Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1925 (25.6.1924)
- Date
- 1924-06-25
- Page
- Seite 5 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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, Kr. rSB8 . Wi««, SMS-H W groMgig« Stoff, Die TodeSstrohlen-Miengesellschaft. Aus Prag wird «ns berichtet: Die Prager Banken erhielten eine Zuschrift der in Gründung befindlichen Kommanditgesellschaft aus Aktien Roher, Grindell, Matthews u nh C i e. in!8y o n. In dieser Zuschrift heißt es, daß sich die Gesellschaft mit einem Kapital von drei Millionen Franken zur Ausbeutung der Erfindung Matthews (der „TodeSstrahlen") gegründet hatte und sie 80.000 Aktien zu je 100 Franken, um den internationalen Charakter der Gesellschaft zu wahren, in allen zivilisierten Ländern zur Subskription auflegen werde. Die Dschecho-Slowakei habe ein Recht auf Subskription von 1000 Aktien. Das Recht laufe bis 30. Juni 1924 ab. In dem beiliegenden Prospekt heißt es, daß sich die Gesellschaft unter Leitung Rotzers zwecks raschester, industrieller Verwertung der neuen Erfindung sowie zur Vergebung von Patenten, Lizenzen und Subli-enzen usw. gegründet habe. Die Erfindung werde den S p r e ch f i l m und ein Grammophon ohne Nebengeräusche möglich machen. Ferner werde ein ideales Musikinstrument durch Umwandlung des Lichtes in Klangwellen geschaffen werden. Ferner wird eine Fernleitung von- Flugzeugen, Schiffen und Torpedobooten geschaffen. Die Erfindung sei für die I n d u st r i e tvnd die Medizin von größtem Werte. 82 Prozent des Gewinnes sind für foen Direktor bestimmt, 7 Prozent sollen an Dividende ausgeschüttet werden, 5 Prozent als Reservefonds zurückgelegt und 5 Prozent für den Aufsichtsrat reserviert werden, der Rest soll zur Hälfte an die Aktionäre und Gvwinstschembetsitzer verteilt werden. Ob die Banken.mit -dieser Mion Glück haben werden, bleibt abzuwarten. 1 Bekanntlich werden die „Todesstrahlen" von ernsten Mssenschaftlern als Bluff bezeichnet. Vor kurzem konnten wir erst die Meinung Professor Einsteins über diese „Erfindung" wiedergeben. Der JUmte Diamant". Wie der „Matin" aus Nizza meldet, ist dieser Tage einer, der berühmtesten Edelsteine der Welt, der 43 Karat schwere, aus dem russischen Kronschatz stammende, „Blaue Diamant" in den Besitz eines Konsortiums von dortigen Juwelieren gelangt. Der ,Maue Diamant" befand sich bijetzt im Besitze der französischen Schauspielerin. Suzanne Thullier, bekannt unter dem Namen „Primerose", welche, zu Zar Nikolaus dem Zweiten in Beziehungen stand und Len kostbaren Stein von ihm zum Geschenk erhielt. Nach der Revolution floh Fräulein Thullier nach Frankreich und ließ sich in Nizza nieder. Sie hat nun den „Blauen Diamant" um zwei MillionenFrauken an da8 Kons^tiM^ttkdUst/vsÄcheS^^MAust'M'MÄikänischeSvA»- gebot von zehn Millionen Franken auf den Stein erhielt. AreMahuns der Blickerekarbeiter. Die Bäckereibetviebe verlangen die Zustimmung zur Nachtarbeit. Die GehHenöertrotu-ng der Bäckeveiarbeiiter hat in der ersten Hälfte des Monates Mai den Brotfabriken und Genossönschaftsbäckereien sowie den Kleinbäckeroien Forderungen , nach einer zehnprozentigen Lohnerhöhung überreicht. Da die mit den Großbetrieben gepflogenen Verhandlungen zu keinem Ergebnis führten und die Wiener Bäckergenossenschaft