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Wiener Morgenzeitung · 1924-06-08 · Heft 1909 (8.6.1924) · p. Seite 14

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1909 (8.6.1924)
Date
1924-06-08
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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r Serie I? - Wien, Sonntag Wiener Morgerizertrmg. 8. Juni 1924 Kr. LSflS - n o p k [ R I < H T Für die Reise. ..Die NeiseaüAÄlstung hängt -fcom Ziel ob. Der nach Hem Süden reisende, Natur und Kunst suchende Mensch wilch andere Kleidern wählen als der Alpinist. Ein Aufent- \ chalt öit der See oder im Mittelgebirge hat wieder andere Voraussetzungen und wiederum anders ist der Charakter lder Toiletten für Len sashionablen Kurort mit dem Glanz gesellschaftlicher Feste, Brunnenpromenaden, Tanztee, Bar und Autopartien. $tnübrigen wird die Ausgeistaltung der Reiseausriostung außer durch das Budget durch den Person l i ch e u G e s chm a ck bestrnunt. praktisch und vornehm ist das Reisekostüm in Wollrtp's oder Gabardine in möglichst matter Tongebung, die durch einen bunten Jumper, durch Apachentuch oder Schal belebt wird,'derber und bequemer das B u r b u r r ykostüm mit Gürtel'und Taschen. Sehr nützlich erscheint das Jackenkleid' aus dunklem Rips, schwarz-weiß, rot-weiß, dazu die.-kleine Filzcloche mit Hellem.Strohauifschlag, und weiters.das kleine Cape, das sich den Jacketts beliebig auisknöpfen läßt. Zu den vorzüglichen Requisiten gehört der p l i s s texte Rock in schmalen oder breiten Plissees, plissierte Kleider. Blusen, Fackenteile, Jabots und Volants — eine Plisiee-Epidemie. Vor allem sind 'Sportröcke für Tennis und Golf Plissiert, meist gestreift öder karriert (die Wiederkehr des. Carreaus!) oder mit eingesetzten Plisseeteileu, die das Ausschreiten gestatten. Man sieiht ganz plissierte Sommermodelle in durchsichtiger, leichter Seide oder auch in feinem Georgette, weiße Kostüme in Tuch und Gabardine mit plissierten Röcken, typische Backftschkleider, die aber auch von älteren Jahrgängen sehr gerne getragen werden. Weiß ist. immer das ^Charakteristikum der Sommerntobe gewesen. Ueberall ist das weiße Kleid — am Strand, auf der Kurpromenade, aus dem. Sportplatz, im Boot — eine erftenliche Erscheinung. Das S t r i ck k o st ü m gehört zu den unentbehrlichen Lieblingen für kühlere Tage: buntstreifig, quergemnstert, ohne Gürtel,- mit lveißem Lingeriekragen, englisch gearbeitet. Dem ruhigen Geschmack das einfache Alpaka — in Schwarz und' Schwarz-Weiß, für Luxusbader noch da's Nachmittagskleid mit Jackett oder Cape. Capes gehören zu. 'den modischen Kleidern, die nach antiker Art ein langes, hemdärtiges Gewand darstellen. Höchst originell erscheint da's hochgeschlossene Kleid - mit passendem Schal ohne Aermelj . wobei in Farbe und Musterung Buntheit vorherrschen kann. , . Zur BervoMtändigung der Reiseausrüstung gehören die sogenannten Imponderabilien": der S o m m e r p e l z — Pelzjacke oder Pelzcape in Maulwurf, Feh, Chinchilla, Hermelin oder-Seidenmäntel mit.Pelzumrandung; dir r—--——r--—-r—■--— -* KAUFEN /IE I-TABOR/Tft. N? 18 (HOTEL NATIONAL) TELERMOn 4-0-4-23 PERMANENTE AUSSTELLUNG Kunstgewerblicher Arbeiten aller Art Blasen / Handarbeiten / Hippes Feine Damenwäsche Handgemalte Kleider und Tücher EXPORT Hanna Menzel & Cie. Kunstgewerbe Wien, I. Burgpassage MlEDER UON K 170.000 flU FWflRTS Ull. NEUBflUGflSSE 26 H a n d t a s ch e aus Gold oder Leder entsprechertd, dem jeweiligen Zweck; der graue oder braune Wildle bersch uh, Zusammensetzungen von Braun und Grau oder Glau und Rot, die Farbenfreudigkeit der Kleider ergänzend; der Strumpf in Seide, Trama und Flor, aber immer sonnenbraun oder blaßrosa; all