Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1924-06-04 · Heft 1905 (4.6.1924) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1905 (4.6.1924)
Date
1924-06-04
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2979076-2980834-2980988--19201-3006329
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

9 entity mentions

«r. 19(fc Wien, Mittwoch Wiener Morgen^eitung. 4. Juni 1924 Las zionistische PalSstina-Budget. Jerusalem, 2. Juni. (I. T. A.) Wie die Palästinensische Telegraphenagentur erfahrt, sind die. kürzlich zur Festsetzung des nächstjährigen Palästina-Budgets nach. Palästina gekommenen Mitglieder des Finanz- und Wirtschaftsrats der Zionistischen Organisation Dr. Halpern, Herr K a p l a n 's k y und Dr. A r l o s o r o f s der Aplstcht, in dem Budget keine Posten für neue Siedlungen aufzustellen, sondern statt dessen Maßnahmen zur Kräftigung der bereits bestehenden Siedlungen zu treffen. Ihr Plan geht dahin, alle bestehenden Siedlungen in Palästina innerhalb dreier Jahre wirtschaftlich selbsttätig zu machen. Eine Sonderkornmission, bestehend aus den Herren Dr. Arlosorosf, Ettinger, Vilkansky und Baratz wird alle jüdischen Siedlungen in Palästina besuchen, um festzuistellen, welche Maßnahmen notwendig sind, um alle diese Siedlungen wirtschaftlich sebsttütig zu machen. Re Wische Wanderung durch Lentfchland. Berlin, 2. Juni. (I. T. A.) Auf der soeben beendeten Jahresversammlung des Hilfsvereines der deutschen Juden erstattete Dr. James Simon Bericht über die Fürsorgetatigkeit zugunsten jüdischer Auswanderer im vergangenen Jahre. Aus dem Bericht geht hervor, daß im Berichtsjahre etwa 30.000 Mische Auswanderer aus dem Osten den schlesischen Bahnhof zu Berlin passierten. Die Station Stentsch an der deutsch-polnischen Grenze passierten 26.000 Durchwanderer. Im Jahre 1923 haben 10.000 jüdische Auswanderer Wer Deutschland die Ausreise nach Amerika angetreten. Der Bericht stellte seist, daß nunmehr nach Annahme der Emigrationsbill, nur sehrwenige Emigranten aus den östlichen jüdischen Emigratiouszentren nach Amerika werden reisen können. Der Bericht erwähnt auch die Lage in Palästina, die sich im vergangenen Jahre gebessert hat, indem eine Arbeitslosigkeit fast nicht mehr vorhanden ist. Als zweiter Referent berichtete Dr. Paul Nathan über die, Zukunst der an der W e st g r e n z e Sowjetrußland 's angesiedelten Juden, die er als eine sehr ungewisse bezeichnet. Man schätzt die Zahl dieser Juden zwischen 2,5 bis 5 Millionen. Sollte über diese Gebiete eine wirtschaftliche Katastrophe lhereinbrechen, so ist man angesichts der Nichtausnahmesähigkeit der gesamten übrigen Welt in bezug auf die Existenz dieser Millionen in schwerer Sorge. Dr. Nathan besprach den Plan der kolonisatorischen Ansiedlung eines Teiles dieser Massen in den östlichen Gebieten der Sowjetrepubliken unter Mitwirkung der Sowjetregierung. ■__ Der Kamps gegen Millerand. (Eigendienst Vt „Wiener Morgenzeitung".) Parts, 8. Juni. Die demokratische Linke des Senats welche die absolute Mehrheit dieser Versammlung bildet, hat mit allen gegen fünf ©timimen eine scharfe Resolution gegen Millerand angenommen. Damit ist die Präsidentschaftsfrrge entschieden, denn es ist sicher, daß.sich sowohl Kammer als 'Senat gegen den Präsidenten der Republick aussprechen. Millerand wird morgen unmittelbar nach der Wahl des Kammerpräsidenten diesen zu sich berufen, und dann Herriot mit der Kabinettsbildung beauftragen. Die aussichtsreichsten Kandidaten für die Präsidentschaft sind Painleve und Doumergue. Herrkot und Mar Donald. