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Wiener Morgenzeitung · 1924-06-20 · Heft 1920 (20.6.1924) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1920 (20.6.1924)
Date
1924-06-20
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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f«*«» «MMtWAMP ilfPO'ipil!»»..,,,? Wnfn_ WM, %i<m| — Las Problem der PalMna-Anleihe. 8« Zusammenhänge mit der von Richter Rosenblatt vvrgeschlagenen Palästina-Anleihe (siche das „Reue Palästina" vom 16. Mai) hat das Palestine Committee der amerikanischen Zionistischen Organisation beschlossen, der bevorstchenden Pittsburger Konvention vorzuschlagen, eine Kommission von zwölf prominenten Geschäftsleuten zu wählen, die sich nach Palästina begeben sott, um die Wirtschaftsmöglichkeiten des Landes zu prüfen. Die Feststellung^: der Kommission sollen die Haltung der Zionistischen Organisation üt der Frage der vorgeschlagenen Anleihe bestimmen. Me verlautet, hat das Palestine Committee schon eine Reihe von Meldungen 'von prominenten Zionisten erhalten, die der Konvention als Mitglieder der Kommission vorgeschlagen z» werden wünschen. * Zum Vorschlag RosenblattS wegen Vereinigung der jüdischen Siedlungen als Basis einer gemeinsamen Anleihe nimmt Dr. Stvne im Nüv-Borker „The New Palestine" Stellung. Stvne weist darauf hm, daß bei Ausführung der Ruthenberg-Kvnzessionen alle Ländereien, welche dadurch zu billiger Kraft und etwa auch leicht zu Bewässerung kommen können — und die arabischen Großgrundbesitzern gehören —, gewaltig im Werte steigen werden. Es ist daher nötig, vor Ausführung der Anlagen diese Ländereien zu erwerben. H^ute sind sie fast wertlos und zu billigem Preise käuflich, doch infolge ihrer Ausdehnung würden dennoch Millionen Dollar dazu nötig sein. Privatinteressenten oder kleine Gesellschaftein werden kaum gewillt, sein, solche Terrains zu kaufen, die jetzt noch unproduktiv sind. Der Jüdische.Nationalfonds hat nicht die nötigen Mittel ljazu. Nur eine Bereinigung der jüdischen Siedlungen, wie sie Rofenblatt vorgeschlagen hat, könnte im Anleiheweg die nötigen Summen dafür aufvringen. Mer diese Siedlungen haben dazu ihren eigenen Geldbedarf, für Austrocknung, von Sümpfen, Bau von Wegen, öffentlichen Arbeiten usw., die alle die Regierung eigentlich leisten sollte, die aber dafür kein Geld hat. Hätte aber die Regierung Geld, so käme dies vor allem der arabischen Mehrheit zugute. Würden also die jüdischen Siedlungen das Recht erhalten, Schulden aufzunehmen und Steuern zu erheben, wie Rosenblatt vorschlägt, so könnten sie sich auf dem von ihm empfohlenen Weg Geld verschaffen. Die mit demselben geschaffenen Verbesserungen und W^rtsteigerungen würden genügend Steuern tragen, um die Zinsen der Anleihe zu decken. _ Tel-Miw in Wern. Die von der TÄ->Aämwer Stadtverwaltung puWizierten Ziffern geben ein interessantes Bild dieser ersten j üd ischen Stadt in Palästina. Die Bevollkevungszählunig wurde im vorigen Spätsommer durchgesÄhrt, zu einer Zeit also, wo zahlreiche Bewohner sich außerhalb der Stadt befanden. 1909 wurde der Grund von Tel-Mwiw gelebt und eS entstanden aus dem Sanldhügel am Meeresuiser bei Jaffa die ersten sechzig Häuser, darunter das hebräische Gymnasium Herzliäh. In den ersten Jahren kamen durchschnitwch dreißig bis vierzig Häuser jährlich dazu. Eine Verzögerung in der Entwicklung der Stadt brachten natürlich die KriagSjahre mit sich. Die Entwicklung der Stadt setzte sich 1920 fort, in welchem Jahre 35 neue Häuser entstanden, 1921 300 Häuser, 1922 bis 1923 schon 477 Häuser. In gleichem Maße wächst natürlich die Bevöllkerungszahl. 