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Wiener Morgenzeitung · 1924-06-08 · Heft 1909 (8.6.1924) · p. Seite 18

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1909 (8.6.1924)
Date
1924-06-08
Page
Seite 18 (sequence 18)
Language
German
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Drite 18 Wien. Sonnftg Wteirev Morgeuzertung. 8. Juni 1924 . M. 190ft der - Suhstanzwerttheorie der Boden abgegrabert und das RGtabtkitätsprntztp in feinen HitmuZ eingesetzt werden soll, daß also nicht der Kurs, sondern die Dividende das richtige und währe^Wertmaß bildet. Als otz jemand je - daran ’.fle* zweifelt 'Hätte, als ob es nicht immer'so gewesen wäre! Memgls hat.man übersehen, daß nur die Geldentwertung den Kurs gepeitscht, nur sie allein der Dividende den Zaum angelegt und baß mit der Stabilisierung des Geldes der Wkjtttauf. zwischen beiden als totes Rennen geendet hat. : .Das, Nentabititätsprinzip. wäre gewahrt, wenn dieTsivibeiibc mit der Knrsfteigernng gleichen Schritt gehalten hätte, nicht aber, wenn infolge des Kurssturzes die Spannmig zwischen Kurs und Dividende sich dehnt. Mit anderen Worten, wenn die Substanz wächst und die Dividende stützt, ha: die? Rentabilität ihre Probe bestanden; sie geht aber fehl, wenn die Substanz abnimmt und gleichwohl der Ertrag der höheren .Substanz a» ihr gemessen wird. Vollends aber versagt sie, wenn Dividende und Substanz zeitlich auseinandergertssen und- Ungleiches miteinander verglichen wird. Der Streit zwischen Substanz und Rentabilität fc-ft e also vom Zaune 'geholt, , letzten Endes halten sie sich 'dochwieder die Wage, um sich miteinander auszusöhnen und die', .unerschütterliche Balance zwischen beiden Funktionen wiederherzustellen. 1 Alle Banken unterliegen beit gleichen Wirtschastsgesetzen; sie haben int letzten Jahre -floriert und über alle Hat sich in diesem Jahre der Rauh-reif gelegt, den abzn- - schnttelu, sic sich enge aneinander geschmiegt haben, um qemctnfam zu. stützen, zu intervenieren und zusammenbrechende Gefährten aus dem Feuer zu. holen und ihnen hilfreich beizustehen. Sie haben solcherart ihrer Mission getreulich gedient und die hämischen Versuche, selbst dieses Strählende zu schwärzen, mußten au dem blanken Schilde, der diese Hilfsaktion deckt, äbprallen und zu Schanden werden. Die Bilanzen auf'ihre Einzelheiten zu untersuchen uud miteinander zu vergleichen, welche Bank stärker und größer ist,- welche mehr und ausgiebiger abgeworfen hat, welche mit größeren Transaktionen sich brüsten kann und weniger Enttäuschungeit unterworfen war, deren Konzerne sich mächtiger geweitet haben, deren Beteiligungen ins Ausland gravitierten, wäre in 'diesem Zusammenhänge müßig; beim alles dies bleibt hinter der Tatsache zurück, daß cs ihnen gelängen ist, dem -Stürme-der Krise zu trotzen 'und seine Verwüstungen zu-überwinden. Sie stehen fest wie ein Fels, an dem sich ebensowohl'die'Brandung der Inflation gebrochen hat, wie der-Rückstoß der Köntermiue zerschellen'wird. Mehr' weniger ist eine Bilanz wie die andere, trägt jede das gleiche Gepräge, die- Züge der Normalbilanz (also Pendant zum staatlichen Normalbudget) mit großen Gewinnen und ansehnlichen Rückstellungen, welche gleichermaßen die fälligen Ansprüche der Aktiotmre befriedigen und für die Promesse auf die Zukunft Sorge tragen, die reif gewordenen Früchte freigebig ausschütten und doch auch eine erkleckliche Menge ansammelu, - nin' sic für die mageren Jahre auszusparen. Ungemischt ist -die- Freude an den Bilanzen freilich nicht. Jede Bilanz sieht'wohl mit einem lachenden