übechaupt keine Antwort auf die Forderungen gab, hat die Organisation der Bäckerarbeiter in einer gestern abgehaltenen Versammlung über die weiteren Schritte beraten. Gehilfenobmann-Stellvertreter Philipp verwahrte sich dagegen, daß die Erfüllung der Forderungen die Brotpreise beeinflussen müßten. Me Bäckermeister und Fabrikanten wollen jede Lohnerhöhung dazu benützen, ihren Prosit noch zu erhöhen. Die Großbetriebe würden die Forderungen bewilligen, wenn die Arbeiter ihre Zustimmung zur Nachtarbeit geben würden. (Stürmische Rufe: Nie! Niemals!) Es wurde hierauf eine Resolution einstimmig angenommen, in der es heißt: „Da die Arbeiterschaft nicht die Absicht hat, die Brotvevsorguug Wiens in Gefahr zu bringen, beauftragt sie das Lohnkomitee, neuerlich Verhandlungen zu verlangen. Sollte es dennoch zu keinem befriedigenden Abschluß kommen, werden die beteiligten Organisationen aufgefordert, geeignete Schritte zu unternehmen, um die Angelegenheit mit Erfolg zu Ende zu führen. Die Verantwortung für eine eventuelle Störung der Brotversorgung muß in diesem Falle die Arbeiterschaft im Vorhinei nablehnen. Dar Wett«. In Oesterreich herrscht kühles Regenwetter. Eine (ei ch t e Besserung wird wohl für heute angekündigt, doch gleichzeitig dar Andauern des kühlen Wetters. Hitzwelle in Nordamerika. Ueber die Mittelftacitem der Union, insbesondere Ohio end Illinois, ist eine furchtbare Hitzwelle hereingebrochen. In Chicago, wo die Temperatur binnen 24 Stunden von 64 auf 94 Grad Fahrenheit stieg, wurden gegen hundert Personen vom Hitzschlag getroffen, »arunter verliefen 11 Fälle tätlich. Aus einzelnen Städten werden Hitzegrade bis 110 Grad Fahrenheit im Schatten gemeldet. Die Hitzwelle bewegt sich gegen Osten und dürfte bald sivw-Nork erreichen. Wiener Morgenzeituns. 25. Juni 1924 «eHe ft Mitteilungen aus dem Publikum. I WdM tUtb Kttltft. Telephon 61.198 Telephon 61.198 Bernhard Schimmermann Salon für feine Herrenkleidung nach Mass Laufende Instandhaltung der Kundengarderobe (Bügeln, Entdecker, Reparaturen) WIEN, I. «704 Graben 29, Trattnerhof-2, Mezzanin 72-74 SCHWEIZERHAUS Caf6-Restaurant im Prater 4is TÄGLICH IHHfrif Orchesterkonzert Das beste Pilsner Bier in Wien, auch vorzügl. Wiener Biere sowie köstliche Weine / Kalte und warme Speisen ttUSffÄMf&X^OLAH JENS Wien, 25. Juni. * Das Rezept. Die Mediziner aller Zeiten und Völker sind wegen ihrer unleserlichen Handschrift berüchtigt und man braucht sich eigentlich gar nicht darüber zu wundern, wenn es in Apotheken ab und zu passierte, daß sie ein Rezept falsch lasen. Aber die Apotheker sind darüber gleichermaßen als ärztliche Handschriftendeuter berühmt. Von einer köstlichen Erfahrung pflegte Octave Mirbeau zu erzählen.. „Mein Hausarzt", so erzählte Micbeau, „hat eine schauderhafte Handschrift, und jedesmal wenn ich von ihm einen Brief bekomme, gerate ich in eine gelinde Wut. Kürzlich luo ich ihm zum Frühstück ein. Da er sehr beschäftigt war, konnte er den Tag nicht - genau bestimmen und er versprach mir, zir schreiben. wann es ihm einmal passe. Daß er von ihm war, e:sah ich ars dem vorgedruckten Kopf, denn der Brief war auf ein Rezeptformular geschrieben. Aber der Inhalt war durchaus unleserlich, und dennoch kannte ich ahnen, was mir mein Freund mitzuteilen hatte. Jedoch die