Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1907 (6.6.1924)
- Date
- 1924-06-06
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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#^n^’H*,"rj»-t ^^r»i : Nr. iöüT Men, Freikag Die letzten Kurse. Radiodienst der „Wiener Morgenzeitung".) London,. 5. Juni. Mi>t Ausnahme der sstdafvikarvschen Minen, distark gesucht waren, war der gesamte Markt ruhig und es ergaben sich nur minimale Kursänderungen nach unten an der Börse. Die Lokalbahnen waren wegen deS Streiks abgeschwächt. Staatsanleihen waren ebenfalls schwächer. Geld war weiterhin flüssig. Die Oelaktien verloren die gestrige leicht« Erholung. Man bezweifelt, daß Royal Dutch die jetzt auszuschüttenide JntevimAdividenlde für das nächste Jahr bei dem üblichen Jänner-tevmin erneuern wird, so daß die Rentabilität der alten Aktien bescheiden und die der neuen, welche die nächstjährige Jnterrmsdividende verlieren, noch spärlicher sein wird. London, 5. Juni Deviseuschlußkurser Prag 147,76, New-York 4,31«/ta, Pari» 86.80, Brüssel 98.60, Nom 99,81»/., Zürich 24,64. Madrid 81,075, Amsterdam 11,54, Kopenhagen 25,65, Christian!« 81,625, Stockholm 16,275, Helsingfor» 172,28, Berlin 18 Billionen, Wie« 305.500. Oesterreichische Anleihe anfang» bi» 91,25, später 90.25, tschechische 98,76. Da» Agio 1er neuen tschechische« Anleihe betrug durchschnittlich 0.80. Prag 89, Skoda 93, Bankverein 8,7»/, bi» 9.10V,. Bodenkredit 19, Royal Dutch 85.76, Shell» 4.81V., Central Mining 11,12'/,, General Mining 12,25, Debeer» 12,40, Rio Tinto 92,50. Metallmarkt: Kupfer Standard Kassa 82,8,9 drei Monate 68,8,9 Elektrolyth 67,15, Zinn Standard Kassa 214,17, drei Monate 214,14, Blei englisches 82,10, ausländische» 31,7, bis 29,6, Messing ausländische» 31,17,6. Baumwolle: Liverpool: Full Mibling 1792, amerikanische Terminware anfangs 32 bi» 31 Punkte niedriger, Juni 17.50, Juli 16.96, Oktober 15,16, Jänner 14,60, März 14745. B a u m w o l l e r Juli 17,10, Oktober 15,19, Jänner 14,48, März 14,78. Aeayptsche Baumwolle 10 Punkte niedriger. New-York eröffnete 8 bi» 19 Punkte niedriger. New-Orlean» 7 bi» 21 Punkte höher. Zuckert Der Markt war ruhig wd die Preise sanken. Britische raffinierte Ware war um 81 Schillinge für alle Warengattuugen greffbar, Termin niedriger. Weißer Java Mai-Juni 20,8, Juni-Juli 19,6, tschechische Granulate schiffbar 23, Noivernber^DeMcker 20, franko Hamburg. Weißer Terminmarkt schwächer, Juli 21,6 bis 81,3, August 81,8 bis 20,10'/,, Dezember 19,7'/- bis 19,6, Mäm 19Z ms 19. amerikanische Granulate Juli 23^, franko London. Wechselkurse: New-York 4,30,95, Paris 86,96, Brüssel 91.26, Berlin 18.125 Billionen, Men 307,600, Prag 145,75, Christian« 31,82'/,, Stockholm 15,26, Kopenhagen 25,65, Schweiz 24,52'/,, Finnland 172, Amsterdam 11,63, Rom 99,25, Madrid 93,05, Warschau 22.36, Athen 250,60, Sophia 600. Bukarest 1025, Konstantinopel 836, Budapest 380.000 bi» 450.000, Riga 22,33. Paris, 5. Jam. Die heutige Börse zeigte sich sowohl den politischen Ereignissen als auch der Spannung der Devisen gegenüber unschlüssig und lustlos. Selbst berufsmäßige Börsenpreise beschränkten ihre Transaktionen auif ein Minimum. Französische Bahnen waren fest, französische BarOverte etwas besser als gestern. Zuckerwerte waren anfangs schwach, besserten sich gegen Ende der Börse. In der Kulisse zeigte sich eine lebhafte Haussebewegung in sÄafvikanischen Mdnenwerten, russische Jnidustviepapieve waren fest, die übrigen Abteilungen der - Kulisse schwach und lustlos. Paris, 5. Juni. (Radio.) Effektenschlußkurse: Bcmque de Franee —.