Auge in die Vergangenheit, von-deren Fett sie zehrt. Allein das andere schweift umflort in die Zukunft, denn ihre Aussichten sind getrübt durch - die' Scharten, welche die Scharten Wersen, die das Gefüge ' den Konjunktur zerklüftet haben. Wohl beitem, die mit einem; blauen Auge davon gekommen sind! / j WiktWMrise und Abwehrmaßnahmen.; 1 . ,/V . Von Dr. Michael Srissari. ( .Es ist'eilt offenes-Geheimnis, daß die Wrrtschaftsiris^ kn ihrer.vollen Wucht auf dem österreichischen Wirtschafts< leben, lastet.. Durch Schönfärberei läßt sich nichts ableugnen. . Tie karWäMischen Jnsolv'enzell, dir täglich gemeldetem Zusaüüüesibrü'che von Banken und Bankfivmen, die lauten- Klagen.pön Industrie, Handel .und - Gewerbe, lassen sichweder iHrseheu.noch nberhörell. Es.ikann auch -wicht-mitz Trost eMAen, daß im Rachbarlandk Deutschland die Zsihb dcr'JuslWdnM noch viel größer ist, daß dort in.eineusi' einzigen Monat 590 dis 600 Insolvenzen gemeldet werden^ während in QHerreich der Moualsstand erst 70 -beträgt. i .'M.'D-.LichHg, daß eine allgemeine Krise über die Wrtschass Mttielcuropas hcreingebrocheu! ist, welche gerchdesift schwer' DeutsHiand «wie Oesterreich und Ungarn ergriffen hat und ihste Fühler auch auf die Balkanländer ausstreckt. Und dennoch wird über diese Krisen diese« Länder auch im Auslause' nicht so viel gesprochen und geschrieben wie ge- - radr über diejenige O c st e r r e i ch s. Warum das geschieht,', ist ganz klarst . -Oeste-rr e i ch gilt als ein saniertes Land. Es war ein ' Probierkanmcheu für den Völkerbund, wr da zeigen-wollte, -wie -weit er es bringen könne, wenn marr sich seiner --Führung auvertraue. Oesterreich war das Erchmp-l für die zukünftige Sanierung Deutschlauds.. iEs. laß: sich nicht leugnen: die 'Sanierung seiner Staats Wirt--, schasr ist-Halbwegs gelungen. Es scheint aber dabei seine. Prioatwirlschast. -so blutige Opfer gebracht zu haben, «das; die'Frage erstehr, ob der Patient diese Roßkuü ü de r h a u p t e r t r a g e n k a n n. Es war die llnvernunst der österreichischen Behörden, daß sie der Ansicht waren, nur durch Steuern und wieder Steuern und neue Steuern könne die Wirtschaft saniert werden. Diese Sieue rmani e hat sich nach -dem Kriege in fast allep Fmcrnzwirtschafteu Europas eingenistet. -Sie ist-zum- Dogma derimodernen Wirtschaftspolitik -geuwrden. Es ibrrd - dabei vergessen, daß Steuern -tatsächlich nur von tragsühigeft WlrtschastssuWkten geleistet werden cköuuen, daß sie,'detö- Kapazität des', einzelnen Steuerträgers Unbedingt angeMt sein müssen, wenn sie auch ihren -Zweck «füllen sollen. $D4e# har man bei der Samening Oesterreichs überWeN. Weik Oesterreichs Industrie, Handel und Finanz aus der Inflationszeit etwas mehr' hWüsHolte als es normal der Fall gewesen wäre, glaubte dieStaaisver-Wattung, auch ihnen allemöglichen Steuern zmnuien zit ikönnen. Der Erfolg in steuermaterieller Hinsicht hat sich ivöhl -eingestellt. Die Einkünfte .sind gestiegen, Las Staatsbudget -hat sich verbessert, aber auf der anderen ©eite trat sich die Krise verschärft. Estre Krise als^. solche ,Faun nicht immer vorausgesehen werden. Sie kann auch micht.verhindert werden, sie ist, wie die Wirt-schaftstheorie -es -längst erMt''ßat,...M oben- - s 0 l ch e s N a t ai rcreigni s wie Donner, Blitz, Erdbeben und andere Ausbrüche der Naturgewalten. Man hat versucht, die Gesetzrnäßigkeit der. Krisen zu ergründen, hat aber hierbei keine richtige Regel Herausgefunden. Ihre Entstehnng ist ebenso unklar wie der Zeitpunkt ihres Vergehens. Es ist richtig, daß mau einer solchen