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) London, 3. Juni. Der „Star" glaubt zu wissen, daß die Unterredung zwischen Mae Donald und Herriot in Boulogne stattftnden wird. Smith führt nach Senf. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Budapest, 3. Juni. Der ungarische Völkerbundkommissär Smith reist am Sonntag früh in Begleitung seines Sekretärs nach Gens, um an der Völkertbundtägung teilzunehmen. Für die ungarische Regierung wird Johann Teleszky, welcher in den verschiedenen europäischen Hauptstädten die Begebung der ungarischen Anleihe vorbereitet, in Gens erscheinen. Ueber den Inhalt des Berichtes, den der Völkevbundkommissär über den ersten Monat seiner Tätigkeit in Ungarn erstatten wird, verlautet, daß er sich mit der Aktienezeichnung auf die N a t i o n a l b a n k, mit den Ausland'sverhandlungen der Ungarischen Regierung behufs Placierung der Anleihe und mit einigen Ergebnissen der bisherigen Sauierungsarbeit beschäftigt. Der Bericht soll der ungarischen Anleihe ein günstiges Prognoftikon stellen. Nallenische Landungen ln Rhodos? (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) . Rom, 3. Juni. Anläßlich der aus der Türkei eintausenden Nachrichten von einer lebhaften Erregung der türkischen Bevölkerung wegen der Landung italienischer Truppen auf der Insel Rhodo's hatte der gegenwärtig in Rom 'weilende italienische Botschafter in Konstantinopel Montag na gestern eine lange Unterredung Mil Mussolini, deren Inhalt streng -gcheimgehalten wirkt. -Nach der Unterredung erklärte Montagna einigen Journalisten, ein Teil der türkischen Presse gefalle sich schon seit langem in diner Hetz« gegen Italien. Die Nachrichten von italienischen Trupipenansammlungen auf Rhodos seien erfunden. Die letzten Kurse. Radiodienst der „Wiener Morgenzeitung".) London, 9. Juni. Infolge der Befestigung des französischen und belgischen Franken sowie infolge der leichten Erholung des Pfundes, war die Stimmung an der Londoner Börse allgemein befestigt. Kriegsanleihe stieg um 100 Punkte auf 9376, ebenso waren französische Renten und andere französische Werte höher. Oesterreichische Werte notierten unverändert, das tschechische Agio war etwas verringert. Petroleumwerte konnten anfangs ihren Preis behaupten, als die Meldung von der Kurserholung der Royal Dutch aus Amerika eintraf, trat im allgemeinen eine leichte Erholung für diese Werte ein. Zinnaktien waren etwas schwächer, Südafrikaner besser. ' Wechselkurse: Paris 83,36, Brüssel 96,75, Berlin 18,125, Wien 306,600, Prag 147,625, Amsterdam 11,565, Stockholm 16,28, Kopenhagen 25.625, Schweiz 24,57, Finnland 17,250, Rom 125, Madrid 31,795. Warschau 22,35, Sophia 605, Bukarest 1000, Budapest 450.000, Riga 22,36. Oesterreichische Anleihe 91, Tschechische 98,50, Skoda 92,76, Bodenkredit 19, Central .MiningS 10'/,, Diamond 16,50, Debeers 12,25, General Mining 12, Rio Tinto 32, Ottawy 29, Royal.Dutch'anfangs 35,75, Schluß 