—, Pragobanka 420,—, Credit Lyonais 1518, Suez 14,870, Platine 749, Dabrowa 772, Banque Ottomane 752, Central Mining 972, Rio Tinto 28,20, Le Naphta Russe 409, Succerie d'Egypte 1019, Bakou 2620, CautchoucS sin 154.—, Chartered 50.—, DebeerS ordin. 1087, GoldfieldS LI,26, HuanchakaS 817, Jäger» Fontain 268.—, Malacca ordin. 136,50, Maltzoff 443, Mexico« Eagle 64,50, Padang 351.—, Rand Fontain 96,50, Rarwmine 467.50, Silva plana 143,50. Tanaanyika 158.60, Tubiee feie 616.-, Utah Copper 1420, Shell 372.-, Royal Dutch 81.200, Burmah —. Paris» 6. Juni. Vorbörslich wurden folgende Wechselkurse geschätzt: London 86,40, New-York 20,04, Wien 28,26, Prag 58,76, Bukarest 8,60. Triest, 5. Juni. Devisenkurse: Amsterdam 850.— bi» 870.-, Brüssel 102,50 bi» 103, Pari» 114,75 bi» 116,50, London 99.36 bis 99,55. New-York 22.90 bi» 23,05, Zürich 403 bis 407, Bukarest 9.25 bi» 9,76. Prag 67 bi» 67.50, Budapest 0,0260 bi» 0.03, Wien, 0,03175 bis 0,0326, Agram 27,70 bi» 27,90. Mailand» 5. Juni. Mitte l-undSchlußkurse. London 99,40 Pari» 115,25, Zürich 404,75, Prag 67,80, Belgrad 27,76, Amsterdam 861, Brüssel 101.50, Madrid 311, New- York 23,05. New-Dorß, 5. Juni. (Radio.) Devisenschlußkurle: Taggeld 3*/o/ Wechsel auf London 4,91,25, 60 Tage-Wechsel 4.28.26, Paris 6,02, Amsterdam 37,37. Berliner Schlußkurs 429'/. bi» 24, Silber 67'/., Prag 2.92'/». New-Jork» 5. Juni. Effektenkurser Canadian Pacific 146,86, Union Steel 96,26. Royal Dutch 61, Atchinson 102,125, Baltimore and Ohio 54,50, Great Northern Pacific 57,76, Northern Pacific 62.625, Southem Pacific 88,50, Milwaukee 12,25, Chasepake 78,37'/,. Inland. Las Kompromiß Wer die Absabenteiluns. Der Finanzausschuß hat gestern spat abends die Novelle zum Abgabenteilungsgesetz nebst einem Antrag a ngenomme n, welcher der nu-mehr geänderten budgetären Lage Rechnung trägt. Der Ausgleich zwischen den Forderungen des Finanzminifters und denen der Wiener Rathausverwaltung ist im großen und ganzen auf Kosten der Wiener Mieter erfolgt. Die Wohnbausteuer wird demnach in Wien derart erhöht werden können, daß der mutmaßliche Ertrag dieser Abgabe 10 Prozent des in der Steuevvovschveibung für 1914 . zugrunde gelegten Mietzinses in Goldkronen nicht übersteigt. Bei Geschäftsräumlichkeiten darf diese Steuer 14 Prozent des Friedensmietzinses in Gold nicht übersteigen. Der Berichterstatter Dr. G ü r t l e r teilte mit, daß die neue Berhandlungsgrundlage für die A-bgabenteilung aus einem Berfassungsge>setz besteht, mit Garantien dagegen, daß durch Abänderungen von Gesetzen das finanzielle Verhältnis zwischen dem Bunde und den Ländern verschoben werde. Aus den Ertragsanteilen der Länder werden 500 M i l l i a r d e n für den Bund aüsgeschieden. Die W a r e numsatzsteuer wird nach einem