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Wiener Morgenzeitung · 1924-06-22 · Heft 1922 (22.6.1924) · p. Seite 11

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1922 (22.6.1924)
Date
1924-06-22
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Ur . " Wim, Sönntag TrachfoMve Notizen bis zu der «rtk „Vereine" sinh - entgeltlich.) * GMüi-Hotel „Bellevue", Kurort Vöslau, anMnehmster .Mmmevaufenchalt, Fünf-Uhr-Tee, zivile Preise, r » Die Sommerfrische lostet Millionen sowie viel Zeit und Mühe. Ohne viel Scherereien und Unbequemlichkeiten erholen Sie sich bei einem Aufenthalt im Schweizevhdus (Prater). Die beste Wiener Gesellschaft unterhält sich da im Freien bei vor- KÜÄicher wavnre-r und kalter Küche. Erstklassige Getränke. Täg-?lich Komert des berühmten Deutschmeister-Orchesters Wacek. -Mvechfeind dirigiert vom jungen und alten Wacek. * Sonderangebot des Warenhauses Bruder Schisfmann- 2. Bez., Taborstraße 48. Prima Regenmäntel 176.000 K./ französische Wasch-Boile pro Meter 17.90g K., Model-Völl- Etamine, große Auswahl aparter Muster, pro Meter 39.000 K., sEponge für Kleider und Kostüme pro Meter 39.000 K., Schweizer Etamine in allen Farben pro Meier 39.000 K., Covercoats, 130 Ztm. breit, pro Meter 96.000 K. Reichhaltiges -Lager in Damen- und Herrenwäsche, Leinenwaren, Vor-' hängen, Teppichen usw. zu bekannt billigen Preisen bei vorzüglicher Qualität. Ein Besuch überzeugt. '■ * Bei Otto Kaserer am KonstantinhLgel (Prater) findet;d'er Gesunde und der Kranke Unterhaltung, Er-, h o I lt n ö und Genesün g. Suchen Sie Berglust, Sonnenbad oder kühlsten Schatten. Waldausstcht oder Wasseraussicht, 'Kaffeehausgetrcmke oder Restaurant mit vorzüglicher warmer : oder kalter Küche, alles finden Sie hier, einige Schritte von der Elektrischen (Linie L, M, H, H2, Endstation). Treffpunkt der- -besten Wiener Gesellschaft. Die künstlerische Sensation des Tages ist hier das weltberühmte russik sche Studentenchor- und Balalaika-Orchester, welches nach siegreichem Zuge durch ganz Europa jetzt täglich am Konstant-inhü-gel konzertiert. Für Liebhaber Krsfifcher und moderner Wiener Musik sorgt die beliebte Wiener Kapelle W. Ganglberger. Bei schlechtem Wetter gedeckte, elegante, bequeme Räumlichkeiten. i * Die Firma Boritzer, 6. Bez., Mariahilsevstvaß e 105, teilt uns mit, daß sie den L e s e r n der „W i e n e r M o r g e nzeitung" Möbel aller Art und in jeder Preislage gegen bequeme Zahlung zu Kassapreisen ab gibt. SchÄelzahler haben besondere Preisnachlässe. * Fleischhauerei Siegm. Kornmehl, Wien. Hauptgeschäft: 9. Bez., Berggasse 19. Koscher-Meischbank in Währing, 16. Bez., Währmgerstraße 97, unter Aufsicht des ehrwürdigen R-abbinats der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, eröffnet. Ausschrotung von sämtlichen Fleischsorten, ausschließlich prima Qnalftäten zu den billigsten Tagespreisen. * Auf Teilzahlung Luxus- und Strapazschuhe, Strümpfe, ^Socken. Schnhhckus Habermann, 1. Bez., Rauhensteirrgasse 10, Mezzanin. Tel. 77-6-36. ' ' * _ * Eine herrliche Wohnung können Sie sich leicht erwerben, wenn Sie Möbel in fdufter Ausführung Md zu Kulanten Preisen kaufen. Besichtigen Sie vor EiMauf das reichhaltige Lager der beftrenommierten MSbevfir ma I. Wühl, 4. Bez., SDeifmGligasse 3. :* Das Schuhhaus Dorn, 2. Bez., Taborstraße 8 a, hat die Verkaufsstelle der berühmten Schweizer Marke „Ballh" im 2. Bezirk übernommen und dadurch sein bekannt großes Lager in feinsten, handrahmengenähten Schuhen durch' Me neue Spezialität vergrößert. f ,J 11.. 7 « .SSSSSSSSSSSi " Mitteilungen aus dem Publikum. fEWEFHMi wmf,7mm jV.P;; < Franzi Hohn Wi n n Philipp Fener empfehlen sich als Verlobte Wien, im Juni 1924 ^-- — - -.