Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1907 (6.6.1924)
- Date
- 1924-06-06
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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IJ.fcU'JJW iWMWWW!W>KidMMWWM W^iWMMWWW >* - -V^-V l«,.w JHV*T fff,' •»(. . 'mantr- Wlettee MöWWWM. 6. Wnr i§f4 McAm Sie valMnmstsche «leltriMtsfrage. ArWttMW des r«tzlischtzn Kolsnial-UnterstMtSsWeiärS. Iv 8er Sitzung des englischen Oberhauses vom $, Mal steM Lord Raglan in bezug aus die Ruthen- Verv-Kowzession die Frage, ob Herr Ruthenberg in jeder Mt die vorgeschviebemn Bedingungen, wie Fristen, wfftellung der Geldmittel usw., eingehalten hätte; welche Arbeiten tatsächlich ausgesührt oder genehmigt worden fei««; ob irgend ein Druck zur Erwerbung von Land oder - Verachtung von Anlagen usw. ausgeübt worden wäre. Der Unterstaatsserretar sür. die Kolonien, Lord Arnold, erKärte in seiner Antwort, daß i «(fcs Konzession für die Versorgung des Jassaer Distrikts I ttiÖ «lyrischer Kraft bereits in Kraft sei. Inhaberin der i Konzession -ist die Cl-cktrrzitätsgesellschaft in Jaffa-. Der -Dberkomwisiär habe kürzlich witgeteilt, daß die GeseWschaft zlhvr Arbeiten zur Zufriedenheit der Konsumenten aüLführe und daß sie sich genau an die in der Konzession niedergelegten Fristen und Bedingungen halte. Jaffa, und TebÄwÄv werden setzt mit elektrischer Kraft für Privatttüb Straßenbeleuchtung , sowie für die Wasserversorgung und für industrielle Zwecke versorgt. P e t a ch - T i k w a h wird entweder von der Kraststation in Tel-Awiw oder . von. der Hhdro-Elektrizitätsstation am Ausa-Fluß versorgt werden. Die bestehenden Kraftzentralen 'haben zwei Diesel-Generato veinri chtu ngen von je 1000 Pstrdekraften, Etwa 6 Kilogramm - Hochspannungs - Untergrundkabel, die die ebktr'.sche Kraft nach fünf Unterstationen mit Umschaltanlage leiten, wurden in Jaffa und Tel-Awiw hergf.stellt. .Eine Hochspannungs-Transmisiionsl-eitung von 18 Kilometer Länge führt von der Jaffaer Kraststation -nachSaräfend und wird zur Versorgung einer Anzahl Plätze, m dem Jaffaer Distrikt dienen. Eine dritte Dies-el- Geneneratoranlage wird binnen kurzem vollendet sein. Lord Arnold erklärte, er habe sich gefreut, als er ersahren habe, -daß die arabisch e Stadtverwaltung und private arabische Konsumenten schon seit Oktober 1923'elektrische Kraft von der Jaffaer Station beziehen.. In Tel-Awiw gäbe es 184 Straßenbeleuchtungskörper und in Jaffa 126. Die Zahl der Privatkonsumenten m Tel-Awiw beträgt 800, in Jaffa 260. Bezüglich der größeren I o rda n-Konzessiv.« sei die Lage etwas anders. In dem ,Abkommen mit Herr« Ruthenbevg dom 21. September 1921 wurde ihm eine,'. Konzession für eine Gesellschaft mit einem Kapital von. nicht weniger als 1,000.000 Pfund, von denen nicht weniger ctls 200.000 Pfund in bar eingezahlt, werden müßten, unter der Bedingung erteilt, daß die Konzession r n u e'rh a l b zweier Jahre vom Datum des Abkommens angesordert werden müsse. Diese Anforderung ist auch tatsächlich in der vorgesehenen Zeit gemacht worden und -der'Staatssekretär ist sehr zufrieden, daß eine Gesellschaft mit dem erforderlichen genehmigten und einMahlten Kapital gegründet worden ist. Die tatsächliche Uebergabe ist noch nicht erfolgt, aber soviel er wisse, stehe sie bevor. Unter diesen Umstanden habe die Palästina- Glektriziiäts-Corporation, der die Konzession gewährt werden würde, noch nicht die Verpflichtung, die Verträge auszuführen. Trotzdem ist es