Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1914 (14.6.1924)
- Date
- 1924-06-14
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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) Kt. 1911 fffleit, Samklag - A-— —.■■ - —.<-■■■"<*—, . ■ ... --- „ , ... ■■ Steuer «ttlb Zölle sind fitr sämtliche zmn Berkauife oder Wer- / brauche im Jnlanide bestinmtten Waren Lei der Zolvfreischreilbung zu bezahlen, waS bei halbwegs größeren Betrieben Monatlich ganz respektable Summen verschlingt. Diese Waren gelangen jedoch in den meisten Fällen erst gerannre Zeit später zum Verkauf und der Erlös davon fließt meist erst nach Monaten in die Kassen des Importeurs oder des Industriellen. Voriges Jahr Lei Einführung der Warennmsatzsteuer hat der Staat die Bezahlung erst drei Monate nach erfolgtem Warenbezug gefordert. Meiner Ansicht nach wäre es ohne weiteres möglich, daß der Staat solchen Importeuren, die Protokollierte Firmen sind und welche über eine entsprechende Bankverbindung verMgen, das Recht einräumt, die entsallenlde Waren-- Umsatzsteuer und die Zölle gegen Vergütung mäßiger Zinsen in Drei- oder Sechsmonatscvkzepten zu bezahlen. Diese Wechsel wären bei der Bankverbindung des Akzeptanten zahlbar zu stellen und Lei Bezug der Ware zu Händen des abfertigenden Zollamtes an Zahlungsstatt zu Übergeben. Um einem Mißbrauche seitens der Kaufmannschaft zu begegnen, könnten 1. die in Betracht kommenden Bankzahlstellen namentlich durch die Regierung bezeichnet werden, wobei nur bereits derzeitige Kommittenten der Bank in Frage kämen; 2. die Gssamtkreditsumme der einzelnen derart begrenzt werden, daß Firmen, welche einen solchen Kredit in Anspruch zu nehmen wünschen, umgehend «ine Aulsstellung der ihrerseits im Jahre 1923 bezahlten Zölle und Warenumsatzsteuer an eine bekanntzumachende Stelle einznsenden hätten, welche nach Prüfung dieser Angaben einen sehen Prozentsatz des BDrages als Maximalkredit einräumen könnte. Die Kontrolle über den Kreditverbrauch selbst hätte durch amtliche Abschreibungen seitens der Berzollungsämter zu erfolgen. Es 'könnte zwar durch diese Art der Kreditgewährung nicht der gesmnten Wirtschaft, aber immerhin einem Großteil derselben gcholsen werden, ohne daß neue Aentter errichtet werden oder besondere Kommissionen zur Feststellung der Kreditwürdigkeit geschaffen werden mlüßten. Da die Bonität der Kreditwerber durch Annahme der Zahlbarstellung bei der betreffenden Bankverbindung, ferner durch die Höhe der im Vorjahre durch sie bar bezahlten Zölle und Warenumsatzsteuer als ziemlich Aargelegte betrachtet werden kann, würde der Staat kein besonderes Risiko eingehen. Diese Forderungen könnten jedoch, um einen Verlust bei einer evmtuell doch eintretenden Zahlungsunfähigkeit durch einen oder den anderen Kaufmann für alle Fälle zu verhindern, als bevorrechtete Forderungen stchergesteU werden. ■ Falls im- Rahmen meiner Vorschläge Maßnahmen er- .griffert Weden würden, hätten Kaufleute und Industrielle unbedingt große Erleichterungen/ -deren Folgen auch der Allgemeinheit schr zugute kommen möchten. Die 'Negierung mißte bloß den Willen ausbringen; das aufgewendete Kapital würde nicht nur direkt, durch hie Zinsen, sondern vielmehr noch, indirekt, - durch erhöhten Steuevertrag, infolge Gesundung der «echältnisse, seine Fviichte abwerifen. p . ' Devisen' und Balutenkurse. (Mitgeteilt von der Oesterreichischen Nationalbau?.) 13. Juni Geld Ware 266.1o._ 830.- 830— 16.85 3264.