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Wiener Morgenzeitung · 1924-06-08 · Heft 1909 (8.6.1924) · p. Seite 12

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1909 (8.6.1924)
Date
1924-06-08
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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Gelte 1Z Wien, Sonntag »» —»» -- —— > - —> - - „Mllosovbie." V on S. MeffelS. DaS U das Eigentümliche an der Philosophie: Sie kann jeden philosophischen Begriff ganz genau bestimirven, jeglichen Denkinh rlt Aar und deutlich definieven, über sich fei&fi aber, über den Begriff Philosophie, vermag sie keine strenge Definition zu geben. Was die Philosophen einst das Schwerste, namrten, nämlich das „Erkenne dich selbst", ist auch der Philosophie am schwersten geblieben. Die Philosophie, die über jedes DenkobM und über jedes Denkgesetz zuverlässig Aufschluß gibt, die das Erkennen noch erkennt und die Quellen der Erkenntnis, ihre Merkmale, ihre Einzelu«d Grenzgebiete erschöpfend, klarhegt, sie ist außerstande, über sich -selbst etwas Gndgüütiges auszüsagen. Es ist ungemein schwer, zu bestimmen, was «glent'lich Philosophie ist. Man weiß die einzelnen Quad-srsteine richtig zu benennen, aus denen sich der GHankenban der Philosophie zusammensetzt, man kennt sich in der außerordentlichen Vielfalt der philosophischen Gedankenwelt leidlich gut ans, aber das, was diese Wellt der Gedanken im Jmvecn zusammenhält, und nÄh außen hin kenntlijch macht, läßt sich nicht durch eine eindeutige und umfassende Erklärung genau bestimmen. Hundert Philosophen Morden über den - Biegriff der Philosophie zumindest hundert verschiedene Definitionen geben. In dem vorzügKchen, nicht nur für Kernende, sondern «auch für Gebildete aller Stände empfehlenswerten „Philosophischen Wörterbuch" von Pros. Dr. Heinrich Schmidt (Jena) — erschienen im Vertag von Alfred Kröner in lLeipzig — finde ich ad vocem Philosophie alle zahlreichen Definitionen und Erklärungen des Philosophiebegrisfes in bündiger Form wiederaegeben. Es ist lehrreich und reiz--, voll, den Bebeutungswa»'l des Wortes Philosophie durch die Jahrhunderts zu versagen. Zuerst i!m tvörtlichen Sinne, aÜS WeisheAsllebe, wird das Wort Philosophie in der sokratischen Schule gebraucht. Nachher wi^cd das, tvas Philosophie sei, von den Philosophen in der verschiedensten Weise definiert. „Nach Plirw, ist die Philosophie die Erkenntnis des Seienden oder des Ewigen und Unvergänglichen, nach Aristoteles die Untersuchung der Ursachen und Prinzipien der Dinge. Die Stoiker definievLn die Philosophie als das Streben nach theoretischer, und praktischer Tüchtigkeit, die Epikuräer als das "Vermögen, durch, Vernunft glücklich zu werden. Im christlichen Mittelalter wird die Philosophie im Gegensatz p* Gottesgelahrcheit Weltweisheit, deren Organ das natürliche Lichtder' Vernunft ist. Christian Wolf nennt die Philosophie die Wissenschaft aller möglichen Dinge, wie und warum sie mögÜch sind. Kant unterscheidet die Philosophie nach ihrem Schulbegriff, das System aller philosophischen Erkenntrnsse, von der Philosophie nach ihrem Weltbegr-iff, die Wissenschaft von der Beziehung aller Erkenntnis auf die wesentlichen Zwecke der menschlchen Beonunft. Fichte gibt, ihr den Namen Wissenschaftskehre; ter will damit sagen, daß sie nicht nur die allgemeine Wissenschaft, sondern auch die Voraussetzung aller besonderen Wissenschaften sei. Hegel