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Wiener Morgenzeitung · 1924-06-21 · Heft 1921 (21.6.1924) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1921 (21.6.1924)
Date
1924-06-21
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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geffc H .• MStt, TO«gw^. M Gestäudms abzuleqen. Nach seiner Verurteilung, als Weber in seine Zelle zurückgeführt wurde, verlangte er t»en Oberwaärkommandanten zu sprechen, Der Oberwachkonrmandant R i ß erschien in seiner Zelle und nun erklärte Franz Weber, ohne besondere Zeichen von Aufregung zu geben, er gestehe zu. an dem Tode feiner Frau schuldig zu sein, sie gewürgt zu haben. Ans die Frage deS Wachkommandanten, warum er nicht im Laufe der Verhandlung ein Geständnis ablegen wollte, erklärte Weber, er habe diese Schande dem Wachkorps nicht antun wollen, dem er angehörte. Der Oberwachkommandant Riß erstattete von dem Vorfall Mitteilung und gestern vormittags wurde Riß vor den Vorsitzenden des Schwürgerichtsprozesses Hofrat Dr. Ranisauer geführt, wo er aufgefovdert wurde, seine Angaben zu wiederholen. * Sfite Neuerung Im Meldungewesen. Es ist beabsichtigt, eine Neuerung im Meldungswesen einzuführen. Sie soll darin bestehen, daß ein vollständiger Keh- «ann erscheinen soll, der außer dem bereits erschienenen ersten und zweiten Teil einen dritten Teil enthalten wird, in dem die Einwohner Wiens nach Häusern angeführt sind. Die Polizei will, wie Polizeipräsident Schober gestern mitgeteilt hat, ihren Häuserckataster, der in den einzelnen Kommissariaten^ angelegt ist, der Firma Lehmann zur Verfügung stellen. Die Häuserkatäster sollen ein informierendes Nachschlagebuch für die Geschäftswelt und die Industrie sein. Es wird daher ein neuer Meldungsbogen für diesen Zweck ausgestellt werden, der nur Namen und Adresse enthalten wird. Me Juwelen der Latch Ludlow. Sir Derrick Wernher verhaftet. London, 30. Juni. (Tel. der ,Miener Morgenzeitung".) In Londoner Gesellschaftskreisen erregt die vorübergehende Belastung des Sfr Derrick Wernher, eines Sohnes des verstorbenen Minemnagnaten Sir Julius Wernher, großes Aufsehen. Sir Derrick Wernher wurde vorgestern verhafte^ und zur Polizei gebracht unter -Berufung auf einen Vorführungsbefehl, welcher im Jahre 1912 gegen den jungen Wernher wegen falscher Zeugenaussage in feiner Kridaangelegenhxät zu jener Zeit erlassen worden ist. Die Motivierung der Verhaftung ist um so seltsamer, als Sir Derrick Wernher in den letzten zwei Jahren sich in London aufhielt und' bei der Polizei angab, de« Vorführungsbefehl aus tAn Jahre 1912 längst vergessen zu haben. Sir Derrick Weirnher lebte nach seinem Bankrott im Jahre 1912 zehn Jahre in Amerika. Die Polizei nahm j^-och, wie die Blätter w>elter berichten, den Anlaß wahr, dem Sir Derrick Wernher feine Fingerabdrücke abzunehmen. Bei der Stiefmutter Sir Derricks, Lady Ludlow, wurde nämlich vorige Woche jAn sensationeller Einbruchsdiebstahl verübt, wobei den bisher unausgeförschten Tätern unschätzbare Juwelen in die Hände fielen. Die Einbrecher hinterließ m zahlreiche Fingerspuren im Palais der Lady. Allerdings verlautbart die Londoner Polizeidirektion, daß die Fingerabdrücke Sir Derrick W-ernhers mit den Fingerspuren der unbekannten Einbrecher in' der* Villa 'seiner Stiefmutter keineswegs überemstimmen. Sir Derrick Wernher