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Wiener Morgenzeitung · 1924-06-21 · Heft 1921 (21.6.1924) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1921 (21.6.1924)
Date
1924-06-21
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 'ISA._ Wien, Gamsiag Die Sonnenkiiche auf dem Mount Wllson. Der Budapester Astrophysiker Dr. K ö v e s l i g e th y Rado kehrte jüngst von einer Studienreise zurück und berichtete in einem Gespräch mit einem Journalisten über die Arbeiten, die gegenwärtig in den verschiedenen Sternwarten und Observatorien durchgeführt werden. Die wichtigsten Ergebnisse auf dem Gebiete der Astronomie in der letzten Zeit sind: die Feststellung des Wärmegrades und des Entwicklungsganges der Sterne sowie die Errechnung der tatsächlichen G r ö ß e der Fixsterne. In der modernen Astronomie herrscht sehr großes Interesse für die Gestalt, die Masse und die Entwicklung unseres Sternensystems. In dieser Richtung wird sehr genaue und gewissenhafte Detailarbeit geleistet und es sei hier im allgmeinen festgestellt, daß das Prinzip der Arbeitsteilung vielleicht auf keinem anderen Wissensgebiet in solchem Maße zur Geltung kommt, wie eben in der Astronomie. Die einzelnen Observatorien befassen sich mit der Lösung spezieller astronomischer Aufgaben, denn nicht jedes Observatorium ist auch in der Lage, sich mit sämtlichen astronomischen Problemen zu befassen, schon deshalb nicht, weil die zur Verfügung stehenden Instrumente nicht überall die gleichen sind. In bezug auf Ausrüstung und Materialsammlung . sind die amerikanisch e n Observatorien führend. Sie übernehmen mit bewundernswerter Genauigkeit die Lösung minutiösester Aufgaben. Das ist natürlich vor allem eine Frage des Besitzes der feinsten I n st r u m e n t e, also zunächst eine reine Geldfrage. Die europäischen kontinentalen BeobachtungSstationen, einschließlich der Observatorien der neutralen Länder, leiden durchtvegs an Geldmangel. Ein besonderes Verdienst haben sich die amerikanischen Astronomen durch chre Forschungen auf dem Gebiete der photographischen Aufnahmen der Nöbebwolken, der Betve- Mng der Fixsterne, der spektroskopischen Untersuchungen, der Veränderlichkeit der Sonnenstrahlungen und auf dem Gebiete der Wettervoraussage auf längere Zeit erworben. Allerdings gibt, es auch nirgends wie in Amerika so viele und so freigebige Mäzene, die für astronomische Studienzwecke ganze Vermögen opfern. Auf dem Gebiete der photographischen Aufnahmen ist das H a r w a r d - O b s e r-' vätorin m, in welchem diese photographischen Arbeiten zum größten Teil von Damen besorgt werden, das bedeutendste Institut. Eine der vollkommensten Beobachtungsstationen der Welt befindet sich in Kalifornien auf dem Mount- Wilson. Sie besitzt ein Spiegelfernrohr von 240 Zentimeter Durchmesser. In diesem. Observatorium wurde ein interessantes Experiment zur praktischen V e r w ertUTtg der Energie der Sonne durchgesirhrt. Das Mittagmahl der Angestellten des Observatoriums wurde während des ganzen Sommers bis in den Herbst hinein auf einem verhältnismäßig einfachen Apparat gekocht, dessen Konstruktion auf.