Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1912 (12.6.1924)
- Date
- 1924-06-12
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2979076-2980834-2980995--19299-3006434- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 8 Wien, Donnerstag "7^, bis 16. Dchtember einen Durchgangswagen erster und zweiter Klasse Grado—Wien Sndbahnhos (an 9 Uhr 30 Min.') täglich führen- : . . * Di« Gebühr für Gärtnerwagen in der Lusthausallee. Die in der Freudenau ansässigen Gärtner wurden von der PrateriitstzMion, dem Exekntivortzan des Handelsministeriums, cmsigvfordert, fiir die Benützung der Strecke Lusthaus—Hauvtallee bis zur Lusthausstvaße und Schlachthausbrü ckenallee bis zur Schlachchausbrücke eine Gebühr von jährlich anderthalb Millionen zu entrichten. Es handelt sich um eine Erhöhung der bisherigen G e b ü h r f ü r G e s ch ä f t s w a g e n und L astfuhrwerke. Das Befahren der genannten Strafen mit Geschäfts- und Lastwagen ohne besondere Bewilligung der Praterinspektion ist als Uebertretung der Pratervorschristen, zn betrachten und strafbar. Eine Aufhebung des Verbotes hätte zur Folge, daß die erwähnten Straßen, die weichen Boden answeisen ynd nicht als Chaussee geibaut sind, allgemein mit schweren Fuhrwerken befahren wurden. Dadurch, daß sich dann der gesamte Schwersuhrwerksverkehr von der Landstraße zum Handelskai über den Prater erstreckte, würden nicht nur die in Betracht kommenden Straßen vollkommen zerstört, sondern auch der Prater würde seiner Bestimmung, der Bevölkerung als Erholungsort zu dienen, verlustig werden. * Keren Kajemeth l'Jsrael (Jüdischer Nationalfonds). Der Kartenvorverkauf für die Mittwoch den 18. d. stattfindende Volksversammlung. bei der M. M. Ussischkin, der Vorsitzende des Direktoriums des Keren Kajemetht l'Jsrael, über „Erlösung des Bodens Erez Israels" sprechen wird, hat bereits begonnen. Eintrittskarten erhältlich in allen Kartenbureaus; im Bureau des Keren Kajemeth l'Jsrael, 2. Bez., Zirkusgaffe 83; des Zionistischen Landeskomitees, 2. Bez., Taborstraße 20 a; des Keren Hajesscd, 1. Bez., Bauernmarkt 24, und an der Konzerthauskasse. * Ein vielseitiger Schriftsteller. Ein italienischer Journalist hatte sich an eine Zahl von Pariser Schriftstellern mit der Umfrage gewandt, welchen Beruf sie ausübten, «he sie sich entschlossen, sich der schriftstellerischen Laufbahn zu widmen. Unter den Antworten befindet sich auch die von Henri Beraub, dem Verfasser des humoristischen Romans „Das Martyrium des Dicken", der sich zu folgenden Berufen bekennt: „Zeichner in einer Seidenwarenfabrik, Advokatenschreiber, Versicherungsagent, Redaktionssekretär, Artillerist, Baritonist, Kunstkritiker, Weinagent, Buchhändler, Antiquar, Theaterkritiker, Kohlenhändler, Humorist und Zeitungsberichterstatter." * Ein jüdisches Adreßbuch. In nächster Zeit erscheint ein jüdisches Adreßbuch, welches Adressen jüdischer Organisationen, Institute, von Gelehrten, Parteiführern, -jüdischen