Naturerscheinung nicht mit gewöhnlichen menschlichecc Mitteln elltgegentreten kann. Was aber unbedingt aj fordert werden kann, ist, d a ß di c s e Krankheiten des Wirtschaftskörpers, die . unter dem Nanien Krise zrrsammengefaßt werden, n i ch t . s P o n tau h e r v 0 r g e ru s e n w erde n. Hier ist der : Fehler, ^der von der österreichisch-en Staatswirtschaft be- - gangen wurde. Durch ihre allzu starke Jnanspruchnahme der Privatwirtschaft, dev m a u mehr ^zuMütete als sie ertragen konnte, ist das . je tzige Trümmerfeld ent st a n d e n. Einzelne österreichische Wirtschastspolitiker haben es sich sehr leicht gemacht. Sie erklären, daß nur die vielen Neugründungen den Anstoß zu diesem Züsammenbruch gegeben -hätten. Sie behaupten, daß diese Neugründungerv schlecht su-ndieri sind und keinen Anspruch auf Existenz hatten. Es ist manches daran wahr. Dennoch wäre -es verfehlt, -dem : allein die Ursache zuzüschreibeu. Beieiner neuen Wirtschaft : elltstehen immer aus dem Berfuch der Anpassung an diese Wirtschaft neue Nnternehnrungen. Die lebensfähigen er- (halten -sich. Die wertiger lebensfähigen fallen ab. Mer ist dies auch der /Fall gewesen. Aber es hättedoch nicht zu. - einer solchetc Krise kommen müssen. Daß aber Banken, die 'seit--fünfzig Jahren bestehen, erfaßt-wurden, -daß alte Fir- ' men knapp vor ihrem Zilsammenbrnch stehen,' dies D nicht -allein auf Neugrn-udtm'gen zu-rüctzuführeni Hier sind tiefere - innere Krankheiten -verborgen, die nicht ohneweiters -durch.einige schöne 'Rode- - Wendungen abgetan werden können. Bei der Abwehr -von Kvrseu muß nran Prüv iom.t i v e ' und r e p r e s.s i v e M a ß n a h m e n unierscherdeu. Präventiv -sind solche, welche den Ausbruch-der Krise,veHimde^n sollen. Daß hier alles in Oesterreich versagte, -ist schonvorher erwähnt worden. Repressive -Ndaßnaihmen hingegen sind diejenigen, welche die ausge'brochene Krise und ihre Folgen mWichst lindern sollten. Es .scheint, -daß auch hier die österreichischen Wirtschafts saktoren vollständig versagt -haben. -Die enorme Erhöhung der Bankratc, die erst vor wenigen Tagen vor sich ging, ist c-'m eklatanter Beweis -dafür. Auch sonst sind rnanchv Maßnahmen getroffenworden, die alles eher denn geeignet sind, die Schärfe ' der Krise irgendwie zu -mildern. Es ist seit jeher der Fehler .der österreichischen Wirtschastspositik, daß sie es «dicht ver- ^ständen'-hat, in dieser Hinsicht -mit den Tatsachenzu vechnen. 'D ei-inagog i e n u d S chlag-w 0 r t c sind alle% 'Mühige Erwägung fehlt. Und darauf ist es auch in erster Reih-e : ^zürückzuftkhren, daß diese Krise -in ihrer -schärfsten(Förw ^npch'immer kein Ende zu rrehmenscheint, «daß sie Äv Gegen-, i.'M:Änmer wettere Kreise'zu ziehen droht und daß Vvr- Asiu.fig auch nicht abgusehen ist, -wann sie .lasisiächkich ihr Ende erreichen wird.- - -- •s * __ LerMAMnenbruchder Deutschen Bodeubauk. -i H.-Äus Linz wird uns berichtet: Notar Kcih der Obü mqM'des Linzer GläMgorausschusses, äußerte sich' jn einer ^sjiWigewersamm'lmig über den Status der Deutschen Boden- . Die Bodenb-arü ist mit 15 bis 3 0 M.i llL-a r d e/n bpsg!s:s'.i-v. Dabei wird. angenommen, daß ein F uns sie l-der.' .l.HhMen an die Bank uneinbriuglich ist. DibAktiven-' 7--l'i;trsigen a ch t Milli arden.- Die' Glänbiger müssen'danach , -l 'streben, daß es zu einenr. Aus-gleich komme, und daß i ein Kon- . 