- - t _:_;_ IJ Frl. ANNA SCHMAL | ladet hiemit alle Freunde und Gesinnungsgenossen zu | ihrer am Sonntag den 29. Juni I. J. um 4 Uhr nachmittags im Seitenstetten-Tempel stättfindenden TRAUUNG s mit Herrn SAMUEL MEISELES höflichst ein RAZA SEGAL ein 12]ähriges Mädchen, BläSEIÖ CEfSAf wird von ihrem Bruder >r gesucht "W Zweckdienliche Angaben an die A'dm. des Blattes erbeten. | ikj. Fefiie °« M. III^ Z WofmungdeinriettÄhgen. (Lehe Karl Schweighofergasse) Wienev Mvrgenzeitung. Pariser Neuheit mDAMSNuhd H ERREfiSCHUHiN im n e ü eröffneten Schuhhaüs .GLEICH* #l. Rotenturmstrasse 20 (neben Orendi) hat an Schönheit und ganz besonderer P r e i s w ü r di gl« i t allgemeines Interesse und Bewunderung erregt | £££££ Tig ltc h Vorfah rang der. neuesten Frühjahrs- M'>M' m o d e i l e MÖD£NPALäIS\ vornehmer Kleiderf tt- ®äntel CaM-Restaurant im Prater 416 TftGMCH Orchesterkonzert Das beste Pilsner Bier in Wien, auch vorzügl. Wiener Biere sowie köstliche Weine / Kalte und warme Speisen fttlüaiafc^S^OLAH JENÖ klsfessa amerik. System, eissparend, von K 480.000 aufwärts K. W8 SEB. A. hj rv X. WIPPLIHGEK3TIIASSE IS. Tel. 62094 Hygienische Ausländer Exporteure Q kaufen am vorteilhaftesten 588 erstklassige Gummierung und Ausführung bei REG NA Nv Gumcnlmlntelfabrik Wien, lli., Heumarkt 7, Beatrlxgasse 26* Telephon 585 der Elektro- und Maschinenbau- Gewerbeschule in Wien bittet um Beschäftigung, nimmt jede Arbeit an. — Gefl, Zuschriften unter „Sehr fleissig und verlässlich 101 “ an die Adm. d. Bl; ioi FIEiS(HHAU£RlEI SIEGM. KORN MEHL, WIEN HanptgescU&ft; IX .Borggässe 3ir. 19 1^3 XVIII. Bez.« Währing erstpasse Nr. 97 vvisi Anfalßlit des Ehrw. Rabbinats der J. Israelittschen KaltQBgiiemeindo Wien / > 11 v:. eröffnet. ■ ■■■; Ausflchrotung von sämtliclien Plaißchsorten,. änsaehUeBBlioh prima Qualitäten zu dea b 1111 gs t n Tagespreisen 8081 ßi i ^ivi i KÜKHin 0 dlrokt ohne Zwlsohenhandel vlim IT11" IVI9II161 30~40Vo billiger als Überall Preise Von K 1Ä0.0SÄ -'. - Industrie für- Regen- KeineTäuöehuagBroklams lyHIIWGUGr mäntelfabrlkation Wien, V. Recht« Wlenzelie 93, I. Stock, Haltesfello Pilgrambrücko M. Wm Wi IgSilfc'l®' Vereine. BorirWe und BersnmmlUWe«. Einickreibunaert in die Jüdische Volksschule, 20.Pez. Denisaaiie 33 Die Jüdische Volksschule. 20. m. Denis» aalle 33 eröMet im Schuljahr 1924/K di>. ^^Eschul-^ EIa"fe. ©ntS»»(|«<l'‘n .fe* ÄJÄiS 12 618 1 Uhr mittos« i» d« SchuNmzlil, 2«. B«z., D««IS gaffe 33, statt. * ' Jüdisches Realgymnasium. Die Ausnahmsprüsungen in die erste Klasse beginnen morgen den 23. d. um 8 Uhr nachmittags. Federstiel und Feder , sind mitMbrmgen. Berel« für indische' Geschichte und Literatur in Wien. Moraen 'iJ Uhr abends, im Saale der Lesehalle,^ 9. Bez., Türkenstraße 9, Vortrag des Präsidenten Pros- Dr. Samuel Kranb Themas Wirkliche und angebliche S,mb°le t» d«i S»»°g°g°. GW «»mm«» Bühne und Kunst. Aus der Staatsover. Ein. Gastdirigent. — Die schleichende Krise. Das GaftievsWM in der Staatsoper hat anscheinend aus das Dirigenienpult übergegriften. Nach dem Karlsruher Ge» neralmusikdivektor Cortol-ezzi meldete sich der^ Nürnberger Kapeftmeiister Ferdinand Wagner als Gastdirigent einer; MaWre^-NuMhrüng, in welcher die MMmäßigkeit. vör° ' herrschte. Herr Hofer, der an Stelle des an Heuschnupfen erkrankten Herrn Schubert den Siegmund sang, wahrtes ' ebenso das MittMaß wie die'hochmusikalische Frau Kap-,! pel, welche.heute -noch keine Brünhilde ist, und Frau Ax el, die kaum jrnrals eine Sieglinde werden wird/ Eine markige Wagner-Gestalt, leider ohne die volle Frische der. Stimme,;schuf Herr SchipPer als Wotan. Herr Markhofs war ein stattlicher Hunding, Frau Maria Olszewskä als Fricka keine keifevde Schwiegermutter, sondern eine Heldeumutter, die «den Purpur ihrer Altstimme mit wchr'hast königlichem Anstaud zu tragen we»iß. Kapellmeister Wagner, von einer aufdringlichen Claque mit übermäßigem Eifer begrüßt, dirigierte mit außE^dentlicher Sicherheit, die bei einem etwa 35jährigen Ausiker