Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1920 (20.6.1924)
- Date
- 1924-06-20
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. IM Men, Fveftag Wiener; Movgenzeitrrnsi. SV. Juck vm MWWWM Herren wische nach Mas« Berthoid Scheer III. Laiidstr. Gürtel 19, Linien: , 0, 4, 118 Feigheit vorgeworfen hatte. Bock hatte ^behauptet, daß Henning bei der' E r mo x b tut g Mir bachs in M o skau geflüchtet sei. Auch nach der Ermordung Rathenaus habe er sich geweigert, vor dem Reichstagsgebäude bei einer Protestkundgebung zu sprechen, da er Prügel fürchtete. Schließlich hatte Bock Henning vorgeworfen,' den Verband nationalgesinnter Soldaten beim preußischen Innenminister d e n u n z i e r t zu haben. ___ Tagesbericht. Misch«« in Me«. Heute um 7 Uhr abends spricht Herr Uffischkin auf Einladung des sephardifch-zionistischen Vereines ,Yehuda Halery" über den „f e p h a r d i s ch e n W e l t k o ngre ß für das Mische Aufbauwerk". Der Vovttag findet im se-sthavdiischen Tempel, 8. Bez., ZirEusgasse 22, statt. Alle Mitglieder festhardifcher Körperschaften und Vereine werden crfucfyt, sich zu diesem VMrag einznfinden. (Näheres siehe Annonce.) __ Warum lädierte Menschen sterbe«. Von Walter Finkler. So was kommt natürlich nur in dem aufs höchste Extrem forcierten Theater vor. Im ZirkuS. Man kennt ja den Sensatiorchunger des Publikums und den sich §uS ihm ergeben* den tet Zirkusdirektoren. Alle Möglichkeiten waren schon er* schöpft. Todesverachtung und Geschicklichkeit waren nicht mehr „Attraktion". Was muß in dem — in seiner Art zumindest genialen Zirkusclown vorgegangen sein, als er auf die Idee kam, sich am ganzen Körper zu lackieren! Es war ein französischer Zirkus. Eines Abends kam er in die Manege grün lackiert. Benahm sich zum rasenden Gaudium der Jugend noch dazu wie ein Laubfrosch. Die Attraktion war da. Und mit ihr noch etwas. Der düstere Schatten aller irdischen Lebensfreuden — der Tod. , " Der arme Clown mußte die Ausführung seiner originellen Idee mit seinem Leben bezahlen. Ein paar Tage hielt er es aus. Dann starb er. Die Idee lebte weiter. Andere machten es ihm nach. Es erging ihnen ebenso. Sie starben in kurzer Zeit. Für die Zirkuswelt war das Problem des lackierten Menschen damit erledigt. Nicht so für die Wissenschaft. Das ließ sie nicht, ruhen. Warum sterben eigentlich die lackierten Menschen? Am naheliegendsten: weil die Hautatmung ausgeschrltet war. Zwar wußte man nicht sicher, ob der Mensch überhaupt eine Hautatmung hat. Aber daS war ja Beweis genug. Und dann: Bei Fröschen war ihre große Rolle erwiesen. Man kann einem Frosch di e Lun gen herauSschneiden. Er lebt weiter. Die Haut.atmet, sie bringt den Sauerstoff ins Blut. So diel, daß die Lungen entbchrlich werden. Der Gegenversuch. Einem Frosch wurde die Haut abgezogen. So wie man sich die Handschuhe auszieht. Auf die Dauer konnte er die Hautatmung nicht entraten. Starb, erstickte. Dasselbe, wenn man ihn lackiert. Vorausgesetzt, daß der Lack luftundurchlässig ist. Natürlich, Menschenhaut ist nicht Froschhaut. Wenn der Frosch Hautatmung hat, müßte sie ja nicht unbedingt der Mensch haben. Woran sollten aber denn die