wurde freigelassen, doch wird die eigentümliche Verhaftung in der Oeffentlichkeit vielfach komment.ert Ueberfallauf eine« kzernowltzer Fuweller. (Gigendienft der ,Wiener Morgenzeitung".) Bukarest, 20. Juni. Bei dem Juwelier Karl Schultz in Czernowitz erschienen vor einigen Tagein zwei vornehm gekleidete Fremde, der Aussprache nach Beßarabier, und wünschten eme goldene Uhr zu kaufen. Nach langem Wählen überreichten sie dem Juwelier eine Angabe und versprachen, den nächsten Tag nach Ladenschluß den Rest zu bringen Saft die Uhr zu beheben. Sie erschienen zur festgesetzten! Zeit im Juwelierladen, dessen Rollbalken von Juwelier Schultz herabgelassen wurden, da es bereits nach der polizeilichen Sperrstunde war. In diesem M'ometrte zogen die Fremden Revolver hervor und drohten Schultz ni^derzuschießen, falls er um Hilfe schreien würd«. Dann sperrten sie den Juwelier in ein nebsin dem Laden befindliches Kabinett ein, rafften Juwelen im Werte von mehr als einen Million Lei zusammen, und verließen dann das Geschäft in einem Automobil, das auf sie wartete. Wm den Räubtzrn fehlt noch jede Spur. _ Bor eittee Preiserhöhung In de» Kaffeehäusern. In der gestrigen Hauptversammlung der Genossenschaft der Kaffeesieder erklärte Vorsteher E g k h e r, mit Rücksicht auf die noch immer sehr niedrig gchaltenen Preise iu den Kaffeehäusern sei es den Kaffeesiedern nicht möglich, ihre Lokale entsprechend renovieren zu lassen, aber es werde endlich doch etwas geschehen müssen: Es werde nicht möglich sein, dauernd die derzeitigen Preise aufrechtzuerhalten. * Jüdisch-arabische Verständigung. Der arabisch-christliche Schriftsteller/Herr Michel Sarkis, über dessen Bestreibungen wir Näheres berichtet haben, hat vorgestern seine propagandistische Weliveise fortgesetzt. Herr Savkis erschien im unserer Redaktion in Begleitung des Sekretärs der Pra-tPalästinajüdisch-aräbischen-VerstLndigungsLktiom (Java), Herrn Samuel Cappon, und iseiner Kairoamr Landsleute Josef Kabil und Leon N a v o n, und dankte für die Unterstützung, Re er bei uns gefunden hatte. Heber Ersuchen des Herrn Sarkis setzt Herr Cappon die Vorarbeit für seine Mion fort. DiesbeHÜWche Zuschristen sind an das Sekretariat der Pro-iPaMtna-Äktion Java per Adresse: Dr. Leo Goldhammer, - Wien, 1 Bez., Stubenring 14, zu richten. * Vom tschecho-slowasischen Generalkonsulat in Men werden alle ^Kriegsbeschädigten und Mtwen aufmerksam gemacht. daß sie in ihren Angelegenheiten beim gena.Mten Amte nur Montag. Mttwoch und Samstag -Wischen 8 dis 1 Uhr vorsprechen können. Zu anderer Zeit können in der Invaliden« abteilung des Generalkonsulats Parteien, ausgenommen unaufjchiedbar driujMde Fälle, nicht empfanden werdxn. jjytfnfr f/ierßcjijjru uns« at. jgwirt was ~ 9(1.1991 Mssrs MM!MSUUabe. Der rasche Pulsschlag des heutigen Lebens erweckt auch im Zeitungsleser den Wunsch, daß ihm die Ereignisse des Tages und des Lebens in krrappestex und packendster Form vermittelt werden. Die „Wiener Morgenzeiinng", welche stets ihre Bemühungen darauf, richtet, den Wünschen der Leser nicht nur entgegenzukommen, sondern sie zu erraten, noch ehe sie ausgesprochen sind, ist stets darauf bedacht, das Muellste in konzentriertester Form zu bringen und so, reichhaltig, informierend und zugleich in gefälligster Form belehrend, alle Schichten des Leserpublikums zu fesseln. Von diesem