neuen .Verterlu,ngs- _Wiener Morgenzeiturig. _6. Juni 1924 Seite S Kein Komplott. . Andauernd gutes Befinde« des Bundeskanzlers. Der Bundeskainzleir hat die Nacht auf Donnerstag gut verbracht und fühlte sich gestern vollkommen frisch. Er nimmt regen Anteil an seiner Umgebung ünd zeigt volles Interesse aji den Ereignissen des Tages. Die Nahrungsajufnah'me ist befriedigend. Im Laufe des gestrigen -Vormittags wellten Bundesminister Schmitz und Präsident Dr. Met ß kirchner kurze Zeit am Krankenlager des Kanzlers. Dr. Seipeldürfte bereits htzute röntgenologisch untersucht werden. I ’ f Die Verhöre mit Jnwurek. Obwohl über den Attentäter Karl' I a w u r e k bereits die ordentlich« la-idesgerichtliche Untersuchungshaft verhängt worden ist, werden bös Erhebungen der Polizei Hat allen Einzelheiten, die den Akten üi der und die Ausführung des Verbrechens betreffen, mit allem Nachdruck fortgescht. Es hat sich auch die Notwerckigkeit herausgestellt, Jawurek Neuerdings einzuvernehmien. Gestern allerdings 'ist eine solche Einvernahme noch nicht erfolgt, doch hat sich die Polizeidirekt i!on bereits ' . . i . - ’ (;; Mit dem Untersuchungsrichter wtzgen einer eventuellen gemeinsamen Einvernahme Jawureks in BerbÄrdung gesetzt. Notwendig geworden üfi: dieses neue Verh ör, da,' durch die Erhebungen der Kriminalbeamten verschiedene Angaben Jawureks widerlegt erscheinen. Sohait er, wie berichtet wurde, angegeben, daß feflf den Revolver, mit dem er das Attentat verübte, km Jahre '1918 nach dem Umsturz tu Flume auf der Straße gefunden habe. Dies hajt sich als unrichtig herausgestellt, denn es!ist gelungen, den Mann zu ermittän, der did Waffe Us zum Jahre 1919 im Besitz hatte. Bon chm hat den Revolver Än genannten Jahr ein anderer Mann gekauft, bet dem die Waffe bitz 1920 verblieb. Dann ist sie ist den Besitz einer dritten Person übergegangvn, die sitz weitere zweit Jahre besaß. Der Revolver, ein alter Trommelrevolver Mit «einem Holzschaft, kchm also im besten Falle seit 1922 jlm Besitze Jawureks sein. Verschiedene ändere Angaben Jawureks, di<e der Ueberprssfung bedürftig erschitzneu, haben die Entsendung von Krlmknälbeamten nach, allen jenen Orten notwendig gemacht, an ebenen er sich ftt der kritischen Zeit aufgehalten hat, nach Pottenstein, Baden, Wiener-Neustadt Und Bruck an der Mur, wo Nun im Einvernehmen Mt den dortigen Behörden neuerlich die genausesten Erhebungen durchgeführt werden.! < Den neuesten Feststellungen zufolge scheint es, 'als ob sich die Angabe JawurÄks, er habe bei 'dem Uttentat Weder Mitschuldige noch Mtwisser geh aht, bestätigen sollte. .Der IBeirbleLb der immerhin beträchtlichen Geldsumme, büe er bK der Bezirkskrankenkasse Baden behoben und nnterschlag>e?n hat, -erscheint nun auch so ziemlich aufgeklärt. Er war nämlich an den zwei' Tagen seiner Abwesenheit von Pottenstein vnv Samstag und Sonntag mit nicht weniger als fünf Mädchen beisammen. °! ' 1 > Bet seinem- Einvernehmen im Spital bekundete 'Jawurek wiederholt große Reue, jcx1 brach oft m Tränen aus und versichert« mehrmals, tzs' w-ckd« der schönste Dag seines Lebens sein, an Jbdmi ler von der vollkommenen Wiederherstellung des Bundeskanzlers