- 0.77 311 — 948n,_ 11935— 2670.1— 8.14— 834— 17.15 3276,- «.83 313. _ 9520. _ 11975,_ 306700— 307700._ 3C6*0— 30731«,- 9430.- 9520— 9380— 942«.- 3089— 70935— 3782— 2083— 504— 18820— 31(11 — 71185— 3798— 2093— ft08— 18880— Vista Amsterdam!. 1 holl. Gulden Agram 1 lue. Kronen , .; * Belerad 1 Dinar Berlin* 1 deutsche Reichsmark ' Brüssel 1 belgische Francs . Budapest 1 ungarische Kronen ' Bukarest 1 Lei.• ChrlstfanJa 1 norweg. Kronen Kopenhagen 1 dünlsehe Kronor London 1 Pfund Sterling , , Madrid 1 Pesetas ,»,,,• Mailand 1 Lire ...... New York 1 Dollar Paris I Francs ...... Prag 1 tschecho-slow. Kronen Sofia 1 Lewa ...» Stockholm 1 schwedlscheKronor Warschau** 1 polnische Mark» Zürich 1 schweizerlache Franca * Noten Amerika«, Noten v. 5 Dollar aulw, ' « » kleinere . . . Belgische Noten 100 Francs . , Bulgarische Noten zu 1000 Leva . » » » 100 . . . , Heinere, , , Dlnlsehe Noten 100 Kroner , , Deutsche Noten*. ...... » » 100 » » » , . kleinere* . , . Engl, Noten ron 8 Llrrest, aufvr, » . kleinere. Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Gulden . Italienische Noten sr. 100 Lire aulw. , t. . kleinere . . . Jngosl. Noten ungest, zu 1000 Dinar » . » . 100 . , » » kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten **..... » » kleinere** . . . Rumänische Noten zulOOOu.500Lel .. . . kleinere . . . Ross. Noten (Roman.) zu 500 Rubel . . . . 100 . » » » kleinere. . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs. Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-slow, Not, v.JOOOaufw, „ kleinere Ungar, Noten (neueEm.)culOOOKr. , .zu 10.000 Kr. . , , . . kleinere. * Für IOOO M.-attatf, ** für 1 Zloty aufwärts. 12. Jnnl Geld Ware 2560«.- 830— 83«.- 16:90 3289— 0.77 317— 948\- UM— 26701— 834.- 834. 17.20 33"1.- 0.83 319— 9.120— 1202«— 3089— 70&35— Z8«2— 2(80— 498— 18670— 3101,- 71185- 3818.- 2090— JW)2— 18730— 12525.'— 12575!- I2500'.- 1255o!” 70463.- 70860.-»- 70460.- 70860— 70360.— 7076«.— 70360.- 70760— 3220.- 3250.- 3245.- 3275— 488.- 496.- 482— 490— 46»!- 474!- 462'— 470'.- 11790.- 11873.- 11840— 11920.- 16.20 16,60 16.30 16.70 16.10 16.50 16.20 16.60 304900.- 30«500.- 304500— 306100— 301700.- 306300.- 304370— 30r9«o— 3745.- 3775..- 3775— 3805.— 26300.- 26500.— 26300.— 2650 >.- 3'95,— 3115.— 3095— 3115.- 3065.- 3035.- 3065— 3085— > 82).- 835.- 827— 833— 819.- 825.- 817— B^— 9360.— 9440.— 9360— 9440— 1373'.- 13870.— 13830.— 13970— 13530.- 1387t— 13630.- 13770— Z06.- 310.— 312— 316— 296.— 300.— 302— 306— —.— —— 186to!— 18710.- 18460— 16860'.- 12440.- 12520— 12410— 12490— 9360— 944«.- 9860— 9340— 2072— 2088,— 2067— 2083— 2067— 2083— 2062— 2078- 0.73 Ü.79 0.72 0.78 Ü68 o!?4 0.67 *Ö.'73 Erhöhung des KInlagenzlnrfnber der Wiener Banken. Die Wiener Großbanken haben den Einlagenzinsfutz von sieben aus neun Prozent echöht. Einlagen, die für einen Monat gebunden sind, werden mit zchn, für zwei Monate mit 11 und für drei Monats mit zwölf Prozent verzinst. Fast alle Kleinbanken haben schon früher den Zinsfuß höher gestellt. Dieses Zugeständnis der Großbanken, den Sparern gegenüber ist als Folge der Erhöhung des Diskonts der Nationalbank aufzufassen. Durch die geringen Erträgnisse ihrer Einlagen. suchten die Sparer ihr Geld in Spekulationen bester Wiener Morgenzeitunß. 