Bestreben geleitet, gehen wir jetzt daran, die Montagsausgabe unseres Blattes in Umfang, Inhalt und Form auszn gestalten. Die Montagsausgabe der „Wiener Morgenzeitung" soll eine Revue der Woche werden, die, knapp und packend zugleich, dem Leser das Weltbild über den Tag hinaus vermittelt. Dieser Grundsatz schließt es selbstverständlich in sich, daß wie bisher und noch mehr als bisher die Aktualität der Tagesereignisse in vollstem Umfange gewahrt bleibt. Die Montagsausgabe der „Wiener Morgenzeitung" wird nach wie vor den Lesern die neuesten Ereignisse vermitteln, Daneben aber will sie üb er die Einstellung auf den Tag hinaus den Flutz der Geschehnisse «Nd ihre Brennpunkte Narlegen. Deshalb sollen die politischen Ereignisse der Wochein einer Gesamtübersicht „Politisches Welttheater" zusammengefatzt werden, die unter der Leitung von Robert Stricker stehen wird. Die heute so brennenden Wirtschaftsfragen, denen die „Wiener Morgenzeitnng" stets das lebhafteste Augenmerk zuwendete, weil sie als der Angelpunkt des modernen Lebens betrachtetwerden können, werden in der Rubrik „Handel und Wandel" unter dem Aspekt nicht nur der örtlichen, sondern auch der allgemeinen Wirtschaftsprobleme besprochen werden. Neben dem sonstigen reichen Inhalt der Montagsausgabe, welcher die Erörterung medizinischer Fragen, ferner fLUilletonistischen und anderen Lesestoff in bester Auswahl umfaßt, soll auch noch dem heute so besonders stark hervortretenden Verlangen des Lesers nach Humor und Laune Rechnung getragen werden, und dies in den Vesten Darbietungen in Wort und Bild. Doch auch der Leser selbst soll zu Worte kommen: Wir wünschen den Kontakt mit ihm, wollen seine Wünsche, Anregungen, Beobachtungen und Aufklärungen enipsä'rg-m «nd weitergeben. Diesem Zweck soll die Rubrik »Die Stimme des Lesers" dienen. Bei dem großen Interesse, das jetzt allenthalben der Sport in der Gesamtheit erweckt, ist es selbstverständlich, daß wir wie bisher in unserer Montagsausgabe den Sportereignissen vollste Aufmerksamkeit widmen; aber darüber hinaus wollen wir der internationalen Bedeutung des Sports entsprechend der Berichterstattung über Sportereignisse in allen Ländern erhöhtes Augenmerk zuwenden. Aeberdies bringen wir von Montag den 30. Juni an, wo unsere verstärkte Montagsausgabe zum erstenmal erscheinen wird, in der „Wiener Morgenzettung" eine Neuheit für unsere Leser: den ersten modernen Fußballroman. Wir haben das in englischer Sprache vor kurzem erschienene Buch Srdney H o r lers „Go al" unter großen materiellen Opfern zur autorisierten Uebersetzung und erstmalige« Veröffentlichung in deutscher Sprache erworben. Der Roman schildert in packender Form den sportlichen Prosfessionalismns und gewährt sensationellen Einblick hinter die Kulissen des Fußballsports. „Goal" hat in England in unglaublich kurzer Zeit eine Auflage von 600.000 Exemplaren erreicht. Dies beweist wohl zur Genüge, wie stark es das Interesse oller Leser erweckt hat. Mr sind sicher, daß dies auch hier der Fall sein wird. Diese kurze Uebersicht über den Inhalt unserer verstärkten Montagsausgabe soll neuerlich zeigen, daß die „Wiener Morgenzeitnng", ihren Grundsätzen treu, alles daran setzt, um allen Wünschen ihrer Leser eutgegeuzukommen. Die Montagsausgabe selbst wird — davon sind wir überzeugt — unseren alten Freunden willkommen sein imd uns neue