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Wiener Morgenzeitung · 1924-06-22 · Heft 1922 (22.6.1924) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1922 (22.6.1924)
Date
1924-06-22
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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"n " ' ‘ ' " > - yi';v; -Re-itM «*— Men, «Sonntag Wtenev Dlorgenzettung. 22. Juni 1924 Seite - Md Mt 'welch -wunderbarem Erfolg! Die jüdische JnitjMve hat hielt wiederum einmal ein Werk geschaffen, das MpLekgebenb für die Welt wirkt. Achtzig Jahre werden es hehrer Um 1. November, daß von Hirsch Kol lisch in N i-- ifi lSönrg m Mähren die ersten Zöglinge in das neue TMbftrUMmrinstitut ausgenommen wurden. Im Jahre 1862 OersMelte . es nach Wien, war zunächst in Untermeidling, 0 das -gegenwärtige Gchaude in der Juchgrsse im Jahre W7 errichtet wurde. «Achtzig Jahre alt ist also das erste Mische LaubstummeninMlt der Welt. Zur Feier «seines MtaÄes «möchte das .Kuratorium dieses Haus der Wohll^ti^kett gerne «festlich Herrichten und sein dürftig gewordenes Hrußere anffrischen. Wer die Leitung wird froh «sein, wenn sie den Betrieb der Anstalt, die den armen Stiefkindern der gtatnr Haus und. Heim ersetzt, und die Schule für das Leben'! gchmiet, angesichts der spärlich fließenden Mittel wird auf- ' vechtechalten Kinnen. Für mehr als hundert Kinder ist das «Institut eingerichtet. Vor dem Kriege genügten die Zinsen «des Justttutsfonds reichlich zur Schaltung. Die sinkende /Kröne fegte Ms hinweg, Gegenwärtig «find Wer sechzig Mädchen und' KnabeN dar Mrstalt. Lustige Schlafräume, hygienische Wasch- /zimmer, «in gememsamee Speiseraum, ArbeitZ- und Ver. strchssäle, Apparate und Werkzeuge stchen zur Verfügung. cZin den «Gängen hängen Mder und Zeichnungen für den Anfchauungsuntervicht. Außerdem gibt es eine Anzahl von Lehr- 1 zimmern. Sie sind Asm wegen des individuellen Unter» Lichtes. Een Pechaus svrrgt für Andacht. Die Kinder werden 'religiös' erzogen. Ort gwßes Badebassin erfreut sich bei den 'Kgliugyn besonderer BÄtebtheät. One geräumige Küche sorgt «für die Ve-kPflegMg. Es gibt fünf Mahlzeiten im Tage, alles jst reichlich, drei- bis viermal in der Woche wird Fleisch gemocht. Dir Kinder befinden sich im Wer von sechs vis fünfi[0t IcchM Md staurmen aus allen Gebieten der alten Mon- «nrchir. Auch aus.Palästina sind vier Kinder da. Die Hälfte Gr MgWr stellt PoCe-n, wo ja die Inzucht so groß ist, Or als Mache der taubstumm Geborenen bezeichnet wird. Die Kinder lernen in sechs Klassen der Anstalt. Das Hauptgewicht wich auf die Lautsprach.e, M Gegensatz M Gebärdensprache, gelegt. Di» Methche des Lchrers Joel O-eu t's ch^ welchem der Awstalt auch eine wertvolle Bibliothek gsspend-t hat, wich erfolgreich angewendet. Die Anstalt Hai vopbkkdAch gewirkt in Berlin, Budapch und in den nordischen Staate«. Jchre Ächrer werden überall gesucht. ES ist Tatsache, datz sich der ftidffche Taubstummenunterricht auf hoher Siu^e ibHndet, was drei Generationen von Danbstumnren, die dem Mm zMsHrt wurden beweisen. Ehemalige UigliM de« MckM hcchert Familien gegründet, und sich gute EMenzeü MchiKen. Im Heime Mt eS eine Werfftätte, wo. die G hsyangebÄdet werden, naweuälich zu Schuster« und schneidern, .Auch.«Schriftsetzer WnneU Tcmbstmmue werden. MS chemalige ZögWgtz bMgen sich jWr M Mmde sOn tzmrch. 