14, Juni 1981 > .y^. Geltes anzulegen. Es ist dies nun ein Versuch, diese Summen den unsicheren Geschäften zu entziehen und der Industrie zur Verfügung zu stellen. Auch die-Postsparkasse, die infolge ihres geringen Zinsfußes fast gar keine Einleger mehr hat, trotz der großen Sicherheit, die dieses 'staatliche Institut gewährt, wird in kurzer Zeit den Forderungen der Sparer ^lachgoben. Doch kann hier die Zinsfußerhöhung nur durch Gesetzesbeschluß bestimmt werden. Sie Mlndeftguote bei einem Ausgleich - 85 Prozent. Wie -die „Wiener Bank- und Börsenzeitung" erfährt, bereitet das Justizministerium eine Novellierung der Ausgleichsordnung vor, um den in der letzten Zeit aus den Kreisen der Kaufmannschaft und besonders aus dem Ausland erhobenen Beschwerden zu begegnen. Die Novellierung wird Hauptsächlichst die Fixierung einer Mindestquote vornehmen, die, wie wir hören, auf 35 Prozent festgesetzt werden soll. Weiters wird auch die Mitarbeit von Gläubigerausschüsten oder deren Vertretung bei dem Ausgleichsverfahren gesetzlich sestgelegt werden. Kapitalsvermehrungen. Tritonwerke Kcnservenfabriks- A.-G. Ei Höhung von 100 aus 150 Millionen Kronen. Bezugs« recht a-v je zwei alle Ak:ien eine neue Akti; zum Kurse von 402) K. Lei qnrl. B'zugsmst .Witt 16. bis einschließlich A. d. — A-'reas Neider-A.-G- *"l,i.hung von 100 auf 125 Millionen Krone,.. — V P. <V, Oberösterrr'chische Elektro-Bau- Wicngeiellsch.ij!, Lniz Erhöhung von 400 auf 600 Millionen Kronen. — Äenri<tt-gestllscha.st österreichischer Schuhmacher UAi Erhöhung von 100 auf 300 Millionen Kronen. — Niedevösterreichische Bauernbank. Erhöhung von einer aus drei Millionen Kronen. Bezugsrecht auf je -eine Aktie der ersten bis fünften Emission eine neue Aktie zum Stückpreis von 1*5-000 K Bezugssrist von 14. bis 30. d. — ,Hhönix", Wtiewgesellschast für Industrie und Handel. Erhöhung aus 160 Millionen Kronen. — Welser Holzindustrie-Aktiengesellschaft. Erhöhung von 500 auf 750 Millionen Kronen. Die Abwicklung des Frankenclearmgs für ultimo Juni. Die Wiener Börsekammer hat beschlossen, zur Abwicklung der pro ultimo Juni 1924 schweben^den Schlüsse in Kabelzahlung New-Dovk gegen Zahlung Paris das gleiche Arraugementverfahren durchzuführen, das sich bereits pro ultimo April und Mai vollkommen bewährt hat. Es werden folgende Termine angeordnet: ^Schluß der Arrangementperiode: 19. Juni. Ausgabe: Freitag den.20. Juni, bis längstens 12 Uhr - mit tags, bei der Wiener Börse« kammer zu Händen des Sekretärs Dr. Hugo:Huttegger. Börse« gebäude, Halbstock, Schiedsgerichtsk-anzlei. Zahl u n g der Di ssereuzen in französischen -. Franlken: 2 5r' I .u n i, b i s längstens .12 Uhr mittags, bei der Banque des Pays de l'Europe Centrale \\i Paris, 12 Rue de Castiglione, auf das Konto der Oesterreichischen NationÄbank, Wien. Die Hingegangenen Differenzbeträge werden <nr die zum Bezüge Berechtigten am 30. Juni IM in, Paris -telegraphisch ausbezahlt. Lieferung der pro Saldo anzuschafftnden Beträge in Kabelzahlung New-Iork: '3 0. Inni, bis längstens 12 Uhr mittags, bei der National City Bank of NeW-Aork in New-Nörk auf bas Konto der Oesterreichischen Nationalbank, Wien. Lieferung der von den Beziehern von Kabelzahlung Ne-w-Nork als Gegenwert zum Liqnödationskurse zu entrichtenden Frankenbeträge: 3 0. Juni, bis 12 Uhr mittags, bei der Banque des Pahs de l'Europe Centrale in Paris auf das Konto der Oesterreichischen Nationalbank. Wien. Der .Liquidationskurs wird am 19. Juni in den Tageszeitungen bekanntgegeben werden. Die sich ergebenden Frankendifs'erenzen und Lieferungs-, beziehnngMeise Bezugssaldi 'hinsichtlich Kabelzahlung New-Aork, werden >den Arrangrmentteunehmern nach Durchrechnung der Aufgabebogen am 21. Juni schriftlich bekanntgegeben werden. Die Firmen F. Kalmar u. Co.» Theodor Kettner u. Co.. Allgemeine Jnonstriebank, Wartenbevg u. Co., Bert-hold Kary u. Co., Austro-Orientbank und Deutsche Bodrnbcmk haben an diesem Arrangement nicht teilzunehmen. Die Westmachte gegen die Nationalisierung in Rumänien. AuS Bukarest. 