• der Ausnützung . ber 8 o tt ri evn fe a.r;m« : beruht.; An einem September-Nachmittag hatte das Wasser in dem mit dein Apparat verbundenen Kessest 146 Grad und , um. 6 Uhr abends noch 95 Grad. In Kalifornien würde anch eine zehnpferde-, kräftige Maschine konstruiert, die gleichfalls von der Energie der Sonne gespeist wurde. Die Versuche in dieser Richtung sind wohl noch im Anfangsstadium, aber es ist kaum zu leugnen, daß diese Experimente den südlichen Ländern — so zum Beispiel Italien — unabsehbare Perspektiven eröffnen. In Rom macht das vatikanische Observatorium unter der Führung des gelehrten Jesuitenpaters Hagen außerordentliche Fortschritte. Pater Hagen gehört heute auf dem Gebiete der Erforschung der lichtwechselnden Sterne zu den größten Autoritäten. Sehr unangenehm für den Fortschritt der astronomischen Wissenschaft macht sich der Umstand fühlbar, daß es bisher noch nicht gelungen ist, auf dem Gebiete der Astronomie die internationale Zusammenarbeit lückenlos herzustellen. So sind zum Beispiel die Deutschen noch immer aus dem internationalen Astronomenverband ausgeschlossen. Auch an die Arbeiten der ungarischen Sternwarte auf dem Schwabenbe rg knüpft der Gelehrte große Hoffnungen und es sei erfreulich, daß in Ungarn das Interesse für die Astronomie im Steigen begriffen ist. Traurig jedoch ist es, bafe auch auf dem Gebiete der exakten Wissenschaft Gesichtspunkte zur Geltung kommen konnten, die alles eher als wissenschaftlich genannt werden könnten. 3« der Mailänder Futuristenwerlstatt. Bon Egon Dietrichstekn. . . Auf dem Korso Venezia 61 in Mailand wohnt Signor F T. Marinetti. An seiner Tür ist noch ein zweites Schild: „Movemento Futurista". Die Wohnung Marinettis ist also die Werkstätte der Futuristen, und Marinetti ihr Vater, Führer, Propagandist. Er hat den Futurismus vor 15 Jahren in Mailand begründet. Von der Bühne des Teatro licico schrien damals kampfeslustige Enthusiasten ihre neuen, wirren, revolutionären un- und mißverstandenen Bekenntnisse in das Publikum. Sie wurden ausgepfiffen, ausgezischt. Es gab einen filmen revolutionären Tumult. Daran hat sich nicht viel geändert: Die Futuristen kämpfen heute wie damals gegen das Philistertum, das heute wie damals mit einer mehr odv: weniger lärmenden Ablehnung antwortet. Wiener Morgenzeltuns. KT. Juni IW* Mel. TAUSENDE ü man findet, daß die Futuristen sich der lärmenden TrvM verlassene, schmucklose Gräber beweisen,, daß die liebevoll« Erinnerung an die Verewigten auSstirbt. Mit Armut darf niemand seine Gleichgültigkeit und Ge« fühlSlosigkeit entschuldigen, denn die Kunststeinfabrik „ASM“, Wien, I. Stubenring Nr. 1A BettaufSfiHoIt: ZI. Simmetittgtr $>auyt|lr. 351a Jiü liefert künstlerisch auSgesührtc, garantiert wetterfeste Grabsteine zu beispiellos billigen Preisen. // Besichtig, die stä»oige*AuSstellungl Slgnor Marin-tti ist über das Atter phantastischer Ideale hinaus. Er könnte sich mit seiner Glatze und noch mehr mit dem Vermöge» seines Vate/rs, eines reichen ägyptischell Baumtvollhändlers, zur Ruhe setzen. Aber Marinetti sprüht, kämpft weiter. Er ist ein Propagandist d?r Tat und erträgt das Schicksal, verkannt zu werden, mit der resignierten Geduld des Märtyrers. Er hat sich sogar einsperreln lassen. Einundzwanzig Tage Arrest hat ihn seinerzeit seine Freundschaft für d'Annunzio gekostet. Einige Kollegen saßen noch länger und so ist Mailand in jeder Hinsicht der Sitz der. Futuristen. Wenn es auch ein wenig kühn wäre, festzustellen, der Futurismus hätte sich durchgesetzt, so kann man immerhin sagen, er hat sich durchgeschrien. In