lackierten Menschen gestorben sein? Tierversuche: Hunde wurden rasiert und lackiert. Auch sie starben. Auch sie haben also Hautatmung? Vielleicht alle Säugetiere und Menschen? Man male sich die Folgen aus. Vor allen die hygienischen. Unsere Sonnen- und Wannenbäder wären da viel zu wenig. Unsere Kleider gerade so unsinnig und schädlich, wie etwa ein fester Verband , um die Nase und den Mund herum. Erstickendes Marterwerkzeug wären sie. Wären sie! Zu guter Letzt stellte sich heraus, daß das. Ganze nicht stimmt. Der Mensch hat gar keine Hautatmung (im eigentlichen Sinne). Auch die Säugetiere nicht. Der Tod der lackierten Hunde und Clowns erfolgte Ms ganz and-eren Gründen. Aus Gründen, die kern Mensch vermutet hätte. Die lackierten Hunde starben nicht, wenn sie in einen Wärmeschrank gegeben wurden. Die Wärme war das lebensrettende Mittel gegen den Lackierungstod. Wieso das? Recht einfach. Der ruf die Haut aufgetragene Lack reizte die Blutgefäße der Haut. Die Gefäße erweiterten sich, wurden dick und prall mit Blut gefüllt. Daß die Temperaturregelung desKorperS durch die Haut erfolgt, ist ja bekannt. Bei großer Kälte ziehen sich alle Poren und Gefäße zusammen, bei Hitze ist die Haut von den erweiterten Blutgefäßen gerötet und erhitzt. Die Abkühlung erfolgt durch die Verdunstung des Schweißes und durch die Wärmeab-gäbe des Blutes. Und diese kommt für uns in Betracht. Das viele heiße Blut, das sich auf die Reizung durch den Lack in der Haut gesammelt ha t, gibt seine Wärme ab. An die kalte Außenwelt. Stunden- und tagelang, bis endlich der Körper in der Wärmeerzeugung nicht mehr Nachkommen kann. Der Organismus wird kälter und kälter. So pardox es klingt: Der grün lackierte Clown starb einen Erfrierungstod. So auch die lackierten Hunde. Beweis: eben der lebensrettende Wärmeschrank. Das Temperaturgefälle von Körper und Umwelt war im Wärmeschrank nicht groß. Die Haut, obzwar heiß und blutreich, gab nur wenig War me . nach außen ab. Der Wärmehaushalt des Körpers blieb Einstein über Ae „Todesstrahlen". Metallschime mache« elektromagnetWe Wellen unwirksam. — Sin Bluff. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Prof. Mbevt Einstein gewährte einem Mitarbeiter der,/Vossischen Zeitung" eine Unterredung über die T o d e s st r a h l e n. Der große Physiker wies in dem -Gespräch .in erster Linie darauf hin, daß die unvollkommenen und zum Teil widersprechenden - Zeitungsnachrichten keine Grundlage einer > wissenschaftlichen Beurteilung bieten können. Die ersten Mitteilungen, die von einer tödliche« Wirkung auf Lebewesen sprachen, die es also zum Beispiel im Kriege möglich machen -würde, ganze Menfchenmassen ans großen Entfernungen auf dem Strahlenwege $u töten, sind nun selbst dom Entdecker dementiert worden. Dagegen ließ eS der Erfinder ausdrücklich unwidersprochen, -daß sein Geheimnis darin besteche, Explosionen von Munitionslagern, Ausschaltung der -magnetischen Zündung bei Explosionsmotoren, WnMugmotoven, Schiffs-Motoren - usw. aus großer Distanz Hervorrufen zu können. Sie letzten Kurse. Radiodienst der „Wiener Morgenzeitung".) Lo«do«, 19. Juni. D e v i s e n s ch l « ß k « r s er Wien 807,500, Prag 