Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1909 (8.6.1924)
- Date
- 1924-06-08
- Page
- Seite 19 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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W. 'IW Mett, Som'M WienerMorgeirzertung. 8. JuO im* * 'feffc'ftl Außerordentliche Merftellum der Anleger der Wiener KaulmannrbMk Die W i e n er Kauf mann sbank hat am 16. Mai d. I. mit der Ausgabe von E i n l a g e b.ü ch e r n begonnen. In Anbetracht der außergewöhnlichen wirtschaftlichen Verhältnisse haben die Unterzeichneten Verwaltungsräte der Wiener Kaufmannsbank im Bewußtsein der Stärke ihres Institutes freiwillig beschlossen, den Einlegern der Wiener Kaufmannsbank eine außerordentliche Sicherstellung zu bieten unp damit den im Nationalrat und in der breitesten Oeffentltchkeit geäußerten Wunsch nach einer Mithaftung der Verwaltungsräte zu verwirklichen. Demgemäß übernehmen die gefertigten Verwaltungsräte der Wiener Kaufmannsbank den Einlegern gegeniiber für Me bei dieser Bank gemachten Spareinlagen auf Einlagebücher die H a f L u n g als B ü r g e n und Z a h l e r zur ungeteilten Hand. Die vor dem öffentlichen Notar errichtete HaftungSurkunde der erwähnten Verwaltungsräte kann von jedem Einleger im Sekretariat der Wiener Kaufmannsbank eingesehen werden. ' Eine Abschrift dieser Haftungsurkunde liegt jedem Einlagebuch bei. ^.. ■ ^Mbelin Nasper, Seniorchef der Firma Ras per L. L, o h n e, Präsident; ^'Kommerzialrat Walter Hering, Gesellschafter der Finna W i l h Hering, Wien, Asch, Weipert, Chemnitz, Vizepräsident; Kammerrat Kommerzialrat Franz Carl K a i n d l, Inhaber der Firma Jos. H. Kain dl, Vizepräsident; Gremialrat Moritz Almasi, Gesellschafter^ der Firma M. Almafi; '• Kommerzialrat Wilhelm G erstell-Würzl, Gesellschafter der Firma M. W ü r z l L S ö h n e; Alois G r u b e r, Inhaber der Firma Alois G r u b e r; Kommerzialrat Peter G u t t e n b e r g, Inhaber der Firma Peter Guttenberg; Franz Hieß, Gesellschafter der Firma Franz Hieß L Söhne; Kommerzialrat Philipp Ko h u, Gesellschafter der Finna K o h n L L ö f f l e r; Joseph Kr an ne r, Inhaber der Firma Joseph Kranner L Söhne; «^"-Kommerzialrat Sigmund Nissel, Inhaber der Finna Nrsfel L Sikora; Kommerzialrat Josef Pohl, Inhaber der Fa. August S i r k; > Rudolph Emil Rothe, Inhaber der Firma C. F. Roth e «Neffen s , Kommerzialrat Siegfried Wacht l, Gesellschafter der Firma Siegfried Wacht!; Verwaltungsräte der Wiener Kaufmannsbank. Nähere Auskünfte üb er die Z i n 8 s L tz e sind an den Schaltern der Bank (Zentralem 1. Bezirk, Schwarzenbergplatz 1, Zweigstelle; 6. Bezirk, N a r i a h i l f e r st r a ß e 76, Expositur; 1.Bezirk, Rotenturmstraß e 20) zu erftagen. (Entgeltlich.) prompte. Ware war vielfach nicht zu haben und lauten die Notierungen für Lafelware 60-52 weiß 9600 K., für 52-54 10.000 K. verzollt ab Lager Wien. Bienenwachs wird mit 46.000 K. ab Laaer Wien verzollt ausgeboten, für Stearin wird 21.000 K., für Rohmontanwachs 8800 K. ab Lager Wien verlangt. Das Geschäft in Terpentinölen bewegt sich in normalen Grenzen und verschiebt sich immer mehr