bringen. * Ein teures Druckwerk. In London wird die Herausgabe eines großen Werkes vorbereitet, welches vier Bände umfassen und nicht weniger als 60 Pfund, also über 15 Millionen Kronen. kosten wird. Es handelt sich hier alber nicht -etwa um.ein Wörterbuch oder sonst «ein wissenschaftliches Kompendium, sondern um ein Werk, welches den Fasan in allen seinen auf der Erde vorkommenden Spielarten und deren Lebensweise behandeln wird. Der Text dieses Werkes rührt von einem Fachmann vcm wologischen Garten in New-Bork her, und um authentisches Material und photographische lAusnchm-en zu erlangen, wurden alle Erdteile bereist, auch dve Berge des Himalaja in die Forschung eiwbezogen und auf den unwirtlichen Inseln bei Java Beobachtungen angestellt. Das Unternehmen ist durch die Freigebigkeit «eines Millionärs ermöglicht worden, der dafür nicht weniger als 300.000 Pfund gezeichnet hat; ein Betrag, der zur Drucklegung und Heckimg der übrigen großen Unkosten dieses Unternehmens MU* HP m Bebel hielt im Reichstag ei scharfe An-klaaerede gegen mancherlei, durch die sich auch eini Herren - ohüe genannt zu sei«-Mönlich getrofstn fühlten und zu ihrer Rehabilitierung Erklärungen des Sozialisten, mhrers verlangten. Im Couloir des Reichstages stand einige Tage spater um Bebel eine Gruppe von Abgeordneten der Linken; man sprach über die Folgen seiner Rede. Auch der alte Albert Träger hörte die Unterhaltung einige Minuten mü an, klopfte Bebel freundschaftlich auf die Schulter und derchwand mit den Worten: „Lieber Kollege Bebel, wenn mau so etwas gesagt hat, muß man auch den Mut haben, es abzuleugnen. ieindorfgasse 48. (EntgeMch.) Tansinstitut Hermann Braun. 14, Bez., Vereine, Vertrüge «nd Versammlungen. Zionistische Mittels chülerveretui üung. Heute, 7a5 Uhr nachmittags, im Bureau des Landeskomitees, 2. Bez., Taborstraße 20 a. Vortrag beS Herrn Hans Kandl über „Sozialismus und Zionismus . Urania. Heute 6 Uhr (Großer Saal): Vom Dietoriasee nach Aegypten (Wildafrika II. Teil). y,8 Uhr (Großer Saal) r Es war eine köstliche Zeit. V,8 Uhr (Kleiner Saal) : Vorlesung Anton Amon: Die Geschichten turnt Hockewanzel. 7S8 Uhr (Kursaal): Prof. Dr. Oswald Ro sst: Die Kunst, recht zu behalten. V,8 Uhr (Klubsaal): Dr. Robert Friedman«: Goethe, Heraklit und Laotse. IV. Technisches Museum. Heute, 8 Uhr nachmittags, Vortrag Ing. Dr. F. S e d l a c e I: „Die Kunstseide". Morgen, 10 Uhr.vormittags, Lichtbildervorttag Prof. Dr. L. Richters: „Das Fernbild". O e st e r r e i ch i s ch e L M «s e u m. Morgen sind die Sammlungen einschließlich. der Schausammlung ehemaliger Hofmobilieu, ferner der Teppiche und Neuerwerbungen von 9 bis 1 Uhr geöffnet (1000 K.). Bibliothek und Lesesäle von 9 LiS l Uhr (freier Eintritt). Die ehemalige Hostafel- und Silberkammer ist an Donnerstagen von 9 bis 3 Uhr, an Sonntagen. von 9 bis 1 Uhr (Inländer 5000 K., Ausländer 10.000 K., Illustrierte- Führer 5000 K.) zugänglich. Schlußprüfungen in den hebräischen Volksschulen in Karpatho-Rußland. Der Hebräische -Schuliverein für Karpatho- Rußland gibt bekannt, daß.dre Schulpaüsungen in der Schüle Mukacevo am 26 und 39. d., in Sovljus am 28. d. (Schlußseier am 29. d.), in Hust am 23. d., in B. Bockov am 24. d., in Jasina am 35. d., in Svaffava am 27. d., in Beregsaz am 29. bi, in Volüvoje am 30. d. und in Torun am 1. Juli stattsinden werden. Akademisches