Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1909 (8.6.1924)
- Date
- 1924-06-08
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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WWWWWMWWWWW Sette Sr i - Wien, Sonnlag Wiener: Mor genzeitunK. 6. Juni 1924 Rr. Mg/ j. und die sich heute wieder zur Macht drängen. Die fnternationale ist aber nicht mehr dieselbe, die den chtstundentag verhängt hat und die wider den Krieg cmfgeftanden ist. Sie ist in sich uneins' geworden, hat ihre Schlagkraft eingebüßt und ihre Fühnmg ist an eine Partei übergegangen, deren Sozialismus sichvon der kontinentalen Marke fundamental unterscheidet. Die englische Arbeiterpartei, die heute die Sache des/Frie^ dens und der sozialen Versöhnung führt, steht aus-dein- Boden des Kompromisses. Aber sie hat die' programmatischen Grundlinien des Sozialismus, die Sölidarsi tat der -Schwachen niemals Verlässen und dies gibt ihr jetzt die Kraft für ihre Kämpft, bringt ihr aber auch das Vertrauen von Gesellschaftsschichten, die dem Proletariat-so-ferne stehen-wie nur möglich. Die Sozialdemokratie des Kontinents hat auch Kampromisse gemacht, aber mit sich selbst, mit den Prinzipien der Freihett, des Rechtes und derDvmöwaüe. Sie hat dadurch an politischer.HaMungsfWg-. keit eingebüßt, aber auch an Jdeenkraft undan Idealismus. Was hat die Sozialdemokratie.Oesterreichs heute der Jugend zu bieten? Dm Kmnpf .gegen Mische Flüchtlinge, gegen den, Rabbiner rm Stadtschulrat; wenn's hoch cko-urmt,, verteidigt sie den Anschluß an das bis ins Innerste reaktionär gewordene unhvow Mord durchseuHe Deutschland, propagiert ein Einfuhrmonopol für Getreide und Schutzzölle'für Eisen, Glas und Zement. Sie ist ht Oesterreich ein MerkMg der Reaküon gewöhn und sie kann sich gegen diese Rolle nicht wehren, weil sie in den letzten Jahren für alles, was sie heute verlangt, das Präjudiz des Gegenteils^ geschaffen hat. Der stärkste'Stoß der Kriegsharteien richtet sich gegen das Judentum als Gesamtheit, rün von hier aus das Kampffeld auf die Demokratie -überhaupt auszudehn-en. Die Sozialdemokratie Oesterreichs weiß' " dies.' sehr, Wohl zu würdigen, und wenn fie; es nicht , wüßte,' so hätte sie'die ReftMon .des..'vorjahrigetr Lach- -' burger Kongresses vor sich--die. mit Fug mW Recht den Antisemitismus als den Schrittmacher der - Gewaltpolitik definiert. Die österreichische; Sozialdemokratie hat nicht das geringste getan, um diese HflichtzU er- Men. Sie will keinen Judenfchutz und: sie redete sich-) immer auf den Judenschutz aus,-wenn sie die-Macht ihrer Orgamsatipu. gegen .das ,Uurecht) LinsMn.»soL,, das an der schwächsten Nation , begangen wiÄ). Sie hat' damit alles entwertet, was sie an - anderen Punkten zur Sicherung der Freiheit) und' der Revolution unternimmt. Sie findet nirgends-mchrMMauen -und sw--hat^ . damit auch. die. Stellung 'der .WMcüiona^EMe^U, ganz Europa nntevwaWn. Es ist so' weit gekommens,' daß ffich die' MÄe''DeWMM/niKt mehr, aüf' den Idealismus der Massen -züffMtzm'lWckK'ffoMW'v-uf Lewaffnete OrgamsätirmM Skei KHrtk die "Methoden der Reaktion an und ihren- Geist)' Ms letzte' Ende - ist dann auch hier der Krieg. Bon Paul Pmnleve. Der n-ruyewWte. PMDent. der.. . KammvAc