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Wiener Morgenzeitung · 1924-06-14 · Heft 1914 (14.6.1924) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1914 (14.6.1924)
Date
1924-06-14
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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mm W'wf1 WWW Nr.M BMfflt SckMMg ' Wiener MorMnKlkiMg.^ , A.\ A - :\ a mrmW 14. Juni 1924 <£elk s * DaS-Veepserd aus Gummi. Im Auslände, und zwar'' spSAiell-in den englischen Badeorten, amüsiert man sich in diesem Sommer mit einem neuartigen Spielzeug Kr große Kinder. Der Gegenstand des allgemeinen Interesses und der allgemeinen Freude ist ein künstliches Seepfevd aus Gummi, ohne das keine sashionable Englängerin sich in die Finten stürzt. DaS moderne Ungeheuer wird - von -seiner Besitzerin aufgeblasen oder aufgeipnmpt, worauf es imstande ist, einen erwachsenen Menschen bequem zu tragen. Es hat allerdings, wie andere Pferde auch, seine Pannen und wirft seine Reiterin gerne bei der ersten ungeschickten Bewegung ab. Dieses Ausschlagen des Seepferdes gibt ihm natürlich erst seine Daseinsberechtigung. Denn wenn man heruntersällt. kann man nach Herzenslust kreischen und dadurch die Aufmerksamkeit eventueller Interessenten auf sich ziehen. * Das mißverstandene „Affidavit". Bekanntlich erhalten Amerikareisende nur dann das Einreisevisum, wenn sie unter anderem im Besitze eines Affidavits sind, auf Grund dessen ein amerikanischer Bürger, in der Regel ein Verwandter, die, bindende Erklärung abgibt, dafür zu hasten, daß der Einreisende in Amerika -nicht der Ochfentlichkeit zur Last fallen werde. Diese Haftung durch, ein -Affidavit war nun, wie uns aus New-Aork ^schrieben wird, Ge-genstauld eines interessanten Prozesses. Ein zunger „Grüner", der aus IGrund eines -Affidavits nach Ncw-York kam, wollte keine Arbeit nehmen und bestand aus seinen Schein, in welchem seine Verwandten die rechtsverbindliche Erklärung abgegeben hatten, daß sie für sein Auskommen und seine Erhaltung in den Bereinigten Staaten die Haftung übernehmen. Die Sache kam vor Gericht und dieses fällte die prinzipiell wichtige Entscheidung, daß ein Affidavit bloß eine moralische Verpflichtung enthalte, über kein prozeßfähiges Dokument sei, auf Grund dessen ein Einwanderer an seine Verwandten die Forderung stellen könnte, ihn zu ernähren, besonders wenn er arbeitsfähig ist. * Tanzinstitut Hermann Braun, 14. Bez., Reindorfgaffe 42. _ (Entgeltlich.) An die zionistischen Sraanisatione«. Der unmittelbar bevorstehende Kongreß macht es allen Organisationen gm gebieterischen Pflicht, Me kurze noch ausstehende Zeit lediglich in den Dienst der Schekelpropaganda zu stellen. Gerade, dem diesjährigen Kongreß liegen Fragen von allergrößter Wichtigkeit zur Entscheidung vor und unsere Vertretung und die Stärke unseres Einflusses am Kongreß hängt von der Anzahl der verkauften Schekalim ab. Das Landeskomitee fordert sämtliche Organisationen auf, noch in diesem Monate eine Schekelaktion zu veranstalten, ähnlich der, wie sie anläßlich der Keren Hajessodwoche unternommen wurde. Me wenig bis jetzt für die Schekel- und die Parteisteuer getan wurde, erhellt aus nachfolgender Aufstellung; Bisher verrechnete Schekel Parteisteuer (für Mitglieder) Prater. . . 15L 100 Leopoldstadt . 35t 200 III .... 180 70 iv/v . 110 30 vj/vm . — IX ... . 110 3 X/XI . . . — .