1461/*, New-Dork 4,82V, „ Paris 79,86, Brüssel 92,12V», Nom 99,62'/„ Zürich 24,46, Madrid 32,26, Amsterdam 66'/?, Kopenhagen 26,64, Christimüa 32,05'/,, Stockholm 16,277,, Helsingfors 172,50, Berlin 18,62 Billionen. Baumwolle: Liverpoolr Juli 16,92, Oktober 16,34, Jänner 14,87, März 14,76, New-Aork erüffuste 6 bis 12 Punkte höher. New-OrleanS einen Punkt höher. Z u ck e rr In greifbarer Ware wurden zu früheren Preisen einige Umsätze getätiA. Terminware war fest, tschecho-slowakische Granulate etwas schwächer bewertet, wegen verschindener Deckungskäufe. Juni bis Juli 24,3, franko Hamburg. Weißer Java, Juni bis Juli 21,3, Juli bis August 20,9 franko loko. Weißer Tennürnmrkt im allgemeinen ruhig, August 22,3, September 19,107, bis 19,9. Paris, 16. Juni. Die heutige Börse eröffnete schr schwach und es waren fast sämtliche Abteilungen des Marktes ruhig. Im Lause der Bövsenvevsammlung besserte sich jedoch die Tendenz und am Schlüsse waren fast alle Papiere stark sin Kurs gestiegen. Das Ereignis de8 Tages war me Hausse deS Credit Ltzonais, der mit 1687 eröfsivete und bis 1640 stieg. Das riß auch dis anderen französischen Bankwerte mit sich, die alle Kursbesserungen aufwiesen. FrcmMrsche Renten und EiseAIbchnen waren behauptet, ebenso Zuckerwerte. Die Verkäufe in Russen« werten, welche in den letzten zwei Tagen die Börse beeinflußten, haben Msgehört, so daß alle Russenwerte leicht gebessert waren. Paris, 19. Juni. (Radio.) Effektenschlrißkurse: Bangue de France —, Pragobanka 999,—, Credit LyonaiS 1640, Suez 18,800, Platine 770, Dabrowa 760, Banque Ottomane 788, Central Mining-872, Rio Tinto 2»,98. Le Naphta Russe 417, Sueeerie d'Sgypte 1016, Bakou 28,90, Cautchoues sin 181,—, Chartere!) 60,—, Debeers ordin. 979. GoldfieldS 76,—, HucmchakaS 838, Jägers Fontain 235,—, Malaeeaordi«. 186,60, Maltzoff 445, MeAcarr Eagle 67,75, Padaug 338,—, Rand Fontain 80,—, Randruine 240,50, Silva plana 157,—, Tanganhika 146,—, Tubiee foie 820.—, Utah Copper 1318, Shell 332,—, Royal Dutch 231,50, Burmah Aew'Borka 19. Juni.(Radio.) Devisenschlußkurfet Taggeld 2%, Wechsel auf London 4,33,25, 60 Tage-Wechsel 4,80,25, Paris 6,37, Amsterdam 37,41, Berliner 237, bis 24, Prag 9,95, Silber 67. B ' ' ungestört, der lackierte Hund in der Wärme — am Leben. Draußen sind seine Leidensgenossen gestorben. Bitte, nun keine falsche Nutzanwendung! Freiluft, Bäder und Sonne bleiben in ihrem Rechte. Die gesunde Wirkung des Luftbades und der übrigen hygienischen, neuzeitlichen Forderungen sind nicht wegzuleugnen. Auch wenn wir nicht mit der Haut atmen — wie die Frösche. Aus eine» ««bekannte» Welt. Die Neuseeland-Ausstellung im Raturhistovischen Museum. Anläßlich der Eröffnung der Sonderausstellung des Neuseeland-Materials, das der oberösterveichische Forscher Andreas Reischek kr den Jahren 1678 bis 1689 in Neuseeland gesammelt hatte, fmvd kürzlich im Naturhistovischen Museum ein Empfang in Anwesenheit deS Präsidenten Harnisch statt. Andreas Reischek, der sich als Bäckerlehrling durch Selbststudium bedeutende Kenntnisse erworben hatte, ging als Präparator einer wissenschaftlichen Expedition nach Neuseeland, wo er zwölf Jahre