hat ent Eftr-il 1923 fremt... Puch -„Israel für la terre Nbligue" von' Fermwid Corcos eine Vorrede gewidmet, die wir hierffdllgeulasset; Das Schicksal der Juden ist sein Skandal, in der ' Ge-' schichte.. Wie der Hellenismus/ so ist .auch das Judentum eine der tiefen Quellen ünser/r weftlichm Ziv.MfatMr/es hat ihr seine Pkbel gegelben,. seinen Gott, seinen MersLÜlichen Durst nach GerechüMt und.die Lyrik seiner Mn Propheten, diesen gegen dft Gottheit.'arGest-oßenen.Dchrei. Daß ein solches Volk durch achtzehn Jahrhunderte .massakriert, mißhandelt und m der Welt versprengt worden ist wie eine gemeine Herde; daß man aus ihm.-nach? James den //großen Beraubten der Welt"; gemacht hat, verdammt zu einem Exil ohne Ende-, urtt> daß -man ihm dann/dieses Exil als Verlöre chen angevechnet hat,- um neue-Verfolgungen zu rechtfertigen, ist - eine' Ungerechtigkeit, die schonvielen Jahren alle gerechten' Herzen empört. ' ü - - Diese Entrüstumg hat erst in der jüngsten Epoche zu einem konkreten Plan geführt: diesen Vertriebenen eine Heimat wi-edeHuyebm,' ein Asyl, ein Vaterland. Damtt war der Zionismus geboren. Seine erste Absicht-'war, die jüdische Nation in einem neuen Lande Wiede ra-ufßurichten. „Diesem Volk ohne Land, gebt ein 'Land ohne BM", das war die erste Forderung der PeMnder' des Zionismus. ' ’ / England bot' Uganda an. Doch nicht' umsonst. hat die ' Vorstellung dieser tausenden. Entwürzelten' dnrch. Jahr-/ hunderte hindurch, während des ewigen Wanderys', der. Vertreibungen und MißhaM-nngen, festgethalten ain der. Wiege ihrer Rasse, an den Gegenden, die erstrahlen im Glanz der Legende, der Tradition und des Glaubens, , wo,. Gott zu ihren Mern. das erste Mal gesprochen, hät,und. dve für sie ihre unvergleichliche Majestät wahrten. Jerusalem, . Palästina, Judäa, das. sind. die Pole, nach denen unauMschliche Schnsucht die jüdische Seele hinM. Aber war es nicht ein bloßes.Hirngespinst/ nach, Jahchunderten das Vergangene wiederherzutstellen, '.auf einem undankbaren Boden sich gegen den Widerstund und Fanatisnnus einer änderen Rasse, die Besitzerin . des Bodens ist, und auch gegen die Bestrebungen der wetteifernden Religionen auhulehmn? In der Stunde, .tyo der. große,,vernichtende Krieg eine neue Welt un feinem, Feüer. schuf, Knude dieser Wahn zu gestatten versucht. /AÄ wird. daraus werden? Soll man den Propheten glan'ben,-. die. wunderlbare Medevgäbnrt des jüdilschen BoAes/tn Palästina ankündigten, oder den Pessimisten, die einen Leklageuswerten Mißerfolg vorausfthen? W -ist wichtig, das ' Enfülkbare auf ein - richdiW Maß .zurüctzulsühren. Wenn Träumerhoffen, baß M' -MM-önen Juden, die auf der Welt zerstreut sind, eines Tages' sich als ein echnischer MoF 'lM Jerusalem .'salinmchr werden, so ist. das, eine . nacht Fragen^ die man sich vor-nuufigeMß stellen darf,-- sinddiese: Wcrd' Palästina : eine glorreiche Heimstätte des Judentums, seiner Sprache, feiner Kunst, ftines/Geistes sind,feiner WnMtLt werden können?' Kann der. Poden Palästinas dar) Träger einer -Wischen GemeiuschD-xwerden, die, obzwar. vM-eich, doch imyrer nur eine kl-eine-Mndevheit aller Juden der Welt umfassen wird,- die aber trotzdem jenen Söhnen Israels, -die verfolgt