— XII/XV . . , 100 — XIII;; xvi/xvu; 300 „ „ XIX Frauengruppe 19. Bezirk. .50 50 Zionistische Sektion XX. 230 550 „ * Zwischenbrücken . 20 — Jehuda Halewi. Zionistische Ortsgruppe Amstetten „ „ Angern... 2 — . „ Atzgersdorf . — — „ „ Baden . . . 25 25 , „ Graz ... 90 — . . Mödling . . 83 83 „ „ Innsbruck. . 125 125 * „ Klosterneuburg 23 22 „ „ Linz ... 25 25 „ , St. Pölten 30 32 * „ Wr. Neustadt :; ST?:: u , „ Villach . „ „ Stockerau Schekel- und Parteisteuereingänge seitens -er Korporationen des Äademifchen Landesverbandes. Schekel Parteisteuer D. Z. H. Bar-Giora..23 10 I. A. S. Baristia . . Z. A. V. Bar-Kochba I. A. B. Emunah . A. V. Esperanza . . Z. A. B. Gamalah . I. A. SB. Harzioniah . I. A. V. Jwriah . . I. A. V. Jordania Z. A. V. Kadimah. Lese- und Redehalle jüdischer Hoch schüler.... I. A. B. Libanonia I. A. v. Makkabäa ... Palästina-Sektion zionistischer Han I. A. 23. Nobur I. A. B. Unitas . . . I A. v. Zephirah . . Z. A. V. Hechawer . . V. Z. H. Theodor Herzl B.J. A. Rhome . . . Kartell des Z. T. Z. . 8. M. B. Giskalah . , '. M. B. HaSmonäa. . ) M. B. Hyrkania . . M.B.Jedidäa . . M. V. Jung-Jnda . m. B. Mafladah . . B. Mattatia . . >6- \ N. Nehemia . . . keine übernommen 60 30 40 98 40 19 36 29 26 40 27 39 56 5 19 10 15 506 153 w SS-riite&omitee erwartet, daß die Organisationen ihre Pflrchwsiillen und die ihnen bekannten Schekel- und Partersteuersiingente noch rechtzeitig an den Mann bringen werden. \ Das ^Mische Landeskomitee für Oesterreich: Dr. Joses L^herz. Ing. Robert Stricker. MteilMsen am dem Publikma. Kunsthandlung August Johannes I. Michaelerplats Nr. 6 VERSTEIGERUNG in der Neuen Hofburg (Eingang Heldenplatz) Kunst- und SrnnmelolUeRte des Wiener Stadtervelterun$s-Fonds II. TEIL 3079 SCHAUSTELLUNG: Morgen Sonntag, 15. bis Inklusive Donnerstag (Fronleichnam), den 19. Juni, von 10 bis 6 Uhr VERSTEIGERUNG : Freitag den 20.. Samstag 21.. Montag 23. und Dienstag 24. Juni, ab 3 Uhr nachmittags WS" Kataloge und Auskünfte nur Neue Hofburg "DE ■WWWBIMII-Iii SCHWEIZERHAUS Cafe-Restaurant im Prater 416 TÄGLICH IMEf Elf Orch'est erkonzert IW nS» mm Hpra Das beste Pilsner Bier in Wien, auch vorzügl. Wiener Biere sowie köstliche Weine / Kalte und warme Speisen lünr^rOLAH JENO Telephon 61.198 Telephon 61.198 Bernhard Schimmermann Salon für feine Herrenkleidung nach Mass Laufende Instandhaltung der Kundengarderobe (Bügeln, Entdecken, Reparaturen) WIEN, I. 1070i Graben 29, Trattnerhof 2, Mezzanin 72-74 r FRUCTODONT die Zahncreme In verschiedenen Gesehmacksarten ORANGE ANANAS KIRSCHE ZITRONE PFIRSICH BANANE Alleinerzeuger: J. G. POPP, WIEN, XIII/2 ^Ueberall erhältlich! 492 Ueberall erhältlich 1_^ Geschäfts Handwagen jeder Banart. vierand zweiräderig, steif nnd gefedert, in eratklasaigster Ansführnng, zn ganz konkurrenzlosen Freisen, stets lagernd Klosterneuburger Wageufabrik A. G., Wien, 12. Bezirk, Grieshofgasse 16, Telephon 824-39 ssi Vereine. Vorträge und Versammlungen. Zionistische Sektion 10. und 11. Bez. Montag um 8 Uhr abends in Bauers Eichcnsälen, 10. Bez., Favorttenstraße 71, Vorträge über aktuelle jüdische Fragen. Referenten: Pros. A. Freud, Rechtsanwalt Dr. I. Waldnr a n n. Eintritt frei. Gäste herzlich willkommen. — Z i o n istische Frauenorganrsation. Montag um 5 Uhr nachmittags im Kunstsalon Ackermann, 1. Bez., Herrengasse Nr. 21, 2. Stock . wichtige Vollversammlung. Erscheinen der Frauen aller Bezirke Pflicht. — Beth Waad Laj-esrim. Morgen