Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1905 (4.6.1924)
- Date
- 1924-06-04
- Page
- Seite 5 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1903 Wien, MittWoH Wiener Moraenzeitung. 4. JÜN! m* b Letzte “ ' *V . Tirana gefallen. Rom, 3. Juni. Tirana ist heute nach einem mehrstündigen, blutigen Gefecht gefallen. Die Rebellen find siegreich in dir Stadt eingezogeu. Es sind einige hundert Mann gefallen. Auch in Balona ist es ju Straßen kämpfen gekommen. Die Slympischen Spiele. Paris, 3. Juni. Die tschechische olympische Mannschaft frtfft morgen mit einer Städte Mannschaft don Coguak zusammen. Gestern albends wurden durch die Repräsentanten der ungarischen und der französischen F u ß b a l l f ö d e r atlon zwei Wettkämpfe der nationalen Teams vereinbart, deren erstes morgen in L-ehare stattfindet. Das Revanchespiel findet am 26. d. in Budapest statt. Das morgige Wettspiel wird von den beiden olympischen Tea/ns bestritten. Rußland boykottiert fremde Staaten. (Gigendienst der „Wiener Morgenzcitung".) Mailand, 3. Juni. Informationen des „Popolo d'Jwlia" besagen, das; die Sowjetrogierung beschlossen habe, den Staatsangehörigen aller jener Länder, welche die Soivjetregiernng de jure nicht anerkannt haben, den Eintritt nach Rußland zu verbieten. Es sind dies vor allein die Vereinigten Staaten, Frankreich, Spanien und Bulgarien. Wien, 4. Jun-i. * Eine Ehrung für Kommerzialrat Max Markus. Der Vorstand des Tempelvercines „Beth Hachnototh" hat beschlossen, den Kommerzialrat Max Markus zu seinem Ehrenmitalicd zu ernennen. Das Diplom wird am Montag den 9. Juni nach dem Gottesdienst Herrn Markus in der Vereins-kanzlei (3. Bez., Untere Bi-a<duktgasse 63) in feierlicher Weise überreicht werden. * Professor Oppenheim nach England berufen. Die Londoner Dermatologische Gesellschaft hat den Universitätsproscssor Dr. Moritz Oppenheim, Vorstand der dermatologischen Abteilung des Wilhelminenspitals in Wien, eingcladen, in der am 16. d. staitsindenden Jahresversammlung den Fcstvortrag zu halten. Professor Oppenheim wird über Entstehung und Verhütung der Schädigungen der Haut in Berus itub Arbeit sprechen und eröffnet damit die früher so rege gewesene und durch den Krieg vollständig unterbundene wissenschaftliche Verbindung -Zwischen der deutlichen und der en'altischcn dcrmatologkschen Wissenschaft. * Gesuridheits« und Slerbeverhältnisse in Men im April. Der Krankenstand hat in Wien trotz der ungünstigen Witterung ab genommen. Sowohl die Grippefälle, wie all» anderen Infektionskrankheiten sanken, und zwar gab es, die,Grippefälle mit eingerechnet, 990 Infektionskrankheiten (im Vormonat 1355) und die Grippesalle nicht mit eingerechnet 883 Infektionskrankheiten (im Vormonat 980). Die Sterblichkeit der Wiener-Bevölkerung betrug im April 2373 und war damit um 165 Fälle geringer als im Vormonat und um 148 Fälle geringer als im'April des Jahres 1923. * Der Mcn-Nizza-Cannes-Expreß. Kürzlich fand in Venedig unter dom Vorsitz eines Vertreters der Generaldirektion der Oosterreichischen Bundesbahnen eine Konferenz aller an der Führung des Wie n—S a n-R e mo—N izza Cannes-Expreßzuges beteiligten 0 5 Eis onbahnv e rlv al- Die Frequenz des Luxuszuges war ganz unerwarlet stärk, so daß er zeitweise sogar mit fünf Schlafwagen verkehrte. sind Mitteilungen aus dem Publikum. SCHWEIZERHAUS Cafe-Restaurant im Prater täglich Orchesterkonzert