zugunsten derjenigen Importeure, die ständig in allen Sorten Lager halten und stets einheitliche Lieferung gewährleisten. . Für Wiener-Neustädter Terpentinöl.werden Preise von 27.000 bis 28.000 K. für russisches Terpentinöl je nach Qualität und Quantum Preise von 19.600 bis 13.500 K. verzeichnet. Rohkapok. Am 1. d. ergab sich eine Gesamteirvfuhhr laut der für den Platz Amsterdam ausgawiesenen Statistik in der Höhe von 26.223 Packen, wozu 469 Packen vom Vorjahre hinzukommen. Der Verkauf ab 1. Jäuer d. I. betrug 26.216 Packen, so daß sich ein derzeitiger Vorrat von 1466 Packen ergab. Der Preis für beste Javaiware wurde mit 78 Cent pro 0,5 Kilogramm notiert. Der kleine Rückgang im Preis dürste einesteils auf die guten Erntenachrichten von Java zurückzuführen sein, andernteils läßt der schlanke Verkauf bei den Importeuren einigermaßen zu wünschen übrig. Namentlich die mitteleuropäischen Länder kauften infolge der Kreditschwierigkeiten.nur kleinste Mengen und vermeiden nach Möglichkeit jede . Ausnahme auf Laaer. Ceylon Rohware wird wenig angeboten und Kvar zu 12,6 Pence, Kalkutta vorgeremigt zu 11,76 und Bombay vorgeveinigt zu 10 Pence, wenig vorgereinigt zu 8 Pence. - Silber (Export). Wie Ms Nsw-Aovk gemeldet wird, hat sich im laufenden Fiskaljahre ein Umschwung vollzogen, indem bisher die Silberbewegung ein Plus von 7,126.612 Dollar zu Amerikas Gunsten zeigt. In den vergairgenen neun Monaten bezifferte ftdf Wc Export nach Indien auf 30,171.588 Dollar und der nach Mina auf 26,880.469 Dollar. Die Silberproduzenten suchen noch in Washington weitere Ankäufe auf Grund des Pitman-Gesches durchzusetzen, das, wie sie es auslegen, solches gostatte. Das Schatzamt ist aber anderer Ansicht und will nichts ohne die ausdrückliche Genehmigung des Kongresses tun. Inzwischen warten die Silberminenbeisitzer mit Ungeduld auf dre Erledigung der europäischen Wirrnisse, da man glaubt, sobald ruhigere Zeiten einkehren, werde' sich ein bedeutender Bedarf an Silber für MnnMvecke zeigen. Gummireifen, Die Weltvezeugung an Gunrnrireifen für-ckcafi/'-n-Mge belief sich insgesamt auf 64,620.000 Stück. Hiervon lieferte Nordamerika selbst etwa 46,000.000 oder 84 Prozentwährend astf die Übrigen hauptsäckMchen Hevstellungsländer die folgenden Mengen entfallen: Frankreich 2,800.000, Italien 650.000. Kanada 1,760.000, Großbritannien 2,000.000, Deutschland 700.000,' Japan 200.000, Belgien 120.000, Australien 260.000, Oesterreich 60.000, Die gesamte Ausfuhr an Reifest int vergangenen Jahre läßt sich auf 4,638.000 schätzen, hievon 1-868.000 für die Vereinigten Staaten und 3,276.600 für.die anderen Länder. Die Bereinigten Staaten exportierten nur 8 Vpozent-der Erzeugung, Italien dagegen nahezu 76, Frankreichs rund 60,Dentschland 36) Kanada 26,6, England 21,5 PrvMt. Die Zahl der 1923 in den Vereinigten Staaten hertiellten Kraft(Personen- und Last-)wagen betriig rund' 13.000 gegen 1-974.000 in 1919 und 893.000) in 1916. Die Neifenvroduktion stieg von 12,850.000 in 1916 auf annähernd . 46 Millionen in 19Z3 und man rechnet' im -laufenden Jahr M Mer EMUgung von MWtM MsMonM i - -, Rghhäutemarkt. Die anhaltende -schlechte wirtschaftliche' Lage.