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Wiener Morgenzeitung · 1924-06-24 · Heft 1924 (24.6.1924) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1924 (24.6.1924)
Date
1924-06-24
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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^,>ÜL\^J^^p"V%^"^^^ILl1 ''W,"V1?»B^"^ *4*J1 WV Nr. mm, MEas Wsenev MopSWzeltuttü. 24. Juni Mi m% 8 Besoldungsreform -u übernehmen, die Verlohn Simon warnt ebenfalls das.Haus, ein so völlig eng. lisch«» PrtrWftrr widersprechendes Weh anzüNchwen. > Air W. Johnso.n-HickS -sagte: ES ist notwendig, daß die Ausländ erfrage behandelt wird; die Zahl der Ausländer ist in letzter Zeit enorm angewachsen. Etz ist ein alltägliches. Ereignis, daß einem englischen Mieter seitens, eines ausländischen Wirtes gekündigt wird. In bestimmten Stadtvierteln im Zentrum Londons uüd dem Gastend Herrsche Unter den Arbeitevkreisen die größte Wohnungsnot., Der GeneralstaatKaMvalt Sir Patrick Hastings betonte, daß kein Richter mit Selbstachtung je einen Unterschied zwischen In- und Ausländer Machen würde; er protestierte, daß überhaupt eine derartige Debatte staitsiwdet und daß so viel kostbare Zeit aus'sie Verwendet worden ist. Rücktritt des amerlkanlschett Gesandten in Meran. Teheran, 81. Juni. (I, T. A.) Rabbiner Joses S. Kornfeld, welcher bisher das Amt des Geschäftsträgers der Bereinigten Staaten in Teheran bekleidete, hat sich entschlossen, von diesem Posten zurückzutreten und wiederum seinen Berus als Rabbiner in den Vereinigten Staaten aufzunchmen. Rabbiner Kornfeld war gerade zu einer Zeit nach Persien gekommen, als die Juden von einem Pogrom, heimgesucht wurden. Seinem Einfluß bei der Regierung war es zu verdanken» daß Truppen entsandt wurden, Um, den Pogrom zu unterdrücken. Die Läge war. damals so bedrohlich, daß die südischen Einwohner über eine Woche ihre Läden geschlossen hielten und ihre Wohnstätten nicht verließen. Angesichts der schwierigen Lage der Juden, die immer Noch unt<» der Bedrohung mohammedanischer Bevölkevungsschichten zu Men haben — bekanntlich kamen im letzten Monat wiederum antisemitische Tumulte vor — bedauert die jüdische Gemeinschaft , Persiens den Rücktrittsbeschluß des AabbinerS außerordentlich. Las neue Anbot der Regierung an die Beamten. Einführung der 40jährigen Dienstzeit. In der gestrigen Sitzung des 25eEusschusses gab Finanzminister Dr. Kienböck namens der Regierung folgende Erklärung ab: Wie. bekannt, hat die Regierung in dem von ihr ausgearbeiteten Normalbudget für die Mehrbelastung Vorsorge getroffen, dft sich aus der definitiven Besoldungsreform ergibt. Die Verhandlungen mit dem DAikieMtnbe in ©kf halben jedoch noch nicht zu einer Beschlußfassung über die Anerkennung des vorgelegten Normälbüdgets geführt. Vielmehr werden sich die Mitglieder des Finanzkomitees des VöAedbundeS Mitte August hieher begeben und'die von der österreichischen Regierung auSgeärbeiteten Ziffern einer nochmaligen Prüfung unterziehen. -Es ist der österreichischen Regierung nicht leicht, vor Eintreffen der Völkerbundskommission dem S t a a tt* Haushalte nene dauernde Lasten aufzubürden. Denn sie muß mit dem Eindruck rechnen, den eine solche Mehrbelastung Hervorrufen wird. NichtSvestotveniger ist die Regierung