36,50, Shells 4,43.76. Metallmarkt: Kupfer Standard Kassa 61,16,3, Termin 62,16, Elektrolyt 67,6, Zinn Standard Kassa 209,13, drei Monate 208,19, Blei englisches 32, ausländisches 30 bis 38,12,6. Baumwolle: Liverpool Full Middling 18,63, amerikanische Terminware anfangs 6 bis 12 Punkte, niedriger, Juni 18,07, Juli 17,53, Oktober 15,70, Jänner 16,19, März 14,95, Um 2 Uhr 16 Min., 9 bis 13 Punkte niedriger. Juni 18,07, Juli 17,51, Oktober 15,62, Jänner 15,08, März 14,91. Die Standard Pil Company fordert von Deutschland eine Entschädigung in der Höhe von 2,400.000 Pfund für die Enteignung der rumänischen Oelfelder während der Besetzung Rumäniens durch die Armeen Mackensens. Vertreter der Gesellschaft, reisen Samstag nach Berlin zwecks diesbezüglicher Verhandlung. Baumwolle. Juni 18, Juli 17,45, Oktober 16,60, Jänner 15,04 März 14,89, ägyptische Baumwolle bis 12 Punkte niedriger. Der allgemeine Ton des Marktes war ruhig, obwohl ein ganz ansehnliches Geschäft in britischer raffinierter Ware zu den letzten niedrigen Preisen getätigt wurde. Weißer Java 35,6 greifbar, 20,9 Juni-Juli, Ächechilscher gvandnlateL ebenso wie holländischer greifbar 93 Schilling, amerikanischer grandulated Juli 26. Tevm'inware eröffnet« fester, wurde aber mereklich schwächer. August 22,3 bis 23. Oktober 2t Äs 21,5, Dezember 20 bis 20,3, März 20 bis 21,5. London, 9. Juni De Visenschlußkurs er Prag 148, New-York 4,31»/«, Paris 86.65, Brüssel 99'/«,/ Rom 99,62'/f/ Zürich 24,56, Madrid 31,80'/„ Amsterdam 11,557«, Kopenhagen 25,62'/,, Christian!« 31,80, Stockholm 16,27 7„ Helsingfors 172'/«, Berlin 18 Billionen, Wien 307.500. Paris, 8. Juni. (Radio.) Effektenfchlußkurse: Banque de France —, Pragobänka 406,—, Credit Lyonais 1510, Suez 13,801, Platine 764, Dabrowa 770, Banque Ottomane 759,. Central Mining 939, Rio Tinto 62.740, Le Naphta Russe 414, Succerie d'Eghpte 1010, Bakou 2620, Cautchoucs fin 149, Chaftered 45,—, Debeers ordin. 1051, Goldfields 84.50, HuanchockaS 302, Jägers Fontain 246.—, Malacca ordin. 135,—, Maltzoff 442, Mexican Eagle 69,50, Padang 336,—, Rand Fontain 90,60, Randmine 252.—, Silva plana 134.—, Tanganyika 149.-, Tubiee soie 616.-, Utah Copper 1382, Shell 3.67-, Royal Dutch 30.750, Burmäh —. Die heutige Börse war weniger freundlich gestimmt. Die große Zurückhaltung selbst professioneller Kreise zeigte sich in der geringen Zahl mt getätigten Abschlüsse. Französische Werte waren zufolge der Besserung des Frankenkurses fester, während Rio Tinto-, Suez- und Zuckeraktien merklich nachgaben. Bemerkenswert ist die.große/Festigkeit aller russischen Werte, was das interessanteste Merkmal des heutigen Tages ist. Im allgemeinen zeigte die Börse noch immer großes Mißtrauen, obwohl die verfügbaren Gelder im Publikum sehr groß find und darauf bereit zu Anleihekäufen Verwendung zu finden. Wechselkurse: London 82,85, New-Dovk 19,38, Wien 27,75, Prag 56, Bukarest 8,25. Rew-Dork, 3. Juni. Der Effektenmarkt war fester. Atchison 101,62'/„ Canadian Pacific 147,25, Northern Pacific 52,25, Southern Pacific 89,75, Union Pacific 131,62'/,, Union Steels 95,87'/,. Milwaukee 12,12'/„ Royal Dutch 52,60. New-Borkr, 3. Juni. (Radio.) Devisenschlußkurse: Taggeld 3*/„ Wechsel auf London 4,32,50, 60 Tage-Wechsel 4,29,50, Paris 5,16, Amsterdam 37.32, Prag 2,93,75, Berliner Schlußkurs 23'/. bis 24, Silber 67',,. Die Moffnl-Frage. London, 8. Juni. (Reuter.) 