Buchhändlern, Verlegern, Erzeugern und Händlern mit Koscherwaren und rituellen Bedarfsartikeln, Restaurants usw. enthalten wird. Diese -mögen ihre Adressen und genaue Beschäftigung ehestens an: Isaak B o nh ard, Wien, 2. Bez, Zsbbsstraße 22, bekanntgeben. Die Ausnahme ins Adreßbuch erfolgt' k o st e n l o s. __ (Entgeltlich.) Nachfolgende Notizen bis zu der Rubrik „Vereine" sind entgeltlich.) Sonderangebot des Warenhauses Brüder Schiffmann, 2. Bez., Taborstraste,48. Prima Regenmäntel 175.000 K., französische Wasch-Voile pro Meter 17.900 K., Mode-Voll- Etamine, große Auswahl aparter. Muster, pro Meter 38.000-K., Eponge zur Kleider und Kostüme Pro Meter 39.000 K., Schweizer Etamine in allen Farben Pro Meter 36.000 K., Covercoats, 130 Ztm. breit, Pro Meter 98.000 K. Reichhaltiges Lager, in Damen- und Herrenwäsche, Leinenwaren, Vorhängen. Teppichen usw. zu bekannt billigen Preisen bei vorzüglicher Qualität. Ein Besuch überzeugt. Bei Otto Kaserer am Konstantinhügel (Prater) findet der Gesunde und der Kranke U n t e rl> a l tu n«g, Erholung und Genesung. Suchen Sie Berglust, Sonnenbad oder kühlsten Schatten, Waldaussicht oder Wasseraussicht, Kaffeehausgetränke oder Restaurant mit vorzüglicher warmer und. kalter Küche, alles finden Sie hier, einige Schritte von der Elektrischen (Linie L, M, H, H2, Endstation).. Treffpunkt der besten Wiener Gesellschaft. Die künstlerische Sensation des Tages ist hier das weltberühmte russische Studentenchor- und Balalaika-Orchester, welches nach siegreichem Zuae durch ganz Europa jetzt täglich am Konstantrnhü^el konzertiert. Für Liebhaber klassischer und moderner Wiener Musik sorgt die beliebte Wiener Kapelle W. Ganglberger. Bei schlechtem Wetter gedeckte, elegante, bequeme Räumlichkeiten. ' * Fleischhauerei Siegm. Kornmehl, Wien. Hauptgeschäft: 9. Bez., Berggasse 19. Koscher-Fleischbank in Währing, 16. Bez., Wahrinaerstraße 97, unter Aussicht des ehrwürdigen Rabhinats der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, eröffnet. Ausschrotung von sämtlichen Fleischsorten, ausschließlich prima Qualitäten zu den billigsten Tagespreisen. Mener MorgenzMungs. Mitteilungen aus dem PuMum. Lake-Kestaurant im Prater »is TOS Li C H Or ch e st e rko nz e rt WACEK Das beste Pilsner Bier in Wien, auch vorzögl. Wiener Biere sowie köstliche Weine / Kalie und warme Speisen amm^^OUW JEN0 Telephon 61.198 Telephon 61.198 Bernhard Schimmermann Herren mode-Salon WIEN, I. 10704 Graben 29, Trattnerhof 2, Mezzanin 72^74 MAIDHHm u'scmj, X^VSTETI SCHEU/> mm mä wrs. Tee von sicherer Wirkung, angenehm m Geschmack, vollständig unschädlich, stellt schlanke, graziöse Figur her ohne Aenderung der Lebensweise, prompte Gewichtsabnahme. Bei Voreinsendung des Betrages von ö. K. 31.000 für ein Paket, erfolgt die Zustellung franko Waldheims Apotheke, Wien, B. Himmellpfortgasse 14 . ss Pi irvimi direkt ohne Zwischenhandel W U m m r IVIU lllB l 30-40% billiger als überall Preise von K 12ft.000 «J Industrie