oder des-Exils müde sind, ein Asyl und eine HemGÄte. bieten.. wird? . Die erste- Frage scheint entscheidend. Die überraschend schnellen:■ Fortschritte des ■ Hchräifchen in - -Palästina, die bereits begonnenen Anstrengungen, in einer ungünstigen Zeit'in Jerusalem eine Bilbli-othek uyd eine Mische Universität zu gründen,, ffchernew eine sichere^Büvglschaist' für den künftigen Eofolg -zu -sein. Aber dje Zweite Frage ist -viel ztveifelhafwx:. Der/arabi!she Widerlstand und die ökonomische Möglichkeit der. Entwicklung einer Mächtigen jüdischen Niederlassung in dev früheren Heintat sind Dinge, ülbev die stachelige KoMovertstn geführt worden und noch lange geführt werden dürften. Dieses Buch liefert einen ernsten nnd auifrichtigen Beitrag zur.- Diskussion dieser ProLlome. .Mr. .Fernand Corcos ist -ein uitparteiischer, kluger Beobachter >nttt scharf-em Blick, der ohne Leidenjschaft und ohne -Parteinahme, nicht aber ohne-Humor, das was er gesehen und gehört ha-t, wiedergibt und, -weitdavon entfernt, ein apodiktifches Urteil abzugeben,- dem Leiser die Stellungnahme Mevläßt. Seine. Vorliebe sür das. kühne Unternehmen beeinträchtigt weher die TvoWicherheit" seiner Kritik noch die Schärfe seiner-Ironie,- üben,sowenig als die ergreifende Schönheit der untergehenden Sonne es-verhindert, die.Mgren Linien der Landschaft zu' zeichnen. ' Es sei mir-zum Schluß eine Bentev'tUng erwulbt: aus mehreren Stellen seinrs Buches scheint hervorzug-ehen, daß die. franMische. offtntliche^ Meinung den 'Zionisten gegenüber'feindselig'sei oder -wenigstens, daß-diese -davon überzeugt sind.' Ich g'läübe, daß das aus "einöm Mtßverständrrisse beruht^ FraMeich' Hat/Nn' etttziges 'Bvvurteil gegen den Zionisütlüs; seit '19Ü6 'b^eugt ihm unsere 'Regierung — an der ich teilnchme — ihre. Sympathie. Aber infolge seiner ruhmvollen Traditiouett besitzt Fwnkreich in Palästina einen jährhündertela'Hsn Einfluß; die intensive Entwicklung des Hebräif^n und'diejDeich^eMe der englischen Sprache Ußt be-MMn,- W' die ftäüzösffche Sprache voll kommen vernachMffigtAW<üde. Mögen-; unsere jüdischen Freunde unsere Bermrühiguntz verstehen, die -nur darin bestcht, im rmrey JeöÜMmt vergessen 'zü- 'werden, an einem Ovtj -wo fo lange, unser Genius leuchtete. Bei'äller - le-ideyischafiliche'n Pflege ihrer Sprache unter den:.englischen 'Mandat, bei ällör Änfetädt fut die ^roßmiitige Behandlung, die'ihnen das freie England immer ang-edeihen ließ, mögen sie:si'ch ^auch' einer änderen' Näsio'ir erinnern, die ihnen gleichfalls großmütig - ü-nd gastfreuMich gesinnt -war und die durch ihre - ,MMävung /der Menschenrechte" sü in'Gubopa zu gleichberechtigten'Bürgern gemacht hat. Bagdad, 6. Juni. (Reuter.) Die "gesetzgebende- Der»'. -ammlung hat cs ab g e Iehn t, den Be rtrag zWich e n En g t a n d u % de m I r ä k zurät i f,i zi'«-' -r e n. Die Mehrzahl der-Deputierten' verlangte, daß Englalndj einsch r.-i s t l i ch e s, nicht bloß mündliches V e r sp r ‘i*\ ch e n betreffend -die Aenderungen gebe, -die es an dem Ber-- trage nach -der Ratifizierung vornehmen zu wollen v, sichere. In der Stadt herrscht lebhafte Erregung. Einäscherung Berlins. Berlin, 7. Jnu-i. (Tel. d. „Wr. M-orgenzettung".) Irr der Donnerstagsitzung .des Reichstages,. in welcher lder^ Kanzler Dr.