überrascht. Zu einem aibschließendrn Urteil reicht das ^robe-dirigieren in der ,/Walküre" kaum aus, zumal dem Kapellmeister nur eine flüchtige Berständigungs- / probe zur Verfügung stand. Gerne stellen wir feine erstaunliche Routme fest, die in -umgekchrtem Vechältnisse zu seiner; Jugend steht;..sollte tatsächlich als Kapellmeister der Staats- . oper in Aussicht genommen.sein, so wünschten wir ihw.noch vorher in einer Mozart-Oper oder in einem musikalischen Lustspiel zu hören, «m den Persönlichkeit swert des sehr begabtett^ .Dirigenten feststellen zu können. Denn an Mittelmäßigkeiten und UtMtäten haben wir an der Staatsoper na^'Serade genug. Was wir brauchen, 'sind starke, eigenartige. PeHöükichkeiten a-nf der Bühne und am Dirigen-' .tenpuft, die. stimulierend , auf das träge, m AufWsnn-g be-/ grisfene Cnsemlble wirken. Wir brauchen vor allem — daraus Muß .-immer wieder hingewiesen 'werden — einen jungenapbeitsfanatischen Opernleiter, der Energie genug hat, mit der ArbeitsmÄdigkeit, ber Starmißwirtschaft und dem reaktionären Kurs.im Hause aufturäumen. Niemand zweifelt an der Weltberühmcheit Richard Strauß', dessen Wirken in Wien der alten : Musikstadt zur Zierde gereicht; er wird als Ehrendirigent von Richard Strauß- und Mozart-Opern in der Statsoper immer willkommen sein, doch seine umfangreiche Aompositionstätigkeit und die DirigierPftichten, denen der gefeierte Tondichter in der ganzen Welt nachkotnen muß, lasten ihm beim besten Willen unmöglich die Zeit, sich mit den Obliegenheiten eines Wiener Dperndirektors eingehender zu befassen.Gleich ihm hak auch Direktor Schalk den Sechziger überschritten. Er bleibt der getreue Eckshard des Operncheaters, dem wirklich das Wohl und Wehe unserer Staatsoper seit I-ahrzchnten. am Herzen liegt. Doch in feigem Alter kann >er kaum -mehr mit der neuen 'Zeit gehen und sä braucht er eine HilMrast, deren Ausgabe es wäre, die modern^ Musik an der Stäatsoper zu pflegen. Denn ’ das Opernhaus muß allmählich'verdorren, wenn es in seiner Entwicklung nicht über die Kunst des 10. Jahrhunderts hinauswächst. Mit seinem alten Opernspielplan, der übrigens immer enger und brüchiger wird, kann es keinen neuen Stil- und Inizenierungsipvobllemen nachgehen und mit seiner veralteten Technik in Regie und Szene kann es andererseits nichts Neues herauAbrlngen und wird so allmählich zu einem'Museum für m-ustMamatische Kunst. So zeugt ein Uefoet das andere und das ^dürftige Novitätenergebnis dieser Saison — Pueeinis ,'Mandn", Zemlinskys „Zwerg", Schmidts „Fredigundis", Strauß' „Schlagobers" und Bittners „Ro.sengärtlein", dazu einige alte Einakter -und wenige belanglose Reprisen — weist keinen ZufantmenhaNg mit der Kunst unserer Tage auf. Vergleichen Mir damit etwa das bisherige Ergebnis der Dresdner Staatpop er, welche unter Führung des energischen . jungen GeneralMisMirektors Fritz Busch die folgenden Novitäten und Neueiustudiermrgen heransbrachte: „Othello", „Palestrina", die Einakter. „Mörder,Hossuung der Frauen" von Hindemith, „Arelcchino" von Busoni, ,Mtrujchb^^E«^vinsky, ferner ,Doris Godunow", Mozarts ,-Gärtnerin inis Liebe". „Hans Hellings, „Die drei Pintos", „Aida". „Eurhanthe", „Die Höhle vob Salanranka". „Susannens Geheimnis". „Falstaff". „Eugen iOnegin", ,/Don Juan" usw. Man sieht an dem /Beispiele der Dresdner Staatsoper, der manche kleine deutsche Provinzbühne, M Fleiß noch Reichhaltigkeit des Repertoirs ebenbürtig, ist, /daß bei gutem Willen genügend Möglichkeiten . Aur Ausgestaltusig und Neubelebung des Spielplanes vorhanden sind. Auchdas als träge und reaktionär gescholtene Publikum i. ließe sich -gern« ^ines Besseren belehren, es müßte nur endlich einmal eine Autorität spüvsn, die neues Leben in die..Rn inen . des OpHvN'jheaterZ bringt..' .. Dr. Erwin Felher,^ .

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