Sonntag um halb 3 Uhr nachmittags Ausflug. Treffpunkt: Liebenberg-Deu'kmal. — Zionistische Mittelschülervereinigung. Heute um 6 Uhr nachmittags Vortrag, 2. Bez., Taborstratze 20a. — Akademischer Landesverband. Alle Mitglieder der Korporationen erscheinen Dienstag den 17. d., präzise halb 2 Uhr, zum Or-dnerdienst Ostbahnhos (Ankunftseite). — Zionistische Juaendgruppe L e o p old st ad t. Heute um 3 Uhr Ausschußsitzung. Halb 8 Uhr abends Geselligkeitsabeud. Morgen um 10 Uhr vormittags außerordentliche Plenawersammlnng. Hauptpunkt der Tagesordnung: Empfang Ussischkins. — Kulturgruppe der Zionistischen Bezirkssektion Brigittenau, 20. Bez., Karl Meißl-Straße 6. Heute um 4 Uhr nachmittags Vortrag A. Schwertfinger. Jugendliche Gäste willkommen. — Akademische Sektion d e r H i t a ch d n t h, 2. Bez., Zirkusgasse 33. Heute um halb 8 Uhr abends Vortrag. Eine halbe Stunde vorher Ausschußsitzung. Erscheinen Pflicht. — S e p h a r d i s ch - a k a i WerdetAbolmenteufürdie -;,Steuer Morgenzeitung"T demischer B erei ,r Esperanza. Heute keine Zu» > samwenkunft. Nächste Woche Vortrag Prof. Dr. W. Stetn.^ Urania. Heute: 5 Uhr (Großer Saal): GroßwildjaK», in Afrika. 6 Uhr (Klubsaal): Univ.-Lektor Ferd. Mat ras:, Rednerkurs. 12. Halb 8 Uhr (Großer Saal): Dr. Josef Ber-' gauer: Ans Raimund und Nestroy. (Alt-Wiener Theater 2). Halb 8 Uhr (Kleiner Saal): Dr. Hans Halm, Professor der Universität Irkutsk: Nach Sibirien, verbannt. Halb 8 Uhr (Kurssaal): Prof. Dr. Walter Nenwirth: Peter Altenberg, ein Wiener Dichter von „gestern". Halb 8 Uhr (Klubsaal): Dr. Robert Friedmann: Goethe, Heräklit und Laotse. 3. * Schlutzfeier der jüdischen Schulinstitutioneii 12. bis 15. Bez. Mittwoch den 18. d. um 7 Uhr abends im Technischen Mnsenm, 13. Bez., Mariahilferstraße 212. Festrede: Oberrabbiner Dr. Z. P. Ehestes. Festspiel von Martha Hofmann (mit Lichtbildern). Spiele des Kindergartens. H-ebräischo. Ansprache. Präludium zu „Hatikwah". Radiokonzert. Programm von Sonntag den 15. biS Samstag den 21. d. Morgen Sonntag: Gastspiel der Kammeroper: „Ate Entführung ans dem Serail". Montags Tanzabend Ensemble Gertrud Bodenwieser. Dienstag: Symphouiekonzert. Dirigent Martin Spörr. Mitwirkend: Louise Helletsgruber. (Staatsoper), Adolf Bnsch, Solocellist des Wiener Symphonie- Orchesters. Mittwoch: Konzert des Wiener Symphonie- Orchesters. Dirigent Martin Spörr. Gastspiel Ensemble Leo- Poldi-Wiesenthal.' Donnerstag: Ballett-, Märchen- und Volksliederabend. Das Wiener Symphonie-Orchester. Dirigent Martin Spörr. Mitwirkend: Ensemble Marianne Mendl, Lotte nnd Margarete Plonner. Freitag: Symphonie-Konzert des Wiener Symphonie-Orchesters. Dirigent Martin Sporr. Mitwirkend: Hugo Gottesmann (Violine), Hermann - Busch (Cello), Otto Schulhof (Klavier). Samstag: Konzert des Wrener Symphonie-Orchesters. Dirigent Martin Spörr. Gastspiel Ensemble Leopoldi-Wiesenthal. Mhne «nd Kmst. Jüdische Komtzonisten auf dem Prager Mustkfest. Das alte Märck)ni, das den Juden die kompositorischr Begabung abspricht, ist leicht mit dem Hinweis zn widerlegen, daß schon im 16. Jahrhundert ein Meister wie Rossi gewirkt hat. Im 19. Jahrhundert verzeichnet dann di-e allgemeine Musikgeschichte das geniale Schassen zweier Meister, wie Meyerbeer und Mendelssohn, deren Werke, von der augenblicklichen Wertung unabhängig, alle kritischen Bedenken vorurteilsfreier Beurteiler gegenüber der jüdischen Musik hätten