nach sorgfältiger Erwägung der Situation zu dem Entschlüsse gekommen, die Verantwortung für die.jetzige Durchführung der Handlungen zum Abschlüsse zrk bringen und dem Parlament entsprechende Vorlagen zur Verabschiedung in der nächsten Zeit zugehen zu lassen. Ich habe nur hinzuzufügen, daß die Negierung der e i t r st, für die 18. und 18. Dienstklasse gewisse V e rbessetungen z»u bewilligen. Eine finanzielle Mehrbelastung darüber hinaus würde den Rahmen des Normalbudgets durchbrechen und kann daher nicht in Aussicht genommen werden. Was das zukünftige Pensionsrecht anbelangt, so sind wir bereit, der Pensionsberechnung den Gehalt — daher 87 Prozent der Aktiv itätsbezüge der in die höchste Ortsklasse eingereihten Beamten — zugrunde zu legen, so daß die Vollpension 90 Prozent des Gehaltes oder 7 8,8 Prozent der Gesamtbezüge erreichen würde. Die Negierung hält auch diesen Satz nur unter der Voraussetzung für vertretbar, daß eine Erhöhung der vollen Dienstzeit auf 85, resp. 40 Jahre, eintritt, eine Maßnahme, die nach einer kurzen Uebergangszeit in Wirksamkeit zu treten hätte, und daß die Pension nach zehn anrechenbaren Dienstjahren mit 40 Prozent der Vollpension zn berechnen ist. Hierbei sollen die erworbenen Pensionsanwartschasten, wie sie nach dem bisherigen Rechtszustande ziffernmäßig zu berechnen wären, aufrecht erhalten werden. Den A l t p e n s i o n i st e n wären, bis die Verhältnisse die Schaffung eines neuen Pensionsrechtes zulassen, diejenigen Bezüge gesetzlich dauernd zuzusichern, die ihnen für Juni 1924 gebühren. Im gegenwärtigen Zeitpunkt weiter zu gehen, verbietet der unverhältnismäßige Aufwand für Pensionslasten in unserem Budget.. Die. Regierung ist bereit, der gesetzlichen Fixierung dieser Maßnahmen mit Rückwirkung vom 1. Mai d. I. zuzustimmen. Hierdurch ergeben sich für den Staatsschatz nicht unbedenkliche Lasten. Die Regierung will jedoch dieses Zugeständnis auf sich nehmen. * Eine Auszahlung in Anrechnung auf die neuen Gebühren im Monate Juli kann in Aussicht genommen werden, sobald das Gesetzwerden der Reform unzweifelhaft feststeht. Die Regierung geht damit an die äußerste Grenze desjenigen, was sie mit dem Sanierungswerk für vereinbar hält. Sie appelliert an die gesamte Beamtenschaft, der für ihr Verhalten in der jetzigen schweren Zeit Anerkennung gebührt, dazu beizutragen, daß das Mögliche erreicht -werde. Der Vorsitzende, Hofvat Lech, gab die Erklärung ab, daß sich der 26er-Ausschuß mit den Mitteilungen der Regierung in seinem Kreise beschäftigen und das Ergebnis der Beratungen: der Regierung zur Kenntnis bringen werde. Aus Beamtenkreisen wird uns hierzu mitgeteitt: Die „Zugeständnisse" des Finanzministers müssen große Beunruhigung unter der Beamtenschaft Hervorrufen. Cr verspricht ans der einen Seite kleine Verbesserungen für zwei Dienstklassen, auf der anderen Seite verlangt er eine grundlegende Aenderung des von den Bundesangestellten mit großer Mühe errungenen Pensionssystems: Die Dienstzeit soll wieder, wie früher, auf 35 Jahre, bezw. 40 Jahre erhöht werden. Infolgedessen würde die Pension in zehn Dienstjahren wieder wie früher bloß 40 Prozent der Bezüge betragen und in jedem folgenden Jahre nur um 3 Prozent, steigen statt wie jetzt um 9,6 Prozent. Mit bi* sem