1 kurs.'vermieden werde. Der Redner berichtete dann Mer'die/ Berhandbutgen - mit der Zciriralbank deutscher Sparkassen und '' der' Bayrischen Hypothekar- und Wechslerbank betretend die 1U e'b er nahm c der Deutschen Bodenbank. Die letztere verlängte als 'Kredit für dieUeberuahme eine Mil-liö.n Dol-/ Aar und stellte dafür die BofricdMng sämtlicher GläMger in Aussicht. Später hat sich dann die Bayrische Htzpothefari und Wechslcr'bank zurückgezogen. Immerhin besteht aber noch ' die Hoffnung, daß-ein Verband der Provin-zbanlen - (steiermärkische und Kärntner Bautken) die Bodeübanki Nemimmt. Wenn es auch nicht möglich sein wird, Me großen E-in- V(j> gex zu befried i gen, so dürftery doch die, k 1 einsimi ilhisileger voll befriedigt werden. Notar Ml- ':lsiaä)te darauf 'aufmerks-am, daß das Fi u a nzmi nist'eriüm üdttßBodeubank keinen Kredit geben werde, wohl aheDem In» i stjttzt, das die Bank ii-bernimlnt. Richtig sei, d'aß des^i«LHr ,]Deutschen 'Bodenbanik wissen mutzten, daß' das- JustW-f-heWs -'seit!'längerer Zeit zahlungsunfähig -w.är<''i'-ÄoK>em- -ücwrstden Einlagen entgrgeugenonmien. Es ist nun.dief Frage, dp die Einleger, die "noch im Mai Einlagen machten, mit ::xiutzr.Kürzung der Rückzahlungen einverstanden sind. Einen .'Nwetzere Frage ist es, ob' auch diejenigen, die bei der.Böden- ':>b^yk Csfe-ktcil im Depot hatten — die Bodcnbaukgabdie iHsekten als Pfand für Täggetdcr —, sich SlibMge,i/-gefällrn, r.LMit werden. .Schließlich ist auch die Haftung der Verwät- .:ithn^sräte -strittig.' Bei den der Eodeilbank augeschlossen waun;.hätte überall Dr. H e d e n igg t'd-sie-M'ehrheit der Acktiech*phne sie bezHt zu hahem Hedenig-g isi jn Aönknrs gegangen. Seine Gläubiger behaupten, die Papiere gehören ihm, während die Bari, wieder ihr Eigentumsrecht an: den Papieren geltend macht.. Es wurde schließlich eine Resolution an-genommen, m M-hü Na t i 0 n.a l r ä tc alle r P a r t e:t :e n ansgefordert werdech. Maßnahme,t im Interesse der Bödenbank zu troffen. '■,[3 - krWuns des MIagemi»rf»beL der Post« waüaffe. Wie wir erfahren, wird in der nächsten Zeit ' deah N a t i 0 n a I r -n t c ein Gefetzenttwurf vovgelegt ‘ werden^. welcher eine Erhöhung des EiulagenzinssutzaH der Postsparkasse vorsieht. Bekanntlich -hat noch die Poftspar- - lasse den Borlriegsziussutz von 3 Prozent, welcher bis heut« nicht erhöht wurde und die Hauplnrsache bildet, weswegen die -Postsparkasse im Sparverkehr Oesterreichs eine ganz untergeordnete Rolle spielt. Eine Erhöhung war bisher nicht möglich, da eine solche nur durch ein neues Gesetz dyrgeuommen werden kann. Der neue Zinsf-utz dürste sich im Rahmen desnunmchr zur Einführung gelangt,den Z-inssußniveaus der -Banken halten. Behebung der Geldknappheit in Rumiiuieu. Aus Bukarest wird berichtet: Das Fiucurz-ministermm gi-bt bekannt, daß von Montag au die im Inland befindlichen Staatsschatzauwersn-ngen, die aus einen Betrag von nicht über eine Million. Lei lauten, bei der Nat-ionalbawk gegen Bargeld ein-getaüscht werden. Man hofft, ans diese Weise ettva hundert Millionen Lei Bargeld der mit einer argen Geldknapphett -kämpfendenrumänischen Wirtschaft znführen z>t können. Sefterreichische Kansmönmfche Sattl. Jn der am 30. Mai 1924 stattgesnnd'eneu VerwÄtünigs«. ratssitzung der Oesterreichischen Kaufmännischen Bank wurde die Bilanz für das Jahr 1923, deren Reingewinn 1.080,479.282 Krönen beträgt, gen-chmigt. Zur Anszahlung gelangt eine Dividende don 20 Prozent, d. i. 200 K. Nach reichlicher Dotierung der Reservefonds werden Zu-, Wendungen an das Krankenhaus der K-ausinaunschast nni> btt Reichsor-ganffation der Kaufleute Wiens gvm'acht uüd per«: bleibt als Gswinidvortrag ein Betrag von K. 164,479.2W,67. Das Ergebnis der einzelnen GeschastsHweige war um ft mehr ein bestiedigend.es zn nennen, als das erste Geschästsjahr nur zehn Momte umfaßte. ' Der Tendenz des Institutes entsprechend, wurde vornehmlich die Erteilung kaufmännffcher Kredite gepflegt nutz hierfür namhafte Summen verwendet. . ^Entgeltlich:)- ^Kapitalsvcrntehrüngen. Deutsche Bodcnbank. Erhöhung von 50y auf 760 Millionen Kronen. . Wiener Merk antik-B ank. Erhöhung von 600 Millionen aus' 2 Milliarden 'Kronen. — Kamig, österreichische K a 0 l i ü- und Montau-Industrie A.