0k tzprtzchM« M der DaMchachK find' auffallend',.ML Dame, M WS Mvt -- M ist seit 26 Jahren in der UnfiM Mge SMHm hepan. Ou putziW Kletttt ÄW großen «Augen und 'wqOev- (LU Horte, die Mn veWhk. Wr r mit NondrotÄn Haar --i sie hat Mt klare Antworten, wenn auch stockend rM Bi' 'WUW Mme,' ,M ist Äe Begabteste," W masere MSöM Das Mädchen ist schön und aus Men Achtet m weher Glanz. Die MdW werden sich im Ms ZuflaMS flu allgemeinen weniger bewußt. Der tz vöWurckgck Geschwistern und anderen MensWa drückt W OemÄH aber die Anstalt MS sie zu nütz-, lrchen ÄWLMsrn der' OöftlWaft heran, was ihre spätere Läge eMchtwt. Aus d§n Wdchen werden .sehr oft hervor raMde MmMckeriMest und, Modistimren, l - W M Wch Whchch' .Ge-s chwirst er. W-i»r Mftalt ML jWV lAÄ W tztzr M einer MaM. Mw Mchwisterpaär, Mdchen und MM, ist dort, dos während des Metzes M chMt gaWchen Felde Mndsn wurde. Die ÄWtm M «ch hM Müachsinnig. Wer sind ihre Eltern, w«Mr wird mmr sie vergäben, was wird aus ihnen werden?; Dre MstkO WstSt Vebermsnfchliches, aber die Witel sind eiWpK M MsttOeiträge sind gering, aüs dem Auslände koBmt W gar .nichts. Me Spende«: wohltätiger Menschen Mßru W Wener. Die Kuiltusgemeiude kann, auch nicht Hw ihre 'Kräfte Mem Die Zahl der unteHÜtzerckm Mit-. gDtzS uO der Spender müßte vergrößert werden. Soll es ibrMch dazu kvmüw-ir, daß' Man dle KiMr ihren Wern zurückMeU Es sind doch alle JMMnder, denen das vM Glück doch versagt bkMt. Sollen sie verkonuue«: M später der Gosöllschafi zur Last Wen? Da8 Unglück ihrer Geburt muß das MMe Herz erleichtern und MrosEen VM vollen Wfche des Lebens müssen Hnen die geben, die gtttUfKtj Achen M weinen Wmmr, / . " A S. Ae MM 8vereft«8x«>edM>m abgetroche». A'L Zwei Mtgtteder vom Monsum getötet. 0& ^«Wj-osN wich WS berichtet:' Die .Mäunlv ESer est-ELsp'ed4t iö'« «Wßte vvMrrsig ab g e br o che'n -werden, WW -E WWcher Kvi-ne und Leigh Mallory «beim letzten MeGch des PWgenS des Gürtels vom heftigen MorchrrnwiNd MG »nd. getötet wurden. Die restlichen MitMder der Expedition kehateu nach dem ursprünglchche'M Ldger zurück. Trotz des außerordentlich ,-aNgArstiastz Vetters, erreichte die MpMion eine Höh» von > SW M Dttsö vw Wsten Spitze. MaKory war Führer der! iMsdrAük^M Jahch IM. Bei Mer jetzigen Mrvise sagte er EMmmmch twS MW d'oraus, faÄ W vor Einsetzung MousilM'. HaM. Wk M MsllWn dÄ<«i errMD itiorren E 'ErMWng des Mount Everest, aber rmnM it unterbrach der emsetzeude Mousum diese Abi «tu m Bon Friedrich Kariuthh. Mas Leideutet er, woher kömmt er, wem gilt er und welKes «sind seine Abarten? Wavmn betrachten wir ihn als den Gradmesser des Erfolges? , Dem deutschen.Gelchrten,. der den Applaus einmal auf Grund der MasfenPsycholoM msd der Kulturge'schichte analysieren Mochte, Sann ich für seine Arbeit, einige Grfchrungen und ErwäMmgen-dorfchießlön: «Zunächst:, der Applaus hat einen bestimmten Eharakter. «Er hängt nicht von der mmrerischsn Grüße des Pu- Llikums -ab. Ein einziges Hündspaar vermag alle seine Nuanoen -und' Skalen zu d-urchmufen. Er drückt sämMche Gra<de und Art-u«! des Gefallens^ sogar des Mißfallens , restlos aus, viel--seiner, mchr diffeverWert und sicherer als hundert sezierende Kritiken. Wer LHren dafür und. AeLuilg darin hat, dem Wndigt der Wppöaus seiner als dev-Seismograph ein «EMsben des Erfolges oder den KclgMchAg deS -Durchfalles im.voraus au. And dennoch: er steht uiM.im geraden WechWms