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Wiener Morgenzeitung · 1924-06-04 · Heft 1905 (4.6.1924) · p. [Seite]

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1905 (4.6.1924)
Date
1924-06-04
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Das Buch der zeit Äußere Nöte. Sein Leiben war ein Kampf gesen den Dilettantismus und sregen den leeren Tand der italienischen Musik, gegen die Verleger, die im Ausland seine Werke unbefugt nach'druckten, gegen seine Wohnungsgeher, mi: denen der scheue Sonderling so oft auf Kriegsfall lebte, gegen seine Dienstleme, deren Wirtschaftsgcbarung er mißtrauisch überwachte. Vor seinem Tode versuchte er, seinen künstlerischen und materiellen Besitz in Ordnung tu bringen, und doch wurde, entgegen seinen Wünschen, sein geistiger Nachlaß um eine Bagatelle verschleudert: Pie Partitur seiner fünften Symphonie erzielte bei der Auktion sechs Gulden und sein? schottischen Lieder gingen um einen Gulden ab. So währte sein vergeblicher Kampf gegen die wirtschaftlichen Mächte bis über den Tod hinaus und der Titane, d’er stark genug war. mit seiner Musik Millionen von Menschen in eine bessere Weh zu entrücken. verbrauchte sich in den kleinen Sorgen des Alltags, worüber Reinitz' Buch manches Wissenswerte zu erzählen weiß. flb. Neue Wagner-Briefe Dfe Briefe, welche der berühmte Heldenterror Albert Nie mann, ein Pionier des Wagner-Gesanges, in Berlin. Paris und Bayreuth von Richard Wagner erhielt, verschloß er zu Lebzeiten derart ängstlich vor den Blicken Unbefugter, daß er selbst Cosima Wagner Abschriften der Briefe für ihr Bayreuther Archiv nicht gestattete. Erst jetzt nach dem Tode des Sängers, der im Jahre 1917 als Sechsundachtzigjähriger starb, entschloß sich sein Sohn, Dr. Gottfried Niemann, zur Herausgabe dieser wertvollen Wagner-Dokumente. Er selbst schrieb eine seines Vaters gedenkende Einleitung, veröffentlichte die Tagebücher des Künstlers und im Hauptteil eine lange Reihe von Wagner- Briefen, aus welchen die besondere Wertschätzung des Tondichters für den ihm befreundeten Sänger hervorgeht. Im Jahre 1857 begann der rege Briefwechsel und dauerte bis zum Tode des Meisters. Besonderes Interesse erweckt ein Brief mit einer vollständigen Charakterisierung des „Rienzi“ und ein anderes ausführliches Schreiben, welches Mitteilungen des Meisters zur Pariser „Tannhäuser“-Aufführurtg 1861 enthält. — Prof. Dr. Wilhelm Altmann ha: zu den Tagebüchern und Briefen den verbindenden Text und Kommentar gegeben, und diesen neuen Beitrag zur Wagner-Literatur unter dem Titel „Richard Wagner und Albert Niemann, ein Gcdenkbuch“ im Berliner Verlag Georg Stilke erscheinen lassen, flb. PIPER-DRUCKE WUNDER NEUZEITLICHER j REPRODUKTIONSTECHNIK; bei HELLER (bukum ä gT) 1=— —=-' :• NEUERSCHEINUNGEN Hermann Bahr: „Die schöne Frau.“ 1924. (Novellen.) Verlag Philipp Reclam jun., Leipzig. Rudolf Hans Bartsch: „Pringstküsse.“ 1924. (Novellen.) Verlag Philipp Reclam jun.. Leipzig. Franz Blei: „Liebesgeschichten des Orient.“ 1928. Verlag Paul Steegemann, Hannover. Arnold Bronnen: „Napoleons Fall.“ 1924. Verlag Ernst Rowohlt, Berlin. Anatole France: ..Nii’zliche und erbauliche Meinungen des Herrn Abbe Jerome Cofenard“ 1924. Musarion-Verlag, München. Anatole France: ..Tokaste. der dürre Kater-“ 1924. Musarion-Verlag, München. Anatole France: ..Die Schuld des Professor Bonnard.“ 1924. Musarion-Verlag, München. John Oalsworthy: „Der Mensdienfi.scher.“ 1924. Verlag Paul Zsolnay, Berlin-Wien-Leipzig. Franz Karl Ginzkey: „Brigitte und Regine“ (und andere Dichtungen). 1924. Verlag Philipp Reclam jun.. Leipzig- Robert Hohlbaum: „Von ewiger Kuns\“ 1924. (Vier Novellen.) Verlag Philipp Reclam jun.. Leipzig. Alexander L. Ki eil and: ..Rings um Napoleon.“ (f. und II. Band.) 1924. Verlag Georg Merseburger. Leipzig. Soren Kierkegaard: „Leben und Walten der Liebe.“ 1924. Verlag Fugen Diederichs, Jena. Johann Lekai: ..Mensch.“ (Ein Drama.) 