-beeinflußte auch weiterhin das deutsche Geschäft -anr Rohhäutemarkt.'Die «letzten Versteigerungen. LvyMeMMitM, -MMa-uA-,nichter? hebliche Preisrückgänge - ist UW 'Wttungenck >) D.ech) Verlänfeinzckner AuktiSney-! ließ deutlich gestug :erkerUen, ))däß die Kauflust entschieden' regere - WLM 'BchembarMie' Käufer sich bei diesen.billigen 'Prels-en Mach .mit Ware eindecken wollen, soweit es natürlich die.Geldmittel gestatten.- .v- . Am Leder markt Mgcht .sich nun doch der.scharfe' Preisrückgang für 'Rohware tstnner mehr bemerkbar. Die Känfersindstreng zurückhaltend UNd seW für die allernot^ wendigsten Bedarfskaufe müssen ' Preisnachlässe bewilligt werden. Das Geschäft-wäre vielleicht-auf der -ganzen .Lime wesentlich, lebhafter, wenn die Preise -in allen Sorten Leder fick mehr den Häutepreisen. anpassen würden. In .der Schuh-, induftrie hat sich" die Lage eher verschlechtert, denn die Händler halten mit Bestellungen, zurück.- - - , Börse für la«dwi«astliche ProduNe. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzcktnnig".) . Mangels einer Anregung und angesichts, der bevor« stehenden Feiertagspause hielt -.sich der Umsatz in sehr bescheidenen Grenzen, wobei die seitherige lustlose Stimmung in Geltungblieb. Die Mühlen sind, zurückhaltend, einerseits ist der Gang des Mehlgeschäfl-es nichts weniger ÄS befriedigend. andererseits liegen in Neuweizen konvenable Offerte vor. die das Geschäft in alter.Ware stören.. Auch .in Roggen war nur wenig Verkehr zu beobachten. ungarischer, rumänischer und österreichischer Roggen wurde offeriert, doch kam es nur ganz vereinzelt zu Abschlüssen. -Gerste mangelt in guten Qualitäten, weshalb es'schwer zu Geschäft kommt. Mais hat anhaltend belanglosen Verkehr-Sei. ziemlich starkem Angebot und entgegenkommenden Preisen. In Hafer fchlt, es an guten Qualitäten, wogegen untergeordnete beinahe ülberreichlich zu Gebote stehen. Das Geschäft gestaltet sich unterdiesen Umständen schwierig, da der Konsumfich naturgemäß^ nur für gute Sorten interessiert. Von sonstigen Artikeln sei elwähnt» daß Hülsenfrüchte, Erbsen, Linsen und Bohnen, ebenso Malz, inländischer nnd polnischer Erzeuanng. um 200 K. billiger abgegeben wurden, Hirse um 100 vis.160 K., doch ist eine Belebungder Umsätze- Nicht - eMetvete«. Das Michligeschäft H sehr ruhig, der Konsum beschränkt sich in Weizen--und RvHgen^ mehlen auf Deckung dringendsten Bedarfes. Futtermchle mÄ Kleie werden nüx zu gedrücktest Preisen ausgenommen. / -ES. 'mttereü -'vro)-.Kllögrä«Ü»^ ab') Wie» inklusive betz Warenumsatzsteuerr -Weizen inländischer 8150 bis 3206 ungarischer Theiß 3300 bis 3360 K., üngarifcher 8200 bis 3260 Sta jugäslatvischer 79/8Ö' Kilogramm 3300 BIS 3380 K., Manitoba 3300 bis 3360 K.,. Roggen inländischer 2950 bis 3025 K., ungarischer -2900 bis 2950 K., rumänischer 2760 bis 2800 K.