Peustonsrecht wird sich kein Beamter einverstanden erklären. Ein Kompromiß >aus dieser Grundlage hat wenig Aussicht auf Zustimmung der Masse der Bundesangestellten. Die Gewerkschaftskommission der Akademiker hat sich mit den letzten Erklärungen des Vizekanzlers Frank befaßt und einstimmig beschlossen, die sich aus diesen Erklärungen ergebende Regelung der Gesoldungsberhältnlsft als für die Akademiker unannehmbar ab zu lehnen. Tllesen Standp^t werden die Akademikervertreter heute im Reichs verband der öffentlichen Angestellten zum Aul drucke bringen. Mt dem FMlhirm absestikrzt. (Eigeridtenst der „Wiener Morgenzeitung".) Berlin, 23. Juni. Bei den von der Leipziger Flug- Platzgefellschaft veranstalteten Flügen ereignete sich ein tödlicher Unfall. Die Artistin Rosa Schindler sprang aus einem Flugzeuge aus 200 Meter Höhe mit einem Fallschirm ab. Der Fallschirm öffnete sich jedoch nicht und die Artistin stürzte zerschmettert zu Boden. Die Veranstaltung wurde sofort abgebrochen. Dr. M. W. Radsport gestorben. Wie Ms aus Zürich berichtet wird, ist vor einigen Tagen Tr. Mordche W. Rapaport dortselbst im 52. Lebensjahre verstorben. Ein Urenkel des berühmten Rabbi Chaini. Cohen Rapaport in Lemberg studierte er in seiner GebmtSstadt Lemberg bei seinem Großvater Rabbiner Jsak Aron Ettinger und absolvierte das Gymnasium seiner Vaterstadt. In Bern erwarb er das Doktorat mit' einer Dissertation über Handelswissenschaft, Bis zum Jahre Mg lebte er als Privatgelehrter in Lemberg und von da an bis zum Ausbruch des Weltkrieges in Stryi, seither in der Schweiz, wo er zuletzt als Rabbiner in der Gemeinde „Adas Jeschuvun" in Zürich fungierte. Auf Veranlassung des Berliner Rechtsgelehrten Prof. Dr. Joses Köhler hat Dr. Rapaport noch im Jahre 1900, fast als erster, den Rechtsinhalt des Talmuds zu bearbeiten begonnen und zwar in seinem großen Werke: „Der Talmud und sein Rech t", das zuerst -in der „Zeitschrift für vergleichende Rechtswissenschaft" und im Jahre 1912 bei Louis Lamm in Berlin erschienen ist. Außerdem erschienen von ihm zirka 12 größere und kleinere Aussätze über dieses Thema in den größeren Fachzeitschriften, von denen hier die im Verlag von Ferdinand Enke in Stuttgarts als Sonderabdrnck.erschienene Arbeit: „Die Methodensrage beim jüdischen Rechte als Schema einer Methoden frage im allgemeinen innerhalb der vergleichenden Rechtswissenschaft besonders erwähnt fei. Im Jahre 1918 erschien seine Arbeit: „Das religiöse Recht und dessen Charakterisierung als Rechtscheologie". Cr hat auch mehrere hebräische und französische Aussätze veröffentlicht, so unter anderem einen französischen Aufsatz als Vertreter des jüdischen Rechtes bsi der Ausstellung in Paris 1900, Aus diesem Anlaß wurde er in Paris zum Mitglied der „S o eiet e d e Le gisl ati on es m par e e" ernannt, ebenso später vom „Institut Svlvh" und dem „Institut du Drott compare" in Brüssel, sowie anderen wissenschaftlichen Gesellschaften verschiedener Länder. Ms Mitglied der „Gesellschaft zur Fövdevung der Wissenschaft des Judentums" ' Napoleons grÜtischimmernde Äugen waren hinter der Tür verschwunden, als Moleville, seines Unbehagens nicht ganz Meister,-wieder zu reden begann. „Die akzidentelle Beklemmung," sagte er, „in die des Konsuls. Mißstimmung einige