- M a r x den Angriffen der Deutschnationalen.' entgeg'entrat, sprach als Redner der völkischen Freche-tts-' Partei deren Vorsitzender Herr v. Grae fe. Bei seinem Ausführungen ging es sehr lebhaft und teilweise auch sehrstürmisch her. Er erklärte, daß!der Deutschland ausgezwungene Parlamentartsmus ein W-a h n s i n n sei, der -nur >be-' wirke, daß das Ergebni-s.der Wahl dem Fluche der Lächerlichkeit-Verfälle. Der Reichskanzler habe die Stirne gehabt,-, zu evKären, daß Mr er mit feinen Freunden das Rheytiland/ schützenkönne. Glaube denn der.Reichskanzler -wirklich, daß< er mit seiner Le-isetreterei die Rheinlanhe demDoich «rhqlttz«''. könne? Das' Rheinland bedürfe eines stärkeren Schutzes.- (Lebhafte Zustimmung rechts, stürmischer Widevsprtrch.-im^ Zentrum und -links,) Herr v. G r a c f c hatte sich inzwischen vollkommen heiser geschrien, doch steigerte sich trotzdem d-ie Kraft seiner Ausdrücke und. er rief unausgesetzt w ü st e L ä r m s z e n e n hervor. Herr^. v. Graefe rief unter anderem: „Ueber dq's Sachverständigen-.., gutachten verbreitet ein Bureau, das 'der Regierung nahe-' steht, . - ... ' mit talmudistischer Verlogenheit unwahre Tatsachen." Zum Schluffe seiner Rede meinte Hert . v. Graefe: . ' ' , , „Wir schrecken auch vor einem passiven Mdersstmd nicht zurück/der zur Einäscherung der Reichshauptswdt führen würde." .(Langanhaltende stürmische- Erregung.' -im. , ganzen Hause.) ,Meun Sie Bl-ut haben wollen,--, dan'n ko n u en -S i e e s hab en. Wi r;fetze'n un fer-/ Blut nach außen und auch im Innern ein." (Erneute stürmische Gegenkundgebungen. Der Abgeordnete General Ludendorff nickt dem Radner.-z-u-" stimmend mitdem Kopfe zu.) . er ne Lausmner Friedensvertrag. / 'London, 7.'.'.'Jüstii/ s 'Perdev. 'DeMkrj.'üh'ev^ /den Laüfanner Frte-ensöertratz. ün. Unterhaus fragte . Ll-oyd George, ob sich irgend'jentand einbilde, daß Italien sich .da-mtt" ^beMgen -wiWe/ die großen GMete mit italienischer Bevölkerung unter der türkischen Flagge schwächten zu sehen. Die Zukunft berge zahlreiche Möglichskeiten in sich. Man könne sich ^darauf verlassen, daß die Türkei stets einen Anreiz zum Streit bieten werde. Lloyd George wies -weiters darauf hm, daß man sich anschicke,, einest' muen Versuch zu urtterUehmen, die Reparationsfrage apf Grundlage des Sachverständigenberichtes zu regeln. Er bitte Mac Donald, die Dominions zu' Rate zu ziehen und sie zueiner Konferenz einzuladen. 'O r m s b h - G o r e ' erklärte, .der Passus in. Lloyd Georges Rede über das Verhältnis Italiens zum n a h e n O st an, wage einen äußerst v e r-d e r bl i ch e n C h a r a k t e r. Seine Worte dienep dem i t a l i e 'n i sch e n" E h r g e i z und ,müssen andererseits bei den T ü r k.e n Befürchtungen Hervorrufen. Mcktritt drr WmMen Regiemng. Tokio, 7^ Juni. DaS Kabinett ift zurückgetreten. sti"Alba«iey - Von Jtalim ftnMziert? / (Eigertdienst der „Wiener Morgenzeiiung".) Belgrch, 7. Juni.. AUS gut informievten Kreisenerfährt Ihr Korrelspondent über die albanischen U-nruhen, daß bei Beginn des Ausstandes.die atba-niilsche Regierung über n.u-r dre i R egiment e r Vevfügite,. die aber sich sofort , nach dem