nennt sie' denkende Betrachtung der Gegenstände, die Wissenschaft der sich selbst begreifenden Vernunft. Nach Herbart ist sie die Bearbeitung der Begriffe, nach Schopenhauer die Wissenschaft in Begriffen, welche die Aufgabe hat, das ganze Wese» der Welt abstrakt, allgemein und deutlich in Begriffen zu wiederholen; nach anderen-Güter- und Wertl-ehre, Erkenntnislehre, Geisteswtssenschaft. Ludwig Feuerbach definiert sie als dir Wissenschaft von der Wirklichkeit in ihrer Wahrheit und Totalität, Co-mte äks das 'Gesamtsystem der menschlichen Erkenntnisse, Spencer als total vereinheitlichte Erkenntnis, Paulsen als Inbegriff aller wissenschaftlichen Erkenntnis." Damit sind die Definitionen, des Philo so phiebegriffes noch keineswegs erschöpft; Pwfessör Heinrich Schmidt - selbst bringt einige mehr und jeder Adept/der Philbsophie könnte noch. mehrere hinzufügen. Das Wort Philosophie ist so recht ein Schulbeispiel dafür, welche Menge, von Bedeutungen den .Worten zukommt, rmt denen män eine'Disziplin oder eirtiett Gedankenkreis bezeichnet, Wenn man dile Bedeutung die „Seele des Wortes" genannt hat, so hat manches Hort, dessen sich das abstrakte Denken -bedient, recht vblle Seelen: denn es hat viele Bedeutungen, m»rmal's aber die Bedeutrmg. Dies zuerst und am klarsten erkannt zu haben, ist das Verdienst Fritz Mauthners, des Sprachkrckikers und Philosophen, beidem dies Sprachkritik in die Philosophie mündet und die Philosophie auf Sprachkritik sich aufbaut. Man sagt nicht Neues, wenn/man hervorhebt, daß der Philosoph Mauchner von dem Sprachkritvker Mauthuer so wenig zu trennen ist wie etwa das Wort von seiner Bedeutung (um mauthnerisch-sprachkriitisch zu'reden). Sprachkritik und Philosophie verhalten sich bei ihm wie Grund und Folge zueinander, und es ist nur zu erklärlich-, daß Mauchner« die Eckfelder seiner - sprachkritischen Untersuchungen in oas nahe Grenzgebiet ßer Philosophie hinübergeschoben und andererseits den gesamten Komplex der philosophischen Begriffe in den Kreis seiner sprachkritischen Untersuchungen gezogen hat. Die Ergebnisse' seiner' sprachkritischm Untersuchungen hat Fritz Mauthner in seinem „Wörterbuch der Philosophie" niedergelegt, das jetzt' in zweier, wesentlich vermehrte« Auflage im Berlage von.Felix Meiner in Leipzig erscheint. In dem eingangs abgedruckten, als Widmung gedachten Brief an seinen Brüder nennt Mauthner in stolzer Bescheidenheit sein „Wörterbuch" ein ungefüges Buch; wir - aber möchten es ein festgefügtes Buch nennen, ein Buch, worin ein scharfer. un§ vielseitiger Geist Wortkritik und Denkkritik reizvoll und . anregend zur festgefügten Einheit bindet. Mauthners Wörterbuch der Philosophie unterschiridet sich von einem „philosophischen Wörterbuch" dadurch, daß dieses die Bedeutung der philosophischen Worte und Wortfolgen angibt, während jenes gerade dxn^Aeweis führen Wiener Myrgenzettung. will, daß „die Termini techckci der Philosophie (nebst ihr.