1911 zählte Del-Mviw 550 Seelen, 1913 990, 1921 2862, 1923 5506. Durch die Bereinigung der übrigen Siedlungen (Ohel Mosche, Schchunach Brenner, Kevnn Hätmnanim, Machaeh Jehuda, Machcmeih Joses, MeÄas Baale M'lachch^ Newe Zed'ek, Newe Schalom, Nordia, Schchunach Dschlenow' und TÄ-Noödau) mfet Tel- Awiw steigt die BevölLerungszcchl aus 16.554 Seelen und. im Tedech dieses Jcchros auf 17.12 0 Seelen. Die BceutätiBeit ist noch nicht beendet. In ' fertigen 'Hausern wohnen bereits 13.764 Menschen, 1706 in Not- Häusern und 1660 in Zelten. Der Umfang von Tel-Awiw beträgt 5000 Dun-am oder 1600 Häuser. Der Wert der Häuser beträgt ungefähr 2 Millionen Pfund, jener der Bauplätze eine haVbe Million Pfund, das Gchellschaftsv-eumägen an Gärten, Gemeindehäusern, öffentlichen Plätzen ustv. 40.000 Pfund. Die Stadt zählt an 650 Geschäfte, Läden usw. Die gegenwärtige Bausivison ist ziemlich lebendig und man rechnet damit, daß mit dem Ende des Sommers hundert neue Häuser fertliggestellt sein werden. Die elektrische Station des Rnchenlbeog-Anternehmens hat bis Oktober vorigen Jahres in Jaffa und Tel- Awiw 700 Häuser mit Licht und Kraft versorgt. Am Strand, wo die Stadtverwaltung ein Seebad errichtet hat, baut eftn amerikanischer Jude zwei Hotels für Sommergäste. Ans Initiative der StaiKverwaNnnig sollen warme Sesbäder für Kranke eingerichtet werden. Nach den MitteAuingen der Zionlfftifschen Exelku-tive bestehen in Tsl-Mviw zurzeit 4 Spinnerei- und Welbereiimternchmungm, in denen 30 Arbeiter beschäftigt sind, 8 Schuh- und Kleidevwevkstätten mit 88 Ardcktern, 8 EisfribrNon mit 28 Arbeitern, 12 Bäckereien mit 46 Arbeitern, 5 Unternehmungen aus dem Geibiete der Zigaretten-, Karton nagen-, Korke n- und Seifenindustrie mit 86 Arbeitern, 10 Frinlbäckeveien mit 72 Aribeiterni, 9 Maschinenreparaturwerikstätten und verwandte Unternehmimtgen mit 94 A-vbeibevn, 4 EleArizitäts- und Jnstallakionsbetviebe Mit 50 Arbeitern, 7 Druckereien mit 100 Arbeitern, 12 Unternehmungen aus dem Gelbiet der Zement- und Steinindlustrie mit 210 Arbeitern mtlb-4 Großtischleveien mit 150 Arbitern. Zusammen finden in den ausgezählten Urrtevnchmunigen 904 Arbeiter Beschäftigung. (Die Zusammenfassung van Zigaretten-, Kartonnagen-, Kavken- Wd SeffenLiäbrcken ist etwas eigenartig.) mmx MKsMÜE so.. YM ISA Sfr. 1980 Die Frage der palMnenstfche« Staatsbürgerschaft. - . Die Frage des palästinensischen BürgerschaftsgesetzeS tritt nunmehr in ein akutes Stadium. Vor kurzem erhielt die palästinensische Verwaltung die offizielle Verständigung, daß Japan den Fri-edensvertrag mit der Türket -ratifiziert habe, wodurch die Londoner Abmachungen ihre internationale Rechtskraft erlangen. Damit erst sind verschiedene Schwierigkeiten beseitigt, welche bisher der Durchführung mancher Punkte des Palästinamandats entge-genstanden. Dies bezieht sich in erster Reihe auf die Frage der jüdisch-palästinensischen Staatsbürgerschaft, welche die jüdffchen Instanzen in Palästina seit langem beschäftigt. Das Palästinamandat besagt in dieser Hinsicht: „Artikel- 7. Die Verwaltung von Palästina wird verantwortlich sein für Inkraftsetzung eines Gesetzes über die Staatsangehörigkeit. In dieses Gesetz sollen Bestimmungen ausgenommen sein, die so gefaßt sind, daß sie die Annahme der palästinensischen Staatsbürgerschaft durch Juden, die ihren dauernden Aufenthalt in Palästina nehmen, erleichtern." Aus dieser Bestimmung ergeben sich eine Reihe Mm Forderungen, welche