Tatsache, daß die Arbeit schon beträchtlich fortgeschritten sei. Der Oberkommissär berichtet, daß er sehr zufrieden über den Fortgang sei. Die technischen Voruntersuchungen über die am Jordanfluß auszuführenden Arbeiten sind beendet und die erforderlichen -Zeichnungen sind dem Kolonialamt vorgelegt worden, welches dieselben nach Prüfung -durch ihre beratenden Ingenieure genehmigt hat. Es seien eigentlich in Palästina zwei Konzessionen vorhanden, die den bisher großzügigsten Versuch darstellen, die natürlichen Quellen deS Landes zu erschließen. Verhandlungen für den Erwerb des erforderlichen Landes für die Kraststationen und andere notwendige Anlagen sind'iw Gange. Die Arbeiten am Jo'rdansl^tz würden, sobald das notwendige Land erworben ist, sofort in Angriff -genommen -werden, und man hoffe, dies würde noch während des laufenden Jahres geschehen. Inzwischen seien die Arbeiten bei den 'Hilfskraftstalionen in Haifa und Liberias ein gutes Stück vorwärts gediehen. In Haifa, wurde Land für -die Kraststation und die künftige Uebertragungsstation erworben. Die Pläne für die Kraststation sind fertig, ebenso der Entwurf für das Verteilungsnetz. Man nimmt an, daß die Kraststation in Haifa- Anfang nächsten Jahves ihre Tätigkeit aufnehmen wird^ Auch in Liberias ist Land für die Kraftstation erworben worden. Die erforderlichen Maschinen und Materialien sind schon in Palästina. Mit der Stadtverwaltung ist bereits ein Abkommen über die Versorgung mit Elektrizität getroffen worden, das -wahrscheinlich Ende dieses Jahres in Kraft treten -wird. Pläne für die Jerusalemer Anlage sind schon lange vor 1931 angefertigt worden, raber die tatsächliche Ausführung der Arbeiten hat sich durch.Einsprüche einer anderen Partei, die vor dem Kriege eine Konzession für einen ähnlichen Zweck erhalten hat, verzögert. Die Paläftma-Elektrrzitätsgesellschaft kann für diese Verzögerung in keiner Weise verantwortlich gemacht werden. Es sei der Regierung mitgeteilt worden, daß die Ausführung des ersten Teiles der Arbeiten schätzungsweise 750:000 Pfund kitten -würde, von denen auf die -in Palästina einzuführenden Maschinen und Materialien: etwa 300.000 Pfund kämen. Man hoffe, daß weitaus der größte Teil dieser Aufträge in England Meiert werden würde: - ,>• Beth Sefer Real! Ibri Hftifa Hebräische Realschule in Haifa in Verbindung mit technischer Vorbereitung (Metallarbeit, Tischlerei, Buchbinderei für Knaben, Hauswirtschaft ffir Mädchen) Internat . für Knaben und Mädchen Körperliche Ausbildung > Gesundes Klima Sport Anfragen sind zu richten an den Leiter der Schule vr. Artur B i r a m, Haifa, P. O. B. 202 Vom Jüdischen Nalionalsonds. Die Einnahmen des Keren Kajemech l'Jsrael ikt April betragen 14.545 ägyptische Pfund. Im Verlaus der ersten sieben Monate dieses Finanzjahres (Oktober- April) betrugen - die. Eingänge 76.097 Pfund ägyptische Pfund. (Die Eingänge in der gleichen Periode des vorigen Jahres beliefert sich aus 46.671 Pfund.) Auf Nationalfondsboden befinden sich gegenwärtig 32 Siedlungen, davon 14 im Emek Jesreel. Die Bevölleru-ngszcchl dieser Siedlung beträgt 2486 Seelen, davon 1886 Arbeiter. Die Bodensläche, die in diesen Siedlungen kultiviert wird, beläuft sich auf 54.211 D u n a m (gegen 39.095 Dunam im vorigen Jahr.) Die transsylvanische Siedlung im Emek. Im Emek wird zurzeit, wie schon gemeldet, eine neue jüdische Siedlung für eine Gruppe von 40 transshlvanischen Familien errichtet. Diesen sind in Tel-Adas 4000 Dunam