das in vornehmer, stilgerechter Zusammenstellung. Es gehört zur Mode. Sie schreibt das Typische vor, überläßt aber das Besondere dem individuellen Geschmack. R. -M e n e z e l. Strwdmvden. A'/TOENITZ. A/trehitz MM . Anläßlich des Modetees im Kursalon, der eine entzückende Modellschau des Wäschesalons D. R o s e n f e l d auf dem Kohlmarkt bot, fielen uns einige aparte Straridmodelle auf, die wir in den obenstehenden Zeichnnngen wiedergeben: 1. Bade - Complet: Aus rotem Wolltrikot mit kleinem Cape-Umhang aus gleichem Material; das kurze Röckchen und die ornamentale Verzierung' aus stahlgrünem Wolltrikot. 2. Strandanzugr- Kasak aus römisch gestreiftem Crepe de Cbine mit braunem Taft, als Umhang ein Bademantel aus bordiertem Velour, großen braunen Taftmaschen; dazu paffender gestreifter Crepe de Chine-Schirm mit braunen Fransen. Beide Stücke leuchtend in den Farben, die unter der Sommersonne trefflich zm Geltung kommen. - _' 1; Die Wiedererweckung der 'St?mißfeder. Strgußstdern sind wieder zu Ehren gekommen. Nicht gerade auf dent H u t, wo sie nur einen bescheidenen Platz einnehmen: Eine.-Fcherpalotte, eine Phantalsieblume aus Straußfcdern, - Halmen'!oder eich»' Quaste. Vielmehr finden' sie' in ausgiebigstomMaße als Kleiderschmuck Verwendung, und zwar rneiskeils' in einfach oder mehrfach gelknüpften Halmen, also..eine Art Rückkehr zum „Pleurcusenshstem" von ernst. Diese Halme erscheinen als fransenartige Besätze und bilden in ihrer reizenden Duftig- - keit einen angenehmen Kontrast zu beit. strengen Linien des modernen Kleides. Hier schmückt der Federnbesätz die Schärpe eines sonst ganz kahlen Kleides, dort umsäumt/er'den unteren Rand eines kasaikartigen Hemdkleides. Wenn Fransenoffekte ausgelöst werden sollen, werden nur die geknüpften Federnhalnre ventvendet, weil cs hier auf den Effekt einer Verbrämung nicht antommt. Immer sind die Fädenfransen, mögen sie auch höchst pompös ausschauen, von sehr geschmackvoller Wirkung. Auch auf einer schwarten Toilette kann ejn farbiger, mit schwarzen Halmen gemischter Federnbesatz angebracht werden; denn die schwarze Abendtoilette ist immer noch en Vogue, besonders wenn man dem Schwarz eine lebhafte Farbe beimischt.; ■ Das schottische Carreau ist wieder in Mode gekommen. Allerdings nicht die genaue Wiedergabe des legendären Carreau aus der Zeit unserer. Eltern, sondern zahllos variiert in den verschiedensten Stoffarten: in Wollstoffen,' Seidrnallpaka, Voile und diversen Maschstoffen und. allierneuestens auch in Chiffon ist es aufgetaucht. In gebrochenen dunklen Farbenznsamutenklängen ist es immer wirkungsvoll, sowohl vom Standpunkt der Kleidsamkeit als auch von idem der Gesamt- Wirkung, besonders bei Verüvendung großkarrierter Stoffe. Aus schottischem Stoff gearbeitete Kostüme haben stets.einen leicht betonten sportlichen Charakter, während die Zusammenstellung karrierter Rock — glatte Jacke elegantere Ungezogenheit ausdrückt.- Besonders hübsch kann auf .'diese Weise die überaus beliebte Kombination Schwarz-Weiß^ zur Geltung kommen. Die Zeit der Sommerkleider ist'gekommen. Die geschmackvolle Dante wird ihr Augenmerk auf die modernen Stoffe lenken und bestrebt sein, in Qualität und Musterung ione zu wählen, die den Reiz ihrer Erscheinung erhöhen.-Das Modenhaus Heia S i l b e r in der Taborstraße 18 (Hotel- National) legt ein reichhaltiges Lager in allen Seiden arten, Crepe de Chine und den jetzt so beliebten bedruckten Stoffen vor, so daß für jeden Geschmack vorgesorgt ist. Elegante CDamenhule jf \ LMßhterstrasse 7) dl e u e s t e Pariser Frühjahrsmodelle im Modellhaus IDA REICH & BRUDER Wien, VI. Mariahilfersirasse 39 VIII. 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