von jüdischer Seite vertreten werden müssen; sie werden auf die Frage der Dauer eines stabilen Aufenthaltes im Lande Bezug nehmen und verlangen müssen, daß die Erlangung >der Staatsangehörigkeit nicht durch die Einführung hoher Taxen erschwert werde. Bon besonderer Wichtigkeit jedoch ist, daß in den Bestimmungen über die Erlangung der Staatsangehörigkeit die durch die Balfour-Erklärung gegebene Zweckbestimmung des Palästinamandats klar zürn Ausdruck kommen muß. Die Frage der jüdischen Staatsbürgerschaft ist von besonderer Wichtigkeit und ihre Lösung eine Vorbedingung für die Schaffung des jüdischen nationalen Heims. Es ist nicht unbekannt, daß in dieser Angelegenheit zwischen der palästiumsisch-zionistischen Exekutive und der englischen Verwaltung seit längerem verhandelt wurde. Nzrnmehr erscheint es an der Zeit, daß die Angelegenheit ihrer Erledigung zugeführt werde. Beth Sefer Reali Ibri Haifa Hebräische Realschule in Haifa Beth Sefer Reali Ibri Haifa Mittelsehulerziehung in Verbindung mit .technischer Vorbereitung (Metallarbeit, Tischlerei, Buchbinderei für Knaben, Hauswirtschaft für Mädchen) Internat für Knaben und Mädchen Körperliche Ausbildung * Sport Gesundes Klima Anfragen sind zu richten an den Leiter der Schule vr. Artur B i r a m, Haifa, P. O. B. 202 \= Die palästinensische Regierung für die in Rußland verhafteten Zionisten. Aus Moskau meldet I. T. A.: In Moskau traf dir telegraphijche Nachricht aus Palästina ein, daß die dortige Regierung den im Moskauer Gefängnis sitzenden 37 Zionästen die Einreise nach Palästina gestattet hat. Gleichzeitig hat der englische Bevollmächtigte in Moskau die telegraphische Anweisung erhalten, den Verhafteten Visa für Palästina anszustellen. Diese 37 verhafteten Zionisten sind bereits in drei Srrastransporten eingeteilt gewesen. Es wurde ihnen mitgeteilt, daß, wenn sie bis zum 11. Jnni nicht die Einreiseerlaubnis nach Palästina erhalten, sie den Weg in die Verbannung werden antreten müssen. Zunahme der Einwanderung. Die Immigration von Juden nach Palästina hat als Folge der Abnahme der Arbeitslosigkeit einen neuen Antrieb erfahren. Dies wird durch Berichte bestätigt, die das Bureau der palistinensischen Zionistischen Exekutive aus verschiedenen Teilen Europas erhalten hat. Ein Telegramm des Palästina-Amtes in Warschau besagt, daß über 30 0 0 Gesuche qualifizierter Arbeiter um die Erlaubnis zur Reise nach Palästina vorliegen. Das Amt hat verfügt, daß wenigstens 500 Einreisegenehmigungen für Männer und 100 für Frauen für unmittelbaren Gebrauch ausgegebeu werden. Aehnlich groß ist die Nachfrage nach Visa in fast allen anderen Ländern. Aus verschiedenen Häfen wurden in der letzten Zeit die Ausreise von Immigranten avisiert. Aus Berlin wurde anfangs Juni die Abreise von 200 Chaluzim angekündigt. Der zionistische Vertreter in Alexandria benachrichtigte die Exekutive von der Abreise' von 100 Chaluzim am 27. Mai. Das Palästina-Amt in Wien sorderte dringend 120 Einreisegenehmigungen. Aus Triest traf die Nachricht ein, daß drei Gruppen von je 90, 70 und 118 Immigranten sich m einer Woche nach Palästina eingeschifft haben. 