Amerika, Deutschland, Oesterreich, Frankreich und in seiner italienischen Heimat hat er Proteste, Manifeste, Reden trompetet, Konzerte, Vorträge, Theatervorstellungen entzündet. Man ist trotz alledem über die Ziele und den Zweck der Bewegung nicht llar geworden und es scheint, daß der Futurismus vor allem davon lebt, daß er blufft, verwirrt, orakelt, unverstanden, bleibt, statt sich zu erklären und dabei in die Gefahr gebraten, verstanden zu werden. Marinetti hält, wenn er vom Futurismus spricht, eine Programmrede, die er in zahlreichen Broschüren veröffentlicht, er bläst Manifeste, er wirft Flugzettel aus. Und er regt sich dabei ein wenig auf. . Der Futurismus, sprüht er, will die geistige Revolution. Für Republik, Dynamik, Bewegung, Weltverbesserung. Gegen die Reaktionäre, Klerikalen, Moralisten, Pedanten, Konservativen. Die Futuristen sind Künstler, aber sie sind auch Politiker. Zeitweise. Mitunter entwickeln sich die Weltereignisse zwar auch ohne ihre Mitarbeit, ziehen sie sich von der Gegenwartsgeschichte etwas zurück, aber nur, um sich zu sammeln, zu kräftigen. Die Futuristen sind stolz darauf —. „ils sont fiers", sagt Marinetti, der in Paris ausgewachsen ist und seine kampfesklirrende Phraseologie glänzend ins Französische übersetzt. Sie sind also stolz, am 15. September 1914 g^gen den Dreibund geschrien zu haben, noch stolzer, daß man sie im Gefängnis von Sau Vittore an weiterer politischer Propaganda verhinderte. Sie sind ferner noch heute stolz auf ihre Kriegszeitung „Roma futurista", in der sie kurzweg allen Nationen den Kriiejg erkälten. Die Futuristen wollenkeineswegs mit d«n. Bolschewiken verwechselt werden.'' Äb«r die Bolschewiken wissen offenbar nicht, wie sie sich zu ihren malkontenten Kollegen stellen sollen.- Beide, Futuristen und Bolschejwiken, wollen diese miserable Welt, damit sie sich doch endlich ein wenig bessert, einigemale kräftig schütteln. Mi dieser Tätigkeit 'vereinigen und bekämpfen sie sich. Einerseits und andererseits. Die Futuristen, sagt Marinetti verächtlich, werdlen von den Bolschewiken angegriffen und umschmeichelt, herzlich begrüßt und gelegentlich wieder angerempelt. Gegenwärtig sind 'die Futuristen wieder mehr mit der Kunst beschäftigt, für die sich zumindest die Polizeibehörde nicht interessiert. Das Arbeitszimmer Marinettis ist mit dieser futuristischen Kunst möbliert, garniert, etwas überfüllt ausstafsiert. Es war ein wenig schwer, den ganzen Futurismus in einem einzigen Zimmer unterzubringbn. Diese Rellämeplakate, bunten Papiorwände mit schreiend riesigen Lettern, diese auf den Kopf gestellte Bilder, Vasen, Nippes, Bucheinbände, Teppichs phantastischen Figuren, das futuristische Klavier und die futuristischen Trompeten. Das alles sieht, obgleich Marinetti, wenigstens in seiner Hauswirtschaft, ein Pedant ist, durcheinander geworfen und durcheinander geschüttelt aus, als wäre ein Sturm, offeinbar ein Sturm der Revolution, in seinen Arbeitsraum gefahren und hatte allen diesen Gegenständen einige der wichtigsten Bestandteile abgerissen/und sie in alle Winde zerstreut. Das Milieu ist eine Sammlung scheinbarer Fragmente, ihre Stlleinheit — der Wirrwarr, Futurismus! ... < Marinetti kommentiert und» verteidigt diese Kunst sehr lebhaft und erregt: Kubismus? — Eine kleine Analogig, zweifellos. Dadaismus? Nein, itcfn, neüt. Die Dadarstün