für Regen- Keine Täuschucgäreklame ,, W «l&ftBäSf mfintelfabrlkatlon Wien, V, Rechte Wlenzslie 93, I. Stock, Haltestelle Pilgrambrlieke Züdisches Restaurant u $ t-wr mit besten Referenzen, gegen sehr gute Bezahlung, zum sofortigen Eintritt. Zuschriften unter „Erstklassig 10706" an die Administration des Blattes loror Handelsgehilfe, 10. Bez., Waldgasse 41. König Moriz, geb. 10. Juli 1874, Wien, 2. Bez., Rembrandtstraße 17.. Borgzinn er Erich, geb. 20. Juni 1903, Wien, Kaufmann, 1.Bez., Ebendorserstraße 10. B o r g z t n n e r Julius, geb. 91. Februar 1873, Hastenbeck, Kaufmann, 1. Bez., ELendorferstraße 10. Sniek Margarete, aeb. 26. Oktober 1894, Wien, 19. Bez., Friedlgqffe 45. R a k o s Klara, geb. 28. November 1907, Budapest, 3. Bez., Khungasse 14. R a k o 8 Stefan, geb. 28. Juli 1907,' Budapest, 3. Bez., Khnnngasse 14. L e d e r e r Wilhelmine, geb. 10. April 1896, Wien, 2. Bez., Lassaltestraße 28. Ed-merl Klara, geb. 30. Marz 1903, Wien, 10. Bez., Franz Josef-Spital. Rosenbaum Valerie, geb. 3. November 1893, Wien, 6. Kettenbrückengasse 18. S i l b e r b u s ch Jakob, geb. 9. Jänner 1891, Zastawna. Bankbeamter, 4. Bez., Große Neugasse 44. K o h n Otto, geb. 1. Mai 1904, Wien, 7. Bez., Kaiserstraße 64. Lichte n st e i n Julius, geb. 19. Oktober 1896, Wien, 7. Gutenberggasse 19. Schwab Magdalena, geb. 18. Dezember 1901, Wien, 7. Bez., Richtergcrffe 7. Herbatschek Elsa,geb.24.Juli 1887, Wien, 7.Bez.,Zieglergasse 27. Q u e t s ch Gustav, geb. 26. Oktober 1887, Wien, 3. Bez., Daffingerstraße 4. Weiß Viktor, geb. 6. Dezember 1884, Wien, 3. Hetzgasse 34. _ Austritte an« dem Judentum. P o r j a 8 Eugen, geb. 4. Jänner 1892, Zambock, 2. Bez., Hollandstraße 2. H a j e k Paul, geb. 23. August 1888, Prag, 2. Bez., Ausstellungsstraße 1. Barths Emil, geb. 18. Dezember 1971, Znaim, 13. Bez., Wenzgasse 3. BarthS Amalia, geb. 7. Sevtember 1879, Jeßnitz, 13. Wenzgaße 3. G a r a i Richard, geb. 20. Jänner 1890, Wien, Kaufmann, 3. Bez., Hießgaffe 11. Schlangen Regina, geb. 12. Oktober 1878, Wien, 3. Bez., Geologengasse 5. Nadler Hugo, geb. 14. Juli 1892,; Wien, Fabrikant, 6. Bez., Webgasse 8. St a g l Melanie Leopoldine, aeb. 25. Oktober 1906, Wien, 10. Bez., Ettenreichgasse 7. Kern Julius, geb. 17. März 1899, Wien, 10. Bez., Trostgasse Nr. 43. Götze! Martha, geb. 6. Juni 1903, Men, 2. Bez.. Obermüllnerstraße 1. Frimwald Julius, geb. 9. Juni 1870, . SaSzvar, Rechnungsrat. 16. Bez., Enenkelstraße 35. Mandel- .baum A. Frieda, gev. 2. Juni 1896, Tarnopol, Aerztin, 8. Bez., Skodagasse 24. W e i S z f e l d Emma, geb. 29. Mai 1902, Wien, 3. Bez., Rennweg 74. W e n g r a f Ferdinand, geb. 28. Jänner 1870, Wien, Fabrikant, 6. Bez., Schmalzhofgaffe 18. O n e t s ch Elsa, geb. 25. Dezember 1896, Wien, 2. Daffingergaffe 4. Hoffen Leopold, geb. 15. April 1890, Kaffan, 7. Bez., Neustiftgaffe Nr. 21. N o s e n t h a l Olga, geb. 8. September 1893, Czernowitz, 2. Bez., Praterstraße 60. S ch o st a I Richard, geb. 28. März 