zubrachte. Es gelang ihm, sich idaS Vertrauen der damals noch nicht europäisierten Maori zu erwerben und als erster Europäer ihre Gebiete zu betreten. Er erhielt sogar die . erbliche Häuplingswurde von einem der Emgebornenstämme. Die bemerkenswertesten Stücke der Ausstellung, die nur einen Teil des gesammelten Reifchek-Materials darstellen, sind Holzskulpturen, die als, Fetische dienten. Diese sind ebenso wie die Kriegsbeile ans Nephrit, einem grünen, schr widerstandsfähigen Halbedelstein, hergestellt. Daneben zeugen geflochtene Matten, zum Teil mir Federn verziert, von der hohen Kultur der Maori. Schließlich ist in der Sammlung auch die ganz eigenartige Tierwelt der Doppelmsel, die unter anderem die Brückenechse, den einzigen Nachkommen der vorzeitlichen Saurier, aufweist. Ein Unikum ist auch der Huiavogel, bei dem das Männchen' einen keilförmigen Schnabel hat, das Weibchen einen pinzettenförmigen Schnabel besitzt, so daß sie sich beim Aussuchen der Nahrung in der Weise ergänzen, daß da8 Männchen die Rinde der Bäume aulshackt, jedoch das HerauSziehen der darunter lebenden Würmer dem Weibchen überlassen muß, wozu der Pinzettensövnrize Schnabel des Weibchensdient. Einstein faßt feine Persönliche MeinKng dahin MfammeG daß es sich selbstverständlich -nur-um elektromayns» tische Wellen handeln könne. Diese aber können nicht auf metallisch -abgeschirmte Objekte wirke«, heißt Objekte, -die vollständig oder zum großen TeR Von einer wenn auch dünnen Metallschichte umgebe n sind. Denn die magnetischen Wellen vom nicht Älßu kleiner Wellenlänge lwevden beim Auftreffen auf ein Me< tallsAck vollkommenabsorbie r t. Es ist unmöglich, jenes -E n e rgiequantum aufzubringen, welches. zu) Erzeugung kurzwelliger Strahlen, die noch auf weite Entfernungen metallische Körper durchdvmgen Wmten, erforderlich ist. Die Art, -wie diese Entdeckung -ist die Oefsentlichkeit lanciert wurde, läßt den Verdacht begründet erscheinen, daß es sich um -nichts anderes handelt als um einen Bluff. General Hell and Mark«. Dag für Tag kann man lesen, baß der DaweS-Be» ri ch t die GruMage einer Verständigung zwischen Deutschland und der Entente bilden wird. Die Persönlichkeit deS Genera!» Dawes ist trotzdem in Europa fast unbekannt, und deshalb dürfte die folgende amerikanische Schilderung des Vielge-nianrvten Jntevesse wecken. Bor allem sei festgestellt, daß er kein Freund der „konventionellen Lügen" ist. ,Hell (Hölle) and Maria! Schaut, daß ihr weiterkommt, bevor ich in Tobsucht ge? rate!" Mit, diesen Worten von zweifelhafter Höflichkeit trat GenevE Charles G. Da wes, erster Delegierter der amerÄanischen SachverstäMgenkommission, den Journalisten entgegen, als diese ihn auf dem Deck der „America" vor'seiner Fahrt nach Europa begrüßen wollten. Sie nahmen eS-l-Hm weiter nicht übel, denn sie wußten, daß Freunde und Gegeirredner mit diesen Worten im ChesbureM der StaatSbud- H'etkommission empfangen werden, wenn sie vor dem General Dawes stehen, und daß er, was immer und wo immer er zu .sprechen anfängt, zuerst diesen Ruf.gemütlich aüsstößt. Dar bekannteste Karikaturist hat ihn gezeichnet, wie er, gegen die allgemetine Erwartung, in