sind Nihilisten. Sie wollten — nichts. — Die Futuristen aber sind Reformatoren. Sie haben, unter anderem, eine neue Sprache erfunden und Marinetti hat eine Broschüre darüber geschrieben: „Les mots en llberte futuristes", eine neue Syntax, eine neue Art zu sehen und zu fühlen, „les mots libristes". Aus 'arithmetischen, geometrischer Formen, aus allen möglichen entstellten und erfundenen Worten, aus Tierlauten und; Motorlärm schaffen sie Dynamik und die Vereinigung der gesamten Literatur von Homer zu d'Annuuzio und Verharren. Der Futurismus hat ferner, unter anderem, den futuristischen Tanz erfunden — d^nn was wäre der Futurismus, wenn mau nicht auch futuristisch tanzen könnte? Den Tanz der Luftschiffen, der Schrapnelle, der Mitraill^usen. Nijinski? Jsadora Duncan? Der futuristische Tanz ist selbstverständlich — das Gegenteil: „unharmonisch, ungraziös, asymetrisch, dynamisch". Und es ist nur selbstverständlich, daß Luigi Rusfolo,. der Maler und Musiker, eiu eigenes Orchester, eigene Instrumente zu diesem futuristischeu Karneval komponieren mußte: „Les bruiteurs", Nieseirschallröhren, eine Mt phantastischer und mißratener Grammophone. - Marinetti öffnet ein rotes Album, in dem er die ganze ' Ausschnittliteratur über den Futurismus gesammelt hat und Pete» sehr' kräftig und ausgiebig bedient««. Nur haben sie diese Posaunen des lärmchden Geschreies nicht erfunden. Marinetti antwortet auf bi« Fragy wie er, der Bourgeois-Sohn, unter die Revolutionspropheten kam, ausweichend: „O c'est une guestion oompliqueck". Aber seine Verbündeten Russolo und die anderen .schreiben aus ihrer Visitkarte: „Futurista" ... als wäre es ein Beruft während es höchstens eine Ueborzeugung ist, von der man nicht leben, aber, wie man sieht, scheinbar doch leben kann. Und zu allen Zeiten hat es Phantasten und phantastische! Ideen, malkontente Weltverbesserer für Freiheit und Fortschritt gegen Reaktion, Unterdrückung und das Alte gegeben. Später le bourgeois! auf der Fahne Karl Mohrs, der Weltrevolution und auf dem Plakatbanner der futuristischen Kleinkunst. Das ist das ewig Alte in dem neuen Programm Marinettis, das nur den Namen gewechselt hat. Hat es 1722 schon eia Telephon gegeben? Eine interessante Itzttdeckung. Die hebräische Responsen-Literatur früherer Jahrlhunderte bildet eine unschätzbare, aber leider noch Wiel zu wenig ausgeschöpfte Fundgrube für die Erforschung der älteren Kulturgeschichte. Während die allgemeinen Halachischen und agadischen Werke der raMnischen Literatur dem alltäglichen Leben ihrer Zeit fast gar keine Aufmerksamkeit zuwenden, befassen sich die „Fragen und Antworten" vieler Autoren beinahe ausschließlich mit Fragen des Alltagslebens, mit Fragen, die der Kulturfortschritt ihrer Zeit aufwirst und im Zusammenhänge damit mit dem Problem, wie die neuen Errungenschaften der fortschreitenden Wissenschaft mit den dogmatischen Gesetzen des Judentums in Einklang zu bringen wären. Von diesem Gesichtspunkte aus betrachtet, ist die rabbinifche Responsen- Literatur in vielen Beziehungen ein Spiegelbild der Kulturbestrebungen und der technischen Erfindungen der Zeit, in der sie geschrieb-. wurden. Einen sehr interessanten Fund hat der jüdische Publizist S. Talprot in Montreal gemacht, der hierüber in der „Jewish Gazette" in New-York berichtet. Imdritten Band des Responsen-Werkes „Schewuth