WACEK Das beste Pilsner Bier in Wien, auch vorzügl. Wiener Biere sowie köstliche Weine / Kalte und warme Snelsen Nachfolgende Notizen bis zu der Rubrik „Vereine" entgeltlich.) * Hotel sannt Haus und Wohnung, Leopoldstadt, 30 Jim Mer, neu eingerichtet, zu verkaufen. Sclbstreflektanten melden sich Thcresicn-Kino, Mariahilferstraße 70, zwischen 8 und 9 Uhr abends. * Tanzinstitut Hermann Braun, 14. Bez.. Reindorfgasse 42. * Sonderangebot des Warenhauses Brüder Schiffnrann, 2. Bez., Taborstraße 48. Prima Regenmäntel 175.000 K., französische Wasch-Voile pro Meter 17.900 K, Modc-Voll- Etamine, große Auswahl aparter Muster, pro Meter 39.000 K., Eponge für .Kleider und Kostüme pro Meier 39.000 K., Schweizer Elmnine in allen Farben pro Meier 36.000 K-, Covercoats, 130 Ztm. breit, Pro Meter 98.000 K. Reichhaltiges Lager in Damen- und Herrenwäsche, Leinenwaren, Vorhängen, Tes'Picheil nsw. zu bekannt billigen Preisen bei vorzüglicher Qualität. Ein Besuch überzeugt. Jüdische Tischgesellschaft Landstraße Heute Mittwoch, 7a9 lihr abends, im Cas6 Lovrana, HI. Löwengasse 38 Jirlussionsabend Gäste willkommen! (Bern): Panidcal. 1. Das Problem des Gewissens. Halb 8 Ubr (Lehrsaal 1): Pros. Tr. Haus Bauer: Grniidzi'lge der nichteuklidischen Olevmetrieu. 8. Jüdischer Nationalsonds (Keren Kajemeth l'Jsrael). Die Vertreter der Wiener jüdischen Jugend werden nochmals daraus aufmerksam gemacht, daß die Sitzung, die heute in Angelegenheit der Reise Ussischkins hätte stattsinden sollen, abgesagt worden ist. Seniorcnverba:d der Z. M. V. Der letzte Z. E. hat folgende Beschlüsse gefaßt: l. Jede Korporailon bat sobald als möglich ihre Schekalim abznrcchnen. 2. Sämtliche Korporationen haben sich am Empfange llssischkins und an den damit verbundenen Festlichkeiten vollzählig zu beteiligen. 3. Die Arbeit für den K. K. L. wird auch in den Ferien forgtcsetzt, der S V. hat die Büchsenleernng und Aufstellung des gesamten ersten Bezirkes übernommen. 4. Der nächste T. E. findet morgen Donnerstag nur halb 7 Uhr im Bureau des K. K. L. statt. Nachher Besprechung der Jngendgruppen. Mittelschüler, die Interesse an der Gründung einer allgemeinen, freien, zionistischen Mittelschulvcreinignng haben, werden ersucht, morgen Donnerstag im Zionistischen Landeskomitee, 2. Bez., Taborstraßc 20 a um halb 8 Uhr abends, zu erscheinen. Taborstraße wielbst Vortrag. Mhr.e und Sfr!t Vereine. Bortröge und Versammlungen. Jüdische Tischgesellschaft L a n d st r a ß e. Heute Mit halb 9 Uhr abends int Cafe Lovrana Diskussionsabend, Besprechung eines gemeinsamen Ausfluges. Heute um 8 Uhr abends im Cafe Lovrana dringende Ausschnßsitzung. — Misrachi - V ersam nt l u rt g. Heute Mitllvoch um 8 Uhr abends im Bethaus B'nai B'rith, 20. Bez., Karajangasse 20. Redner: R. D. Groß, Dr. Abraham Horovih, Adolf Pinkas, Dr. Robert Weiß. Urania. Heute: 6 Uhr (Großer Saal): Zum ersten Male: llrania^Film: Die Thermenstadt Baden. Halb 8 Uhr (Großer Saal): Dr. Josef Bergan er: Ans Raimund und Nestroy. (Alt-Wiener Theater 2.) Halb 8 Uhr (Kleiner Saal): Primararzt Dr. med. und Phil. Fritz Schulhof: lieber die Heilbarkeit psychischer Störuttgen. 2. Halb 8 Uhr (Kurssaal): Dr. Otto Neurath: Ter moderne. Mensch in der modernen Stadt. 