1923. Verlag Oskar Wöhrle. Konstanz. Lord Macaula.v: „Essays.“ (Herausgegeben von Egon Fric-d eil.) 1924. R'kela Verng, Wien-Leipzig-München. Max Mel!: „Morgcirwege.“ ’ Ausgewäh'te Erzählungen und (.egenden. 1924. Verlag Philipp Reclam jun., Leipzig. Friedrich Nietzsche: „Lieder des Zarathustra.“ 1924. Verlag der Reusseii-Presse (Heinrich Reinoid), Gera. Alfons Petz old: „Das letzte Mittel“ (und andere Geschichten). 1924. Verlag Philipp Reclam jun.. Leipzig. August v. Platen: „Gaselen.“ 1924. Verlag der Reussen- Presse (Heinrich Reinold), Gera. Adolf $ c h n i 11 h e n n e r: „Auge-wühlte Ezählungen.“ 1924. Deutsche Vcrlagsan.stalt. Stuttgart. Artur Schnitzler: „Die dreifache Warnung“ 1924. Verlag Philipp Recla-m jun.. Leipzig. Karl Schön Herr: „Die erste Beichte“ (und andere Novellen). 1924. Verlag Philipp Reclam jun„ Leipzig. "arl Hans Strobl: „Der betrogene Tod.“ (Novelle.) 1921. Verlag Philipp Reclam jun., Leipzig. Die hier angeführten Bücher sind durch R. Rechner (Wilh. Müller), Wien, I„ Graben Nr. 31, zu beziehen. (Entgeltlich.) pi Dp\y\l II—II Papierfabriks- und L-L. LJL-,/Y lU I 1L-. Verlags-Gesellschaft ZentraUmrean: Wien, I. Gränangergasse 2 Erzeugen alle Papiersorten, holzfreie und mittclftune Kanzlei-,einaeit.glatte Plakatpapiere,Pellüre Löschpapiere, einseitig glatte Superiorsorten UNW. AUS DER WERKSTATT DES BUCHES Ein Wunder moderner Reproduktionstechnik Im Reproduktionsvcrfahren hat sich eine vollständige Umwandlung vollzogen. Die bisherigen Reproduktionen von Bildern zeigten, ob sie mm schwarz oder farbig waren, die Originale wie durch einen. Nebel, den sich erst die Sachkenntnis tmd die Phantasie des Betrachters wegdenken mußte, um izurn Original vorcud ringen. Immer war es nur ein schwacher Abglanz, eine Ahnung des Meisterwerkes, dessen letzte Feinheiten man nur vor dem Oriiginaliwerk selbst genießen konnte. Und nun werden wir überrascht durch farbige Wiedergabe von Gemälden in Gel und Pastell, größtenteils in der Größe des Originals! Was ist nun das unerhört Bedeutende an diesen Blättern, die nach dem Verlag R. Piper & Co. in München „Pi pe r-D r u ck e“ .genannt werden? Es ist die Illusion, das Oniginalgemälde vor sich zu haben mit all dem wunderbar Mystischen, das jedes große Werk ausströmt. Die Piper-Drucke zeigen nicht allein das Primäre, die Form und die Farbe, sondern auch das geistige Fluidum des Bildes. Die Valeurverhältnisse, das Ineinanderiließen der Farbentöne, die Struktur des Pinsclstricbs sind derart «suggestiv, so daß das persönliche Temperament des 'Malers restlos zm Ausdruck kommt. Man könnte vielleicht 'dagegen einwenden, daß der erschlichenen Aehnlichkeit mit dem Original die Einzigkeit desselben zjum Opfer fiele. 'Aber solche Bedenken müssen fallen als ein Notwendiges der Zeit.entiwic.kUmg, die au ah von de.r ".Reproduktionstechnik das Höchste fordert. Denn die Hingabe und das Verantwortungsgefühl des Verlegers reifte nicht' nur »m Technischem: die Auswahl bezeugt einen kräftigen Kulfcur- Hvillen., hält sich von Einseitigkeit fern und trägt dfe reichsten Farbenanregungen in die Häuser jener, die ein Bedürfnis nach guter künstlerischer Kost halben. Bisher sind 25 Einzelblätter erschienen, darunter Rembrandts „Lachendes Selbstbildnis“, Dürers „Der Dresdner Altar“, Francesco Goyas „Königin von Spanien*, 'Manets „Frauenb'ildnis“ (Pastell), Paul C e z a n n e s „Der Junge mit der roten Weste“, Vincent van Goghs „Irrenhausgarten“. Die Frische und Leuchtkraft der Piper- Drucke macht sie zu wahren Leckerbissen1: die Erinnerung 'an die Originale ist so stark, daß s*ie einen täuschenden Ersatz bieten. Fern von -den Museen kann man die schwer erreichbaren Meisterwerke täglich vor Augen haben. Der 'Verlag bereitet gegenwärtig ein neues Blatt vor, und zwar das neaiemtdccktc Frauenbildnis von D-ürer, das die 'Wiener Stnatsgalcrie (Kunsthistorisohes Museum) kürzlich erworben hat. R—d. Die Großbuchbinderei F. Rolllngef, Wien, XII., Niederhofstraße 37—39, empHehlt sich zur Anfertigung von modernen Verlassbänden und Handbänden für Private und Vereinsbibliotheken. (Entgeltlich.) „Rikola-Bücherschrein.