistischen und historischen Angaben bieteu auch dem genauen Kenner des Landes eine ge-wünschte Er« gänzung mrd EMastung feines Gedächtnisses. Das Merkbuch, dessen Preis 0,90 Mark beträgt, wird in K-amniWon von derMver-B.uchhcmdlung in Berlin, W :• Nr. 54-55, Vertrieben,