Jakob" fand Talpiot unter dem Paragraph 31 eine Frage, die. in Uebersetzung, wie folgt lautet: . . und im besonderen bezüglich gewisser Apparate, die speziell -zum Sprechen gemacht wurden und die Stimme viele Meilen weit Höven lassen. Ein Mensch kann aus der Ferne mit seinem Freund sprechen. Soll das Sprechen durch diese Apparate am Sabbat verboten werden? Wir haben bisher allerdings nichts gehört, daß -jemand.gegen die Benützung dieses Apparates am Sabbat etwas vuszusetzen gehabt hätte." Der Autor des Werkes „Schewuth Jakob" ist der berühmte Rabbiner von Metz Jakob Reis ch er, der Autor vieler halachisch wichtiger Werke. Er starb im Jahve 1733 und die oben zitierte merkwürdige Frage ist vom Jahre 1722 datiert. Die ganze Fassung der Fragestellung läßt darauf schließen, daß der damalige Fernspvechapparat zur Zeit als die Frage gestellt wurde, keine neue Sache war und so stark im Gebrauch stand. Welcher Art war nun jener Apparat, und so nebenbei mag wohl auch die. Frage nicht uninteressant sein, wie es komme, daß die streng orthodoxen Juden unserer Tage die Benützung des Telephons am Sabbat verpünen, während der Gaou Jakob R eischer von Metz zu Beginn des 18. Jahrhunderts gegen die Benützung eines Fernsprechers am Sabbat nichts einzuwenden hatte. Vielleicht weist diese Tatsache daraufhin, daß der Telephonapparat aus dem in der Frage angespielt wird, nach anderen technischen Prizipien funktioniert hat, als der heutige. T a l p i o t hat seine aufsehenerregende Entdeckung, wie er -in seinem Aufsatz berichtet, dem Generalingenieur der amerikanischen Telegraphen- und Telephonkompanie in New-Aork, einem hervorragenden Kenner der Geschichte des Telephon- und Telegraphenwesens, mitgeteilt und ihn gefragt, ob irgend etwas von einem Fernsprechapparat bekannt sei, der nach der Fragestellung des Rabbi Jakob Reischer 1722 in Verwendung gestanden sein müsse, bekannt sei. Die Antwort dieser Fachautorität war negativ, der Gefragte war über diese Entdeckung höchst erstaunt. Auch die besten technischen Enzyklopädien geben keinen Aufschluß hierüber. Auch diese wissen nur soviel, daß der deutsche Jude Philipp Reiß der erste Erfinder des Telephons war, das dann von dem Amerikaner Graham Bell vervollkommnet wurde. Die Frage des Rabbi Jakob Reischer war an die Adresse seines Schwagers, des berühmten Landesrabbiners von Böhmen, David Oppenheim in Prag, gerichtet. Dieser David Oppenheim gehörte zu den größten Gelehrten seiner Zeit, der übrigens als Landesrabbiner von Böhmen auch bei der Regierung in hohem -Ansehen stand. Er ist gleichfalls Autor zahlreicher wissenschaftliche« Werke. Talpiot weist darauf hin, daß die berühmte. Bi>< bliothek Oppenheims sich auch heute noch in der Bodlehanischen Bibliothek in Oxford als eigene „David Oppenheim-Sammlung" in der sogenannten „Hebrew Room" aufbe'wahrt wird. ' 8k» GestSndnis der Tattenmörders Franz Weber. . In der Prozeßsache Franz Weber, die in der Oeffeup lichkeit so großes Aufsehen hervorgerufen hat, ist eine Wendung eingetreten. Bekanntlich hat Franz Weber im Laufe der Verhandlung hartnäckig geleugnet, an seine Gattin Hand angelegt zu haben, und trotz des lebhaften Zuspruches der Geschworenen, die ihn schließlich e i n st i m m i g des Mordes schuldig erkannt haben, war der Angeklagte nicht zu bewegen,

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