13. b., wird gemeldet: Die Blätter berichten über die diplomatische Intervention Englands, Amerikas und Frankreichs bei der rumänischen Regierung in der Frage des Gesetzentwurfes über die Nationalisierung der Gruben und Bergwerke. Die fremden Mächte wenden sich besonders gegen die Bestimmung des Gesetzentwurfes, daß die gegenwärtig bestehenden Petroleumgesellschaften innerhalb zehn Jahren nationalisiert werden müssen. Die oppositionellen Zeitungen greisen die Regierung heftig an, daß sie durch die ungeschickte Verfassung des Gesetzentwurfes diese demütigende Intervention verursacht hat. Riesenkonkurs im internationalen Baumwollhandel. Die alte Baumwollfirma Pferdmenges Preyer u. Co. in Liverpool, die Verbindungen in Le Havre,^ Bremen, New-Orleans, Savanncch und Galveston unterhälr, ist laut „Konfektionär" mit 167.471 Pfund Sterling Passiven, denen nur 6066 Pfund Sterling Aktiven gegenüberstchen, in Konkurs geraten. Die Firma wurde im Jahre 1873 gegründet. Neue Zölle in Polen. Aus Warschau wird uns berichtet: Die, Ausfuhrabgaben von Gerste und Malz betragen ideyzoit 60 Zloty pro eine Tvnne Gcrste, und 62 Zloty pw Waggon Matz. Won Melasse müssen 160 Zloty pro Waggon und vom Mohn 162 Zloty pro Waggon bezahlt werden. Die Regierung plant eine namhafte Herabsetzung der Zölle für wichtige Bedarfsartikel, um auf diese Weise „der^ horrcn>oen Teuerung, die lange schon die Friedensparität überschritten hat. entgegenzuwirken. Die Wiener Konsiktionsware konkurriert mA Erfolg mit den im Jnlande fabrizierten Waren, da sie nm 60 Prozent billiger kommt. Gesetze über Neugründungen in Polen. Aus Warschau wird uns berichtet: Das polnische Finanzministerium bereitet ein neues Gesetz stber die Gründuuq -neuer Aktiengesellschaften vor. Das Grüudungskapital muß in Zloty festgesetzt werden. Bei Industrieunv Handelsgesellsä)asten darf das Kapital nicht weniger wie 100.000, bei Banken nicht weniger wie eine Million, bei iB-ersicherungsgesellschafteu mindestens 600.000 Zloty betragen. Der Wert einer Aktie darf unter 10 Zloty nicht festgesehj werden. Zum Schutze der Aktionäre plant das Ministerium ein nrues Gesetz, aus Grund dessen ihm das Recht zustchen würde, bei Kapitalsvermehrungen bei Ge-sell- ,schäften, die vor dem 1. Juli 1914 gegründet wurden, alle nicht auSgeübten Bezugsrechte für sich in Anspruch zu nehmen. Den Aktionären würde dagegen das Recht zustchen, binnen fünf Jahren dicsclöen bei der Regi-crung für sich zu reklamieren. falls sie beweisen könnten, daß sie nicht in der Lage wären, dieselben äüszuüben DURCH DIE BANKENWfiLT.i >4 4 'V;* " Austro - Holländische Bank Zentralbureau: Wien, 1. Dr. Karl Luegerplatz 4 (I. Ebendorferstr, 6) Telegrammadresse: Hollandbank Wien / Tel. 274S-25 Serie Ifotnmandftgesellschait 1%/igmund Amarant & Co. Wien, I. Graben 22 (Eingang Petersplatz 4) / Tel. 60B90 Serie JJankgeschUfte ttller Art Dorotheum -Bankabteilung Wien, I. Dorotheergasse 17 Fides, Treuhand-Bank Tel.; 81-3-20, 61-2-24,64-0-72 G. inb. H. I. Neutorgasse 17 Tel.: 61-3-20. 61-2-24.64-0-72 Oesterreichische Holzbank Wien, I. Tuchlauben 17 Tel,: 63-5-25 Serie u. 66-3-05 Tel. Adr.: „Holzages.