Dr ^Seipel Kenntnis erhalten werde. > ' - wmmmmBmmmmamnmmmmaaaaamamaammmmmBBmmmmam Die Lügenfabrik in Budapest. . Wie uns ans Budapest gemeldet wird, bringen dile Budapester Blätter offenbar polizeivffizi'ös inspirierte Mitteilungen, wonach die nach Wien 'entsendeten zwei Budapester Detektivs einwandfrei festgestellt haben, daß die Polizeidirektion auf 'Grund der seinerzeit aus Budapest erhaltenen Verständigung bereits dm, 26. April die Wiener Polizei benachrichtigte, jdaß gegen den Bundes kanzler Dr. Seipelein Attentat geplant sei. 1 Diese unglaubliche Beschuldigung ist aus der ' scharfe» Zurückweisung zu erklären, die die iBudapester Schubhaus-Polizisten sich hier geholt haben. Keine -'einzige der Angaben, die sie gemacht hatten, könnte vor der Ueberprüfung durch die «rkcchrenen und unbefangenen Wiener Beamten bestehen. Auch die nach Wien entsendeben Detektivs Mußten hier zugestehen, daß der Sztarou, der wahrscheinlichtzm Lockspitzel ist, niemals den Name« Jawureks genannt hat. Sie haben ferner zu Protokoll gegeben, daß ihnen vorher von Attentatsplänen gegen de» Kanzler nichts bekannt gewesen sei. Dies« vorsichtshalber mi ihnen aufgenommenen Protokolle sind die beste Widerlegung des Budapester Geredes. In Ungarn herrscht die feste Äeberzeugung, daß dieses Land der Nabel der Welt ist. Jedes Geschehnis,'das i irgendwo passiert, wird irgendwie!in Beziehung zu Ungarn gesetzt. Taucht in der Presse die Meldung von einer großen technischen Erfindung oder Entdeckung 'auf, bann kann man darauf wetten, daß die magyarische Annexionsreklam« sofort mit weithin hörbarem Bumbum 'einsetzt. Im Kriegwarm die roten Teufel die besten Soldaten; im Frieden marschiert alleweil Ungarn an der Spitze. Die wahre Bedeutung Uu^ garns für die Welt ist sehr gering und reduziert sich , auf den Horthy und den Hejjas. Das hindert nicht, daß die Budapester Presse alles, ob Bul» kanausbruch, ob Eisenbahnkatastrophe, Attentat oder Erfindung m>it fürchterlichem Geschrei für sich m Anspruch wimimt. Sie ist natürlich 'nur ein Spiegel für den rot-weißgrünen Größenwahn, der nur in einem Punkt Berechtigung hat, im Punkt der absoluten Rechtsunsicherheit der Jnterniertenlager und des legalen Pogromes. Hier hält Ungarn dm Rekord und wenn in einem 'anderen Lande ähnlich« Erscheinungen sich zeigen, so stellt sich automatisch Ungarn in'der Jdeeuassoziation ein. I > In dem vorliegenden Fälle laber 'gesellte fvh zu der Reklamesucht auch noch der Politische Zweck, ein« anarchistische Weltterschwörung vorzutäuschen, sich den diversen Staatsoberhäuptern und den überall verbreiteten Ordnungsrettern in schöner Beleuchtung zu präsentieren und darr Bezahlung zu verlange». Es gibt eine solche Verschwörung und Ungarn ist gar sehr an ihr beteiligt. Es ist die Konspiration, die ihre Zmtten in München und in Budapest hat, die internationale Maffia, die die Demokratie und -den Frieden bedroht. Darüber allerdings redet die Budapester Presse sehr wenig. schlüssel nach der Goldsteue-r.des Jahres 1913 mit einem L u x >u s >st e u e r p r ä z i p n u m s ü r W i e n festgesetzt. Dr. Danneberg erwähnte, daß im Rahmen der Verhandlungen auch die weitere Behandlung