-,: Uebersetzungen und Ersetzungen) eure einzig wahre, eine unveränderliche Bedeutung nicht haben, daß es i>ie. Bedeutung neben den Bedeutungen gar nicht gibt." Streng wissenschaftlich und dabei geistvoll wird aufgezeigt, wie die philosophischen Wörter und Worte im'.. Laufe der Zeiten ihre Bedeutung. gewechselt haben, wie sie. an Kraft und Inhalt bald, zugenommen, bald nachgelassen haben, und wie nicht selten ein völlig neuer Inhalt, ein völlig neuer Sinn aus ihnen herausgepreßt oder in sie hinemgelegt wird. So lehrt und belehrt uns Mauthuer, daß die Philosophie, die nicht anders als mit Worten ihre Gedankenrvelten bauen kann, doch im Grunde nur Wortwelten baut, die uns die' Wirklichkeitswelt nicht erkennen lassen können, eben tveil sie aus Worten bestehen, die dem Bedeutungswandel unterliegen. Fritz Mauthner bemerkt einmal an irgend einer Stelle, daß ihn seine Forschung, das Gebiet der Wortgeschichte und Begriffskritik, immer wieder in die Nachbarschaft der Aufklärer bringt.' In der Tat ist Fritz Münchner der letzte große Aufklärer zu nennen. Wie die Aufklärer früherer Zeiten gegen jeden Aberglauben und Dogmatismus gekämpft haben, so kämpft er gegen Wortabexglaüben und Wortdogmatismus, und zerstört eine Reihe von mühsam aufgebauten Wortwelten, die man lange für festgegründet hielt. Die dafür frei gewordene Erkenntnis: das ist Philosophie, ist wenig tröstlich, aber dafür (nach Mauchner) unser sicherstes und daher unser bestes Wissen. Es wärck indes falsch zu glauben, Mauthner begnüge sich mit dem Zerstören von Gedankenwelten allein. Nein, er baut auch seine eigenen Gedankenwelten auf; ich verweise nur auf den Artikel „Adjektivische Welt". Und daß er, der skeptische Nominalist, der Zweifler am Wort, bei dieser Bauarbeit sich wieder zum Diener am Worte wandelt, indem er feine Gedanken in feingeschlisfene Worte kleidet, beweist ebenfalls, daß es ein nacktes Denken ohne Worthülle nicht gibt, daß der Gedanke der Materialisation durch daS Wort bedarf. Und es ist mehr als bezeichnend, daß Fritz Mauchner, Lessen dreibändiges Wörterbuch, nur dem Nachweis dieru, daß die philosophischen Worte niemals die Bedeutung, Ümmer nur Bedeutungen haben, nicht umhin kann, beim Worte „Philosophie" die Bedeutung zu geben. Er oesiniert: „Philosoph» ist Erkenntnistheorie, Erkenntnistheorie -ist Sprachkritik." Fügt man diese neue Definition zu den oben erwähnten alten, so weiß man noch immer nicht recht, was Philosophie sei. , 3n der MkanWen Safe. Die Jude« in Gabes. Der ungarische Schriftsteller Moritz Szatmarr ist aus seiner im Aufträge mehrerer Blätter unternommenen Weltreise auch in die afrikanische Oase G a b e s, etwa 430 Kilometer von Tunis, gekommen und beschreibt im ,Mkag" seine Erlebnisse daselbst.:. ,Hsn unserem Bewußtsein -lobt die Oase als ein winziger fruchtbarer Fleck im Sandmeer der Sahara. Auch ich hatte es mir so ausgemalt, daß irgendwo in der Wüste ein Brennen, umgeben von einigen Bäumen, stöbe, in deren Schatten die Karawanen ausrnhen und sich mit Wasser versehen können. Die Oase von Gabes sieht nicht so aus, fit vielmehr rin auf. viele tausend Hektar sich erstreckendes Gebiet, das von der Natur mit allen ihren Schönheiten, besonders aber mit in hundertfältigem Grün prangenden, blütenreichen Obstbäumen in verschwenderischer Weise bedacht wutde. Auf der Oase von Gabes leben etwa -1,5.000 Menschen. Zum größten Teil erbgesessene, eingeborne Araber und Juden. Die Hauptstadt der Oase ist Gabes, in unmittelbarer Nähe des Meeres. Es besitzt jedoch keinen Hafen, weil es keine-hierzu geeignete Bucht hat. Am Meeresstrand stehen in langer Reihe Badekabinen, die Privateigentum der hier lebenden Franzosen und reichen Araber -sind. Die Wellen schwemmen einen herrlichen Dünenstrand «ans Ufer, und man kann sich kein schöneres und geeigneteres Seebad denken als hen Strand -in der, Oase von Gabes. Die Stadt selbst