1870, Schloß Sarai, 2. Bez., Obere Donaustraße 63. Stern Siegmund, geb. 16. Novembcr 1880, Preßburg, 2. Bez., Sterneckplatz 10. Weißelberg Konrad, geb. 25. Oktober 1905, Tutowa, 3. Fasangaffe 20. R a k o 8 Josef, geb. 7. Dezember 1868, Nagyaba, 3. Bez., Kunngasse 14. Huber Franz, geb. 31. August 1905, Men, 9. Bez., Porzellanaasse 50. N a f t h a Benedikt, geb. 17. November 1o61, BMnn, 7. Bez., Seidengaffe 43. B a s ch Gabriele, geb. 4. August 1880, Prag, 19. Bez., Peter Jordanstraße 82. Schap ringer Paul, geb. 15. Mat 1879, Wien, 19. Bez., Gebhardtgaffe 5. Reich Oskar, geb. 11. August 1897, Wien, Agent, 16. Bez., Staudgafse 58. Beck Ferdinand, geb: 8. Juli 1879, Wien. Bahnbeamter, 18. Bez., Cermakgaffe 4. B e ck DI arte, t'eb. 12. November 1884, Wien, 18. Bez., Czermakgasse 4. k a d e r Katharina, geb. 12. Februar 1902, Wien, Student, 18. -Bez., Herbeckstraße 19. W ä g n e r Bertold, geb. 22. Jänner 1905; Wien, Hilfsarbeiter, 16. Bez., Fröbelgaffe 56. Kr a-u S, Dt. Ignaz, geb. 6. Dezember 1886, Wien, Bankbeamter, 8, Bez., Langegaffe 41. Epstein Franz, geb. 14. Februar 1906, Wiey, Bereine. Vorttäge und Versammlungen. I L d t s ch e B o l k 8 b i b l i o t h e k Z i o n, L. Bez.. Glockengasie 30. Laut Beschluß der Btbliotheksverwaltung bleibt ab 15. d. die Bibliothek nur dreimal in der Woche geöffnet, und zwar Sonntag von 10 bis 12 Uhr vormittags, Dienstag und Donnerstag von 6 bis 8 Uhr abends. — Talmud-Thora des 3. Bezirkes. Samstag, 6 Uhr abends, im Bethause, Hetzgasse 40, Vortrag Rabbiner Dr. Bernhard Templer: „Der erste Perek". Gäste willkommen. — B u chhaltev verband. Freitag im Hotel Fuchs, Großer Speisesaal, 15. Bez., Mariahilferstraße 138 (Zugang FuchSgasse), Vortrag Prof. M e tz l: „Ueber Taylorismus in der Buchhaltung". Urania. Heute, 5 Uhr (Großer Saal) r Die Thermenstadt Baden. Vr8 Uhr (Großer Saal): Johannes Eber lein: 2b Jahre unter Kannibalen. V»8 Uhr (Kleiner Saal): Karl S t r a ch e: Eindrücke au? Dänemark. lla8 Uhr (Kurssaal): Univ.-Prof. Dr. Oswald M e n g h i tt: Die Kunst der jüngeren - Steinzeit. VaS Uhr (Klubsaal) r Paul Johannes I e l l i n e k (Bad Ischl): Ethik und Zeitgeist, ll. Aufruf. Der Verein M a ch s i k e H a d a t h, 2. Bez., Schiffamtsgaffe 20, der seit 20 Jahren notleidende zugereiste Juden täglich unentgeltlich ausspeist, ist infolge des starken Andranges von C h a l u z i m wie auch anderer Unbemittelten, die aus Polen kommen, in große Not geraten und nahe daran, seine Tätigkeit nicht fortsetzen zu können. Das würde fiir Hunderte jener Armen, die fich nicht selbst fortbringen können, bitterste Not und Hunger bedeuten. Der notleidende Verein bittet edle Menschenfreunde um gütige Unterstützung durch Geld- oder Naturalspenden. Spenden find direkt an den Verein oder auf Postsparkassen-Konto Nr. 106.318, beziehmtaSwÜse an den Präsidenten Herrn Jakob M är z, 1. Bez., GolSdorsgaffe 2,' zu senden. Der Vorftanb. j Kaülsa-img. Die israelitischen