Boden zur Verfügung gestellt worden. Bis zum kommenden September müssen alle angesiedelt sein. Bisher wohnen auf diesem Gebiet 44 Äeute in 7 Baracken und einem Steinhaus. Sie haben -bereits 1000 Dunam gepflügt und besät, darunter gegen 700 mit Wein, 300 mit Sommerernte, 20 m-it Gemüse und 20 mit Tabak. FM Marburg über PalWua. Der-vor kurzem Von einer Palästina-Reife zurückgekehrte Vorsitzende des' Io int D. C., Bankier Felix Warburg, über dessen Palästina-Eindrücke bereits berichtet' wurde, hat diese in einem dem Vertreter der I. T. A. gewährten Inter- View nochmals bekräftigt. Uelberall, sagt Marburg, sind schaffende-Kräfte am Werk, die Chaluzim repräsentieren einen neuen Typus -im jüdischen Leben, ja, ich möchte sagen, eine neue Menschengeneration mit einer neuen Auiffassung von Pflicht, Arbeit und Ausblick in die Zukunft. Die Zionisten führen eine gute Verwaltung in Palästina und tun für die Chaluzim sicherlich sehr viel. Alle amerikanischen Beitrag leister zum Keren Haj-essod können versichert sein, daß sie einen Fonds unterstützen, der völlig seinen eigentlichen Zwecken dient Aber die kraftvollen Bemühungen im neuen Palästina haben sich nicht nur auf dem Gebiete von Landwirtschaft und Straßenbau betätigt. ©nie .neue Unternehmungen wurden gegründet, die unterden gegenwärtigen sicheren und konstanten Bedingungen eine gesunde und vorteilhafte Kapitalsanlage darst-ellen. Als hervorragende Erscheinung in de-r wirtschaftlichen Entwicklung Palästinas bezeichnet Wavbuvg das Ruthenb erg-Unternehmen, durch dessen Durchführung die landwirtschaftliche Fruchtbarkeit und industrielle Leistungsfähigkeit des Landes ungeheuer wachsen müssen. Das Joint habe auch beschlossen, sich unter der Bedingung, daß der Londoner Palästina-Wirtschastsrat unter Alfred Monds Führung sich daran beteilige, an der Realisierung des Unternehmens teilzunchmen. Der Ausbau des Hafens von Haifa wäre für die Stadt und das ganze Land von größtem Nutzen und würde den Jaffaer Hafen weit übertreffen. Angesichts der landwirtschaftlichen und industriellen Entwicklung widerstrebe es dem gefunden Sinn, daß Palästina ein Land von Lohn- ’ empfangern werden solle. Wenn im Lande eine neue jüdische Gemeinschaft erstehen solle, müsse sie eine eigene jüdische Kultur zur Grundlage haben, und von diesem Standpunkt aus erfordere die Mische Universität jedermanns Mitarbeit. Diese sollte sich nicht auf die medizinische und juridische Abteilung beschränken, sondern trachten, ein jüdisches Kultur- und Studienzentrum zu werden, namentlich durch Wege der jüdischen Geschichte und Literatur. Bei einer Spende von 100.000 Dollar für die Univerfiiät habe Marburg nur die Bedingung gestellt, daß dieses Geld für eine Abteilung für Mische Geschichte und Religion verwendet werde. Baron Gdmond Rothschild in Paris habe versucht, Marburg für die letztens registrierte „Pica" (Paleftine Jewish Colvnisation Association) zu interessieren und er habe ihm versprochen, sich darüber mit seinen Freunden zu beraten. „Ich für meinen Teil," schloß Marburg, ,Zerließ Palästina voll Entzücken. Es wir-d das Zentrum für jüdische Kultur, jüdisches Studium sowie für die jü- Tat sein.". Sie palästinensische Aguda will ihre Unter« stell««« «qter Mhammedänisch-reliMe Gerichte! Wie die paWskrnenstsche Delegraphenagentur erfahrt» Ijüt die palästinensische Agudas J.isroel dem Kolon iailamt in London ein Telegramm gesendet, wß die Aguda gegen die neue Verordnung betreffend die