906 Palästina-Immigranten, im Mai. 906 Immigranten kamen im Monat Mai nach Palästina. Die Zahl der Immigranten im Monat April betrug 938. Das TrenWngsgesuch der Agudah vom Kolonialamt abgelehnt. Wie die palästinensische TelegraphenaMntur erfährt, wurde das von der palästinensischen Agudas-Jisroel -singereichte Gesuch, nicht der Rechtssprechung der jüdisch-religiösen Gerichtshöfe in Palästina unterstellt zu sein, weil diese unter dem zionistischen Oberrabbinat ständen, von.dem Kolonia'lamt abgelehnt. Die neue Verordnung, laut der die Rechtssprechung der jüdischen Wakufs auf die jüdisch-religiösen Gerichtshöfe übertragen wird, soll nun sosortittKraft treten. Keren Hajessod— in Bulgarien. In den letzten Wochen hat das Keren Hajessod« Direktorium -in einer ganzen Reihe von Ländern intensive Aktionen für den Keren Hajessod unter Anteilnahme von Delegierten des Hauptbureaus eingeleitet. Dr. Viktor Jacobsou ist nach Bulgarien gereist, um zusammen mit dem Keren Hajessod-Komitee und der Zionistischen Organisation von Bulgarien die Weiterführung der Arbeit in Bulgarien zu organisieren. Es ist ein ganz besonderes Kennzeichen für Bulgarien, daß dort die offiziellen, jüdischen Gemeinden die Durchführung der Keren Hajessod-Arbeit übernommen haben, indem sie den Keren Hajessod-Beitrag den Mitgliedern der jüdischen Gemeinde als S t eu e r auferlegen und durch die Gemeinde einziehen. Die jüdischen Gemeinden in Bulgarien führen, so'den Grundsatz durch, daß der Aufbau der jüdischen Heimstättein Palästina eine all g emeine jüd ifche Verpflichtung ist, der sich kein Mitglied der jüdischen Gemeinde entziehen darf. Besondere Delegierte des Direktoriums sind nach Transsylvanien, Jugoslawien, Saloniki Elsaß-Lothringen und der Schweiz entsandt worden. Eu» Vermächtnis für den Keren Hajessod. Eine kürzlich verstorbene reiche jüdische Witwe in Wilna. Fran Turel, hat rhr ganzes Vermögen verschiedenen dortigen jüdischen -Institutionen vermacht darunter 8 000 G o l d r u b e I für den K e r e it Hajes s o d. Die Verstorbene, die 66 Jcchre alt war, hatte kurz vorher Palästina besucht und tont den dortigen jüdischen Leistungen einen tiefen Eindruck empfangen. Die amerikanische B'nai B'rith und die Palästina-Arbeit. Die Frage der Kolonisationsarbeit in Palästina wurde auf der letzten Chikagoer Zusammenkunft des Exekutivkomitees des unabhängigen Ordens B'nai B'rith erörtert. Die Exekutive beschloß, eine Aenderung ihrer Kolonisationspläne vorzunehnren und an Stelle der Errichtung einer Gartenstadt in Jerusalem, wie sie bisher in Betracht gezogen war, dorfartige Vorstädte zu gründen. Die Dorfvorstädte werden selbsttätige Gemeinden sein, die sich besonders mit Landwirtschaft zu befassen haben wrden. Die Exekutive beschloß, ein Stipendium an der geplanten hebräischen Universität in Jerusalem zu stiften. Eine Summe von 6000 Dollar ist zu diesem Zwecke gesammelt worden. Die Exekutive hat^auch die Einrichtung einer B'nai B'rith-Großloge in Palästina beschlossen. (I. T. A.) Die zionistische Tätigkeit in Syrien war in der letzten Zeit ins Stocken geraten, hauptsächlich aus dem Grunde, weil man befürchtete, eine zionistische Betätigung würde bei der französischen Behörde auf Gegnerschaft stoßen. In der Tat wurde von amtlicher französischer Seite die zionistische Tätigkeit mehrfach inhibiert. Der politische Vrtreter der palästinensisch-zionistischen Exekutive, Oberst Kish, hat vor kurzem Syrien besucht. Der französische Oberkommissar gab gegenüber Oberst Kish die Erklärung ab, daß die französischen Behörden gegen eine Teilnahme der syrischen Juden an der zionistischen Pcilästina-Arebeit keine Ernwendüngen erhebe. Der Gouverneur von 'Damaskus bewies dem zionistischen Vertreter gwßes Entgegenkommen. Kish hatte auch eine Unterredung mit dem Präsidenten der arabischsyrischen Konföderation. Das zionistische Palästina-Budget. Die Konferenzen der Mitglieder des zionistischen Wrrtschaftsrates