'Premierminister Mae Donald erklärte, er beabsichtige, di« Mossul-Frage ehestens dem Völkerbund zu unterbreiten. Die Nostrifikation der Aerztediplome in der Lschecho-Slowakei. Prag, 3. Juni. Die tschechische medizinische F akultät hat. beim Unterrichtsministerium einen Antrag aus Erlassung einer Regierungsverordnung zu dem Gesetz betreffend die Nostrifikation der Dokktordiplome eingebracht, in welcher die Bedingung enthalten sein soll, daß die Behecrschung der Staatssprache Voraussetzung für die Nostrifikation sei. Wie das „Prager Tagblatt" erfährt, hat die deutsche medizinische Fakultät einen umfangreichen Gegenantrag beinr Unterrichtsministerium eingvbracht.. 6in Abgeordneter wegen unehrenhafter Handlungen nurgeWofsen. Prag, 3. Juni. Der Vollzugsausschuß der tschecho-slowakischen Volkspartei hat den Abgeordneten K a d e r k a mit der Begründung unehrenhafter Handlungen aarsgeschloffen. Re Fnden ln der volnischen Armee. Warschau, 31. Mai. (I. T. 8.) Im Verlaus der Wehrdebatte im Sejm führte der Mische Deputierte Dr. Sch. Feldmann aus, der Ausdruck „nationale Armee" stimme mit der Wirklichkeit nicht überein, das Gesetz sollte vielmehr von einer ,-Staatsar mee" sprechen. Die Juden begrüßen den Entschluß, einen einheitlichen Wehra p p a r a t zu schassen. Dies wird aber durch die antisemitische Agitation in der Armee gehindert. So zum Beispiel, wenn die in Posen erscheinende militärische Zeitung „Zolniersz Wiebkopolski" die jüdischen Soldaten lächerlich zu machen versucht. Das ist nur ein Fall von vielen. HM» nach Ha»* Berthold Scheel III. Landstr. Gürtel 19, Linien: O, 4, 11? Deputierter Kirschbraun äußerte sich Mn Punkt 6j!>es Entwurfes, laut welchem jeder Soldat Offizier werden kann, und meinte, daß dies in der Praxis auf die Juden keine Anwendung findet. Es existieren geheime Vers o rd n u n ge n, die Juden von leitenden Stellen der Armee auszuschließen. In Frankreich, dessen Armee der polnischen, vorbildlich ist, gibt es einige Generale, die Juden sind, ebenso zahlreiche jüdische Regimentsobevste. Der französische Flottenminister Bokanowskr ist ein Jude. Wäre er m Poen, so könnte er nicht einmal als einfacher Matrose in die Flotte hineirckommen, weil dies der General S os nio wski in einem geheimen Befehl untersagt hat. Deputierter Kosziakkowski entgegnete Kirschbraun, daß .es in der polnischen Armee mehr jüdische Offiziere gäbe als in der französischen; sogar der Sohn des Krakauer Rabbiners dient als hoher Offizier in Wilna. Inland. Fortsetzung der vrinziviellen Apposition der Sozialdemokraten. Um zu zeigen, daß in ihrer Haltung zur Regierung trotz der schweren Verwundung des Bundeskanzlers keine Veränderung eingetreten sei, betonten die Sozialdemokraten auch in der gestrigen Sitzung des Budgetaüsschusses ihre prinzipielle Opposition, indem sie die Regierungs-' Vorlage über die Körperschaftssteuer, durch welche die unterschiedliche Behandlung der Mtien-gesevschaften, Genossen» schäften m. b. H. usw. in steuerrechtlicher Beziehung ausgeglichen werden soll, ablchuten. Auch das Kompromiß über die Abgabenteilungsnovelle ist aus