RechtAfprechung der zivilen und veligiösen Gerichtshöfe in Palästina, durch die die jüdische Rechtssprechung dem -palästinensischen Oberrab binat übertragen wird, protestiert. In dieser Mitteilung werden Sir Herbert Samuel sowie der palästinensische. Kronanwalt Mr. Norman Be nt wich scharf angegriffen; man macht sie dafür verantwortlich, daß sie die orthodoxen Juden der Rechtsprechung des zionistischen Oberrabbvners unterstellt hätten. Das Kolonialamt wird ersucht, zu erlauben, daß die orthodoxen Juden Palästinas der Rechtsprechung der m-ohammedanische« religiösen Gerichtshöfe unterstellt -würden, was sie der Unterstellung unter ba8 zionistische Obervabbinat vorziehen. Wese Forderung der Aguda bedeutet natürlich nichts anderes als einen neuen Versuch, die jüdische Einheit um jeden Preis stören zw -wollen. Das Verlangen, daß die Trennungsorchodoxen den mohammedanischen -religiösen Gerichtshöfen unt-eystellt werden, zeigt aufs deutlichste, daß es sich hier MneSwegS um -eine Gewiffensifrage handelnkann, die -ja. auch darum nicht vorhanden ist, weil daS zionistische OberraMnai" unbestritten einen orthodoxen Charakter hat.) Eine Pro-PalMna-Weltkonferenz der sephaMschen Jrcken in Jerusalem. Noch vor dem Zionistenk-ongreß soll in Jerusalem etttt' Pro-Palästina-Weltkonfere u z der sephardischen Gemeinschaften stattsinden, auf welcher über den Zusammenschluß der Arbeit der sephardischen Judenschaft für das Aufbauwerk in Palästina Leschlüsse gefaßt werden sollen. — U s s i s ch k i n, der sich auf einer Propagandareise in Europa befindet, wurde gebeten, in Griechenland, Jugoslawien und den benachbarten Landem, die eine große fephardische Bevölkerung haben, Propaganda zu machen, damit dott Vorkonferenzen zuständekommen. Zur palästinensischen Staatsbürgerschaft berechtigte Personen. In -einem Brief an den W a a d H a i r (Stadtrat) von Jerusalem teilt der Gouverneur des Jerusalemer Distriktes mit, daß vorläufige Zertifikate über die palästinensische Staatsbürgerschaft nur solchen Personen gegeben werden können, die 1. in Palästina geboren oder Kinder eines in Palästina geborenen Vaters sind, 2. für die palästinensische Staatsbürgerschaft nach-Einführung des NationalitätengefetzeS optieren wollen, und 3. ihren dauernden Wohnsitzin Palästina nehmen wollen. Russische Untertanen, die während des Krieges gezwungen , waren, für die türkische StaatszugehLrigkeit zu optieren, können vorläufig Zertifikate für die palästinensische Staatsbürgerschaft unter den Bedingungen 2 und 3 erhalten. (I. T. A.) Aus dem arabischen Lager. Die palästinensische Araber- Presse fordert unausgesetzt die Einberufung einer Konferenz■ der Palästinensischen Araber.. Ein Teil der Presse will auch die- „bodenftäno-rgen" jüdischen Elemente zugezogen' wissen. Es werden auch Versuche gewacht, die Juden gegen die Mandat armacht zu Hetzen, die offen beschuldigt wird, daß sie einen Keil zwischen beide Brüdervöller treibe und das Zand ausbeute. . Die palästinenflsch-arMsche Exekutive in finanziellen Schwierigkeiten. Wie die PamstinenUche Telegraphenagent'ur erfährt, ist die finanzielle Lage der palästinbnsisch-arabischen Exe- ’. kutive kritisch. M n z a K a g im P äs 'ch a begab-! sich zu E mir A b d u lX a h in Transjordanien, um ihn zu ersuchen, ' seinen Vater, König Hussein von HedjaS, zu veranlassen, die palästinensisch-arabische Exekutive zu unterstützen. Die palästinensischarabische Exekutive geht nun daran, eine mit ihr verbundene a r