ist von keiner allzu großen Ausdehnung. Sie zählt etwas über tausend Einwohner, ohne die französische Garnison, deren-Offiziere durchwegs Franzosen sind und deren Mgnnschaft aus Senegalnegern zusammengesetzt ist. Gabes besteht aus zwei Teilen. Den einen bildet die französische-Kolonie, in welcher bereits alle Kultureinrichtungen, allerdings nur en miniature, vorhanden sind. Hier gibt es zwei Hotels, ein Kasino, Schulen, Kasernen, aut gepflasterte Straßen, in europäischem Stil gebaute Hauser mit flachen Dächern. Das ist der europäische Teil. Der andere Stadtteil ist der arabische. Niedere, unbedachte Häuser mit Türen, die direkt auf die Gaffe führen; schmale, winkelige, gepflasterte Gäßchen, die immer voll sind mit arabischen Männern und Kindern. Durch die schmalen Gaffen ziehen Maultiere oder Kamele mit verschieden Lasten beladen. In diesem Stadtteil ist nur selten ein Europäer zu sehen. Vor den Häusern sitzen oder liegen hingestreckt Araber. Aber nur Männer oder Kinder. Arabische Frauen gchen vor Sonnenuntergang nicht auf die Gaffe/ selbst auf den basarähnlichen Marktplatz nicht, wo buntes, bewegtes - Leben herrscht. Den chanckteristischesten und Mgloich malerischesten Zug des Stvaßenlbildes bilden die jüdischen Frauen. Eine schöner als die andere. Me beladen inst Schnmck; selbst die Beine mit schweren Sikberveifen geschmückt. So. gehen ' sie zu den Brunnen, mit den Tonkrügen nach uralter Form auf den Schultern und so stehen sie im Fluß, wo sie die Wäsche waschen. Aus ihren duivte-lbraunen Gesichtern leuchten feurige, schwarze Augen hervor, zwischen den schön 9 c* 5, Juck 1024 Nr. IM wölbten Lippen glänzen gesunde weiße Zähne. Es sind echt biblische Frau eng ostalten. * Biele Kinder gibt es hier, und alle, die arabischen sowohl als auch die jüdischen und die Negerkinder, sind ausnehmend schön. Wie die Spiolpuppen. Die Burschen mit rotem Fez, die Mädchen mit schreiend roten - Kopftüchern, unter denen die sorgfältig prechtgemachten 'Locken wie kchlWvarze Schnecken Heivorkokvtterieri.' Djeso kleinen schwarzen Mädchen tragen auch keinen Schleier urid gehe« auch tagsüber aus dom Haus. Die arabischer Fvaueu jedoch bieten, wenn sie abends, das Gesicht Mit einem-Schleier verhüllt und den oberen Teil des bis zu den Fersen reichenden weißen Kahi über den Kopf geworfen, ausgehen, ein gevadM furchterregendes BW. Die Araber der afvikanäschen Oase sind sehr fromm, ehrlich nn Geschälftsleben und äußerst Wstbewußt auch dom Europäer gegenüber. Die Refövmpläne Äemal Paschas sind noch nicht hierhergedrungerr. Die modrigste Tenrpevatur in der Oase von Gabes ist im Jänner, zur Zeit der zweiten Dattelernte, 12 bis 14 Gva- Ieaumur. Schnee haben die Gaibes-er noch nie gesehen und Eis nur m Form von Kunsteis, das aus Tucks für die. Hotels geliefert wird. . :. - ■ Das größte Dorf in der afrikanischen Oase ' ist Menoel mit 3000 Einwohnern, davon 400 Juden. Im arabischen Viertel dasselbe Bild wie in Gabes, mit dem Nckerisch'ed jedoch, daß das Loben in den Basars hier lärmhaster, europäisch kultureller ist. Hier.surren bereits Nähmaschinen, die ausschließlich von Juden benützt werden, in -deren .Händen das Schneidevgewerbe liegt, während, die Anfertigung von Pantoffeln und Topanken ein Svezialg-eiwevbe der Amber ist. Die Juden beschäftigen sich mit Handel und Gewerbe und sie sind auch die Goldschmiede. Sie verfertigen, wenn auch noch mit primitiven