den Himmel gelangt, Sankt Petrus anfährt: ^Hell and Maria! Wo ist die- Börse -hier? Dann führe mich zu Ford! Bryan und die Journalisten in die Hölle!" So ist für General Dawes der Spitzname fertig: General Hell aach Maria. Er -trat gleich nach Absolvierung der Universität m Vas ■ Gefch äftslebeu ein und interessierte sich mrch für bie Politik. In der Ooganisation, der Wahlkampagne von 1896, aus der die Präsidentschaft Mac Kinleys hervor ging, hatte sr eine führende Rolle. Bald darauf verließ er die aktive Politik, - wupde vom neuen Präsidenten zuin Kontrollor d-rS ' MünzwefenS ernannt und trat politisch erst wieder unter Wilson hervor. Nach der Kriegserklärung wurde Datves Präsident der Obersten Kommission zmn Ankauf von Kriegsbedarf - für die amerikcrwrsche Armee mit dem Range eines Boigade- -generals, nach der Unterzeichnung des Friedensvertrages Mitglied der LiquidMonskommission der Alliierten. Dann kehrte er m das bürgerliche Leben zurück, behielt aber seinen GenerÄStitel und seine Art des militärischen Fluchens. Der „General" war während seiner Tätigkeit besonders durch seine amerikanische Geschäftsführmvg berühmt geworden — in seinem Departement gab eS keinen BnreaukratiSmus, kein Vieles Menschreiben, keinen mühsamen Instanzenweg. Heimgekchrt, organisierte er das Budgetwefen der Federation nnd wurde hieraus erster Direktor deS Staatsbudgets. Bor zwei Jahren veröffentlichte er in zwei dicken Bänden feine KriegSerinnerungan, die zu den am meisten gelesenen Kriegsbüchernin Amerika gchören. -Nach seinem Aeußern ist General Dawes der Typus des Amerikaners: groß, den dünnen Mund fest geschlossen, die Haare Katt an den Kopf gestrichen und -durch einen Scheitel genau in der Mite geteilt, die ewige Pfetz^ zwischen den Zähnen. „Herrlot ein Jude u«d im Lkeaste!W«.‘ Berlin, 17. Juni. (I. T. A.) Die alldeutsche /^Deutsche Zeitung" bringt eins ^rahtmelbuing aus Riga", in der gesagt wird, daß der neue französische Min»isterpräfident Herriot die gaM Hoffnung Moskaus ist. Es heißt daun weiter: „Seit seinem RuWand 1628 abgeistattetsn Besnch rechnen die Moskauer jüdischen Machthaber den Raffegen offen Her riot zu ihren teuerstenu>nd besten Bundesgenossen. Sie sind jetzt fest >davon überzeugt, daß H-erriot alle noch v-ovhandenen Unsti-mimigkeiteu und Zwistigkeiten zwischen Fm'nkkreich rmd Rußland in kür-' gester Zeit beheben wird, da er eine lebhafte Zuneigung zur MoÄkauer Räterepublik empfände. Infolgedessen ist auch geplant, falls es gelingen sollte, die Londoner Airleihe durchznfetzen, dje Beniner Handelsvertretung endgültig nach Paris zu verlegen. Späterhin wird auch der bishevige diplmnatifche Vertreter Moskaus in Berlin, Krestinski, dorthin überisiedelst. ^Kvesimskis politifche Aufgabe in Paris wird hauPtsächRch darin bestehen, den Boden für eine U-ebevführung des Zentrums der Dritten Internationale nach Paris Vovzubererten, da die in Rußland feNst zu erwartende Entwicklung der Dinge ernste Sorge fiir -Leib und -Leben der Komnrumften einfloßt. Frankreich ist also iw den Zukunftsplänen der Moskauer Juden eine hervorragende Stelle zuge-dacht, und Herriot soll ihnen als Schrittmacher dienen."