von uns — um beim Thema zu bleiben: schuldlos — versetzt hat, benütze ich, um Ihre Teilnahme an dem Seelenzustand zu heischen, den ich Ihnen darzustellen wünsche. Ohne - durch Steigerungen Ihre Spannung zu erwecken, sage ich Ihnen: am Abend de's Tages,. von dem ich Ihnen berichtete, habe ich Meinen Bruder getötet." Hier Machte der Erzähler eine kurze Pause und blickte mit geschlossenen Lippen aus die Mappe aus Maroquinleder, die vor ihm lag, und die Aufschrift Minister^ de Jnstlee trug. Die hochgezogenen Stirnen und leicht gehöhlten Wangen der Anwesenden waren ihm zugewandt. ... Maleville fuhr fort: „Wie soll ich Ihnen eine Tat wotivierLn, die in der Sekunde später mir so unfaßbar war wie Ihnen? Mein Bruder hatte in Paris viel in den Salons der großen Damen verkehrt, die Ihnen aus den Siebzigerjahren erinnerlich sind. Bei diesen Bufetieren des Esprit galt ein geschliffenes Wort mehr als heute.ein Seesieg über England; und alle Pointen und aller Höhn traf das Bestehende, das Herkommen, die Autorität. Daß mein Bruder schon vor dem Dag der Bastille revolutionärer war ÄS die Revolution selbst, könnte mir nicht entgehen, als ich ihn, vielleicht aHir lange, vielleicht auch allzu selbstbewußt, durch Aecker, Forsten und Vovwevke des väterlichen Besitzes führte. Sein freundlich offenes Wesen kehrte sich in Mißmut und Bitterkeit; und Manches scharfe Wort wurde gewechselt. Als er jedoch, feinem Offst zierskle-id zum Hohn, sich rühmte, er selbst werde nächstens das Volk der Ente Men gegen die Ausbeuter führen helfen, da beging ich das-Verbrechen, ihn des Neides, der Undank bavkeit, des Verrates zu -zerhen.. Die folgenden Sekunden kann -ich nicht schildern. Wie ich Schmerz und Schlag des Faustschlages inz - Antlitz brenne:: fühlte, wie ich zweimal mit dem MetaNnauf meines Rohres,ausholte und schlug:. in meiner Erinnerung knä-ult es sich in eine unauflösbare Konvulsion ’zusammen. Aber mit nüchternes Deutlichkeit sehe ich noch oen lebendigen Menschen niedetbrechen und in der epileptisch krampfhaften Stellung des. gewalsam Verendeten sich auf "dem Boden strecken. Ich blickte um Mich. Es war ein entlegener Teil des Parkes, wo die Kieswege enden und kleine überwachsene Pfade im Grün der Waldwiesen sich verlieren. In der Nähe stand von Väterzeiten her als Jagddenkmal ein steinerner Hirsch; dahinter lag ein Weiher. Cs war neun Uhr abends. So Mußte es sein, sagte ich. Ich bin schuldlos. Ruchbar Ifoitjt es nicht werden. Jetzt Ruhe und Ueberlegung! Da plötzlich stieg es in mir empor wie eine brennende Woge, die mir die Eingeweide hob. Über meinem Kopf zusammenschlug und alle Besinnung fortriß. Ich lag am Boden und grub Stirn und Zähne in den Morast de's Weges. Ich wagte nicht mehr, den Toten anzublicken. Ich wagte nicht/ihm die Augen zu schließen — die Augen, die lachend und weinend mir ans fernen Kindertagen vertraut waren. Ich wagte nicht, die Hände zu berühren, die mich tausendmal begrüßt hatten; diese nachdenklichen' Hände, deren Züge mir'befreundet waren wie liebe Gesichter. Mir graute, das Haar von dieser feingsaderten Schläft zu streichen, die von meinem Schlage blutete. Ein Teil meines Leibes, meines Lebens lag neben mir ■.