“ Ein schönes Bücherverzeichnis mit 31 DichterbiWnissen und ebenso vielen Origlnalbelträgen von Dichtern und Denkern über das Thema: „Ueber Bücher, Lesen und Menschen.“ Verlangen Sie kostenlose Zusendung vom Rlkola Verlag Wien. 3. Bezirk. (Entgeltlich.) DER BÜCHERMARKT | WERKE VON ERNST DECSEY Zum 2,> Todestage. von Johann Strauß, geftorben Z. Juni l8yy, empfehlen wir: | JOHANN STRAUSS i Mit 25unbvkannten Portraten, Karikaturen tuHandfchrifte-n. 5- Auflage : In Halbleinen gebunden K 107,625, Halbledcr K153-750 . In der Reihe der „Klaffiker der Mufik” erßhiencn ferner von Krnft Decfey: i Bruckner / Verfuch eines Lebens 1: n.—13. Auflage. In Halbleinen gebunden KY8.400, Halbleder K 144.525 Hugo Wolf / Das Leben und das Lied : 7.—12. Auflage. In Halbleinen gebunden K92.250, Halbleder K I3S.375 Erzählungen und Romane von Ernft Decfey: Du liebes Wien i Roman. ZI -Z2. Taufend. In Halbleinen gebunden K 83.025 Der kleine Herzog Cupidon Erzählung. 3. Auflage. Gebunden K 39-775 Die Stadt am Strom Roman. IO. Auflage. Gebunden K 76.875 <: Memoiren eines Pcdivogels 1: 7-Auflage. Gebunden K 46.125 h In allen Buchhandlungen erhältlich jj Deutfcbe Verlags-Anftalt Stuttgart Berlin '-'raKrrirxri Soeben Ist erschienen: LUDWIG WINDER HU €3- O Tragödie eines Knaben / Roman Die Leiden e ueS Knaben werden hier geschildert, der, Von dem GehrimniS de« mSnnerlieberdcn InrnlehrerS tief erschreckt, das Richteramt zu über» nikniren gezwungen i'l, wo dar Leben noch Spiel und Traum sein soll. Da? tüdnste und wahrste Bekeuntnirbuch der heutigen Literatur! Geheftet.ö. St. 40.000 Halbleinen.5. R. 50.000 Erschienen im Rikola Berlag, Wien / Erhältlich in allen Buchhandlungen I internationaler ps^clioanal^tisclier Verlaz Wien, VH. Andreasgasse 3 FREUD Gesammelte Schriften 11 Bände in Lexikonformat, auf holzfreiem Papier (Di« Hände IV, V, VII und VIII find soeben erschienen, dii übrigen erscheinen itn Leinte eitles Jahres) In der Bücherreihe „DAS NEUE BUCH“ erscheint soeben: J. S. Turgenjew cA ufzeichn angen eines Jägers übersetzt von Alex. Eliasberg Menschen und Landschaft verschmelzen zur Einheit — in den Novellen Turgenjews ist kein Naturalismus der Photographie, in ihnen schwingt die Seele des einfachen Menschen, atmet die freie Luft der Steppen Ein Buch der Stille und Erholung Holzfreies Papier jf 468 Seiten Pappe.. Gm. 4.50 Ganzleder.Gm. 10.— Umrechnungskurs 1 Gm. 16.600 ö. K Gustav Kiepenheuer Verlag Potsdam : : DTE NEU EROEFFNETE : : : BÜCHERSTUBE : : RATH & PRÄGER : WIEN, II. TABORSTRASSE 20A führt gute Literatur aus allen Wissensgebieten Neuerscheinungen des hebräischen Büchermarktes, 5 jüdische und moderne Musik, Graphik I Jedes Buch frei zur Einsicht I I I Zahlungserleichterungen I 3 Z Z Reichhaltiges Antiquariat Z Z Broschiert K 2,400.000! Gamleinen (tngl. Leinen) K 3,000.00* Halbleder fengl. Schwelnsl.) K 4,000.000 Gemsleder (handgeb. Saffian) K 9,000.000 Prospekt und Preisverzeichnisse über Einzelausgaben Freud» and über sonstige psychoanalytische Literatur auf Verlangen j IN ALLEN BUCHHANDLUNGEN! LEO LANIA Gewehre auf Reisen "r'v wv v V yr-nryrvw r » t rv vy v v?■ rrwr Bilder aus deutscher Gegenwart Broschiert K 16.000, Halbleinen K 30.000 MALI K-V ERL AG / WIEN-BERLIN Soeben erschien: Theodor Heinrich Mayer Die Macht der Dinge 232 Seiten auf holzfreiem Papier / In Leinen K 57.000 Mit farbiger Umschlagzeichnung von J. Danilowatz, Wien Die Beseelung aller Materie ist das Grundthema dieses Bandes, in geistreichster Weise nach allen Seiten variiert. Unentrinnbar zwingt die suggestive Kraft der Darstellung den Leser in den Gedankenkreis des Autors Novellen von atemraubender Spannung! L. STAACKMANN VERLAG / LEIPZIG

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