zerstreuen sollen. Aber selbst das Auftreten Gustav ahlers am Ende des vergangenen Jahrhunderts hat die Diskussion über die produktive Begabung der Juden nicht zum Stillstand kommen lassen, ja gerade die Frage nach der jüdischen Melodik ist durch sein Wirken erst recht angeregt worden. Es gibt nun zn bedenken, daß gerade ans dem Prager M-usikfest die hervorragendsten und wichtigsten Darbietungen von jüdischen Komponisten stammen. Das Monodrama „Erwartung" schuf Arnold S ch ö n b e rg, der Führer der. deutschen musikalischen Moderne, der aus jüdischem Blut stammt. Die „Spanische Stunde", die komische Oper von Maurice Ravel, in dem Frankreich den größten lebenden Meister verchrt, ist der geniale Wurf eines jüdischen Musikers. Neben Stravinsky wird als das größte russische Talent Sergej Prokosfjew angesehen, dessen Violinkonzert in Prag einen großen Erfolg davontrug. Auch dieser Komponist stammt aus dem jüdischen Milieu. Ernst Bloch, der Genfer Komponist, der in Amerika lebt, hat einen Psalm für Bariton und Orchester beigesteuert, der hebräische Motive verwendet. Seine jüdische Herkunft ist ganz offensichtlich. Von jüngeren jüdischen Musikern, die aus dem Prager Musiksest mit ihren Schöpfungen vertreten waren, seien noch Erwin S ch u l h o s st eine starke Begabung auf dem Gebiete der Kammermusik, und Viktor Ullmann, ein talentvoller Schüler Schön'bergs, erwähnt Am den Theatern. Volksoper. Heute „Madame Butterfly*. Morgen Sonntag „Margarete" („Faust"). Als nächste Novität gelangt Freitag, 27. d., Johann Strauß' komische Oper „D e r lustige K r i e g" in der Inszenierung Renato M o r d o 8 zur Aufführung. R e n a i s s a n c e b ü h n e. Ab heute „F a m 1 l i e Hatsche!" mit Gisela W e r b e z i r k als Gast. Metropoltheater. Direktor Gustav Müller eröffnet die heurige Saison am 1. Juli mit der Uraufführung der dreiaktigen Operette „Wenn d e r H o l l u n d e r blüht", von Paul K n e p l e r. A pollot heater. Allabendlich llhr, „D i e K ö n i g i n v o m M o n t m a r t r e". Woche nspielplan des Burgtheaters. Sonntag, Vj3 Uhr nachmittags, „Klein D o r r i t", 7 Uhr abends, „Das Abenteuer in China". Montag. „H a m l e t". Dienstag und Freitag „Das Abenteuer in China". Mittwoch „Der D u m m k o p f". Donnerstag „Viel Lärm um nicht 8". SamStag „Einen I n x w i l l e r s i ch m a ch e n". Wochenspielplandes Akademie-Theaters. Sonntag „Die Frau von vierzig Jahren". Donnerstag „D a 8 G l a S W a s s e r". Samstag „Q u a l i t v Street" („Im st i l l e n G ä ß ch e n"). Wochen s p ie-lplan des Schönbrunner Schloßtheaters. Sonntag, Dienstag und Freitag „D e r W i d e r s p e n st i g e n Zähmung". SAontag „Tage szetten der Liebe". Mittlvoch zum ersten Aiale ,.D i e Kinder". Donnerstag und Samstag „D i e K i n b e x". W o ch e n s p i e l p l a n der Staatsoper. Sonntag „D i e M e i st e r s i n g e r von Nürnberg". Montag „Madame Butterfly". Dienstag „Der B a j a h o", „S ch l a g o b e r s". Mlittwoch „D a 8 N h e i ng o l d", Fricka Frau Marie Olszewska a.G. Donnerstag „Die W a l k ü r e", Frau Marie Olszewska als Gast. Freitag „L o h e n g r i n". Samstag „D t e tote Stad t". Wochensptelplande'sDeutschenBvlkSt h e a t e r 8. Sonntag, */*8 Uhr abends, „DasTfchape r l". Montag „H e i m a t". Dienstag und Freitag „Das T f ch a p e r l". Mittwoch und Donnerstag, neu einstudiert,

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