MleglinM. her, Wienerstädtischen Versorgungsheime danken den Mitarbeitern/der ArbeitD gemeinschast Jüdische Krankenfürsorge, insbesondere dem Präsidenten Herrn' Gmeinderat Dr. - Leopold . B l a s ch k e s; - Mnd depr Vizepräfibenten Herm OSkar G o l d f ch m't e b, dafür,- daß es ihnen ermöglicht wurde, an den Reffacki- und Schewuothseiertagen r ituelle Kokt sn erhalten Die jüdische Privatvolksschule^ '20:> Bep- DeniKgaffe 8t eröffnet im Schuljahr 1924,25 bte: 5. Klaffe und'erlangt dam! das OeffentlichkettSrecht. Einschreibungen in alle 5 Klassen werde, täglich außer Samstag und-Sonntag von 12-iS 1 Uhr in de Schulkanzlei entgegengenommen. - Lernt retten! Im Strandbad Gans eh 8 üf e I’ finde! 5« ute, Danne rs t ü g. um 6 Uhr eilt unentgeltliche öffentlicher Vortrag über da» R e t t u n g S f ch w i m m e t und W i e d e r b e l e b e n mit Vorführungen und praktisch^ Hebungen durch einen Inhaber des Lehrscheines der Deutschs Lebensrettungsgesellschaft statt. Bühne und Kunst. Aus deu Aeatern. Volksoper. Heute „D e r Z i g e u «'e r b ä Ü o w Morgen endet „Der Ring der Nibelungen" 'mit '„Gö tten d ä m m e r u n g". Deutsches, V o l k 8 t h e a t e r. GegenwaEg Witz Franz Adam B e y e r l e i n s Drama „Z a p f b'n st r. e i ch. seinerzeit eines der stärksten Erfolgstücke dieser Bühne, unti» Friedrich Rosenthals Leitung neu einstzibiert. Die Auf führung ist für Mittwoch den 18. d. angesetzt. T h e a t e r i n d e r I o s e f st a d i. Heute, ft,8 Uhr „D er K a u"f m a nn von Venedig" Montag uix Dienstag HofmünnSthalS „Der Schwierig e". - Wiener! K o m ö d i e n h a » s. Freitag Uraufführuw des Lustspieles „E r braucht eine Frau" von Han Naderer., 'Modernes Theater. Heute und die nächsten Tag« */»8 Uhr abends, „Pariser Leben" in der Premieren besetzung. - Ein Zeitungsartikel Alfred Bernaus. In einem gestrige.. N-achmit-tagsblatt nahm der Direktor des Deutschen VMÄ tiheaters, Herr Bernau, gegen die!Grrüchi« Stellung, di» in -letzter Zeit über das Deu>t!sche Volikscheater und seine Pevsort verlbreitet wurden, Der Aufsatz, der in -leidenfchaftlichem Tor gchalten ist -und in welchem feftgestelll wird,, daß Bernau woh: seit zwei Jahren mit Dr. Beer wegen einer Ar!beitsverbin. düng zwischen Ra i-nrwud-Th^ater und Deutlschem Volks, tbeater dechanidelit, drß er ober niemals mi! ,R ein har dl oder den Staatsibühnen verhandelt hätte, schließt mit folgender Worten: „Es muß eben Leute gekben, die ein Interesse darat haben, im DeMchen BoRstlheoter eine Krife, 'die ja alle «zwei bis drei Jahre veriücht wird, heribeig,uführen. Wer das-, ist weiß ich nicht, da ich keinem der in jenem Artikel angeführter Interessenten die -geradezu verbrecherische Ge m e i nh ei 1 zu t r a u e, durch Hevbe-iftihMng ^einer „Krif? das Anfchen des Deutschen Bolkstheaters und >die Existenzen der mit ihm vevbnn'denen Künstler unld AngesteMen zu gö sährden." , Der Fall Kadivek Vor dem Kaffationrhol. Morgen Freitag wird der Kassationshofals oberster Gs^ rich'tshos unter dem BoMtz des Senatspräisidenlen Dr. W a v hanek drei in dem Prozeß Kadivec vovr Schöffensen-g gefällte Uvt-eile zu Merlprüsen halben, und zwar das gegen di Hauiptangekl-agte Jda Edith Kadi-Vec gefällte, auf sechs Jahr schweren Kerkers lautende Urteil, weiters die gegen die Mit angeklagten Walter Ta ussig und Pauil -Kotanyi ge fällten Urteile. Tanssig wurde wegen Verbrechens der Vor schulbleistung zur Srt-afe des . strengen Arrests in der Daue von sechs Monaten, jedoch, bedingt unter Einräumung eine an geklagten Walter Ta ussig und Paul Kottanhi g»- gleichen DelMs zu acht Monaten strengen Arrests, gleichf-alli bedingt unter Einräumung einer Bewährungsfrist von' zwe - Jahren, verurteilt. Die Verurteilung der Kadivec erfolgt wegen Verbrechens der Schändung, wegen Verbrechens de Verführung zur Unzucht und wegen Uebertretung der Falsch Meldung. Die Verhandlung in erster Instanz wurde aus An trag des Staatsanwalt-es zur Gänze, mit Ausnahme des' Ul teils, aus Gründen der Sittlichkeit geheim durchgesühvt. Wi wir ers^ahren, wird auch die Vechandlung vor dem KassationS Hof mit Ausschluß der OesifmEchlkeit stattfinden. Die Ver tretung der Nichtigkei'ts'belschwerde der Kadivec^ die vor der Schösifensenät von'Dr. Alfred K ra m m e r verteidigt Word« war, hat^Dr. Wolfgang Pollacgek Wernommen. Nelbe( iden Nichtigkeitsbeschwerden der drei Verurteilten wird sich de Kassationshof auch mit der Frage des Strafausmaßes zu bs fassen haben, da einerseits Frau Kadivec gegen die nach deil strengeren- Str-afsatz bemessene hche Strafe von sechs Jahrei schweren-Kerkers, andererseits der StaatsanwaÄ bei Taussi! und Kottanhi gegen die Anwendungder bsdingteu Verürtei lung die Berufung angemeldet hat. Drei Bmitteks wegen Krida nngeilagt. Die Geldtt der Kommittenten verftzielt. Das Banlkhaus Ben esi, Pi ck u. Co., 1. Beiz., Wob zeile 16, geriet im Frühjahr 1922 in ZHluugsischwievi-gkefter so daß es am 26. Juni um Eröffnung des Ansglelchsvers-ah rens ansuchen mußte. Die Schwierigkeiten hatten, wie e-W AnMage wegen Verbrechens der betvngerischen, beKichungsweif der fahrlässigen Krida behanpiet, zweiseblos schon längere Zel bestanden und die Kunden, die Beträge oder Wevtpapiere bg heben wollten, mußten bertröftst werden. Als Grund für die Zahlüngsnnfähi-gjk-eit geben die In Haber des Bankhauses übereiinstirnmend verfehlie Spekulatic nein, stnslbeisondere duvch Ueb-ernahme der Finmizi-erung dq AlpeNländischen Drahtindustrie-A.-G., an. Die Bantkinhabg hätten auch nicht die nötigen Mitteil zur Finanzierung 16a sessen, hätten Wertpapiere' verjschiedener Kommittenten bei kaufen und infolge der einigetretenen Kurssteigerung die Pa päieve zuM'ckkflusdn.'uviissen.. ' : Die St-aatsanwaltschast bezeichnet dieise Bera-ntwovtun ' M unzutreffend, inNbesondere seien!die -durch die. öster-reichlisch Drahtiiindustrie-A.-G. angeblich entstandenen Schwierigkeit«' kein-esiwögs die Ursache per schlechten Lage der Firma gewesen