-G. Erhohurpgj von 187M0.000 auf 250 Millionen Krotten. , Neuerliche Verhaftung betrügerischer Kridatare. Auf Grund der vüm 'Kreditorenverein von 1870 der derdn Ausgleichsverfahren befiMichen Firma Ungar u. Ne um an«, Wien, 1. Bvz., Wllnechofgasse 3. fortgesetzt gepflogenen Erhebungen, wuöde derart belastetwes Material zutage gefördert, daß die Wirtschaftspolizei die neuerliche Verhaftung der In- ' -Haber verfügt hat. Es handelt sich hauptisächlich um Verschleuderung von Waren tief unter bm Einkaufspreis au Käufer, die dadurch a-rg kompromittiert erscheinen, und ist zu hoffen, daß auch dem Treiben der berufsmäßigen Hehler nunmehr ein Ende gesetzt wird. Uebersicht über die Schlutzzeiten der Aufgabe für Brief« feiümngen und Zeitungen für die von Me» abgeheudeu postfühvenden Züge. Die' Handelskaminer gibt bekannt, daß anläßlich der mit 1. Juni l. I. in Geltung tretenden Som-merfahrochnun-g bte Postverwaltung eilte nem ^Uebeirsicht über. die Schlutzzeiten der Aufgabe von Brieffendnu-gen un!d Zeitungeit für die von Wien abge'henden poMhrenden Züge" herausgegtben hat. Aus der Uebersicht ist zu ersehen, bis zu welcher Zeit (Schlußzeit) Briefsendnngen.mnsgegckben - werden müssen, u-m mit der an-gesWhrten Gelegenheit ztwerlässiig noch wenergeleitet zn werden. Diese.-Usibvrsicht -kann. beim^ Püstamt Wien 1, den Wiener Bahnhofpoftämtern^ttnÄ allen Wiener Aufga'bepöstämteru zum Preise von 8000 st., bezogen werden. Royal-Dutch-Shell — Anglo Perfmn. Oil Co. Nach einer .Jusorm-ation des „Journal of Commerce" sind die vor zwei Jahren erMbwislos abgebrochenen VeHaMun-gen» .-die die Wiibdung -einer,, Interessengemeinschaft -Miischen .den großen. Petröl-euwkonizeruen Noyal-DutchEhell-Gruppsi, Anglo-Persian Ott Co. uni) Bürmcch Oil Eo. zum GegenstjanÄ, hgtten, wieder. -ausgenommen, worden. .Eine VevsMMgung H:wich durch die. WeMruu-g der en-Mcheu Regierung, die'i.m/.St-aätsbelsitz be-, . finbR-chen- >pun-f. Mllionen "Shares der AnsilofHersi-an Oil. Co. zu verkaufen, Kwar erschwert, aber nach Aujsicht der'.Kontrchetl- -ten Mcht umnösiich gemacht, da die Pürsiräf/L^ih Co. bevettß e-inett sehr großen ÄMienposten der Anglp Werstan, Oil Co. ^'belsitz-t. ' -_ VJy’' Me WarenmilM. (Eigenbericht der „Wiener Mürgsitzniung^:) - . Chemikalien. ,.;7V,Y Im der abgela-ufenert Äer-ichtswoche ^cheir -sich strotz deb ffchwiertgen Gelvsttuation auf -dem WmAabieMarkt keine stpesentlichen Veränderungen der Notierungen: - '-ergeben Und -wurden durchwegs" nur, Eindeckttugen für,- - Pen- -ttottvettdiaen 'Bedarf vorgenymmen uttd auf den Mglichst,. geringsten (Umfang beschränkt. Die Preise sind jedoch' tiü'angemeinen fest «und sogar -tn-'einzelnen Artikeln steigend. Wesücht-Wurden insbesondere Japanwachs und Chinawachs- Me.' hiesigen Lager- -bestände sind äußerst -knapp itn-b notiert, man für Chinawachs 88.000 K., für JapanlwächS 35.000 K. verzollt ab Wien. Ju Karnaubawachs sind die unter dem Marktpreis äusgebvtenen Partien konsumiert und wird ab Lager Men verzollt 48.000 K. verlanLt. ParM» blich unveraMri bei Wer NW

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