zum Erfolg. Die Autoren kleinerer dramatischer «Mnstformen oder KaLavetischerze wissen es-sehr gut, wie unLeioechenbare launenhafte Possen er sich zu -leisten vermag. Daß jedoch hinter diesen, der Laune entGrungenen Possen twtz -alledem sin System und völlige Gefetzinä-ßigkeft-herrscht, müssen «wir schon deshalb glaube«:, «weil.sich «von Abend zu Abend immer dasselbe ereignet. Das Publikum lacht wahrend eines ganzen Stückes, genießt es bis zu Ende, .applaudiert bei offener Szene, stört mit dem Ausbruch seines Beifalles minutenlang die Borstellung-— und am Ende gibt es keinen oder nur einen lässigen,Applaus. Der Autor ist außer sich, kann es nicht begreifen und hat die.Enipfmdung, daß er dtirchgesallen ist. Dogmatiker des Theaters sagen, die Pointe fei nicht gut. Man -verisucht, sie zu ändern, umsonst. Ern andermal wieder will kein einziger Witz einschlagen, alle Schrapnelle an Einfällen krepiwen, der Zuschauerwaum erstarrt -zu einer einzigen, unbeweglichen Masse, die Schauspreler möchte« das Ganze am öieLsten im Stiche lassen —- Und siehe da, Wmder Wer Wunder, am Schluß bmcht ein Applausorkan aus, die Schauspieler «werden zchnmal vor die Rampe gerufen, großer.Erfolg. Du- -bist fast versucht zu glauben, daß die Leute vor Freude darüber applaMeren, daß das Stück schon zu Ende ist. . Denn da sind nur «KÄmbiE-onen «möglich: Das Publikum hat nur Hände, -aber keinen Mund. Mau müßte irgendwie die-Sprache der ^Handflächen Wersetzen, um sie zu verstehen. Mv «Schauspieler und Autoren ist der- Zuschauerraum mchts anderes als ein ^ndepaar. Während der Borstelluirg Nässt es, zu allem bereit, wartet und beobachtet. SWagen am Schluffe bis Hände zusammen, bist du geveÄet, «wenn nicht, stirrzt du unrettbar.zwkscheu sie hm«O, der Abgrund verschlingt dich. Was ist «es aber, was die iHLnde in BswegUW setzt?, Mitunter ist alle KriHanstmMng, die A-cheit bieiler Jahre, die auSgeWme Lunge, das zerMrdte Herz und dä leck gewordene Hirn veMMches Opfer. Ein cwWmol wieder genW-Me Wste, eine Schattierung in dev «Sti-mme, irgend Mvas NegMves, es genützt, etwas wegzulassen. Eine ganze dsutsche Schünspie^eneratiM ist an dieser Machen Finte großgezogen worden. Die Hände in der Tasche, mit Ruhe^ etwas hpcsilgen, was Mnaustzubrüllen viel natüMcher «wäre. Nicht auMchen, .wenn wir Mstochen werden. Lautlos zu-. sammeNsOrzen, mit «ausdruckslosem Gelsicht unbeweglich vor M hM'sihauen im AugsMick der furchtbarsten Seelenikvife. Wcht lachen über «den Witz,.denäch mache — sich wundßvn, «wenn ein ariderer über ihn lacht. Fräulein Berg:rer, gegenwärtigdie virNuofefte Bevtretevin dieser -Schule, geht so weit, daß sie nicht nur Ae durch den Text gchotenen natürlichen Gesten «Weinen in.der Trauer, Lachen im Frohsinn, eHobene Arme und erschreckender «Güsichisausdruck m der Verzweiflung) meidet, sondern Äst, wenn es sich aus -der Situationheraus ohnehin von selbst vetstcht, sogar den Text nicht beachtet: ste antwortet evn«fach nicht auf das «Stichwort oder gibt kein «Stichwort. Dies pflegt jetzt zu gefallen, bis, man «dahinter komrnen wlck, daß. das Theater WWW doch' «dazu da ist, um dem, 'was wir nicht auszudvückeir verndögen, Nrsdmck und Geste zu leihend Alles «in-allem: auch das ist eh'er «eine pWsikaNsche, die emsige Gewißheit, die wir Mer den Applaus haben. Der Applaus ist die Reaktion auf die Mim. Die Befreiung-der