—* besudelt, vernichtet, der' Fäulnis hingeworfen durch die Tat meiner Hände. Me hatte ich bis zu dieser Stunde den Namen des .Herrn angeruftn als zu frivolen Beteuerungen; jetzt schrie, nein, heulte meine ganze Seele empor: „Gott, du mußt die.se! Schuld von mir nehmen, du mußt dies Blut von mir ■ waschen, du mußt mich retten!" " Malevilles mit starker Empfindung gesprochenen Worte schienen von den Wänden des schweigenden Saales wid-erzuhalleu. Niemand rührte sich. Eine kurze, etwas unbehagliche Bewegung der Hörer wurde erst merkbar, als er fast unvermittelt sich an den höfischen Tön dir Rede znrückfaud. „Ich hoffe, meine Herren, Läßlich Jhr'ö Geduld nicht mißbrauchte, indem ich Ihnen dies Erlebnis, das als Traum endete, in den FöMeU der Wirklichkeit vortrug. Ich faste: „-endete"; denn es gibt Augenblicke, wo es mich . tröstet, att Wunder zü glanben. Und warum sollte der all- . mächtige' Gott, der Über Gegenwart und Zukunft Herr ist, ni^t die Gewalthaben,.die Maschen des. Geschehenen auszulösen, die Zeit rückwärts zu zwingen, Vergangenes ungeschehen zu machen? Es gibt Erlebnisse,, die man zu trau» men glaubt, und wiederum: in allen Träumen weht ein zarter Schleier über den Dingen, den man nach dem Erwachen erst erinnernd wahrmmmt. Dieser Traum hatte nichts Traumhaftes; er trug alle Merkmale des Lebens." Hier unterbrach den Sprecher ein Mitglied der Versammlung, der Generalprokurator: „And wo war, wenn ich fragen darf, Ihr Herr Bruder, als dieses zweifelhafte Ereignis sich zutrng?" „Ohne mein Wissen", erwiderte Maleville, „war er kurze Zeit vorher tatsächlich nach Amerika «nsgewandert. Gr erlag später in Rew-Mrlean'S dem Fieber. Den genauen Zeitpunlt seines Tod>es habe ich niemals festzustellen vermocht . - . Mer bleiben wir bei der Sache, meine Harren! Die Frage, ob Wunder oder Wirklichkeit, Traum oder Tat. hat uns hier nicht zu beschäftigen. Wir fprachen vom Schuldbewußtsein. Meine Schuld war wirklich, denn ich hatte die Tat mit allen Fasern meiner Nerven begangen, mit üller Notwendigkeit meiner Natur, mit allem Bewußtsein meimr Seele. Mein Geist konnte nicht wacher sein als er war; und stünde ich, ohne diese schreckliche Erfahrung, noch einmal auf demselben Fleck: wachend oder träumend, ich fürchte, ich beginge sie wieder. Das, wie mir scheint, eigentlich Wunderbare und dennoch Natürliche des Vorganges will ich erst jetzt erwähnen. Solange ich die Wirklichkeit meiner Tat vor mir sah, war meine Verzweiflung tiefer als Menschen ermessen können; als ich erwachte, fühlte ich mich frei von allem Schuldbewußtsein, rein und glücklich. Niemals wieder habe ich dieses Verbrechen bereut; niemals mehr hat es mir auch nur eine Stunde lang Sorge gemacht. Es bleibt ein Traum; ein Vorfall, meiner Verantwortung so fremd, als wäre er dem Fremdesten widerfahren. Meine Seele, Die diese Ausgeburt erzeugt hat, leugnet alle Mutterschaft und stotzicri ui ihrer Jungstäulichkeit. Meine Schuld bestand— und mein Gewissen kümmerte sich nicht darum. Ich versage mir, diese Seelenerscheinung theoretisch zu erläutern, denn der Konsul hat, wie Sie gemerkt haben werden, die Audienz beendet. Die Darlegung, die den Zeitraum seiner Wwesenheit auszufüllett bestimmt war, hätte er Ihnen wahrscheinlich kürzer, sicherlich überzeugender vorgeführt." . jäaaMEikk

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