-, Gerste inländische 8060 bis 8200 K.. tschechoslowakische 9306 bi? 3600 K.. Mais 2550 bis-2666 K.. Cin<suantin 3206 M 9866K), Hafer inländischer'oder ungarischer 2700 bis 2800 K., rumänischer 2660. bi8 2660 K., Weizengrieß 5900 bis 6006 K./ ungarischer 6700 bis 6800 K., .Maisgrieß 3900 bis 4000 K., Weizenmehl Nullei inländisches 5600 Bis 6700 K., ungarisches doppelgnffig 6406. btt 5606 K., griffig 6200 bis 6300 K>-. amerikanisches VollpaieNt 5700 bis -6160 K., Brotmehl In inlänbifcheS 4000 bis 4106 K„ . Futtermehl ls. 2600 bis 2700 K., Roggenmehf In inländisches ' 45Ö0 bis 4600 K., Weizenkleie 2000 bis 2056 K., Roggenkle^ I960 bis 2060 K.- ___ Sie Devisenkurse. Zürich» 7. Juni. (Devisenkurse von 12.18 Uhr. — Bon der Schweizerischen Kreditanstalt mitgettzilte Mittelkurse.) Berlin) pro Milliarde —Holland —(212.90), New.-Dork- -.- (569.-), London -.-(24.52), Paris (28.55),! Mailand (24.70), Brüssel 25.25 (26.95), Kopenhagen! 95.50 (95.60), Stockholm 160.60 (151.-), Christtania 77.—) (77.10), Madrid 76.40 (76EZ, Buenos Ares 184.60 (184.-),) Prag (16,59), Budapest —(0.0061), Bukarest — (2.42), Belgrao —(6.85), Sofia —(4.05), Warschau -.-), Wien (0.0080). l - Budapest» 7. Juni. (Kurse, der Devisenzentrale.) —3 Amsterdam 83,600 bis84;500, Bukarest885.— bis 468-, Koven-i Hagen 16.160 bis 15.660.Christiania 13.400 Li812.660, London 387.406 bis 897.406, Berlin -.- bis —Italien 9906 - bis 4020.-.. Paris 4566.- bis 4766.-. Prag 2620.- M8 2690.-, Stockholm. 28.800 bis 24)450, Zürich 15.800 bis 16.200, Wien 1,2646 bis 1,2986,! Sofia 685.- bis 686.-, AgrambisNewMor^ 89.900 bis 92.206, Warschau bis Brüssel 3990.- biS 4120.-. tu PrograM für heute unb morgen. SvNttkag. Royal Antwerp F. C.-Rapid, Hohe Warte, 4 Uhr. ' D. F. C. (Prag)-Hakoah- Hohe Warte, 6 Uhr. Möstlag. Royal Antwerp F. C.—Hakoah, Hohe Warte, 4 Uhr. D. F. (&. (Prag)—Vienna, Hohe Warte, 6 Uhr. Artrrv Fößlet: gestorben. , Ganz unerwartet trW -uns die Nachricht, daß uns Artur Feßler in der Nacht von Freitag auf Samstag jählings ' citi» rissen wurde. Artur Feßler, der nur ein' Mer von 28 Jahren erreiichte, hatte sich sch>m a!ls Kknd der jüdischen-Sportbewegung angefchkossen. Er zahlte zu den Wösten MiWieldenr der Hakoah, für die er vorech als Fußballer^ tätig war. Später nahm er als Ehrenfunktivnär an der admimstrativ-en Äeitimg des jüdischen Vereins xegen Anteil. Vor ungefähr'einem Jahr unter- Scig er sich der mühevo-llen Achgäbe. einem Aeli-ner-m -Mischen Verein, und zwar dem SporÄub Hazair-Makkabaa, den Wog zur Höhe zu übMtt. Avtur FeMee--übernahm in seinvm neuen WivkungKaehiet die Lvvttmig der Wbalhvktion Md hatte-wie bei dent Eifer - tt-nd'- 'WichtibeiwüßffÄin'' dieses jungen Mann-es nicht anders zu erwarten war, große Erfolge. Seine Einflußnahme erstreckte sich nicht nur -ans die -Fußballsektion, sondern auf bas -Mnze Beremsgetri-öbe. .Hazair-MaUäbäa^ nahyr dem-: gemäß einen ganz bodLUtenden Aufschwüng. Die Fußballs-ektion' schritt in der Herlbstsrison von EvMg zu Erfolg, viele andere Sektionen wurden gekündet nnd der Verein verdoppelte seine Mitigliederanzahl. Mitten in der Arbeit für den von ihm so heißgeli-öbten jüdischen Sport wurde Artur Feßler,vom Schicksal erreicht. -Die vielen Freunde, die sich dieser bescheidene Sportsmann erwotzben hat, werden ihm sicheMch ein treues Andenken bewahren. Das