mit. der pcckastinmsisch-stonistischen Exekutive haben z»l einer Einigung bezüglich der Vorschläge über das künftige ziomstffche JcchresbudgÄ geführt. Es wurde vorgeschlagen, bei der Fixierung des Brchgets für das kommende Rechnungsjahr den tatsächlich vom Keren Sa jesso d nach Abzug der Spesen erreichbaren Betrag zur ruMage zu nchmei» und man rechnet diesbezüglich mit einem Betrage von 384.000 Pfund. Es wurde beschlossen vorzuschlafen, daß das reguläre Birdgot diesen Betrag nicht überschreiten solle, um Defizite oder eine Reduzierung des Budgets während des Arbeitsjahres zu vermeiden, durch welche die Arbeit sehr ungünstig beeinflußt wird. Das Budget von 384.000 Pfund würde eine Verminderung des vom letzten Zionistenkongreß beschlossenen Budgets um 48.000 Pfund bedeuten, dessen Durchführung nicht eingehalten werden konnte. Land of Israel. Die Londoner „I ew ish World" hat den Vorschlag gemacht, für Pallästina im internationalen Verkehrten Namen Land of Israel einzusühren. Die englische P o st v e r w a l t u n g befördert auch Postsendungen mit dieser Aufschrift. , Die Ernte, in Rischon-le-Zion. In Rffchon war die Ernte mittelmäßig. Tabäk ist im allgemeinen nicht sehr günstig, doch ,n einzelnen Plantagen, auch in der Qualität, besonders gut. In einigen Wochen dürften Arbeiter zum Tabakbinden benötigt werden, bei welcher Arbeit man 12 bis 26 Piaster täglich verdient. Der Stand in den Weinbergen ist sehr gut. Falls nicht Baumkrankheiten auftreten, kann Heuer mit ebner guten Ernte gerechnet werden. Die Mandelernte ist Mittelmaß i-g. Die Olivenernte wird voraussichtlich gut ausfallen. Orangen entwickeln sich bisher sehr gut; doch hängt das weitere Gedeihen, vom. Einfluß des Windes ab. Zusammenfassend durftt die Ernte Heuer als gut bezeichnet werden können. Der Leiter des polnischen Emigrationsamtes über dir Palästina-Emigration. Herr H. Glonsky, der Leiter der Emigrationsabteilung der polnischen Regierung, der eben in Palästina geweilt hat, um die Lage der jüdischen Immigranten aus Polen zu erforschen, hat dem Konstantinopeler J.T. A. Vertreter gegenüber erklärt, er werde in seinem Bericht an die polnische Negierung befürworten, daß Erleichterungen für die Emigranten nach Palästina gegeben werden sollen. Eine Mineralwassersabrik in Haffa. In Haifa hat ein Italiener eine Mineral- und Sodawasserfaorik eröffnet. Die ersten Promotionen an der Rechtswissenschaftstochschule ln Palästina. Die staatliche Rechtswissenschaftsochschule in Jerusalem erteilte am 10. d. Abgangszeugnisse an die ersten Studenten, die den Kursus mit Erfolg beendet haben. Fünfundvierzi.g Studenten haben promoviert, unter ihnen 3 8 Juden. Eine Exkursion jüdischer Studenten und Gelehrter in Polen nach Palästina. Das lüdische Studenten-Nnterstützungskomit-ce in Warschau organisiert eine wissenschaftliche Expedition nach Palä-stinä, an der jüdische Studenten und Gelehrte in Polen teilne'hmen.werden. (I. T. A.) - Nahalal auf der britischen Reichsausstellung. Dieser Tage ging an den Palästina-Pavillon der britischen Reichsausstellung in Wembley em Modell der Siedlung Nahalal ab. Dieses Modell ist eme bis ins kleinste gehende vollkommene Wiedergabe dieser typischen Klein'bauernsiedluug im Tale Jestecl und stellt somit dar, wie eine Nachkri-e>a8->Zionistensiedluug entworfen würde. Eine illustrierte Broschüre, die auf der Ausstellung erhältlich ist, beschreibt Ncchalal und seine Erbauung durch den Keren . Hajessod und den Keren Kai»:metb.

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