Auslbruch der Revolution den Aufiständischeu.anM-osftn,;.so daß die' RegiLMng sich nur -noch auf die. üngensigend. bewaffnete 'Göndarmerie stützen konnte. / . "In,pölttisi^en Kreisen steht-man-nicht-an; zu behaupten, -daß der Ma-ttifche- Aufstand' au's i-t ä -l i e n i s ch -e n Geld q u e -l l e n gespeist "werde. Der Antrag der völkischen' RÄchAagsftMoG& - ■ Wie gemeldet wird, hat die Z2. -Manu stärke-v o l'N sich«'1 )tt a i i o n a ls o z.i a l i st i f -ch e Fraktion .beschlossen;-'' 'im R .e i ch s ta g. den Antrag auf .Schaffung eines Juden- '-' 'rechtes zu stellen. Dieser Beschluß stützt sich auf ein--von' d'en-- Bölkischen bereits,festgelegtes Programm, die „Deut s ch e Jud euordnung", die 65 Paragrafthe eytM, von,- denen die nachstehenden charakterfftisch sirid:. / , Die erste Bestimmung geht dahin, die landsäffigen Juden unter Fremdenrecht zu. stellen. In allen amtlichen Schriffstiicken' soll' die . Bezeichnung ,JUde" und bei - Gejtausten ,^Ju-denchsist" dem Namen-Leigefügt und auf-den Standesämtern nachgetragen werden. Als Juden gelten alle- - Personen, deren Vorfahren bis zum 11. März 1822. einer mosaischen Glaubensgemeinschaft angchörten, . Ausländische^ Juden dürfen das- Deutsche Reich'nicht'mehr'betreten. Jene, die sich im Reich aufhalten, müssen es i n u e r h a l L vier Wochen verlassen; ihr- Vermögen verfällt der Reichskasse. Wenn denffche Indens üuswandern, so v erfällt-ihr Vermögen, wem es' unter hunderttausend Mark beträgt, zur Hälfte, bis. zu.fünf-, hunderttausend Mark zu zwei Dritteln, über eine Million', zu vier Fünfteln dem Brmdesftaat, wo sie' zuletzt ansässig/ waren. Von allen öffentlichen Aemtevn sowie von dem Beruft von Anwälten, Theater- und Kinodirektoren sind Juden' a u s g e s ch l o s se n. Aerztliche Kunst dürfen sie nur an. Glaubensgenossen ausuben. Die besitzen w cd e r a k.tiv esn o ch p a s s i des Wahlrecht. Zum Dienst in Heer und . Flotte werden sie nicht zugelaffen und zahlen statt dessen' eine W e h r st euer. Deutsche Schulen und H' o chschulen dürfen keine Juden aufnehmen. Zei« t u n g e n, an ivelchen Juden arbeiten, oder die in deren . Betsitz oder Mitbesitz sich befinden, müssen am Kopf deutlich . sichtbar den D a ü i d's s ch.ild tragen. A In Staatsbetrieben, Gasanstalten, Elektrizitätswerken,^- Wasserwerken, Eisenbahnen, Straßenbahnen und Reedereien dürfen k e i-y e In de n .angestellt werden. Länd-bi ch-e-r'- G rund besitz darf künftighin an Juden nicht verkauft, werden. In den Hän-d-elsregistern muß bei den Pa'men.der. Inhaber, Teilhaber usw. vermerk werden, wenn sü Juden oder Judenchristen sind. Jüdische Wechsel müssen auf. der Vorderseite den gedruckten Namen der ausist-ellenden/ Mvma und den Stern Davids führen. ^Alle offenen' Geschäfte, deren Teilhaber öder.Inhaber'JüdeN sind, müssen , am Aus'hängeischild den' Stern Davids gut sichtbar ansie-. bracht tragen. ... Die Juden entrichten „für de n Schutz", den sie-im- Deutschen.Reich genießen, doppelt so v i el St,e.u er n,- wi-e. die Deutschen. Alle Bestimmungen der „Deutschen..- Indenvrdnung^ gelten auch für solche Ni chtjude n/. die? sich der Jndenschaft als S ch n tz t r u -p P e oder -in--A b--, -w e h r v e r e i n e-n