3. Halb 8 Uhr (Kluvsaal): Dr. Hans Z b i n d c it sowohl hinsichtlich der Komposition und Bewegung, wie auch der koloristischen Behandlung von hervorragender Onalität waren. Albert Ianes ch ist in der gegenwärtigen Frühjahrsattsstcllnng mit vier Bildern vertreten, von denen ein Damen- Porträt zu den besten Arbeiten gezählt werden kann. Von Wilhelm Fraß enthielt die kürzlich geschlossene Ausstellung der Sezession einige sehr bemerkenswerte Plastiken in Marmor, von denen besonders ein weiblicher Torso zu ertvähncn ist. Tie figuralcu Arbeiten Otto Hosners waren schon vor einiger Zeit im Knnstlerhans ausgestellt, wo sie den Widerstreit der Meinungen erregten, das Talent des Künstlers aber auch unzweifelhaft erwiesen. Bildhauer Karl Philipp hat das Stifter-Denkmal geschaffen. Aus den Theater«. „Rosmersholm" im Naimund-Thrater. Gastspiel Irene Tricsth. Nach der Hcoda Gabler die nng Ui etliche Rebekka West, nicht von der Ohnmacht des Alltags angekränkelt, sondern zu jedem Opfer fähig: auf der Wandlung vom Starken, Triebhaften, das keine Grenze f-cstnt, zum Verzicht und zur Hingabe an die asketische Seele des Mannes, baut Irene Trie sch ihre Rebekka ans. Die physische Erscheinung fordert auch hier Einschränkung, vermindert die Glaubhaftigkeit; ^Schwerfälligkeit der .Hände, Behäbigkeit im Gang. stört bisweilen die Illusion, höchste schauspielerische Nnanciernng muß die Natur korrigieren. Der Weg zum Mühlgraben war mit den letzten Entzückungen des fürs Leben gebrochenen Weibes gepflastert. Schreiber als Rektor Kroll ans einem Guß, seine bürgerliche Verstocktheit erschien starr neben der Weltfremdheit des R o s c n t h a l s ch e n Rosmer, der mehr Dichter als Pastor war. Forest als Mortensgaard von bewunderungswürdiger Eindringlichkeit, Ziegler spielte den Ulrik Brendel „modern", man suhlte, daß Ibsen hier eine Figur seiner Zeit vorweggenommen hatte, die wunderbare Mischung von Verlaine und Peter Hille, die uns heute näher steht, denn je. Frau Fässer gab eine Variante ihrer Tante Julie. Der Schlnßakkord des Stückes wurde vom Publikum mit atemloser Spannung Hingenommett, als hätte ein Detektivdrama seinen blutigen Abschluß gesunden. Es war ein schwüler Ibsen-Abend. o. r. Das Gastspiel der Wiener Sper in Paris. Frauzösische Auszeichnungen für die Wiener Künstler. Der Höhepunkt des Gastspiels der Wiener Staatsoper, über dessen außerordentliches Gelingen wir bereits berichtet haben, war die Aussi'chrnng von „Figaros Hochzeit". Wieder war das Theater a u s v e r k a u f t. Unter den anweseiwen Persönlichkeiten befand sich der s ranz ö s i s ch e F i n a n zttt i n <i ft c r. Anläßlich des Gastspieles hat die französische Rcgiernng eilte Reihe von Künstlern der Wiener Staatsvpcr mit Auszeichnungen bedacht. Im Rahmen einer Feier, die;n Ehren der Wiener Oper im Ministerium für die schönen Künste stattfand, Nmrde Direktor Schalk von Pauk L e o u, dem Direktor der schönen Künste, das O fs i z i e r s k r e u z der E h r e n l e g >i o n überreicht. Frau K u r z und Herr A! a y r erhielten das Abzeichen des „Ossicier des JnstructionS pnbliques", die Tanten H ü n i - M i h a c>s e k, S ch ö n e uttd R a y d l, sowie die Herreit D u h a n, Taube r und Breuer das Abzeichen eines Offiziers der Akademie. Den größten Erfolg aber hatte in Paris die Musik Mozarts. In demselben Theater, in welchem das Wiener Gastspiel stattfand, sind in anderer Besetzung Zwei weitere Mozart-Wochen angesetzt. Im B u r g t h e a t c r gelangt morgen, 7 Uhr abends, bei erhöhten Preisen das Schauspiel „Das Abenteuer i tt E l) i n d" in seebs Szenen von Al. S. Maugham, deutsch von Mimi Zoff, zur U r a n f s ü b r u n g. Volksove r. Heute „T r o b a d o u r". Morgen „Der Barbier von S e v i l l a". Deutsches B o I k s t b e a t c r. Freitag, 7 Ubr abends, Erstausführung von Herntann Bahrs Wiener Stück „Das T s ch a p e r I". R a i m n n d - T Ii e a t e r. Heute und Freitag „R o sm e r s b o l in". Morgen „H e d d a Gable r". Samstag zum ersten Male „R o r a" mit Irene Driesch. Theater in d e r I o s c f st a d t. Heute, '/,8 Uhr, „A i m 6 e". Renaissanceb ü h n e. Freitag, 8 llhr abends, 25. Aufsübrung von „F a m i l i e H a t s ch e k". Johann S t r a n ß - T b e a t e r. Heute und morgen „.£> a s ch i s ch", Freitag „Des Königs R a chd a r i tt", Operette in drei Akten von Fritz Grünbaum und Wilhelm Sterk, Musik von Leon Jessel. Wiener K o m ö d i e n h a u s. Mizzi Zwerenz beecndet am 12. d. ihr (tzastspiel in ,.E ine itt i t 2 n I c tt t". Am 13. d. Uraufführung des Lustspieles „E r braucht eine Fra u" von Hans Naderer. Modernes Theater. Heule „B. G. B. § 1312", morgen Offenbachs „P a r i s e r Tage an ermäßigte Sommerpreise. Lebe n". Von diesem Die Preise der Stadt Wien für bildende Kunst. Der Stadtstaat hat nunmehr auch die Preise der Stadt Wien für bildende Knust zuerkannt. Die Maler Albert Jane sch, Oskar Larsen und Bartholomäus Stcfferl sowie die Bildhauer Wilhelm Fraß, Otto Hofner und Karl Philipp wurden mit je einem der mit zchn Millionen Krotten dotierten Künstlerpreise der Stadt Wiett ausgezeichnet. Die Preisrichter haben, den jungen Maler St eff er l ausgenommen, für die übrigen fünf Preise Maler und Bild Hauer gewählt, die bereits seit längerer Zeit als fertige Künst ler wirken und zahlreiche Arbeiten geschaffen haben, ohne jedoch von der Allgemeinheit anerkannt worden zu sein. So hat Oskar Larsen in der diesjährigen Aquarcllistenausstellnug des Künstlet Hauses einen Zyklus von zwölf Aquarellen großen Formats mit atttestameutariicbln' Erstellungen ausgestellt, die Die Wiener Burggartenkonzertc. Bon herrlichstem Wetter begünstigt waren die bisherigen Sommcr-Nachtllmzerte des Symphonieorchesters int unvergleichlich schönen Rahmen des B n r g g a r t e n s. Das Wiener Symphonicorchester unter der Leitung Martin Spörrs bietet stets ein künstlerisch zusammengcstelltes Programm edelster klassischer Musik. Au einzelnen Abenden schließt sich an die musikalischen Darbietungen dieses Orchesters ein bunter Teil an, der, von dem Humoristenpaar Le o p o l d i - W i c s c n t h a l geleitet, durchaus geschmackvoll ist und das Publikum in fröhlichste Stimmung bringt. Montag den 2. d. fand ein Abend der jugendlichen, sehr begabten Tänzerin Trndl Dnbsky statt, die insbesondere mit ihren parodistischeu Tänzen, einer Shimmi Groteske und einer ganz reizenden Tanzszene, „Dummer August", stürmischen Beifall erntete. Sehr willkommen waren die musikalischen Einlagen des Symphonieorchesters unter der Leitung von Franz S ch ö n b a u m s f e l d. Renato Mordo wurde für die nächste Spielzeit als Rcgisseur an das R a i m n n d - T h e a t e r verpflichtet. Eine gleichzeitige Berufung als Oberregisseur an die Vvlksoper mußte Mordo ablehnen, doch besteht die Möglichkeit, daß er fallweise Gastinszenierungeu in der Volksopcr übernimmt. Mordo ist Wiener, Absolvent der hiesigen Akademie (Klasse Arndt). Nach dreijähriger