demselben Grunde gestern noch, nicht von dem zuständigen Ausschuß in die Regierungsvorlage verwobn worden. Re Steuerbegünstigungen für Aktiengesellschaften. Im Budgetausschusse referierte Dr. Gürtler über die Körperschafts-Steuernovelle und hob hervor, daß dieses Gesetz einem sehr vernünftigen volkswirtschaftlichen Prinzip diene. Wir müssen dazu kommen, daß für die Bewertung unserer Aktien allmählich wieder das Ren 1a b ilitätsprinzip in den Vordergrund trete, daß unsere - Aktien aulfhören, Spekulationspapiere zu sein, und wieder Anlagepapiere werden. Dann können derartige Vorgänge, wie sie sichern der letzten Zeit zum großen Nachteile unserer u Wirtschaft an der Börse abgespielt haben, nicht mehr so leicht in einer derart!at& strophalen Form eintreten. Der Ausschüttung einer Dividende' hat sich vor allem der, ungeheuerliche Steuersatz' entgegengestellt, der tatsächlich dahin geführt hat, daß unter Umständen eine Steuer gezahlt werden mußte, die größer war als der bilanzmäßig ausgowiestne Reingewinn. Wir, die wir so schr auf die Beteiligung fremden Kapitals angewiesen sind, müffen trachten, zu dem Zustande vor dem Kriege wieder zurückzukommen, daher sind die Bestrebungen des Gesetzentwurfes auf das Wärmste zu begrüßen. Die Novelle beschäftigt sich insbesondere mit den Gesellschaften m. b. H. Man kann die Tendenz des Entwurfes dahin deuten, daß er dje Entwicklung dieser Gesellschaftsform, die vielfach zu Mißbräuchen geführt hat, in Oesterreich als beendet' ansieht. DaS Gesetz wurde nach längerer Debatte mit einigen' Aenderungen angenommen, durch die Erwerbs- und' WirtschastSgenossenschaften, welche auf dem Grundsätze der Selbsthilfe beruhend, ihren Geschäftsbetrieb tatsächlich auf ihreeigenen Mitglieder beschränken, ferner gemeinnützige Bauveveinigungen und Sparkassen eine begünstigte- Behandlung erfahren. Re Verhandlungen mit den BnndernngeiteKten. Der Wer-Ausschuß der Bundesangestellten hielt gestern eine Beratung über die noch offenen Fragen betreffend die Spannung, die Personalquote und die Ortsklassen ab. Die Regierungsvertreter erklärten, daß sich an der Auffassung der Regierung nichts geändert habe und daß sie an ihrem Stand-: punkte sesthalte. Die Mitglieder des Ausschusses verlangten das Erscheinen des Finanzministers Ki e n b ö ck und des Vizekanzlers Dr. Frank, welche die Erklärung abgeben sollen, daß sie in Vertretung des Bundeskanzlers Seipel die entscheidenden Verhandlungen zu Ende führen. Der Ausschuß wird an den Finanzminister die Frage richten, ob in das Normalbudget nur der Betrag von 530 Millionen Goldkronen eingestellt sei, oder ob nicht eine Erhöhung für die Zwecke der Bezügsaufbefserung der Bundesangestellten möglich wäre. Daran werden sich die weiteren meritorischen Beratungen anschließen. Der SRnnitionsegHort aus Sesterreich. London, 3. Juni. Mac Donald beantwortete im Unterhaus eine Interpellation Morels betreffend den Verkauf von Kriegsmaterial aus Oesterreich, er könne keine genauen Angaben über den Export von Kriegsntaterial aus Oesterreich machen. Die englische Regierung weiß aber, daß derartige Verkäufe bei verschiedenen Gelegenheiten stattsanden, während sie der Friedensverträg Herrenwäsche

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.