Gymnasium. Mit Beginn des nächsten Schuljahres eröffnet das Akademische Gymnasium- 1. Söe*., Beethovenplatz 1, eine erste Klasse der deutschen Mittelschule. Die Gkinschreibungen finden für alle Schüler vom 31. -bis 24. d. von 10 bis 12 Uhr statt.; Einschreibungen in die Jüdische Volksschule, 20. Bez., Denisgasse 38. Die JMsche Volksschule, 20. Bez., DeniSgasse 88, eröffnet' im Schuffrchr 1934-28 die fünfte VolksschuMasse. Gnschredbungen in alle fünf Klaffen finden täglich von 18 bis 1 Uhr mtttags in bit SchuKanzlei, 20. Bez., DeniSgasse 38, statt. Jüdisches Realgymnasium. Die Aufnahmsprüsiin>gen in die erste Klasse beginnen Moniag. den 23. d. um 3 Uhr nachmittags. Federstiel und Feder sind mttzubringen., Bühne und Kunst. .Mr. Plm WIL nicht stören.' Erstaufführuna im fttfeMrtet Theater. Wer ist Mr. >P:m? Gm lieber alter Herr, eme Art zerstreuter Professor, vergeßlich und bchuffa-m, geschwätzig und mit freundlichsn Runzeln auf Stirn und Wangen, der das Gute will -und das Böse schafft. Ich glaube, wir kennen Mr. Pim -aus den „Fliegenden Blättern" und aus einer Anzahl englischer bürgerlicher Romane. Je beharrlicher er sich vornimmt, nicht zu stören, desto beharrlicher stört er — also ein dankbares Lustspielmotiv, aber nur ei n Motiv; es verträgt, als Episode durch eine Komödie zu laufen, aber nicht, das Gerüst für einen Dreiakter zubilden. Mr. Pim stört also. Im Hause eines englischen Landgutbesitzers (und -Friedensrichters!), der Hm eine belanglose Empfehlung geben sollte, erzählt die alte Plaudertasche von einem vollkommenen Meschen, den er auf der Fahrt von Australien nach -England kenmn gelernt hat, und dieser Fremde mit einem sonderbaren Namen — welcher Zufall — ist der Gattin des Friedensrichters erster Mann, der Totgeglaubte, der-lebt. Berwirvung! Marden, der Gatte, ein Pedant der Rechtsfovm, klammert sich an den Buchstaben des Gesetzes, feine Ehe ist Bigamie im Sinne des Gesetzes, nach der Anschauung der englischen Gesellschaft hat er etwas Unerhörtes begangen. Die Ehe soll in Brüche gehen, Scheidung vom Totgeglaubten, Wlederverchelichnng auf dem Standesamt, Gswissenspein und Liebe zur Frau, all das quirlt durcheinander, Mr. Pim hat gestört. Außerdem ist ein Scheusal von einer Tante da, die ihn in seinem starren Fanatismus unterstützte Znm Glück bummelt ein junger Maler durch sein Haus «und. seinen Schweinestall, modern bis in die Fingerspitzen, radilkal, Kubist, der die Wollen viereckig und die Kühe -grün sicht, ein kreuAottes. Ding von einer Nichte, die den Maler liebt und nicht zuletzt seine Frau, eine feine, lebenÄklnge, mit allen -Finessen der Zärtlichkeit und Menschenkenntnis ausgestattete Dame — dieses Trifolium beginnt Marden zu bekehren. In -die .gewitterschwüle Stimmung platzt Mr. Pim mit der Mtteilung, daß der erste Gatte an-einer Fischgräte zugrunde gegangen sei. Eine angenehme Störung also, heitere Wollen auf dem Firmament, die Ehe ist gerettet. Aber Mr. Pim -stört nochmals, indem er sich erinnert, daß ^der vermeintlnche Totgeglaubte ein anderer -sei! Inzwischen aber ist der Starrkopf von einem Mann bekchvt, er fühlt endlich und begreift, daß die Liebe über allen Gesetzen stehe, hol der Kuckuck die Kirchenvovschriften und -den Förinellranr des ' Himmels MavdW und Frau WpWe« sich als nochmals -glücklich

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