Hauptsache, das Darum nämlich, an dem ich ihn erwarten sollte' mar trotz aller Mühe einfach nicht zu entziffern. Als ich ihn antelephonievte. war er nicht zu Hause. Indem ich darüber nachdachte, was zu tun.sei, kam mir eine Idee: Die Apotheker, so sagte ich mir, haben einige Erfahrung mit ärztlichen Handschriften und deren Entzifferung. Und ich trat bei einem Apotheker ein und hielt ihm das Papier hin. Er verschwand nach hinten in sein Kontor, ohne mir Zeit zu lassen, ihm mein besonderes Anliegen vorzutragen. Aber ich sah, noch aus der Ferne, wie er seine Brille zurechtrückte und meinen Brief studierte. Nach einigen Minuten kam er wieder nach vorne, reichte mir ein kleines Päckchen und sagte einfach: Mein Herr, sieben Franken, bittet"; * Eine kunstvolle Menorah. Wir werden von befreundeter Seite auf das Werk einer sehr talentierten jüdischen Künstlerin aufmerksam gemacht, welches bei der Firma Fingerhut im Basar, Praterstraße 13, ausgestellt ist. Die Menorah bildet den Schmuck des Hauses; durch Ankauf würde große Not abgvwendet werden. * Zionistisches Landeskomtteci' Das Zionistische Landeskomitee teilt mit: Durch ein Begehen ist in unserem Ausweise („Morgenzeitung" vom .14; d.» SAe 7) über die Schekel-,-und Parteisteuereingänge der Kreis der Turn- und' Sportvereine weggefallen. Wir stellen nachträglich fest, daß die genannte Organisation bis zu jenem Zeitpunkte 223 Scheck al im und 340 Partei st euer bezahlt hat. * Vergiftungen durch schlechtes Vanilleeis. In Ottakring find Montag nach dem Genüsse von Vanilleeis in einer Konditorei acht Personen erkrankt und ms Spital gebracht worden. Die Konditorei hatte das Eis aus dem Gefroreneserzeuguugsgeschäfte Molin-Pradl bezogen. Vanilleeis wird häufig verfälscht. Bei Verwendung zu großer Menge von Vanille zur Herstellung des Gefrorenen können tatsächlich VerHiftungserscheinungen emtreten. Der Genuß von Vanilleeis ist daher nichtzu empfehlen. Anders verhält es sich mit dem aus Fruchtsäften hergöltellten Eis. Bei Himbeer- oder Erdbeereis ist keine gesundheitsgefährlichr Wirkung zu befürchten. _ (Nachfolgende Notizen bis zu der -Rubrik „Vereine" sind entgeltlich.) * Tanzinstitut Hermann Braun. 14. Bez., Neindorfgasse 42. * Sonderangebot des Warenhauses Brüder Schiffmann, 2. Bez., Taborstraße 48. Prima Regenmäntel 175.000 K., französische Wasch-Voile pro Meter 17.900 K., Model-Voll- Etamine, große Auswahl aparter Muster, pro Meter 39.000 K., Eponge für Kleider und Kostüme pro Meter 39.000 K., Schweizer Etamine in allen Fcwben pro Meter 36.000 K., Covercoats, 130 Ztm. breit. Pro Meter 98.000 K. Reichhaltiges Lager iin Damen- und Herrenwäsche, Leinenwaren, Vorhängen, Teppichen usw. zu bekannt billigen Preisen bei vorzüglicher Qualität. Ein Besuch überzeugt. Vereine, Bortriige und Versammlungen. „Anne Shriftie/ Josesstädter Theater. Der erste Akt dieses Volksstückes aus dem Seemanns, leben spielt in der Kantine eines Kohlenbootes. Man.riech! Fujsel und Teer, tvinift Whisky und Porter, die Seeleute.stopfer ihre Pfeifen und dampfen und spucken durch die Zähneettti langatmige, realistische, ja populär gedachte Exposition., W». ' ihre Dechwvk, vom.Film herholt. In Amerika hält mav O N eill — ich kannte bisher bloß seinen Einakter „Kaiser Jones" — für einen Dichter, vielleicht mit Recht; der