“ BanKKommenöltgesellschoft Franz Politik Wien, I. Seitsergasee 4 (Ecke Bognerg. beim Graben) Telephone: 60-4-82, 60-4-93. 63-4-85, 64-4-48, 68-4-78, 69-4-88 Telegrammadresse; Frapobank pankhaus U. Ü@h®tf81 Wien. I. Maria Theresieasirasse 10 Telephon 11-4-60, 11-4-61 ■ Wiener Handelskreditbank A.G. Wien« I. Wipptlngerskasse 13 " Telegrammadresse: «Haoredo1* Telephon. 64»Ö-65 perle Expositur; I. Sohottenring 18a — Telephon 69-3-14 erhalten Sie für Ihr K ® P M bei der Hypothekarversicherungs-Gesellscnaft (Riunlöne Adriatica di Sicurta), 1. Tegethoffstrasse 7 Ford in Polen. Aus Warschau wird uns berichtet: Der amerikanische Autofabrikant Ford erwarb vor kurzem ^ber Drombera 1200 H e k t a r T e r r a i n zwecks Errichtung einer 'neuen Automobil'sabrik. Die Fabrik soll täglich Wagen produzieren und bei 1200 Arbeiter beschäftigen. Der PrerS eines Automobils soll 4&8 Dollar btt vagen. Ford verhandelt auch wegen des Ankansies von Rohölgruben, um lsich dieEeMn- ,mengen zu sichern. In der nächsten Zeit soll Ford in Warichau emtreffen, um «mit der Regierung die Bechandlungen zu beendigen. ' - England haut Bahnen in Polen. Aus London, 18. d., wird gemeldet: ,/Daily Mail" zufolse wird gegenwärtig über einen Vertrag betreffend den Bau von mehreren hundert Meilen Eisenbahnlinien in Polen mit einer Grupps britischer Unternehmer, cm deren Spitze Armstrong, Withworth ii. Co. steht, verhandelt. Die m Betracht komende Summe soll möglicherweise den. Betrag von 10 Millionen Pfund Sterling übersteigen. Wiener Börse. GÄestort. Im Gegensatz zu ihrer Bor-gängerin bekundete Hst gestrige Börse eine ziemlich freundliche Haltung. Günstigen Einfluß auf die Tendenz ldes Marktes übte die Abschwächnng des französischen Franken in Zürich, die Ermäßigung der Kopfsteuer und nicht in letzter Linie der Mssige Gestand bei der durchgefl'vhrten Versorgung. Die neuerdings über Prag in Verbreituilg gewesenen ungünstigen Gerüchte fanden keine Beachtung und konnten der festeren Tendenz keinen Abbruch tun. Wenn das Geschäft keinen größeren Umfang anzunehmen vermochte, so war dies der zweitägigen Berkehrsunterbrechnng znzuschreiben. Immerhin fanden Deckungskäuse der Kontermine statt, welche, obzwar sie keinen größeren Umfang angenommen, dcnnoch eine Befestigung hervorriefen, so daß der Schluß in freundlicher Haltung mit gebesserten Kursen erfolgte. Anglobank profitierten 5000 K., Gtaatsbahn 7000 K., Alpine 14.000 K. Coburgaktien, in denen das Geschäft lebhafter war, - erhöhten sich um 11.900 K. Die Steigerung dieses Effekts stützte sich aus Fusionsgerüchte. Mehr Beachtung fanden auch öfterreichische Hofherr und Karpathen Petroleum. Im Schranken war das Geschäft gering, die Kursbesserungen gewannen jedoch die Oberthand. So stiegen Dampfschsif um 26.000 K., Adria um 43.000 K., Waqgonleihaktien um 16.000 K-', Galicia besserte sich um 10.000 K., Reu-' siedler um 20.000 K., Brigl Papier um 16.000 K., Ung. allg. Kohlen um 100.000 K., Ringhofser um 10.000 K., Denes und Friedmann mn 20.000 K., während Berg und Hütten 80.000 K., Koliner Spiritus 158.000 K. und Carborundnm 10.000 K. verloren. GrMr Brauerei profitierten 80.000 K.. Gösser Brau 10.000 K, Navigazioni getvannen gleichfalls 10.000 K., Aussig- Teplitzer Bahn 14.000 K, Rossitze>' Kohlen und Gutmann Holz je 25.000 K. r«d Spitzer 10.00p *£ Aus dem Anlage m a r! t c ergabmi sich nur geringe Veränderungen. Von den Exoten notierten: Apollo-Film 10.000, An- AeiHen-Ges/ 70.000, Mraznica 47.000 bis 19.000, Nni-vevsale- 21.000 bis 22.000-