LeichenbegänMs findet -voraussichtlich am Dienstag statt. .. ‘' ' . ■' " HiberniMÄ—Bienna 1 r 1 (1:1). « Große Ueb^rleg§nheit der Vienna. Hohe Warte/ 8000 Zuschauer^ Schiedsrichter HMMeitner. Hidem-ians: Harper; Tömplleton, Dornan; Kerr, Mellon Murray; Ritchre, Dann., M'Coll-' Hallvgaw, Walker. . Vrenna: PaoMa; Blum, Rainer;, Seufteat, Ludwig, Kllrzr Mcher, Fifcher-a, Hös;,-AchiwaM, SÜM. Die Döblinger enitiwickelten, tirotzdem sie mft ErsatzleUk«.n antMtzn/Hleisoüdersnach der Pause eine merkbare Avverlagenheit, )da die SchÄten^stark ermüaet. schienest.'Auch die Gäste hatten einige Neservsspieler in ihren Relihen, von denen der MittMäufer gMMch mrsiel. Die ganze Maunsch!alft'warlangfamer als m den vorhergegangenen Spielen uM koMiblNieM weniger genau. Ihre vösten Leute waren im Angriff/Ritchie, die Wden Flügemufer,. der Vevteidiiger Tentlplöton.,ünd der Tovmamr. Die- MÄistger ikombi-nilert-vn- Mtweilse-fvhr schön nnd haften Hre 'HmptMtzen' in!Äöidl, Höß. Fischera, Ludwig und der Verteidigung. - 5 Bereits in der zwölften Minute bvingt -Hötz?«Wv>ar)' er' im Mchen Moment angegangen wird, einen von Fischera felin zugLfpielten Ball mit nnerwavtetem Schuß i,w Ne^ unter. In der 38. MiMde csieicht Murrsth nach einemr Kopner mit einem . Prachljschuß nus größerer Entfernung asts. Mich Wiederbeginn'find die Wiener stark ckjiberlegen, vevKeben ahe^ ebenso wie die.-,Schotten bei. .gel<WEch>tzn-^Ät-rDWchvni Mvgünstligsten Schußgelegenheiten. : HEedlerAdfvrf ^: V <2 :0). Äie Athletiker spielen in der zweiten Hälfte, ohne Schneider- I e d l e >r s d 0 r s: Säildl; Klein, Kollinann: Baisek, Rich- •ter, Bachmaycr; Petz, Oll, Walzhüfer, Dorfster, Pavlasek. ) Mit Äusnchme dgr ersten Viertelstunde, in der sich die AWMer SM M Mt WM WEM MUMWM Mr sich ergchen lassen mußten, gchörte die ganze Spielzeit, .ihnen. Dre -Jedlersdorfer kämpften sehr auifopkemd. Ihre Spielwelfse! isteinfach, da aber jede Aktion mit Schnelligkeit durchgefüW; wurde, schwebte das W. A. C.-Tor des öfterem in großer Ge- : fahr. Allmählich brachte Kozeliuh Ruhe in die Reihen und damit hatte die. Pratermannschaft gewonnenes Spiel. Am^ besten - schlug sich die Verteidigung und im AngM die linke Seite KozAny-HmÄ-Huber. Jedlersdovs hatte em Verteidiger Klein,- dem MiittUäufw Mchter und dem Stürmer PMasek seine? besten Kräfte, ) . In dK 14. Minute erringt iKitzeluh der Pratermannschaft? die Führung. Hansl erhöht den Stand im Alleingang noch vor: der Hüüse. Rach Seitönwechiiell wird dem W. A. C. ein Eilfer! ' zugesprochen, den Dürschmpt -eliNsHießä. Gvgen Spickende ist dann Wallner für die Athletiker erfolgreich. Die olympische Pleite. Das „Prager Tagblatt" läßt sich von seinem S., M> Mitarbeiteraus Paris folgendes berichten: Jetzt endlich - beginnt mast in Paris auf der ganzen Linie, von den Hoteliers -- des Quartier Latin bis zur Leitung der 8. Olympischen Spiele,: einznsehen, daß die Olympischen Spicke eine der grüßtest; Pleiten werden, derer die Geschäftswelt sich entsinnen kann.', Paris hat sich, verrechnet, und der Himmel wckß,.,wo ber; Fehler begangen wurde. Wir waren an einem Spieltage