sentimentale Einschlag bei aller Grobkörnigkeit und Derbheit der ühle „liegt" dem Amerikaner besser als uns. Der Be. Herrscher der Technik ist im Seelischelt primitiv und dem Sentiment zugetan. Die Jabel: Die vom Seefahrer Christoensev als Kind in der Fremde zurückgelassene Tochter, dienend h einer brutalen Familie, vom jungen Herrn verführt, Sklavir bei fremder Herrschaft, ohne Liebe und Freude dem Eleni prvisgegeben, in ein Freudenhaus.flüchtend, von hier als nächst« Etappe in ein Krankenhaus, empfindet Sehnsucht nach der Welt und sucht den verschollenen Vater auf seinem Kohlen« boot ans. Seölnst und Einsamkeit reinigt die arme Anne, di« Liebe eines.Schiffsheizers macht sie aufblühen und vergessen In seinen Armen findet sie nach schweren inneren Kon-Mter Rnhe und Glück, Amen! Diese Filmidee sogt nicht Wiel. O Neill füllt sie mit Materie, schmückt sie mit Details und der.Regisseur Kalbeck weiß was Seemannsbrauch: Licht- und Lautsignale/ «Se-gelflat-tern, Meeresnacht, -die ganze Fülle plastischer Theater-- requisiten spielen mit. Nur in der Sprache happevts: mavhört wienerisch, hochdeutsch, schnoddrig-berlinerisch reden. Di« von der Waterkant.mußte.man durch einen erfundenen Dialekt charakterisieren, dat ma-ns woes! Ho molk a als Kahnschifser, Vater der verlorenen wiedevgekchrten Tochter, fand emdvingliche Nuancen, beherrscht« die Szene-als richtiger Seebär. Dieter le machte aus dam Maat Burke einen prächtigen Gewaltskerl, fast hätte er der alten Christbensen niedergeboxt. Maria Fein fühlte sich zv Schiff nicht wohl, auf.dem Festlande hat sie gewiß bessere Figü-, gemocht. In Episoden machten sich Frau Hart mann intl die Herren Völker und Hilbert ^bemerkbar. Das Publikum vitf das Trifoleum Fein, Homolkä, Dieterle vor die Rampe. ». t Fricdensbund i n Wien, Morgen Donnerstag spricht Rudolf Akademischer 1. Bez.,^ Spiegelgasse 4. Goldscheid über das Thema „Die Wechselbeziehungen zwischen innerer und äußerer Politik" im Akademischen Friedensbund. Der Vortrag findet um 7 Uhr abends im Hörsaal 33 der juri. dischen Fakultät an der Universität statt und ist allgemein zugänglich. , DiMksaguiJg. Wir erhalten folgende Zuschrift: Namens der in Wien auf der Durchreise befindlichen Chaluzim danken wir herzlichst Herrn Baruch L öw, Wien, 2. Bez., Priaterstraße 9, für das uns anläßlich der Hochzeit seiner Tochter, Frl. Erna Lölv, mit .Herrn Bi bring gespendete'Nachtmahl im Lokale des Vereines Machsike-Hadath. Mit den herzlichsten Wünschen im Namen aller Chaluzim: Moses Raichkind, Elkuna Ehavmatz, Alter Skirecki. Keren Kajemeth l'Israel (Jüdischer Nationalfondsl. An alle Nationalfoudsbüchsentnhaber des 2. und 3. Bezirkes! Sämtliche Büchsen des K. K. L. im 2. und 3. Bezirk werden in den nächsten 14 Tagen durch unsere Vertrattensleute geleert. Alle K. K. L.-iKommissäre sind mit Legitimationen versehen, in welche die Bnchseninhaber Einsicht nehmen wollen. Die Zionistische Frauenorganisation gibt allen ihren Mitgliedern und Gönnern bekannt, daß morgen Donnerstag im Kasino Zögerintz, 19. Bez., Döblinger Hauptstraße 76. bei jeder Witterung von 6 Uhr nachnlitiags bis 11 Uhr nachts ein Garten fest mit künstlerischen Vorträgen und Tanz stattfindet. Ihre Mitwirkung haben in uneigennütziger, Weise zugesagt: Frau Helene Oberlander-Wechsler. Frau Lucie Graß' mann, Frl. Rösa Rosen. Herr Ernst Feiner. Regiebeitrag 10.000 K. Eingeführte Gäste willkommen. „Nie polittsche Witwe.