a b i f ch e'A r b e i t e r - Org a n i s a t i o n zu gründen. (I. T. A.) , Jahresversammlung der Haifaer jüdischen Handelskammer. Am 4 Mai fand die Jahresversammlung der Haifaer jüdischen Handelskammer statt. Der 'Vvffitzende, Herr Pewsner, erwähnte in feinem Berichte unter anderem die Bemühungen der Handelskammer itt der Frage des H a f e n b a u e s. Die Verlegung des Zchlungstermms für Wechsel, deren Fälligkeitstermin ans einen Samstag oder Mischen Feiertag fallt, wurde bei der Regierung angeregt und vom JusNzminifterium unterstützt. Die Jahreskonferenz protestierte gegen die Entlassung einiger jüdischer Beamten im Hmf-aer Zouamte und geigen die Zurücksetzung der hebräischen Sprache in eben diesem Amte. Kredit der General Mortgage Bank an die Tabakpflanzer. In einer Versammlung der Takabpflanzer-Organisation,,die anfangs des Monats in Rtschon-le-Zion stattfand, teilte der Vorsitzende mit, daß die Haupthypothekenbank (General Mortgage Bank), die bekanntlich van der Zionistischen Organrs a t i o n mit Hilst «des Keren Ha je f s o d gegründet wurde, die Gewährung eines Darlehens von 12.000 Pfund an die Tabakpflanzer bewilligt hat. Als erste Rate sollen 2,6 Pfund pro Dunam gewährt werden, -während die darüber hinaus bestellte Fläche nicht beliehen wird. Wie -weiter ausgeführt wurde, wird die Qualität des Taibäks von den Abnehmern allgemein gelobt, der Verkauf ■ begegnet jedoch der besteyenden Preise wegen noch erheblichen Schwierigkeiten. Die industriellen Möglichkeiten in Palästina. Bei einem Interview mit der palästinensischen Telegraphenagentur sagte der bekannte Industrielle Herr Naffatrssin, er habe, während seines Aufenthaltes in Palästina den. Eindruck gewonnen, daß das Land große Möglichkeiten biete, daß aber sehr viel Arbeit und Eirer-gie nötig seien. Die Entwicklung -der I nd u st r ie müsse schr vorsichtig angebahnt werden. Die Kapitalisten und Sachverständigen müssen am Platze felbst sein und sich nicht damit begnügen, von außen her Ratschläge zu erteilen. Dies würde auch eme Oekonomie bewirken. Für Geflügelzucht bestehen gute Aussichten, da Palästina ein warmes Klima hat, was eine lange Brutperiode möglich macht. Der Eierexport kann sich ebenfalls entwickeln. Sobald die Viehzucht sich entwickelt, wird eine Lederindustrie möglich sein. Die Entwicklung der Schafzucht würde eine Woll- und Webindustrie schaffen. Sir Herbert Samuel reist nach England. Wie die Palästinensische Telegraphenagentur erfährt, wird Sir Hevb-rt Samuel .Ende. Juni auf zwei,Monate mad) England gehen. Der Gouverneur von Jerusalem in England. Der Gouverneur, des Jerusalemer und Jaffaer Distrikts Sir S t e r r S ist nach England abgereist, wo er sich einige Monate aufhalten wird. .Der.stellvertretende DistriktSgouvern.enr in Jaffa, Mr. Campb ell, wird während seiner Abwesenheit die Geschäfte Mren. (I. T. A.) . Eine MaUk-Straße in TiberiaS. Im Sl-aidtvierte>l Kirjach Jitsraal ist Mbevids-wurde eine Straße nach B-icvlik benannt. Jerusalemer Bolkstheater. Unter dich-om N<mi-e>n wurde eine kleine Spvechlbühn-e in- Jevchalem gegründet. Jüdische Krankenschwestern. Da sich der Mangel an «- schulten jüdrschen Krankenschwestern im Lande fühbvar macht, hat die Leitung der medizinifen Orgamisation Ha dass ah beschlossen, ihre Schule für Krankenschwestern in Jerusalem zu vergrößern, , und zwar schon vom nächsten Semester an. Bon den 43 bisher ausgebildeten Schwestern sind 40 beruflich tätig, drei halben geheiratet