der Fondskrankenanstalten, welche bekanntlich die Gemeinde Wien vom Bunde übernehmen will, zu einer Lösung gediehen sei. Dr. Danneberg erklärte sich im übrigen ebenso wie der Sprecher der Mehrheit Abgeordneter Fink von dem Gesetze nicht befriedigt, das man jetzt nur wegen der Vorbereitungen für Genf annehmen müsse. Im Zusaimmenhange damit wurde nach einstimmiger Annahme der Abgab enteilungs.Novelle eine Korrektur des Budgets -beschlossen, indem die oben erwähnten 600 Milliarden auf der Ein nahmenseite gebucht werden. Hierdurch vermindert sich der Gesamtabgang von 1,166.104,887.000 in 666.104,887.000 K. Versprechungen für die BnudesangefieUeu. In der Sitzung des FiinfundOvanMerausschusses der Bundesange-stellten erklärte Vizekanzler Dr. Frank, er sei nicht in der Lage, über meritorische Wünsche und Anfragen präziseAuskünfte zu geben, es sei jedoch unzutreffend, zu glauben, daß eine endgültige Lösung der Besoldungsfrage vor dem Beginn der Verhandlungen in Genf erfolgen müsse. Der Minister könne zwar keine Z u g e st ä nd n i s s e machen, die eine wesentliche Erhöhung -der Ausgabenfumme bedeuten würden, doch seien die Vorschläge der Regierung nicht etwas unbedingt Feststehendes und können Wanderungen zulassen. Die Bundesangeftellten mögen nicht ungeduldig werden, da es sich nur um eine Verzögerung von einigen Tagen 'handle. Jinanzminister Dr. Kienböck betonte gleichfalls, eine volle Einigung übw die Fragen der Besoldungsordnmlg in diesem Augenblick sei keine unbedingte Notwendigkeit. Er verspreche, im Sinne desjenigen, was die Negierung tun könne, in Ge ns ein Anwalt der Bundesange st eilten zu sein. ,-Für die Erfordernisse der Besoldungsreform müssen wir den notwendigen finanziellen Rahmen gewinnen. Dies in Genf durchzusetzen, wird meim Aufgabe sein." Die Wirtschastsverhandlungm mit Deutschland. Die Wirtschaftsv erhandlunHen mit Dmtschland find seit Ostern sehr weit fortgeschritten, so daß vor der Psingftpause die zweite Lesung beendet werden konnte. Da sowohl der österreichische als auch der -deutsche Bevollmächtigte zunächst durch andere Verhandlungen in Anspruch genommen sind, sind oi-nige Ginzelfragen zur weiteren Bearbeitung besonderen Kommissionen überwiesen worden; nach Abschluß ihrer Arbeiten wird sofort die dritte und letzte Lesung deS Vertrages d-urchgeführt werden. Die SfterkelchW'tfchechischen Verhandlungev. Aus Prag wird uns berichtet: Nach den bisherigen Dispositionen -werden die österreichisch-tschecho-sl-owakischen Handelsvertrags-Verhandlungen in Wien Freitag oder Samstag unterbrochen. Die Fortsetzung findet bekanntlich nach kurzer -Pause in Prag statt. Keine Lrbenrmittellredite skr Leutfchlanp ttttB Sesterreich. (Gtgendienst -der „Wiener Movgen-zeituug".) Washington, 4. Juni. Der Senat hat den Antrag D i a l abgelehnt, demzufolge 160 Millionen Dollar aus den beschlagnahmten Feindeseigentu-m als Fonds für die Gewährung von Lebensmittelkrediten an Deutschland und Oesterreich verwendet wochtz« sollten. Der Senat lehnte auch den Vorschlag ab, Deutsch' land einen Kredit von 25 Millionen Dollar für den An». kaufvonLebensmitteln in den Bereinigten Staaten zur Verfügung zu pellen.