* Gastspiel der Exl-Bühne im Raimund-Theater.' Warum in dieser Wauernposse vom Hans Renz nicht/ Modelt und Schuhplattler getanzt wird, bleibt ein ungelöstes.. Rätsel. Sanft ist alles klar, klar bis zum Uebevdruß von allem' Anfang cm. Die Posse spielt in der Gegenwart und., des Fvauenwahlrecht der Republik.verleitet die „Weiberleut" ein-eS: Dorfes, sich in die Politik zu mischen und, da sie im Orte in " der Mchche-it sind, .«inen „Bürgermeister im Kittel" anzustrelben. Zu diesem Ghrenamte ist die hübsche Witwe Niadermoser auserschen, um die.sich der Gegenkandidat seit langem bewirbt. Vom ersten Augenblick steht Mtüvlich fest, daß sich die Weiber lächerlich.machen werden, daß die „Mannderleut", die bekanntlich durchwegs erleuchtete Politiker sind, einen glänzenden Triumph e^eben und die geschlagene Kandidatin sich den.Titel einer Burgermei>ster!m dennoch verschafft, indem sie dem Gewählten zum Altar folgt. .Und damit von der Politlik zum Kochtopf zumckkehrt — was ji, beweisen war. Datzu gibt es säftige Witze, eine Wählerdersammlung, ein kleines Geraufe samt Hinauswiurf, Kriegsevinnernngen nutz einen lustilgen Dialog. Gespielt wurde ganz vortrefflich und man kann nicht umhin, zu bedauern, wieviel Kunst hier an eine Nichtigkeit verschwendet wird. Die Masse,ffzenen gelangen ausgezeichnet und dir Präzision und Flotcheit des Zwsiammeuspieles nmß sogar bei-den Exl-Leuten, die ja auf dieisem Geriet immer - Hervorragenldes 'leisten, noch besonders hervorgehoben werden. Allen voran ist Ferdinand E x l zu nennet,, ldessen Gestaltungskraft und -künstlerische Eigenart nicht hoch genug geschätzt werden fontit. Auch Aiwa Exl, Mimi Gstöttner-Auer, die Herren Köck (dem die.prächtige Jnfzenierunig zu dancken ist), Auer und Burger boten Vorzügliches. Der Beifall der nicht allzu großen Zuhörevschaft strömte reich und begeistert. Wer getvisse derbe Scherze (der Verscvmmluugsredner wird von Bauchgrimmen befallen und will immer wieder davon) von der Bühue doch endlich verbannt sehen nröchte, dem wurde wieder einmal deutlich gemacht, wie unrecht er hat. Das Publikum johlte vor Vergnügen und lachte bis zu Tränen, woraus hervorgeht, daß auch 1924 .Effekte dieser Art zwar nicht salon«. ober bühnenfähilg sind. " . K. M '- »Set keusche Lebemann." Lustspieliheater. Das Publikum der Pvateribührre hat sich gestern bei dm Premiere dieses-Schwankes von Arnold und Bach vortrefflich unterhalten. Die üblichen Verwicklungen und Späße sind nach bewährtem Rezept angefertigt und auf drei Akte verteilt und die Kompagniearbeit kann -sich des-Vorzuges riihmett, abisoktt zotenfrei zu sein. Es wird itbrigens ganz lustig gezeigt, daß heiratsfähige Mädchen von honte und.ihre Gänse von Müttern unbedingt einen erfolgreichen „Lebemann" als Gatten, bezichunWveise Schwiegersohn ersehnen. Dem HeVden des Stückes, einem biederen, fleißigen Geschäftsmann, muß von.seinem Kompagnon die Liaison mit einem Fikwstiar an,gedichtet werden, nur -ihn heiratsfähig zu machen. Unter der Spielleitung des Herrn Neckamm, der übrigens einen schlauetr und.gemütlichen alten Herrn sehr erheiternd mimt, wird die Novität im flottesten Tempo gebracht. Insbesondere ...