Von Autoren gebunderren und von Schauspielern -zurückg^ drängten Kräfte, die Umiwandlung-der «Ntuationsemisgie in BeweguuMnertzie. Je Mer wir sie zu NM-n verstanden Haben, desto MrmiMr bricht sie aus, desto sicherer.hWMt sie zur Geltung. ' Man -beobachte den Augenblick der letzten Worte, Me Mirmte, bevor der Vorhang sich zusammenschlletzt, und man fühlt aus der dramatischen Spannung, wie dia SchMevn ins «Mtsw geraten, die WM sich echeben, gierig, «Mich MeinaMrMügen zu können-; und.man Lerne daraus: ~ Das PMÄum will aWaMeren und-ist dir Lose, wenn du ihm hiezu nicht-die DWiWett ML mmittm** 'lf«Tl f ■" l —T-'^|in ' I 'l"'1'111' ,« >PMj Sw Wetter. Für den nördlichen -Wpenrarw wird leichter Regetz angckichigt. : / i ÄnWMev UMWA' Gestern nachts gegen ly Uhr ging utn Budapest ein fürchterliches Unwetter nieder,'das etwa drebviertel Stuui dw dauerte. Nach den bisherigen Feststellnngerr hat der. Blitz Mf einem Borstadtplatz in eine Dra'htoberlcitnlrg eingeschlagttk Hiebei wurde eine Mjährige Arbeitersfra«« getötet. Monte Arlo in Baden. Nicht verboten, also erlaubt. “ In Baden ist für Kurgäste und Einheiimlsche -ein Spielsaal im Kurfalon eingerichtet worden. Da Roulette und Trente-et- Qüarante verböten sind, haben die Badener Unternehmer ein. g-arrz neues Spiel entdeckt, das in der Liste der Hasardspiele gar nicht genannt ist und infolgedessen auch nicht zu den verbotenen Spielen gehört, obwohl es.sich gar nicht von de«: gefährlichen Zufallsspielen unterscheidet. ' Sieben Mädchen, die Nummern Von 1 dis 7 tragen, wsrfen aus einer Entfernung vo-«r etwa 15 Metern Ballen mit Raketts auf eine Tafel, die in Quadrate eingetM ist, solange, bis jedes Mädchen ein Quadrat getrosten hat. In diesem Momente leuchtet an der getroffenen Stelle e in eZahl auf. Die Zahlen gehen bis 26. Jenes unter den sickben Mädchen, das die höchste Zahl erreicht hat, hat gewonnen und mit ihr jener, der auf die Nummer gesetzt hat, die das Mädchen trägt. Er erhält den sechsfachen Einsatz, also für,10.000 Kronen, die als «rmgster Betrag eingezahlt werden können, 60.000 Kronen. Man kann auch drei gerade oder ungerade Nummern setzen, zum Beispiel 2, 4, 6, und erhält, wenn eine dieser Mmruern gesiegt hat, das Doppelte des Einsatzes. Nur auf d«ie Zahl 7 kann nicht iu Verbindung mit einer anderen Zahl gesetzt werden, so daß die Bank >im Falle des Sieges der Zahl 7 alle Einsätze erhält, die ruf -die Nummern vm: 1 bis 6 gÄvagt wurden. Das Spiel dauert kaum« drei bis fünf Minuten, etwas länger ist die Zeit für das Setzen bemessen. « / Es kommen daher von 4 Uhr bis 12 Uhr nachts unzählige Spiele vor urrd der Gewinn der,Bank ist enorm. Man muß nur bedenken, daß die meisten höhere,Beträge setzen, und daß die Bank sehr viel gewinnen muß, selbst wenn auf die siegreiche Nummer 500 Einsätze gewagt wurden; denn sie braucht in diesem Falle nur 500 mal 60.000 Kronen, das sind 30 Millionen Kronen, auszuzahlen und alle Einsätze, die für die anderen Munmern abgegeben wurden, gehören chr. Dabei hat sich aber die Bank davor gesichert, daß mtf eine einzige Nummer so viele Einsätze gelegt werden. Sie hat nämlich das Recht, g a n z n a ch Belieben die Annahme des Einsatzes auf eine bestim«nte Nummer zu verweigernsobald auf diese Nummer zuviel Beträge eingetragen sind. Die Unternehmer sollen Jtalier«er sein, die ein Bombengeschäft machen, während