draußen in Cölombes, und wir saihen uns alles an, was eszu sehen gab; das war wenig. Es gibt keinen traurigeren An-" blick) als eine für zwanzigtausend Zuschauer berechnete Arena, - in der sich etwa tausend Menschen eingefunden haben. Es: gibt keinen -traurigeren Anblick, rls tzine frisch und mit- Riesenlmkosten erbaute Stadt, die Olympie City, in der die Hotels leerstehen, leer die Unterhaliungsstätten, die - grammo-. phonkrächzenden American Bars, in denen höchst vereinzelt ein, > erbitterter Trainer sein Bier trinkt., Draußen ist alles leer,' alles tot. Eine Unlust hängt, .in der Luft, unter dem hell-: 'blauen, nebeligen HiMmel der Pariser Umgebung. Die Parole! -ist bereits allbekannt: die Olympischen Spiele werden eine un-' geheure Pleite. Die wenigen' romantischen Erwartungen, die, die bei. steigendem Frankkurs in spärlicher Zchl erschienenen - Südawerikaner und. Kamtschatk-aner gelegentlich der Olhm- - pischen Spiele Mit nach Paris brachten und die selbstverständ-, lich in erstes Lime Paris galten, haben die Franzosen mit! großer Geschicklichkeit, in zielbewußter und raffmierter Weise: zu-zerstreuen gewußt. Von seinem ersten Schritt an begleitete, oen Ankommenden das Motto der Olympischen.Spiele, darin' bestehend, daß alles, Hotelzimmer, Unterhaltungen, Führer um, 20 bis 30 Prozent teurer war als sonst, hingegen konnten seMst! die Teilnehmer an den Spielen nirgends Begünstigungen oder! irgendwelche Fürsorge wochrnchmen. Die Franzosen kümmern: sich nicht um oie Olympischen Spiele. Man könnte annehmen/ diefts Weltereignis würde dem. Stadtbild -seinen Stempel auf-' drücken. Aber Paris lebt, unabhängig von den Olympischen: Spicken, sckin eigenes kleinbürgerliches Leben, worin das In-: -teresse für Sport sich in Meudon erschöpft, bei somstagnachmittägigen Angelpartien; die Olympischen Spicke sind für: beit französischen Kleinbürger keine Sensation Hier und dafreilich ein Plakat, in den ZeitMgen die Resultate der Wettspiele — auf der sechsten Seite, nach den Marktpreisen. Die vechältnismaßig wenigen, die wirklich,der Wnele wegen gekommen sind, wohüen nicht in den teuren Vierteln, sondern suchen die Hotels des: Quartier auf, wo sie schon erwartet wur-' veni.Sie wurden schon sehr lebhaft eMartet: mit frisch gestrichenen Häusern'— die Oelfarbön sind der Gipfelpunkt der Vornehmheit dieser Qnartievhotels^ — und frischen Preisen. Dieziwersichtliche Stimmung lebt noch; die großen Kämpfe in der Athletik beginnen eckt, aber die Hotels sind schon leer. Gar . manches., p-aßt,-für Paris, eine, große Revue, eine' politische. Sensation, Empfang eines exotischen Ausländers, Begräbms einer! Primadonna. Selbst die Pferderennen kann es noch ertragen. Aber Sport ist nicht sein Fall; und die Gleichgültigkeit der Stadt-wird dem Fremden fühlbar. Was'man sich überdies an nachlässiger, und unaufmerksamer Organisation leisten, kann,,däs hat die Leitung der 8. Olympischen Spicke: zuwege gebracht. Der. Fremde ist-gezwungen, nach jeder Spur der entzelneu, Kämpfe, der BilletK>uveaus, der Vemchrsmittel' K WW. dje K» stach den entfeM liegende, in den Vor*' 789569