Tätigkeit als Schauspieler und Regisseur wurde er mit der Leitung des Oldenburger Landestheaters betraut mrd reorganisierte unter Neueinsithrung der Oper vollkommen den dortigen Theatcrbetricb. Im letzten Jahr inszenierte Mordo in Wien „Hin-kemann", „Die Wölfe", Pclops Brautwerbung", „Ursanst" und „Tie Flucht nach Venedig". Piper-Drucke. Im Graphischen Kabinett Hugo H eile: (Bukum) auf dem Bauernmarkt sind gegenwärtig die ^Reproduktionen nach klassischett Meistern, die sogenanuten „P sper- Drucke" zu sehen. Dieser interessanten Ausstellung widmen wir in imserrr heutigen Litevatzurbeilage „Das Buch der Z e i 1" eine ausjührl'iche Besprechung. Von moderner Tanzkunst. Maada Bauer, die ehemalige Partnerin des russischen Tänzers Irrel Gadeskov, ist für die kommende Spielzeit als erste Solotänzerat und Leiterin des modernen Balletts aus M a n nh e i m c r N a t i o n a lt h e a t c r verpflichtet wanden. Der Maler Moses Maimun gestorben. Dieser -vage statzb in Lemngrald (Petersburg) der bekannte jüdische Maler Msses Maimun. Er hat sich aus ganz ärmlichen Bechältnissen zu einem der bedeutonditen russischen Maler emporcutwickeU. Er >wuvde im Städtchett Wilkowitich tGouvernement BubeUk) im Jahre 18«»0 geboren, war Uhvmachcr.goiclle, dann Ladengehilse, bis man ans sein a.ußrrordentlichcs Maltalent anfmerksant wurde und ihm dazu Verhalts, die Wilnaer Mallschnle bchrchen zu können. 1880 wurde er in die Petersburger Malakadcanäe ausgenommen. Durch sein später sehr bekannt gewordenes Bild „Jean Grosmi" erhielt er den Titel „Maler der ersten Gilde", lieber Rußland hiuaius und besonders in der jüdischen Welt ist sein Nkonnntcntalg.einäkdc „M a rannen" bekannt gcwovden. zu ^welchem er ^besondere Studien in Spanien gemacht hat. Sehr bekannt wurden seine beiden Albunis „Biblische Männer" und „Biblische Frauen", sowie seiit Genrebild ,/£ i tt jüdischer Soldat kehrt ans de nt r u s s!)' ch - s a pa n i s ch c n Krieg h t i ttt n n d findet s e i n H a n s d tt r ch P o g r o m v e r >m ü st c t". D^as Verbot der Ausstellung dieses Bildes durch die zarijche Behörde hat seinerzeit' viel Aussehen erregt. Das Lustspiel des Theaterkassiers. Im Paris bllden die Unterichiagungen des Kassiers in der Komischen Oper, Picard, das Tagesgespräch. Es hat sich nämlich heransgestellt, daß Picard ein regelrechtes T o p p e l l e b e u ^führte. Tagsüber trat er als bescheidener Beamter ans. sobald aber abends die Tore des Opern'ha.uifes geschlossert nnndeu, snbr ec in Kn kleines Hotel, wo er dauernd ein Zinuner gemieret halle, in dem er eine reichhaltige Garderobe der e-logontesten Anzüge ausbewahrlc. Hier kleidete er sich um und verließ als einer der elegantesten Herren von Paris das Hotel, um seine Geliebte abzuholen, mit der er in verschwenderischem Luxus lebte. Mit der dritten Morgetrstunde war er aber wieder in sem Hotel zurückgekehrt, kleidete sich wieder um und kam als bescheidener Kassier zu keiner Frau nach Hanse, der er klagte, daß ihn die Kassenverrechnungen stets bis in die frühen Morgenstunden vom Ha:>G sernhielten. Die Vergebung des Stadttheatcrs in Mährisch-Ostrau. Ans Atährisch-OsiraA wird uns geschrieben: In einer vor einigen Tagen abgehaltenen Sitzung des deutlchen Theater-- komitecs w'nrde dem ehemaligen Direktor des Ezernoivitzer Stadtt-Hea'.ers, Willi ein. Popp, das de^-sche Theater in Mährisch Ost rau übertragen. 8100