Werkzeugen. Juwelen und Schmuckgegenstände aus getriebenem Gold und Silber, doch finden sich unter ihnen auch Meister, die mit feinem Geschmack und Erfindungsgabe arbeiten. Die Araber treiben mehr Viehzucht Gartenbau. Araber und Juden-leben hier in; freundschaftlichem Frieden nebeneinander und werden Dolmetsche und Führer. Tumen ben Mohammed ben Bullah machte mich mit dem angesehenen Rabbi bekannt, der bei den Araber« in großem Ansehen steht, weil er ihnen, so oft sie in materielle Not geraten,' oder sonstwie eines Rates bedürftig sind, stets selbstl-os HÄfreich zur Seite steht. . Die strvlaikonüIat-klrMe von Cotroreni. Aus Bukarest wird uns gemeldet; - Die Untere suchung. über 'achen der Katastrophe in Cotrocenr stellte fest, dag in Hofe des HauPtMünrtionSdePots verkehrenden Lokomotiven mit Oel geheizt wurdem Es entfällt daher die Hypothese, daß die Explosion durch Funken einer Lokomotive verursacht worden wäre. Die Untersuchung wird f o r t g e s e tz t. Sine Masienversammlnng der Bnndrrmsekellten. Der Fünfundzwanzigerausschuß der ' Bmidesange» stellten hat beschloffen, die Bun-desbeamten für D o n n e r stag zu einer Massenversammlung einzuberufen, m der -über die bisherigen Verhandlungen mit der Regierung Bericht erstattet werden wird. Vizekanzler Doktor Frank . hat bei seiner letzten Besprechung dem Fünfundzwanzigerausschuß in Aussicht gestellt, daß er noch vor der Abreise -des Finanzministers Dr. Kienböck nach Genf Gelegenheit nehmen werde, nochmals mit dem Fünfund^ zwanzigerausschuß in-Fühlung zu treten. Gestern ließ der Vizekanzler jedoch Mitteilen, daß es ihm nicht mehr möglich wäre, mit dem Fünsundzwanzigerausschuß. in Berburdung zu treten. Die Untersuch»«» »egen die Lombardbank. Teichner dem Landesgericht eingeliesert. Die Erhebungen in der Angelegenheit ber Lombard» und Eskomptebank werden von der Wirtschaftspolizei gemöiusam mit der Staatsanwaltschaft mit allem Eifer betrieben. Der göstr'rge Dag war durch Vethöve mit dem verhafteten Direktor Teichner mb mit anderen leitenden Beamten der Bank ausgefullt. Teichner wurde noch Freitag dem Landesgericht erngelieferi. Die Einvernahmen beziehen - sich haupü'ächlich auf das bekannte Meigejschast, das die Lumlbard-und EslkomPtebaE in Frankreich durchgeführt hat, und auf die Geschäfte der von Teichner geleiteten Devfienabteilnng der Bank. Soweit bis jetzt, festgostellt werden kannte, hat die Bank schon vor längerer Zeit in Frankreich Blei- , und Kuipfevabschilüffe gernacht, wobei sie auf dys Steigen der Preise dieser Waren und auf das Sinken des srangöistschen Franken rechnete. Diese Geschäfte würden von Bronner und Teichner hinter dem Rücken der übrigen Direktoren und des Berwaltnugsrates genracht, und der sich daraus ergebende Schaden beträgt nach den bisherigen Feststellungen zehn Millionen franHöstsche Franken (rund 36 Milliarden Kronen). * ' ~ / LefterreMsche MMelschüler im Rathaus. Gestern sind ungefähr 1200 Mittelschüler aus gaitft OosterrÄch in Wien eingetroffen. Es handelt sich rni eine K u n stu n d S p i e l f a h r t, die die Mittelschuljugend aus Oesterreich der Bundeshauptstadt näherbringen soll.; Die jungen Leute werden am Dienstag vom Bürgermeister De itz im großen Festsaal des Rathauses in Anwbsenheit des Untevrichtsmlinisters Dr. Schneide r und anderer Bertreter der staatlichen, und städtischen Bchörden empfan-

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