die Gemeinde Baden angeblich bloß 20 Milliionerr Kronen monatlich erhält. Diese Zister scheint angesichts der Riesenumsätze viel zu niedrig ge« griffen. ' ,-«> Zn bedauern sind die sieben Mädchen, die acht Stunden ununterbrochen tätig sein müssen und sich während der Paar Mnuten, die für das Setzen zur Verfügung stehen, iir einem kleinen, vom PuAikurrr durch einen Vochang separierten Raum aufhalten «rüsten. Es sind junge Mädchen, kau«n 13 oder 15 Jahre alt, die hier m klägliches, sicher schlechtbezahltes Brot „spielend" vÄienen müssen. Der Spielsaal ist sehr besucht, es herrscht ein fortwährendes Kommen und Gehen. Um nicht den Eindruck einer ausgesprochenen Spielhölle zu erwecken, haben die Untevnchmer bestimmt, daß die Preise irl WertvrüNM Kategorie 60.000 K. wert, 2. Kategorie 20.000 K. wert) ausgezahlt werden. In Wirklichkeit wird aber Geld cmsgezahlt. Die Verlierer sind immer wieder nur die Spieler, da sie ja im günstMten Falle nur das Sechsfache-ihres Einsatzes zurückechalten können und oft stundenlang warten m-üsten, bis auch einmal die von «ihnen gesetzte M«n«ner siegt. Iu Monte Carlo wird bekanntlich das SechAunddreiltzigfache der siegenden Nummer ausgefolgt. 1 Die Unternehmer haben es gut verstanden, die Spielwut «des Publikums für ihre Zwecke zu benützen. Dabei hat die Gemeindeverwaltung von Baden sich an das Gesetz gehalten, das die Hasardspiele verbietet, und doch ein Spiel eingeMrt, das sich «in nichts von «den Hasardspielen ärgster Sorte unterscheidet, die den bloßen Zufall entscheiden lassen. Misch ms dem Mckzug. . Die FÄschung der „Protokolle der Weisen von Zion". Bekanntlich hat die zionistische Bereinigung -für, Deutsch- Land vor kurzem eine Erklärung in der Presse veröffentlicht, daß sie gegen den Leipziger Antisemiten Abgeordneten Theodor Fritsch Klage schoben hat, weil Fritsch in einem Vorwort zu der Neuausgabe der „Weisen von Zion" bchauptet hat, -daß die - Protokolle auf de-m ersten Zionistenkong-retz ver- 'lesen wurden und noch heute den Zionisten als Nichtschnür dienen. I In «der neuesten Nurnmer seiner Zeitschrift „Hant-urer" ver. offtnticht nun Theodor FMch eine Hrklävung, in der er unter Mdevem sagt: '« „Die zionistischen Protokolle sind durch eine« Zufall jichre vuflifche Haussuchung) in mchstüdsche Hände geraten. Der Kronzeuge ist der ruststche Profestor Sergei Nil «r 8, der sie aus «dem Hebräischen ins RuUche übersetzte. Dieser Zmge aber ist zur Zeit, das heißt solange eine jüdische Schrecke-nsregrerung in Rußlarck herrscht nicht erreichbar. Er muß sich der-, borgen -hMen, wenn ihn die Dscheka übechaupt noch am Leben gelassen hat. Das Misten die hiesigen Juden und kvmien sick dMr tapfer aufs Ableugnen verlegen." . Dann -macht Fr its ch Ausflüchte und schreibt: ' ,M-r sagen mit Henry Ford: Der Beweis für dir Echtheit der Protokolle wird erbracht durch die - .Borg ä «rg e der Wirk!ichkeit. Es muß also eine verborgene Ge-" seWhast geben, die nach diesem politischen: Programn« handelt.' Wenn es die Zionisten nicht sein wollen, so eine andere jüdische 'Geheimgesellschaft, etwa der B'nai B'vrih-Qwden oder Alliance Jsrael-ite. Daß diese Protokolle auf -dem zimn-ststchen Kongreß' 1-s97 vorgetragen worden seien, haben wir nur als BermntnW Es ist auch die Möglichkeit zlizugeben, daß imsgesprocheir

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